Christiane Martini Die Meisterin aus Mittenwald

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Inhaltsangabe zu „Die Meisterin aus Mittenwald“ von Christiane Martini

Kaum, dass Anna siebzehn Jahre alt ist, scheint ihr Leben schon zu Ende zu sein: Im Jahre 1702 soll sie ins Kloster gebracht werden, nachdem die Kirche ihre Mutter als Hexe beschuldigt und umgebracht hat. Auf dem beschwerlichen Weg durch tiefe Alpenschluchten und schwindelnd-hohe Pässe geschieht ihren Bewachern der Inquisition ein dramatischer Unglücksfall, der für Anna aber die Freiheit bringt. Sie kann entkommen und nimmt die Identität eines jungen Mannes an. Ihrem brennenden Lebenswunsch folgend, gelingt es ihr, eine Lehre als Geigenbauer in Mittenwald zu beginnen. Annas Traum, die Kunst des Geigenbaus wie Niemand sonst zu beherrschen, gerät in Gefahr, als sie sich in den Gesellen Moritz verliebt und beide Opfer einer blutigen Intrige werden, in die ihr Meister und ein skrupelloser, venezianischer Söldner verstrickt sind. Auf einmal steht wieder alles auf dem Spiel und eine atemlose Flucht nach Venedig beginnt.

Unterhaltsam und toll geschrieben

— ClaudisGedankenwelt
ClaudisGedankenwelt

Fazit: Unterhaltsame, atmosphärisch dichter erzählte Geschichte einer jungen Frau, die davon träumt, Geigenbauerin zu werden.

— Bellexr
Bellexr

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  • ein schöner historischer Roman

    Die Meisterin aus Mittenwald
    ClaudisGedankenwelt

    ClaudisGedankenwelt

    08. February 2015 um 13:46

    Zu Beginn steht ein Prolog in dem Vivaldi eine Rolle spielt. Dieser wirft zunächst einige Fragen auf, die zum Ende des Buches hin jedoch geklärt werden. Nach dem Prolog wechselt die Handlung zu Anna, deren Mutter der Hexerei angeklagt wird und dann in Folge der Wasserprobe ums Leben kommt. Anna wird von den Inquisitoren mitgenommen und soll in ein Kloster. Zwischendurch wechselt die Handlung zu Moritz, der bei Meister Dürnholz in Mittenwald in der Geigenbauerlehre ist und gern mehr lernen würde als sein Meister ihm beibringen will. Richtig Spannung kommt auf, als beide Hauptprotagonisten aufeinandertreffen und die Handlung an Fahrt aufnimmt. Die Autorin lässt hier viele interessante Details rund um den Geigenbau und die Musik einfließen. Hier merkt man ihr fundiertes Wissen als Diplom-Musikerin und Konzertistin. Der Bau einer Geige wird hier Häppchenweise im Laufe der Handlung erklärt und ich fand diese Schilderungen sehr interessant. Natürlich spielen Anna und Moritz die Hauptrolle in dem Buch und es geht hauptsächlich um das Leben junger Frauen im 17. Jahrhundert und auch um die Liebe zweier Menschen. Die Beschreibungen der einzelnen Orte war sehr gekonnt umgesetzt und ich hatte so die Möglichkeit mir alles bildlich vorzustellen. Die Protagonisten des Buches waren auch plastisch und nachvollziehbar geschildert. Dennoch hat mich an Anna ein klein wenig gestört, dass die Zufälle in ihrem Umfeld sich so sehr häufen und sie das Unglück förmlich gepachtet hat. Und ich persönlich empfand Annas Naiviät nach all den negativen Erlebnissen nicht ganz überzeugend und bin einfach der Meinung es hätte sie härter machen müssen. Stattdessen empfindet sie selbst für den größten Schurken Mitleid. Doch die Geschichte hätte ohne diese Charaktereigenschaft von Anna wohl eine ganz andere Wendung genommen. Durch die lebendigen und plastischen Schilderungen baut sich der Spannungsbogen gut auf. Die Autorin hat es geschafft einen spannenden historischen Roman ohne langatmige Stellen zu schaffen und nebenbei auch noch Wissen zum damaligen Leben und zum Geigenbau zu vermitteln. Fazit: Ein guter historischer Roman, der viel Unterhaltungswert hat und der sich sehr gut und flüssig lesen lässt. Ich vergebe hier: ★★★★☆

