Christiane Tramitz

 4.1 Sterne bei 50 Bewertungen
Autorin von Harte Tage, gute Jahre, Himmelsspitz und weiteren Büchern.
Christiane Tramitz

Lebenslauf von Christiane Tramitz

Christiane Tramitz wurde am 13. Februar 1959 in München geboren und studierte Psycholinguistik an der Universität München. Als Sprachtherapeutin arbeitete sie anschließend selbstständig und schrieb über ihre Erfahrungen, woraus ihr erstes Buch resultierte: "Olaf - Kind ohne Sprache". Sie promovierte am Max-Planck-Institut in Seewiesen 1989 und arbeitete fortan als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstelle für Humanethologie in Andechs. Auch die Erkenntnisse dieser Forschungsprojekte veröffentlichte sie in Büchern, die auch zu Bestsellern wurden. 2003 gründete sie die Firma HumanLink, die mithilfe der Verhaltensforschung Kultur- und Konsumentenfragen untersucht. Christiane Tramitz veröffentlichte ihren ersten Krimi "Himmelsspitz" 2011 und schlug damit eine neue Richtung ein. Sie ist Mutter von Zwillingen und lebt im Chiemgau.

Neue Bücher

Harte Tage, gute Jahre

 (17)
Neu erschienen am 02.05.2019 als Taschenbuch bei Knaur Taschenbuch.

Alle Bücher von Christiane Tramitz

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Harte Tage, gute Jahre

Harte Tage, gute Jahre

 (17)
Erschienen am 02.05.2019
Himmelsspitz

Himmelsspitz

 (10)
Erschienen am 11.07.2011
Die Schwestern von Marzahn

Die Schwestern von Marzahn

 (7)
Erschienen am 11.03.2019
Dieses schöne Scheißleben

Dieses schöne Scheißleben

 (5)
Erschienen am 10.03.2017
Hadesspitz

Hadesspitz

 (1)
Erschienen am 05.04.2017
Ich mach das jetzt einfach!

Ich mach das jetzt einfach!

 (1)
Erschienen am 01.10.2015
Du und kein anderer

Du und kein anderer

 (0)
Erschienen am 01.05.1996

Neue Rezensionen zu Christiane Tramitz

Neu

Rezension zu "Die Schwestern von Marzahn" von Christiane Tramitz

Hinter der Plattenbaufassade
lippunermarcvor 9 Stunden

In der letzten Dekade vor dem Mauerfall entstand in Marzahn die größte, von elfgeschossigen Plattenbauten dominierte Großbausiedlung der DDR. Nach der Wende verlor das hoffnungsvolle Wohnbauprojekt schnell an Attraktivität, heute wohnen hier – so das landläufige Vorurteil – die Langzeitarbeitslosen, die sozial Verwahrlosten, die Armen. Und viele Nazis. Die Verhaltensforscherin Christiane Tramitz legt mit „Die Schwestern von Marzahn“ den Finger in diese offene Wunde, erzählt vom Leben ganz unten, indem sie hinter die Plattenbaufassaden blickt, um anhand von Einzelschicksalen Empathie zu wecken, mit dem hehren Ziel, die Mittelschicht wachzurütteln und gesellschaftliche Gräben zu schließen. In zwei exemplarischen Handlungssträngen entwirft sie die Geschichte des Wendeverlierers Fabian, dessen Ehe mit Marie nach dem Tod des gemeinsamen Sohnes zerbricht. Während Marie Trost und Hoffnung bei zwei katholischen Schwestern findet, die Anfang der 90er-Jahre aus dem Westen kommend in Marzahn eine Anlaufstelle für Haltlose und Zweifelnde eröffnet haben, schöpft Fabian wieder Hoffnung durch die ungewöhnliche Freundschaft zu einem vernachlässigten Schwesternpaar, dass schon monatelang ohne elterliche Betreuung im selben Haus einige Stockwerke unter ihm wohnt. Für ihre Recherchen zu diesem Buch hat sich die Autorin für einige Monate in einem der zahlreichen Hochhäuser eingemietet, Einsamkeit und Anonymität auf sich wirken lassen, Gespräche mit ihren Nachbarn geführt und aus all den Eindrücken und Schicksalen ihre berührend-bedrückende, aber nicht ganz zuversichtslose Reportage destilliert, die eher Roman als Dokumentation ist.

