Christiane Lind Die Heilerin und der Feuertod

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Inhaltsangabe zu „Die Heilerin und der Feuertod“ von Christiane Lind

Denn Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung Braunschweig 1374. Seit jeher leidet die junge Aleke darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter anerkannte. Umso überraschter ist sie, als er sie eines Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn sitzt im Kerker und kann sich an nichts erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse sind die einzige Chance, ihm zu helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird ihr Vater eines ungeheuren Verbrechens bezichtigt - und zwar ausgerechnet von dem Mann, den sie liebt. Und Aleke muss sich entscheiden. Die fesselnde Geschichte einer starken jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Historischer Roman, gespickt mit Familientragödie, Liebe, Intrigen und Geheimnissen.

— Helli

Gut recherchierte, stellenweise spannende, insgesamt aber eher eine durchschnittliche Geschichte.

— LadyFelidae

Geschichtlich fundierte Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

— Sabrinaslesetraeume

spannend, romantisch und mit viel Wissenswertem über das historiche Braunschweig,sehr schön zu lesen

— katze267

Ein wirklich toller historischer Roman

— ClaudisGedankenwelt

Gelungener und sehr fesselnder historischer Roman

— esposa1969

Ein sehr gut geschriebener historischer Roman

— madamecurie

Ein wunderbarer historischer Roman, voller liebevoll gestalteter Charaktere. :)

— Maerchentraum

Spannender historischer Roman aus dem 14. Jahrhundert in Braunschweig.

— Buchraettin

Abwechslungsreicher historischer Roman um Ermittlungen in Braunschweig!

— mabuerele

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  • Die Heilerin und der Feuertod von Christiane Lind

    Die Heilerin und der Feuertod

    Helli

    21. February 2017 um 15:10

    Die Heilerin und der Feuertod von Christiane Lind Buch:     Denn Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung   Braunschweig 1374. Seit jeher leidet die junge Aleke darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter anerkannte. Umso überraschter ist sie, als er sie eines Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn sitzt im Kerker und kann sich an nichts erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse sind die einzige Chance, ihm zu helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird ihr Vater eines ungeheuren Verbrechens bezichtigt - und zwar ausgerechnet von dem Mann, den sie liebt. Und Aleke muss sich entscheiden.   Die fesselnde Geschichte einer starken jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.   Autor:     Christiane Lind, geboren 1964, ist Sozialwissenschaftlerin und wuchs in Niedersachsen auf. Nach Zwischenstationen in Gelsenkirchen und Bremen lebt sie heute mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel. Bei atb ist ihr Roman „Die Heilerin und der Feuertod“ lieferbar; 2015 erschien „Die Medica und das Teufelsmoor“. Quelle: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/christiane-lind-a01   Meinung:    Christiane Lind, hat in ihrem Roman, Die Heilerin und der Feuertod, das tragische Schicksal einer jungen Frau geschildert. Das Buch weist mehrere „Bilder“ auf, die sich selbständig in den Köpfen der Leser projizieren, verursacht durch den flüssigen und leichten Schreibstil, und da nicht mehr rausgehen mögen.  Der bildhafte Erzählstil katapultiert den Leser mitten ins Geschehen. Ich muss gestehen, ich habe bis Dato nichts von der Autorin gelesen, umso mehr hat mich dieses Buch überrascht. Von der ersten Seite an ist Christiane gelungen, mich mitzunehmen und zu fesseln. Die Schauplätze sind wunderbar geschildert, sodass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. Auch die Protagonisten sind perfekt dargestellt, vor allem Aleke, die sich in mein Herz geschlichen hat, hab ich gerne begleitet. Lucke fand ich süß, und habe gehofft, sie möge ihre Stimme wieder finden, ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Aber ich möchte euch nicht noch mehr verraten, selbst Lesen macht mehr Spaß ;)   Fazit:     Historischer Roman, gespickt mit Familientragödie, Liebe, Intrigen und Geheimnissen.   Meine Bewertung:   Ich vergebe           ★★★★★ ©Helli's Bücher-Land  

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  • Ein mittelmäßiger historischer Roman...

    Die Heilerin und der Feuertod

    LadyFelidae

    26. December 2015 um 11:31

    ... mit einigen Höhepunkten. Die Geschichten rund um Beginen und Mordfälle häufen sich ja mittlerweile in Stapeln in jeder Buchhandlung. Die Hauptfigur ist eine arme, unehelich geborene und somit stark benachteiligte junge Frau, die außerdem äußerst klug und mutig ist und sich so perfekt dazu eignet, Mördern auf die Spur zu kommen. Irgendwie habe ich dieses Sujet schon mal irgendwo gelesen gehabt.. und das nicht nur einmal... . Da die besagte Hauptprotagonistin, hier Aleke, klug genug ist, komplizierte familiäre Geschichten und Fehden zu durchblicken und so dem Mördern (oder den Mördern) auf die Spur zu kommen, muss nebenbei noch ein äußerst gutaussehender, junger, ritterlicher Mann auftauchen und es kommt so wie es kommen musste... sie verlieben sich und behindern sich stellenweise gegenseitig bei ihrer kriminalistischen Suche (oder helfen sich auch mal dabei) und es muss erstmal Blut fließen, dass beide sich ihrer Liebe bewusst werden... . Auch dies kam mir sehr bekannt vor. Gut fand ich es, dass nebenbei noch andere Personen tragisch in die Story verwickelt waren. Etwa die jüdische Medica, deren Schicksal mich berührt hat sowie die Geschehnisse rund um Kersten, die der sich hin plätschernden Geschichte etwas Würze und Spannung verliehen haben.  Insgesamt war es gewiss eine angenehme Unterhaltung, jedoch bin ich mir unsicher, ob ich den zweiten Band der Aleke - Reihe lesen werde.

