Christiane Geldmacher Love@Miriam

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Inhaltsangabe zu „Love@Miriam“ von Christiane Geldmacher

Harry Weingarten verbringt ein trostloses Silvester allein mit seiner Mutter. Seit einiger Zeit versucht er zwar, seine Ex-Freundin Miriam zurückzugewinnen, doch bisher ohne Erfolg. Er klickt sich auf dem sozialen Netzwerk Facebook bei ihr ein und hier tut sich für Harry eine ganz neue Welt auf – und eine neue Miriam. Die einen neuen Freund hat: Ben. Tag für Tag muss Harry nun mitlesen, was das glückliche Paar alles unternimmt. Sie machen Urlaubspläne, Wochenendausflüge, sie planen die Gründung einer Familie. Aktuelle Statusmeldungen wirken wie Tretminen. Spannungen bleiben nicht aus. Es kommt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Harry und Ben. Und eines Tages steht die Mordkommission vor Harrys Tür. Die Ermittler Axel Keller und Oswald Skokan haben da ein paar Fragen an Harry … Christiane Geldmacher beleuchtet die Alltagswelt in den sozialen Medien. Sie schaffen zwar neue Gemeinschaften, sind aber auch voller kommunikativer Fallstricke. In lakonisch dichter Sprache folgt sie ihren Protagonisten auf vielschichtigen Opfer-und-Täter-Irrwegen von Liebe, Eifersucht und Verrat. Was passiert, wenn man sich gegenseitig Tag und Nacht in Echtzeit beobachten kann?

Hmm, also irgendwie wurde ich nicht richtig warm damit. Und die Geschichte endet so offen, dass alles möglich sein kann.

— AnnaBerlin

Ziemlich krankhafter Versuch das Herz der Exfreundin zurückzuerobern. Ich fand es lahm und war froh als es beendet war!

— MelE

Mir hat es auch sehr gut gefallen.

— Sternenstaubfee

Ich fand dieses Buch absolut klasse!

— aba

Ein bisschen langweilig...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

ich freu mich schon darauf :)

— xoxoJade

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    Love@Miriam

    R_Manthey

    20. July 2015 um 11:52

    Fluch und Segen sind schon immer ein Paar gewesen, auch wenn man beide nicht immer zusammen sieht. Nirgends aber trifft man sie häufiger gemeinsam als im Internet. Auch Miriam und Harry waren einst ein Paar bis Miriam erkennen musste, dass sie sich mit einem selbstverliebten Egozentriker eingelassen hatte. Nach der Trennung findet sie in Ben bald einen neuen Liebhaber, den sie demnächst heiraten möchte. Doch das geht Harry gegen den Strich. Sein Ego lässt eine solche Niederlage nicht zu. Er verfolgt Miriam und Ben. Was früher nicht ganz so einfach gewesen wäre, erleichtert facebook nun ungemein. Diese Plattform bietet allen eine Bühne, die sich gerne der Öffentlichkeit preisgeben. Stalker wie Harry können hier zu Hochform auflaufen. Wer sich das nicht vorstellen kann, wird in diesem Roman in die narzisstische Welt solcher Menschen eingeführt. Die Autorin wählt dazu die alte Form des Tagebuch-Romans. Neu ist nur das Layout, das die elektronische Form adaptiert und zusätzlich die üblichen kleinen Zeichen benutzt, die die menschliche Kommunikation wieder zurück auf das Niveau einfacher Piktogramme führen. Harry wirft über das Internet sein Netz aus. Er kann ungestört dazwischen funken, wenn ihm etwas gegen den Strich läuft und seine Angebetete permanent beobachten, ihr auflauern und sie drangsalieren. Dagegen hat sie kaum eine Chance, wenn sie nicht alle Brücken hinter sich abbrechen möchte. Die Stärke des Buches offenbart sich in der Beschreibung von Harrys Innenwelt, seiner völlig verzerrten Wahrnehmung und seiner für normale Geister unvorstellbaren Verdrehung der Wirklichkeit in seinem Kopf. Man kann auch kaum glauben, dass dieses Buch von einer Frau geschrieben wurde, denn der Autorin gelingt es in fast schon beängstigender Weise, sich in die kaputte männliche Gedankenwelt von Harry hineinzuversetzen. Opfer solcher Menschen können das gewöhnlich nicht. Ihnen gelingt es selten, sich zu wehren, und sie sind von Stalking-Attacken allein schon deshalb überrascht, weil sie sich so viel Bösartigkeit und Wahn selbst nicht vorstellen können. Weil die Handlung ausschließlich von Harry erzählt wird, kann der Leser in dessen Kopf sehen und die von seiner kranken Psyche ausgehende Bedrohung hautnah nachvollziehen. Dabei stört dann auch nicht mehr, dass der Verlauf des Geschehens eine gewisse Vorhersehbarkeit besitzt. Das ist nicht entscheidend, denn die Geschichte lebt weniger von der Handlung als vielmehr von dem durch sie transportierten beängstigenden Gefühl des unvermeidlichen Ausgeliefertseins. Das Ende und auch die Darstellung der im Mordfall ermittelnden Kommissare haben mir hingegen eher weniger gefallen.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    aba

