Christiane Bogenstahl , Reinhard Junge Datengrab

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Inhaltsangabe zu „Datengrab“ von Christiane Bogenstahl

Kameramann Klaus-Ulrich Mager in der Bredouille: Sein Vater ist Hauptverdächtiger in einem dreißig Jahre alten Mordfall. Das ist nicht sein einziges Problem, denn er selbst steht beruflich vor dem Aus.
Zeitgleich ermittelt Sohn Kalle mit Freundin und IT-Expertin Simone am Kopula Institut der Uni Duisburg-Essen: Wo ist die Doktorandin Lea Bennsdorf? Beim Fleddern alter Datengräber schrecken sie einen mächtigen Gegner auf – und plötzlich müssen sie um ihr eigenes Leben bangen.

Wunderbare Unterhaltung mir feinsinniger Gesellschaftskritik

— FrauSchafski

Spannender und überzeugender Krimi, der zudem noch eine Menge Spaß macht

— ech

Kurzweiliger Regionalkrimi mit hochbrisanten und aktuellen Thema

— widder1987

Ein temporeicher, spannender Krimi aus dem Ruhrgebiet in einem humorvoll bissigen Schreibstil geschrieben,

— BuchNotizen

Hab nicht gewusst, dass IT so spannend sein kann!

— notthatkindofagirl

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  • Überzeugender Ruhrgebiets-Krimi mit einer ordentlichen Prise Humor und herrlich schrägen Typen

    Die Abbieger

    ech

    21. March 2017 um 14:02

    Klaus-Werner "Klausi" Lippermann hat die Nase voll: Akribisch hat der Buchhalter die Zeit ermittelt, die er in all den Jahren auf der Fahrt zwischen seiner Heimat Dortmund und seiner Arbeitsstelle in Duisburg durch unnötige Staus und Behinderungen auf der Autobahn A 40 verloren hat. Doch jetzt ist Schluß, jetzt muss sich etwas ändern und vor allem muss endlich jemand dafür bezahlen. Und so entführt er zusammen mit seinem Komplizen Freddy den Chef von Strassen.NRW, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Das Buch ist der inzwischen vierte Fall mit Kommissar Georg "Der Spaten" Schüppe und dem Reporter Tom Balzack. Nachdem mir der Vorgänger "Die Abdreher" durch die vielen behandelten Aspekte und Stränge teilweise etwas überfrachtet vorkam, konzentriert sich die Geschichte hier wieder konsequent auf sein Hauptthema und treibt die Geschichte ohne große Schnörkel und mit nur wenigen, aber gelungenen Abschweifungen voran. Die Ausgangsidee ist herrlich absurd, trägt die Geschichte aber bis zum Ende ohne große Durchhänger und hält ihr hohes Niveau, ohne, das ihr dabei die Luft ausgeht. Dabei bleibt das Buch trotz der vielen skurrilen Momente bzw. Protagonisten und dem durchgehenden humorvollen Unterton doch die ganze Zeit über immer auch ein echter und vor allem spannender Kriminalroman, der seine Geschichte absolut ernst nimmt und ihr bis zum überzeugenden Ende treu bleibt. Wer spannende und zugleich abgedrehte Krimis mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Nachdem Georg Schüppe und Tom Balzack zuletzt auch kleine Gastauftritte im Buch "Datengrab" von Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge hatten, kommt es hier zu einem Gegenbesuch und kleineren Querverweisen. Netter Spaß für Fans und Kenner beider Buchreihen.

