Christiane zieht mit ihren Eltern nach Berlin und sucht dort Kontakt in einer Clique. Sie ist in ihrem Leben nicht wirklich zufrieden und ist daher froh Anschluss an eine Gruppe zu finden. Dort macht sie allerdings auch erstmals Kontakt zu Haschisch. Doch in der Clique wird nicht nur Haschisch genutzt. Da Christiane auf der Suche nach etwas ist, nutzt sie die Gelegenheit hier neue Erfahrungen zu sammeln. Doch bald ist es nicht mehr nur Haschisch …
Meinung:
Ein Jugendbuch.
Das Buch erschüttert in mehrfacher Hinsicht. Jeder Jugendliche, bei dem es Stress in der Familie gibt, oder der Probleme in der Schule oder seiner Entwicklung hat, der sucht gerne mal einen „Ausweg“. Also Entspannung bei etwas, das berechenbar Entspannung bietet. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, doch Christiane wählt zielsicher den besten Weg, um ihr Leben nachhaltig zu zerstören und sie weiß es.
Das ausgerechnet eine junge Frau so hohe Erwartungen an ihre Umwelt stellt und gleichzeitig alle selbstgewählten Abstiege in ihrem Leben so widerspruchslos hinnimmt ist schockierend.
Warum Christiane trotz ihrer Angst gegen harte Drogen dann tatsächlich H (also Heroin) „ausprobiert“ hat sich mir nicht erschlossen. Jeder hat solche Angebote mal erhalten, doch es ist auch allen vorher klar, was das für Gefahren birgt und welchen Preis es kostet. Trotzdem „stolpert“ Christiane da durch ihre Neugier getrieben hinein.
Die Geschichte hat bei mir nicht wirklich gezündet. In der ersten Hälfte der Geschichte war bereits am Anfang klar, dass sie den direkten Abstieg wählt. Das Ergebnis war absehbar. In der zweiten Hälfte werden dann halbherzige Versuche unternommen den Ausstieg zu finden.
Was in der Geschichte gut geschildert wurde, ist die Ratlosigkeit der Eltern, Geschwister und Freunde und was das mit diesen Menschen macht. Dass Christiane dafür den Rest ihres Lebens einen Preis bezahlen muss, war immer klar. Zu guter Letzt sogar ihr selbst. Eigentlich sollte nach so einer Lektüre jeder Jugendliche hinreichend gewarnt sein.
Fazit:
Wer nach diesem Buch noch mit Drogen „rumspielt“, dem ist nicht zu helfen. Die Schilderung der lächerlichen Entzüge, gefühlt zehn halbherzige, hätte es in der Geschichte nicht wirklich gebraucht: drei Sterne.

















