Spreewaldtod

von Christiane Dieckerhoff 
3,8 Sterne bei101 Bewertungen
Spreewaldtod
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (63):
Krimines avatar

„Spreewaldtod“ ist ein atmosphärischer Lokalkrimi mit einem interessanten Fall und spannenden Ermittlungen.

Kritisch (5):

etwas besser als der erste Teil - insgesamt noch zu durchwachsen

Alle 101 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Spreewaldtod"

Ein Toter im Fließ stellt Kommissarin Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem scheinbar korrupten Gurkenbauern, schließlich war der Tote ein Erntehelfer aus Rumänien. Aber bald gibt es eine weitere Leiche. Wer will diese Menschen aus dem Weg räumen? Klaudia droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548287614
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:10.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne24
  • 4 Sterne39
  • 3 Sterne33
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Krimines avatar
    Kriminevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: „Spreewaldtod“ ist ein atmosphärischer Lokalkrimi mit einem interessanten Fall und spannenden Ermittlungen.
    Ein atmosphärischer Lokalkrimi mit einer angenehm unperfekten Kommissarin

    Die Hitze hat den Spreewald fest im Griff, als ein toter Erntehelfer im Fließ gefunden wird, der noch am Tag zuvor auf dem Hechtfest in einen handfesten Streit verwickelt war. Kommissarin Klaudia Wagner übernimmt den Fall, und obwohl sie seit ihrem letzten Einsatz psychisch angeschlagen ist, stürzt sie sich mit vollem Einsatz in die Ermittlungen. Dabei sie ist nicht die Einzige, die sich mit einem korrupten Gurkenbauern und einer eingeschworenen Gemeinschaft herumplagen muss. Auch ihr verhasster Kollege Peter Demel ist mit dabei. Ein Umstand, der Klaudia schwer zu schaffen macht. Doch für Zwistigkeiten bleibt keine Zeit. Denn schon bald taucht eine weitere Leiche auf und verborgen geglaubte Geheimnisse aus der Vergangenheit bahnen sich ihren Weg ans Tageslicht.

    „Spreewaldtod“ ist ein atmosphärischer Lokalkrimi, der seine Leser in den von Mücken heimgesuchten Spreewald entführt. Hier ist die Gurkenernte in vollem Gange und mit ihr tummelt sich eine Vielzahl an Erntehelfern auf den Feldern, die nur eine begrenzte Zeit im Jahr in notdürftig hergerichteten Behausungen untergekommen sind. Deshalb ist es ganz besonders schwer, in diesem Durcheinander das richtige Motiv zu finden und einen perfiden Mörder zu stellen. Aber nicht nur die Lokalität und die näheren Umstände sind in Klaudia Wagners zweitem Fall gut gewählt. Auch die Kommissarin selbst ist angenehm unperfekt, was die Handlung umso lebensechter werden lässt. Ergänzt wird das Ganze durch eine Handvoll weiterer Personen, die dem wendungsreichen Geschehen Würze verleihen und die vor allem durch ihre unterschiedlichen Lebensweisen oftmals nur schwer zu durchschauen sind.

    Der Erzählstil ist flüssig und mit spannenden Dialogen durchzogen. Angenehm übersichtlich gestaltete Kapitel sorgen dafür, dass der Kriminalroman zügig gelesen werden kann, während die bildhaften Beschreibungen von Land und Leute es verstehen, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Hinzu kommt eine geradlinige Ermittlung, die es leicht macht, nach Kräften Mitzuraten und die einzelnen Schritte und Befragungen der Kommissarin und ihres verhassten Kollegen regelmäßig zu folgen. Und für alle, die es knifflig mögen, gibt es ganz zum Schluss mit der Auflösung eine unerwartete Überraschung, die so nur schwer vorherzusehen war sowie ein Cliffhanger, der neugierig auf den dritten Fall der ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammenden Kriminalobermeisterin macht.

    Fazit:
    Nach „Spreewaldgrab“ weiß auch „Spreewaldtod“ mit einem interessanten Fall und spannenden Ermittlungen zu überzeugen. Allerdings empfiehlt es sich bei dieser Krimireihe die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen, um die Probleme der jungen Kommissarin und ihre verheerenden Auswirkungen richtig einordnen zu können.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    sheena01s avatar
    sheena01vor 2 Monaten
    Toll beschriebener Krimi mit Spreewaldbezug!