    Harry ♥ Miriam... ... aber Miriam ♥ Harry nicht (mehr). Leider ist Harry davon fest überzeugt, dass sie ihn ♥ (noch...). Als er erfährt, dass Miriam bei Facebook angemeldet ist, tritt er auch bei, in der Hoffnung, Miriam zu beeindrucken, mit tollen Statusmeldungen und interessant und geschickt platzierten "Gefällt-mir"-Daumen. Harry @ Miriam, aber Miriam @ Harry nicht. Harry spielt die selben Spiele, die sie auch spielt, "added" Freunde (und Miriams Freunde auch gleich dazu), postet liebe Botschaften auf ihre Pinnwand... aber Miriam @ Harry immer noch nicht! Und trotzdem denkt er: Miriam ♥ Harry. "Love@Miriam" von der Autorin mit dem schönen Namen Christiane Geldmacher war mein absolutes Vorweihnachts-Highlight. Christiane Geldmachers erster Roman ist eine intelligente Facebook-Geschichte, die ich mit größtem Vergnügen gelesen habe. Christiane Geldmacher hat mit Harry eine besondere Figur geschaffen. Solchen "Harrys" begegnet man oft in Internet-Foren und man kann nur froh sein, dass man im "Cyberspace" die Möglichkeit hat, anonym unterwegs zu sein, denn, wie man ahnen kann, sind diese Harrys sehr lästig. Sehr glaubwürdig präsentiert uns Christiane Geldmacher ihren Harry und seine Macken. Auch realistisch wird seine Entwicklung als Facebook-Nervensäge dargestellt. Die Online-Tagebuch-Form wurde von der Autorin gewählt, um dieses Facebook-Gefühl zu vermitteln. Und das ist ihr definitiv gelungen. Meinen Spaß hatte ich besonders mit der Facebook-Sprache. Harry postet, added, checkt in und out, kommentiert und spielt was das Zeug hält. Für mich ist "Love@Miriam" eine Analyse der Psyche eines Facebook-Fanatikers und obsessiven Menschen, der wegen seiner labilen Persönlichkeit den Bezug zur Realität verliert. Trotz der Thematik wird die Handlung niemals pathetisch -obwohl Harry selber mehr und mehr zur pathetischen Figur wird- und auf gar keinen Fall belehrend. Ich habe sogar oft gelacht. Und kaum zu glauben: Harry wurde sogar als Ekelpaket mein Lieblingscharakter in diesem Buch, zusammen mit Kriminalhauptkommissar Axel Keller. Oh... warum ein Kommissar Teil dieser Geschichte ist, werde ich nicht verraten. Dafür muss der Leser dieser Zeilen "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher selber lesen. Von mir bekommt dieses Buch eine absolute Leseempfehlung. Ich hoffe auch sehr, dass es nicht das letzte Buch von Christiane Geldmacher ist!

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    • 3
  • Love@Miriam

    Love@Miriam

    joshi_82

    05. October 2013 um 13:02

    Erzählt wird die Geschichte von Harry, der nach 2 Jahren Trennung noch immer nicht über seine Ex Miriam hinweggekommen ist und obwohl sie einen neuen Freund hat, immer noch darauf hofft, dass sie wieder zu ihm zurück kommt. Harry erzählt seine Geschichte in Form von Tagebucheinträgen, was dem Leser einen guten Einblick in seine Gefühlswelt offenbart. Dabei merkt man schnell, dass Harry schon als Stalker bezeichnet werden kann, was durch seinen Beitritt sogar noch schlimmer wird. Facebook entwickelt sich für ihn zu einer regelrechten Sucht, hat er so doch die Möglichkeit Miriam und ihren Freund noch besser zu verfolgen. So spricht die Autorin gleich zwei ernsthafte Themen an - Stalking und Social Media-Sucht -  und verknüpft das Ganze mit einer spannenden Geschichte. Darzustellen, dass Harry alles was er tut, für absolut richtig hält, ist der Autorin besonders gut gelungen und der Leser erhält erschreckende Einblicke in das Denken eines labilen Geistes. Dabei gibt es immer wieder kleine Schockmomente, die Harry schon fast nüchtern beschreibt, denn er ist ja der Meinung, alles was er tut, ist absolut richtig. Leider kam das Ende für meinen Geschmack viel zu abrupt und man hat das Gefühl, die Geschichte endet einfach mittendrin. Zwar mag so ein offenes Ende bei manchen Geschichten ja passend sein, hier jedoch fand ich das eher unpassend. Natürlich regt das den Leser zum Nachdenken an - was die Autorin damit vermutlich auch bezweckt hat - doch war es für mich auch absolut unbefriedigend. Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und bringt mit einer Portion Sarkasmus ab und an sogar zum Schmunzeln. Fazit: Eine spannende Geschichte, doch leider hat mich das Ende ein wenig enttäuscht. Trotzdem konnte mich das Buch mit einem sehr aktuellen Thema gut unterhalten.

