Christiane Neudecker Boxenstopp

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Inhaltsangabe zu „Boxenstopp“ von Christiane Neudecker

Die malerische Kulisse Portugals. Das Dröhnen der Boliden auf der Rennstrecke von Estoril. Und eine Frau, die mit einer männerdominierten Wirtschaftswelt kollidiert. Als erfolgreiche Fernsehmoderatorin wird sie häufig für Marketing-Events gebucht. Diesmal soll sie gleich einen ganzen Monat für die Präsentation eines luxuriösen Sportwagens zur Verfügung stehen. Autos haben sie nie interessiert, doch die Aussicht ist verlockend: Das neue Modell wird auf der ehemaligen Formel 1-Rennstrecke im portugiesischen Estoril den Vertragshändlern aus der ganzen Welt vorgeführt. Sie akzeptiert. Und damit beginnt ein Sturz in die Katakomben des Big Business – dorthin, wo sich die Grenzen von Geld, Gier, echten Gefühlen und glitzernden Oberflächen verwischen. Denn im Zentrum wirtschaftlicher Macht gelten eigene Gesetze. Christiane Neudecker, für ihre klare, atmosphärische Prosa vielfach ausgezeichnet, gelingt mit "Boxenstopp" ein literarischer Trip in die Abgründe der Wirtschaftswelt, ins marode Innere unserer Gesellschaft: poetisch, zornig, hochaktuell.

Ein wunderbares Buch. Rasant, spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

— ekoepping
ekoepping

rasante Fahrt durch einen großartigen und hintergründigen Roman!

— fridaP
fridaP

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  • Rasant geschrieben

    Boxenstopp
    ekoepping

    ekoepping

    16. June 2015 um 17:24

    Ein wunderbares Buch. Rasant geschrieben, spannend von der ersten bis zur letzten Seite und bei allem Filz und aller Korruption am Ende doch mit einem positiven Ausblick für die Protagonistin.

  • Boxenstopp

    Boxenstopp
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    14. June 2014 um 18:58

    Um es gleich vorweg zu schicken: Ich bin alles andere als ein Freund der Formel Eins. Angefangen von dem unglaublichen Lärm über die Umweltaspekte bis zu dem scheußlichen Machismus finde ich eigentlich alles ziemlich abstoßend. Dass mich Christiane Neudecker mit ihrem Roman, der geanu in diesem Milieu spielt trotzdem absolut gefesselt hat, liegt daran, dass sie den Rennsport als Kulisse für ein deutlich ernsteres Thema gewählt hat. Es geht um Machtmissbrauch, aber auch die Ambivalenz von Macht - Abstoßung-Anziehung, um Sexismus, Medienzirkus und die Selbstversklavung zugunsten von Karriere und Anerkennung. Anne ist eine bekannte und beliebte Fernsehmoderatorin als sie den lukrativen Auftrag für die mediale Begleitung der Markteinführung eines neuen Automodells der mächtigen Schneyder-Motors erhält. Präsentieren, leiten der Workshops, Galadinners und das alles im schönen portugiesischen Estoril. Doch was so verlockend klang entwickelt sich bald zu einem Alptraum: Massen an Händlern werden durch diesen gigantischen PR-Zirkus hindurchgeschleust und mit teils zweifelhaften Methoden geködert, die Mitarbeiter unterstehen der absoluten Macht von Schneyder-Motors-Chef Kaysert und seiner Führungsriege und unterwerfen sich dieser auch bereitwillig. Wer aufmuckt fliegt, Kaysert herrscht wie ein kleiner Sonnenkönig über sein Imperium. Als er Anne eindeutige sexuelle Avancen macht, lehnt diese rigoros ab. Eine Reaktion, die Kaysert nicht nur nicht gewohnt scheint, sondern die dieser auch nicht ungesühnt lassen möchte. Anne erzählt rückblickend. Sie ist noch einmal nach Estoril zurückgekehrt. Als Opfer einer schmutzigen Medienkampagne steht sie vor den Trümmern ihrer Karriere und ihres Privatlebens, wird ihr ein Neuanfang gelingen? Klug, raffiniert und kunstvoll verschränkt und verknüpft die Autorin die verschiedenen Zeitebenen. Sie wechselt gekonnt von der psychologischen Innensicht ihrer aus der Bahn geworfenen Ich-Erzählerin zur äußeren Ebene des Megaevents genauso wie in das später verlassen daliegende Estoril und das Lissabon jenseits der Touristenzeit. Sie schildert dabei so sinnlich und atmosphärisch, dass sowohl die Beschreibung dieses wunderbaren Fleckchens Erde als auch das ganze Geschehen rund um Werbeevent und Autorennen gleichermaßen spannend fesseln. Außerdem ist das Thema des Industriemagnaten, der seine Macht ungeniert ausnutzt, der Mitarbeiter, die sich dieser Macht unterwerfen und der Maschinerie, die alles im Sinne einer Gewinnmaximierung unterstützt, ohne dabei Fragen der Moral oder Fairness auch nur ansatzweise zu berücksichtigen, ein sehr aktuelles, aber in der Literatur kaum vorkommendes. Für mich eine echte Entdeckung!

