Der Roman Mittagsmond dreht sich um die Hauptprotagonistin Hannah. Sie erlebte in der Vergangenheit viele Verluste und Trauer. Als sie das Angebot bekommt auf den Philippinen leben zu können kann es ja nur besser werden. Doch schon die Anreise ist mehr als holprig. Bald lernt sie jedoch den viel jüngeren Ted kennen und Hannah bekommt endlich die Chance ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und mit ihr abzuschließen.
Der Roman ist etwas ungewöhnlich geschrieben. Trotzdem kommt man gut in dem Geschehen mit. Er ist sehr melancholisch und zugleich romantisch. Mir gefiel er sehr gut und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Ich hoffe, dass er nochmals überarbeitet und geschliffen wird. Ich fände es schade, wenn er nicht weiter erhältlich wäre.
Christiane Buchholz

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Mittagsmond: Auf Den Philippinen
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Hannah ist 52 Jahre alt und trauert seit über einem Viertel Jahrhundert ihrer Vergangenheit nach. Als sie von einer Freundin das Angebot bekommt auf unbestimmte Zeit bei einem Bekannten auf den Philippinen zu wohnen, beschließt Hanna einen Tapetenwechsel zu wagen. Nach einer turbulenten Reise findet sie sich in einer gemütlich Hütte direkt am türkisfarbenen Meer wieder und lernt kurz darauf den 27-jährigen Ted kennen. Dieser ist Engländer, der auf der Inselgruppe wohnt und ein verloren geglaubtes Feuer in Hannah entfacht. In einem Gefühlschaos aus Liebe, Angst, Zweifel, Freude und vielen mehr sowie einer Menge Gespräche und schöner Augenblicke beginnt die Hamburgerin langsam aber sicher ihre Vergangenheit zu verarbeiten um im Hier und Jetzt ihr Leben zu verbringen.
Im Gegensatz zum dem Inhalt sagt mir das Cover nicht wirklich zu, denn der Weißblaue Fleck, der anscheinend den Mond darstellen soll, passt überhaupt nicht dazu. Ebenso will sich die Schrift, mit dem der Titel abgedruckt worden ist, nicht harmonisch ins Bild einfügen. Die Ballerinas, die mit Sand überdeckt sind, passend jedoch hervorragend zu der Geschichte und diese gefallen mir auf dem Cover noch am Besten. Zum Titel kann ich nicht viel sagen, denn mir hat sich der Sinn, wofür der Mittagsmond nun genau steht leider nicht erschlossen.
Die Protagonistin Hannah ist eine vielschichtige Person, die mit ihrem Leben hadert. Ein großer Verlust in jungen Jahren, den sie nie überwunden hat, zerrt an ihren Nerven und lässt sie sich in ein Schneckenhaus zurückziehen. Durch ihre Ängste erneut großen Schmerz zu ertragen, torpediert sie alle ihre Beziehungen, die eine gewissen Grenze an Vertrauen erreichen. Gleichzeitig ist sie auch wegen ihres Alters und ihres Äußeren etwas unsicher, obwohl sie diese Sacher gerne versucht zu überspielen. Sie ist nett, hilfsbereit, liebevoll, hat aber enorm wenig Selbstvertrauen und steht ist sehr oft selbst im Weg. Hannah ist ein Mensch, der alles bis ins kleinste Detail analysiert und jetzt Situation abwägt anstatt den Kopf einfach mal auszuschalten und spontan zu sein. Ganz anders ist Ted. Obwohl er noch sehr jung und dementsprechend hitzköpfig ist und oftmals auch unüberlegt handelt, kann in Momenten in denen er ernst sein muss auch eine enorme Souverinität ausstrahlen, die ihn älter und weiser erscheinen lassen, als er eigentlich sein sollte. Er engagiert sich sehr für den Schutz der Umwelt, vor allem den des Meeres und schreckt ab und zu auch nicht vor drastischeren Maßnahmen zurück. So kommt es schon einmal vor, dass er sich mit einem Umweltsünder prügelt um diesen einen Denkzettel zu verpassen. Was mich aber ein bisschen stört ist, dass man sehr wenig über seine Vergangenheit erfährt, was ihm dann an Tiefe verloren geht. Ansonsten ist er ein sehr interessanter Charakter.
Die Idee hinter der Geschichte ist zwar nicht neu, wird aber in einer schönen Art und Weise neu erzählt. Es geht um große Liebe, um die Überwindung der eigenen Grenzen und um Vertrauen. Dadurch, dass zwischen Hannah und Ted auch ein Altersunterscheid von über 25 Jahren liegt, gibt es weitere Potenzial für Konflikte.
Was den Stil angeht bin ich wirklich beeindruckt. Er ist zwar am Anfang nicht leicht zu lesen, da er sehr ungewohnt ist, aber die Beschreibungen der Umwelt, der Gedanken und Gefühle scheinen wirklich eineinander überzugehen und oftmals sind Dinge einfach nur grob oder in Metaphern umschrieben. Hat mir sehr gefallen, auch wenn ich anmerken muss, dass bei den Dialogen ab und zu nicht ganz klar herauskommt wer jetzt was sagt. Da besteht noch Verbesserungsbedarf. Dennoch kann ich das Buch für alle Freunde von Liebesgeschichten empfehlen und vergebe
4 von 5 Punkten.
Damit Hannah neue Lebenskraft und Abstand bekommt kann sie auf den Philippinen bei Freunden ihrer Freundin Cosma unterkommen. Erst ist Hannah sehr skeptisch, ob sie diesen Schritt wagen soll. Aber tut sie es nicht, würde sie wahrscheinlich immer noch das Leben so weiterleben wie bisher, das Leben in den Erinnerungen an ihrer großen Liebe, ihrem verstorbenen Ehemann.
Die Geschichte an sich fand ich sehr gut, auch dass sie den Mut hat so einen Schritt zu wagen. Das es schwer, ist einen geliebten Menschen der so früh von einem gegangen ist, loslassen zu können, ist verständlich. Sein eigenen Leben wiederzufinden, finde ich mehr als schwierig. In vielen Lebenslagen wird man sich immer wieder fragen, wie hätten wir dieses Problem gemeistert.
Die Darstellung des Romans hat mich sehr gestört, wodurch ich auch nicht richtig in die Geschichte reingefunden habe.
Für mich waren in diesem Roman zu viele Poesie enthalten, die immer wieder vom Roman ablenkte. Dies machte das Buch für mich zu einer schweren Kost. Auch der schmale Rand sowie die kleinen Seitenzahlen fand ich nicht ideal.
Die Autorin hat sich hier einem sehr schweren und sensiblen Thema angenommen, wofür ich sie bewundere. Für die sprachliche Darstellung muss ich leider Punkte abziehen. Wie oben beschrieben war mir zu viel Poesie enthalten. Was natürlich Ansichtssache ist.
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