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Rezension zu "Die Schwestern von Marzahn" von Christiane Tramitz

Ihr zugezogenen Hipster aus Mitte – lest bitte dieses Buch!
Nilvor 2 Monaten

Dieser Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube, keine Wohlfühllektüre, das tut richtig weh. Es öffnet einem die Augen wie es sein kann, wenn man wirklich ganz unten angekommen ist. Solch ein soziales Elend mitten in einem reichen Land wie dem unseren!

„…woher sollten sie also wissen, wie sich das Leben am Bodensatz des Landes anfühlt?“ (Seite 168)

Die promovierte Verhaltensforscherin Christiane Tramitz hat aus dem vorurteilsbeladenen Marzahn und seinem Figurenkabinett einen Roman entwickelt, der uns in ihre Mitte katapultiert. Es gibt zwei Handlungsstränge. Da ist zum einen der arbeitslose Fabian Krüger, verlassen und arbeitslos – ständig betrunken von dem bisschen Geld was er hat. Auch gibt es zwei verwahrloste Schwester in seiner Platte 13, die Hilfe brauchen. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht zweier Ordensschwestern erzählt, die kurz nach der Wende nach Marzahn zogen um zu Helfen. Ihre Sicht auf das Viertel eröffnet dem Leser auch die Chance das Verhalten der Anwohner historisch einzuordnen und besser zu verstehen. Eine sehr gelungene Kombination. Daher auch der doppelsinnige Titel „Die Schwestern von Marzahn – Vom Leben ganz unten“, es gibt die verschiedenen Schwestern-Paare.

Der Roman hat viel mehr Tiefe als ich erwartet habe. In der Tat erschütternd und traurig ist dieser Zustand von Marzahn. Auch habe ich viel über die Hintergründe gelernt, warum manche Verhaltensweisen noch so viele Jahre nach der Wende bestehen, die Psyche eines DDR Bürger war eben anders geprägt und es lässt sich nicht einfach wegwischen.

Der Satz: „Wenn du ganz unten ankommst, wartet nur noch der Tod auf dich.“ (S. 74) durchzieht dieses Buch wie ein roter Faden und es zog mir regelmäßig die Füße weg.

Fazit: Ein beklemmendes und trauriges Buch, aber so wichtig für alle die im idyllischen Reihenhaus leben um zu verstehen, dass unsere Gesellschaft einer großen Aufgabe gegenüber steht!

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Rezension zu "Die Schwestern von Marzahn" von Christiane Tramitz

Vom Leben ganz unten
Buecherseele79vor 2 Monaten

Fabian Krüger hat alles verloren seine Frau, seinen Sohn, seine Arbeit, er ist ganz unten angekommen.

Niemand kümmert sich um den Stadtteil Marzahn, um den Plattenbau, um die Leute dort, nur mit ein bisschen Selbstdisziplin kann Fabian seinen Alltag irgendwie bewältigen.
Alles bekommt eine Wendung als er die zwei Mädchen im Treppenhaus sitzen sieht die nicht in ihre Wohnung zurückkönnen...

Die zwei Ordensschwestern kamen 1992 nach Marzahn um allen ihre „Lebensberatungsstelle“ ans Herz zu legen, zu helfen und Ratschläge zu erteilen wo sie benötigt werden.Doch eigentlich wollten sie schon längst wieder gehen, aber sie merken hier werden sie einfach gebraucht, gerade von Marie, die ihre Ängste bewältigen muss...