    Inhalt:
    Im zweiten Teil der Spreewald-Serie muss sich die ermittelnde Kommissarin Klaudia Wagner mit dem Mord an einem rumänischen Erntehelfer beim Gurkenanbau befassen.

    Handlung:
    Ein rumänischer Erntehelfer wird im Fließ bei Lübbenau ermordet aufgefunden, mögliche Motive dafür gibt es viele: Ausländerfeindlichkeit, eine Fehde unter Erntehelfern, Eifersucht, Verschleierung der Machenschaften eines korrupten Gurkenbauers, oder war das Opfer am Ende selbst in irgendwelche kriminellen Handlungen verwickelt? Die Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team müssen breitbandig ermitteln. Erschwerend kommt hinzu, dass es innerhalb des Teams Querelen gibt, und Klaudia selbst gegen ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit anzukämpfen hat.

    Schreibstil:
    Mit ihren wirklich brillanten Beschreibungen vermag es Christiane Dieckerhoff von Beginn an eine eigene Atmosphäre herzustellen. Man kann beim Lesen die beschriebene drückende Schwüle des Sommers und die schweißtreibende Arbeit der Erntehelfer förmlich am eigenen Leib spüren, so präzise wird alles geschildert! Nicht zuletzt daran merkt man, wie gut Dieckerhoff diese Region kennt, bzw. wie gut sie recherchiert hat! Der Stil ist sehr flüssig, sodass man die Geschichte sehr zügig lesen kann.

    Charaktere:
    Die ermittelnde Kommissarin Klaudia Wagner wirkt sehr sympathisch und kompetent. Dass sie sehr an ihrer eigenen Vergangenheit zu knabbern hat, hemmt sie in ihrer Arbeitsweise. Andeutungsweise wird in der Geschichte auf den genaueren Grund dafür hingewiesen, wenn man den Vorgängerband noch nicht gelesen hat, bleibt jedoch vieles im Dunkeln.

    Cover:
    Ein sehr schönes Coverbild, mit einer für den Spreewald typischen Landschaft, die in geheimnisvoller Weise in sanftes Licht getaucht ist, was schon fast magisch wirkt. Das macht dieses Cover zu einem richtigen Eye-Catcher!

    Autorin:
    Nach ihrer Berufsausbildung zur Kinderkrankenschwester lebt Christiane Dieckerhoff heute mit ihren erwachsenen Kindern in Datteln im nördlichen Ruhrgebiet. Sie schreibt aktuelle und historische Krimis und ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“, einem Verein, der sich mit der Förderung der von Frauen in der deutschsprachigen Krimiliteratur befasst.

    Meinung:
    Die Schreibweise der Autorin ist sehr schön, die Beschreibungen sind so genau, dass die Geschehnisse quasi wie in einem Film vor dem geistigen Auge ablaufen. Man kann die drückende Schwüle förmlich spüren bzw hat das Gefühl, den in der Luft liegenden Essiggeruch wahrnehmen zu können. Besonders gut gefallen mir die plötzlichen Wendungen, die diese Geschichte nimmt, denn man legt sich sehr bald auf einen möglichen Täter fest, muss seine Theorie dann aber doch verwerden, weil die Geschichte anders weitergeht, als gedacht!

    Persönliche Kritikpunkte:
    Die Beschreibungen in der Erzählung sind wirklich einzigartig, sodass man sich beim Lesen beinahe selbst vor Ort wähnt. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass dieses Buch zu sehr an den Vorgängerband angelehnt ist: Es wird zu viel Wissen vorausgesetzt, das man einfach nicht hat, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. So kann man in vielen Passagen nur Mutmaßungen darüber anstellen, was der genaue Grund sein könnte, was ich sehr schade finde, denn es nimmt dem Leser die Chance, die Protagonistin in ihrem Verhalten vollständig verstehen zu können

    Fazit:
    Ein sehr toll geschriebener Krimi, bei dem man allerdings für das bessere Verständnis den Vorgängerband gelesen haben sollte!