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  • Die Geigenbauerin

    Die Meisterin aus Mittenwald
    Bellexr

    Bellexr

    23. December 2014 um 19:47

    Anno 1702: Annas Mutter wird der Hexerei angeklagt und stirbt durch ein Gottesurteil. Anna selbst muss sich dem Tross der Inquisition anschließen und soll in ein Kloster gebracht werden. Doch auf dem Weg über die Alpen kommt es zu einem schrecklichen Unglück und Anna kann als junger Mann getarnt in das nahegelegene Mittenwald flüchten. Dort findet sie unter dem Namen Ferdinand eine Lehrstelle bei Geigenbauer Dürnholz und freundet sich mit Moritz an, der ebenfalls Lehrling bei einem Geigenbauer ist. Annas größter Traum ist es, einmal eine erfolgreiche Geigenbauerin zu werden, doch dies scheint ihr verwehrt, als sie und Moritz in eine blutige Intrige verwickelt werden. Hals über Kopf fliehen beide gen Venedig, ihnen dicht auf den Fersen, ein skrupelloser, blutrünstiger venezianischer Söldner.  Die 17-jährige Anna ist verzweifelt. Eben noch musste sie den Tod ihrer Mutter mit ansehen, schon befindet sie sich auf dem Wagen des Inquisitors von Schaffhausen, der sie in ein Kloster mitten in den Alpen bringen will. Für Anna ein schier unvorstellbarer Gedanke, immer wieder denkt sie über Flucht nach und als ein Unwetter in den Bergen tobt, gelingt Anna tatsächlich das Unverhoffte. Dank der Kleidung eines Mitreisenden und mithilfe einer Schere verwandelt sich Anna in den jungen Schreinergesellen Ferdinand, der auf der Suche nach einer Lehre als Geigenbauer ist. Fündig wird Anna alias Ferdinand im nahegelegenen Mittenwald. Bei dem ungehobelten Meister Dürnholz lernt sie das Handwerk, doch Anna merkt schnell, dass Dürnholz einiges zu verbergen hat und illegale Geschäfte mit dem venezianischen Söldner Carrigi betreibt. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse und Anna und Moritz befinden sich auf einer gefahrvollen Flucht über die Alpen Richtung Venedig. Mit dem Tod von Annas Mutter beginnt Christiane Martini ihren Historischen Roman, wobei der kurze Prolog in Venedig, bei der Padre Antonio Vivaldi eine Rolle spielt, erst einmal einige Fragen aufwirft. Doch schnell wechselt die Geschichte zu Anna und man begleitet die junge, verzweifelte Frau bei ihrer unfreiwilligen Reise über die Alpen. In einem weiteren Handlungsstrang stellt die Autorin ihren Lesern auch den jungen, ehrgeizigen wie talentierten Moritz vor, dessen größter Traum es ist, bei Meister Klotz in die Lehre zu gehen, um bei ihm die Feinheiten des Geigenbauens zu erlernen. Sein Wunsch soll ihm bald erfüllt werden. Moritz ist selig, geht in seiner Arbeit auf und verbringt seine knappe Zeit mit Meister Klotz’ Sohn Sebastian und Freund Alois. Doch das ruhige Leben hat für den jungen Mann ein jähes Ende als Anna alias Ferdinand in Mittenwald auftaucht.  So erlebt man die packend erzählte Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, die Christiane Martini mithilfe ihres einnehmenden, der Zeit angepassten und fesselnden Schreibstil gekonnt in Szene setzt. Zudem lässt die Autorin ihr fundiertes Fachwissen als Musiklehrerin und Konzertistin unterhaltsam mit einfließen und vermittelt ganz nebenbei noch einige interessante Informationen rund um den Geigenbau.  Die Geschichte entwickelt sich jetzt nicht unbedingt überraschend, zumal man bald schon die rätselhafte Szene am Anfang der Geschichte zuordnen kann und die Kurzbeschreibung des Buches auch viel verrät. Dennoch zieht das Schicksal von Anna und Moritz einen schnell in seinen Bann und man verfolgt gespannt die oftmals gefahrvollen Erlebnisse der beiden jungen Leute.  Fazit: Unterhaltsame, atmosphärisch dichter erzählte Geschichte einer jungen Frau, die davon träumt, Geigenbauerin zu werden.  