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  • Braunschweig im 14. Jh.

    Die Heilerin und der Feuertod

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Aleke ist die uneheliche Tochter von Acchem van dem Broke. Sie lebt bei den Beginen und hat dort eine heilkundliche Ausbildung erhalten. Sie leidet darunter, dass sie nie von ihrem Vater als Tochter anerkannt wurde und ist doch versucht, ihm zu gefallen und Anerkennung zu erhalten. Als Kersten van dem Broke, sein Sohn, in den Kerker kommt und bezichtigt wird, seine Braut in der Hochzeitsnacht ermordet zu haben, bittet  Acchem seine Tochter Aleke um Hilfe, da der Sohn sich an die eigentliche Tat nicht mehr erinnern kann. Aleke bekommt Hilfe von Righert van Anhald, der nach Braunschweig gekommen ist, um seine eigene Wahrheit zu finden und Rache auszuüben. Da kommt ihm Aleke gerade recht, denn sie ist die Tochter von seinem Feind Acchem van dem Broke ... Braunschweig 1368: Völlig fassungslos muss der Junge zusehen, wie das Haus seiner Eltern unter Flammen zusammenbricht. Keine Überlebenden, außer einem Kater, sind zu verzeichnen. Seine Eltern, seine kleine Schwester, das ganze Gesinde, niemand schaffte es mehr aus dem Flammenmeer. Ein Nachbar nimmt ihn mit und warnt ihn. Er gibt ihm den guten Rat, zu verschwinden, wo ihn niemand kennt, denn auch er wird für tot gehalten. Eins ist klar, das war kein Unglücksfall, sondern Brandstiftung. Braunschweig 1374: Righert van Anhald, der Junge von damals, kommt zurück nach Braunschweig, er will die Schuldigen finden und zur Verantwortung ziehen. Er zieht im Geheimen Erkundigungen ein und ist sich ziemlich sicher, dass Acchem van dem Broke einer der Schuldigen ist. Als er zufällig auf Aleke, dessen uneheliche Tochter trifft, versucht er über sie, an Acchem heranzukommen. Wieder ein Buch aus der Feder der Autorin Christiane Lind. Ich bin immer wieder überrascht, wie vielseitig die Autorin ist. Sie schreibt historische Romane, Fantasy, Katzen- und auch humorvolle Romane. Mit diesem Werk hat man einen Krimi in der Hand, der im 14. Jh. spielt. Aleke, die Protagonistin, ist ein junges Mädchen, das bei den Beginen lebt. Als uneheliche Tochter, die von ihrem Vater nicht anerkannt wurde, hat sie keinerlei Rechte. Sie wird von vielen geschnitten, da der Makel ihrer Geburt ihr anhaftet. Aber sie ist intelligent, hat sich der Heilkunde zugewandt. Sie verfügt über Wissen, so dass ihr Vater sie bittet, ihm zu helfen. Aleke lechzt nach Aufmerksamkeit von ihm und tut, worum er sie bittet. Unerschrocken wagt sie sich in den Kerker zu ihrem Halbbruder, der unter Mordverdacht steht. Obwohl auch er ihr nicht nahesteht, versucht sie alles, um ihm zu helfen. Sie bewegt andere Heiler, Juden, ihm zu helfen und bringt diese in Gefahr. Sie ist hin- und hergerissen, weiß nicht, was sie von der Anklage halten soll. Ist Kersten ein Mörder oder nicht.  Ihre Suche nach der Wahrheit wird beobachtet und sie begibt sich selbst in Lebensgefahr. Ein Krimi aus dem 14. Jh. Die Suche nach der Wahrheit ist übermächtig. Der Autorin ist es gelungen, geschichtliche Ereignisse mit einem spannenden Krimi zu paaren. Die Zeit ist mir fremd, aber durch detaillierte Beschreibungen, die hervorragend recherchiert wurden, bringt Christiane Lind mir diese näher. Ich hatte das Gefühl, selbst durch die Straßen Braunschweigs zu gehen, so realistisch beschrieb sie die mittelalterliche Stadt. Mit diesem Roman hat man nicht nur einen Krimi in der Hand, er ist viel mehr. Er vermittelt Wissen über die Zeit, birgt eine Liebesgeschichte in sich und ist auch noch spannend geschrieben. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.  

