Dieses schöne Scheißleben

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Positiv (3):
katrin297s avatar

Bemerkenswert ehrlich -ein Einblick in die Welt der Punks und das Leben auf der Straße

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An Benjamin Podruch Es ist für mich unbegreiflich, wie Du das Leben von deinem Sohn und seiner Mutter, so in den Dreck ziehen konntest.

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Inhaltsangabe zu "Dieses schöne Scheißleben"

»Ich bin ein Glückskind. Ich bin auf der Sonnenseite des Lebens geboren. Ich setze mich auf und schaue zu Basti. Ich sehe nur seinen blauen Iro und seine Stirn. Mein Bro, der wichtigste Mensch in meinem Leben … Es kann gut sein, dass andere das komplett anders sehen. Heruntergekommen, gescheitert, keine Kohle und null, aber auch gar nix fürs Alter. Wir aber bereuen nichts von all dem, was wir getan und erlebt haben.« Benjamin Podruch
Basti und Benny sind Zwillinge aus Jena, die mit 14 Jahren von Zuhause auf die Straße gesetzt wurden. Heute sind sie Punks, über 30 und ziehen Bilanz. Gewalt, Drogen und Alkohol, Kälte und Hunger, Krankheit und Knast ? Sie haben kaum etwas ausgelassen. Und dennoch ist ihr Leben voller Zärtlichkeit und Wärme, getragen vom unbändigen Willen zu Freiheit und Selbstbestimmung.
Dieses ungewöhnliche Selbstporträt zweier besonderer Menschen ergeht sich nicht in Schilderungen des Elends. Ganz im Gegenteil: Man ist überrascht, wie offen und bereitwillig sie sich dem Leben zuwenden. Zuversicht, Optimismus und Liebe prägen das Buch. Obwohl die Zwillinge ein Leben jenseits des bürgerlichen Mainstreams führen, so beeindruckt doch umso mehr die Intensität ihrer Hilfsbereitschaft, die Stärke ihres Zusammengehörigkeitsgefühls, die Sehnsucht nach Freiheit. Eine Geschichte mit Abgründen, aber auch voller Poesie, die einer übersatten, polarisierten Gesellschaft den Spiegel vorhält. Ein nachdenklich stimmendes Buch über unser aller Suche nach dem Lebensglück und den Preis, den wir bereit sind dafür zu zahlen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783280056295
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Orell Füssli Verlag
Erscheinungsdatum:10.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Y
    Yanovor einem Monat
    Kurzmeinung: An Benjamin Podruch Es ist für mich unbegreiflich, wie Du das Leben von deinem Sohn und seiner Mutter, so in den Dreck ziehen konntest.
    Lügner! !!

    An Benjamin Podruch
    Es ist für mich unbegreiflich,  wie Du das Leben von deinem Sohn und seiner Mutter,  so in den Dreck ziehen konntest.  
    Ich habe Dich, trotz deinem egoistischen Verhalten,  deinem Sohn gegenüber,  immer mit Respekt behandelt und das weißt Du auch!

    Mit absoluter Sicherheit,  kann ich dir sagen, dass ich NIEMALS, in irgendeiner Weise den Kontakt zwischen euch verhindert habe.
    Ganz im Gegenteil! 
    Ich bin Dir hinterher gerannt. 
    Ich habe Dich NIE unter Druck gesetzt, Geld verlangt,  verurteilt. 
    Das weißt Du ganz genau! !!
    Ein einziges Mal hast Du dein Kind besucht.  In 10 Jahren! !!
    Das auch nur, weil ich Dich angefleht habe.
    Wil es mir wichtig war , dass auch Du dein Kind erleben kannst. 
    7 Tage warst  du da.
    Dann nichts mehr. 
    Campen warst du nie mit deinem Sohn. 
    Dein Sohn kannte Dich nicht.
    Er war übrigens Frei zu entscheiden, ob er Punk, Hippie, Yuppie oder Bankangestellter werden möchte.

    Nur ein einziges Mal musste ich Dir Nein sagen. 
    Als ich dir gesagt habe, dass ich Dir keinen Schlafplatz in Paris besorgen kann. 
    Nein das konnte ich nicht! 
    Mein Kind lag im Sterben! !!
    Du musstest Dich selber kümmern. Es gibt ja genügend Squats in Paris. 