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  • Leserunde zu "Datengrab" von Christiane Bogenstahl

    Datengrab

    Bogenstahl

    Meine erste Leserunde! Ach ja und …Mein erstes Buch! :-) Liebe Leute, „Datengrab“ ist mein Romandebüt.  Seit Ende  Oktober 2016 könnt ihr den 445 Seiten starken Roman im Handel kaufen. Viele berufliche und private Erfahrungen sind hineingeflossen. Aber nein! Es war kein Alleingang. Gemeinsam mit Reinhard Junge, den einige fleißige Leser/Innen sicher kennen („Klassenfahrt“, „Ekel von Datteln“, etc.) habe ich fast ein Jahr liebevoll mit ihm gestritten, gespottet, geplottet und geschrieben. Dabei haben wir eine bereits bestehende Romanreihe ins moderne Zeitalter überführt. Worum geht’s im Buch?  (Copy & Paste ist mein Freund: Zusammenfassung frisch für euch von der Grafit-Webseite geklaut. ;-)) Machtmissbrauch, Datensicherheit und Universitätsfilz Für Kameramann Klaus-Ulrich Mager kommt es doppelt hart. Im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern wird eine skelettierte Leiche gefunden und sein Vater ist der Hauptverdächtige. Das schädigt nicht nur den Ruf der Familie, sondern sorgt vor allem für Probleme im Job. Magers Mitarbeit beim Fernsehteam PEGASUS steht vor dem Aus. Zeitgleich ermittelt Sohn Kalle mit Freundin und IT-Expertin Simone am Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen: Wo ist die Doktorandin Lea Bennsdorf? Schnell zeigt sich, dass an dem renommierten Institut nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Beim Fleddern alter Datengräber schrecken Kalle und Simone einen mächtigen Gegner auf – und plötzlich müssen sie um ihr eigenes Leben bangen. Bissig, witzig, hintergründig – ein neuer Fall für das Kult-Team PEGASUS! Zum Trailer: Sieht sehr düster aus, aber es gibt doch einiges zum Lachen im Buch. Versprochen! ;-) Born to be root? Du willst teilnehmen? Die Bewerbungsaktion läuft bis zum 30.11.2016. Diejenigen von euch, die mir in einer oder mehreren der unten stehenden Rubriken etwas besonders Spannendes, Witziges oder Gehaltvolles hinterlassen, werden die auserwählte Leser, die ein Buch geschenkt bekommen. Ich werde selbst rege an den Diskussionen teilnehmen und freue mich schon sehr auf eure Kommentare. ·  Machtmissbrauch an Universitäten  ·  EDV / IT in Büchern: Top oder Flop? ·  OMG! Fragen, die man sonst nicht stellt ... Der autarke und liebenswerte Grafit-Verlag haut für diese Aktion spendabel 10 Bücher aus dem Ärmel. Der Versand erfolgt „asap“ (also; as soon as possible). Damit der mutige, kleine Verlag nicht umsonst „geschröpft“ wird, seid ihr bereit, bis zum 07.01.2017 eine Rezension zu schreiben. Und wer ist diese Bogenstahl? Shit happens! Vorname Christiane, Weihnachten 1973 geboren - und trotzdem Atheistin geworden. Im Gegensatz zu vielen anderen in meinem Alter habe ich kein Haus, kein Auto – und, ja, nicht mal Kinder. Aber dafür besitze ich 250 ccm auf zwei Rädern, habe treue Freunde und jede Menge Spaß am Leben. Ich springe freiwillig aus Flugzeugen, campe im Dschungel und esse aus Überzeugung keine Tiere. Darüber hinaus bin Fan von Mr. Spock, dem Dalai Lama und zamonischer Literatur. Wenn ich nicht gerade schreibe oder meinen Freizeitaktivitäten nachgehe, arbeite ich als IT-Projektleiterin in einem lobenswert menschenfreundlichen Unternehmen in Essen.    