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  • Leserunde zu "Die Heilerin und der Feuertod" von Christiane Lind

    Die Heilerin und der Feuertod

    aufbauverlag

    Gemeinsam mit der Autorin Christiane Lind möchten wir Euch heute herzlich zu einer Leserunde zu ihrem soeben erschienenen Roman »Die Heilerin und der Feuertod« einladen. Worum gehts: Braunschweig, 1374. Die junge Aleke, illegitime Tochter des Ratsherrn Acchem van dem Broke, lebt bei den Beginen und wird von ihrem Vater um Hilfe gebeten. Alekes Halbbruder Kersten ist angeklagt, seine Ehefrau in der Hochzeitsnacht erstochen zu haben. Zögerlich erklärt sich Aleke bereit, Nachforschungen anzustellen. Bald führt die Suche sie zu dem geheimnisvollen Fernhändler Righert, der vor kurzem nach Braunschweig kam. Es mehren sich die Zeichen, dass die Erklärung für den Mord in der Vergangenheit liegt. Einer Vergangenheit, der Righert auf die Spur kommen will, die ein Anderer jedoch um jeden Preis im Dunkeln lassen will. Während in der Stadt die Gildenmeister gegen den Rat aufbegehren, kommt Aleke dem Mörder gefährlich nahe. Hier geht’s zur Leseprobe.  Kurz zur Autorin: Christiane Lind, geboren 1964, ist Sozialwissenschaftlerin und wuchs in Niedersachsen auf. Nach Zwischenstationen in Gelsenkirchen und Bremen lebt sie heute mit ihrem Ehemann und fünf Katern in Kassel. Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet Ihr auf Christiane Linds Homepage oder Facebook-Seite.  Wer jetzt neugierig auf diesen historischen Roman geworden ist und gemeinsam mit Christiane Lind über das Buch plaudern möchte, kann sich bis einschließlich 19. Oktober für die Leserunde bewerben. Wir stellen 15 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet Ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus. Wir möchten gerne von euch wissen: Was mögt ihr besonders gern an historischen Romanen? Wir freuen uns auf diese Leserunde und sind gespannt auf Eure Eindrücke! Herzlich Christiane Lind und das Team vom Aufbau Verlag

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    • 507

    ChristianeL

    31. March 2015 um 19:47
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  • Die Heilerin und der Feuertod

    Die Heilerin und der Feuertod

    Blaustern

    Braunschweig im Jahre 1374: Aleke ist ein uneheliches Kind und mit ihrer Mutter im Konvent untergekommen. Ihr Vater, Herr van den Broke, ist der städtische Patrizier, und deshalb wurde sie von ihm nie als Tochter anerkannt. Aleke leidet darunter sehr, noch dazu wird sie deshalb zum Gespött gemacht. Plötzlich meldet sich ihr Vater aber bei ihr. Er benötigt ihre Hilfe, da sein ehelicher Sohn Kersten ins Gefängnis gekommen ist. Er soll seine Ehefrau umgebracht haben. Aleke entschließt sich doch zu helfen und trifft dabei Ringhert von Anhald, in den sie sich verliebt. Doch der will sich nur wegen seiner Familie rächen, die von den Broke auf dem Gewissen hat. Nutzt er Aleke nur aus, um an ihren Vater zu gelangen? Der historische Krimi fesselt von Beginn an und ist richtig gut recherchiert. Der auf alt gemachte Schreibstil passt perfekt, und doch konnte man alles recht fließend lesen und verstehen. Das mittelalterliche Braunschweig hier darzustellen, ist besonders gut gelungen. So hatte man das genaueste Bild vor Augen, wie sich alles zu dieser Zeit in dieser Gegend abgespielt hat. Aleke ist so gutherzig, man muss sie einfach mögen. Noch dazu hat sie es in dieser Zeit nicht leicht, und trotzdem geht sie tapfer ihren Weg und ist immer in Bewegung und hilft sogar noch anderen. Ringhert ist eher das Gegenteil, der fast nur für seine Rache lebt und ihm dabei viel Gutes entgeht. Der Roman ist tiefgründig, und über die Entwicklung einiger Charaktere darf man wirklich staunen. So ist auch das Ende ganz anders als erwartet.

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    • 2
  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Die Heilerin und der Feuertod