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  • Per Internet nach Phantasia

    Love@Miriam

    WilmaWitch

    16. September 2013 um 13:03

    Miriam und Harry waren schon seit der Schulzeit ein Paar, doch Harry hat Miriam sehr enttäuscht und sie hat ihn verlassen und in Ben einen neuen Partner gefunden. Die beiden sind online auf facebook, dorthin geht Harry, der um jeden Preis wieder mit Miriam zusammensein will, ihnen hinterher und entwickelt sich erst zum online-, schließlich zum offline-Stalker, Die Geschichte erzählt Harry, bereichert durch die Postings auf facebook. Bald scheint er doch eine wahnhafte Störung in Beziehung auf Miriam zu entwickeln und ermordet sogar den neuen Partner Ben, als sie auf keinen von Harrys Versöhnungsversuchen eingeht. Dann entgleitet der Roman etwas, die ermittelnden Kommissare können Harry nicht überführen, obwohl er der Hauptverdächtige ist, Ben wird posthum als Krimineller entlarvt und im Epilog nimmt Miriam ihre Beziehung zu Harry wieder auf und seine Pläne erfüllen sich. Ich tippe drauf, dass Harry vollständig in seinen Miriam-Wahn abgeglitten ist, denn nach all den Schoten, die Harry Miriam gegenüber gebracht hat, würde wohl keine halbwegs vernünftige Frau eine erneute Beziehung mit Harry in Erwägung ziehen.

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  • Leserunde zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    ChristianeGeldmacher

    Mein Roman "Love@Miriam" ist soeben  erschienen und ich möchte gern  eine Leserunde mit euch starten.  Der Bookspot Verlag stellt 10 Leseexemplare zur Verfügung, die unter euch verlost werden.  Wer sich von euch für Facebook interessiert oder vielleicht dort sogar wie ich unterwegs ist, ist herzlich eingeladen, sich an der Verlosung zu beteiligen! Ihr könnt euch bis zum 20.11. für eines der Leseexemplare bewerben! Hoffentlich also bis bald, Christiane Zum Inhalt: Harry Weingarten ist deprimiert. Seit über einem Jahr versucht er, seine Exfreundin Miriam  zurückzugewinnen, doch sie will nichts mehr von ihm wissen. Er folgt ihr auf Facebook, das soziale Netzwerk im Internet, auf dem Miriam schon über 300 Freunde zu verzeichnen hat. Aber soziale Netzwerke haben ihre eigenen Gesetze. Sie sind ein wunderbares Medium für große Liebende; aber nichts für eifersüchtige Exfreunde. Tag für Tag muss Harry nun mitlesen, wie fabelhaft es Miriam und ihrem neuen Freund Ben geht - das frischverliebte Pärchen schmiedet in aller Facebook-Öffentlichkeit Pläne für die Zukunft. Harry jedoch wird nur mit nichtssagenden Zweizeilern abgespeist. Unverdrossen schreibt er ihr Liebesbriefchen, schickt ihr virtuelle Herzen und baut mit viel Tamtam auf FarmVille einen Bauernhof für sie. Ben bleibt Harrys Werben nicht verborgen und die  beiden Konkurrenten geraten aneinander. Ben taucht bei Harry zu Hause auf und richtet ihn übel zu. Er gibt Harry zu verstehen, dass er aus Miriams und seinem Leben verschwinden soll. Harry träumt von Rache für sein blaues Auge . als Tai-Chi-Aficionado kennt er einen Griff, mit dem er einem Gegner das Genick brechen kann, ohne eine Tatwaffe zu benutzen ...

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    • 196
  • soziale Netzwerke und Ihre Gefahren

