Wie man in dunklen Zeiten innere Kraft findet
In der Regel ist das so, ob man das möchte (eher nicht natürlich) oder nicht, es gibt im Leben nicht nur die freudigen und „lichten“ Zeiten, sondern auch das Dunkle, die Belastung, die Sorgen, den Druck von außen. Und die Gegenwart ist geradezu reich an dieser Dualität. Wo vieles, was für gewohnt und einigermaßen sicher gehalten wurde, ins Schwanken gerät und Pläne, die fest gemacht waren (wie z.B. das Gas als Brückentechnologie gut zu nutzen) von jetzt auf gleich hinfällig werden. Mannigfaltig drücken Probleme und Krisen von außen, mannigfaltig und zunehmend aber auch psychischer Druck von innen.
Das war am Ende, wenn man ehrlich ist, zu allen Zeiten so und so war es zu allen Zeiten auch Aufgabe des Menschen, eine gewisse Resilienz zu entwickeln, sich innerlich mit Kraft zu versehen, um auch Krisen und Belastungen begegnen zu können.
Was einen dafür ausstattet, davon kündet das Buch in seinen verschiedenen Perspektiven, die wie ein roter Faden eine Art „Betriebsanleitung“ in sich vereinen, wie man den „dunklen Zeiten (und Mächten)“ erfolgreich gegenüber treten kann.
Beginnend damit (C.G.Jung), dass es notwendig ist, sich mit Licht und Schatten in der eigenen Person auseinanderzusetzen, dabei nicht die Hoffnung zu verlieren (und wie das geht). Aber auch, dann die Kraft zu nutzen, „Licht in die Welt zu bringen“, sich einzusetzen und zu engagieren (eine probate Methode, um auch die eigene Angst innerlich relativieren zu können).
Etappen, die helfen , auch in Bedrängung den gefundenen Sinn für das eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren (Robert Fulghum) und selbst an der bedrängendsten Grenze des Menschen, dem eigenen Tod, noch Erfahrungen von Ganzheit und innerem Frieden finden und zu lassen zu können.
„Ich bin besiegt worden bis auf die Knochen“, so kann es im Leben im Raums stehen, spätestens wenn der Tod anklopft, Diagnosen erschrecken, das Ende des eigenen Lebens unmissverständlich in den Blick gerückt wird.
„Die Mauern wanken – Alle Dämme brechen – Die Liebe dringt in alles ein“.
Auch wem da als Leser oder Leserin zunächst unglaublich erscheint, an der Grenze des Lebens ist auch diese Form der Erfahrung möglich und ändert den Blick auf das eigene Leben und die Vergänglichkeit desselben, was zudem durch den „Engel der Wandlung“ im Werk Paul Klees in der Betrachtung durch Ingrid Riedel noch ein klares Fundament erhält.
Denn am Ende ist alles eben immer im Wandel begriffen. Und Resilienz und Kraft in schwierigen Zeiten auch eine Folge daraus, sich dies bewusst zu machen und Krisen, Bedrängungen, dunkle Zeiten als „Übergänge“ zu begreifen, die ihre eigene Erfahrungswelt in sich tragen können. Wenn man sich davon nicht überrollen lässt. Von solchen „existenziellen Übergangsphasen“.
Eine Sammlung von Angeboten im Buch, dunkle Momente und schwierige Zeiten trotz Angst und Sorge auch konstruktiv begreifen zu können.