    Sabrinaslesetraeume

    Braunschweig, 1374. Aleke, welche als uneheliches Kind eines städtischen Patriziers bei den Betschwestern im Konvent lebt, hat ohnehin kein einfaches Leben. Wegen ihrer unehrenhaften Herkunft ist sie immer wieder ein Opfer von Hohn und Spott. Als auf einmal ihr Vater auftaucht und sie um Hilfe bittet, weil sein Sohn Kersten unschuldig wegen Mordes an seiner Ehefrau im Gefängnis sitzt, sieht sie ihre Chance, endlich seine Anerkennung zu verdienen. Während ihrer Nachforschungen trifft sie auf Ringhert von Anhald und dieser hat nur eines im Kopf: Rache und zwar an der Familie von Alekes Vater, welche angeblich seine Familie auf dem Gewissen haben soll. Um an Alekes Familie heranzukommen ist ihm jeder Weg recht. Ob es ihr gelingen kann nicht nur die Unschuld des Bruders zu beweisen sondern sich auch vor Ringherts Ausnutzung zu schützen? Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Das Cover hat mich allerdings etwas irritiert, da die Frau auf der Abbildung ein ziemlich aufwendiges Kleid in roter Farbe trägt. Zu Aleke passt diese Kleidung auf keinen Fall. Die einzige Frau aus der Geschichte, welche solche Kleidung tragen könnte, wäre die Frau von Alekes Vater Acchem. Warum sollte man allerdings eine kleine Nebenfigur auf das Cover machen? Hinter dieses Geheimnis bin ich leider nicht gekommen. Der Titel macht auf jeden Fall neugierig und vor allem verrät er alles und nichts. Er setzt sich zwar aus zwei Kernelementen der Geschichte zusammen, bringt sie allerdings so miteinander in Verbindung, dass man zwangsläufig überrascht werden wird. Also hier dafür dann alles richtig gemacht. Die Protagonisten Aleke und Ringhert haben sich was die Sympathien angeht sehr schnell zu Protagonistin und Antagonist entwickelt. Während Aleke eine herzensgute Frau ist, die im Leben viel durchstehen musste, stests mutig, hilfsbereit und fleissig ist, ist Ringhert ein eher unangenehmer Zeitgenosse. Seine Rachelust hat ihn verblendet, so dass er richtig und falsch schon lange nicht mehr unterscheiden kann. Er benutzt andere Menschen nur, hat Scheuklappen vor den Augen und ignoriert konsequent die schwachen Warnungen seines Gewissens. Zumindest gegen Ende hin kann er ein paar Pluspunkte sammeln. Dennoch: Ich mag es, wenn Protagonist und Antagonist eng mit einander verbunden sind und das gibt der Geschichte erst den richtigen Touch. Was die Inhalte angeht, kann ich wirklich nur sagen: Hut ab. Das Buch ist wirklich klasse recherchiert, hat die nötige Tiefe und ist doch so geschrieben, dass man es wunderbar lesen kann. Man fliegt förmlich über die Seiten und ist angezogen vom mittelalterlichen Braunschweig. Es gab ein paar Stellen an denen ich es mir gewünscht hätte, dass es die Protagonisten nicht ganz so einfach gehabt hätten, aber im Gesamtbild war es sehr stimmig. Auch die alte Sprache hat die Autorin verwendet und ein schönes Glossar angehängt, so dass man ohne Mühe alles nachschauen konnte. Mich persönlich hat es am meisten begeistert, dass man einfach schon vom Prolog an gefesselt war und gar nicht mehr von dem Buch ablassen konnte. Auch das Ende war anders als gedacht und hat mich sehr positiv überrascht. Nicht unbedingt, was den Ausgang der Geschichte an sich anging, sondern einfach die Tatsache, wie die Dinge letztlich alle zusammenhingen und wie sich manche Charaktere noch entwickelt haben. Ich kann es euch daher einfach nur empfehlen und vergebe hierfür auch sehr gerne 5 von 5 Punkten.

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    • 2
  • Denn Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung...

    Die Heilerin und der Feuertod

    esposa1969

    Hallo liebe Leser, gerade durfte ich wieder an einer Leserunde eines historischen Romans teilnehmen: == Die Heilerin und der Feuertod == Autorin: Christiane Lind == Inhalt lt. Buchrückentext: == Denn Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung Braunschweig 1374. Seit jeher leidet die junge Aleke darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter anerkannte. Umso überraschter ist sie, als er sie eines Tages um Hilfe bittet: Sein Sohn sitzt im Kerker und kann sich an nichts erinnern. Alekes heilkundliche Kenntnisse sind die einzige Chance, ihm zu helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird ihr Vater eines ungeheuren Verbrechens bezichtigt – und zwar ausgerechnet von dem Mann, den sie liebt. Und Aleke muss sich entscheiden. Die fesselnde Geschichte einer starken jungen Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. == Leseeindrücke: == Erst einmal werden wir wunderbar an die Personen, die in diesem Buch eine Rolle spielen werden, herangeführt. So einen Personenregister ist - gerade bei historischen Romanen - allgemein bei Büchern, in denen viele Charaktere vorkommen immer sehr hilfreich. Zu Beginn der Handlung wissen wir anhand der Orts- und Zeitangabe genau wo und wann wir uns in der Handlung befinden. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, so dass ich prima in die Handlung hineingekommen bin. Die Geschichte beginnt gleich mit dem Einstieg damit, dass Alekes Vater Acchem van dem Broke um Hilfe gebeten wird, so wie ich es ja auch im Buchrückentext gelesen hatte. Dann als ich das Wort gestäupt las, und aufmerksam wurde  weil es in kursiv geschrieben ist und ich dieses Wort nicht kannte, dachte ich ich schaue mal ob es ein Glossar gibt. Und siehe da: Es gibt eines mit den kursiven Wörtern aus damaliger Zeit und unter stäupen finde ich dann, was ich nicht wusste. Sehr schön, dass man durch die Kursivschrift auch automatisch auf das Glossar gelenkt wird. Die Ortsbeschreibungen finde ich sehr detailliert und gut vorstellbar. Dieses historische Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Gerade Aleke wurde wunderbar mutig und detailliert gezeichnet. Auch die etwas altertümliche Schreibweise ließ mich ganz in dieses lang vergangene Jahrhundert eintauchen, während des Lesens spielte sich wahrlich ein Film der längst vergangene Zeit vor meinen Augen ab, als würde ich das Gelesene gerade leibhaftig erleben. Gerade die Mixtur aus historischem Roman, kriminalistischen Elementen und auch ein bisschen Liebesgeschichte fand ich herrlich angenehm. Als sehr augenfreundlich empfand ich die angenehm große Schrift und auch die Kapitellänge. 33 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilen sich auf 414 Seiten. Dieser historische Roman las sich angenehm fesselnd und sehr gerne vergebe ich 5 von5 Sternen!! Herzlichen Dank, dass ich mitlesen durfte! © esposa1969

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    • 3

    esposa1969

    17. March 2015 um 09:29
    ChristianeL schreibt Mein Dank an Dich kommt verspätet, aber von Herzen. Schön, dass Du dabei warst! :-)