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    A
    Alex_Grubervor 2 Monaten
    Vom zweiten Teil ebenso begeistert wie vom ersten

    Nachdem ich von "Spreewaldgrab" von Christiane Dieckerhoff so begeistert war, habe ich nun den zweiten Teil der Reihe "Spreewaldtod" gelesen.
    Dieses Buch hat mich ebenso begeistert, wie der erste Teil.
    Klaudia Wagner ist nach den Ereignissen im ersten Teil sehr angeschlagen. Sie kämpft noch immer damit, einen Kollegen erschossen zu haben. Vieles erinnert sie immer wieder daran und auch der Schlaf leidet darunter.
    Zusammen mit Wibke von der Spurensicherung will sie sich auf einem Dorffest etwas Ablenkung verschaffen und greift dort in einen Streit ein, bei dem ein junger Mann zu Boden gebracht und weiter geschlagen wird. Am nächsten Tag wird der junge Mann, der am Boden lag, tot in einem Flies aufgefunden.
    Ist der Mann, der ihn geschlagen hat, sein Mörder?
    Wie sich herausstellt hat Vlad auf einem Hof bei der Gurkenernte geholfen. Als Klaudia und ihr Kollege Demel, die anderen Erntehelfer aus Rumänien befragen, bemerkt die Ermittlerin gleich, dass sie belogen wird. Einer der Erntehelfer ist spurlos verschwunden. Ist er geflohen, weil er Vlad getötet hat?
    Oder war es vielleicht sein Chef, dem es nicht gepasst hat, dass seine Tochter auf dem Fest mit Vlad getanzt hat?
    Ich finde es echt toll, dass man weiter von Uwe liest und seiner Familie liest, bei dem Klaudia in der Mansardenwohnung lebt. Man kann sehen, dass sich Klaudia nicht nur beruflich engagiert, sondern ihr auch sehr viel an Uwes Tochter Annabelle liegt, die noch nicht lange ihre Mutter verloren hat.
    Außerdem ist auch Frau Nowak wieder dabei, eine alte Dame, die an Demenz erkrankt ist und ständig aus dem Altenheim wegläuft. Auch ihr eilt Klaudia immer wieder zu Hilfe.
    Nur sich selbst stellt Klaudia immer hinten an. Sie sollte etwas mehr auf sich achten und vielleicht alles, was passiert ist, erst einmal richtig verarbeiten. Ich finde Klaudia aber sehr sympathisch. Sie hält sich nicht an alle Regeln und macht auch mal etwas im Alleingang, aber sie hat das Herz auf dem richtigen Fleck.
    Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und ich werde mir sicher auch den dritten Teil noch besorgen! 🙂

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    mareike91s avatar
    mareike91vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Fortsetzung aus dem Spreewald
    Ein Toter im Fließ

    Inhalt:
    Kommissarin Klaudia Wagner wird Zeugin einer Schlägerei und geht dazwischen - am nächsten Tag liegt einer der Beteiligten, ein rumänischer Erntehelfer, tot im Fließ. Die Spur scheint zu seinem Arbeitgeber zu führen, einem hiesigen Bio-Gurkenbauern. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Demel macht Klaudia sich auf die Suche nach dem Täter - und gerät dabei mehr als einmal an ihre Grenzen.

    Meine Meinung:
    Spreewaldtod ist der zweite Teil der Reihe rund um die energische, taffe Kommissarin Klaudia Wagner. Wie der Titel erahnen lässt, spielen die Bücher im beschaulichen Lübben im Spreewald - wo seit Klaudia Versetzung allerhand los ist.

    Das Buch lässt sich angenehm und flüssig lesen. Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle etwas beschaulicher zugeht, so ist es doch durchgängig spannend und fesselnd.

    Die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben, allem voran natürlich Klaudia. Sie ist eine sehr taffe Kommissarin, die sich nicht beirren lässt und nicht ruht, bis der Täter gefunden ist. Sie hat allerdings noch immer sehr an der Trennung von ihrem Verlobt und den Geschehnissen aus dem ersten Band zu knabbern... Neben der Arbeit spielt auch  ihr Privatleben eine sehr große Rolle, was siesehrauthentisch macht.

    Der Plot ist spannend und verzwickt. Dank einiger Wendungen und neuer Ereignisse bleibt es bis ganz zum Schluss spannend und Nicht vorhersehbar. Die Verbindung zur Gurkenernte hat mir besonders gefallen, nicht zuletzt da es typisch für den Spreewald ist. Die Autorin lässt interessante Informationen über Anbau und Ernte in angenehmen Maße in die Handlung einfließen. 

    Fazit:
    Spannender Krimi über den Gurkenanbau im Spreewald mit einer sympathischer Ermittlerin. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung! 

