Christiane Lind Das Haus auf der Blumeninsel

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Inhaltsangabe zu „Das Haus auf der Blumeninsel“ von Christiane Lind

Die junge Laura flieht vor ihren Erinnerungen nach Madeira in das Haus am Leuchtturm, das ihrer Familie gehört. Wie ihre Vorfahrin, die Blumenmalerin, verfällt auch sie sofort dem Zauber der Insel. Auf der Suche nach weiteren Blumenbildern findet Laura Briefe, in denen eine Mutter ihrer Tochter ihre Liebe offenbart. Ihre Nachforschungen führen Laura in die Zeit zwischen den Weltkriegen und zu zwei Schwestern, die denselben Mann geliebt haben. Eine von ihnen traf eine folgenschwere Entscheidung, deren Spuren Laura auch heute noch begegnet. Doch welche Verbindung haben sie zu ihrem eigenen Leben?

Ein interessanter Roman über ein generationenübergreifendes Familiengeheimnis - eine Geschichte voller Intrigen und Schicksalschläge.

— tinstamp
tinstamp

Frauenschicksale über 3 Generationen. Manchmal etwas konstruiert wirkend, aber liest sich gut weg.

— schmoeker-rike
schmoeker-rike

Familiengeschichte über mehrere Generationen. Laura und ihre Großtante Grace entdecken ein altes Familiengeheimnis. Sehr berührender Roman

— Susanne_Boeckle
Susanne_Boeckle

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Der Schreibstil ist erklassig, die Handlung aber erwartbar und die Entwicklung zunehmend unsympathisch.

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  • eBook Kommentar zu Das Haus auf der Blumeninsel von Christiane Lind

    Das Haus auf der Blumeninsel
    gisela chlupka

    gisela chlupka

    via eBook 'Das Haus auf der Blumeninsel'

    Schade,das dieses tolle Buch vorbei ist. Es ist eine sehr schöne und spannende Geschichte.

    • 5
  • Das Haus der trauernden Frauen

    Das Haus auf der Blumeninsel
    tinstamp

    tinstamp

    Darum geht's: Laura flieht nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Fabian in die Einsamkeit, auf die Insel Madeira. Dort befindet sich schon seit Generationen ein kleines Häuschen am Leuchtturm, das urspünglich Lauras Vorfahrin Amalia gehörte. Sie war eine begnadete Blumenmalerin und Laura liebt ihr wunderschönen Zeichnungen, die in einem Buch über die Blumen Madeiras veröffentlicht wurden. Als ihre Großtante Grace unerwartet bei Laura in Amalias schmucken Häuschen auftaucht und Laura eine Kassette mit Briefen Amalias an ihre ungeborene Tochter findet, beschließen die beiden Frauen mehr über die geheimnisvolle Frau zu erfahren, die in ihrer Familienchronik kaum erwähnt wird... Meine Meinung: "Das Haus auf der Blumeninsel" spielt teilweise, wie uns der Titel schön verrät, auf der portugiesischen Mittelmeerinsel Madeira, und in Cornwall, England. Der Roman besteht aus drei Zeitebenen und ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Probleme mit den Zeitsprüngen hatte. Obwohl ich oft Bücher (meistens Familiensagen) mit zwei Zeitebenen lese, waren die Jahre in der Vergangenheit, die den Leser in die 20-iger und in die 50-iger Jahre des letzten Jahrhunderts führte, manchmal etwas unübersichtlich. Vorallem, als dann auch noch Teile kurz nach dem zweiten Weltkrieg spielten. So musste ich sehr oft überlegen, zu welchem Zeitpunkt ich mich gerade befand, wenn sich die Handlung um dieselbe Hauptprotagonistin drehte! Hier wäre vielleicht ein kleiner Familienstammbaum am Anfang des Romans hilfreich gewesen. Mit der Zeit wurde es besser und die Teile in der Gegenwart brachten ebenfalls ein wenig Licht ins Dunkel. Im Prolog lernen wir die Blumenmalerin Amalia kennen. Sie ist zu Beginn noch eine junge und unerfahrene Frau und schreibt hochschwanger Briefe an ihre zukünftige Tochter. Sie fürchtet um ihr Kind und man spürt direkt das Unheil, das über ihr schwebt. Nicht umsonst nennen die Einwohner der Insel auch später noch das Häuschen am Leuchtturm "Das Haus der traurigen Frauen". Bevor sie jedoch in diese Situation kommt, wächst Amalia als älteste Tochter Lord Percys, dem Gutsbesitzer von Tristyans Manor in Cornwall auf. Ihre Mutter starb bei der Geburt und ihr Vater heiratete daraufhin Lady Norah, die Schwester seiner verstorbenen Frau. Bei ihrem gemeinsames Kind, Bethany, findet man schon in jungen Jahren die Charaktereigenschaften, die sie am besten beschreiben: kalt, rücksichtlos, egoistisch und grausam. So hat es Amalia nicht leicht, denn Bethany setzt alles daran Amalia in allem auszustechen und ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Fäden, die sie spinnt, ziehen sich über die ganzen 480 Seiten und zerstören einige Leben aus Tristyans Manor. Als Leser taucht man in die noch etwas steife Welt des englischen Adels zur Jahrhundertwende ein, wo Neuerungen und das Moderne, der Aufschwung und vorallem die gesellschaftlichen Umbrüche noch nicht angekommen sind. Das Festhalten an Traditionen und den Gesellschaftsschichten ist wichtiger als jedes Gefühl. In der Gegenwart versuchen Laura und Grace die Machenschaften ihrer Verwandten aufzudecken und stoßen auf Unglaubliches. Alle Frauen, die einst im Haus der traurigen Frauen wohnten, erlebten furchtbare Tragödien. Dies ließ mich immer wieder fragen, was die Autorin hier noch für Schicksalschläge geplant hat und was den armen Protagonistinnen noch so blühen wird.... Trotzdem sind die weiblichen Charaktere des Romans allesamt starke Frauen, auch wenn sie anfangs etwas unsicher oder unselbstständig erscheinen.  Jede von ihnen geht ihren Weg, lässt sich - soweit es möglich ist - nicht von Schicksalsschlägen aufhalten und findet zu sich selbst.  Trotz der anfangs verwirrenden Zeitebenen lässt sich der Roman wunderbar lesen und kaum eingetaucht, findet man so schnell nicht wieder aus dieser Geschichte heraus.  Schreibstil: Der Roman lässt sich - bis auf die Probleme mit den vielen Zeitsträngen - sehr flüssig lesen. Die landschaftlichen Beschreibungen der Blumeninsel Madeira, sowie des Landgutes in Cornwall, fand ich atmosphärisch gelungen und sehr bildhaft. Auch die Charaktere mit ihren guten und schlechten Seiten waren sehr gut gezeichnet, authentisch und lebendig. Einzig Mathhew blieb mit fremd und konnte auch nicht meine Sympathie erringen. Zu viel waren mir auch die vielen Schicksalsschläge, die unsere Protagonistinnen erleiden mussten. Fazit: Ein interessanter Roman über ein generationenübergreifendes Familiengeheimnis -  eine Geschichte voller Intrigen und Schicksalschläge. Für Fans von Familiensagen.