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  • Grandioser Krimi aus dem Ruhrgebiet

    Datengrab

    Isabell47

    26. January 2017 um 12:12

    In einem Schrebergarten wird das Skelett einer jungen Frau gefunden.  Als feststeht, wer die Tote ist, gerät der Vater des Kameramanns Kalle Mager unter Verdacht. Zu gleichen Zeit verschwindet eine junge Frau aus einem Institut. Ein Kollege von ihr wird misstrauisch und schaltet Kalles Freundin Simone in die Suche mit ein. Der Krimi erzählt mit viel lokalem Flair des Ruhrgebiets, teilweise sehr bissig und humorvoll, sowie äußerst spannend, was die beiden Frauen verbindet. Der Einstieg bzw. der Prolog in das Buch könnte auch aus einem beliebten Sonntagsabendkrimi stammen, er ließ es mir kalt den Rücken herunterlaufen. Danach scheint es ruhiger zu werden, aber nach und nach wird klar welche Brisanz die einzelnen Informationen haben. Während ich noch häufig über die Beschreibungen im Alltag der Protagonisten laut lachen musste, baut die Spannung sich immer weiter auf. Es geht vor allen Dingen um Macht, Gier und wie Menschen sich manipulieren lassen. Dazu habe ich einen Einblick in die IT-Welt erhalten und mir wurde wieder mal klar wie sorglos wir mit Daten umgehen. Die Figuren des Krimis haben für mich alle ein Gesicht erhalten ganz egal, ob es sich um die Hauptfigurein oder Nebenfiguren handelte, das fand ich grandios.Eine absolute Leseempfehlung für einen grandiosen Krimi im IT-Umfeld aus dem Ruhrgebiet!

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  • Tatort trifft Volksbühne

    Datengrab

    FrauSchafski

    21. January 2017 um 17:23

    Ganz ehrlich, die Lektüre dieses Krimis erinnert von Anfang an an den Münsterer Tatort. Teilweise skurile Charaktere, jede Menge wunderbar umgesetzes Lokalklorit und eine gehörige Portion Gesellschaftskritik. Darüber hinaus versteht es das Autorenduo, Institutionen, wie in diesem Fall die Universität, ganz hervorragend darzustellen. Der dort herrschende Machtmissbrauch wird in jeder Szene mehr als deutlich, sodass der Eindruck entsteht, es gäbe so gar keine guten Seiten an unseren höchsten Bildungsanstalten. Aber das kann mit Fug und Recht als literarisches Mittel bezeichnet werden: eine Seite der Medaille übersteigert darzustellen, um vorherrschende Probleme ins Rampenlicht zu rücken. Weitere Mittel, derer sich die Autoren bedienen: Ironie bis hin zum Sarkasmus sowie Slapstickeinlagen. Das hat eine lange literarische - und nicht zuletzt auch filmische - Tradition, um Gesellschaftskritik möglichst gut verträglich für ein möglichst breites Publikum zu verpacken. Insofern würde sich diese Buch auch wunderbar als Vorlage für ein volkstümliches Theaterstück eigen. Fazit: Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Krimi, der nicht nur unterhält, sondern auch noch bildet und eingefahrene Strukturen und Institutionen infrage stellt. Ich habe letztlich „nur“ vier Sterne vergeben, weil mir die Handlung manchmal etwas zu klamaukig war. Außerdem hatte ich echte Probleme, die vielen Synonyme, die die Autoren für die einzelnen Personen verwenden, richtig zuzuordnen. Zum Ende fehlt mir auch etwas die Relativierung der kritisierten Systeme wie bspw. der Universität. Dennoch: Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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  • Spannender und überzeugender Krimi, der zudem noch eine Menge Spaß macht