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    tardys avatar
    tardyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Fortsetzung
    Spreewaldtod

    Klaudia Wagner hat noch an den Folgen ihres letzten Falles zu kämpfen, da wartet bereits der nächste auf sie. Ein rumänischer Erntehelfer ist ermordet worden. Hat der korrupte Gurkenbauer, bei dem er beschäftigt war, seine Finger im Spiel? Bald gibt es eine weitere Leiche und Klaudia gerät wieder einmal an ihre psychischen Grenzen. Und dann ist da noch Demel, der verhasste Kollege. Ausgerechnet mit ihm soll sie zusammenarbeiten.

    MIt "Spreewaldtod" hat Christiane Dieckerhoff eine gelungene Fortsetzung zu ihrem erstem Buch aus dieser Reihe vorgelegt. Wie in "Spreewaldgrab" ist das Cover sehr stimmig und erfüllt alle Erwartungen. Man sieht eine, für den Spreewald, typische Landschaftsszene, malerisch in ein geheimnisvolles Licht getaucht. Die Autorin verwendet auch in diesem Roman ihre eindringliche, angenehme Sprache, die leicht und flüssig zu lesen ist. Eine ganze Menge an Lokalkolorit sorgt dafür, dass man diese ungewöhnliche Gegend mit ihren teils eigentümlichen Bewohnern sehr gut kennenlernt. Vor allem der für die Region wichtige Gurkenanbau wird so detailliert geschildert, dass man meint die Schwere der Arbeit selbst zu spüren. Das stundenlange Ernten in drückender Hitze auf dem Feld, der beißende Essiggeruch beim Abfüllen in der Fabrik. All das ist so authentisch und lebendig erzählt, dass man, wie ein stiller Beobachter, das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein. Der Fall selbst ist spannend, wirkt auf mich authentisch und hielt bis zum Ende Überraschungen bereit. Durch viele Rückblenden werden Leser, die das erste Buch nicht kennen, mit der Handlung daraus vertraut gemacht. Aber auch mir haben diese geholfen, meine Erinnerung wieder aufzufrischen und es war wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Klaudia Wagner hat immer noch mit ihren Dämonen zu kämpfen, aber sie macht Fortschritte. Offene Fragen sind auch hier wieder einige aufgetaucht, der dritte Band ist schon angekündigt. Ich hoffe, dass es nicht so lange dauert, bis er erscheint und ich wieder eine Reise in den Spreewald unternehmen kann.

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    dorlis avatar
    dorlivor 10 Monaten
    Rezension zu "Spreewaldtod" von Christiane Dieckerhoff

    Lübbenau. Im Fließ wird ein Toter gefunden. Kommissarin Klaudia Wagner erkennt in ihm den jungen Mann, der am Abend vorher in eine Schlägerei auf dem Hechtfest verwickelt war. Schnell steht die Identität des Mannes fest: Vlad Albu. Der 24-jährige Rumäne war als Saisonarbeiter bei einem bekannten Gurkenbauern angestellt. Eine Tat mit ausländerfeindlichem Hintergrund? Als kurze Zeit später eine junge Frau erschossen wird, muss Klaudia erkennen, dass die Spuren in eine ganz andere Richtung weisen…

    „Spreewaldtod“ ist bereits der zweite Fall für die aus dem Ruhrgebiet stammende Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe, bin ich gut im Geschehen gelandet, muss aber zugeben, dass mir die eine oder andere Information über die vorhergehenden Ereignisse gefehlt hat. Es gibt zwar im Verlauf der Handlung zahlreiche Anspielungen auf das frühere Geschehen, so dass man eine Ahnung bekommt, was damals passiert ist, aber um die Probleme, die Klaudia aktuell immer noch sehr zu schaffen machen, verstehen und nachvollziehen zu können, wäre das vorherige Lesen des ersten Bandes von Vorteil gewesen. Für das Verständnis des jetzigen Falls ist das Wissen um die Ereignisse aus „Spreewaldgrab“ allerdings nicht unbedingt von Nöten.

    Die Ermittlungen im Fall Vlad Albu gestalten sich recht schwierig. Und das liegt nicht nur daran, dass es mehrere Verdächtige gibt, von denen jeder ein Alibi zu haben scheint. Neben ihren persönlichen Befindlichkeiten und privaten Angelegenheiten hat Klaudia auch mit dem schlechten Arbeitsklima im Team zu kämpfen. Aufgrund von Personalmangel muss sie mit dem verhassten Kollegen Demel zusammenarbeiten und auch die Staatsanwältin lässt Klaudia die Ermittlungen nicht so führen, wie sie es für richtig hält.

