Christiane Gref , Meike Schwagmann Die Schädeljäger

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Inhaltsangabe zu „Die Schädeljäger“ von Christiane Gref

Weimar, 1805. Die Heimat der deutschen Klassik steht Kopf: Eine blutige Spur enthaupteter Leichen führt durch die Stadt. Zur selben Zeit präsentiert der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall seine umfangreiche Schädelsammlung in den Hörsälen Weimars. Hat er etwas mit den Morden zu tun? Als der Weinhändler Adrian Dennfelder das Angebot ausschlägt, seinen Schädel vermessen zu lassen, wird es auch für ihn gefährlich. Er muss den Täter finden, will er nicht selbst der nächste Kopflose sein … (Quelle:'Flexibler Einband/13.08.2012')

Ein absolutes MUSS für alle Fans von historischen Kriminalromanen. Fundierte Hintergründe und spannend bis zum Ende!

— Marianne451
Marianne451
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  • Leichen, Schädel und Geheimnisse

    Die Schädeljäger
    Marianne451

    Marianne451

    15. February 2015 um 13:43

    Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Es brauchte einige Zeit um die Protagonisten vorzustellen, wurde aber von den Autorinnen so geschickt in die historischen Umstände und Hintergründe eingewoben, dass es flüssig in die Geschichte hineinführte. Ich hatte dann zwar etwa auf der Hälfte des Buches schon einen Verdacht wer der Bösewicht sein könnte, kam allerdings durch die Wendungen und geheimnisvollen Geschehnisse wieder in Zweifel.  Genau das liebe ich an guten Romanen - unerwartete Wendungen, die Leser in die Irre führen, sehr gut recherchierter Hintergrund und ein grandioser Erzählstil! 

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  • Mörderisches Weimar!

    Die Schädeljäger
    Spatzi79

    Spatzi79

    17. March 2014 um 15:42

    Weimar, 1805. Auf einer gesellschaftlichen Feier wird eine Leiche aufgefunden – ohne Kopf! Hat dies etwas mit der Vortragsreihe des Dr. Franz Josef Gall und seiner Theorie der Schädellehre zu tun? Kurz darauf wird eine Frau entführt und ihr werden die Augen entfernt! Weitere Todesfälle und Verstümmelungen geschehen, die Angst der Bürger wächst. Die Polizei in Person des Kriminalinspektors Niemer tappt im Dunkeln. Gemeinsam mit seiner guten Freundin, der im Rollstuhl sitzenden Desdemona, entwickelt er die verschiedensten Ansätze und Theorien, scheint dem Täter aber nicht wirklich näher zu kommen. Ebenfalls in den Fall verwickelt ist der Weinhändler Adrian Dennfelder, der sich zudem mit seiner lästigen Schwiegermutter sowie mit beruflichen Problemen herumschlagen muss. Viele verschiedene Handlungsstränge machen den Einstieg ins Buch teilweise etwas holprig. Auch muss der Leser eine Vielzahl an Figuren kennenlernen und einordnen, hier war ich streckenweise leider etwas verwirrt und habe den Überblick über die Personen und ihre Beziehungen untereinander manchmal verloren. Hinweise auf den Täter gibt es einige, aber entweder sind sie zu versteckt oder so offensichtlich, dass ich sie nicht wahrgenommen habe oder eben nicht glauben konnte. Außerdem muss ich zugeben, dass ich im klassischen Weimar keine ganz so blutige und grausige Mordserie erwartet habe, hier hat es mich teilweise bei den Beschreibungen wirklich geschüttelt. Insgesamt hat mir das Debut dieses Autorinnen-Duos aber durchaus gut gefallen und ich würde gerne noch mehr von ihnen lesen!

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  • Grausige Verbrechen im historischen Weimar

    Die Schädeljäger
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    07. February 2014 um 15:07