    Love@Miriam

    abuelita

    02. June 2013 um 16:03

    ..und noch ein Versuch mit einem Buch von ,über und mit Facebook. Und im Gegensatz zu meinem letzten Buch, das ich darüber gelesen habe, gefällt mir dies hier ausnehmend gut. Harry liebt Miriam…..aber sie ihn leider (nicht) mehr. Mit Ben , ihrem neuen Freund, ist sie glücklich – das zeigen ihre Facebook-Einträge deutlich. Nur Harry, Harry sieht das ganz anders….. er entwickelt sich zu einem richtiggehenden Stalker, gerät nicht nur verbal sondern auch real mit Ben aneinander – er will einfach seine Miriam zurück, koste was es wolle! Wer ist er überhaupt, dieser Harry? Es könnte jeder sein….Dein Nachbar, Dein Kollege, Dein Bruder, Dein Freund, der Typ der im Supermarkt hinter Dir an der Kasse steht…ein ganz normaler junger Mann. Nur kann er sich einfach nicht mit dem Ende der Beziehung abfinden ….und hier zeigt die Autorin sehr schön auf, wie heutzutage im virtuellen Zeitalter so etwas auch entgleisen kann. Gut, Eifersucht, Gewalt, unerwiderte Liebe etc. gab es früher auch schon – aber noch nie war es so einfach wie heutzutage – dank den sozialen Netzwerken – anderen nachzustellen. Wobei die(wir) natürlich auch selber daran schuld sind…..es zwingt einen ja niemand, sein komplettes Leben auf z.B. Facebook auszubreiten und darzulegen…. Mich hat es gegruselt, wenn ich las, wie Harry zwanghaft täglich sämtlich Einträge seiner „Freunde verfolgte, getrieben wurde von dem Wunsch nach Anerkennung und „wie komme ich zu mehr „Klicks“ , Miriam und Ben mit Argusaugen beobachtete, immer zwanghafter und hektischer wurde…. Und das anfangs lockere und heitere wurde immer düsterer und beklemmender…..und bleibt dann doch offen….. Sehr komisch die Präsenz der Kripo dann bei Facebook….*g*..überhaupt diese zwei Ermittler….herrlich. Die Tagebucheinträge von Harry im „Facebook“ Stil sind kurz und prägnant. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass das Ganze nur aus Harrys Sicht dargestellt wurde und so Platz für eigene Gedanken und Interpretationen blieb; man jederzeit „mit“ am Ball ist und bleibt. Der einzige Wermutstropfen…nein, nicht das Ende, das finde ich nicht mal schlecht, aber der Epilog….der liess mich ratlos und auch ärgerlich zurück, wie viele andere auch.,,,,,,

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  • Christiane Geldmacher - Love@Miriam

    Love@Miriam

    Talia

    28. March 2013 um 19:32

    Unter dem Schutzumschlag befindet sich ein facebook-blaues Buch, welches auf den ersten Seiten die Anfänge eines jeden Facebook-Nutzers wiedererkennen lässt. Auch die Online-Sprache mit ihren Smilies und Icons finden ihren Platz und spiegelt Facebook authentisch wieder. An Witz und surrealen Situationen und Figuren mangelt es nicht, denn die im Roman vermeintlich erwachsenen Charaktere benehmen sich alles andere als altersentsprechend. Es entsteht ein virtueller Konkurrenzkampf zwischen Harry und dem Neuen seiner Ex. Die Grenze zum Stalking ist schnell überschritten. Die Autorin zeigt sehr deutlich, dass Fortschritt auch sehr gefährlich sein kann. Sind doch viele den neuen Medien verfallen. Erkennen wir noch den schmalen Grat oder haben wir ihn bereits überschritten? Harry hat nicht nur diesen überschritten sondern auch seine Selbsteinschätzung hat vollkommen die Verbindung zur Realität verloren. So sind auch "Drohungen" in die heutige Umgangsprache als Floskeln übernommen, welche keiner ernst nimmt. Was aber wenn sie ernst gemeint sind? Würden wir einen Gewalttäter oder Mörder in unserem Umfeld vermuten, der diese Drohungen ernst meint und umsetzt? Kennen wir unsere Freunde wirklich? Christiane Geldmacher lässt genug Luft über Harry, Miriam, Annie Weingarten und die Kommissare ein eigenes Urteil zu bilden um die Charaktere von positiven und negativen Seiten zu betrachten. Selbst in der Handlung lässt sie genug Spielraum für die eigene Fantasie.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. February 2013 um 23:29

    Zum Inhalt: Harry Weingarten trauert seiner Ex-Freundin hinterher und möchte sie gern wieder zurück, leider ist sie wieder vergeben und möchte von Harry nichts mehr wissen. Doch das stellt für Harry kein Hindernis dar und versucht mit allen Mitteln, seine Angebetete zurückzuerobern. Meine Meinung Ich finde das Buch ansich gut gelungen, der Leser erlebt hier den "Verfall" Harry mit, also wie er sich sich in seinen Wahn hineinsteigert, Miriam von sich zu überzeugen und sein privates und berufliches Umfeld massiv vernachlässigt. Und das Ende ist auch sehr offen gestaltet, also es bietet viel Spielraum und Ansatz zum Weiterdenken. Woran ich jedoch etwas aufgestoße bin, sind die Umgangsprache und die Anglizismen und der Soziale-Netzwerke-Umgangston, der mich im realen Leben auch nervt. Das ist also kein Problem rein auf das Buch bezogen. Wobei ich sagen muss, dass ich kein Facebook-Nutzer mehr bin, aber ich finde, die Entwicklung, diese Sprache nimmt, ist schon bedenklich. Auch die Ermittlungsarbeit gleicht einer Arbeit von Dilettanten bzw. Hobbydetektiven, also deren Arbeit lässt ein wenig an Ernsthaftigkeit vermissen. Ich dachte mir auch, dass es vielleicht kein Wunder ist, dass das Buch so ausgegangen ist, wie es geendet ist. Aber das Ende ist so gewollt und finde es auch gut und möchte es mit diesem Kritikpunkt nicht schlechtreden. Wobei die meisten Figuren nur Randfiguren sind, denn der Fokus liegt auf Harry, also könnte man sogar ein Auge zudrücken ;) Mein Fazit: Im Großen und Ganzen ist Christiane Geldmacher ein gutes Buch gelungen. Ich finde die Idee, die Handlung um Facebook (es könnte auch jedes andere soziale Netzwerk sein, aber Facebook ist eines der bekanntesten Netzwerke) gut umgesetzt, auch die Sprache passt gut dazu (obwohl sie nicht gerade meinen Geschmack trifft, aber nichtsdestotrotz passt sie hervorragend in diesen Rahmen.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    LeseJulia

