Christiane Neudecker

 4.4 Sterne bei 64 Bewertungen
Autorin von Sommernovelle, Das siamesische Klavier und weiteren Büchern.
Christiane Neudecker

Lebenslauf von Christiane Neudecker

Die Schriftstellerin Christiane Neudecker wuchs in Nürnberg auf. Sie studierte Diplom-Theaterregie an der renommierten „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin”. Ihr Erzähldebüt gab Neudecker 2005 mit “In der Stille ein Klang”, einem Geschichtenband, der sich poetisch mit der lärmenden Gegenwart auseinandersetzt. 2008 folgte ihr erster Roman “Nirgendwo Sonst”, der im asiatischen Burma/Birma/Myanmar spielt und den Leser hinter die Fassade des doppelgesichtigen Militärstaates führt. 2010 widmete sich Neudecker dem Genre der unheimlichen Erzählung und transferierte in “Das siamesische Klavier” mystische Themen in die digitale Jetztzeit. Ihr Roman “Boxenstopp” (2013) spielt im Schatten Lissabons, auf der Rennstrecke Fernanda Pires da Silva – und gibt spannende Einblicke in die skrupellosen Machtmechanismen deutscher Wirtschaftsmanager. Ihr neuestes Buch "Sommernovelle" spielt auf einer Vogelwarte an der Nordsee, in der zwei 15jährige Schülerinnen einen ganz besonderen Sommer verbringen.

Alle Bücher von Christiane Neudecker

Sommernovelle

Sommernovelle

 (32)
Erschienen am 09.05.2017
Boxenstopp

Boxenstopp

 (11)
Erschienen am 11.03.2013
Das siamesische Klavier

Das siamesische Klavier

 (12)
Erschienen am 12.03.2012
Nirgendwo sonst

Nirgendwo sonst

 (7)
Erschienen am 06.04.2010
In der Stille ein Klang

In der Stille ein Klang

 (2)
Erschienen am 05.10.2005

Neue Rezensionen zu Christiane Neudecker

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NiWas avatar

Rezension zu "Das siamesische Klavier" von Christiane Neudecker

Unheimliche Geschichten
NiWavor einem Jahr

In diesem Kurzgeschichtenband sind acht unheimliche Erzählungen zusammengefasst. Ein siamesisches Klavier im Dschungel, ein Schatten, der sich verselbstständigt oder ein Online-Spiel mit einem Verstorbenen, laden zu mysteriösen Lesestunden ein.

Mit dieser Geschichtensammlung habe ich mir schaurige Lesestunden in der kalten Jahreszeit erhofft. Christiane Neudecker hat sich sichtlich Mühe gegeben, die leider meinen Geschmack - bis auf eine Ausnahme - gar nicht getroffen hat.

Die Geschichten sind eher mysteriös-verrückt als unheimlich. Zum Beispiel wird ein Boxkampf minutiös beschrieben, ein Schachspiel mit all seinen Zügen durchlebt oder in der Nacht Autos aufgelauert, was schon durch die Tätigkeit an sich für Gähnen sorgt.

Dabei beschreibt Neudecker die Situation bis ins kleinste Detail, geht auf die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten ein und lässt am Ende die Geschichte in einem Satz verpuffen - vielleicht soll das ja gruselig sein.

Ich habe mich bemüht ihren Ausführungen zu folgen, aber alle Erzählungen haben einen faden Beigeschmack. Sie wirken bemüht und sind literarisch recht hochgestochen geschrieben, ohne wirklich zu fesseln oder gar spannend-schaurig zu sein.

Einzig mit der Geschichte „Gerufene Geister oder: Der Carpenter-Effekt“ konnte mich die Autorin bei der Stange halten und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Hier ist sie aus der Situation rausgegangen und hat sich einem längeren Zeitraum gewidmet, anstatt sich wie bei den anderen Erzählungen in eine detaillierte Situation zu verlieren.

Die anderen Geschichten zeichnen sich neben dem literarisch anmutenden Ton durch die uninteressanten Themen aus - egal ob Autos, Schach oder Boxen - die mich beim besten Willen nicht packen konnten.

Alles in allem habe ich mir mit diesem Buch sehr schwer getan, dabei hätte ich es gern gemocht. Ich glaube, dass literarisch anspruchsvollere Personen damit Freude haben könnten, auch wenn sie sich wahrscheinlich genauso wenig gruseln werden. 