    Weimar 1805: Der Phrenologe Dr. Franz Josef Gall hält Vorträge über seine Schädellehre, in der er behauptet, Charakterzüge oder Eigenschaften eines Menschen über dessen Mimik ablesen zu können. Gleichzeitig wird Weimar von einer Reihe enthaupteter Leichen heimgesucht. Hat Dr. Gall etwas mit den Verbrechen zu tun? Eine gute Freundin des Inspektor Niemer, Desdemona, erhält anonyme Hinweise auf die Verbrechen. Und auch der Weinhändler Adrian Dennfelder gerät in Gefahr. Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman des Autorenduos Schwagmann/Gref und sowohl das Thema rund um die Schädellehre als auch die Tatsache, daß es sich um einen historischen Kriminalfall handelt, haben mich zu dem Buch greifen lassen. Der Einblick in das Weimar der damaligen Zeit ist sehr gut gelungen. Die Autorinnen sind in der Lage, durch ihre Sprache der Handlung einen unheimlichen und schaurigen Anstrich zu geben, ohne dabei allzu blutig zu werden. Das Thema Dr. Franz Josef Gall und seine Schädellehre war mir bis zu diesem Buch unbekannt und wurde hervorragend in die Handlung eingebaut. Die Handlung selber ist unvorhersehbar und hat mich mit einigen unerwarteten Wendungen überrascht. Ich war mir als Leser lange nicht sicher, wer welche Rolle spielen wird bzw. wie und ob die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. Ich hatte zwar eine Person relativ früh in Verdacht, der sich schlußendlich auch bestätigt hat, aber das hat mein Lesevergnügen nicht geschmälert, weil alles möglich war. Mit dem Ende bin ich zwar zufrieden, allerdings bleiben ein paar wichtige Fragen offen, bei denen ich mir noch einen Hinweis von Seiten der Autorinnen gewünscht hätte. Man sollte das Buch konzentriert lesen, da sich viele Dinge nur durch den Zusammenhang ergeben. Die Darstellung der Charaktere ist ebenfalls gut gelungen, da sie sehr vielschichtig gezeichnet sind und ihr Tun ebenfalls nicht vorhersehbar ist. Sehr gut gefallen hat mir Desdemona, eine sehr gute Freundin des ermittelnden Inspektors Niemer, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Sie bekommt anonyme Nachrichten, deren Zweck ihr und Niemer nicht klar sind. Da die Überbringer der Nachrichten jedoch verstümmelt sind, wird Desdemonas Jagdtrieb geweckt. Mir hat ihr Mut und ihre Klugheit sehr gut gefallen, mit der sie die richtigen Schlüsse zieht. Adrian Dennfelder ist ein bekannter Weimarer Weinhändler, der sich, wenn möglich, lieber im Hintergrund hält. Sein Verhältnis zu seinem Leibdiener Lambrecht ist besser als das zu seiner jungen Frau Elsa Luise, aber am meisten geht ihm seine Schwiegermutter auf die Nerven, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihnen unter einem Dach lebt. Von der Schädellehre Galls hält er gar nichts, daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß er eine Vermessung seines Schädels strikt ablehnt. Dennoch wird es für ihn gefährlich. Ein weiterer Charakter, der es mir angetan hat, ist der junge Friedemann, der lieber durch die Straßen zieht als in der Nähe seines Vater zu sein. Für ein Kind seines Alters ist er sehr clever und mutig und spielt damit eine nicht unerhebliche Rolle. Da mich dieses Debüt überzeugen konnte, bin ich gespannt auf weitere Werke der Autorinnen.

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  • Rezension zu "Die Schädeljäger: Historischer Kriminalroman" von Christiane Gref

    Die Schädeljäger
    baronessa

    baronessa

    10. October 2012 um 18:33

    Gelächter, Musik, Wein und gute Speisen – die Gesellschaft amüsierte sich. Bis ein Polizist die Gesellschaft störte, denn es wurde eine Leiche im Park gefunden und sie hatte keinen Kopf mehr. Inspektor Niemer hat alle Hände voll zu tun, sämtliche Gäste zu verhören. Aber einen Täter konnte er nicht finden. Ausgerechnet jetzt hält auch noch Dr. Gall einen Vortrag in Weimar – über die Schädellehre. Dazu hat er mehrere Schädel dabei. Könnte er der Täter sein? Dann werden in kurzer Zeit noch mehr Leichen gefunden, die keinen Schädel mehr haben. Kindern wurde die Zunge entfernt, damit sie nicht reden können. Als seine liebe Freundin Katharina von Burlitz einen mysteriösen Tod erleidet, dreht Inspektor Niemer bald durch. Es kann für ihn nur einen Täter geben – den Weinhändler Dennfelder. Mit aller Macht will er ihn überführen. Nur Dennfelder ist verschwunden und mit ihm auch die Pianistin Mademoiselle Malo. Jetzt gilt es schnell zu handeln. Nur Dennfelder ist selbst gefangen und der Täter möchte seinen Kopf. Ich muss sagen, dass dieser historische Kriminalroman mir gut gefallen hat. Sehr spannend und fesselnd geschrieben. Wenn man bedenkt, dass die Autorinnen Frauen sind, muss ich sagen – Daumen hoch! Manche Szenen sind wirklich nichts fürs schwache Gemüt. Z. B. „ ….. stieß die erste Nadel unter den Daumennagel. Sie schrie wie vor Sinnen……Nach wenigen Minuten kam sie wieder zu sich. Als der Täter die Knochensäge zur Hand nahm, heulte sie auf.“ Kann man an der Kopfform erkennen, was den Menschen ausmacht? Der Täter glaubt es und deswegen pflastern kopflose Leichen seinen Weg. Der Täter wird in diesen Zeilen mit Namen genannt, aber den verrate ich nicht. Wäre ja langweilig, wenn man ihn schon vorher kennt. Gleichzeitig geben die Autorinnen ein Stück Geschichte der Stadt Weimar und von Thüringen wieder. Gut recherchiert!

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