    💙💚💛

  • wunderbar mitreißend

    Die Heilerin und der Feuertod

    Nirena

    "Die Heilerin und der Feuertod" ist der erste historische Roman von Christiane Lind. Die Autorin ist mir aber durch ihre Gegenwartsromane bereits gut bekannt. Ich bin ein Freund starker weiblicher Hauptpersonen in historischen Romanen, wahrscheinlich, weil eben diese es zur damaligen Zeit besonders schwer hatten, wurde doch Unterwürfigkeit und Anpassung von den Frauen erwartet. Und charakterstark bis hin zur Sturheit ist Aleke, unsere Hauptprotagonistin, auf jeden Fall. Als uneheliches Kind hat sie Hohn und Spott ihrer Mitmenschen schon immer zu spüren bekommen und bei den Beginen einen sicheren Hort gefunden. Aleke erinnerte mich - wahrscheinlich eben aufgrund ihrer Dickköpfigkeit - ein bißchen an Adelina aus Petra Schiers Adelina-Reihe. Neben tiefgründig charakterisierten Protagonisten erwartet den Leser in "Die Heilerin und der Feuertod" auch ein bildhaft beschriebenes Braunschweig des Mittelalters, das mit dem heutigen Braunschweig so gar nichts mehr gemein zu haben scheint. Dennoch wird auch im Buch deutlich, welch gefährlich, raue und harte Zeit es gerade für die einfachen Menschen damals war, gedrückt von Steuern und immer kurz vorm Aufstand. Der Lesefluss ist aufgrund des mitreißenden und bildhaften Schreibstils sehr gut, da auch der Humor nicht zu kurz kommt, darf ruhig zwischendrin geschmunzelt werden, gerade, wenn Aleke sich nicht beherrschen kann und ohne Umwege über den Kopf spricht. Je weiter der Verlauf der Handlung fortschreitet, desto spannender wird das Ganze - der Leser ahnt eine Menge, aber wird es auch so sein oder doch ganz anders? Mich hat die Lektüre sehr gut unterhalten und ich finde, dass gerade der Charakter der Aleke soviel Potential bietet, dass sich darauf eine Reihe aufbauen ließe - ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wieder von Aleke zu lesen.

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    • 2

    ChristianeL

    16. March 2015 um 20:09
    Nirena schreibt Mich hat die Lektüre sehr gut unterhalten und ich finde, dass gerade der Charakter der Aleke soviel Potential bietet, dass sich darauf eine Reihe aufbauen ließe - ich würde mich auf jeden Fall ...

    Oh, wie schön. Ich freue mich, dass Aleke und ihre Geschichte Dir so gut gefallen haben. Die Fortsetzung liegt in den letzten Bearbeitungszügen und ich bin schon sehr gespannt, wie das fertige ...

  • Ein spannender Krimi im Mittelalter

    Die Heilerin und der Feuertod

    dieDoreen

    An diesem Roman sticht besonders der Schreibstil hervor. Der Autorin gelingt es durch eine sehr poetische Schreibweise den Leser sofort nach Braunschweig in das Jahr 1374 zu entführen. Man merkt dem Buch an das es gut recherchiert ist und die Autorin ein umfassendes Hintergrundwissen besitzt. Die Story beginnt etwas schleppend, überrascht dann aber durch unerwartete Wendungen, welche allerdings zu plötzlich im großen Finale enden, weshalb noch viele Fragen offen bleiben. Der reale geschichtliche Hintergrund ,der vielen historischen Romanen zu Grunde liegt, wird während der Story nur leicht gestreift und kaum thematisiert. Deshalb kann ich das Buch niemanden empfehlen der gern über bekannte historische Ereignisse oder Persönlichkeiten liest. Wer aber eine Krimi- und Liebesgeschichte im Mittelalter sucht für den ist dieses Buch genau richtig. 