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  • Buchverlosung zu "Boxenstopp" von Christiane Neudecker

    Boxenstopp
    ChristianeNeudecker

    ChristianeNeudecker

    Hurra, es ist WELTTAG DES BUCHES - und das muss gefeiert werden! Gemeinsam mit dem Luchterhand Literaturverlag verlose ich deswegen 3 persönlich signierte Exemplare meines aktuellen Romans BOXENSTOPP an kreative Leseratten. Der Roman spielt hinter Lissabon an der ehemaligen Formel1-Rennstrecke "Fernanda Pires da Silva". Die Ich-Erzählerin moderiert dort im malerischen Estoril für einen deutschen Auto-Konzern ein gigantomanisches Event, bei dem Händlern aus aller Welt der neue Luxus-Wagen schmackhaft gemacht werden soll. Allerdings hat der mächtige Konzernchef ein Auge auf die Moderatorin geworfen. Und er ist das Wort "Nein" nicht gewohnt... Nun seid Ihr gefragt: Wie hätte man das Buch noch nennen können? Alternative Titel waren damals "Blinde Kurve, schwarzes Eis" oder "Im Windschatten von Lissabon"... Die drei überzeugendsten Vorschläge gewinnen das Buch, das ich auf Wunsch gerne mit Namenswidmung signiere. Bis zum 3.5. habt Ihr Zeit. Hier noch ein paar Stichpunkte fürs kreative Brainstormen: - die Ich-Erzählerin wohnt in einem etwas seltsamen Hotel, das "Atlantida", also zu deutsch "Atlantis" heisst - der erste Satz des Buches lautet "Er muss stürzen." - der Konzernchef heisst Dr. Kilian Kaysert und wird in seinem Konzern als "Sonnenkönig" betrachtet - es entwickelt sich eine Liebesgeschichte mit einem Rennfahrer namens Ben - die Ich-Erzählerin macht einen Ausflug nach Sintra und besucht die mystischen Gärten und Freimaurer-Brunnen der Quinta da Regaleira - auf youtube findet Ihr von mir gelesene Textausschnitte und meinen selbstproduzierten Trailer zum Buch Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!

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    • 40
  • Leserunde zu "Das Meer in Gold und Grau" von Veronika Peters

    Das Meer in Gold und Grau
    VeronikaPeters

    VeronikaPeters

    Einladung zur LESERUNDE  zu "Das Meer in Gold und Grau" Es ist Winter, es ist kalt, man bleibt am besten zu Hause im Warmen und liest. Weil aber LeserInnen bekanntlich nie "einfach nur daheim" sind, sondern auch vom gemütlichen Sofa aus auf Reisen gehen, möchte ich hiermit zu einem Lese-Ausflug in ein kleines eigentümliches Hotel an die Ostsee einladen ... Eine junge Frau im Aufbruch. Eine alte Frau, die nicht mehr viel Zeit hat. Eine Begegnung, die ungeahnte Türen öffnet Katia Werner steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag, als sie von einem auf den anderen Tag ihren Job samt Wohnung verliert. In dem Bedürfnis, alles hinter sich zu lassen, macht sie sich kurzerhand auf den Weg zu ihrer alten Tante – einer Halbschwester ihres Vaters, die sie bisher noch nicht kennt. Tante Ruth betreibt das malerisch abgelegene „Strandhotel Palau“ an der Ostsee, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Seine reichlich betagten Bewohner und vor allem die ebenso ruppige wie auf ihre ganz eigene Weise beeindruckende Tante sorgen dafür, dass aus dem spontanen Wochenendbesuch viele Monate werden. Nach chaotischen Beziehungen und zahllosen Fluchten lässt Katia sich zum ersten Mal auf das Wagnis des Bleibens ein – und ahnt doch nicht, dass sie damit die größte Herausforderung ihres Lebens annimmt.

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    • 470
  • Mitreißend geschrieben

    Boxenstopp
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    05. November 2013 um 00:54

    Ich interessiere mich nicht besonders für Autos. Deshalb wäre dieser Roman beinahe an mir vorbei gegangen. Zum Glück habe ich auf der Berliner Buchnacht die Lesung der Autorin besucht und gemerkt, dass dieses Buch sehr wohl etwas für mich ist. Und dann hörte sie auch noch an einer besonders spannenden Stelle auf, zu lesen … Damit war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. „Er muss stürzen“. Einer Frau ist offensichtlich Unrecht getan worden, sie hat alles verloren. Nun will sie den Schuldigen zu Fall bringen und kehrt noch einmal an den Ort zurück, an dem es zum Ende ihrer Karriere kam. Im Autodromo Fernada Pires da Silva sollte die Moderatorin das neuste Modell des deutschen Automobilkonzerns Schneyder Motors präsentieren. Eine solche Verkaufsveranstaltung ist ein riesiges Spektakel, die Interessenten sollen buchstäblich mit allen Sinnen angesprochen werden. Das stellt auch besondere Anforderungen an die Hostessen. Die Moderatorin weigert sich. Sie will sich auf die Mischung zwischen Luxus, Party, Gier und Sexismus nicht einlassen. Auch nicht, als der Konzernchef persönlich sich für sie interessiert. Und damit beginnt ihr Untergang. Nun kehrt sie also zum Autodromo zurück, besucht die inzwischen verlassenen Orte von damals und malt sich aus, dass im Verfahren gegen den Konzernchef die Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Aber ist diese Hoffnung angesichts seiner Machtfülle und seiner nützlichen Verbindungen realistisch? Nach und nach entfaltet sich beim Lesen eine schier unglaubliche Geschichte, die aber sicherlich so oder so ähnlich in den entsprechenden Kreisen vorkommen mag. Trotz der Auto-Thematik hat mich dieses Buch völlig mitgerissen. Das lag vor allem am Schreibstil von Christiane Neudecker, der sehr dicht und atmosphärisch die menschlichen Abgründe ausleuchtet.

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