    09. February 2013 um 21:07

    Ohne Epilog wäre es extrem gut Harry liebt Miriam - immernoch. Doch die ist in einer neuen Beziehung, aber das kann Harry nicht akzeptieren, er möchte Miriam zurück. Dank Facebook hat er alle Aktivitäten von Miriam und der Clique im Blick. Allerdings verliert Harry mehr und mehr den Bezug zur Realität... Fazit/Meinung Die Art, wie die Geschichte von Harry erzählt wird ist wirklich super...in knappen oder auch längeren Tagebucheinträgen, Chatprotokollen oder Facebook-Status-Meldungen, erhält der Leser tiefe Einblicke in die Gedankenwelt Harrys. Dass er Täter und nicht Opfer ist, macht es um so interessanter. Auch der Schreibstil ist sehr authentisch an Facebook-Realität angelehnt. Durch die Täterrolle des Erzählers entwickelt man als Leser keine Sympathien mit Harry und ich musste wirklich oft schlucken, was so in seinem Kopf vorgeht. Die Handlung ist packend und zum Ende hin wirklich spannend, da sich harrys Situation immer mehr zuspitzt... Meine durchaus positive Begeisterung hat sich jedoch mit dem Epilog absolut gewandelt, da es mich verwirrt hat, wie ich den interpretieren soll. Dadurch hat die Buchbewertung leider volle 2 Sterne eingebüßt. Leider. Ohne den Epilog wäre es wirklich ein toller Thriller gewesen, der dem leser viel Raum für Spekulationen gelassen hätte, aber durch den Epilog ist man eher sprachlos schockiert...was aber eher an der Unklarheit liegt ob es eine Vision Harrys ist oder die Realität - der Fortgang der Geschichte... Es ist auf alle Fälle ein Buch über das man rege diskutieren kann und welches jede menge Denkanstöße liefert, schon allein, weil die Protagonisten jünger agieren, bzw jünger wirken, als sie eingangs beschrieben sind. Es ist durchaus lesenswert, aber über den Epilog lässt sich wohl heftig streiten. Daher nur 3 Sterne, da mich der Dialog wirklich irritiert hat. Leider.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Angelheart76

    08. February 2013 um 20:01

    zum Inhalt: Schon seit der Schulzeit kennen sich Harry und Miriam und sie lieben sich immer noch. Das sieht zumindest Harry so, denn er will nicht wahrhaben, dass Miriam sich bereits vor einiger Zeit von ihm getrennt hat. Miriam hat jetzt Ben, aber Harry will nur Miriam. Via Facebook kann Harry die Beiden gut im Auge behalten und weiß über alles, was sie tun Bescheid. … meine Meinung: Die kurze Einführung der Personen vorab find ich richtig gut. So hat man sofort einen kleinen Überblick über die Personen und, ihr Alter. Zumal ich mich insbesondere hinsichtlich ihres Alters ohne diese Übersicht mächtig getäuscht hätte. Nur vom Lesen der Handlung her, hätte ich sie doch um einiges jünger geschätzt. Total faszinierend fand ich, dass dieses Buch komplett aus Sicht des Täters und nicht aus Opfersicht dargestellt wird. Auch die Einblicke die man in das "Mysterium" Facebook bekommt fand ich sehr interessant. Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich zu lesen, denn er besteht zum großen Teil aus kurzen abgehackten Sätzen, bzw. Halbsätzen. Die lockere Sprache passt allerdings gut zum Facebook-Thema Dennoch konnte ich mich persönlich nicht so hundertprozentig mit diesen nicht ganz vollständigen Sätzen anfreunden, da mich das schon in meinem Alltag immer stört, wenn ich irgendwo jemanden in halben oder unvollständigen Sätzen reden höre. Bedingt durch die im Buch geschaffene Situation zog sich diese Art des Schreibens durch das ganze Buch und nach einer Weile hatte ich mich auch einigermaßen daran gewöhnt, auch wenn es immer noch nicht meinen Vorstellungen von gut lesbarem Text entsprach. Harry ist insgesamt sehr negativ eingestellt und hat manchmal arg verworrene Gedankengänge. Ganz klar, Harry polarisiert. Dieser Mann ist einfach nur total unsympathisch. Er ist dermaßen krank im Kopf, dass einem als Leser ständig im Kopf herum geht, dass den endlich mal jemand wegsperren sollte. Miriams Sichtweise bekommt der Leser Zwischendrin auch kurz präsentiert, als sie Harry ihre Einschätzung der Dinge schreibt und ihn bttet, sie endlich in Ruhe zu lassen. Es gibt zudem noch einige Nebencharaktere, die alle sehr verschieden, aber dennoch recht klar dargestellt sind. Auch diese werden nur aus Harrys Sicht gekennzeichnet, sind aber im Gegensatz zu Harry selbst ganz sympathisch. Hin und wieder gab es Situationen, die mir ein Schmunzeln abrangen. Das Ende an sich ist sehr offen, was ich gar nicht verkehrt fand, da es mir viel Raum für Spekulationen über mögliche Szenarien ließ, die ich mir erschaffen konnte. Leider wurde dieser Effekt durch den darauffolgenden Epilog wieder zunichte gemacht, denn dieser suggerierte mir einen Ausgang der Geschichte, den ich als Leserin weder nachvollziehen, noch verstehen kann und den ich mir nicht mal annähernd gewünscht oder als möglich vorgestellt hätte. Von allen möglichen Szenarien, ist gerade das, was mir am aller wenigsten gefällt und das hat mir das Ende dann letztlich doch wieder verhagelt. Schade, denn ohne diesen Epilog wäre das Buch richtig gut gewesen. Fazit: Ein ungewöhnlicher Facebook-Thriller, der sehr guten Einblick in den Kopf eines Täters gibt. Die Umsetzung konnte mich insbesondere auch aufgrund des für mich unpassenden Epilogs nicht ganz überzeugen.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Sternenstaubfee

