Christiane Landgraf Social Rating

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(4)
(4)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Social Rating“ von Christiane Landgraf

Der geniale Informatiker Jeff realisiert den Traum vom selbstfahrenden Auto in Serienreife. Bleibt nur noch die Frage, wie man der künstlichen Intelligenz Moral beibringt. Denn trotz aller Technik gibt es – vor allem in der Übergangsphase, in der sich selbstfahrende und konventionelle Autos die Straßen teilen – unvermeidbare Unfälle. Sofern es mehrere mögliche Unfallhergänge gibt, sollen die selbstfahrenden Autos von Jeff so programmiert werden, dass der jeweils ‚bestmögliche’ Verlauf gewählt wird. Aber was ist der bestmögliche Verlauf, wenn letztendlich die Entscheidung ansteht, welcher der Unfallbeteiligten den größeren Schaden davon tragen soll? Wer läuft Gefahr, getötet zu werden – wer darf überleben? Jeff will nicht daran beteiligt sein, dass selbstfahrende Autos aufgrund von Social Rating- Informationen (Ranking von Job, Alter, Familienstatus) darüber entscheiden, wie das Fahrzeug in unvermeidbaren Unfallsituationen reagieren wird. Denn je nachdem, wie sich das Auto in einer solchen Situation verhält (Vollbremsung, Gas geben, ausweichen), wird beeinflusst, welche der am Unfall beteiligten Personen tendenziell am schwersten und am leichtesten geschädigt werden. Jeff weigert sich zu programmieren, dass stets die Personen mit dem ‚geringsten gesellschaftlichen Wert‘ (Rentner oder Arbeitslose, Straftäter oder Schwerkranke) am ehesten Gefahr laufen, in einem Unfallgeschehen schwer oder sogar tödlich getroffen zu werden. Welchen Preis wird Jeff für seine Ideale bezahlen müssen? Werden die beteiligten Lobbyisten Jeffs Willen mit ihren hemmungslosen Methoden brechen? In was für einer Welt würden wir dann leben? Welches Social Rating hättest du selbst? Agententhriller, Gegenwartsliteratur, Liebesroman, Science Fiction. Der gläserne Mensch und das selbstfahrende Auto bewegen die Welt in der zweiten Dekade nach dem Jahrtausendwechsel wie nie zuvor. Neue Technologien und die unkontrollierten Datenflüsse in sozialen Netzwerken bieten unendliche Möglichkeiten – für Fortschritt und Missbrauch gleichermaßen. Social Rating ist noch Fiktion für uns alle. Die Risiken indes sind schon heute absehbar. Ein packender Roman für Leser, die Autos, digitale Vernetzung und technischen Fortschritt lieben und trotzdem wachsamen Auges die Begleiterscheinungen beobachten.

Christiane Landgraf hat mit ihrem Debütroman "Social Rating" ihre eigene Meßlatte sehr hoch gehängt.

— BrinaStein
BrinaStein

Ein innovativer Thriller, der beim Lesen spannende, ethische Fragen aufwirft.

— Nachtschattenpflanze
Nachtschattenpflanze

Tolles und spannendes Buch, für jeden zu Empfehlen

— VanessaSommer
VanessaSommer

Spannender und aufrüttelnder Thriller über eine erschreckend realistische Zukunftsversion

— Buchherz13
Buchherz13

Stöbern in Krimi & Thriller

Kein guter Ort (Arne Eriksen ermittelt)

Sehr empfehlenswert!

Love2Play

Death Call - Er bringt den Tod

Wie erwartet ... spannend bis zum Schluss.