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    • 3
  • Bethanys Gemeinheiten

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Lerchie

    Lerchie

    Madeira 1929. Amelia wusste, dass ihre Mutter und ihre Schwester auf Madeira angekommen waren. Sie wollten, dass sie das Kind weggab, nachdem es geboren war.  Bisher hatten Mutter und jüngere Schwester immer gesiegt, aber diesmal sollte es nicht so sein, so beschloss Amelia. Sie würde ihr Kind nicht hergeben… Norah war die zweite Frau von Amelias Vater und die Schwester ihrer leiblichen Mutter. Bethany war Amelias jüngere Schwester und Norahs Tochter und sie hatte immer Recht bekommen. Wenn irgendetwas war, immer war Amelia daran schuld. Und manche Beschuldigungen Bethanys zerstörten Leben… Auch nahm sie sich, was sie wollte, auch wenn sie ihre Schwester damit verletzte, im Gegenteil, gerade das passte ihr… Cornwall 1956. Emma war mit ihrer Tochter Grace nach Tristyans Manor, Cornwall, zurückgekehrt. Und sie bat sie, brav zu sein, denn bald würde sie ihrer Großmutter Bethany gegenüber stehen. Es kostete Grace viel Kraft, ihrer Großmutter zu genügen. Und dann verschwand Emma plötzlich… Deutschland 2012 Laura hatte einen Verlust zu verarbeiten. Fabian, ihr Mann,  war ums Leben gekommen. Das Ganze hatte sie noch nicht verschmerzt. Und so beschloss sie, für einige Zeit nach Madeira zu gehen, und in dem Haus einer entfernten Verwandten zu leben.  Sie nahm das Buch ‚Die Blumen Madeiras‘ mit, das von Amelia Woolf geschrieben und illustriert worden war. In Madeira fand Laura eine neue Liebe…. Was ist mir Amelias Kind passiert? Konnte sie es vor dem Zugriff ihrer Stiefmutter und Stiefschwester retten? Warum musste Amelia immer Bethanys Unarten ausbaden? Welche Beschuldigungen machte Bethany, die Leben zerstörte? Was hat Behtany ihrer Stiefschwester genommen?  Wieso ist Emma plötzlich verschwunden? War der Mann, den Laura in Madeira kennen gelernt hatte, der Richtige für sie? Alle diese Fragen und noch viel mehr, werden in diesem Buch beantwortet. Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, was etwas verwirrend ist. Jedoch hatte ich mich bald in diese Stränge hineingefunden und konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Das Buch hat mich sehr berührt, und Bethany mochte ich wegen ihrer Gehässigkeiten überhaupt nicht. Amelia tat mir leid und auch Emma und Grace, die alle unter Bethany litten. Das Buch war von Anfang an spannend und blieb es auch bis zum Ende. Es hat mir sehr gut gefallen.  

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    • 2
  • Hat nicht wirklich überzeugt ...

    Das Haus auf der Blumeninsel
    engineerwife

    engineerwife

    15. July 2015 um 15:56

    Bei diesem Buch musste ich erst mal im Netz nach anderen Rezensionen suchen um zu sehen, ob es vielleicht nur mir soging, Gott sei Dank nicht. Ich persönlich fand diesen Roman ziemlich wirr und doch auch recht konstruiert. Er spielt auf verschiedenen Zeitebenen, was mir an sich gut gefällt. Hier springt die Autorin jedoch ohne große Erklärung von der Gegenwart in die späten zwanziger Jahre, weiter in die Zeit um den zweiten Weltkrieg um dann in den 50er Jahren zu landen. Jedes Mal musste ich mir neu überlegen, von welcher Generation die Rede war. Mit vielen Irrungen und Wirrungen klären sich zum Schluss die Familienverhältnisse auf, haben mich aber etwas unbefriedigt zurück gelassen. Besorgt hatte ich mir das Buch, da ich letzten Herbst einen wunderschönen Urlaub auf Madeira verbrachte. Im Buch wird jedoch von Madeira sehr wenig geschrieben, der Großteil der Handlung findet ohnehin in England statt. Für mich persönlich leider eine Enttäuschung.