    Datengrab

    ech

    19. January 2017 um 13:52

    Als im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern die bereits skelettierte Leiche einer jungen Frau gefunden wird, gerät PEGASUS-Kameramann Klaus-Ulrich Mager ins Blickfeld der Dortmunder Kriminalpolizei, die ihn und auch seinen bereits verstorbenen Vater zum Kreis der Verdächtigen hinzuzählen. Und so muss Klaus-Ulrich tief in seine eigene Vergangenheit eintauchen und gerät sowohl privat als auch beruflich mächtig unter Druck.Zeitgleich begibt sich sein Sohn Kalle zusammen mit seiner Freundin Simone auf die Suche nach der spurlos verschwundenen Doktorandin Lea Bennsdorf. Steht ihr Verschwinden in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit am renommierten Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen, an dem der Chef Professor Paul Kehlmann ein eisernes Regiment führt und so einige Leichen im Keller hat ? Kalle und Simone stechen bei ihrer Suche in ein Wespennest und machen sich gefährliche Feinde.  Der erste PEGASUS-Krimi ist bereits 1988 unter dem Titel "Das Ekel von Datteln" erschienen und wurde seinerzeit noch von Reinhard Junge und Jürgen Pomorin alias Leo P. Ard geschrieben. Nach dem Ausstieg von Leo P. Ard, der heute hauptsächlich Drehbücher für Fernsehkrimis und -serien verfasst, kamen noch weitere Fälle hinzu, die Reinhard Junge alleine geschrieben hat. Nun betritt mit Christiane Bogenstahl eine neue Co-Autorin die Bühne und bringt auch direkt frischen Wind ins PEGASUS-Universum, ohne das Bewährte dabei komplett über Bord zu werfen. Und so überzeugt auch dieser Krimi neben einer ausgeklügelten und komplexen Story wieder duch bissigen Humor, skurrile Situationen und Akteure, eine gehörige Prise Ruhrgebietsflair und gekonnte Anspielen auf die bundesdeutsche Realität. Man kann dieses Buch auch ohne Vorkenntnissen aus den früheren Büchern der PEGASUS-Reihe problemlos lesen, auch wenn man dann vielleicht nicht jede Anspielung und eingetreute Szene versteht.Ein überzeugender und spannender Krimi, der zudem auch noch eine Menge Spaß macht.   Die Überführung der Reihe ins moderne Zeitalter gelingt auf ganzer Linie und lässt auf viele weitere Fälle mit einem dann runderneuertem PEGASUS-Team hoffen, bei dem aber sicherlich auch die alten Recken wieder ein gehöriges Wort mitsprechen werden.

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  • Aktuelles Thema mit gut durchdachter, aber nicht völlig ausgereifter Umsetzung

    Datengrab

    widder1987

    18. January 2017 um 18:23

    Klappentext: Kameramann Klaus-Ulrich Mager in der Bredouille: Sein Vater ist Hauptverdächtiger in einem dreißig Jahre alten Mordfall. Das ist nicht sein einziges Problem, denn er selbst steht beruflich vor dem Aus. Zeitgleich ermittelt Sohn Kalle mit Freundin und IT-Expertin Simone am Kopula Institut der Uni Duisburg-Essen: Wo ist die Doktorandin Lea Bennsdorf? Beim Fleddern alter Datengräber schrecken sie einen mächtigen Gegner auf – und plötzlich müssen sie um ihr eigenes Leben bangen. Fazit: Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge sind das Autorendeo zum Kriminalroman 'Datengrab', mit dem sie eine hochaktuelles wie brisant-zeitgenössisches und gesellschaftlich bestehendes Thema ansprechen und es mit regionalen Alltagsgeschichten aus den Ruhrgebiet lebendig machen. Zum Verschwinden zweier Uni-Mitarbeiter in Duisburg gestellt sich eine verjährter ungeklärter Mordfall im Dortmund. Was eine ersten Teil des knapp 445 Seitenwerk nicht zusammen passen will, verbindet sich durch einem dreisträngen Handlungsverlauf zu eine über jahrzehntelangen skullen Machtschaften eines verwaisten Jungen. Das Vater und  Mager, welches den PEGASUS-Fernsehmannschaft angehört, wecken durch eigenhändige und tollpatschige Recherchearbeiten 'brutale Bluthunde' auf. Das Autorengespann glänzt mit einem modernen und zügigen Erzählstil mit bissigen und lebensnahen Dialogen, guten beschriebener lebendigen Charakteren und detailvoller Handlungsortschilderung, im der Leser schnell in die Thematiken einsteigen kann. Leider schaffen diese vielschichtigen Einzelstorys, die im Buch parallel im zwölf Tage-Kapitalen geschrieben sind, kein packendes Lesevergnügen, da es keinen reibungs- und lückenlosen Abhandlungen gibt. Auch im stockenden Echtzeitmodus kommen die übergespitzten und aufgeblähten 'Aktionen' der gerechtigkeitsgeforderten Aktivsten und Gewaltanwendungen der Gegenspieler wie aus einem TV-Actionfilm entsprungen den Leser vor und blenden damit die eigentliche klare Schreibweise von Bogenstahl (und Junge). Es werden Nebensächlichkeiten auch so wie Aufmerksamkeit geschenkt wie den eigentlichen Leitthema, das dadurch nicht mit den nötigen Tiefgang den Leser die eingehenden Botschaft der heutigen IT-Branche vermittelt sondere versteift sich auf egoistische und menschliche Abgründe, Universität- und Fernsehjournalismusstrukturen sowie Regionalitäten des Ruhrgebietes...3,75 Sterne