    Christiane Dieckerhoff kann mit einer großen Portion Lokalkolorit punkten. Die Handlungsorte werden von der Autorin detailliert beschrieben, so dass man sich ein gutes Bild von den Schauplätzen machen kann. Besonders die schwere Arbeit der Gurkenbauern im Spreewald wird interessant dargestellt.

    Insgesamt hat mir „Spreewaldtod“ gut gefallen. Der Fall war knifflig, so dass ich gut über Täter, Motiv und Hintergründe miträtseln und mitgrübeln konnte. Nur Klaudias persönliche Probleme haben mir manchmal zu viel Raum eingenommen, die stets gedrückte Stimmung geht zu Lasten der Spannung. (3,5*)

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    P
    Pixibuchvor 10 Monaten
    Spreewaldtod

    Dies ist der zweite Krimi in der Reihe um Kommissarin Klaudia Wagner, der sich im Spreewald abspielt. Schon das Cover zeigt eine idyllische Landschaft mit einem Fließ und Boot darauf. Wie sich aus dem Buch ergibt, hat Klaudia Wagner im vorherigen Krimi einen Kollegen erschossen, deswegen ist sie psychisch noch sehr labil und leidet noch an Panikattacken. Beim Hechtfest, bei dem auch reichlich Alkohol geflossen ist, wird Klaudia Zeugin einer Schlägerei. Am nächsten Tag wird der junge Mann tot aus dem Fließ geborgen mit einer Kopfwunde. Es ist ein rumänische Erntehelfer, der während der Saison beim "Gurkenkönig" arbeitet. Klaudia muß zusammen mit Demel den Fall aufklären, Aber mit Demel versteht sie sich überhaupt nicht, sie hat eine richtige Abneigung gegen diesen Mann. Es werden bei den Gurkenbauern Nachforschungen angestellt, man vernimmt die rumänischen Kollegen, doch man stößt auf eine Mauer. Zudem befindet sich in einem Schließfach eine Menge Geld, das dem Getöteten gehört hat. Im Zuge der Ermittlungen kommt man auf illegale Spiele im Hinterzimmer einer Gastwirtschaft. Die beiden Ermittler müssen sich durch eine zähe Ermittlungsarbeit quälen, zumal Klaudia selbst erhebliche private Probleme hat. Die Autorin beschreibt den Spreewald landschaftlich  mit all seiner Schönheit. Man spürt beim Lesen due hochsommerlichen Temperaturen direkt auf der Haut. Das Buch ist bis zur letzten Seite voller Spannung, denn mit dieser Auflösung hat bestimmt kein Mensch gerechnet. Leider wird öfters auf Sachen und Menschen Bezug genommen, die man eigentlich nur weiß, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Aber irgendwie kann man sich das dann doch zusammenreimen. Alles in allem ein gelungener Krimi, viel Lokalkolorit und es werden Menschen beschrieben wie Du und ich.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Susimuellers avatar
    Susimuellervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: spannend und ein toller Regionalkrimi mit ein bisschen zu vielen Spuren, die im Sande verlaufen.
    Der Tote im Fließ

    Eigentlich hat sich Klaudia gerade erst mehr schlecht als recht von ihrem letzten Fall erholt. Während die körperlichen Probleme fast abgeheilt sind, ist ihre Psyche noch lange nicht wieder stabil. Doch das versucht sie vor ihren Kollegen zu verheimlichen. Als dann auch noch ausgerechnet ihr verhasster Kollege Demel zusammen mit ihr eingeteilt wird, scheint der Neustart immer schwieriger. Doch dann findet die Polizei eine Leiche im Fließ. Die Spuren führen rasch zu einem ortsansässigen Gurkenbauern und dessen Erntehelfern aus Polen.
    Eine spannende Ermittlung nimmt ihren Lauf.

    Der Krimi hat mir gut gefallen. Er ist der zweite Teil einer Spreewaldkrimiserie und baut stark auf den ersten Teil auf. Aber auch, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, kann man sich bald zusammenreimen, was dort für ein Drama passiert ist. Ein Drama, das die sympathische Ermittlerin und ihr gesamtes Umfeld immer noch stark beeinflusst.

