Christiane Höhmann Untervörde

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Inhaltsangabe zu „Untervörde“ von Christiane Höhmann

Eine harmlose Radtour an der Weser stellt Klaras Leben völlig auf den Kopf. Nach einer Panne entdeckt sie am Straßenrand ein Gedenkkreuz mit dem Namen ihrer Mutter, die vor sechzehn Jahren bei einem Unfall ums Leben kam. Direkt danach kehrte die Familie dem nahe gelegenen Dorf Untervörde den Rücken. Das Erscheinen der jungen Frau sorgt im Ort für Aufsehen, sie ist das Ebenbild ihrer Mutter – und nicht alle möchten an die Geschehnisse von früher erinnert werden. Denn Viola kam mitnichten durch einen Unfall zu Tode, sondern wurde vergewaltigt und erdrosselt. Das muss nun auch Klara erfahren. Der verurteilte Täter heißt Bernd Pohlmeier; er ist der Vater von Klaras ehemals bester Freundin Vera und seit Kurzem wieder auf freiem Fuß. Es gärt in dem Dorf und Klara weiß nicht, wie mit dem neu gewonnenen Wissen umgehen. Dann wird Bernd Pohlmeier am Ufer der Weser tot aufgefunden. Die Verdächtigenliste kann nicht länger sein – und Klara steht darauf ganz oben … Emotional, atmosphärisch dicht und zugleich mit hohem Tempo erzählt Christiane Höhmann, wie ein vermeintlich zur Ruhe gekommenes Dorf mit Geschehnissen der Vergangenheit konfrontiert wird.

Kriminalroman mit interessanten Ansätzen und vielschichtigen Charakteren.

— LadyMoonlight2012
LadyMoonlight2012

Die Konfrontation der Protagonisten mit der verdrängten Vergangenheit führt zu großer Spannungssteigerung. Guter Krimi!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein guter Krimi auch die Idee dazu. Dennoch hätte man mehr rausholen können

— sioneanna
sioneanna

Mord in Untervörde

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Krimi - psychologisch - spannend, ungewöhnlich angelegt - und ich werde in eine Welt versetzt, die ich so noch nicht wahrgenommen habe.

— haraldgluehe
haraldgluehe

Hochspannend und psychologisch tiefgründig, dazu jenseits des Mainstreams.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Krimi zu einem interessanten Thema, der jedoch ein paar Wünsche offen lässt.

— Books14
Books14

Schade, Buch und Thema haben Potential, das aber nicht genutzt wurde.

— hebersch
hebersch

Die Grundidee fand ich spannend. In der Umsetzung gefiel mir dann leider vieles nicht.

— lila_socken
lila_socken

Interessante Ansätze, aber die werden nicht konsequent genug zu Ende geführt.

— Gulan
Gulan

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  • Leserunde zu "Untervörde" von Christiane Höhmann

    Untervörde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leser/innen, ich freue mich, euch meinen neuen Krimi vorstellen zu können, der gerade bei Grafit erschienen ist. Zum Inhalt: Eine harmlose Radtour an der Weser stellt Klaras Leben auf den Kopf. Am Wegrand entdeckt sie ein Gedenkkreuz mit dem Namen ihrer Mutter, die hier vor sechzehn Jahren ums Leben kam. Dass es kein Verkehrsunfall war, sondern Mord, erfährt Klara im Laufe ihrer Recherchen im nahe gelegenen Ort Untervörde, den die Familie nach dem grausamen Geschehen damals verlassen hat. Das Erscheinen der jungen Frau im Dorf erregt Aufsehen - sie ähnelt ihrer Mutter  und niemand möchte an die Geschehnisse von früher erinnert werden. Der Mörder von Klaras Mutter war ein Nachbar und hat seine Haftstrafe inzwischen verbüßt. Er lebt wieder bei seiner Familie in Untervörde. Wenig später wird er tot am Weserufer aufgefunden. Klara steht auf der Verdächtigenliste ganz oben. Zehn Exemplare des Krimis gehen an ausgewählte Beiträge zu diesen Thesen: Jeder Mensch kann zum Täter werden. Es gibt Verbrechen, die man entschuldigen  kann.  Besonders toll fände ich, wenn jemand von euch schreiben  könnte, was diese Sätze mit dem Krimi zu tun haben.