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  • PEGASUS-Team ermittlet wieder

    Datengrab

    BuchNotizen

    11. January 2017 um 19:12

    Das Fernsehteam PEGASUS ermittelt wieder. Reinhard Junge hat bereits einige Kriminalromane mit dem PEGASUS-Team, das im Ruhrgebiet zu Hause ist, veröffentlicht. Zusammen mit Christiane Bogenstahl setzt er die Reihe fort. Ich habe keines der Vorgängerbücher gelesen und erst mit „Datengrab“ das PEGASUS-Team kennengelernt. Ich war neugierig auf einen Krimi, der im Unimilieu spielt, genauer gesagt in einem IT-Institut, in dem es um Datensicherheit und Machtmissbrauch geht. Beim Lesen des Prologs dachte ich, ich bin im falschen Buch. Ab dem ersten Kapitel ändert sich der Schreibstil und alles ist gut. Es wird spannend und bleibt es bis zum Schluss. Den Prolog versteht man erst, wenn man das Buch fertig gelesen hat. Also, nicht vom Prolog abschrecken lassen! „Datengrab“ ist ein temporeicher Krimi, der in einem direkten, humorvoll bissigen Schreibstil geschrieben ist, der mir sehr gut gefällt. Das Szenario ist erschreckend realistisch. Die Menschen im Ruhrpott mit ihrer Direktheit, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit sind gut eingefangen. Die Familie Mager und die Kommissarin Herta Kasten, die „Dogge auf zwei Beinen“, sind das beste Beispiel dafür. Bei den vielen Hauptpersonen ist die Personenliste, mit treffender Charakterisierung, sehr hilfreich. Schon bei der kurzen Vorstellung des Institutsteams wird deutlich, dass es unter der Oberfläche brodelt. Professor Kehlmann sieht sich als uneingeschränkten Herrscher, der seine Mitarbeiter manipuliert, wie es ihm beliebt. Das Kopola-Institut entwickelt Sicherheitssoftware. Da es um Datensicherheit, Suche nach versteckten Daten, Hacken und Versenden von „Mailbomben“ geht, lassen sich Fachausdrücke nicht vermeiden. Diese werden jedoch verständlich erklärt. Eingestreute Bezüge zu anderen Büchern, wie beispielsweise die Erwähnung des Namens Lisbeth Salander auf Seite 113 oder bekannte Zitate („I’ll do my very best“ auf Seite 125), lockern den Krimi zusätzlich auf. Das gilt auch für die Zeitungsausschnitte, E-Mails und Vernehmungsprotokolle, die sich in kursiver Schrift vom anderen Text abheben. „Datengrab“ ist ein temporeicher, spannender Krimi aus dem Ruhrgebiet in einem humorvoll bissigen Schreibstil geschrieben, der sich von anderen Regionalkrimis abhebt. Ich bin von dem Krimi begeistert und voll überzeugt. Ich möchte gerne noch mehr von diesem Autorenpaar und dem PEGASUS-Team lesen.