Popi

Du sollst nicht leben

Nicht eines der Besten

HexeLilli

Die Fährte des Wolfes

Es ist "nur" ein solider Krimi ohne WOW-Effekt

Lesewunder

Geständnisse

Ein sehr spannendes Buch, das mit einem Knall endet, den ich nicht erwartet habe.

sabzz

Mord im Cottage: Ein Krimi mit Katze

Gut geeignet für den Sommer aber ohne das gewisse Etwas

buchernarr

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Social Rating

    Social Rating
    Lavendel_Julia

    Lavendel_Julia

    12. February 2017 um 11:35

    Inhalt: Welche ethischen Entscheidungskriterien müssen dem Auto der Zukunft für unvermeidbare Unfälle in der Programmierung hinterlegt werden? Spielt der Mensch Gott? Welche Folgen wird das für uns alle haben? Software - Entwickler Jeff Rodgers, findiger Kopf einer völlig neuen Technologie, bringt diese Frage in jeder Hinsicht ans Limit. Dabei bringt er sich und seine Familie in extreme Gefahr. Wird er bestehen im Kampf gegen die Menschenverachtende Lobby einer weltweiten aufstrebenden Industrie? Eine beispiellose Hetzjagd nimmt ihren Lauf. Ich fand die Geschichte sehr langweilig ich konnte es mir einfach nicht Bildlich vorstellen. Es hat sich auch sehr in die Länge gezogen und wurde sehr schnell uninteressant. Bei diesem Buch fehlen die Emotionen und die passenden Charakter. Die Handlung war auch nicht so gut am Anfang kam eher nichts mit selbst fahrenden Autos.  Und auch im Rest vom Buch fand ich die Geschichte nicht passend. Ich würde vom Kauf abraten. Taschenbuch Preis: 13,50 Euro Seitananzahl: 215

    Mehr
  • Ein packender Thriller - welches Social Rating habe ich?

    Social Rating
    BrinaStein

    BrinaStein

    10. February 2017 um 07:59

  • Dieser Thriller wirft ethische Fragen auf, die man so schnell nicht vergisst

    Social Rating
    Nachtschattenpflanze

    Nachtschattenpflanze

    07. January 2017 um 17:41

    Der talentierte und überaus intelligente Programmierer Jeff hat schon früh entdeckt, dass die Welt der Computer ungeahnte Möglichkeiten bietet. Er entwickelt Programme für selbstfahrende Autos, und was erstmal gar nicht so ungewöhnlich klingt, wirft schwierige Fragen auf: Wie genau soll das Auto reagieren, wenn sich ein Unfall nicht vermeiden lässt? Wen überfährt es im Zweifelsfall, den einflussreichen Politiker oder den armen Familienvater von drei Kindern? Was anfangs nach einer spannenden Herausforderung für Jeff aussieht, entwickelt sich schnell zu einem großen Problem, bei dem er an seine moralischen Grenzen stößt. Die Chance auszusteigen wird ihm jedoch verwehrt, als sich die CIA einschaltet. Spätestens jetzt ist sein Leben sowie das seiner Familie völlig unter Kontrolle, und auch wenn es ihm gar nicht bewusst ist: Freie Entscheidungen trifft er schon lange nicht mehr. Als dann noch sogenannte Social-Rating-Chips eingeführt werden, wird die Sache für ihn noch komplizierter. Diese werden nach und nach der gesamten Bevölkerung unter die Haut gepflanzt, ohne dass diese wissen, was genaus dahinter steckt. So lassen sich alle Menschen katalogisieren und nach Wichtigkeit und Staatsinteresse bewerten. Eine gruselige Vorstellung, nicht nur für mich als Leser. Das Thema des Buches hat mich sehr fasziniert, und hier hat die Autorin auch ganze Recherearbeit geleistet. So utopisch ihre Ideen auch auf den ersten Blick erscheinen, ganz abwegig sind sie in unserer schon jetzt fortgeschritten digitalisierten Welt nicht, und die Fragen die sich hier stellen, werden vielleicht auch irgendwann mal reale Philosophen und Politiker beschäftigen. Noch erschreckender als das Thema der selbstfahrenden Autos finde ich hierbei die implantierten Chips, bzw. das daraus resultierende Bewertungssystem der Menschheit. Hoffentlich kommt es niemals soweit, dass wir wirklich in ein Rankingsystem einsortiert werden. Nicht nur die Geschichte dieses Buches ist innovativ, auch ihre Gestaltung. Als das Ganze nämlich eigentlich schon zu einem Ende gefunden zu haben scheint, erfolgt noch einmal ein kompletter Perspektivenwechsel, der andere Sichtweisen aufzeigt. Dies mochte ich sehr. Trotzdem gibt es leider einen Punkt, der mir überhaupt nicht gefallen hat: Das Ende. Es lässt viele Fragen offen und knüpft auch nicht wirklich an den Prolog an. Dafür wird gleich auf den zweiten Band verwiesen, und dies finde ich sehr schade. Das Buch ist nicht so lang, dass man es in zwei Teile hätte splitten müssen, will man aber das Ende der kompletten Geschichte erfahren, kommt man um Band zwei nicht herum. Bei den Protagonisten hatte ich anfangs Schwierigkeiten, sie kennenzulernen, die Autorin springt hier manchmal ziemlich schnell hin und her. Nach einiger Zeit hatte ich mich jedoch eingelesen und dem weiteren Lesevergnügen stand nichts mehr im Weg. Die Beziehungen der Figuren untereinander sind eigenwillig, ich finde dies aber hier ganz passend. Jeff als Protagonist ist eben kein ganz gewöhnliche Mann von nebenan und die CIA-Agenten schon gar nicht. Da sind ein paar Macken und Besonderheiten sogar wünschenswert, was die Autorin gut gelöst hat. Natürlich gibt es auch Tote, denn auch wenn es makaber und vielleicht bösartig klingt: Von einem Thriller erwarte ich das, gerade das Lebensdrohende macht ja oft die Spannung aus. Und auch wenn leider Menschen sterben, die völlig unschuldig sind, hat die Autorin hier in meinen Augen alles richtig gemacht. Der Schreibstil ist angenehm und professionell, das Buch ließ sich zügig lesen und es gab keine schwierigen Stolperfallen. Zusammenfassend kann ich das Buch mit ruhigem Gewissen empfehlen, insbesondere Thrillerleser, die mal etwas ganz Anderes mögen, sind hier gut aufgehoben.