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    • 2

    ChristianeL

    16. March 2015 um 20:07
  • Die Heilerin und der Feuertod

    Die Heilerin und der Feuertod

    Nik75

    Heute stelle ich euch den historischen Krimi „Die Heilerin und der Feuertod“ von Christiane Lind vor. Der Roman spielt in Braunschweig im Jahr 1374. Aleke leidet darunter, dass ihr Vater sie nie als Tochter akzeptiert hat. Überrascht ist Aleke als sie von ihrem Vater gebeten wird, seinem Sohn zu helfen, der wegen Mordes im Kerker sitzt. Er hat angeblich in der Hochzeitsnacht seine junge Braut getötet, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Aleke kennt sich gut mit Heilkräutern aus und soll seinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Zögernd willigt sie ein. Doch dann wird auch noch ihr Vater eines Verbrechens bezichtigt und zwar von dem Mann den Aleke liebt. Meine Meinung: Frau Lind hat einen tollen historischen Krimi geschrieben, der mich von Beginn an fesseln konnte. Aleke die Hauptprotagonistin mochte ich sehr gerne. Sie ist eine junge Frau, die bis heute nicht damit klarkommt, dass sie ihr Vater nicht als Tochter akzeptiert. Aber uneheliche Kinder wurden zur damaligen Zeit ohnehin meist verleugnet. Aleke sitzt in dem Roman zwischen den Fronten. Sie weiß nicht wo sie hingehört, will aber ihren Bruder auch nicht hängenlassen. Es dauert nicht lange bis Aleke mitten in den Ermittlungen steckt. Auch dem wahren Mördern bleibt nicht verborgen, dass Aleke herumschnüffelt. Sie wird bedroht und sie muss um ihr Leben bangen. Wie gut, dass Righert in Alekes Leben auftaucht, der herausfinden will, wer vor Jahren das Haus seiner Familie angezündet hat. Mit Righert bekommt sie Unterstützung bei der Suche nach dem wahren Mörder. Mehr werde ich jetzt aber nicht mehr verraten. Christiane Lind hat einen sehr spannenden Roman geschrieben, der mich richtig gefesselt hat. Er war flüssig, spannend und fesselnd geschrieben und Aleke war eine Protagonistin, mit der man einfach mitfiebern und mitzittern musste. Man konnte das Leben in Braunschweig zur damaligen Zeit gut kennen lernen. Christiane Lind hat das Leben, die Gesellschaft und die Stadt sehr bildlich beschrieben. Ich hatte beim Lesen das Gefühl mitten drinnen zu sein im Geschehen. Den Roman konnte ich auf alle Fälle beim Lesen kaum zur Seite legen. Toll fand ich dass es im Buch Personenbeschreibungen, einen Glossar und ausführliche historische Hintergründe gab. So wurden noch die letzten Fragen, die ich hatte beantwortet. Es ist ein historischer Krimi den ich nur weiterempfehlen kann. Spannend vom Anfang bis zum Ende, mit unerwarteten Wendungen. Von mir gibt es für diesen hervorragenden Krimi 5 Sterne. 

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    • 2
  • Rundum perfekt, spannende Handlung, lebendig und bildhaft erzählt.

    Die Heilerin und der Feuertod

    Lesegenuss

    Der historische Roman beginnt 1368 mit einem Prolog, als ein Junge von seiner nächtlichen Tour nach Haus kommt und sein Elternhaus in Flammen steht. Er verliert seine gesamte Familie bei diesem Unglück. Am schlimmsten trifft ihn der Verlust seiner kleinen Schwester Hanneke. Warum auch sie? 1374: Aleke lebt in einem Konvent. Sie ist ein uneheliches Kind und hat dort mit der Mutter unterkommen können. Der Vater, Herr van den Broke, ist ein angesehener Mann in Braunschweig und hat noch einen ehelichen Sohn. Mit einem Anliegen taucht dieser bei Aleke auf und bittet sie um Hilfe. Er, der das Spital mit Spenden unterstützt, braucht Aleke. Dass er sich nie öffentlich zu seiner unehelichen Tochter bekannte, kann man der damaligen Zeit zuschreiben. Es ist ja aus der Zeit bekannt, dass die männlichen Herren der oberen Schicht sich außerehelich vergnügten und dann saßen sie da, die geschändeten Frauen. Aleke gehört zu den Frauen, die sich in der Heilkunde auskannten. Sicher auch zu der Zeit eine Gratwanderung, denn leicht konnte man in den schlechten Ruf einer Hexe kommen. Sie soll nun alles versuchen, dass Kersten sich an jene verfluchte Nacht erinnert, weshalb er wegen Mordes im Kerker saß. Sie hatten keine Geheimsamkeiten,  und doch stellt man fest, wie wankelmütig das Schicksal sein kann. Der historische Hintergrund führt zu dem reichen Ritterorden der Templer (deren Geschichte mich immer wieder aufs neue fasziniert!), dann der Aufstand der Gilden gegen die Patrizier in Braunschweig 1374. Wer die Geschichte von der Autorin Christiane Lind richtig liest, spürt den Unmut, Groll, das Leben der einzelnen Protagonisten. Eine bedrohliche Atmosphäre liegt über der Stadt Braunschweig. Die Charaktere sind sympathisch und unsympathisch in ihrer Darstellung, doch allemal authentisch. Aleke ist eine bezaubernde und sympathische Protagonistin, so stark und doch verletzlich. Nun kommt sie in Konflikt, als sie Righert kennenlernt und sich beide verlieben. Und der hat nur eins im Sinn: Rache für den Verlust seiner Familie. Zitat Anfang Prolog: „Mit großen Schritten eilte der Junge durch die einsamen Gassen der Stadt. Immer wieder blieb er stehen, um in die Nacht zu lauschen, ob ihm jemand folgte. Nur der Schein des Vollmonds warf ein fahles Licht auf das schmutzige Pflaster.“ Ich möchte nicht zu viel verraten aus der gesamten Handlung. Die Autorin bringt durch ihre lebendige Sprache den Leser in ein Jahrhundert, nach Braunschweig, so dass man sich die mittelalterliche Stadt mit ihren Menschen gut vorstellen kann. Bereits am Anfang finden sich die Personen aufgelistet im „Dramatis Personae“. Am Ende ist ein Glossar sowie die historischen Hintergründe aufgelistet. Wer noch mehr lesen möchte, findet eine breite Auswahl in den ebenfalls aufgeführten Literaturhinweisen. Die Danksagung muss ich nicht extra erwähnen – oder doch?  „Gut gebrüllt (Löwe) Christiane!“ Und das meine ich im positiven Sinn! Fazit: „Die Heilerin und der Feuertod“ ist eine weitere Bereicherung im Genre Historische Romane. Rundum perfekt, spannende Handlung, lebendig und bildhaft erzählt.Kann man auf eine weitere Geschichte um Aleke hoffen? Magdeburg ruft – oder auch nicht, wer weiß das schon. Der Weg ist lang.