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  • Bewegende Familiengeschichte über mehrere Generationen

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Susanne_Boeckle

    Susanne_Boeckle

    07. October 2013 um 16:40

    Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes zieht sich Laura Hals über Kopf auf die Blumeninsel Madeira zurück, in das Haus am Leuchtturm, das ihrer Großtante Grace gehört. Durch Zufall findet sie alte Briefe, die ihre Vorfahrin Amelia an ihre ungeborene Tochter geschrieben hatte. Amelie hat sich in ihrer Zeit auf Madeira den Blumen der Insel gewidmet und eindrucksvolle Zeichnungen in einem Buch festgehalten, das Laura sehr liebt. Das Schicksal Amelias lässt Laura nicht mehr los. Als ihre Großtante in dem Haus auf Madeira auftaucht, beginnen die beiden Frauen Nachforschungen anzustellen und so entblättern die beiden nach und nach die tragische Familiengeschichte, die ihre Vorfahrin Amelia von dem Landsitz Tristyans Manor in Cornwall nach Madeira führte. Aber auch Graces und Lauras eigenes Schicksal bleibt davon nicht unberührt. Mein Fazit: "Das Haus auf der Blumeninsel" ist der zweite Roman, den ich von Christiane Lind gelesen habe und auch dieses Buch hat mich wieder begeistert, vor allem von seiner Tiefe, mit der die Autorin in die Geschichte und das Schicksal ihrer weiblichen Protagonistinnen eintaucht. Während des Lesens habe ich ständig mitgefiebert und gemutmaßt, was wohl mit Amelia und ihrem Kind geschehen ist. Die Handlung springt zwischen den verschiedenen Personen hin und her, mal in der Gegenwart, dann wieder in der Vergangenheit. So lernt man die Familiengeschichte Stück für Stück kennen. Da ich selbst ein Fan der Insel Madeira bin und schon zweimal dort war, habe ich mich sehr auf die Landschaftsbeschreibungen gefreut, die ich sehr gelungen finde, vor allem von Funchal, der Hauptstadt. "Das Haus auf der Blumeninsel" ist ein wirklich bewegendes Buch, mit viel Gefühl erzählt, aber auch so fesselnd, um es nicht mehr aus der Hand zu legen.

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  • Eine Entscheidung - viele Schicksale

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    04. September 2013 um 08:33

    Als Lauras Mann stirbt, stirbt auch sie innerlich. Sie kann ihn und die Zeit mit ihm nicht vergessen und fällt in ein tiefes Loch, aus dem ihre Schwester versucht, sie herauszuziehen.Letztendlich gibt sie nach und geht für eine Weile nach Madeira, wo ihre Großtante Grace ein Haus am Leuchtturm besitzt.In dem alten Haus findet sie Briefe, die schon sehr alt sind. Briefe, die eine Amelia an ihre ungeborene Tochter geschrieben hat, Briefe, die ans Herz gehen.Kann es die Amelia sein, die seinerzeit ein Buch mit selbstgezeichneten Blumen herausgebracht hat, die man die Blumenmalerin genannt hat?Dieses Buch war der Anlass für Lauras Liebe zu Blumen und zum Garten.Die Neugierde ist erwacht, aber wird es ihr gelingen, nach 80 Jahren die Geheimnisse, die es um Amelia gibt, zu lüften? … Die Geschichte beginnt 1929, als Amelia die Briefe an ihre ungeborene Tochter schreibt.Ihre Schwester Bethany hat ihr ihre Liebe genommen, ihren Liebsten Zachary, und ihn geheiratet, obwohl sie wusste, dass Amelia von ihm schwanger war.Bethany war ein Kind, das alles beanspruchte, was Amelia gehörte. Da ihr niemand gewachsen war, bekam sie auch all ihren Willen erfüllt. Sie log und denunzierte erfolgreich, sie kam damit immer durch. Als dann Bethany eines Tages eine nicht wiedergutzumachende Entscheidung trifft, zerstört sie das Leben vieler nachhaltig. Durch die gefundenen Briefe und Erinnerungen wechselt die Geschichte abwechselnd durch die Zeiten der damaligen und der folgenden Generationen. Man liest von unglücklichen, aber auch starken Frauen der Familie, mögen sie Amelia, Emma, Grace oder auch Laura heißen. Keine von ihnen hatte es leicht, aber alle waren oder sind stark und zur Liebe bereit.Jede dieser Frauen ist ein starker Sympathieträger und ich als Leser habe mit ihnen gelebt, geliebt und gelitten. Nicht eine dieser Frauen hat aufgegeben, manchmal war nur der Tod stärker. Die Hoffnung hatte sie nie verlassen. So nach und nach wird auch das ganze Ausmaß sichtbar, das Bethanys Entscheidung als Urspung hatte. Die Auswirkungen gehen bis in die heutige Zeit und noch immer gibt es jemanden, der darunter leidet. Anfangs hatte ich ein paar Probleme beim Herstellen der Zusammenhänge durch das Wechseln der Zeiten und den vielen Namen. Nachdem ich mich eingelesen und die Zuordnung der Personen hergestellt hatte, war das kein Problem mehr. Schließlich muss man die Protagonisten ja irgendwann kennenlernen. Ein wunderbar geschriebenes Buch, das mich meine Umwelt während der Lektüre hat vergessen lassen. Ich lebte durch die Zeiten und war fassungslos über die neidische Boshaftigkeit einer Frau, die das Leben vieler zerstört hatte, die ihr Leben lang nicht einmal auf die Gefühle anderer Rücksicht genommen hat. Die Bücher, in denen die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft ist und letztendlich eine Einheit bildet, sind meine bevorzugte Lektüre.Das hier ist so ein Buch. Ein Buch voller Liebe, Leid, Hoffnungen, Sehnsüchte, aber auch Bösartigkeit, das ich nicht aus der Hand legen konnte.Auch ist es der Autorin gelungen, die Schönheit der Insel Madeira dem Leser bildlich nahezubringen.Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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  • Ein Familienepos voller Intrigen