    Mehr
  • Für jeden etwas dabei

    Social Rating
    VanessaSommer

    VanessaSommer

    06. January 2017 um 21:54

    Ich habe das Buch in nur wenigen Tagen gelesen. Man könnte regelrecht sagen, dass ich es verschlungen habe. In dem Buch "Social Rating" ist wirklich für fast jeden etwas dabei, denn normalerweise sind es die Geschmäcker, die einem sagen "dieses Buch würde ich gerne lesen" oder "dieses Buch ist nichts für mich". Doch hier ist egal ob technisch Interessierte, Familienhelden oder die, die an die große Liebe glauben das Buch zur Hand nehmen. Denn jeder wird sich in dem Buch wiederfinden und sich nach wenigen Seiten in das Buch verlieben. Jeff "verrennt" sich in seinem eigenen Leben, da er immer komplexere und grundlegend falsche Sachen programmieren soll. Jeff sieht das genauso und verneint diesen Auftrag. Doch wofür wird er sich entscheiden, wenn es droht das für ihn einzig wichtige in seinem Leben, seine Familie, zu zerstören? Ein Thriller, der einem so nah ans Herz geht. Großes Lob an die Autorin und eine Lese-Empfehlung an alle.

    Mehr
  • Faszinierende und beängstigende Zukunftsvision

    Social Rating
    Buecherheike

    Buecherheike

    05. January 2017 um 21:45

    Ich habe mich sehr auf diese Geschichte gefreut, aber warum hat mir keiner gesagt, dass es einen 2. Teil gibt. (Böse eine bestimmte Autorin anblick) Anfangs empfand ich das Vorgeplänkel als sehr verwirrend und auch langatmig. Aber je mehr ich in die Geschichte eingetaucht bin, um so dankbarer war ich für das Vorgeplänkel. War der erste Teil der Geschichte noch sehr ruhig, manchmal etwas langatmig und verwirrend, nahm sie im zweiten Teil so richtig Fahrt auf. Es ging Schlag auf Schlag. Die Ereignisse wurden immer bedrohlicher, die Akteure immer verzweifelter und dann? Dann endet die Geschichte mit einem Knall... Und jetzt war ich wieder froh über das Vorgeplänkel. Sonst hätte ich mich verzweifelt von der Couch stürzen müssen. Christiane Landgraf hat hier ein sehr aktuelles Thema zu einer faszinierenden Geschichte verarbeitet. Sie schreibt über die menschlichen Schwächen, über die Abgründe des menschlichen Geistes, aber auch über Liebe, Freundschaft, Integrität und über den Willen zu überleben und trotzdem das richtige zu tun. Das Thema selbst hat mich nachdenklich gemacht. Wir vernetzen uns, geben immer mehr von uns Preis und versprechen uns Erleichterung im täglichen Leben. Das ruft Gegner auf den Plan, die die negativen Seiten aufzählen und manchmal auch Stimmung machen. Genauso wie die Befürworter, die auch ihre eigenen Ziele verfolgen. Es gibt aber auch Menschen, die die Möglichkeiten für ihre eigenen miesen Zwecke nutzen wollen.Mein Fazit dazu ist: Nicht die Datensammler sind das Problem, nicht die sozialen Netzwerke, nicht die technischen Möglichkeiten. Das Problem ist der Mensch selbst. Erst er macht aus einer guten Entwicklung etwas schlechtes.

    Mehr
  • Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt

    Social Rating
    Buchherz13

    Buchherz13

    16. December 2016 um 18:25