    Ich bin die Mutter von Deinem Sohn. 
    Habe dich nie verurteilt,  Verständnis gezeigt. 
    Ich habe alles alleine machen !Müssen!
    Dann habe ich einen Mann in Spanien kennen gelernt. Mit ihm habe ich weitere Kinder und das darf ich auch. 
    Ohne das du aus Eifersucht, einen Psycho Junkie aus mir machen musst.

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    katrin297s avatar
    katrin297vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bemerkenswert ehrlich -ein Einblick in die Welt der Punks und das Leben auf der Straße
    Eine bemerkenswert ehrliche Biographie

    Zu selten wird von dem Leben auf der Straße berichtet und was die Menschen dazu verleitet socl einen Lebensstil zu führen.

    Die eineigigen Zwillinge Ben und Sebastian erzählen ohne jeglige Verschönerungen von ihrem Leben, das nun wirklich keine rosafarbene Kinderbuchgeschichte ist. Doch das Wichtigste ist ,und das wird dem Leser mit der Zeit bewusst, die Zwillinge lieben das Leben, das sie gewählt haben und bezeichnen sich selbst als " Glückskinder".

    Sie leben in den Tag hinein ohne Pläne. Sie leben intensiv, genießen ihre Freiheit in vollen Zügen und tun alles wonach ihnen der Sinn steht. Sie machen aber auch viel durch und lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Es ist alles dabei von Gefängnis bis hin zu Drogen.

    Durch die Erzählungen von ihrer Kindheit kann man nachvollziehen woher der Drang zur Freiheit und ein gewisser Protest gegen die Gesellschaft bzw. gegen das geregelte  und normale Leben.

    Diese Biographie der Zwillinge ist geprägt von unfassbarer Ehrlichkeit. Es ist voller Emotionen und Gefühle, aber kein bisschen übertrieben. Dadurch wird die Philsophie, die sie leben, verdeutlicht und man lernt zu verstehen wie sie denken, warum sie so handeln und was so verlockend ist an dem Leben auf der Straße und nicht zu wissen was morgen passiert.

    Dieses Buch gewährt dem Leser einen komplett neun Einblick in das Leben der Punks und ihrer Philosophie. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen!

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    I-Love-Cheeses avatar
    I-Love-Cheesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessant und abschreckend
    Interessant und abschreckend

    Ich war sehr dankbar darüber eine Leseprobe dieses Buches gewonnen zu haben. Ich hatte einige Tage vorher davon schon gelesen und sagte mir, dass ich es mir irgendwann besorgen muss.
    Für mich war dieses Straßenleben, Punk, freiheit schon immer fazinierend. Ich selber bin immer behütet gewesen und wäre nie auf die Idee gekommen abzuhauen. Auszubrechen und frei unter dem Sternenhimmel zu schlafen und sich durch zuschnorren.
    Aber ein Reiz für mich als Außenstehende hat dieses Straßenleben durch aus. Man träumt immer davon Irgendwas zu tun, aber man ist nie so mutig das auch durchzuziehen oder wird nie dazu gezwungen.

    Bei der Geschichte der Zwillinge merkt man, dass sie sich dieses leben zwar nicht zwingend ausgesucht haben, aber durchaus gut damit zu recht kamen.
    Die Hintergrunde zu verstehen und das eben die Leute dort auf der Strßa auch nur menschen mit schicksalen sind darf man nicht vergessen.
    Interessant fand ich den zusammenhalt der Punker. Egal in welche Stadt sie kamen, sie haben immer Anschluss unter Ihresgleichen gefunden. Alle für einen, einer für alle. Es geht rau zu, aber das muss so. wie an den Beispielen der Hunde und deren Erziehung merkt man, dass man sich innerhalb des Rudels (Egal ob mensch oder tier) seinen Platz suchen muss.