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Tialda

    Tialda

    29. August 2013 um 22:21

    Rezension: Eigentlich sprechen mich Bücher mit der Aufmachung von Christiane Linds “Das Haus auf der Blumeninsel” nicht wirklich an und ich habe das Buch nur gelesen, da ich bisher immer positiv überrascht von den Werken der Autorin war – so auch dieses Mal. Christiane Lind ließ in den Roman, der zum Teil auf der Blumensinsel Madeira und zum Teil in Cornwall spielt, ihre eigenen Reiseerfahrungen einfließen, was einem die Orte erscheinen lässt, als wäre man selbst bereits dort gewesen. Linds Art zu beschreiben, versehen mit verschiedenen Infos über die Gegenden lässt die Orte auf den Leser richtig lebendig wirken Genauso verhält es sich mit den Charakteren. Obwohl der Roman in der dritten Person geschrieben ist, beginnt man schnell, die verschiedenen Personen zu mögen oder aber auch zu hassen und findet heraus, welcher Typ Mensch sich jeweils dahinter verbirgt. In “Das Haus auf der Blumeninsel” gibt es mehrere Protagonisten – nämlich jeweils die Frauen verschiedener Generationen der Familie um die es geht. Im Endeffekt zeigt die Geschichte drei verschiedene Zeiträume und somit auch Generationen. Die Älteste bezieht sich auf die 1920er Jahre, in denen Amelia, unverheiratet aber schwanger, nach Madeira verfrachtet wird, damit niemand von der Familienschande erfährt. Bereits hier nimmt das Ungeheuerliche seinen Lauf: Amelias Stiefmutter, Lady Norah, plant für ihre leibliche Tochter Bethany etwas, in dem Amelias Tochter eine große Rolle spielen wird. Diese Intrige wirkt sich später in den 1950er Jahren auf Amelias Enkeltochter aus und so wird das Unglück immer weitergegeben. Mir haben diese historischen Anteile der Geschichte besonders gut gefallen – denn die Szenen die in den 20ern und den 50ern spielen, wurden von der Autorin zeitgemäß wiedergegeben und lassen die Unterschiede vor allem im Vergleich zu den Szenen der Gegenwart, die 2012 spielen, auffallen. 2012 geht es übrigens um Laura, die nach einem Tiefschlag in Sachen Ehe ins Ferienhaus der Familie nach Madeira flüchtet, dort durch Zufall auf Amelias Spuren stößt und beginnt das Rätsel ihrer Familie zu lösen. Das einzige Manko an dem Buch war für mich, dass man mit den vielen verschiedenen Frauennamen leicht durcheinanderkommt, da außer Amelia keine einen besonders einprägsamen Namen besitzt. Im Anhang befindet sich übrigens noch ein kurzer Absatz darüber, welche Ereignisse in der Geschichte wirklich stattfanden und außerdem noch ein Blühkalender der Insel Madeira. Für jeden Monat gibt es eine kleine Aufzählung der Blumen, die zu diesem Zeitpunkt bewundert werden können. Fazit: Eine Familiengeschichte voller durch Intrigen verursachtes Leid mit historischen Szenen. Perfekt für Fans von Familienepen und historischen Romanen.

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  • Das Haus der traurigen Frauen

    Das Haus auf der Blumeninsel
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    08. August 2013 um 21:29