Alle erzählen ihren Alltag, ihre Wünsche, Hoffnungen, Geheimnisse und Sehnsüchte.


Vom Leben ganz unten steht unter dem Titel des Buches und ich kann sagen hier trifft die Autorin den Nagel auf den Kopf.

Dieses Buch schlägt mit seine grauen Realität, mit dieser Hoffnungslosigkeit gnadenlos zu und man merkt wie man als Leser von der ganzen anonymen Umgebung, diesen tristen Plattenbauten, dieser Perspektivlosigkeit runter gezogen wird.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, wie das Leben eben „spricht“ und ungeschönt.Und trotzdem entwickelt diese Geschichte einen Sog dem man sich nicht entziehen kann, nicht entziehen sollte.

Denn auch wenn alles grau und ohne Hoffnung erscheint, so baut die Autorin doch immer wieder Lichtblicke ein.

Die zwei Ordensschwestern sind mir sehr ans Herz gewachsen und trotz ihres doch hohen Alters bewundere ich ihren Mut für das Weitermachen, für das nicht aufgeben, für das Helfen und Zuhören, ohne drängen oder fordernd zu werden.Sie beschreiben ihre Sichtweisen wie sie als „Wessis“ damals in den Osten kamen und merkten die Menschen haben keine sichtbare Mauer mehr um sich, aber in ihren Köpfen ist die Mauer, die Stasi sehr oft geblieben.

Marie war für mich immer etwas geheimnisvoll, nicht ganz zu greifen, sie hat viel in ihrem Leben mitgemacht und muss und möchte aber wieder einen Weg finden um das eigene Leben zu genießen, es selbst zu bestimmen und ich glaube, mit Marie ist der Autorin sehr gelungen was Grenzen, sichtbare und unsichtbare, mit einem Menschen machen können. Wenn ein System die falschen Menschen schützt.

Mit Fabian Krüger wird wohl der ein oder andere Leser seine Probleme haben, ich hatte sie meist, aber einfach, weil er so launisch war, was aber wieder an seiner sehr strengen Erziehung von Seiten des Vaters liegt und man hier diesen starken Einschlag merkt arbeite viel, mecker nicht, streng dich an damit du kein Verlierer wirst. Er kann seine Gewohnheiten sehr schlecht ablegen und rutscht immer wieder ab.

Bewundernswert ist wiederum dass er sich etwas Disziplin bewahrt hat damit er nicht komplett unten angekommen ist und gar keinen Sinn mehr im Leben sieht.

Die Autorin baut ihre Geschichte gelungen und sehr gekonnt um die Protagonisten herum auf und ich empfehle dieses Buch wirklich jedem!

Vor allem den Politikern die von ihren vielen Versprechungen bis heute nicht wirklich etwas eingehalten haben und die Menschen von ganz unten vergessen haben!

Ich bedanke mich beim Randomhouse Verlag, dem Bloggerportal und dem Ludwig Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Gespräche aus der Community

Neu
C
Die spannende und einzigartige Geschichte der Oberkasermare entführt in die schöne, bisweilen harte und entbehrungsreiche Bergwelt. Mare verließ mit 17 Jahren den elterlichen Bauerhof. aus Liebeskummer und weil es dort keine Arbeit mehr für sie gab. Bis zu ihrem 93. Lebensjahr blieb sie auf der Alm, 1600 Meter hoch gelegen, unter dem Gipfel des Geigelsteins. Dort lebte sie Sommer wie Winter.
In den über 70 Jahren, in denen sie auf der Alm war, erlebte sie den Krieg, die schweren Nachkriegsjahre, die Schmuggler, die Wilderer, den Wandel auf dem Berg von Einsamkeit zur touristischen Erschließung.
Vor zwei Monaten starb die Sennerin friedlich in den Armen eines Freundes, während auf der Hütte nebenan eine Bergmesse abgehalten wurde.
Letzter Beitrag von  Vampir989vor 2 Jahren
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Fragefreitag mit Christiane Tramitz

Seit sie mit 14 von Zuhause ausziehen mussten, entsprach das Leben von Benjamin und Sebastian Podruch nicht gerade der klassischen Moralvorstellung der Gesellschaft. Doch während sie teilweise bis an die tiefsten Abgründe des Lebens gelangten, wuchsen sie zu beeindruckenden Persönlichkeiten mit unbezwingbarem Optimismus heran.