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  • Rezension - Christiane Höhmann - Untervörde

    Untervörde
    LadyMoonlight2012

    LadyMoonlight2012

    06. December 2014 um 14:38

    "Untervörde" ist ein Krimi mit vielschichtigen Charakteren. Für meinen Geschmack war die Geschichte aber leider etwas zu kurz. Tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten und etwas mehr Spannung hätten diesen Roman abgerundet. Der Schreibstil ist teilweise etwas zu distanziert. Formulierungen wie "die Mutter" und "der Vater", statt "meine Mutter" oder "mein Vater" finde ich sehr anstrengend. Wenn diese Ausdrucksweise nur von einer einzigen Person verwendet werden würde, wäre das durchaus stimmig, da sie dann vielleicht den Charakter einer Person, die nicht viel Bezug zu ihrem Elternhaus hat, gut widerspiegeln könnte. Dass mehrere Protagonisten unabhängig voneinander praktisch dieselbe Sprechweise verwenden, finde ich aber etwas komisch. Wer der eigentliche Täter ist, bleibt bis zum Schluss unklar. Das hat mir gut gefallen. Der Roman bietet mannigfache Ansätze und kann mit einer interessanten Thematik aufwarten. Am Ende lässt mich dieses Buch jedoch mit vielen ungeklärten Fragen zurück. Die Handlung ist zwar glaubhaft und teilweise gut nachvollziehbar, trotzdem hat mir einiges gefehlt. Die Kommissare in der Geschichte haben die eher düstere Stimmung etwas aufgelockert. Diese hätte man ruhig von Anfang an einbauen können. Trotz allem hat mich Klaras Geschichte auch ein Stück mitgerissen, weshalb ich keinesfalls von diesem Buch abraten möchte. Ich persönlich würde eine Fortsetzung toll finden. Vielleicht könnte man dann die Gedanken und Gefühle der Charaktere besser verstehen.

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  • Leider weder spannend noch interessant.