Kommentare: 5
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aliinaa1309s avatar

Rezension zu "Das siamesische Klavier" von Christiane Neudecker

Langweilig und nicht unheimlich
aliinaa1309vor einem Jahr

Ich kann hier nicht wirklich eine Inhaltsangabe machen da ich sonst zukünftige Leser spoilern würde. Aber kurzgesagt: an Klischees wird sich hier ganz und gar nicht bedient.


Mir persönlich hat das Buch nicht so gut wie den meisten anderen 
Leuten gefallen. Hier soll eine gruselige Stimmung ohne viel Blut und Klischees aufgebaut werden. Eine super Idee aber leider gar nicht gut umgesetzt. 2 von 8 Geschichten konnten mich halbwegs überzeugen aber der Rest ist entweder schon anfangs voraussehbar oder einfach nicht gruselig. Bei einer Geschichte zum Beispiel wo es um einen Freefighter ging, der einen Kampf hatte konnte ich nichts unheimliches feststellen, da einfach nur ein normaler Kampf beschrieben wird wo mal etwas schiefgeht. Die Autorin hat sich wirklich sehr gut über die einzelnen Themen erkundigt (Schach, Musik, "Erlkönigjäger" usw.) was an sich eine gute Sache ist. Aber bei Horrorgeschichten interessieren mich die ganzen Arten von Schach oder verschiedene Kampfstellungen nicht wirklich. Für mich war nichts wirklich unheimlich und eher langweilig.


Der einzige positive Punkt ist der Schreibstil der Autorin. Es klingt schon fast wie ein Märchen oder eine Geschichte zum Vorlesen. Also wirklich schön aber leider konnte dieser mir nichts retten. Das die Geschichten kaum Klischees beinhalten mag gut sein, wurde aber leider nicht so gut umgesetzt.

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Sommernovelle" von Christiane Neudecker

Zwei Wochen im Sommer 1989, die prägend sind und zwei Mädchen heranreifen lassen
schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr


Die beiden 15-jährigen Mädchen Panda und Lotte verbringen ihre Pfingstferien an der Nordsee auf einer Vogelstation. Sie sind voller Enthusiasmus und Engagement für die Umwelt und hatten sich vorgestellt, sich dort um kranke und verletzte Vögel kümmern zu können. Stattdessen ist es aber eine reine Forschungsstation, so dass ihre Aufgabe darin besteht, Vögel zu zählen oder Besucherführungen durch die Dünen zu machen. 


Es ist der Sommer 1989, aber dennoch ist Panda noch gedanklich mit den Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl beschäftigt. Sie wollte eigentlich Vegetarierin werden, wüsste aber dann gar nicht, was sie noch essen soll, da sich sich kaum mehr an Salat und Beeren herantraut. Vor allem bei dem tiefgefrorenen Gemüse, das neuerdings sogar bis zur Haustür geliefert wird, ist sie skeptisch. 


Lotte und Panda sind in ihrem jugendlichen Leichtsinn naiv, aber gleichzeitig auch so vorbildhaft engagiert, wenn sie sich vorstellen, die Welt retten oder zumindest ein Stückchen besser machen zu wollen. Themen wie der Kalte Krieg, Umweltzerstörung oder Neonazismus belasten sie. Sie wollen sich dagegen stark machen - Müll einsammeln, gegen den Verkauf von Pelzen vorgehen oder sich bei der Antifa engagieren.  


Panda bewundert Hiller, den vogelkundigen Rentner, der wie Panda die Leidenschaft für Bücher teilt, während Lotte für den etwas älteren Julian schwärmt, der auch auf der Vogelstation arbeitet, allerdings ein Auge auf die Studentin Melanie geworfen hat.  


Als nach einigen Tagen des Aufenthalts vor Ort der Leiter der Vogelstation, der Forscher und Prof. Dr. Hansjörg Kupfer eintrifft, ändert sich die Stimmung schlagartig durch seine rüde Präsenz. Sein Befehlston und seine Art mit den Vögel umzugehen, lösen bei Panda ein Misstrauen aus, weshalb sie beginnt, seine Forschungsarbeit zu hinterfragen. 


Der Coming-of-Age-Roman von Christiane Neudecker hat zwar nicht viele Seiten, ist aber sehr dicht mit vielen klugen und nachdenklich machenden Sätzen aus der Sicht der Ich-Erzählerin Panda geschrieben. Trotz des Alters der Protagonisten ist es kein Jugendroman, sondern eher ein Roman, für diejenigen, die auch in den 80er-Jahren großgeworden sind und die Sorgen und Nöte von Panda und Lotte geteilt haben. 