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    • 2

    ChristianeL

    16. March 2015 um 20:01
    Lesegenuss schreibt  „Gut gebrüllt (Löwe) Christiane!“ Und das meine ich im positiven Sinn!

    Danke sehr - der Braunschweiger Löwe und ich freuen uns, dass Dir Alekes Geschichte so gut gefallen hat. :-)

  • Spannender historischer Krimi im mittelalterlichen Braunschweig

    Die Heilerin und der Feuertod

    elmidi

    Christiane Lind entführt uns mit ihrem historischen Roman "Die Heilerin und der Feuertod" in das mittelalterliche Braunschweig am Ende des 14. Jahrhunderts. Hier lebt Aleke in einer kleinen Beginengemeinschaft. Sie ist die uneheliche Tochter des reichen Braunschweiger Kaufmanns Accem van dem Broke, dessen Zuneigung und Anerkennung sie sich ersehnt, aber nie bekommt. Ausgerechnet dieser Mann, den sie nicht "Vater" zu nennen wagt, bittet sie um Hilfe. Sein Sohn Kersten wird beschuldigt, seine Ehefrau in der Hochzeitsnacht ermordet zu haben. Für diese unerhörte Tat landet Kersten im Kerker, obwohl er sich - angeblich? - an nichts erinnern kann. Aleke macht sich auf die Suche nach der Wahrheit - und diese Suche führt sie tief in die Geheimnisse ihrer so fremden Familie. Immer wieder trifft sie dabei auf einen jungen Mann namens Righert, ein fremder Kaufmann aus Magdeburg. Auch er ist auf Wahrheitssuche. Als Kind musste er erleben, wie seine Familie in seinem brennenden Elternhaus ums Leben kam. Und scheinbar wurde dieses Feuer von jemanden gelegt. Righert, von Rachedurst getrieben, forscht nach dem Schuldigen und auch er stößt immer wieder auf die Familie van dem Broke. Eine besondere Stärke dieses spannenden historischen Romans sind die liebevoll geschilderten Nebenfiguren, die die Geschichte bevölkern und ihr die richtige Würze geben. Seien es die Mitschwestern Alekes bei den Beginen oder der Henker und seine Familie. Auch bei den beiden Hauptfiguren läßt uns die Autorin an deren komplexen und oft widersprüchlichem Gefühlsleben teilnehmen. Nicht zuletzt sind aber auch die beiden "Kriminalfälle", um die sich Aleke und Righert drehen, bis zuletzt spannend erzählt. Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert, um dem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Einige kleine Mängel haben mich gestört. An einigen wenigen Stellen war mir die Handlung zu sprunghaft und unlogisch - aber nie so, dass ich nicht folgen konnte. Ausserdem haben mich die manchmal für mich etwas (emotional) überzogenen Reaktionen der Hauptprotagonisten genervt. Aber alles in allem waren diese Mängel mehr wie das leichte Sodbrennen bei einem wirklich guten Essen. Mein Fazit: Lesenwerter Roman für alle, die historische Krimis lieben und bei aller in diesem Buch garantierten Spannung nicht so ganz genau hinsehen.

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    • 2

    ChristianeL

    16. March 2015 um 19:59
    elmidi schreibt Aber alles in allem waren diese Mängel mehr wie das leichte Sodbrennen bei einem wirklich guten Essen.

    Was für ein schöner Vergleich :-). Danke für Deine Rezension.

  • Fesselnd, authentisch, mitreissend; 3 in 1 - Krimi, Liebe, Historie

    Die Heilerin und der Feuertod

    Gudrun67

    Der mitreissende Schreibstil Christiane Lind`s hat mich ins Spätmittelalter um die Jahre 1368 bis 1374 nach Braunschweig entführt. Die Protagonisten Aleke und Righert müssen hier Verbrechen aufdecken, die zeigen, wie weit Menschen gehen können, die ohne Anstand und Moral leben und nur das eigene Wohl im Auge haben. Neben der spannungsgeladenen Szenerie vermittelt Christiane Lind hier Lehrreiches über Kräuter und deren Anwendung. Ebenso wird viel Wissenswertes über den Umgang mit Glauben und vermeintlichen Irrglauben zu damaliger Zeit vermittelt. Schon interessant zu sehen, dass die Menschen damals und heute oft immer noch die gleichen Fehler begehen.

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    ChristianeL

    16. March 2015 um 19:57
    Gudrun67 schreibt Schon interessant zu sehen, dass die Menschen damals und heute oft immer noch die gleichen Fehler begehen.

    Ja, leider lernen wir wohl nur begrenzt ;-). Ich danke Dir für Deine Rezension und freue mich, dass Du Spaß an Alekes Geschichte hattest.