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    • 3
  • Datengrab - viel Technik verpackt in einen Krimi

    Datengrab

    Melanie_M

    07. January 2017 um 20:20

    Cover: Das Cover finde ich gut gewählt. Da sieht man gleich, dass es um PCs / Internet geht.Inhalt: In einer Kleingartenkolonie wird Silke Neuhaus Leiche gefunden. Die Leiche liegt da allerdings schon ein paar Jährchen. Hauptkommissarin Herta Kasten wird zum Fall dazugerufen. Zeitgleich verschwindet Lea Bennsdorf. Tim Hoppe versucht sie ausfindig zu machen. Simone, ein Technik-Freak, hilft bei der Suche. Auch Simones Freund Kalle, der für PEGASUS arbeitet, wird mit eingespannt. Die beiden kommen einer schlimmen Machenschaft auf die Schliche, bei der Leiter des Kopula Instituts Peter Kehlmann beteiligt ist. Schafft es Kasten, den Mörder zu finden und Simone, Tim und Kalle, die Verschwundene Lea ausfindig zu machen?Meinung / Sonstiges: Die Namensliste am Anfang ist echt nötig. Meiner Meinung nach sind da ein bisschen zu viele Personen involviert. Auch das Computer-/Sicherheitsthema liegt wahrscheinlich nicht unbedingt jedem. Gerade im mittleren Teil zieht sich das Buch ein bisschen, an sich aber eine gute Story. Der Schreibstil ist kurz und einfach gehalten.

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  • Mord trifft Hacker

    Datengrab

    notthatkindofagirl

    06. January 2017 um 09:41

    Es wird eine Leiche gefunden, ein Mädchen verschwindet, es gibt ein paar Hacker und Angriffe auf Leute, die herumschnüffeln. Dies sind Gründe genug, das Buch zu lesen. Hier trifft Mord auf Betrug auf Hacker auf Vergewaltigung. Der wohl beste Grund dieses Buch zu lesen ist die Autorin Bogenstahl selber. Die Frau hat einen Schreibstil zum Niederknien. Es ist ihr erstes Buch, doch wie ein Anfänger wirkt sie nicht. Die Ganze Geschichte ist umgeben von einem super Stil, der das Lesen erleichtert und die Spannung durchgehend aufrechterhält. Ich warte schon auf ein neues Werk!!Ich empfehle das Buch an all meine Thrillerfreunde, denn sie werden genug grausame Momente erleben. Weiters werden auch IT Interessierte eine Freude damit haben. 

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  • Pegasus ermittelt wieder