    Schon in seiner Jugend entdeckt Jeff sein Talent für Informatik und durch seinen Onkel kommt er gleichzeitig mit der Automobilindustrie in Kontakt. Schnell erweckt dies in Jeff den Wunsch selbstfahrende Autos in Serienreife zu entwickeln. Der geniale und ehrgeizige junge Mann absolviert sein Informatikstudium mit Bravour und die Automobilindustrie reißt sich förmlich um ihn.Als Jeffs Arbeit immer weiter voran schreitet wird er mit der Frage konfrontiert, wie man der künstlichen Intelligenz in den Autos Moral beibringt. Denn wie sollen die selbstfahrenden Autos im Fall von unvermeidbaren Unfällen reagieren? Jeff soll die Autos so programmieren, dass der "bestmögliche" Verlauf gewählt wird. Aber was ist der bestmöglichste Verlauf, wer soll getötet werden und wer darf überleben?Diese Frage treibt Jeff an den Abgrund seiner eigenen moralischen Vorstellung und stürzt ihn in eine schwere Krise. Seine Bosse lassen ihn jedoch nicht so einfach davon kommen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel beginnt, damit Jeff seine Arbeit vollendet. Wie viel muss Jeff erleiden und kann er jemals wirklich frei sein?Meine MeinungSocial Rating von Christiane Landgraf ist ein packender Thriller, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat und mich auch lange Zeit nach der Lektüre noch beschäftigt hat. Das Buch ist in einem angenehm leichten und sehr verständlichen Schreibstil geschrieben. Die Autorin schafft es so die technischen Informationen für technikahnungslose, wie mich, verständlich zu präsentieren.Vor allem am Anfang wird die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt und springt oft hin und her. Das hat bei mir anfangs für einige Verwirrung gesorgt, da auch der Hauptcharakter Jeff erst relativ spät in der Handlung das erste Mal auftritt. Aber nach ein paar Seiten stabilisiert sich die Geschichte und wird hauptsächlich von Jeff erzählt.Das Buch handelt nicht nur über selbstfahrende Autos sondern auch über gechippte Menschen. Beides Themen die einerseits sehr erschreckend, aber in unserer Zukunft höchstwahrscheinlich realisiert werden. In ihrem Buch wirft die Autorin dabei Fragen nach den moralischen Konsequenzen dieser praktischen technischen Neuerungen auf. Welchen Einfluss werden diese Entwicklungen auf unser Leben haben, wie wird mit unsere Big Data Informationen umgegangen und was bedeutet das Leben des Einzelnen noch, in einer Welt die nur auf Nutzen ausgerichtet ist?Jeff ist ein sympathischer Charakter, mit dem man sich leicht identifizieren kann. Schnell habe ich mit ihm mitgefiebert und mitgefühlt bei der Suche nach einer richtigen Lösung für sein moralisches Dilemma.Die Handlung spitzt sich immer weiter zu und die Spannung steigt bis zu einem nervenaufreibenden Finale an. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und macht neugierig auf den zweiten Teil "Social Hideaway". FazitSocial Rating von Christiane Landgraf ist ein sehr packender Thriller, der im Handlungsverlauf immer mehr Spannung aufbaut, die sich in einem unglaublichen Finale entlädt. Die Geschichte handelt über die moralischen Konsequenzen und Fragen zu technischen Neuerungen wie selbstfahrenden Autos oder gechippten Menschen, die ihre gesundheitlichen Daten freiwillig den Krankenkassen und Datenbänken zur Verfügung stellen. Das Thema interessiert mich persönlich sehr und nach der Lektüre des Thrillers haben mich die dort aufgeworfenen Probleme noch weiter stark beschäftigt. Eine begeisterte Buchempfehlung für alle Thriller-Fans, die gerne zum Nachdenken über unsere gläserne Zukunft angeregt werden wollen.