    03. February 2013 um 21:08

    Harry und Miriam waren ein Paar, doch dann hat Miriam sich von Harry getrennt. Der jedoch kann die Trennung nicht akzeptieren und versucht alles, Miriam zurückzugewinnen. Hilfe bekommt er durchs Internet - Facebook - denn so kann er Miriam immer irgendwie nahe sein und verfolgen, was sie macht. * Meine Meinung * Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Zunächst war ich überrascht, denn ich habe einen Roman in Romanform erwartet. Doch die Geschichte wird aus Sicht von Harry erzählt, und zwar durch seine Tagebucheinträge, Mails und Facebook-Einträge. Der Schreibstil ist "Facebook" sehr angepasst, das heißt zum Teil sehr kurze Sätze und "Computer-Sprache". Das passt aber zur Geschichte und lässt sich zudem sehr schnell und flüssig lesen. Da alles aus Harrys Sicht geschrieben ist, muss man sich als Leser vieles dazudenken. Mir hat diese außergewöhnliche Buchform gut gefallen. Sehr gefallen hat mir dann auch das Ende - nicht inhaltlich, aber einfach die Überraschung. Denn ich glaube, mit diesem Ende rechnet kaum ein Leser. Insgesamt hat mich der Roman sehr gut unterhalten und mich zugleich auch erschreckt, denn so unglaubwürdig ist die Geschichte leider nicht. "Harry" könnte auch mein Nachbar sein - ein schlimmer Gedanke!

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    monerl

    Harry hatte eine Beziehung zu Miriam. Die Beziehung geht auseinander. Harry kann Miriam nicht vergessen. Miriam hat einen neuen Freund, Ben. Harry liebt Miriam noch immer. Harry geht zu Facebook. Er wird Freund von Miriam und Ben. Harry, ein Mensch wie du und ich? Die Autorin hat mit „Love@Miriam“ einen faszinierenden interaktiven Krimi geschrieben. Der Leser lernt Harry kennen, der für all die unglücklich getrennten, jedoch immer noch verliebten, stehen kann, die sich nicht mit dem Ende einer Beziehung abfinden können / wollen. In die Welt des sozialen Netzwerkes Facebook eingetaucht, vermischt Harry seinen Wunschgedanken, weiterhin mit Miriam zusammen zu sein, mit der realen Welt, dass Miriam eigentlich einen neuen Freund hat und mit ihm glücklich ist. Die Nähe zu Miriam durch Facebook, so weiterhin an ihrem Leben teilnehmend, wird aus Harry ein Stalker, der über die Grenzen schießt und über Leichen geht. Der Roman vermittelt, durch kurze Tagebucheinträge und eine angepasste „Internetsprache“, sehr gut das „Leben“ in Facebook. Die Gefahren von sozialen Netzwerken, und wie sie sich auf das private Leben auswirken können, sind treffend und ziemlich gruselig dargestellt (Ich habe kurz überlegt, ob ich alle meine Einstellungen einwandfrei eingerichtet habe!) Die Geschichte gewinnt an Tempo, als die beiden Ermittler sich, auf teilweise komische Art und Weise, in das Leben von Harry „drängen“, um gegen ihn zu ermitteln; auch auf Facebook! Das Ende gefällt mir, je länger ich darüber nachdanke und rede, mehr und mehr und erscheint (leider) ungewöhnlich schlüssig. Dies ist ein etwas anderer und moderner Krimi, der, nachdem er ausgelesen ist, den Blickwinkel für soziale Netzwerke schärft und manch eine Frage im Kopf herumgeistern lässt.

