Christiane C. Schachner Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«

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Inhaltsangabe zu „Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«“ von Christiane C. Schachner

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Martin Walsers Goetheroman Ein liebender Mann, der 2008 für Begeisterung am deutschen Literaturmarkt sorgte. Ziel dieser Studie ist es, die Differenzen zwischen Historizität und Fiktion innerhalb des Romans zu eruieren und auszuwerten. Hierfür wurden historische Quellen zu der relevanten Zeit in Goethes Leben auf ihre Authentizität hin überprüft und der fi ktionalen Welt des Romans gegenübergestellt. Die fast ausnahmslos historischen Personen, die Walser als Figureninventar dienen, werden ebenso wie die beiden Protagonisten Johann Wolfgang von Goethe und Ulrike von Levetzow eingehend vorgestellt. Zudem werden die möglichen Gründe für Walsers Entscheidung, einen über weite Teile historischen Roman zu verfassen, diskutiert. Essenziell sind in diesem Zusammenhang die Betrachtung früherer Werke des Autors sowie seine komplexe Beziehung zur Literaturkritik und vice versa. Der Schlussteil der Arbeit widmet sich den zahlreichen intertextuellen Bezügen und Verweisen des Romans, vor allem realhistorischen Briefen, Werken diverser Autoren und Werken Goethes. Im Zentrum dieser Betrachtungen stehen Goethes Leiden des jungen Werthers sowie seine Elegie und deren Bedeutung für den Roman. Neben den literaturwissenschaftlichen Analysen versucht diese Arbeit das – in beiden Fällen – einzigartige Schaffen der Autoren Goethe und Walser angemessen zu würdigen.

eine Magisterarbeit, die sich wie ein Roman liest

— gst
gst

Sehr spannend zu lesen, vor allem wenn man Hintergrundinformationen zum "liebenden Mann" von Martin Walser erfahren möchte!

— MrChurch
MrChurch

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  • Dichtung vs. historische Wahrheit …

    Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«
    Herbstrose

    Herbstrose

    Wer Walsers Goetheroman „Ein liebender Mann“ gelesen hat, für den stellt dieses Buch ein absoluter Gewinn dar. Christiane C. Schachner ergründet in ihrer hier vorliegenden Magisterarbeit den Wahrheitsgehalt von Walsers Roman, erläutert tatsächliche Begebenheiten und zeigt auf, was seiner dichterischen Phantasie zuzuordnen ist. Anhand akribischer Recherchearbeit der Autorin erhält der Leser einen schärferen Blick auf die letzte Liebe des alternden Goethe, erfährt mehr über Persönlichkeiten seines Umfelds, über seine Angebetete Ulrike von Levetzow und deren Familie und erkennt die näheren Umstände, warum aus den beiden kein Paar werden konnte. Durch die Verwendung unzähliger originaler historischer Dokumente und Briefe sowie Zitaten aus Goethes Werken entstand ein interessantes und spannendes Buch, das sich „wie ein Roman liest“, wie Walser selbst bestätigt. Sein handschriftliches Schreiben am Anfang und einige Fotos am Schluss des Buches bilden eine sinnvolle Ergänzung dieses Werkes. Meine Leseempfehlung für alle, die die historische Wahrheit über Goethes letzte Liebe erfahren möchten.

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  • Was ist Wahrheit, was Fiktion?

    Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«
    gst

    gst

    „Diese Magisterarbeit liest sich wie ein Roman. Nachher, wenn man sich erinnert, wieviel man erfahren hat und in welchem Genauigkeitsgrad, dann wird einem klar, dass man eine wissenschaftliche Arbeit gelesen hat. Und man staunt unwillkürlich, dass soviel Argument so erzählerisch aufgeboten werden kann“, schreibt Martin Walser zu diesem Buch. Auch mich hat es in seinen Bann gezogen und ich habe viel über Walser, Goethe und dessen Zeitgenossen erfahren. Christiane C. Schachner hat sich in ihrer Magisterarbeit ausführlich mit den historisch relevanten Personen in Walsers Roman beschäftigt: angefangen mit dem Levetzow-Clan über Goethes Sohn August und dessen Frau Ottilie bis zu Goethes Freunden und Angestellten. So rundet sich das Bild nach und nach ab und man bekommt einen Eindruck von der Zeit, in der „Ein liebender Mann“ spielt. Wie die Autorin in ihrer Schlussbetrachtung gesteht, war „die Herausforderung dieser Arbeit in erster Linie die Quellenforschung“. Als Leserin kann ich da nur zustimmend nicken. Mich faszinierte an diesem Buch die Unzahl von Dokumenten, die herangezogen wurden – ohne das Lesen zu erschweren. Dieses Buch kann ich jedem uneingeschränkt empfehlen, der mehr über die Wahrheit von Goethes letzter Liebe erfahren will.