    Untervörde
    tuesdayblind

    tuesdayblind

    25. November 2014 um 18:25

    Der Klappentext von "Untervörde" klang unheimlich gut: junge Frau erfährt, dass ihre Mutter nicht so gestorben ist, wie man es ihr jahrelang erzählte, sondern vergewaltigt und ermordet wurde. Und der Täter wohnt seit einigen Monaten, nachdem er seine Strafe abgesessen hat, wieder in seinem alten Haus. Was jedoch kaum jemand weiß, denn Untervörde ist ein kleines Dorf und wir alle wissen, wo da die Tücken liegen. Daher wird auch die Ankunft von Klara nicht allzu positiv aufgenommen, zu ähnlich sieht sie ihrer Mutter und zu viele Erinnerungen werden herauf beschworen. Ganz aus der Ruhe geraten die Einwohner, als die Leiche vom Täter, Bernd Pohlmeier, kurz nach Klaras Abreise tot aus der Weser gefischt wird und plötzlich die Polizei im Dorf herum schnüffelt. Das klingt nach einem guten Krimi, oder?! Lasst mich euch spoilern: ist es nicht! Aber fangen wir mal von vorne an... das erste, womit ich nicht warm wurde, ist der Schreibstil. Christiane Höhmann hat eine sehr eigene Art zu schreiben: distanziert und kühl. Zwar lässt sich die Geschichte relativ flüssig lesen, aber die Wortwahl ist irgendwie steif und altmodisch - sorry, mir fällt kein besseres Wort ein. Zum Beispiel verwendet sie ganz oft die Formulierung "die Mutter" statt z.B. "seine Mutter" und ähnliches. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber ich hatte nicht das Gefühl, in der Geschichte dabei zu sein, es erinnerte eher an einen alten ARD-Fernsehfilm. Und als wäre das nicht schon genug, war das Buch so überhaupt nicht spannend. Ich schätze, dass es auch sehr viel mit dem sachlichen Schreibstil zu tun hatte, der kaum Emotionen widerspiegelte. An einer Stelle wird die Protagonistin Klara zwar sauer, aber das wirkte einfach extrem überzogen und wie... ja, wie schlecht geschauspielert. Alles im Allem wirkte die Geschichte eher wie ein Tatsachenbericht, eine protokollierte Aneinanderreihung von Geschehnissen, aber nicht wie ein Roman. Auch als dann die Polizisten ins Spiel kommen und man sich auf eine interessante Ermittlung freut, wird es nicht besser. Das Vorgehen des Team wirkt zudem irgendwie stümperhaft und wenig professionell. Ich kenne mich zwar nicht mit echter Polizeiarbeit aus, aber dass die nicht einmal prüfen, ob das Mordopfer von damals, Viola, Kinder hatte, sagt doch im Grunde schon alles. Wenigstens kann ich behaupten, dass ich einige der Charaktere gut erträglich fand. Die Protagonistin Klara konnte mich zwar nicht begeistern, aber immerhin konnte ich Mitleid für Marion, die Frau von Bernd Pohlmeier, entwickeln. Nach der Verurteilung ihres Mannes stürzte sie in eine Depression, dann rannte ihre Tochter, Klaras damalige beste Freundin, von zu Hause weg und ihr Sohn, der sich gerade mitten in der Pubertät befindet, empfindet für seine Eltern nur Abscheu, was er auch ganz offen zeigt. Wobei ich sagen muss, dass Hajo, der Sohn, der authentischste Charakter war, so wie er die ganze Zeit drauf war, stelle ich mir die Jugend heutzutage auch vor *g* Die Auflösung des Ganzen war dann auch weniger atemraubend als gedacht. Ich hatte ja fest damit gerechnet, dass vielleicht noch heraus kommt, dass Bernd Pohlmeier Klaras Mutter gar nicht umgebracht hat, aber nein, er war es tatsächlich. Ich weiß nicht, ob ich das Buch unter 'normalen' Umständen zu Ende gelesen hätte, aber da es sich um eine Leserunde handelte, fand ich es nur fair, es zu beenden. Immerhin war es nicht so schlecht, dass ich mich quälen musste, auch wenn ich sehr froh war, als ich die letzte Seite hinter mir hatte. Schlusswort Es tut mir ein weh, das zu sagen, aber: für mich war "Untervörde" von Christiane Höhmann ein totaler Griff ins Klo! Ich wurde weder mit der Geschichte noch den Charakteren warm, das Buch war nicht einmal ansatzweise spannend und der Schreibstil gefiel mir noch weniger. Keine Empfehlung für irgendwen.

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  • Mord in Untervörde

    Untervörde
    sioneanna

    sioneanna

    23. November 2014 um 17:29

    Klara und ihre Freundin machten eine Radtour entlang der Weser nach Untervörde. Nach einer Zeit bricht diese aber die Radtour ab und Klara fährt alleine weiter. Dann nimmt sie den Grabstein ihrer verstorbenen Mutter wahr, die bei einem Unfall ums Leben kam, doch im Laufe der Zeit erfuhr Klara die ganze Wahrheit über den Tod ihrer Mutter. Der Täter Bernd Pohlmeier, der Vater von Klaras alter Freundin Viola, hatte bereits seine Strafe abgesessen und lebte jetzt frei bei seiner Familie in Untervörde. Als er dann tot aufgefunden wird laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und das Dorf ist in heller Aufregung. Viele Verdächtige stehen auf der Liste und ganz oben Klara selbst! Fazit: Ich fand den ersten Teil des Buches wirklich gut, Klara war mir sympathisch und es war auch sehr spannend. Dann nahm es aber leider Gottes immer weiter ab und Klara wurde öfters beiseite geschoben. Außerdem bleiben ein paar Fragen offen die ich gerne beantwortet bekommen hätte. Ich finde auch, dass sich das Buch auf 192 Seiten nicht entfalten konnte, obwohl es zum Schluss immer träger wurde und man schon wartete wer der Mörder jetzt sei.

