Christiane Neuen

 4,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Licht in dunklen Zeiten, Wissen und Weisheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dr. Christiane Neuen ist Lektorin für Psychologie und Lebenshilfe. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen der Bereich Analytische Psychologie und Spiritualität sowie die Betreuung der Edition C. G. Jung im Patmos Verlag. Sie ist Vorstandsmitglied der C. G. Jung-Gesellschaft Köln und Mitherausgeberin der Tagungsbände der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie (IGT).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christiane Neuen

Cover des Buches Licht in dunklen Zeiten (ISBN: 9783843614863)

Licht in dunklen Zeiten

(1)
Erschienen am 28.08.2023
Cover des Buches Wissen und Weisheit (ISBN: 9783530506105)

Wissen und Weisheit

(1)
Erschienen am 29.09.2010
Cover des Buches Sehnsucht und Erinnerung (ISBN: 9783530422108)

Sehnsucht und Erinnerung

(1)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches Was die Seele nährt (ISBN: 9783843614184)

Was die Seele nährt

(0)
Erschienen am 22.08.2022

Neue Rezensionen zu Christiane Neuen

Cover des Buches Licht in dunklen Zeiten (ISBN: 9783843614863)
M

Rezension zu "Licht in dunklen Zeiten" von Christiane Neuen

M.Lehmann-Pape
Wie man in dunklen Zeiten innere Kraft findet

Wie man in dunklen Zeiten innere Kraft findet

 

In der Regel ist das so, ob man das möchte (eher nicht natürlich) oder nicht, es gibt im Leben nicht nur die freudigen und „lichten“ Zeiten, sondern auch das Dunkle, die Belastung, die Sorgen, den Druck von außen. Und die Gegenwart ist geradezu reich an dieser Dualität. Wo vieles, was für gewohnt und einigermaßen sicher gehalten wurde, ins Schwanken gerät und Pläne, die fest gemacht waren (wie z.B. das Gas als Brückentechnologie gut zu nutzen) von jetzt auf gleich hinfällig werden. Mannigfaltig drücken Probleme und Krisen von außen, mannigfaltig und zunehmend aber auch psychischer Druck von innen.

 

Das war am Ende, wenn man ehrlich ist, zu allen Zeiten so und so war es zu allen Zeiten auch Aufgabe des Menschen, eine gewisse Resilienz zu entwickeln, sich innerlich mit Kraft zu versehen, um auch Krisen und Belastungen begegnen zu können.

 

Was einen dafür ausstattet, davon kündet das Buch in seinen verschiedenen Perspektiven, die wie ein roter Faden eine Art „Betriebsanleitung“ in sich vereinen, wie man den „dunklen Zeiten (und Mächten)“ erfolgreich gegenüber treten kann.

 

Beginnend damit (C.G.Jung), dass es notwendig ist, sich mit Licht und Schatten in der eigenen Person auseinanderzusetzen, dabei nicht die Hoffnung zu verlieren (und wie das geht). Aber auch, dann die Kraft zu nutzen, „Licht in die Welt zu bringen“, sich einzusetzen und zu engagieren (eine probate Methode, um auch die eigene Angst innerlich relativieren zu können).

Etappen, die helfen , auch in Bedrängung den gefundenen Sinn für das eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren (Robert Fulghum) und selbst an der bedrängendsten Grenze des Menschen, dem eigenen Tod, noch Erfahrungen von Ganzheit und innerem Frieden finden und zu lassen zu können.

 

„Ich bin besiegt worden bis auf die Knochen“, so kann es im Leben im Raums stehen, spätestens wenn der Tod anklopft, Diagnosen erschrecken, das Ende des eigenen Lebens unmissverständlich in den Blick gerückt wird.

 

„Die Mauern wanken – Alle Dämme brechen – Die Liebe dringt in alles ein“.

 

Auch wem da als Leser oder Leserin zunächst unglaublich erscheint, an der Grenze des Lebens ist auch diese Form der Erfahrung möglich und ändert den Blick auf das eigene Leben und die Vergänglichkeit desselben, was zudem durch den „Engel der Wandlung“ im Werk Paul Klees in der Betrachtung durch Ingrid Riedel noch ein klares Fundament erhält.

 

Denn am Ende ist alles eben immer im Wandel begriffen. Und Resilienz und Kraft in schwierigen Zeiten auch eine Folge daraus, sich dies bewusst zu machen und Krisen, Bedrängungen, dunkle Zeiten als „Übergänge“ zu begreifen, die ihre eigene  Erfahrungswelt in sich tragen können. Wenn man sich davon nicht überrollen lässt. Von solchen „existenziellen Übergangsphasen“.

 

Eine Sammlung von Angeboten im Buch, dunkle Momente und schwierige Zeiten trotz Angst und Sorge auch konstruktiv begreifen zu können.