Interessiert es euch, wie es für Autorin Christiane Tramitz war, gemeinsam mit Benjamin und Sebastian Podruch deren eindrucksvolle Selbstportraits zu veröffentlichen? Dann stellt der Autorin im Rahmen dieses Fragefreitags einfach eure Fragen und gewinnt eines von 5 Exemplaren von "Dieses schöne Scheißleben"!

Mehr über das Buch:
Basti und Benny sind Zwillinge aus Jena, die mit 14 Jahren von Zuhause auf die Straße gesetzt wurden. Heute sind sie Punks, über 30 und ziehen Bilanz. Gewalt, Drogen und Alkohol, Kälte und Hunger, Krankheit und Knast ? Sie haben kaum etwas ausgelassen. Und dennoch ist ihr Leben voller Zärtlichkeit und Wärme, getragen vom unbändigen Willen zu Freiheit und Selbstbestimmung. Dieses ungewöhnliche Selbstporträt zweier besonderer Menschen ergeht sich nicht in Schilderungen des Elends. Ganz im Gegenteil: Man ist überrascht, wie offen und bereitwillig sie sich dem Leben zuwenden. Zuversicht, Optimismus und Liebe prägen das Buch. Obwohl die Zwillinge ein Leben jenseits des bürgerlichen Mainstreams führen, so beeindruckt doch umso mehr die Intensität ihrer Hilfsbereitschaft, die Stärke ihres Zusammengehörigkeitsgefühls, die Sehnsucht nach Freiheit. Eine Geschichte mit Abgründen, aber auch voller Poesie, die einer übersatten, polarisierten Gesellschaft den Spiegel vorhält. Ein nachdenklich stimmendes Buch über unser aller Suche nach dem Lebensglück und den Preis, den wir bereit sind dafür zu zahlen.

>> Hier geht's zur Leseprobe!


Mehr über die Autorin:

Christiane Tramitz wurde am 13. Februar 1959 in München geboren und studierte Psycholinguistik an der Universität München. Als Sprachtherapeutin arbeitete sie anschließend selbstständig und schrieb über ihre Erfahrungen, woraus ihr erstes Buch resultierte: "Olaf - Kind ohne Sprache". Sie promovierte am Max-Planck-Institut in Seewiesen 1989 und arbeitete fortan als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstelle für Humanethologie in Andechs. Auch die Erkenntnisse dieser Forschungsprojekte veröffentlichte sie in Büchern, die auch zu Bestsellern wurden. 2003 gründete sie die Firma HumanLink, die mithilfe der Verhaltensforschung Kultur- und Konsumentenfragen untersucht. Christiane Tramitz veröffentlichte ihren ersten Krimi "Himmelsspitz" 2011 und schlug damit eine neue Richtung ein. Sie ist Mutter von Zwillingen und lebt im Chiemgau.

Gemeinsam mit Orell Füssli vergeben wir unter allen Fragestellern 5x "Dieses schöne Scheißleben" von Christiane Tramitz und Benjamin & Sebastian Podruch. Stellt der Autorin einfach am 14.04.2017 direkt unter diesem Beitrag eure Fragen zum Buch, der Thematik und allem, was euch sonst noch einfällt.

Ich wünsche euch viel Spaß und Glück!
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Zusätzliche Informationen

Christiane Tramitz wurde am 13. Februar 1959 in München (Deutschland) geboren.

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