    Mehr
  • Selbstfahrende Autos und implantierte Chips

    Social Rating
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    13. December 2016 um 19:45

    Mit seinem herausragenden Talent zieht Jeff Rodgers schon in frühen Jahren die Aufmerksamkeit der CIA auf sich. So sind die vielen glücklichen Fügungen in seinem Leben inszeniert, um Jeff zu steuern und um ihn für die „richtigen“ Leute arbeiten zu lassen. Die Programmierung von selbstfahrenden Autos und den in jedem Menschen implantieren Chip fallen in Jeffs Aufgabengebiet. So muss er schwierige Entscheidungen treffen und zwischen Moral und dem Glück seiner Familie balancieren. Selbstfahrende Autos sind der Realität bereits heute sehr nahe. Die Zeit zum Pendeln in die Arbeit beispielsweise könnte so sinnvoller genutzt werden. Aber auch lange Urlaubsfahrten mit Kindern könnten mit selbstfahrenden Autos wesentlich unterhaltsamer gestaltet werden. Christiane Landgraf zeigt neben diesen schönen Seiten der selbstfahrenden Autos auch die potentiellen negativen Konsequenzen auf. Dabei stellt sie viele ungeklärt Fragen rund um die Moral und die gottesähnliche Macht, die den Programmieren in die Hand gelegt wird. Schließlich entscheiden sie mit komplizierten Algorithmen in Unfallsituationen über Leben und Tod. Die zweite angeschnittene Thematik sind implantierte Chips, die nicht nur Gesundheitsdaten sondern sämtliche relevante Daten rund um eine Person, wie beispielsweise Finanzdaten, speichern. Automatisierte Vorsorgeuntersuchungen, die bei einer Verweigerung zu erhöhten Versicherungsbeiträgen führen, sind nur eine mögliche Folge der gefährlichen Chips. Denn am Ende des Tages könnten mit derartigen Chips der Wert eines Menschen errechnet werden. So wäre ein alter oder kranker Mensch weniger wert sein ein gesunder Zwanzigjähriger. Intensiv werden zu Beginn des Buches die einzelnen Charaktere vorgestellt. Der Leser erhält ein sehr umfassendes Bild über die beteiligten Personen. Die Gefühle aber auch Entwicklungen und Lebenswege werden gezeigt, um so die Handlungen bzw. Entscheidungen besser nachvollziehen zu können. Dies führt jedoch dazu, dass beinahe die erste Hälfe des Buches die Einführung der Charaktere stattfindet. Dieser gründliche Aufbau lässt die Vermutung aufkeimen, dass „Social Rating“ nicht nach einem Band abgeschlossen ist. Leider kommen für meinen Geschmack dabei die selbstfahrenden Autos etwas zu kurz. Christiane Landgraf hat sehr gut recherchiert und stellt ihre Zukunftsszenarien logisch dar. Umso trauriger, dass dann die Einführung der Charakter so viel Platz einnimmt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein ungeschriebenes Gesetz für jeden guten Thriller eine Sexszene verlangt. Dabei werden diese oft an ungünstigen Stellen hineingeflickt. Nach dem „Shades of Grey“-Hype muss dann auch alles noch sehr detailliert dargestellt werden. Christiane Landgraf stellt die von Leidenschaft und Lust dominierte Beziehung zwischen Tracy und Mike sehr gekonnt dar. Lediglich die Sexszenen zu Anfang ihrer Beziehung sind etwas zu lange und wären mit weniger Details reizvoller. Die Spannung wäre durch ein zurückziehen im richtigen Moment spürbarer als das voyeuristische mit ins Bett steigen gewesen. Christiane Landgraf zeigt in einem spannenden Cyber-Thriller deutlich die Gefahren auf, die selbstfahrende Autos, aber auch implantierte Chips haben können. Dabei merkt man die gute Recherchearbeit, die hinter „Social Rating“ steckt. Die sehr lange Einführung der Charakter lässt weitere Bände vermuten. Dadurch keimt auch die Hoffnung auf, dass sich die zukünftigen Bände mehr mit der Technik und ihren Auswirkungen beschäftigen. Denn leider ist das Buch zu Ende als Christiane Landgraf so richtig in Fahrt kommt und beginnt alle Elemente auszuspielen die ein guter Cyber-Thriller benötigt.