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  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Katis-Buecherwelt

    Klappentext: Harry liebt Miriam, aber die liebt leider Ben, ihren neuen Freund. Doch Harry gibt nicht auf. Er schleicht sich über Facebook in ihr Leben zurück, zum Äußersten entschlossen. Doch so leicht gibt Harry nicht auf, denn wofür gibt es Social-Media-Plattformen? Miriam ist eine junge Frau von heute; sie ist online, sie chattet und trifft ihre Freunde auf Facebook. Bald ist Harry ihr auf den Fersen und schleicht sich in ihr Leben zurück, denn er hat eine Mission: Miriam zurückzuerobern, um jeden Preis. Auch wenn er dafür über Leichen gehen muss ... Zum Buch: Eine zerbrochene Glasscheibe, die verschiedensten Kontaktmöglichkeiten wie Facebook, email oder per Telefon sind aufgeführt und ein großer Bestandteil des Buches. Die gesprungene Scheibe ist wie ich finde total passend zu diesem Roman und im Nachhinein weiß man auch weshalb. Ganz toll, die Personenbeschreibung am Anfang des Buches, was einem sehr hilfreich ist. Erster Satz: „Das Jahr rast seinem Ende zu.“ Meine Meinung: Harry kann die Trennung zu Miriam nicht akzeptieren. Er liebt sich und er würde alles für sie tun, nur um sie wieder zurückzuerobern. Harry tritt in das Sozialnetzwerk Facebook ein und immer mehr verfällt er dem Kontrollzwang. Er schaut was Miriam macht, versucht viele Freunde zu bekommen und immer mehr „Gefällt mir“ Angaben zu erhaschen, als wie Ben. Doch das scheint alles nicht so recht zu klappen. Er verfolgt Ben und auch Miriam und er entwickelt ein immer merkwürdigeres Verhalten. In seinem Job läuft auch nichts mehr so wie es sein sollte, er kommandiert die Praktikantin herum, streitet sich mit dem Chef und selbst dort spielt das Netzwerk Facebook für ihn eine große Rolle und er kann nicht davon ablassen, er muss immer genau wissen, was die anderen tun oder wo sie sich befinden. Ja Harry ist psychisch total fertig, er wird zu einem Stalker. Doch damit nicht genug … Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und in Form eines Tagebuches geführt sowie per emailkontakt oder auch Chatgesprächen. Die Gespräche und auch anderen Merkmale über Facebook sind sehr real. Die meisten kennen sowie nutzen Facebook und damit auch seine Tücken. Diese wurde hier auch sehr gut wiedergegeben. Dieser Roman ist etwas anders als wie man es erst erwartet. Man erhofft sich hier eine Geschichte, bzw. einer Facebook Unterhaltung mit einem Abschluss. Doch genau dies, wird einem nicht geboten. Es handelt sich um einen interaktiven Roman, wo man sich ein Drittel dazu denken muss. Ein Buch, was Fragen aufwirft, man diskutiert mit Freunden darüber und denkt sich seinen Teil. Es soll den Lesern die Augen öffnen, das nicht alles so erscheint, wie man es sieht oder sich denkt. Man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen, aber nicht dahinter. Es klingt sehr beängstigend und ich war oftmals sehr geschockt über einige Situationen, aber auch wenn man dieses Denken in die Realität hervorholt. Die Ermittlungsarbeit in diesem Roman fand ich etwas fragwürdig, jedoch passt dies alles im Gesamtpaket sehr gut zueinander. Ein für mich sehr unterhaltsamer Roman für Zwischendurch, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat und mich nun auch einige Dinge anders sehen lässt. Gefällt mir! Fazit: Ein interaktiver Roman, der uns zeigen soll, dass nicht alles so erscheint, wie man denkt, oder es bildlich zu sehen meint. Ein Roman der schockiert aber man sich auch Gedanken macht, denn dieses wird man sich schlussendlich mit Sicherheit tun.