    Datengrab

    wampy

    30. December 2016 um 11:17

    Buchmeinung zu Christiane Bogenstahl & Reinhard Junge – Datengrab „Datengrab“ ist ein Kriminalroman von Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge, der 2016 bei grafit als Taschenbuch erschienen ist. Zum Autor: Reinhard Junge war 34 Jahre lang Lehrer an einem Wattenscheider Gymnasium und gilt als Urgestein des Ruhrgebietskrimis. Er schrieb - zum Teil zusammen mit Leo P. Ard u. a. neun Krimis um das Fernsehteam PEGASUS. Christiane Bogenstahl, IT-Projektleiterin in Essen, debütierte 2014 im Grafit-Sammelband Lies oder stirb mit der gemeinsam mit Junge verfassten Story "Tödliche Texte". Nun bringt sie frischen Wind in die PEGASUS-Reihe, die jetzt in Version 3.0 fortgeführt wird. Klappentext: Für Kameramann Klaus-Ulrich Mager kommt es doppelt hart. Im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern wird eine skelettierte Leiche gefunden und sein Vater ist der Hauptverdächtige. Das schädigt nicht nur den Ruf der Familie, sondern sorgt vor allem für Probleme im Job. Magers Mitarbeit beim Fernsehteam PEGASUS steht vor dem Aus. Zeitgleich ermittelt Sohn Kalle mit Freundin und IT-Expertin Simone am Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen: Wo ist die Doktorandin Lea Bennsdorf? Schnell zeigt sich, dass an dem renommierten Institut nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Beim Fleddern alter Datengräber schrecken Kalle und Simone einen mächtigen Gegner auf und plötzlich müssen sie um ihr eigenes Leben bangen. Meine Meinung: Pegasus ist zurück und wirbelt wieder viel Staub im Ruhrgebiet auf. Die chaotischen und engagierten Mitarbeiter decken im Umfeld des Kopula-Institutes diverse Missstände auf. Mit viel Lokalkolorit wird ein Fall entwickelt, der auch politische Bezüge beinhaltet und Fehlentwicklungen im Universitätsbereich anprangert. Dort können skrupellose Menschen viel Geld verdienen. Andererseits leiden die Mitarbeiter des Instituts unter einem unglaublich schlechtem Arbeitsklima. Professor Kehlmann regiert wie ein König und setzt seine Mitarbeiter massiv unter Druck. Die Pegasusmitarbeiter stehen von mehreren Seiten unter Druck. Um die Schrebergartenleiche kümmert sich die Kriminalpolizei durchaus kompetent, die Finanzsituation des Fernsehteams ist mehr als angespannt und die Ermittlungen gegen Kehlmann erweisen sich als sehr gefährlich. Das Fußvolk der Polizei bekommt gleich an mehreren Stellen sein Fett weg und dann regiert der Slapstick. Diese Szenen lockern aber auch die düstere Grundstimmung auf und sorgen für einen gewissen Ausgleich. Die Autoren sparen nicht mit harter Gewalt und so trägt der ein oder andere Protagonist zum Teil erhebliche Verletzungen davon. Die Figuren sind mit Ecken und Kanten gezeichnet, aber auch einige mit viel Empathie. Man leidet mit Kalle und Simone, hofft auf erfolgreiche Aktionen der Kopula-Mitarbeiter gegen ihren Chef und fragt sich, wie es zu solchen Situationen an einer staatlichen Hochschule kommen kann. Besonders düster wird es, wenn dann auch noch die Staatsgewalt korrigierend eingreift. So bleibt ein bitterer Beigeschmack bei der Auflösung und die Hoffnung, das die geschilderten Zustände keinen realen Hintergrund haben. Fazit: Dieser düstere Roman überzeugt mit einer interessanten Geschichte, sympathischen Figuren mit Ecken und Kanten, humorigen Szenen und mit viel Lokalkolorit. Manches wirkte (hoffentlich!) überzeichnet, sorgte aber für eine durchgehend hohe Spannung. Von mir gibt es vier von fünf Sternen oder 80 von 100 Punkten. Empfehlen kann ich das Buch allen, die an einem Krimi mit politischem Hintergrund Gefallen finden.

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  • Rezension zu "Datengrab"