    Das Ermittlerduo Klaudia und Demel kommt sympathisch daher. Besonders, weil sie sich selbst so herrlich unsympathisch sind und sich doch zusammen raufen müssen.

    Für einen Regionalkrimi finde ich diesen als eine Leserin, die noch nie im Spreewald war, sehr gelungen. Man erhält schnell ein Gefühl für diese Landschaft, den dortigen Gurkenanbau mit samt seinen modernen Problemen und für den ganz besonderen Schlag an Menschen, die da so herzlich herüberkommen und durch ihre Vergangenheit geprägt sind.

    Der Schreibstil ist flüssig und spannend bis zum Ende. Allerdings haben mich persönlich die vielen Ermittlungswege und Andeutungen gestört, die dann doch offen bleiben oder aber im Sande verlaufen. Das wären alles tiefschichtige mögliche Motive und Hintergründe. Die tatsächliche Auflösung kommt dann etwas prompt und oberflächlich daher, einfach weil der Leser so viele andere Spuren im Kopf hat, denn eigentlich ist das Motiv des tatsächlichen Verbrechens alles andere als oberflächlich.

    Ansonsten aber ein sehr schöner, lesenswerter Krimi, den man allerdings am besten mit Band eins beginnt. 

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Wildponys avatar
    Wildponyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Grandioser Krimi den ich zu 200% empfehlen kann!
    Grandioser Krimi den ich zu 200% empfehlen kann!

    Spreewaldtod  -   Christiane Dieckerhoff

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Ein Toter im Fließ stellt Kommissarin Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem scheinbar korrupten Gurkenbauern, schließlich war der Tote ein Erntehelfer aus Rumänien. Aber bald gibt es eine weitere Leiche. Wer will diese Menschen aus dem Weg räumen? Klaudia droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen ...

    Mein Leseeindruck:

    Nachdem ich bereits Spreewaldgrab der Autorin Christiane Dieckerhoff gelesen hatte und mich dieser Krimi ganz besonders fasziniert hat, habe ich nun mit großer Freude und Erwartung Spreewaldtod gelesen.

    Und auch in diesem Krimi mit der Kommissarin Wagner konnte die Autorin voll meine Lesebedürfnisse befriedigen und hat mir mit diesem Krimi wieder eine tolle Lesezeit beschert.

    Ihre handelnden Figuren sind immer sehr glaubhaft und lebendig gezeichnet und man kann sich sofort in die Story fallen lassen und als stiller Ermittler mit in den Kriminalfall eintauchen. Auch die Landschaft des Spreewaldes wird hier sofort lebendig und man fühlt sich wie Vorort. Durch den klaren und deutlichen Schreibstil, den man einfach so weg lesen kann, konnte mich die Autorin hier auch bei Band 2 begeistern und voll überzeugen.

    Das ich nicht der beste Ermittler bin hat mich Frau Dieckerhoff natürlich auch mit dem Ende spüren lassen, denn damit hätte ich nicht gerechnet und war voll auf dem "falschen Spreewald-Dampfer" um es mal passend auszudrücken.

    Das die Protagonisten auch starke Gefühle und Emotionen in sich tragen und so richtig "lebendig" wirken gefällt mir bei dieser Reihe auch besonders gut.

    Fazit:

    Wieder ein total gelungener und super spannender Krimi der Autorin Christiane Dieckerhoff.

    Auch dieses Mal war ich total begeistert und habe mich auch gefreut die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse kennen gelernt zu haben.

    Für mich sind beide Krimibände ein tolles Highlight und ich liebe auch die gedruckten Ausgaben vom Ullstein-Verlag. Diese Taschenbücher sind sehr robust und sehen nicht schnell verlesen aus. Und die Cover sind jedes Mal ein toller Hingucker.

    5 verdiente Sterne für Spreewaldtod! *****

    Tut euch aber selbst den Gefallen und lest auch Band 1 ♥

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    Polly16s avatar
    Polly16vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Regionalkrimi mit einer Ermittlerin, die nicht nur professionell überzeugt, sondern auch privat einige spannende Themen bereithält.
    lange Schatten der Vergangenheit