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    aba

    29. January 2013 um 08:09
  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Manja82

    Kurzbeschreibung: Harry liebt Miriam, aber die liebt leider Ben, ihren neuen Freund. Doch so leicht gibt Harry nicht auf, denn wofür gibt es Social-Media-Plattformen? Miriam ist eine junge Frau von heute; sie ist online, sie chattet und trifft ihre Freunde auf Facebook. Bald ist Harry ihr auf den Fersen und schleicht sich in ihr Leben zurück, denn er hat eine Mission: Miriam zurückzuerobern, um jeden Preis. Auch wenn er dafür über Leichen gehen muss … (Quelle: Bookspot Verlag) Meine Meinung: Harry liebt Miriam schon seit der gemeinsamen Schulzeit. Mittlerweile sind beide bereits Anfang 30 und ihre Beziehung ist seit nunmehr 2 Jahren vorbei. Doch Harry liebt Miriam noch immer. Auf Facebook trifft er sie wieder. Fortan legt er sich unheimlich für sie ins Zeug, möchte er sie doch wiederhaben und hofft sie verlässt ihren derzeitigen Freund Ben für ihn. So verliert Harry seinen Job, fängt an zu trinken und sein Tageswerk dreht sich nur noch um das „Projekt Miriam“. Verstehen tut dies keiner. Als Harry von Ben und dessen Kumpels zusammengeschlagen wird, weil er ihn und Miriam stalkt, wird Harry von einer nicht gekannten Wut erfasst. Er entwickelt einen Plan … Der Roman „Love@Miriam“ ist das Debüt der Autorin Christine Geldmacher. Erschienen ist das Buch im Bookspot Verlag. In Tagebuchform schildert die Autorin hier Harrys Geschichte. Seine Gedankengänge und Handlungen werden genau beschrieben. Harry ist ein Mann, der seine große Liebe einfach nicht loslassen kann. Er geht sogar soweit, dass er Miriam und ihren Freund Benn regelrecht tyrannisiert. Im Handlungsverlauf wird aus dem anfangs noch recht liebenswerten Harry ein krankhafter Psychopath, der sogar vor Gewalt nicht zurück schreckt. Er verliert völlig den Bezug zur Realität und taucht komplett in der Welt von Facebook ab. Der Schreibstil der Autorin ist locker und alltäglich. Die Handlung wird komplett aus Harrys Sicht erzählt. Man ist als Leser so immer mitten im Geschehen drin und kann sich alles vorstellen. Doch genau dieses hautnahe Erleben macht dieses Buch in meinen Augen so erschreckend. Die Autorin hat für ihr Buch sehr gut recherchiert und alles gut durchdacht. Es ist alles sehr glaubwürdig und nachvollziehbar beschrieben. Das Ende allerdings hat mich ziemlich unzufrieden zurückgelassen. Es wird nicht genau geklärt ob es nur real ist oder doch eher Ficiton. Das finde ich etwas schade. Fazit: „Love@Miriam“ von Christine Geldmacher ist ein tolles Debüt der Autorin. Die Handlung ist gut durchdacht und spannend. Auf jeden Fall zu empfehlen.

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    aba

    14. January 2013 um 00:07
  • Rezension zu "Love@Miriam" von Christiane Geldmacher

    Love@Miriam

    Zebra

    Ein fanatischer Ex-Freund der durch Facebook schon ein wenig zum Stalker wird, seine Ex-Freundin nicht loslassen kann und den neuen Freund von Miriam auf das tiefste hasst. Das ist die Story in der "Ganz-Ganz-Kurzform", aber ich finde viel mehr braucht es auch gar nicht um einzusteigen in die Facebook-Welt des Harry. Ich war von Anfang an von dem Buch begeistert. Das Buch ist auch Sicht von Harry geschrieben und eine Art wirtuelles Tagebuch von ihm. Die Tagebucheinträge werden unterstützt durch kleine Sonderzeichen wie z.B. einer Bombe oder dem Ying-Yang Zeichen am Ende eines Eintrages um die momentane Gefühlswelt von Harry zu verdeutlichen, dies kannte ich bisher noch von keinem Buch, hat mir aber sehr gut gefallen, weil dies auch noch mal die großen Wechsel in den Gefühlen von Harry verdeutlicht. Auf der einen Seite ist der sauer und könnte explodieren, drückt hingegen Miriam bei irgendwas "Gefällt mir" unter seinen Beiträgen, geht für ihn die Sonne wieder auf. Wenn man sich auch ein bisschen mit Facebook beschäftigt und vielleicht auch öfters beschäfigt als man eigentlich möchte, wird man Harry meiner Meinung nach durchaus verstehen. Ich habe Harry als Opfer ersteinmal von Facebook gesehen und natürlich ist Harry auch Opfer von sich selbst. Aber ich habe mir oft die Frage gestellt, ob Harry auch so fanatisch wäre, wenn er nicht bei FB wäre und ich für meinen Teil glaube das nicht. Das Buch greift für mich die Problematik welche FB in sich trägt sehr gut auf und mich hat das Buch auf jeden Fall gefesselt. Der Schreibstil ist dynamisch, so dass man es leicht "runter"lesen kann, was mir im Moment total gut gefällt. Die Charaktere sind meiner Ansicht nach gut dargestellt und auch wenn Harry ein kleiner bzw. sogar oft ein großer Stalker ist, war er mir von Anfang an sympathisch im Gegensatz zu seinem "Gegner" Ben. Der war mir total unsympathisch und flach. Das Ende des Buches ist relativ geschlossen, obwohl hier noch einige Fragen offen bleiben. Für mich ein sehr gelungenes Buch um einen verrückten Harry für den am Ende alles gut wird...oder etwa nicht? ;)

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