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  • Interessante Idee, die nicht konsequent ausgeführt wird

    Untervörde
    Thaliomee

    Thaliomee

    23. November 2014 um 15:05

    Klara ist Anfang 20 und macht während ihres Urlaubs eine mehrtägige Radtour an der Weser entlang. Ihre Freundin sollte sie eigentlich begleiten, bricht die Tour jedoch ab, bevor sie durch Untervörde kommen. In diesem Ort hat Klara mit ihren Eltern gelebt - bis ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben kam. Klara war damals noch jung und der Rest der Familie ist sofort umgezogen. Nun erfährt Klara, dass ihre Mutter vergewaltigt und ermordet wurde. Sogar der Täter wurde verurteilt - ist inzwischen aber wieder frei. Bernd Pohlmeier hat nicht nur ihre Mutter getötet, sondern ist auch der Vater ihrer besten Freundin aus Kindertagen. Als Pohlmeier verschwindet, stellt sich nicht nur die Frage, ob Klara etwas damit zu tun hat, sondern auch, ob damals der richtige Täter verhaftet wurde. Die Geschichte fängt sehr gut an, viele Elemente kennt man aus anderen Krimis, aber das mindert die Spannung nicht. Dann tauchen in diesem Buch allerhand Nebenschauplätze auf, was diesem recht kurze Buch leider nicht gut tut. Es passiert genug und ich hätte mehr Zeit gebraucht, die Hauptfiguren (insbesondere Klara) kennen zu lernen, zu verstehen und mich in sie hineinzuversetzen. Gelungen ist mir dies bis zum Schluss nur bei der Kommissarin, die bei der Ermittlung hilft. Getrübt wird diese interessante Figur allerdings dadurch, dass ich die gesamte Polizeiarbeit mehr als wirr (und unrealistisch) fand: Ein Polizist ruft eine alte Schulfreundin an, die zwar auch Polizistin ist, allerdings momentan gar nicht arbeitet. Diese wird dann direkt in die Ermittlungen einbezogen - vermutlich ohne Bezahlung und Versicherung. Darüber hinaus scheint sich niemand die Akten des Mordfalls an Klaras Mutter anzusehen - obwohl ja ihr Mörder tot aufgefunden wurde. Mein Fazit ist: Ein tolles, vielversprechendes Thema an einem gut gewählten Schauplatz. Man hätte mehr daraus machen können, für mich hätte das Buch auch gern ein wenig länger sein können. Dann hätte man vielleicht auch genug Platz für die Entfaltung der Charaktere gehabt - insbesondere Klara hätte ich eigentlich gern kennen gelernt... so bleibt sie für mich eine Randfigur dieses Krimis. Positiv ist allerdings, dass die Autorin es schafft, falsche Fährten zu legen und die Spannung aufrecht erhält. Das Büchlein lässt sich schnell und gut lesen, ein Krimi für zwischendurch!