Cover des Buches Wissen und Weisheit (ISBN: 9783530506105)
M

Rezension zu "Wissen und Weisheit" von Christiane Neuen

M.Lehmann-Pape
Rezension zu "Wissen und Weisheit" von Christiane Neuen

Weisheit als notwendige Kompetenz zur Wissensanwendung

Auf der Jahrestagung 2009 der internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie Stuttgart wurde das Thema „Wissen und Weisheit – interdisziplinär“ behandelt. Das Buch stellt eine Zusammenfassung der dort gehaltenen Vorträge dar. Ziel der Gesellschaft ist einzig, über Fakultäten hinweg den Austausch zu suchen und zu ermöglichen, aus verschiedenen Perspektiven heraus Themen zu bearbeiten, die Menschen bewegen.

In diesem Sinne ist das Thema der Jubiläumsveranstaltung 2009 bewusst und treffend gewählt. Im Rahmen einer expliziten Wissensgesellschaft stellt sich vermehr die Frage nach der althergebrachten Kompetenz der Weisheit. Was geschieht letztlich mit der Informationsflut, die für sich allein zunächst kaum mehr als ein Halbwissen in den Raum setzt? Wissen allein ist zuwenig, die rechte Anwendung des Wissens, die Kompetenz, Informationen und Wissen einordnen zu können, müssen hinzutreten, gerade in einer Welt der fast unbeschränkt zugänglichen Information.

Kann aber Weisheit gelernt werden? Und wie kann Weisheit dazu verhelfen, den Zugang zum Wissen zu einer guten Lebenspraxis zu nutzen? Das sind die Leitfragen, die in den diversen Vorträgen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen und Standpunkten aus einer Diskussion zugeführt wurden. Ausgehend von der grundlegenden These, dass Weisheit durchaus erlernbar ist, Weisheit verstanden als die integrative Möglichkeit des Menschen zu einer Zusammenschau aller Fakten einer konkreten Lebenssituation mitsamt des Erlernens eines Umganges mit Leid, Tod und Sterben.

Im Einzelnen beschäftigen sich die Vorträge mit so unterschiedlichen Zugehensweisen zum Thema wie die Frage, was Weisheit genau ist, wie der Mensch den Zugang zur Weisheit differenziert finden kann, wo wir als Menschen der Weisheit begegnen im Leben oder in der Kulturgeschichte. Fragen, die in letzter Konsequenz immer nur zur eigenen Reflektion anregen können, nicht aber zu einer endgültigen Beantwortung der Frage nach Wesen, Wirkung und Erlernbarkeit von Weisheit.

Die Stärke des Buches liegt besonders in der Vielseitigkeit der Betrachtungswinkel begründet. Besonders eindrucksvoll stellt sich hier bereits der erste, abgedruckte Vortrag dar, in dem Spuren der Weisheit in den Fokus gelegt werden. Ein interessanter Ansatz, aus den Spuren auch das „Spüren“ abzuleiten und so die Suche nach Weisheit sowohl im Außen als auch im Innen des Menschen anzusiedeln. Weisheit muss auch als solche erkannt und akzeptiert, „gespürt“ werden, wenn überhaupt eine Wirkung von ihr ausgehen soll. So stellt der erste Vortrag die Chance des Menschen in den Raum, eine „innere Stimme“ zu hören und dieser tatsächlich auch vertrauen zu lernen.
Aber auch das Plädoyer von Niklaus Brantschen für einen meditativen Lebensstil ist höchst lesenswert, durchaus auch auf dem Rücken der Diskussion über „Downshifting“, die vor nicht all zu langer Zeit öffentlich breit angelegt auftauchte und einiges an Weisheit bereits in sich trug. Ganz praktisch geht es zu, wenn Harm Paschers die eigentlichen und konstruktiven Qualitäten des Alterswissens ebenso aufzeigt, wie er mögliche pädagogischer Zugänge benennt. Ein wenig provokativ, aber durchaus der Realität entsprechend stellt er diese Altersweisheit der verbreiteten, oft fast sturen, „Besserwisserei“ des alternden Menschen gegenüber und definiert in nachvollziehbarer Weise, was „erwachsenes Wissen“ ausmacht und wie unverzichtbar ein solches Wissen letztlich ist.

Alle 10 Vorträge behandeln so jeweils ganz andere Ansätze und Denkrichtungen, von der Innerlichkeit hin zur medialen Weisheit, von der Weisheit konkret im Lebensvollzug bis hin zu grundlegenden und abstrahierenden Gedanken zur Freiheit des Menschen.
Sprachlich ist den Inhalten nicht immer einfach bei zu kommen, Gedanklich wird hier auf hohem Niveau vorgetragen. Das Einlesen aber lohnt sich, denn vielfach kommt die Verbindung von Wissen und Weisheit ganz konkret und umsetzbar in den Blick, zumindest eröffnen die Vorträge vielfache Möglichkeiten, für die eigene Person und das eigene Leben zu reflektieren. Der Schwerpunkt liegt allerdings erkennbar auf dem Begriff und der Beschreibung von Weisheit, auch wenn an ausgewählten Orten wie den Einlassungen zum Alterswissen das Binnenverhältnis Wissen und Weisheit stärker in den Blick rückt.

Cover des Buches Sehnsucht und Erinnerung (ISBN: 9783530422108)
M

Rezension zu "Sehnsucht und Erinnerung" von Christiane Neuen

Milena
Rezension zu "Sehnsucht und Erinnerung" von Christiane Neuen

Leben, Identität, Erinnerungen, Wünsche

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