  • Aleke

    Die Heilerin und der Feuertod

    kira35

    "Die Heilerin und der Feuertod" ist das erste Buch von Christiane Lind, welches ich gelesen habe. Wer möchte, erfährt näheres  unter  www.christianelind.de Schon der Klappentext sprach mich an, und nachdem ich den Prolog gelesen hatte wusste ich, dies ist ein Buch für mich. Anschaulich und in einem flüssigen Schreibstil entführt die Autorin den Leser in das Braunschweig im Jahr 1374. Die Beschreibungen der Handlungen, Lebensumstände, Orte und Protagonisten sind sehr bildhaft und so konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Aleke, eine junge Frau hat es in ihrem bisherigen Leben nicht leicht gehabt. Als uneheliches Kind lebt sie gemeinsam mit ihrer Mutter - bis zu deren Tod - bei den Beginen. Aleke erwirbt heilkundige Kenntnisse und bleibt auch weiterhin als Magd bei den Beginen. Doch sehnt sie sich immer nach ihrem Vater, den sie in dem reichen Händler und Stadtrat Acchem van dem Broke sieht.  Und doch ist Aleke für die damalige Zeit sehr selbstbewusst und willensstark.  Der aus Magdeburg angereiste Kaufmann Righert van Anhald, macht recht schnell die Bekanntschaft von Aleke und bald sind beide auf der Spur nach einem Mörder und kommen sich auch gefühlsmäßig näher. Doch dann gibt es eine Enthüllung, mit der Aleke nicht gerechnet hat... Da am Ende noch Fragen offen bleiben, gibt es bald ein Wiedersehen mit Aleke und Righert, auf welches ich schon gespannt bin. Ein lesenswerter, gut recherchierter historischer Roman.

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  • Faszinierend gegensätzliche u. ausgereifte Charaktere! Ich las nicht nur, ich fühlte wie sie ticken!

    Die Heilerin und der Feuertod

    Leselady

    Alekes sehnlichster Wunsch sind Anerkennung und Akzeptanz ihres Vaters, wohingegen Righert nach einem verheerenden Unglück in seiner Kindheit, rastlos von Rache- und Vergeltungsgedanken getrieben und beherrscht wird. Während für Bankert Aleke sich augenscheinlich das Tor zum Vater ein wenig zu öffnen scheint, stößt der junge Händler in Braunschweig auf Mauern voll Andeutungen, Intrigen und Argwohn. Ihre wiederholtes Aufeinandertreffen gestaltet sich von Mal zu Mal schwieriger, zu gegensätzlich erscheinen Motivation und Handhabe. Dennoch wissen beide: "Mut ist in dunklen Zeiten deine einzige Rettung" Informationen zu Buch und Verlag: Taschenbuch: 424 Seiten Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (12. September 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3746630789 ISBN-13: 978-3746630786 Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3 x 18,9 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3746630789/lovebook-21 Und hier gibt es ein herzliches Willkommen auf Christianes Lind Homepage: http://www.christianelind.de/ ... mit "Blick in ihre Werkstatt" und vielem interessantem mehr. Beindruckt haben mich hier vor allem die umfangreichen Vorbereitungen für Lesungen und die Überlegungen zur Recherche. Besuch lohnt sich sehr, schaut doch einfach mal rein! Eindrücke / eigene Meinung: "Die Heilerin und der Feuertod" ist mein erster historischer Roman von Christiane Lind, deren Schreibtalent mich zuvor bereits in "Schnurrlaub" und "Kein Gott wie jeder andere" begeistert hat. Für mich stellte sich nun die Frage, kann die Autorin auch historisch? JA! Christiane Lind kann historisch! Und wie! Für mich war dieses Buch vom Prolog bis zum Schlusssatz eine einzige Wohltat. Die Sprache den mittelalterlichen Gegebenheiten angepasst, entführte sie mich von der ersten Seite an, in die wahrlich nicht einfache Welt der jungen Heilerin Aleke, deren Bankert-Schicksal und ihre Sehnsucht nach Akzeptanz mich sehr berührte. Die Geschichte verschweigt keineswegs die finsteren, mittelalterlichen Methoden, wie beispielsweise die, der "peinlichen Befragung", weidet sie aber nicht überbordend aus! Diese etwas sanftere Herangehensweise empfand ich als sehr, sehr angenehm, vermutlich ist sie auch ein wenig dem jungen Alter der Hauptprotagonisten geschuldet. Christiane Lind hat es in "Die Heilerin und der Feuertod" faszinierend gut verstanden, äußerst interessante und gegensätzliche Paarungen sich gegenüberzustellen und das vor allem bei den Nebendarstellern, die mich übrigens absolut gleichwertig beeindruckt haben, wie Aleke und Righert selbst! Wir treffen hier auf ganz besondere und ausgereifte Charaktere, die mit viel Liebe zum Detail agieren, ihren Weg finden und bestreiten müssen. Beim Lesen ist man intim nahe an deren Emotionen, Gedanken und Konsequenzen. Sicherlich steht einem nicht jeder Charakter(zug) gleichermaßen nahe, aber dennoch sind sie allesamt ungeheuer ausgefeilt und brillant in ihrem Wesen und ihren Interaktionen. Ich las nicht nur, ich fühlte, wie sie ticken und warum. Großartig! Auf angenehmste abgerundet wird das Buch durch ein Verzeichnis der Dramatis Personae, einem Glossar, historischen Hintergründen und Literaturhinweisen. Insofern war für mich hier alles wie aus einem Guss! Eine wunderbare Aufmerksamkeit zum Ver- oder sich selbst schenken; ein historischer Roman, der mich von der ersten Seite in seine Welt mitgenommen und mich mit einem wohlig, warmen Gefühl im Bauch am Ende verabschiedet hat. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir von Herzen eine Fortsetzung wünschen.... :-) Danke für ganz besonders bezaubernde Lesestunden!

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