    ~Inhalt~ Laura flieht nach dem Tod ihres Mannes Fabian vor ihren Erinnerungen nach Madeira in das Haus am Leuchtturm, das ihrer Familie gehört. Wie ihre Vorfahrin, die Blumenmalerin Amelia, verfällt auch sie sofort dem Zauber der Insel. Auf der Suche nach weiteren Blumenbildern findet Laura Briefe, in denen eine Mutter ihrer Tochter ihre Liebe offenbart. Ihre Nachforschungen führen Laura in die Zeit zwischen den Weltkriegen und nach Tristyans Manor zu zwei Schwestern, die denselben Mann geliebt haben. Eine von ihnen traf eine folgenschwere Entscheidung, deren Spuren Laura auch heute noch begegnet. Doch welche Verbindung haben sie zu ihrem eigenen Leben? ~Einschätzung~ Die Story rund um „das Haus der traurigen Frauen“ wird von vier Frauen erzählt. Den Anfang macht Amelia, indem sie auf Madeira im Jahr 1929 einen Brief an ihre ungeborene Tochter schreibt. Danach lernen wir Grace und deren Mutter Emma kennen, die sich im Jahr 1956 gemeinsam auf den Weg nach Cornwall zum Landsitz der Familie – Tristyans Manor – begeben. Die vierte im Bunde ist Laura, die im Deutschland des Jahres 2012 um ihren Mann Fabian trauert. In der Hoffnung, ihren Erinnerungen zu entfliehen, reist sie nach Madeira, wo sie auf den Spuren der Blumenmalerin Amelia wandelt. Im Zuge ihrer Recherchen, die neben Blumenbildern und Briefen, auch die Rettung des kleinen Katers Oliver Twist, genannt Twisty, beinhalten, begegnet sie dem Fotografen Matthew Nelson, der ihr, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, wieder neuen Lebensmut gibt. Natürlich erwarten uns auch mit dieser Familiensaga wieder viele Irrungen und Wirrungen des Herzens. Wobei vor allem Amelias, sowie auch Emmas Geschichte ein Netz aus Intrigen und dramatischen Schicksalsschlägen für den Leser bereithält. Über Graces Liebesleben erfahren wir hingegen erst gegen Ende des Buches näheres – gerade sie jedoch zeigt uns, dass Liebe immer und überall passieren kann. Und natürlich laufen all diese Fäden bei Laura zusammen und lassen nicht nur ihr eigenes Leben in einem ganz neuen Licht erscheinen. „Das Haus der traurigen Frauen“ verdient seinen Namen wahrhaftig, denn all die weiblichen Wesen, die es einst bewohnten, erlebten Tragödien, die schier unvorstellbar sind. Vor allem Amelia und Emma hatten einiges einzustecken – es war der Tragik schon fast ein wenig zu viel. Deshalb war ich für jeden Moment der Glückseligkeit dankbar, den Grace und Laura mir schenkten. Mit dem Setting Madeira hat die Autorin einen Schauplatz gewählt, der – abgesehen von England – mal etwas komplett Neues bot. Dem Flair der Insel kann man sich nur schwer entziehen und am Ende des Buches findet sich sogar ein „Blühkalender“, in dem man nachlesen kann, zu welcher Jahreszeit man welche erblühten Blumen findet. Alles in allem liest sich der Roman leicht und locker und ist als Urlaubslektüre bestens geeignet – nicht nur für Blumenliebhaber ;-) Das Cover von Knaur gewährt uns einen Blick auf das Haus am Leuchtturm, das, eingebettet zwischen exotischen Blumen und Pflanzen, auf die Frauen zu warten scheint, welchen es seinen schicksalshaften Beinamen verdankt. Den rechten oberen Rand ziert eine Strelitzie oder Paradiesvogelblume. Christiane Lind hat in Sozialwissenschaften promoviert und neben zahlreichen Kurzgeschichten einen historischen Roman und ein Jugendbuch veröffentlicht. Reisen ist ihre große Leidenschaft, die sie nach Cornwall und auf die Blumeninsel Madeira führte. Sie war sofort fasziniert von der Farbenpracht und Atmosphäre der Insel und hat sich davon für ihren Roman inspirieren lassen. ~Fazit~ Man nehme drei Frauengenerationen, füge ein geheimnisvolles Blumenbuch hinzu und würze mit dem Zauber von Madeira. Voila – das Rezept für eine absolut solide Familiensaga ist geschrieben. Dafür vergebe ich gerne 4 von 5 Punkten! (LK)

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  • Verschlungene Schicksalswege

    Das Haus auf der Blumeninsel
    texterinforkids

    texterinforkids

    07. August 2013 um 15:23

    Als Laura sich auf den Weg macht, um sich auf Madeira von einem Schicksalsschlag zu erholen, ahnt sie nicht, dass die Insel ihr Leben ziemlich umkrempeln wird. Schon in den ersten Tagen entdeckt sie, versteckt in einem Felsen, eine Schmuckschatulle mit alten Briefen. Ihre Neugier wird geweckt - und die der Leser natürlich auch. Haben die Briefe, die Laura findet, etwas mit den Briefen zu tun, die im ersten Kapitel aus dem Jahr 1929 erwähnt werden? Wenn ja, wie hängen die Schicksale von Amalie und Laura zusammen. Rasch entspinnt sich eine spannende Story, sodass man kaum aufhören kann zu lesen. Ein echtes Urlaubsbuch, weil man Zeit am Stück braucht, um herauszufinden, was die Frauen aus den verschiedenen Generationen miteinander verbindet. Natürlich kommen alle, die Landschaftsbeschreibungen lieben und erwarten, auch auf ihre Kosten. Chris Lind beschreibt die Landschaft auf Madeira, aber auch die Landsitze in England so, dass man sofort Bilder vor Augen hat. Wie gesagt, wer solche Beschreibungen mag. Mir waren es manchmal zu viele Beschreibungen, ich wäre lieber schneller zum Ende gekommen. Aber das ist Geschmackssache.

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  • Begeben Sie sich auf die Reise - Madeira heißt das Zauberwort.