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  • Untervörde

    Untervörde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2014 um 19:37

    Klara macht mit ihrer Freundin eine Radtour. Nach einer Panne entdeckt sie am Straßenrand ein Gedenkkreuz mit dem Namen ihrer Mutter, die vor sechzehn Jahren ums Leben kam. Klara wolle eigentlich nicht nach Untervörde, ein Dorf, in welchem Klara als Kind gelebt hatte, bevor ihre Mutter bei einem Unfall starb. Danach zog der Vater mit ihr und den Großeltern fort. Aber sie landet nun doch in dem kleinen Dorf. Die Ereignisse überschlagen sich, als sie erfährt, dass ihre Mutter damals keinen Unfall hatte, sondern ermordert worden ist. Der Täter, Bernd Pohlmeier, ein früherer Nachbar ihrer Familie, hat seine Strafe abgesessen und ist wieder auf freiem Fuß und lebt wieder bei seiner Familie im Dorf. Klara ist entsetzt und muss sich mit diesem neuen Wissen erst einmal auseinandersetzen. Kurz darauf wird Bernd Pohlmeier tot aufgefunden. Klara wird verdächtigt, etwas mit dem Mord an Bernd zu tun zu haben. Die Kommissare ermitteln und erfahren so einiges. Die Hauptprotagonistin Klara war mir am Anfang sehr sympathisch. Doch nach und nach verändert sich ihr Charakterbild, sie ist wütend und zornig, und hat Gewaltphantasien. Anne und Ingmar, die beiden Kommissare, die in diesem Fall ermitteln, sind einem sehr sympathisch. Besonders Anne, die nach einer Krebserkrankung lange Zeit nicht gearbeitet hat und ihrem früheren Freund Ingmar einen Gefallen tun will und ihm hilft. Sie erfahren einige Dinge und zum Schluss können sie den Mörder von Bernd Pohlmeier festnehmen. Dieser Krimi war gut erdacht, das Thema war sehr interessant, der Schreibstil flüssig aber eher kühl, man überlegte bis zum Schluss mit, wer nun der Täter sein könnte. Es war nicht wirklich vorher ersichtlich, wer Bernd Pohlmeier ermordet hatte und wurde schon gut in die Irre geführt. Mir waren zwischenzeitliche Erzählungen von Marion, der Ehefrau von Bernd Pohlmeier sowie von Ayse, der türkischen Nachbarin, zu detailgetreu beschrieben und damit zu langatmig, welche sich vom eigentlichen wichtigeren und interessanteren Geschehen zu weit entfernte. Daher blieb für mich leider die Spannung zu sehr auf der Strecke.

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  • Späte Gerechtigkeit?

    Untervörde
    Gulan

    Gulan

    Klara Göbel macht eine Fahrradtour entlang der Weser. Eher unfreiwillig erreicht sie aufgrund eines Defekts ihr altes Heimatdorf Untervörde. Sie hat das Dorf vor 16 Jahren als Siebenjährige verlassen, als ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam. Im Dorf sorgt ihre Ankunft für Aufsehen. Klara erfährt schließlich, dass ihre Mutter mitnichten bei einem Unfall starb, sondern brutal ermordet wurde. Und der verurteilte Täter, ein Nachbar, hat seine Strafe abgesessen und lebt wieder in Untervörde. Der Krimi spielt in einem fiktiven Dorf im Weserbergland. Das Motiv ist nicht ganz neu: Eine junge Frau kehrt in ihr Heimatdorf zurück und bringt dadurch alte, unaufgearbeitete Ereignisse wieder in die Erinnerung. In diesem Fall kommt noch hinzu, dass Klara selbst erst jetzt erfährt, dass sie Jahre lang über den Tod ihrer Mutter von ihrem inzwischen verstorbenen Vater und den Großeltern belogen wurde. Der Täter Bernd Pohlmeier hat seine Strafe abgesessen, aber was ist die gerechte Strafe für Mord? Pohlmeier wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Hat Klara etwas damit zu tun? Die Autorin will vor allem die psychologischen Aspekte dieser Konstellation beleuchten: Zum einen Klaras Trauma, als sie nach so langer Zeit die Wahrheit erfährt, und ihre Wut auf den Täter. Zum anderen die Familie Pohlmeier, die mit der Tat des Familienvaters leben muss. Leider waren die Reaktionen und Emotionen der Charaktere für mich nicht immer nachvollziehbar, dies liegt zum Teil auch am etwas distanzierten Schreibstil. Etwa zur Hälfte des Buches treten dann auch die Kommissare Schall und Frankel in Erscheinung. Am Ende haben sie den Fall auch gelöst, allerdings mit bescheidenem eigenen Zutun. Der Fall entpuppt sich auch als deutlich unspektakulärer als man zwischendurch annehmen konnte. So bleibt insgesamt festzuhalten, dass dieser Krimi einige interessante Ansätze verfolgt. Allerdings wäre bei der Umsetzung noch etwas Luft nach oben gewesen.

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    • 10
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    18. November 2014 um 10:48
  • Späte Rache - leider schwach...