    Mehr
  • Social Rating

    Social Rating
    angeltearz

    angeltearz

    07. December 2016 um 18:32

    Was ist wenn ein einzelner Mann Gott spielt bzw. Gott spielen muss? Wenn sein eigenes Gewissen dem aber nicht mitmacht. Verständlicher Weise!Es ist wirklich bedenklich, wenn man das so liest. Selbstfahrende Autos sind mir schon immer etwas suspekt, aber das Buch macht es nicht gerade besser. Das ist jetzt nicht negativ gemeint! Aber die Autorin zeigt in diesem Buch schon, was passieren könnte. Ein Roboter oder eher eine Maschine ist eben nur so gut, wie er programmiert wurde.Wir erfahren in diesem Buch wirklich sehr viel über die Charaktere. Die Autorin holt sehr aus, um die Geschichte der einzelnen Charaktere zu erzählen. Hört sich jetzt vielleicht etwas lang an, aber wenn die das nicht gemacht hätte, hätte ich kein Gefühl für die Charaktere bekommen.Die Ereignisse überschlagen sich nachher so rasant, dass man nur mitkommt, wenn man die Charaktere kennengelernt hat. Ich finde das hat die Autorin einfach toll gelöscht.Es ist ein Thriller, aber nicht in dem Sinne von "wir suchen einen Mörder", sondern es geschehen Dinge, die immer im Zusammenhang mit den selbstfahrenden Autos und den implantierten Chips stehen. Es ist wirklich krass zu lesen.Es ist ein Thriller einer ganz anderen Art, die ich bisher so noch nicht gelesen habe. Aber es gefällt mir wirklich gut. Das Ende war mir allerdings etwas zu schnell da.Auch waren mit die Kapitelwechsel machmal etwas zu schnell. Da die Charaktere etwas verwirrend sind oder mir mal ein Name bekannt vor kam, musste ich erstmal wieder nach vorne blättern und nachschauen. Man muss schon mitdenken.Letztendlich war die Geschichte aber schlüssig.Das ganze Buch regt zum Nachdenken an! Finde ich gut gemacht, deswegen eine dicke Empfehlung von mir.Das Cover: Das Cover sticht auf jeden Fall raus. Mir schon fast etwas zu schrill.Fazit: Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt. Teilweise etwas verwirrend, aber letztendlich schlüssig.

    Mehr