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    29. July 2013 um 14:38

    Der Zauber von Madreira, drei Frauengenerationen und ein geheimnisvolles Blumenbuch“, so lautet die Überschrift des Buchrückentextes. Die Geschichte beginnt im Frühling 1929 auf der Insel Madeira mit der jungen Frau Amelia. Sie sorgt sich, denn gestern waren ihre Stiefmutter und Stiefschwester auf der Insel angekommen. Amelia läßt ihren Gedanken freien Lauf. Ob sie will oder nicht, sie muss ihnen gegenübertreten, schwanger. In den frühen Morgenstunden beginnt sie mit ihrem täglichen Ritual. Sie schreibt einen Brief an ihr ungeborenes Kind. Der heutige beginnt nicht mit  Mein liebes Kind, denn in der Nacht zuvor hat sie von ihrem Baby geträumt. Meine liebe Tochter, und Amelia berichtet ihr von dem wahren Paradies auf Madeira, der für sie ein unerschöpflicher Ort für ihre Malerei ist. Für Amelia ist es die wahre Freude, diese Pracht malerisch festzuhalten. Man würde sie Die Blumenmalerin nennen, teilt sie dem Ungeborenen mit. Die Familiensaga geht im Jahre 1956 weiter, und zwar auf dem Landsitz Tristyans Manor, welches in der Grafschaft Cornwall in England liegt. Emma hat gezwungenermaßen ihr gewohntes Zuhause verlassen und ist mit ihrer Tochter Grace auf dem Weg nach Cornwall. Immer wieder hat Emma Grace von Tristans Manor erzählt, aber nie die Frage beantwortet, warum sie dort nicht wohnen würden. Mit der Heimkehr wird sich einiges ändern. Alles erinnerte Laura in der Wohnung an Fabian. Er war die Liebe ihres Lebens gewesen und nur seinetwegen war sie mit nach Deutschland gezogen. Doch die Sehnsucht nach dem Meer, ihrem Zuhause in Cornwall, war geblieben. Die Geschichte von Laura beginnt im Jahr 2012 und schon auf den ersten Seiten spürt man die Trauer. Doch wie lange trauert man um einen geliebten Menschen? Laura trauert um Fabian. Letztendlich bringt ihre Schwester Hannah sie dazu, für eine Zeit nach Madeira zu fahren, Abstand zu gewinnen. Mit der Insel Madeira verbindet Laura ein besonderes Buch „Die Blumen Madeiras“ von Amelia Woolf. Diese Frau war eine begnadete Blumenmalerin gewesen, zudem noch eine entfernte Verwandte. Laura hatte ihren MAGD – Master of Garden Design – absolviert Doch das war nicht ausschlaggebend für den Entschluss, nach Madeira zu fliegen. Vielmehr stellte sie sich die Frage, wer war diese Verwandte gewesen, die in ihr das Interesse für Blumen und Pflanzen weckte, so dass Laura später darin ihre Berufung sah. Das Haus auf der Blumeninsel spielt auf drei Zeitebenen, letztlich bis zum Ende. Es ist Laura, die ein altes Geheimnis per Zufall entdeckt. Sie findet Amelias Briefe an das Ungeborene. Zufälle gibt es ja mehrfach im Leben und so ist es nicht erstaunlich, dass auf einmal Grace, Lauras Großtante, auf Madeira auftaucht. Diese alten Briefe werden für Laura ein wichtiger Begleiter auf ihrem Weg, mit der Trauer um Fabian umzugehen, sie zu verarbeiten und auch zu verstehen. Wie dicht nebeneinander Glück und Leid nebeneinander liegen, ist auch in der Geschichte um diese Frauen gut zu lesen. Neid, Missgunst, so vieles trägt dazu bei, dass der Haß sich in den Herzen festsetzt. Gefühlvoll und spannend schildert die Autorin das Leben der Frauen. Die Protagonisten der einzelnen Zeitebene sind gut beschrieben, ob man sie alle mag, bleibt dem Leser überlassen. Ich konnte mich gut an die einzelnen Handlungsorte hineindenken, alles in allem hat die Autorin eine wunderbare Atmosphäre geschaffen. Fazit: Die warmen Farben des Covers, in der einen Ecke sieht man die blühende Strelitzie, ein ansprechender Titel und Buchrückentext, Das Haus auf der Blumeninsel – ein Buch, dem ich meine absolute Leseempfehlung gebe. Begeben Sie sich auf die Reise - Madeira heißt das Zauberwort.

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  • Das Haus auf der Blumeninsel

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Nik75

    Nik75

    18. July 2013 um 17:22

    Ich möchte euch das Buch „Das Haus auf der Blumeninsel“ von Christiane Lind vorstellen. Lauras Mann ist gestorben und da sie es zu Hause nicht mehr aushält flieht sie nach Madeira in das Haus am Leuchtturm. Dort wandelt sie auf den Spuren einer ihrer Vorfahrinnen, namens Amelia, die auch liebevoll als Blumenmalerin bezeichnet wird. Laura findet alte Briefe in dem Haus und diese führen sie in die Zeit zwischen den Weltkriegen. Meine Meinung: Der Roman spielt in unserer Zeit und in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Es ist ein wundervoller Familienroman, in dem die Geheimnisse von Lauras Ahninnen gelüftet werden. Das Buch ist von Frau Lind schön flüssig geschrieben, man findet sich schnell in der Geschichte zurecht und kommt beim Lesen rasch voran. Der Roman ist in Kapitel aufgeteilt, in denen man durch die verschiedenen Zeiten springt und so die Familiengeschichte der jeweiligen Ahnin hautnah erlebt. Diese Sprünge ziehen sich durch den ganzen Roman, bis am Ende alle Geheimnisse gelüftet sind. Am Anfang musste man ein wenig beim Lesen aufpassen um zu wissen wer wer ist und wer wann gelebt hat und um die Personen nicht durcheinander zu bringen. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich aber gut in die Verwandtschaftsverhältnisse eingelesen. Die Protagonistinnen in dem Buch mochte ich alle recht gerne, bis auf Bethany. Sie ist die Person, die alle Frauen in ihr Unglück stürzt und die man am liebsten schütteln möchte, weil sie so boshaft ist. Laura dagegen mochte ich gerne, denn durch den Tod ihres Mannes musste sie einen schweren Schicksalsschlag verkraften und Amelias Briefe und auch ihre Großtante Grace helfen ihr dabei. Grace st eine direkte Verwandet von Bethany. Vom Alter her ist sie so um die Sechzig und sie ist nach Madeira gekommen um von dem düsteren Herrenhaus zu fliehen in dem sie aufgewachsen ist. Mir hat sehr gut gefallen, dass Grace und Laura die Geschichte ihrer Ahnen aufrollen und man viele interessante Dinge über die Familie erfährt. Irgendwie habe ich mich auch als Teil dieser Familie beim Lesen gefühlt und bin von der Geschichte gefesselt worden. Die Geschichte hat mich sehr berührt, da es in dieser Familie sehr viele Tiefschläge gab, die für die beteiligten Personen nur schwer zu verarbeiten waren. Ich fand den Roman wunderschön, denn ich liebe es Geheimnisse aufzudecken und ich mag gerne spezielle Schauplätze in denen z.B. alte Herrenhäuser vorkommen. Das stimmt mich immer so nostalgisch. Außerdem fand ich es klasse, dass man Madeira ein wenig kennen lernen konnte. Dort muss es ja wunderschöne Blumen geben. Ich habe auf alle Fälle Lust bekommen dort mal hin zu fahren. Wer jetzt Lust bekommen hat Familiengeheimnisse zu lüften und wie ich alte Häuser liebt, ist hier genau richtig und sollte diesen Roman lesen. Von mir gibt es für diesen wunderbaren Roman 5 Sterne.