    Inhalt: Der Spreewald im Hochsommer: Die Gegend in Brandenburg ist bevölkert von Touristen, die auf den Fließen die Landschaft erkunden. Zugleich läuft die Ernte der bekannten Spreewälder Gurken auf Hochtouren. Rumänische Erntehelfer, Einheimische und Touristen feiern das „Hechtfest“. Hier beginnt der 2. Fall der Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner. Obwohl Klaudia noch immer mit den Nachwirkungen und Dämonen aus ihrem 1. Fall im Spreewald kämpft, lässt ihr der Tod eines jungen Erntehelfers nicht viel Zeit zum Ausruhen. Zudem muss sie unglücklicherweise aufgrund Personalmangels mit einem Kollegen gemeinsam ermitteln, der in der Vergangenheit für viel Stress gesorgt hat. Klaudia und Kollege Demel ermitteln in alle Richtungen. Welches sind die Motive für den Mord: Erpressung, Eifersucht, Fremdenfeindlichkeit oder liegen die Wurzeln des Übels doch in der Vergangenheit? Nach dem ein zweites Mordopfer aufgefunden wird, nimmt der Fall an Fahrt auf und Klaudia Wagner zeigt am Ende ein gutes Gespür für die menschlichen Abgründe.

    Fazit: Spreewaldtod ist ein gelungener Regionalkrimi. Der Schauplatz Spreewald wird aus meiner Sicht anschaulich und ohne Romantik (was ich gut finde) dargestellt. Alle für die Handlung wichtigen Charaktere werden überzeugend beschrieben. Die Spannung wird über das gesamte Buch gehalten. Der Leser ist als „Mitermittler“ gefordert, „am Ball“ zu bleiben. Anfangs dachte ich, es wäre von Vorteil gewesen, mit dem ersten Band der Reihe zu beginnen. Nach Beenden des Buches hat sich für mich herausgestellt, dass sich die Andeutungen bezüglich des ersten Falles als nicht wichtig für die Lösung des Falles waren. Diese Nebenschauplätze nehmen zwar viel Raum im Buch ein und werden nur zum Teil aufgelöst, damit konnte ich dann aber beim weiteren Lesen des Buches immer besser klarkommen.
    Die im Laufe der Ermittlungen zahlreich gebildeten Handlungsstränge werden allerdings am Ende nicht komplett zusammengeführt. Der Mörder ist zwar überführt, trotzdem sind für mich einige Fragen offen geblieben. Welche Rollen spielen die Staatsanwältin und der von ihr in Schutz genommene Schläger vom "Hechtfest"? Ich vermute, dass die beiden im 3. Fall von Klaudia Wagner eine erneute Rolle spielen werden. Polizeiobermeisterin Klaudia Wagner ist eine selbstbewusste Ermittlerin, die in der Vergangenheit verletzt wurde. Ihre Stärke liegt aus meiner Sicht in den Vernehmungen der Tatverdächtigen, in denen sie es psychologisch gekonnt schafft, sich das Vertrauen der Befragten zu verschaffen. Klaudia ist für mich ein eine sympathische Figur mit „Potenzial“, der man gerne beim Ermitteln über die Schulter blickt. Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Da bleibt nun nichts anderes übrig als auf Band 3 zu warten. 

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    christiane_dieckerhoffs avatar

    Das ganze Jahr hat es immer irgendwie nicht geklappt, aber jetzt ist es endlich soweit. Gemeinsam mit dem Ullsteinverlag veranstalte ich eine Leserunde.

    Wenn ihr mein Buch "Spreewaldtod"  kennenlernen wollt, dann macht mit & bewerbt Euch direkt für eines der 15 Rezensionsexemplare.

    Ich freu mich auf euch :-)

    *** Wichtig ***
    Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben und der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches.


    Klappentext:

    Mörderischer Spreewald - Klaudia Wagner ermittelt wieder

    Ein Toter im Fließ stellt Klaudia vor eine neue Herausforderung. Dabei ist sie nach ihrem letzten spektakulären Fall noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem verhassten Kollegen Demel zusammenzuarbeiten. Erste Spuren führen die beiden zu einem bekannten Gurkenbauern aus der Gegend. Der Tote war einer seiner Erntehelfer aus Rumänien. Hat die Tat einen ausländerfeindlichen Hintergrund? Bald gibt es eine weitere Tote, und auf einmal ist alles anders ...

    Leseprobe

    christiane_dieckerhoffs avatar
    Letzter Beitrag von  christiane_dieckerhoffvor 10 Monaten
    Danke für deinen Leseeindruck :-) Liebe Grüße Christiane
    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Mörderischer Spreewald - Klaudia Wagner ermittelt wieder

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks