Christiane Lind Im Schatten der goldenen Akazie

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Inhaltsangabe zu „Im Schatten der goldenen Akazie“ von Christiane Lind

Erinnerungen bleiben, aber der Schmerz verweht mit dem Wind … Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen. (Quelle:'E-Buch Text/21.08.2016')

Eine wundervolle und tief berührende Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen und zwei Kontinenten

— Klusi
Klusi

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  • Im Schatten der goldenen Akazie

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Klusi

    Klusi

    02. January 2017 um 23:16

    Australien zum Ende des 19. Jahrhunderts: Nachdem die Schwestern Catherine und Victoria Wagner ihre Mutter durch einen tragischen Unfall verloren und sich ihr Vater in seiner Trauer verschließt, haben sie nur noch einander. Als der Opalschürfer Luke als Zuckerrohrschneider nach Amber's Joy kommt und eine Liebelei mit Catherine beginnt, erleben beide Schwestern eine schmerzvolle Enttäuschung, und ihre Wege trennen sich. Es vergehen viele Jahre, und es muss viel geschehen, damit Catherine und Victoria wieder zueinander finden.Hannover, etwa hundert Jahre später: Auch hier geht es um zwei Schwestern. Franziska und Alina Lindhoff haben früh ihre Eltern verloren, und Franziska, die ältere, musste bereits in jungen Jahren Verantwortung für ihre jüngere Schwester übernehmen. Nach einer schweren Enttäuschung, die das Verhältnis der Geschwister stark belastet, beschließt Franziska kurzfristig, nach Australien zu reisen. Einen alten Brief ihrer Großtante Ella, die sie Jahre zuvor eingeladen hatte, hat sie im Gepäck und besucht die ältere Dame. Ella ist auf der Suche nach den eigenen Wurzeln, und Franziska hilft ihr dabei. Während ihrer Recherchen zu Ellas und damit auch zu ihrer eigenen Familiengeschichte, entdeckt sie so mancherlei Geheimnisse und auch Tragödien. Die gemeinsame Suche stärkt das Band zwischen Ella und ihrer Großnichte, aber dann scheinen ihre Pläne kurz vor dem Ziel zu scheitern. Wird es Franziska gelingen, auch das letzte Familiengeheimnis zu lüften?In dieser faszinierenden Familiengeschichte geht es immer wieder um das Verhältnis zweier Schwestern. Sind es im 19. Jahrhundert Catherine und Victoria, so scheint sich das Schicksal auch in der Gegenwart zu wiederholen, denn zwischen Franziska und Alina herrschen ebenfalls negative Gefühle und Spannungen. Wie sich herausstellt, hatte auch Großtante Ella eine Schwester, und auch da war das Verhältnis nicht zum Besten, sondern von Enttäuschungen geprägt. Auf zwei Zeitebenen erlebt man die Entwicklung mit, wie es zum jeweiligen Bruch zwischen den Schwestern kam und auch, wie sie sich langsam wieder aufeinander zu entwickeln. Beide Erzählstränge haben mich fasziniert. In der Handlung, die im 19. Jahrhundert spielt, erfährt man viel über die Zuckerrohrplantage der Wagners, die damals als Einwanderer nach Australien kamen. Es ist kein leichtes Leben, das sie führen, sondern es ist arbeits- und entbehrungsreich. Der Tod von Amber Wagner hinterlässt eine Lücke, die sich nicht schließen lässt. Er reißt eine Kluft zwischen die Schwestern und ihren Vater, der sich gehen lässt und auf dem besten Weg ist, die Plantage und damit den Lebensunterhalt für seine Familie zu verlieren. In der Gegenwart muss Franziska wieder lernen, anderen Menschen zu vertrauen. Nach allem, was sie gerade erst erlebt hat, fällt ihr das nicht leicht. Ihre Recherchen, gemeinsam mit ihrer Großtante, zur Familiengeschichte führt sie ebenfalls nach Amber's Joy. Nach und nach findet sie zu sich selbst, und es gelingt ihr, zu vertrauen und zu vergeben. Die verschiedenen Charaktere sind auf beiden Zeitebenen detailliert ausgearbeitet, und man kann die Gefühle der Protagonisten nachvollziehen. Besonders Franziska, ihre Handlungen und Reaktionen, konnte ich sehr gut verstehen. In der Vergangenheit wie in der Gegenwart begegnet man auch Aborigines, und immer hatte ich das Gefühl, dass diese Menschen mehr sehen und anderen tief in die Seele schauen können. Sie, die rücksichtslos aus ihrer Heimat vertrieben wurden und bei den meisten weißen Einwanderern ein geringes Ansehen genießen, verfügen über eine anrührende Herzlichkeit und einen bewundernswerten Weitblick. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Tatsache, dass es in dem Handlungsstrang der Gegenwart eine sehr eigenwillige Katze gibt. Diese starken Katzencharaktere sind ein Markenzeichen der Autorin und für mich aus ihren Romanen nicht wegzudenken. Aber in diesem Buch gibt es eine Besonderheit, denn im Erzählstrang zur Vergangenheit bekommen Christiane Linds Katzen eine starke Konkurrenz in Form eines Hundes. Es ist ein Blue Heeler mit Namen Cookie, der treue Begleiter von Victoria, der einen ganz besonderen Charme hat. Obwohl ich eigentlich eher ein „Katzenmensch“ bin, habe ich den kleinen tapferen Kerl sofort in mein Herz geschlossen.Zwischenmenschliche Emotionen kommen in der gesamten Handlung sehr ausdrucksstark zur Geltung. Mich hat dieser Roman von Anfang bis Ende gefesselt, und das Schicksal der Frauen in beiden Jahrhunderten hat mich tief berührt. Die bewegende Handlung, eingebettet in wundervolle Landschaftsbeschreibungen, hat mich nachhaltig beschäftigt. Es ist wunderschön, wie Christiane Lind alles zu einem Abschluss bringt, der zufrieden macht und rund ist. 

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  • Drei Generationen, drei Schwesternpaare, sechs Schicksale

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    05. December 2016 um 13:16

    Der Australienroman „Im Schatten der goldenen Akazie“ der Autorin Christiane Lind kann schon beinahe als Familienepos bezeichnet werden. Wir lernen drei Schwesternpaare kennen, die einer gemeinsamen Familie entstammen, aber zu sehr unterschiedlichen Zeiten lebten, beziehungsweise leben. Die gemeinsamen Wurzeln der Frauen liegen in Deutschland. Doch ein Zweig der Familie wanderte nach Australien aus – und hier spielt auch der Hauptteil der Handlungen.Der Roman wird aus zwei Zeitperspektiven erzählt und startet im 21. Jahrhundert in Deutschland. Hier lernen wir die Protagonistin Franziska kennen, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung steht und alleine mit ihrer jüngeren Schwester Alina wohnt. Die Eltern der beiden verunglückten, als Franziska kurz vor ihrem Abitur stand. Seidem kümmert sich die ältere Schwester fürsorglich um die Jüngere und stellt ihre eigenen Bedürfnis hintan. Doch Franziska ertappt ihren Freund Julian in flagranti – ausgerechnet mit ihrer Schwester Alina. Das ist ein herber Schlag für die junge Frau. So kommt es, dass sie – ganz untypisch für sie - Hals über Kopf eine Reise antritt, die sie eigentlich vier Jahre zuvor mit ihrer Mutter machen sollte. Sie reist nach Brisbane in Queensland, wo Ellen Murdoch, eine entfernte Verwandte, wohnen soll. Besagte Ellen Murdoch nahm seinerzeit Kontakt zu Franziskas Mutter auf und lud sie nach Australien ein. Franziska weiß aber nicht einmal, ob Ellen noch lebt, einzig der Brief ist ein vager Anhaltspunkt.Auf der zweiten Zeitebene finden wir uns im Jahr 1897 auf der Zuckerrohrplantage Amber's Joy in Australien wieder. Hier lebt Victoria mit der jüngeren Schwester Catherine und ihrem unwirschen Vater Joseph Wagner. Die Mutter und Ehefrau Amber verstarb an einem Schlangenbiss und der Vater macht das junge Mädchen Victoria dafür verantwortlich. Die beiden Mädchen wachsen heran und werden zu jungen Frauen. Catherine verliebt sich in einen Saisonarbeiter, doch der Vater hat andere Pläne und auch hier reist eine der Schwestern zutiefst enttäuscht ab.Die Geschichten der beiden Schwesternpaare weisen ein paar Parallelen und doch wiederum große Unterschiede auf. Ellen Murdoch, die aus einer zwischen den beiden Zeitebenen liegenden Generation stammt, dient als eine Art Bindeglied. Auch sie hatte eine Schwester, auch hier gab es einen Mann und auch hier gab es eine tiefe Kluft, die zwischen die beiden Schwestern geschlagen wurde. Doch Ellen tritt mit einer außergewöhnlichen Bitte auf Franziska zu:"Ich habe mich gefragt, ob du Interesse hast, unser Buch zu schreiben?" Ella schaute sie so erwartungsvoll an, dass Franziska nur nicken konnte. "Die Geschichte der Frauen von Amber's Joy ist es wert, dass man sie erzählt."So kommt es, dass Franziska mit einiger Unterstützung die Geschichte der beiden Schwestern Victoria und Catherine Stück für Stück aufdeckt. Wir erfahren nicht nur von der Zuckerrohrplantage, sondern auch von der Suffragetten Bewegung in Australien. Wir bekommen kleine Einblicke in die Welt der Aborigine und das Land Australien – damals wie heute. So baut sich die Geschichte Kapitel um Kapitel auf. Da die Kapitel mit Handlungsort und Jahreszahl versehen sind, findet man sich gut zurecht.Die Protagonisten sind klar gezeichnet und gut entwickelt. Vor allem die Zeichnung der Catherine hat mich sehr überrascht. Auch die Entwicklung der Nebencharaktere sind in ihrer Ausprägung und im Zusammenspiel mit den Protagonistinnen passgenau.Vielleicht war das Stück an der ein oder anderen Stelle ein wenig kitschig, aber in Summe hat mich der Roman gut unterhalten und in mein geliebtes Australien versetzt.Fazit:Spannender und lesenswerter Australienroman um die Schicksale dreier Schwesternpaare unterschiedlicher Generationen. Gespickt mit wissenswerten Informationen und abgerundet mit ein bisschen Romantik.

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    • 6
  • Absolute Leseempfehlung

    Im Schatten der goldenen Akazie
    sabinebartsch

    sabinebartsch

    02. November 2016 um 16:49


  • Spannende und emotional berührende australische Familiengeschichte in 2 Zeitebenen

    Im Schatten der goldenen Akazie
    katze267

    katze267

    01. November 2016 um 11:54

    Der Roman spielt abwechselnd in zwei Zeitebenen. Einmal in Australien,Ende des 19. Jahrhunderts. Victoria und ihre Schwester Catherine müssen den frühen Tod ihrer Mutter verkraften und wachsen mit dem dadurch freudlos und hart gewordenen Vater auf einer Zuckerrohrplantage im australischen Outback heran.. Ende des 20. Jahrhunderts kümmert sich in Deutschland Franziska nach dem Unfalltod der Eltern um ihre jüngere Schwester.Nach einem großen Streit und einer tiefen seelischen Verletzung durch die Schwester fliegt die sonst eher ruhig und überlegt handelnde Franziska spontan nach Australien, da kurz vor dem Unfall damals ihre Mutter einen Brief mit der Einladung einer entfernten Verwandten von dort bekam. Erst nach mehrwöchigem Aufenthalt bei einer Gastfamilie fasst Franziska den Mut, sich bei der ihr unbekannten Großtante Ella zu melden.Diese nimmt sie herzlich auf, und beide beginnen, die Familiengeschichte und die darin verborgenen Geheimnisse zu erforschen, ihr Hauptaugenmerk gilt dabei der Geschichte der beiden Schwestern auf der Farm. Parallel dazu wird die Geschichte der beiden ungleichen Schwestern in der Vergangenheit weiter erzählt., von ihrem Leben, ihrem Zerwürfnis, ihren Lieben und auch vom täglichen harten Leben auf einer Farm und in der Stadt. Durch diesen Zeitenwechsel wird der Roman sehr abwechslungsreich, die Suche nach den Familiengeheimnissen besonders interessant für den Leser. Beeindruckend sind auch die Parallelen zwischen den Geschwisterkonflikten, zumal sogar Ella einen ähnlichen mit ihrer inzwischen verstorbenen Schwester erlebte. Der Schreibstil liest sich angenehm leicht, ohne ins Seichte abzudriften. Alle Charaktere sind liebevoll detailliert beschrieben, die Hauptcharaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz, man fühlt und leidet mit ihnen mit.Doch auch die Fasznation der Australiens, der Natur aber auch den unverwechselbaren Charakter ihrer Bewohner bringt die Autorin dem Leser nahe, wobei sie auch auf historische Begebenheiten wie die mir bisher unbekannte Sufragettenbewegung in Australien und die Diskriminierung der Aborigines eingeht. Frau Lind ist hier ein sowohl spannender, als auch emotional berührender Roman gelungen, der ganz nebenbei auch viel Wissenswertes vermittelt. Von mir gibt es dafür fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung

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  • Spannende Familiengeschichte vor traumhafter australischer Kulisse

    Im Schatten der goldenen Akazie
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    28. October 2016 um 10:07

    "Wie ein Land Wolkenbrüche braucht, um zu wachsen, braucht ein Leben schwere Zeiten." (S. 23) Hannover 2016: Nie hätte Franziska gedacht, dass ihre Schwester sie so verraten könnte. Tief verletzt bricht sie alle Brücken hinter sich ab und flüchtet nach Australien, um dort bei einem Sprachkurs auf andere Gedanken zu kommen und ihre bis dato unbekannte Großtante Ella zu besuchen. Gemeinsam beginnen die beiden Frauen nach ihren Wurzeln zu forschen und tauchen tief ein in eine faszinierende Familiengeschichte, die im Jahr 1897 ihren Lauf nahm. Damals lebten die Schwestern Victoria und Catherine auf der Zuckerrohrfarm ihres Vaters, bis ein Mann in ihr Leben trat und alles veränderte. "Im Schatten der goldenen Akazie" ist ein typischer Love & Landscape Roman aus der Feder von Christiane Lind. Die deutsche Autorin ist unter mehreren Pseudonymen bekannt und veröffentlichte z.B. als Carolyn Lucas romantische Engelsfantasy, die mich bereits begeistern konnte. Australien und insbesondere die Gegend um Queensland bildet hier die wundervolle Kulisse für eine bewegende und dramatische Familiensaga, die auf zwei Zeitebenen spielt und sich über mehrere Generationen erstreckt. Alles wird sehr anschaulich beschrieben und man fühlt sich direkt hineinversetzt in die einzigartige Landschaft Australiens mit seiner prächtigen Flora & Fauna. Ein Sehnsuchtsland ohnegleichen, denn wer möchte nicht mal wie Franziska einen süßen Koala streicheln, die tiefen Akazienwälder durchschreiten oder sich an den vielfältigen exotischen Blumen erfreuen. Eine tolle Atmosphäre, welche dem Roman sehr zugutekommt. Denn gerade das erste Drittel konnte mich noch nicht wirklich überzeugen. Handlung und Schreibstil sind recht einfach gestrickt und manche Zeitsprünge und übergangene Ereignisse verwirren. Glücklicherweise änderte sich das später etwas. Verschiedene Themen wie die Suffragettenbewegung und der Kampf um das Frauenwahlrecht, die Einbeziehung von historischen Persönlichkeiten oder die Unterdrückung der australischen Ureinwohner machen die Geschichte zunehmend interessant und spannend. Wobei mich der Erzählstrang aus der Vergangenheit mit Victoria und Catherine bedeutend mehr gefesselt und berührt hat. Zwei starke Frauen, die man einfach nur bewundern kann und gern auf ihrem Weg begleitet. Catherine fand ich zwar anfangs noch etwas unsympathisch, doch das legte sich rasch. Die beiden Schwestern müssen um Liebe und Selbstbestimmung kämpfen, schwierige Situationen meistern und mit Rückschlägen und Verrat umgehen; in einer Zeit, wo Frauen noch nicht viel Mitspracherecht hatten und vieles gleich als Skandal galt. Dagegen ist Franziskas Geschichte in der Gegenwart recht vorhersehbar und fällt am Ende ganz schön rührselig und kitschig aus. Auch das schließlich enthüllte Familiengeheimnis haute mich jetzt nicht vom Hocker. Dennoch kann "Im Schatten der goldenen Akazie" durchaus empfehlen, denn Australienfans und Liebhaber von spannenden und geheimnisvollen Familiengeschichten kommen hier definitiv auf ihre Kosten. 4 Sterne von mir.

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  • Im Schatten der goldenen Akazie

    Im Schatten der goldenen Akazie
    SanNit

    SanNit

    16. October 2016 um 12:40

    Das ist eine sehr umfangreiche Geschichte über mehrere Generation.Die alle ineinander verzweigt sind und sich auch alle in gewisser Weise das selbe Schicksal teilen.Es wurde aus Franziska, Victoria, und Catherine ihrer Perspektive geschrieben.Vor jedem Wechsel gab es immer Andeutungen, die mich immer aufstöhnen ließen, weil ich wissen wollte wie es weiter geht.Es gab einige emotionale Passagen, die mir auch die Tränen in die Augen trieben.Die Autorin hat eine schöne fließende Schreibweise.Ich hätte mir ein bisschen mehr Australien in Bildern gewünscht. Die konnten sich in den Beschreibungen bei mir nicht so richtig bilden. Das ist aber der einzige kleine Makel.Sehr gut im Anschluss fand ich das Glossar. Erläuterungen bei geschichtlichen Büchern finde ich immer sehr hilfreich

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  • Im Schatten der goldenen Akazie

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Blaustern

    Blaustern

    12. October 2016 um 12:10

    Ella Murdoch erhielt einen überraschenden Brief aus Brisbane von einer entfernten Verwandten, die sie zu sich einlädt. Franziska soll nach ihrem Abitur mit ihrer Mutter dorthin reisen. Doch es kommt anders. Die Eltern sterben bei einem Unfall, und Franziska muss für ihre jüngere Schwester Alina zurückstecken, der sie ihren beruflichen Werdegang ermöglicht. Sie selbst bleibt dabei auf der Strecke und wird dann auch noch von ihr mit ihrem Freund hintergangen. Hals über Kopf flüchtet sie nun nach Australien zu ihrer Großtante Ella, mit der sie zusammen die Geschichte ihrer Vorfahren auf Amber’s Joy unter die Lupe nimmt. Dort lebten im 19. Jahrhundert Viktoria und die jüngere Schwester Catherine mit ihrem verbitterten Vater. Denn seit seine geliebte Frau an einem Braunschlangenbiss starb, war das Leben auch für ihn nicht mehr lebenswert, und er machte Viktoria dafür verantwortlich, die von da an nur noch unter ihm zu leiden hatte. So zwang er Viktoria, den Mann zu heiraten, der mit Catherine angebandelt hat und machte ihr so das Leben zur Hölle, denn der war der geborene Nichtsnutz. Catherine jedoch floh aus verletzter Liebe und dem Vertrauensbruch ihrer Schwester zu ihrer Verwandten nach Brisbane. Dort schloss sie sich der Frauenrechtsbewegung an, und machte den gleichen Fehler noch einmal. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und hat somit zwei Handlungsstränge. Zum einen verfolgen wir das Leben von Viktoria und ihrer Schwester und zum anderen das von Franziska und ihrer Schwester, und alles scheint sich in dieser Familie zu wiederholen. Durch einen Vertrauensbruch werden die engsten Verwandten durch Flucht verlassen und ignoriert, teilweise ein ganzes Leben lang bis zum Tod. Dabei wird deutlich, dass jeder nur ein Mensch ist und auch falsche Entscheidungen treffen kann, und man dabei unwissentlich oder auch, weil man nicht anders kann oder zu schwach ist, die Liebsten damit kränkt und quält. Aber das es doch wichtig ist, irgendwann zu verzeihen. Viktoria ist zwar eine sehr verantwortungsvolle junge Dame, die trotz allem Leid für ihren kranken Vater da ist, sich aber von ihm tyrannisieren lässt und zu schwach ist, sich gegen ihn durchzusetzen. Dafür lässt sie sogar ihre große Liebe gehen. Catherine dagegen ist der schöne Sonnenschein und Vaters Liebling, aber auch recht leichtlebig. Ähnlich verhält es sich bei Franziska und Alina. Sehr schön bildlich werden uns hier die australische Gegend und das damalige Leben mit seinen anfänglichen Höhen und späteren Tiefen auf der Zuckerrohrplantage beschrieben, und auch über den Kampf um das Wahlrecht für Frauen erfährt man viel Interessantes. Der Schreibstil lässt sich angenehm flüssig lesen.

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  • "Man sagt, die Liebe sei eine Himmelsmacht"

    Im Schatten der goldenen Akazie
    JessicaLiest

    JessicaLiest

    26. September 2016 um 20:41

    Der traumhafte Inhalt:Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen.Cover:Es ist wirklich schwer die Schönheit Australiens auf ein kleines Cover zu beschränken. Aber dieses Cover hat es geschafft. Die ganze Farbauswahl und allgemein die ganze Gestaltung ist einfach traumhaft. Natürlich hat auch hier der Bezug auf den Titel nicht gefehlt. Highlight ist für mich das Känguru im oberen Bereich, was ich auch zugegeben erst auf den zweiten Blickt entdeckt hatte. Charaktere:Ich glaube ich sage bei deinen Büchern fast jedes Mal das gleiche … aber es ist halt einfach wirklich so. Du bist eine Meisterin im Charakter erfinden – gestalten – verwirklichen. Es sind dann nicht nur irgendwelche Charaktere, es sind starke Persönlichkeiten. Sie verleihen der Geschichte einfach Leben, es gab so viele Charaktere mit den verschiedensten Persönlichkeiten, dabei waren sie alle perfekt ausgearbeitet. Die Charaktere verdeutlichen nur allzu sehr wie wichtig die eigene Familie ist. Ein Leben lang sauer auf den anderen zu sein, ist nicht richtig. Das macht das ganze Leben nur noch schwerer. Es geht um das Verzeihen. Das starke Band das eine Familie verbindet und auch immer verbinden sollte. Um Vertrauen. Das man Entscheidungen trifft die eine andere Person verletzten wird, damit muss man immer rechnen. Umso wichtiger ist es wieder einander zu vertrauen. Es gab Charaktere, die all dies durchgemacht habe. Es gab Charaktere die keine andere Wahl hatten, die von den anderen gedrängt wurden. Denen Unrecht wiederfahren ist. Und es gab Charaktere deren Ziel es war die Familie wieder zu vereinen. Jede Generation hatte ihre eigene besondere Geschichte, wie wurden alle 3 zu einem großartigen Buch verknüpft.Sie haben mein Herz erobert und es zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.Schreibstil:Der Schreibstil hat mich an manchen Stellen glücklich, traurig, zum Lachen und auch mitfiebern lassen. Die ganzen Emotionen waren einfach genau an den richtigen Stellen eingesetzt worden. Fantastisch zu lesen, dabei auch sehr entspannend - und spannend. Es war auch schön einen Teil über Australien selbst du lesen, die vermittelten Eindrücke wie es damals sein musste waren großartig und super zum Nachvollziehen. Sehr gut gefallen hat mir unter anderem das Thema Frauenwahlrecht. Die Geschichte hat mich mit jedem einzelnen Wort in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die ganzen Entwicklungen die die Charaktere im Buch durchgemacht haben waren sehr schön zu lesen. Es war ein wahrhaftiges Leseabenteuer in Australien. Ich würde das Buch immer und immer wieder von vorne lesen! 

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  • Leserunde zu "Im Schatten der goldenen Akazie: Australien-Roman"

    Im Schatten der goldenen Akazie
    ChristianeL

    ChristianeL

    Liebe Lovelybookerinnen, in wenigen Tagen veröffentliche ich „mein Familiengeheimnis“ Im Schatten der goldenen Akazie als Independent-Autorin. Daher möchte ich euch heute zu einer Vorab-Leserunde einladen. Die Akazie ist mir persönlich wichtig, weil es in dem Buch um Schwestern geht - Schwesternliebe, aber auch Schwesternrivalität. (Meine Schwester fragte misstrauisch: "Ich bin aber nicht Vorbild für Alina?" Als Antwort lächelte ich und schwieg.) Worum geht es in dem Roman?  Das sagt der Klappentext: Erinnerungen bleiben, aber der Schmerz verweht mit dem Wind … Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen.  Das verschweigt der Klappentext: ... im 19.  Jahrhundert - Victorias große Liebe Billy, einen Halb-Aborigine, den sie wegen der Farm aufgibt - Cookie, eine treue und kämpferische Blue Heeler-Hündin - selbstverständlich einen Kater, der Catherines Zimmer in Brisbane besetzt - … und die Frauenwahlrechtsbewegung Queenslands ... im 21. Jahrhundert - Franziskas Schwester Alina (das hat sie verdient!) - Riley, einen arroganten Australier mit unglaublich blauen Augen- Koalas, Wombats, Kängurus und Pferde Hier geht es zur Leseprobe Wer bin ich? Christiane Lind hat sich schon immer Geschichten ausgedacht, die sie ihren Freundinnen erzählte, aber nur selten zu Papier brachte. Erst zur Jahrtausendwende erinnerte sie sich daran und begann Kurzgeschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie unter den Pseudonymen Christiane Lind, Chris Lind, Laura Antoni und Clarissa Linden elf Romane bei den Verlagen Rowohlt, Thienemann, Droemer, Aufbau und Amazon veröffentlicht. Als Carolyn Lucas hat sie Fantasygeschichten im Selbstverlag publiziert. Beim Schreiben begibt sich Christiane am liebsten auf die Spur von Familien und deren Geheimnisse, sei es im Mittelalter, dem 20. Jahrhundert oder auf anderen Kontinenten. Nach beruflichen Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen teilt sie heute in Kassel eine Wohnung mit unzähligen und ungezählten Büchern, einem Ehemann und vier Katern. Die Samtpfoten erwarten von Christiane, dass mindestens eine Katze in ihren Geschichten vorkommt, was inzwischen ihr Markenzeichen ist. Wenn ihr mitlesen wollt! Für die Leserunde stelle ich 10 Taschenbuch-Exemplare zur Verfügung. Wenn ihr gemeinsam mit mir ans andere Ende der Welt reisen wollt (leider nur per Buch), schreibt hier bitte bis zum 16. August 2016, was euch zu Australien als erstes in den Sinn kommt. Ich freue mich auf eure Bewerbungen und die gemeinsame Leserunde, die voraussichtlich am 21. August 2016 beginnen wird. (Ups, was ich vergessen habe: Schreibt ihr bitte dazu, ob ihr euer Gewinnbuch signiert oder unsigniert haben möchtet. Danke!) Herzliche Grüße Christiane

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    LimaKatze

    LimaKatze

    26. September 2016 um 20:13
    ChristianeL schreibt Liebe Liane, mach' Dir deshalb keinen Kopf, wie man so schön sagt. Ich ahnte und fürchtete schon, dass bei Dir wieder Land unter ist. Daher freue ich mich besonders, dass Du Dir bei all dem ...

    Sehr gerne geschehen, und vielen Dank für dein Verständnis!!! Oh ja, bitte unbedingt Bescheid geben. Ich würde mich wirklich riesig freuen. Das gilt übrigens auch für die offensichtlich demnächst ...

  • Ein Geheimnis in einem Geheimnis in einem Geheimnis. (Buchzitat)

    Im Schatten der goldenen Akazie
    LimaKatze

    LimaKatze

    25. September 2016 um 18:17

    Klappentext: Erinnerungen bleiben, aber der Schmerz verweht mit dem Wind … Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen. Zum Inhalt: Franziska kann es nicht fassen. Sie ist schwer enttäuscht von ihrer Schwester Alina. Wie konnte diese ihr so etwas antun und sie derart verletzen?! Hinter ihrem Rücken hatte Alina eine heimliche Liebelei mit ihrem Freund Julian. Dabei war Franziska immer für ihre jüngere Schwester da. Vor allem seit dem Tod der Eltern, die vor vier Jahren durch einen Unfall ums Leben kamen. Franziska braucht Abstand, und zwar möglichst schnell und möglichst weit entfernt von den beiden. Doch wohin? Franziska erinnert sich an einen Brief ihrer Großtante Ella, die sie nie kennenlernen konnte und kommt schnell zu einem Entschluss: Sie wird nach Australien reisen und ihre Großtante aufsuchen. Die sympathische junge Frau ahnt nicht, dass diese Reise ihr ganzes Leben verändern wird. Gleichzeitig stößt sie durch Nachforschungen auf ein bewegendes Familiendrama voller Geheimnisse, welches sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts abspielte. Die eher ruhige Victoria und die temperamentvolle Catherine sind der Hauptteil dieser Reise in die Vergangenheit. Sie waren noch Kinder, als sie ihre Mutter durch ein tragisches Unglück verloren. Ihr Vater Joseph hatte stets seiner älteren Tochter Victoria die Schuld daran gegeben und ließ sie ihr Leben lang dafür büßen. Doch war Victoria wirklich schuld am Tod der Mutter, oder brauchte der Vater nur einen Sündenbock für seinen Kummer? Den Tod seiner Frau konnte Joseph nie verwinden. Er flüchtete sich in den Alkohol und in die Spielsucht, trieb die Plantage immer mehr in den Ruin. Seine spätere Krankheit machte alles noch schlimmer. Victoria und Catherine jedoch hielten stets zusammen. Der Verlust der Mutter hatte sie noch enger zusammengeschweißt. Durch die ablehnende Haltung ihres Vaters ist Catherine für Victoria der rettende Anker, der sie hält. Alles ändert sich, als der gutaussehende Luke in das Leben der beiden Schwestern tritt. Leider führt er nichts Gutes im Schilde und versteht sich sehr gut darin, mit seinem Charme alle zu blenden, auch Joseph. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. ... Mein Fazit: „Im Schatten der goldenen Akazie“ war für mich ein wunderbarer und abwechslungsreicher Unterhaltungsroman, der mich bei seinen Rückblenden in die Vergangenheit an den Stil großer Familiensagas erinnerte und die angesprochene Zeit hervorragend zum Leben erweckte. Eine spannende Handlung, berührende Schicksale, schön herausgearbeitete Charaktere, sowie die zu Australien gehörenden geheimnisumwobenen Aborigines sorgen für aufregende und kurzweilige Lesestunden. Besonders das Schicksal der beiden Schwestern Victoria und Catherine hatte es mir angetan. Ich muss zugeben, dass ich mir ein wenig mehr von den Aborigines gewünscht hätte. Auch den kurz angeführten Suffragetten hätte für meinen Geschmack etwas mehr Platz eingeräumt werden dürfen. Allerdings zielte der Roman auf ein anderes Thema ab, und zwar ging es der Autorin in erster Linie um die Beziehung unter Geschwistern und dabei speziell um das ganz besondere Band, welches unter Schwestern zu finden ist. Liebe und Hass liegen hier oftmals dicht beieinander. Auch in diesen aktuellen Roman hat die Autorin Christiane Lind wieder viel Herz und Sorgfalt hineingelegt. Das ist deutlich spürbar, und macht gemeinsam mit dem mitreißenden und lebendigen Schreibstil viel Freude beim Lesen. Die Romanfiguren sind hervorragend gelungen und glaubwürdig dargestellt. Das gilt nicht nur für die Sympathieträger in der Geschichte, sondern auch für den zwielichtigen Luke und den unnachgiebigen Vater Joseph. Und natürlich bekamen auch diverse Katzen, quasi als Markenzeichen der Autorin, kleine Nebenrollen zugeordnet, die mitunter ganz nebenbei für humorvolle Auflockerungen sorgten. Ein informativer Anhang rundet das positive Gesamtbild ab. Liebe, Herz und Schmerz unter der heißen Sonne Australiens. Sehr gerne vergebe ich für diese generationsübergreifende gefühlvolle Lektüre, die garantiert keine Langeweile aufkommen lässt, fünf Sterne.

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    • 9
  • Schwesterbeziehungen

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Dreamworx

    Dreamworx

    04. September 2016 um 16:51

    Deutschland 2016. Nachdem dem Tod ihrer Eltern muss Franziska ihr Leben neu einrichten und sich um ihre jüngere Schwester Alina kümmern. Doch nachdem sie hintergangen hat, bricht Franziska den Kontakt zu ihr ab und reist zu ihrer Großtante nach Australien, um ihren Schmerz und ihre Enttäuschung hinter sich zu lassen und etwas Neues zu wagen. Mit ihrer Großtante zusammen beginnt Franziska Nachforschungen nach ihrer Familie und erfährt dabei vieles, das auch ihr Leben entscheidend beeinflussen wird.Australien 1890. Victoria und ihre jünger Schwester Catherine bewirtschaften mit ihrem Vater die Familienranch. Der Vater hat den Tod der Mutter nie verwunden und macht Victoria für ihr Ableben verantwortlich. Victoria fügt sich in eine Heirat mit dem Nichtsnutz Luke, während Catherine nach einem Bruch mit Victoria der Ranch entflieht und in Brisbane ihr Glück versucht, was dann doch nicht klappt. Werden sich die Schwestern jemals versöhnen?Christiane Lind hat mit ihrem Buch „Im Schatten der goldenen Akazie“ einen sehr spannenden und unterhaltsamen Roman vorgelegt, der auf zwei Handlungsebenen in verschiedenen Jahrhunderten angelegt wurde und zum einen von der Gegenwart erzählt und dessen zweiter Erzählstrang von den historischen Gegebenheiten berichtet. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, ab der ersten Seite findet sich der Leser als Franziskas Schatten wieder, aber auch das Eintauchen in die Vergangenheit ist ein Leichtes, man springt je nach Kapitel zwischen den Ebenen hin und her und ist ununterbrochen gefesselt von der Erzählkunst der Autorin. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildhaft, auch die Lebensumstände der Menschen im Australien des 19.Jh. werden sehr schön dargestellt und man erfährt einiges vom harten Farmleben und den Entbehrungen. Die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und man ist als Leser aufgefordert, eigene Überlegungen und Spekulationen anzustellen, um sie wieder zu verwerfen und neu zu überdenken.Die Charaktere wurden liebevoll in Szene gesetzt und überzeugen durch ihre Authentizität und ihre Lebendigkeit. Franziska wirkt zu Beginn noch etwas unterkühlt, doch sie muss schon früh Verantwortung tragen und einige Schicksalsschläge durchmachen. Die Veränderung ihrer Persönlichkeit innerhalb dieses Romans ist wunderbar zu beobachten und ist sehr gelungen. Großtante Ella ist schwer krank, aber eine Seele von Mensch. Sie möchte vor ihrem Tod noch das Familienrätsel mit Franziska zusammen lösen und die Welt im Reinen verlassen, denn sie sorgt sich um die Ihren. Victoria ist eine verantwortungsvolle Person, die leider so gar nicht zu ihren eigenen Wünschen steht und sich gegenüber ihrem Vater nicht durchsetzen kann. Sie lässt sich von allen ausnutzen, weil ihr das Selbstbewusstsein fehlt, sich dagegen aufzulehnen. Oftmals möchte man sie schütteln, um sie aufzuwecken, doch dann wird man auf einmal von ihr überrascht. Catherine ist eine oberflächliche und egoistische Frau, die von einem Unglück ins Nächste rennt, immer in der Hoffnung, jemand wird ihr schon daraus helfen. Sie wirkt naiv und dumm, aber manchmal sieht es auch wie Kalkül aus. Auch die anderen Protagonisten bereichern die Handlung mit ihren kleinen Geschichten zusätzlich.„Im Schatten der goldenen Akazie“ ist sehr gelungener Familienroman vor australischer Kulisse, der durch die seine schöne Erzählkunst und eine spannende Geschichte besticht. Alle, die dieses Genre lieben, werden von diesem Buch begeistert sein. Absolute Leseempfehlung, einfach wunderbar erzählt!  

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  • Eine australische Familiensaga

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    04. September 2016 um 12:54

    Inhaltsangabe Erinnerungen bleiben, aber der Schmerz verweht mit dem Wind … Australien, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt. Gut hundert Jahre später: Nach einer tiefen Enttäuschung folgt Franziska kurz entschlossen einem Brief ihrer Großtante Ella und reist nach Australien. Gemeinsam forschen die beiden nach ihren Wurzeln und begegnen starken Frauen, weisen Aborigines und dem entbehrungsreichen Leben deutscher Einwanderer. Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen. Im Schatten der goldenen Akazie ist der neue Roman von Christiane Lind. Dank des flüssigen Schreibstils der Autorin kann der Leser sofort in die Familiensaga um Franziska ein- und abtauchen. Sowie die Protagonisten als auch die Kulisse sind so detailliert und brillant wiedergegeben worden, so dass man meint, hautnah im Geschehen zu sein. Christiane Lind verfügt über einen großartigen Erzählstil und die Worte tragen einen nach Australien. Die Handlung besteht aus zwei Zeitformen und dass macht die Geschichte so mitreißend. Der Gegenwartspart dreht sich um Franziska, die nach Australien reist um einige Familienangehörige kennenzulernen. Dabei trifft sie auf ihre Großtante, die ein Buch über ihre Familie schreiben möchte und von da an geht die Reise in die Vergangenheit. Dieser Part spielt um 1897 – 1899 und hier lernen wir Viktorias Familie und deren Leben kennen. In diesem Teil wird deutlich, wie sich die Autorin mit der australischen Geschichte auseinandergesetzt hat, denn ihre sehr guten Recherchen spiegeln sich hier wieder und fließen perfekt in dieses Buch hinein. Wer jetzt meint, dass gerade dieser Teil langatmig oder gar langweilig rüberkommt, der irrt gewaltig. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn es macht sehr viel Spaß einiges über Land und Einwohner aus dieser Zeit zu erfahren. Hinzu kommt noch, dass der ständigen Zeitwechsel so gut miteinander verstrickt worden ist, dass man dieses Buch kaum aus den Händen legen mag. Es macht sehr viel Freude und Spaß mit Franziska in der Vergangenheit zu kramen, um dann wohlgehütete Familiengeheimnisse aufzudecken. Wer schon einmal Bücher von Christiane Lind gelesen hat, weiß, dass sie eine große Katzenliebhaberin ist. Selbst hier finden ihre geliebten Stubentiger einen wunderbaren Platz und bereichern so diesen Roman. Am Ende dieses Buches befindet sich ein Glossar, dass dem Leser nochmals ein paar sehr interessante Informationen zu australische Begriffe liefert. Das Buch Im Schatten der goldenen Akazie ist eine spannende faszinierende, lehrreiche und unterhaltsame Familiensaga. Christiane Lind hat mal wieder bewiesen, dass sie ihr Handwerk versteht und auch grandios umsetzen kann. Für mich war es ein Sommerhighlight 2016 und dafür gibt es 5 von 5 Sternen. Sorry, leider kann ich nicht mehr geben… Wer gerne Bücher über Familiengeheimnisse liest, ist hier bestens aufgehoben und ich kann es nur weiterempfehlen.

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  • Im Schatten der goldenen Akazie

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Nik75

    Nik75

    04. September 2016 um 08:54

    Meine Meinung:In diesem Roman verschlägt es unsere Protagonistin Franziska nach Brisbane in Australien. Zu Hause in Deutschland gab es einige Schicksalsschläge, die sie hofft in Australien zu verdauen. Außerdem soll eine Großtante von ihr in Brisbane wohnen. Die sympathische Franziska trifft tatsächlich ihre Tante Ella und bald sind sie mitten drinnen, die Vergangenheit ihrer Vorfahren zu erforschen. Um die Forschungsarbeiten interessanter und lebendiger zu machen versetzt uns die Autorin ins Brisbane um 1888. So können wir nicht nur Franziska und Ella kennen lernen, sondern auch die Schwestern Catherine und Victoria ihrer Ahninnen. Ella möchte unbedingt ihr Geheimnis herausfinden. Die Geschichte ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Immer wieder Enden die Kapitel mit Cliffhangern, wenn die Autorin vom 19. Jahrhundert ins hier und jetzt wechselt und umgekehrt. So bleibt der Roman durchwegs spannend und es bleibt einem gar nicht anderes über als einfach weiterzulesen. Mir fiel es sehr schwer das Buch überhaupt noch aus der Hand zu legen. Ich konnte mir beim Lesen alles bildlich vorstellen und ich habe mit den Frauen mitgelitten. Ich habe ihre Schicksale richtiggehend miterlebt. Die Autorin hat Australien wunderbar beschrieben, so dass man sofort Lust auf einen Besuch bekommt. Frau Lind schaffte es in jedem ihrer Bücher, dass ich ein tolles Kopfkino erlebe und dass ich mit ihren Protagonisten mitfiebern, mitleiden und mich mitfreuen kann. Es ist ein emotionaler Roman mit vielen Höhen und Tiefen. Er ist wunderbar für tolle Lesestunden und wenn man gerne Familiengeheimnisse aufdeckt, ist man hier genau richtig. Natürlich dürfen auch die geheimen Hauptprotagonisten der Autorin nicht fehlen und zwar ihre Kater. Auch sie spielen immer eine kleine aber wichtige Rolle. Für mich war es wieder ein perfekter Roman, der mich zum Grübeln gebracht hat und meine detektivischen Fähigkeiten zum Vorschein gebracht hat. Am liebsten hätte ich mit Franziska getauscht um das Leben ihrer Verwandten zu erforschen.Danke liebe Christiane für dieses wunderbare Leseerlebnis.Von mir gibt es für dieses tolle Buch 5 Sterne.

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  • Zeitübergreifendes Familiendrama - mehr als nur ein Australienroman!