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  • Was ein herrlicher Roman *seufz* - leider hatte auch der ein Ende

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Nirena

    Nirena

    19. June 2013 um 19:40

    Der Klappentext wird der Vielschichtigkeit des Buches nicht gerecht, soviel vorweg. Allerdings liegt dies wohl auch daran, dass man soviel Handlung, wie das Buch beinhaltet, einfach nicht in ein paar Sätzen zusammenfassen kann.... Eine Familie, drei Generationen, drei Frauen und ihr Schicksal; jede für sich, aber alle miteinander verwoben... Anfangs war ich verwirrt, weil ziemlich viel in der Zeit hin und her gesprungen wird. Aber hat man diese anfängliche Irritation einmal überwunden, entwickelt die Geschichte einen ganz eigenen Sog, dem ich absolut erlegen bin. Ob Amelia, die in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts um ihre Liebe und ihre Lebensausrichtung kämpft, ob Grace, die in den 50er Jahren von ihrer Mutter bei der lieblosen Großmutter allein gelassen wird oder Laura, die nach dem Tod ihres Mannes ihren Weg erst neu finden muss - die Schicksale all dieser Frauen faszinieren, bewegen und nehmen gefangen. Über all dem thront "Tristyans Manor", der Familiensitz in Cornwall wie eine Festung: beschützend, aber auch beängstigend. Und allgegenwärtig sind auch die Intrigen, Lügen und Ungerechtigkeiten, die von einer Person ausgeht, die anderen wohl kein Lebensglück gönnen kann. Dazwischen Madeira und das Haus am Leuchtturm, die Blütenpracht der Insel, die allgegenwärtig und so bildhaft beschrieben ist, als hätte man Fotos in den Kopf gepflanzt bekommen - eine Schönheit, die aber dennoch über das Unglück nicht hinwegtäuschen kann... Die Charaktere, so plastisch, als würde man daneben sitzen und Teil der Handlung sein. Man kann gar nicht anders, als mit den Protagonisten zu leben, zu leiden und zu lieben. Obwohl es so klingen mag, ist es aber kein Buch, dass nur von Unglück und Leid erzählt - ebenso gegenständlich sind Vertrauen, Freundschaft, Mut und Liebe. Ein absolut einnehmender Roman, der auch noch im Kopf bleibt, wenn die letzte Seite gelesen ist. http://ninis-kleine-fluchten.blogspot.de/2013/06/christiane-lind-das-haus-auf-der.html

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  • Eine faszinierende und bewegende Familiengeschichte!

    Das Haus auf der Blumeninsel
    LightningAres

    LightningAres

    13. June 2013 um 14:10

    Inhalt: Da Laura einen schweren Verlust zu verarbeiten hat, beschließt sie sich auf Madeira eine kleine Auszeit zu nehmen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Dort wohnt sie in einem Haus ihrer Familie, wo auch die Blumenmalerin Amelia gelebt haben soll. Nun möchte Laura mehr über sie herausfinden, doch jede Erkenntnis bringt immer mehr Geheimnisse und zu entschlüsselnde Intrigen mit sich. Stück für Stück beginnt sie die Familiengeschichte zu entdecken, doch was haben die merkwürdigen Briefe Amelia's an ihre ungeborene Tochter zu bedeuten, wo sie doch eigentlich gar keine direkten Nachfahren hatte? Sprache: Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, aber hat mich vor allem durch die schönen Beschreibungen verzaubern können. So konnte ich mir die Blütenpracht Madeiras richtig gut vorstellen. Außerdem wurde dadurch immer einer sehr echte Atmosphäre gebildet, die super zu der jeweiligen Situation passte. Durch ein paar fremdsprachige Einflüsse habe ich mich dann wirklich so gefühlt, als würde ich mit Laura auf die Insel gereist sein. Aber auch Gefühle und innere Konflikte werden richtig gut übermittelt, sie waren immer sehr gefühlsecht und lassen den Leser dadurch mitfühlen. Dasselbe gilt auch für die Briefe, die eine schöne Abwechslung zum sonstigen Geschehen waren. Charaktere: Die Vielfalt, aber vor allem die Verschiedenheit der Charaktere hat mich ziemlich begeistert. Dadurch hat sich eine interessante Mischung von Charakteren ergeben, von denen ich einige mochte und einige gar nicht ausstehen konnte. Merkwürdigerweise waren letztere aber für mich persönlich interessanter - insbesondere Lady Bethany hat ziemlich viel Eindruck auf mich gemacht. Dadurch, dass ich mir eine Meinung über die Charaktere machen konnte, habe ich mich dem Geschehen viel näher gefühlt. Ich war immer gespannt welche Geheimnisse die Figuren als nächstes auspacken würden! Handlung: Der Einstieg in das Buch gelingt eigentlich ziemlich gut, ich war nur anfangs etwas verwirrt von den Zeitebenen, aber das gibt sich sehr schnell. Danach drängt einen die Neugier dann zum weiterlesen. Einige Dinge konnte man zwar vorausahnen, aber durch andere Sachen wurde ich dann auch gewaltig überrascht. Durch die eng verstrickten Geheimnisse gibt es immer genug zu entdecken, sodass die Spannung meist sehr hoch gehalten wird. Es gibt echt nur wenige Momente in denen die Spannung leicht absackt. Am Besten finde ich aber, dass das Buch einen als Leser wirklich berührt. Die einzelnen Schicksale der Familienmitglieder waren sehr bewegend und so konnte die Geschichte mich mitreißen und bis zur letzten Seite fesseln. Eine faszinierende und zugleich sehr bewegende Familiengeschichte