    Datengrab

    Zsadista

    27. December 2016 um 13:44

    Kalle Mager ist Kameramann bei dem kleinen Fernsehteam PEGASUS. Als im ehemaligen Kleingarten seiner Eltern eine skelettierte Leiche gefunden wird, geraten die Magers sehr schnell in Mordverdacht. Das ist aber nicht der einzige Klumpen, der Kalle schwer im Magen liegt. Gleichzeitig hat seine Freundin Simone Probleme. Sie arbeitet am Kopula-Institut der Uni Duisburg-Essen. Dort ist eine Mitarbeiterin spurlos verschwunden. Zuerst ist es Simone ja egal, ob Lea verschwunden ist. Sie hat selbst mehr als genug Arbeit. Doch wird sie von einem Freund darum gebeten, ihm suchen zu helfen. Nicht wissend, welchen großen Stein sie damit lostritt, fängt sie zusammen mit Kalle an zu ermitteln. Schnell merken die beiden, dass mit diesem Gegner nicht zu spaßen ist. „Datengrab“ ist der zweite Krimi um das Fernsehteam von PEGASUS und diesmal aus der Feder der beiden Autoren Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge. Der Krimi fängt im Prolog sehr hart an. Mir hat dieser Prolog nicht gefallen, er war mir einfach zu hart. Ist der Rest des Buches doch auch in einem ganz anderen Schreibstil gehalten. Der Krimi ist herrlich locker und leicht geschrieben, zumindest für meinen Geschmack. Er ist humorvoll und ehrlich gehalten. Gerade die Gedanken der einzelnen Personen fand ich einfach köstlich. Auf den Täter kam ich relativ schnell, was dem Fall aber nichts abknabberte. Die Story war trotzdem spannend und mitreißend geschrieben. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten, was mir absolut gefallen hat. So konnte ich zeitweise gar nicht mehr aufhören zu lesen. Am Anfang des Buches ist auch noch ein sehr witziges Personenregister zu finden. Die einzelnen Personen sind sympathisch bis absolut bösartig. Die Charakterzüge sind sehr gut heraus gearbeitet. Die Mischung aus Mord, Computerwelt, Intrigen und Kriminalistik hat mir sehr gut gefallen. Auch die Mischung aus harten Fakten und Humor fand ich gelungen. Wer nicht auf todernste Krimis mit verhaltensgestörten Kriminalisten steht, ist hier genau richtig! Hier spielen normale Leute mit ihrem täglichen Chaos die Hauptrolle, die versuchen Intrigen und Morde aufzuklären. Irgendwer muss am Ende ja den Mörder fassen und alles aufklären. 

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  • Ruhrpottkrimi vom Feinsten

    Datengrab

    gndu59

    13. December 2016 um 10:26

    "Datengrab" beginnt mit einer brutalen Vergewaltigung und endet damit, dass Kalle Mager, seines Zeichens Kameramann und Sohn vom "alten Mager" vom PEGASUS-Team eine Detektei aufmacht. Dazwischen liegen 445 Seiten feinste Ruhrpottkrimikost zwischen Duisburg und Dortmund. Die Story: Im Garten von Kalle Magers Großeltern wird eine skelettierte Leiche gefunden, die sich schnell als die vor 25 Jahren verschwundene Silke entpuppt. Es dauert eine Weile, bis Mager entlastet ist, der Zusammenhang zur parallel laufenden Geschichte an der Uni Duisburg-Essen bleibt lange offen. Dort inszeniert sich Prof Kehlmann nicht nur als Frauenhasser, sondern auch als hoch manipulativer Ausbeuter seiner Angestellten, von denen sich einige im Laufe der Story gegen ihn stellen und ganz fies unter Druck gesetzt werden. Die Kripo in Form einer krassen, älteren und schmerzfrei leitenden Kommissarin Herta Kasten und ihrem Team läuft mehrfach gegen Wände, unterhält zu Magers Clan eine ambivalente, aber letztlich am gleichen Strang ziehende Haltung. Kalle Magers Freundin Simone, IT-Fachfrau an der Uni und eine Hackerin, setzt all ihre Fähigkeiten ein um Prof Kehlmann zu überführen, sie macht auch weiter als sie brutal zusammengeschlagen wird. Letztlich schaffen alle Beteiligten das auch. Wie verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.Der grafit Verlag hat den Krimi als "Bissig, witzig, hintergründig!" angekündigt, und dem kann ich nur zustimmen. Es machte total Spaß ihn zu lesen, genau die richtige Krimikost an einem verregneten Wochenende. Keine langweiligen, gestreckten Passagen, der Spannungsbogen blieb über das ganze Buch bestehen, die Charaktere waren differenziert und nicht einseitig in gut-böse dargestellt. Die Autorin Bogenstahl bezeichnete ihr Buch als Debut, davon war aber nichts zu merken, es fügt sich nahtlos in die bisherige Reihe um das Team PEGASUS von Reinhard Junge ein. Ich hoffe auf Fortsetzung!

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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