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Gluehsternchen

    Gluehsternchen

    03. September 2016 um 20:36

    Christiane Lind schafft es immer wieder, mich mit Büchern zu begeistern, die nicht mein bevorzugtes "Beuteschema" sind.Inhalt:Wir lernen am Anfang der Geschichte Franziska kennen, die kurz vom Abitur steht und eine Australienreise plant, bis dann etwas dazwischen kommt. 4 Jahre später wagt sie das Abenteuer dann doch sehr spontan und entdeckt viel über sich, ihre Wurzeln und auch die Liebe!Parallel gibt es einen zweiten Erzählstrang. Um 1900 herum in Australien. Die Geschichte von Viktoria und Catherine, die beiden Schwestern, die auf der Farm ihres Vaters leben und dort ihr Dasein fristen. Nach einigen Wirrungen gibt es eine Zwangsheirat, später Kinder, heimliche Liebe, Neuanfänge, Zuversicht und auch Heimat!Mehr mag ich hier nicht verraten, das würde das Lesen dann stören :)Meinung:Das Buch hat mich sofort gefangen genommen. Die Autorin schafft es immer wieder, einen in ihren Bann zu ziehen, mit den Protagonistinnen mitzufiebern und zu bangen.Die Schwestern-Thematik des Buches zieht sich über mehrere Generationen, ist aber gut nachzuvollziehen und man macht sich auch teilweise selbst Gedanken über die eigene Schwester und das eigene Leben.Die Frauen dieses Buches sind allesamt stark, auch wenn es oft erst mal nicht so wirkt. Jede für sich hat ihren Weg im Leben, den sie aber gut und stolz geht. Mir hat besonders gut gefallen, das die einzelnen Charaktere deutlich unterscheidbar waren, man sofort Bilder im Kopf hatte, von Menschen, Tieren, Umgebung... Auch Stimmungen wurden wunderbar wiedergegeben.Die Geschichte ist rund, stimmig und auch in sich abgeschlossen, man hat nicht das Gefühl, es wäre gehetzt geschrieben, sondern sehr entspannt. Die Schreibweise ist flüssig, und entbehrt auch in der manchmal harten Thematik nicht eines unterschwelligen positiven Grundtenors. Christiane Lind steht für mich auch für gründliche Recherche, ausführliche geschichtliche Zusammenhänge und Umgebungsbeschreibung. Das macht diesen Roman zu einer guten Mischung aus Australienstimmung und Familiendrama!Da mir das Cover nicht so zusagt, kann ich nur sagen, das Buch ist mehr als das Cover :D Es ist tiefergehender, intensiver und gefühlvoller, ohne kitschig zu sein. Es hat ganz viel Stärke, Frauenpower und Mut in sich und von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die gern einfach mal was anderes lesen wollen :)LG Gluehsternchen

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  • Eine exzellent geschilderte Familiensaga, großartig und mitreißend …

    Im Schatten der goldenen Akazie
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    02. September 2016 um 21:35

    Kurz bevor die Eltern von Franziska, die gerade im Abiturstress steckte, tödlich verunglückten, kam Post aus Australien. In Brisbane, Queensland, lebte Ellen Murdoch, die der Familie mitteilt, dass sie eine Verwandte sei. Zum geplanten Trip nach dem Abitur von Franziska und ihrer Mutter kam es nicht mehr. Statt dessen muss sich Franziska nunmehr um die jüngere Schwester Alina kümmern. Ihr geplantes Studium aufgegeben, steckte sie sie erneut im Prüfungsdruck zum Ende ihrer Ausbildung als Beamtin bei der Stadt. Dass dadurch ihre Beziehung zu Julian zu kurz kam, aber auch zur Schwester, die daraus entstandenen Folgen waren etwas vorhersehbar. Doch nicht für Franziska. Die Konfrontation mit der Situation führte zu dem Resultat, dass Franziska Hals über Kopf die Stadt und auch Deutschland verlässt, um nach Australien zu fliegen. Den Brief der Tante im Gepäck. Auf Amber's Joy, 1897 in Australien, lebte Victoria mit der jüngeren Schwester Catherine und dem Vater Joseph Wagner. Seit dem Tod der Mutter und Ehefrau hatte sich der Vater in Gram und Wut geflüchtet, vor allem Victoria bekam es mehr als deutlich zu spüren. Machte er sie doch verantwortlich für den Tod. Hinzu kamen die Probleme der Zuckerrohrplantage. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen.  Wie sich eine Geschichte doch wiederholen kann, zeigt das Beispiel der beiden Geschwisterpaare. Und das ist definitiv keine Fantasie. So ergibt sich eine hochinteressante Familiengeschichte, die Ende des 19. Jahrhunderts in Australien spielt und der zweite Part gut hundert Jahre später in Hannover, Deutschland sowie Australien. Kapitelweise baut sich die Geschichte auf, so dass es am Ende ein vollständiges Bild ergibt. Die jeweiligen Kapitel wurden mit dem Ort und der Jahreszahl versehen. Hierdurch behält der Leser den Überblick über den zeitlichen Rahmen. Einen Roman in zwei Zeitsträngen zu schreiben, wobei der Leser nicht verwirrt wird, ist der Autorin Christiane Lind sehr gut gelungen. Mir hat die Gesamtatmosphäre ganz toll gefallen. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Durch die wechselnde Erzählperspektie erhält der Leser einen guten Eindruck, was auch mit an den sehr ausführlichen Beschreibungen der Örtlichkeiten liegt. Erwähnenswert die Recherchearbeit der Autorin. Die verarbeiteten Themen, wie z. B. das damalige Leben der Aborigine, das Leben der Farmerfrauen, die Entwicklung der Frauenrechtsbewegung in Australien, für manchen Nebensächlichkeiten, doch wichtig zum Verlauf der Handlung. Wer sich für das Land Australien, ihre Ureinwihner, Bewohner und in weitreichender Hinsicht die Auswanderer ferner Länder hierher, interessiert, bekommt hier einen guten Eindruck vermittelt. Um auf den Schreibstil der Autorin zurückzukommen: Das Buch ist wie gewohnt flüssig zu lesen, aber in diesem Buch steckt mehr. Das habe ich schon bei einem anderen Buch der Autorin empfunden. Ganz viel Herzblut! Die Geschichte um Victoria und ihrer Schwester Catherine sowie Franziska und ihrer Schwester Alina hat mich total begeistert. Aber auch die Großtante Ella und, wie kann es anders sein, Katzen spielen auch eine - wenn doch kleine - Rolle, in diesem Buch. Christiane Lind hat es erneut geschafft, mich komplett in die Geschichte mit hineinzuziehen. Einen großen Anteil daran haben schon die so real wirkenden Charaktere, aber auch die Story wurde so fesselnd geschrieben, dass die Spannung bis zum Schluss anhielt. Man kann es nicht aus der Hand legen. Die Autorin versteht ihr Handwerk. Und ja, ich habe bekommen, was ich erwartet habe. Nein, stimmt nicht ganz, es war sehr viel mehr. Eine exzellent geschilderte Familiensaga, großartig und mitreißend … Für mich ein weiteres Lesehighlight 2016.Zitat S. 417"Ich habe gefragt, ob du Interesse hast, unser Buch zu schreiben?" Ella schaute sie so erwartungsvoll an, dass Franziska nur nicken konnte. "Die Geschichte der Frauen von Amber's Joy ist es wert, dass man sie erzählt."

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