    Untervörde
    lila_socken

    lila_socken

    Untervörde ist ein beschaulicher Ort an der Weser, in der vor knapp 16 Jahren eine junge Frau ermordet wurde. Plötzlich taucht Klara, die Tochter der Ermordeten auf und lässt die vergangenen Geschehnisse wieder aktuell werden. Dann wird auch noch der vor kurzem entlassene Mörder tot aufgefunden. Untervörde von Christiane Höhmann ist ein Krimi, der mich vom Klappentext her sehr angesprochen hat. Die Vorstellung eine Geschichte über eine junge Frau zu lesen, die in ihren Geburtsort zurückkehrt, in dem ihre Mutter in ihrer Kindheit ermordet wurde, habe ich mir spannend vorgestellt. Ich hatte direkt eine Geschichte vor Augen über Wut, Trauer und Scham. Habe mich gefragt: Was für Emotionen steigen wohl in einem auf, wenn man wieder zurückkehrt? Wie reagieren die alten Nachbarn? Was passiert, wenn sie auf den Mörder trifft? Auf den ersten fünfzig Seiten wurden meine Erwartungen dann auch wirklich erfüllt. Die Protagonistin kam nach Untervörde und traf dort auf verstockte Bewohner und auf viele Fragen. Die Stimmung beim Lesen war düster und ich freute mich schon auf's weiterlesen. Danach wurde die Geschichte leider immer schwächer. Die Reaktionen von Klara waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Außerdem konnte ich keinen Draht zu ihr aufbauen und mich wirklich gar nicht mit ihr identifizieren. Auch die anderen Charaktere, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wurde, waren nicht wirklich sympathisch. Dazu kam, dass der ein oder andere Charakter meiner Meinung nach, nichts Ausschlaggebendes zur Geschichte beigetragen hat und ich mich gefragt habe, ob man stattdessen nicht noch lieber einen anderen Charakter hätte wählen können. So wurde es für mich zwischenzeitlich etwas konfus. Die Arbeit der Polizei empfand ich als stümperhaft. Mit den richtigen, auf der Hand liegenden Fragen, wären sie mit Sicherheit deutlich schneller fündig geworden. Ich habe dem Buch drei von fünf möglichen Sternen gegeben, da mir die Grundidee und der Schreibstil gut gefallen haben. Auch die Stimmung, die in dem Buch eingefangen wurde, war düster, was dem Thema des Buches entsprach. Leider habe ich keinen Zugang zu den Charakteren gefunden und die Geschichte wurde einfach hopplahopp abgehandelt. Die ein oder andere Seite mehr mit zusätzlichen Einblicken in die Seelenwelt der Charaktere und besserer Polizeiarbeit hätten dem Buch sehr gut getan.

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    • 5
  • Schuld und Sühne