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    • 2
  • Buchverlosung zu "Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«" von Christiane C. Schachner

    Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«
    CCS1749

    CCS1749

    Hallo Ihr Lieben, anlässlich des Welttags des Buches möchte ich auch gerne ein Exemplar meines Buches verlosen. Das handsignierte Exemplar mit persönlicher Widmung wird kostenlos zu Euch nach Hause geschickt. Unter allen Teilnehmern, die posten warum Sie sich für Goethe und/oder Martin Walser interessieren, wird am 10.05.2015 eine Gewinnerin oder ein Gewinner gezogen. Ich freue mich auf Eure Antworten und wünsche Euch viel Glück bei der Verlosung! Herzlich Christiane C. Schachner

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  • Rezension Dr. Weil

    Martin Walsers Goetheroman »Ein liebender Mann«
    MrChurch

    MrChurch

    Liebe kennt kein Alter, aber Peinlichkeiten, und davor war selbst der Geheime Rat Johann Wolfgang von Goethe nicht gefeit. Der Germanistin und Religionswissenschaftlerin Christiane C. Schachner gelang es in ihrer Magisterarbeit, das Liebesleben Goethes und seiner fiktiven Gestalten in ihrem historischen Kontext Martin Walsers Roman "Ein liebender Mann" (2008) gegenüberzustellen. Natürlich gehören dazu die Protagonisten Goethe und Ulrike von Levetzow, Werther und Lotte, und "Die Wahlverwandtschaften" (1809) dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen, in denen der Konflikt zwischen Leidenschaft und Vernunft thematisiert wird. Kaum jemand würde Theodore Ulrike Sophie von Levetzow (1804-1899) heute noch kennen, wäre sie nicht - einseitig nur - die letzte Liebe Goethes gewesen. Der traf nämlich 1821 während eines Kuraufenthalts im böhmischen Marienbad die damals siebzehnjährige Ulrike und verliebte sich - wie gewohnt - sogleich Hals über Kopf in die gut 54 Jahre (!) Jüngere. Zwei Jahre später bat der fast 74jährige Goethe seinen Freund und Chef, den Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, ernsthaft darum, für ihn bei Ulrikes Mutter Amalie von Levetzow um die Hand der Neunzehnjährigen anzuhalten. Aus dem Schmerz über die Abweisung des Heiratsantrags resultierte die "Marienbader Elegie", die Goethe - ähnlich wie 1774 seinen "Werther" - in einer Stimmung von egozentrischem Selbstmitleid noch im September 1823 auf der Rückreise nach Weimar verfasste ("Sie trennen mich - und richten mich zugrunde"). Ulrike von Levetzow, die zeitlebens unverheiratet blieb, erfuhr davon erst nach Goethes Tod. Sie sah in ihm nie mehr als einen väterlichen Freund. In Martin Walsers 288-Seiten-Roman "Ein liebender Mann" tauchen fingierte Goethe-Briefe an Ulrike auf, und es entsteht eine besondere Spannung dadurch, dass sie - entgegen der Historie - bereits zu Goethes Lebzeiten eine Abschrift der "Marienbader Elegie" erhält (vgl. Walser, S. 198-204). Genau diese Differenzen zwischen Realität und Fiktion in Walsers Roman versucht die verdienstvolle Arbeit von Christiane Schachner herauszuarbeiten. Durch das Heranziehen historischer Quellen und die authentische Schilderung des goetheschen Kontextes gelingt es der Autorin in überzeugender Weise, den historischen Roman Walsers (geb. 1927) von den fiktiven Anteilen zu unterscheiden. Die literaturwissenschaftliche Analyse der Leiden des "alternden Werther" und seiner literarischen Adaption durch Martin Walser "liest sich wie ein Roman", so Walser selbst in einem der Magisterarbeit vorangestellten handgeschriebenen Brief (Schachner, S. 6). Dr. Bernd A. Weil

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