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  • gelungener, historischer Roman.....

    Die Meisterin aus Mittenwald
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    09. December 2014 um 06:42

    Kurzbeschreibung Kaum, dass Anna siebzehn Jahre alt ist, scheint ihr Leben schon zu Ende zu sein: Im Jahre 1702 soll sie ins Kloster gebracht werden, nachdem die Kirche ihre Mutter als Hexe beschuldigt und umgebracht hat. Auf dem beschwerlichen Weg durch tiefe Alpenschluchten und schwindelnd-hohe Pässe geschieht ihren Bewachern der Inquisition ein dramatischer Unglücksfall, der für Anna aber die Freiheit bringt. Sie kann entkommen und nimmt die Identität eines jungen Mannes an. Ihrem brennenden Lebenswunsch folgend, gelingt es ihr, eine Lehre als Geigenbauer in Mittenwald zu beginnen. Annas Traum, die Kunst des Geigenbaus wie Niemand sonst zu beherrschen, gerät in Gefahr, als sie sich in den Gesellen Moritz verliebt und beide Opfer einer blutigen Intrige werden, in die ihr Meister und ein skrupelloser, venezianischer Söldner verstrickt sind. Auf einmal steht wieder alles auf dem Spiel und eine atemlose Flucht nach Venedig beginnt. Meinung „Die Meisterin aus Mittenwald“ ist ein gelungener historischer Roman einer Autor, von der ich noch nichts gelesen hatte. Historische Bücher gehören eigentlich nicht zu meinem Hauptgenres, aber mittendrin lese ich gerne mal einen. Deshalb war ich ganz gespannt, wie dieser sein würde. Ich kam ganz gut in die Geschichte hinein und stellte schon schnell fest, das Frau Martini über ihr Werk sehr gut recherchiert hatte. Die Ortsbeschreibungen waren gekonnt und ich konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen. Auch die Charakteren wurdne gut in Szene gesetzt und erschienen mir real und authentisch. Die anwachsende Liebesgeschichte zwischen Anna und Moritz gestaltete sich als glaubhaft und nicht übertrieben. Großes Kino waren natürlich die Gefühle und Emotionen überhaupt. Sie stürzten wie Wellen auf mich ein, wodurch ich teilweise traurig, schockiert, überrascht und noch vieles mehr war. Eine tolle Mischung.... Durch die sehr lebendige Handlung tauchte ich in eine Welt, in der ich nicht leben möchte. Sie wurde auf den Punkt gebracht und beschreibt alles, mit was sich die Menschen damals abmühen mußten. Frauen werden als Hexen bezeichnet, nur weil sie sich mit Kräutern auskennen. Morde passieren und werden anderen untergeschoben. Es fehlt an Gerechtigkeit und Anstand. Aber so war es halt damals. Der Schreibstil der Autorin war gut und genau angemessen. Ich konnte das Buch flüssig lesen. Die Schriftgröße und die Kapitellängen fand ich als angenehm. Cover Für einen historischen Roman ist das Cover genau richtig. Warme Farbe, wie braun und orange stechen einem ins Auge. Mir gefällts und hat mich gleich angesprochen. Fazit „Die Meisterin aus Mittenwald“ ist ein gelungener, historischer Roman, der mir einige gute Lesestunden gebracht hat. Kein Meisterwerk, aber trotzdem schön zu lesen. Er bekommt von mir gute 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für jene, die solche Bücher mögen.

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