    Untervörde
    Books14

    Books14

    Der Krimi „Untervörde“ von Christiane Höhmann ist 2014 im Grafit-Verlag erschienen. Inhalt: Die junge Schauspielerin Klara kehrt in ihren Heimatort Untervörde zurück, in dem ihre Mutter vor fünfzehn Jahren ums Leben kam. Klara, die damals noch ein Kind war, hatte man gesagt, es handele sich um einen Unfall. Klara findet nun jedoch heraus, dass ihre Mutter ermordet wurde. Bernd Pohlmeier, ein Nachbar der Familie, hat dafür eine fünfzehnjährige Haftstrafe verbüßt. Er ist vor kurzem entlassen worden und wohnt nun wieder in Untervörde. Die Erkenntnis, dass ihre Mutter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, verändert Klara. Sie entwickelt eine zügellose Wut auf den angeblichen Mörder und Rachefantasien gegenüber ihm und seiner Familie. Als Pohlmeier wenig später ebenfalls ermordet wird, fällt der Verdacht auf Klara. Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven dargestellt, sodass man tiefgehende und glaubhafte Einblicke in die Psyche mehrerer Figuren erhält. Dennoch wurde mir außer der Kommissarin Anne Schall keiner der Charaktere wirklich sympathisch, und es fehlten mir Identifikationsmöglichkeiten, vor allem mit der Protagonistin. Klara erschien mir zu Beginn nachvollziehbar und ansatzweise sympathisch; dann jedoch entwickelt sie sich geradezu sprunghaft in eine Richtung, die mir zu drastisch erscheint. Sie ist voller Wut und Hass und schwelgt in Gewaltfantasien, sodass ich den Kontakt zu ihr verloren habe. Am Ende des Romans wirkt sie hingegen plötzlich sehr distanziert und abgeklärt, und ich kann nicht erkennen, ob diese Haltung nur vorgetäuscht oder eine weitere sprunghafte Entwicklung ist. Den Spannungsaufbau finde ich gut gelungen. Ich fragte mich sowohl, ob der angebliche Mörder tatsächlich der Täter war, als auch, wer ihn nun ermordet hat. Die Spannung wurde gut gehalten, und diese beiden Fragen hat der Roman meines Erachtens zufriedenstellend und nachvollziehbar beantwortet. Die Stimmung des Krimis empfinde ich als düster und deprimierend. Fast alle Figuren sind in ihrem Leben auf die eine oder andere Weise gescheitert. Es gibt zwar Ansätze zur Veränderung, zur Befreiung aus ihrem unerfüllten Dasein, aber ich habe meine Zweifel, ob dies nach so vielen Jahren des konsequent gelebten Gegenteils gelingen wird. Der Roman ist gut und flüssig zu lesen. Sprache und Stil passen sich geschickt den verschiedenen Figuren an, wobei die Erzählhaltung insgesamt eher distanziert ist. Kritikpunkte: Neben den oben erwähnten mangelnden Identifikationsmöglichkeiten mit den Charakteren und der unglaubwürdigen Entwicklung Klaras schien mir die Vorgehensweise der Polizei an einigen Stellen nicht plausibel. Auch blieben am Ende für mich ein paar Fragen offen. Fazit: Untervörde ist ein Krimi, der ein interessantes Thema aufgreift, dieses jedoch nicht optimal zur Entfaltung bringt. Hierzu hätte es vor allem einer Protagonistin bedurft, die dem Leser ein stärkeres Identifikationsangebot macht, sodass er ihre Entwicklung besser nachvollziehen kann.

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    • 5
  • Rezension zu Untervörde von Christiane Höhmann

    Untervörde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2014 um 23:52

    Mehr Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Rezensiert von ChristineBorg Klara, eine junge Frau aus Berlin, macht mit ihrer Freundin eine Tour auf dem Weserradweg. Nachdem die Freundin, die Tour plötzlich abbricht, fährt Klara alleine weiter. Bei einer Panne entdeckt sie am Wegesrand ein Gedenkkreuz mit dem Namen ihrer Mutter. Sie war erst sechs Jahre alt. als ihre Mutter starb und Vater und Großeltern haben ihr erzählt, sie sei durch einen Unfall ums Leben gekommen. Jetzt erfährt sie im nahe gelegenen Dorf, dass ihre Mutter einem Verbrechen zum Opfer fiel, sie wurde vergewaltigt und erdrosselt. Der Täter, Bernd Pohlmeier, stammte aus dem Dorf und war der Vater von Klaras bester Freundin. Nach fünfzehn Jahren wurde er  aus dem Gefängnis entlassen und lebt jetzt wieder im Dorf. Klara sucht Kontakt zur Familie des Mörders und kurze Zeit später wird Pohlmeier tot aufgefunden. Ein Krimi in dem in sehr kurzer Zeit, sehr viel passiert. Da ist Klara, die mit der Tatsache klar kommen muss, dass ihre Mutter ermordet wurde und die Dorfgemeinschaft, in der durch Klaras Erscheinen alte Dinge wieder aufgewühlt werden. Außerdem noch zwei Kriminalkommissare, die jeder ihr Päckchen zu tragen haben. Eine spannende Mischung, die auf knapp 200 Seiten, meiner Meinung nach, leider nicht voll zur Entfaltung kam. Ich hätte gerne mehr über die einzelnen Protagonisten gewusst, um mich in ihre Gefühlswelt hinein versetzen zu können. So blieb mein Verständnis für die Geschehnisse sehr unvollständig und oberflächlich.

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