"Sommernovelle" ist per Definition eine kurze Erzählung über zwei Wochen im Sommer, die die beiden Mädchen prägen und in welchem Panda und Lotte ein wenig ernüchtert von der Erwachsenenwelt reifer werde und erwachsener nach Hause zurückkehren.

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Gespräche aus der Community

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ChristianeNeudeckers avatar

Hurra, der Sommer kommt! 

....und mit ihm meine brandneue "Sommernovelle" (Erscheinungstermin: 25.5.). Deswegen lade ich 20 von Euch ein, sich mit mir und meinen beiden Hauptfiguren, den 15jährigen Mädchen Lotte und Panda, an die sommerliche Nordsee zu träumen. Und zwar hinein in das Jahr 1989 + an einen ganz besonderen Ort: nämlich an eine Vogelwarte, direkt am Meer! Dort lernen die beiden Freundinnen, wie man Vögel zählt, wie man den Himmel liest, wie man Wattführungen leitet - und noch ein paar andere Dinge mehr...

"Es gibt diese Sommer nur in der Kindheit oder in der
Jugend. Oder im Übergang vom einen zum anderen. Ich
habe nie wieder so etwas erlebt. Dabei war jener Sommer
eher ein Frühling. Und er dauerte nur zwei Wochen lang.
"

Wer von Euch Lust auf eine Teilnahme hat, bewirbt sich bis zum 10.5. unter der Rubrik "Bewerbung, ich möchte mitlesen". Beantwortet einfach mindestens eine der folgenden Fragen:

  • Wo verbringst Du am liebsten Deinen Sommer?
  • Hast Du einen Lieblingsvogel? Wenn ja: welchen und warum?
  • Bist du eher ein Meer-Typ oder ein Berg-Typ?

Die Gewinner werde ich am 11.5. ermitteln. Ihnen gehen vom Luchterhand Literaturverlag aus die Bücher zu. Und Ihr habt sie dann wahrscheinlich noch VOR dem offiziellen Erscheinungstermin! Das finde ich gerade selbst ganz aufregend, denn noch halte ich das fertige Buch selbst nicht in den Händen.

Also: auf, auf! Ich freue mich auf Eure Bewerbungen. Und auf den Sommer.

Herzlich

Christiane Neudecker

http://www.randomhouse.de/Buch/Sommernovelle/Christiane-Neudecker/e465139.rhd



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Hurra, es ist WELTTAG DES BUCHES - und das muss gefeiert werden! Gemeinsam mit dem Luchterhand Literaturverlag verlose ich deswegen 3 persönlich signierte Exemplare meines aktuellen Romans BOXENSTOPP an kreative Leseratten.

Der Roman spielt hinter Lissabon an der ehemaligen Formel1-Rennstrecke "Fernanda Pires da Silva". Die Ich-Erzählerin moderiert dort im malerischen Estoril für einen deutschen Auto-Konzern ein gigantomanisches Event, bei dem Händlern aus aller Welt der neue Luxus-Wagen schmackhaft gemacht werden soll. Allerdings hat der mächtige Konzernchef ein Auge auf die Moderatorin geworfen. Und er ist das Wort "Nein" nicht gewohnt...

Nun seid Ihr gefragt: Wie hätte man das Buch noch nennen können? Alternative Titel waren damals "Blinde Kurve, schwarzes Eis" oder "Im Windschatten von Lissabon"... Die drei überzeugendsten Vorschläge gewinnen das Buch, das ich auf Wunsch gerne mit Namenswidmung signiere. Bis zum 3.5. habt Ihr Zeit.

Hier noch ein paar Stichpunkte fürs kreative Brainstormen:
- die Ich-Erzählerin wohnt in einem etwas seltsamen Hotel, das "Atlantida", also zu deutsch "Atlantis" heisst
- der erste Satz des Buches lautet "Er muss stürzen."
- der Konzernchef heisst Dr. Kilian Kaysert und wird in seinem Konzern als "Sonnenkönig" betrachtet
- es entwickelt sich eine Liebesgeschichte mit einem Rennfahrer namens Ben
- die Ich-Erzählerin macht einen Ausflug nach Sintra und besucht die mystischen Gärten und Freimaurer-Brunnen der Quinta da Regaleira
- auf youtube findet Ihr von mir gelesene Textausschnitte und meinen selbstproduzierten Trailer zum Buch

Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!

###YOUTUBE-ID=OuCIxTcT-Io###
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Zusätzliche Informationen

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