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  • Achterbahn der Gefühle

    Das Haus auf der Blumeninsel
    Wonder_

    Wonder_

    09. June 2013 um 14:29

    Anders als erwartet, versteckt sich zwischen den Seiten dieses Buch nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die durch den Zauber Madeiras über den Tod ihres Mannes hinwegkommt. Was dem Leser in "Das Haus auf der Blumeninsel" geboten wird, ist ein großes Familiengeheimnis, das auch viele Jahre später noch seine Spuren hinterlässt. Emotional und spannend erzählt die Autorin die Geschichte dreier Generationen, die sich Stück für Stück zusammenfügt.   Verträumt und romantisch steht ein von Blumen umgebenes Haus im Mittelpunkt des Covers. Es läd ein, sich für einige Stunden von den Eindrücken Madeiras berauschen zu lassen, ist allerdings kein Hinweis für die tragische und ergreifende Geschichte im Innern des Buches. Überraschenderweise haben mir die Charaktere überaus gut gefallen. Überraschend deshalb, weil man sie trotz authentischer Gefühle und Gedanken stets distanziert betrachtet. Man kann gut mit ihnen mitfühlen, aber baut keine direkte Verbindung mit ihnen auf. Besonders bei den Frauen in der Vergangenheit war dies der Fall. So blieben diese für mich eher nebelhaft und ich hatte kein konkretes Bild von ihnen vor Augen. Und trotzdem haben sie etwas ungemein Begeisterndes und Fesselndes an sich, das sich schlichtweg nicht in Worte fassen lässt. Am Anfang der Familiengeschichte steht Amelia, die älteste Tochter Lord Percys, dem Gutsbesitzer von Tristyans Manor in Cornwall. Amelias Mutter starb bei ihrer Geburt und ein Jahr später heiratete Percy die Schwester seiner verstorbenen Frau, Norah. Kurz darauf bringt diese ihr erstes Kind zur Welt, die egoistische und rücksichtslose Bethany, die keine Möglichkeit auslässt, Amelia zu quälen und zu verletzen. Lady Norah lässt ihrer eigenen Tochter alles durchgehen und auch ihr Vater ist Amelia keine Hilfe. Sie muss ständig zurückstecken und leidet unter ihrer Stiefschwester und Stiefmutter. Bethanys Einfluss zieht sich auch die späteren Abschnitte der Geschichte, denn auch das Leben ihrer Tochter Emma und ihrer Enkelin Grace macht sie zur Hölle auf Erden. Grace lernt man in der heutigen Zeit kennen. In diesem Abschnitt steht Laura im Mittelpunk, eine entfernte Verwandte, die wie Amelia Blumen über alles liebt. Laura leidet unter dem Verlust ihres Mannes, für dessen Tod sie sich die Schuld gibt. Die Entdeckung des alten Familiengeheimnisses bietet ihr die nötige Ablenkung, um mit ihrer Situation klar zu kommen. Sie ist die wohl vielschichtigste und sympathischste Person des Buches und somit die perfekte Protagonistin.   Ein halbes Jahr nach dem Tod ihrer Mannes Fabian, hält Laura es einfach nicht mehr in ihrer Wohnung aus und beschließt auf das Drängen ihrer Schwester hin, für eine Weile nach Madeira zu gehen. Dort lebt sie in dem Häuschen ihrer Großtante und versucht endlich etwas Abstand zu gewinnen. In einer Felsspalte findet sie Briefe ihrer entfernten Verwandten Amelia an deren Tochter. Doch Amelia hatte überhaupt keine Kinder... Als nach einigen Tagen ihre Großtante Grace vor der Tür steht, weiht Laura diese in ihre Entdeckung ein und gemeinsam gehen sie dem Familiengeheimnis auf den Grund. Was sie dabei entdecken, hat weitreichendere Auswirkungen, als sie je für möglich gehalten hätte und diese erstrecken sich bis in die Gegenwart. Die Geschichte wird zu den unterschiedlichsten Zeiten und aus den verschiedensten Sichten erzählt. Angefangen bei Amelias Kindheit, über Emma, Bethanys Tochter, und Emmas Tochter Grace, bishin zur Gegenwart, in der Grace bereits über 60 ist und gemeinsam mit der jungen Frau Laura in der Vergangenheit gräbt. Voller Spannung und Emotionen hat die Autorin hier eine komplexe Geschichte geschaffen, die sich bis ganz zum Ende nicht vollkommen offenbart. Nach und nach fügen sich die Puzzlestücke ineinander und lassen den Leser nahezu an den Seiten kleben. Nicht alle Geschichten nehmen einen gutes Ende, im Gegenteil. Vieles verläuft tragisch und durch die enorm emotionalen Beschreibungen wird man beim Lesen oft aufgewühlt und tief berührt. Der Schreibstil ist gleichzeitig einfach und sehr lebendig. Trotz seiner Schlichtheit fesselt er von Anfang bis Ende und ist dabei so emotional, das man eine wahre Achterbahn an Gefühlen durchlebt. Auch die vielen Zeit- und Sichtwechsel bereiten keine Probleme, sondern fügen sich perfekt zu einer wundervollen Geschichte zusammen.

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