Christiane Kohl

 3.8 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Der Jude und das Mädchen, Das Zeugenhaus und weiteren Büchern.

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Der Jude und das Mädchen

Der Jude und das Mädchen

 (6)
Erschienen am 01.03.1999
Das Zeugenhaus

Das Zeugenhaus

 (4)
Erschienen am 13.11.2006
Bilder eines Vaters

Bilder eines Vaters

 (3)
Erschienen am 14.07.2010
Der Himmel war strahlend blau

Der Himmel war strahlend blau

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Villa Paradiso

Villa Paradiso

 (0)
Erschienen am 01.06.2004
Das Zeugenhaus, 1 Blu-ray

Das Zeugenhaus, 1 Blu-ray

 (0)
Erschienen am 21.11.2014

Neue Rezensionen zu Christiane Kohl

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tragalibross avatar

Rezension zu "Das Zeugenhaus" von Christiane Kohl

Rezension zu "Das Zeugenhaus" von Christiane Kohl
tragalibrosvor 2 Jahren

Ein wichtiges Dokument über den Zusammenbruch des 3. Reiches und die Aufarbeitung der NS-Diktatur. Im November 1945 beginnt in Nürnberg der Prozess gegen die hohen Repräsentanten der NS-Diktatur. Eine Villa am Stadtrand dient als Gästehaus für Zeugen der Anklage sowie der Verteidigung. Auf engstem Raum treffen Schuldige, Mitläufer, Opfer und solche, die sich immer arrangieren, aufeinander. Christiane Kohl recherchierte die ungeheuerlichen Vorgänge im Haus und erzählt hautnah von der dramatischen Verstrickung jedes Einzelnen in jenem Augenblick, als die Welt über Deutschland zu Gericht saß.

...soweit der Klappentext.
Da ich mich sehr für deutsche Geschichte interessiere und dieses Buch vielversprechend und interessant klang, habe ich es mir gekauft.
Aber leider hatte ich etwas anderes erwartet. Zwar werden in der Zusammenfassung "ungeheuerliche Vorgänge" und "dramatische Verstrickungen" erwähnt, aber ich konnte weder das eine noch das andere beim Lesen finden. Nun gut, es handelt sich um ein Sachbuch und sollte daher, wie der Name schon sagt, sachlich gehalten werden, trotzdem hätte ich mir mehr Einblick gewünscht, was die Gespräche und den sozialen Umgang in der Villa betrifft. Hier bleibt die Autorin eher vage und konzentriert sich mehr auf die Hausdame Gräfin Kálnoky, die einige Jahre die Leitung der Villa innehatte. Ich vermute aber, dass gerade die Begegnungen der Täter und Opfer viele Leser interessieren würde.
Auch bei den Prozessen selbst, gab dieses Buch für mich zu wenig Informationen. Verurteilungen wurden nur kurz erwähnt und die Ausführung derselben fast unter den Tisch fallengelassen.

Christiane Kohl erwähnt zwar immer wieder, dass es schwer gewesen sei die genauen Ereignisse im Zeugenhaus zu rekonstruieren, andererseits nennt sie viele Zeitzeugen und vorübergehende Besucher dieses Hauses, sodass man hier vielleicht doch mehr Informationen über den zwischenmenschlichen Kontakt der Bewohner hätte zusammentragen können.
Als Pluspunkt möchte ich aber die Bilder nennen, die dem Buch angefügt sind. Dadurch war es möglich, den erwähnten Personen ein Gesicht zu geben.
Auch das Nachwort der Autorin war ein guter und vor allem aufschlussreicher Abschluss. Darin gibt sie noch einige Informationen über das weitere Leben der Bewohner des Zeugenhauses und bedankt sich bei allen Zeitzeugen und deren Nachkommen, die ihr bei der Recherche halfen und sich an diese Zeit erinnert haben.

Mein Fazit:
Ich bin von der Lektüre leider etwas enttäuscht und hätte mir viel mehr Informationen erhofft.
Daher gibt es drei Sterne und ein "Gut".

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KateDakotas avatar

Rezension zu "Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945: Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen" von Christiane Kohl

Ein verwirrendes Sammelsurium!
KateDakotavor 4 Jahren

Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, durch den gleichnamigen Film, der vor einiger Zeit im ZDF gezeigt worden ist.

Obwohl ich mich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte der NS-Zeit befasse und auch viele Bücher zum Thema gelesen habe, war mir der Begriff "Zeugenhaus" und was sich dahinterverbirgt kein Begriff, glaubte sogar noch nie davon gelesen zu haben. Doch in einem Buch über die Nürnberger Prozesse, dass ich vor vielen Jahren gelesen hatte, fand ich einen kurzen Hinweis darauf. Die Info war aber so spärlich, dass ich sie wohl wieder vergessen habe.
Das Thema an sich ist ein faszienierendes. Da beschlagnahmen die amerikanischen Besatzer ein Privathaus und bringen dort Zeugen unter, die bei den Nürnberger Prozessen gegen die Parteigrößen der NSDAP aussagen sollten. Das mag auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich sein, aber wenn man sich das Gästebuch des Hauses anschaut, staunt man schon, wen man da hat zusammen unter einem Dach leben lassen. Denn unter den Zeugen befanden sich nicht nur Opfer, wie z.B. ehemalige KZ-Insassen, sondern auch Nazis, die selbst Dreck am Stecken hatten, von deren Aussage man sich aber versprach, dass durch sie die noch größeren Kriegsverbrecher ihre gerechte Strafe bekommen würden. Damit die Lage im Haus bei dem Aufeinandertreffen solcher Gegensätzlichkeiten nicht womöglich eskalierte setzte man dort eine Hausdame ein, zunächst eine ungarische Gräfin, die für eine angenehme Athmoshäre sorgen sollte. So weit so gut!
Die Autorin hatte Einblick in beide Gästebücher dieses Hauses und sie verwendete unzählige der Namen, die man dort lesen kann auch in ihrem Buch, bei dem ich bis zum Schluss nicht wusste, ob es eher ein Roman oder doch nur eine Dokumentation ist. Meiner Meinung nach hat sie da ein wenig übertrieben. Zwar hat man viele interessante Details zu den Bewohnern erfahren, aber es wäre besser gewesen, sie hätte sich auf einige Personen konzentriert, so wie es im Film später geschehen ist. Man fühlte sie während der Lektüre manchmal erschlagen von den vielen Einzelheiten, dabei hätte ich viel lieber noch etwas über das tägliche Miteinander dieser Menschen erfahren, doch da wird sich die Recherche vermutlich schwierig gestaltet haben. Negativ aufgefallen sind mir auch des Öfteren Wiederholungen, z.B. dass Henriette von Schirach auffallend rotes Haar gehabt hat und dass Rudolf Diels, der ehemalige Gestapo-Chef ein Weiberheld war. Außerdem hieß der bekannte Industrielle der ebenfalls in Nürnberg angeklagt wurde nicht Alfred sondern Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Ist jetzt vielleicht Pfennigfuchserei, aber ich finde, dass man gerade bei solchen Büchern Genauigkeit an den Tag legen muss und es fiel mir ins Auge, weil der Name gleich zweimal falsch auftauchte.
Noch ein Wort zum Cover: Ich hätte nicht eine Abbildung aus dem ZDF-Film gewählt, auch wenn sich so vielleicht das Buch besser verkaufen lässt. Die Rolle der Gräfin Kalnoky spielt Iris Berben in der Verfilmung und hier hat man sich eindeutig nicht an die historischen Vorgaben gehalten. Denn die echte Gräfin war eine noch recht junge Frau, die gerade ihr viertes Kind bekommen hatte. Ich fand die Berben gut im Film, aber als ich das Buch gelesen habe, hätte ich mir im Nachhinein gewünscht, dass man das wahrheitsgetreuer wiedergegeben und nicht der Berben eine weitere große Rolle, die sie eigentlich gar nicht braucht, auf den Leib geschrieben hätte. Aber das nur so am Rande!

Fazit: Das Buch ist informativ, aber an manchen Stellen ein wenig verwirrend!

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Rezension zu "Bilder eines Vaters" von Christiane Kohl

Rezension zu "Bilder eines Vaters" von Christiane Kohl
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

In dem Buch "Bilder meines Vaters" rekonstruiert Christiane Kohl die Lebensgeschichte einer großbürgerlichen Familie aus Berlin bis zur NS-Zeit. Dies Familie Mayer ist eine sehr wohlhabende ehemalige Bankiersfamilie, die im Laufe der Zeit viel Gemälde zu ihrem Eigentum zählen durfte.
Doch es ist auch eine Jüdische Familie. Anhand von alten original Dokumenten der Tochter "Dorle" zeigt die Autorin wie der Nationalsozialismus mit Besitztümern von Juden in den 30iger und 40iger Jharen umgegangen ist.
Ich möchte nur kurz erwähnen, dass es sich nicht um einen Roman handelt. Es wird zwar eine Geschichte erzählt, aber dies sehr sachlich in kurzen Absätzen.

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