    Am erschreckensden fand ich die Zeit mit den Heroin. Aber auch mit den Anderen Drogen. Aber es ist bestimmt schwer auf der Straße zu leben und nicht in den Sumpf der drogen mit reingezogen zu werden.
    Bewundernswert fand ich, dass die Zwillige soweit, dem Heroin abgeschworen haben.

    vom lesenher denkt man immer die zwillige sind Älter. Aber wenn man sich dann in erinnerung ruft wie jung die zwei immer an den Jeweiligen stellen im Buch sind, ist man immer etwas erschrocken, was die Zwei schon durch gemacht hast.

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    Fortis avatar
    Fortivor einem Jahr
    Ungewöhnliche Autobiographie


    Eigentlich lese ich keine (Auto-)Biographien mir unbekannter Personen, aber bei "Dieses schöne Scheißleben" hörte sich die Thematik interessant an und so hat mich das Buch trotz des einen Typografen zum Weinen bringenden Covers (ß inmitten von Großbuchstaben ... bitte nicht!) für sich überzeugen können.


    Das Buch wird von Benny Podruch aus der Ich-Perspektive erzählt. Das fand ich zunächst irritierend, da ich davon ausging, dass die Zwillinge im Wechsel ihre Geschichte erzählen würden. Im Nachhinein ist die Erzählweise aus nur einer Perspektive aber vielleicht sogar besser lesbar, da man nicht durcheinander kommt, wer nun gerade erzählt.


    Die Autorin Christiane Tramitz kennt die Zwillinge Basti und Benny schon seit deren 14. Lebensjahr. Die Idee zum Buch entstand bei einem Besuch von Tramitz während der Haftstrafe der beiden. Im Gefängnis entstanden dann auch die ersten Manuskriptteile.


    Die Geschichte der Zwillinge ist hart, wird von Benny aber nie weinerlich erzählt - bei mir stellte sich auch nie Mitleid, wennschon Mitgefühl, ein. Im Gegenteil: Benny legt den Fokus oft auch gerade auf die schönen Seiten ihres Lebens. Ich habe den Eindruck, die beiden haben ihren Frieden mit sich, ihrer Vergangenheit und ihrem Leben gemacht.
    Dennoch bleibt die unschöne Kindheit, geprägt durch ADHS, viel Unverständnis und einen prügelnden Stiefvater, sowie das harte Leben auf der Straße nicht unerwähnt. Es wird aber klar, warum die beiden dieses Leben, in das sie hinein gerutscht sind, irgendwann bewusst angenommen haben und sich auch als Mittdreißiger einen bürgerlichen Lebensstil für sich nicht vorstellen können.
    An diesen beiden Einzelschicksalen lässt sich natürlich nicht das Leben eines jeden Nichtsesshaften erklären, aber mit ihrer Geschichte tragen die Podruch-Zwillinge vielleicht dazu bei, zu verstehen, dass jeder Nichtsesshafte sein eigenes, meist hartes Schicksal hat.


    Die Sprache, die sich aus der Zusammenarbeit der Zwillinge mit Christiane Tramitz ergibt, gefällt mir sehr. Ich finde, dass der Spagat zwischen authentischer und gut lesbarer Sprache hier gelungen ist. Der Text liest sich gut, flüssig und intelligent, dennoch hat man das Gefühl, dass Benny auch mündlich genau so direkt zum Leser sprechen könnte.


    Kleiner Kritikpunkt: es wird immer wieder betont, dass den beiden ihre Identifikation mit dem Punk sehr wichtig ist. Dass nicht jeder Obdachlose auch Punk ist, wird mehr​ oder weniger klar - dass Punk aber nicht immer Obdachlosigkeit und/oder einem Leben auf Hartz iv bedeutet, wird nicht unbedingt klar, ist vielleicht auch nicht Aufgabe dieses Buches. Es gibt wohl zahllose Definitionen und Arten des Punks - viele auch in eher bürgerlichen Existenzen.
    Es wird mir aber nicht richtig klar, was Basti und Benny genau im Punk sehen und warum sie sich ausgerechnet darüber definieren. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, den ich auch nur erwähne, weil der Punk eben auch im Buch immer wieder erwähnt wird.

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    EvilEntes avatar
    EvilEntevor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    hallolisas avatar

    Fragefreitag mit Christiane Tramitz

    Seit sie mit 14 von Zuhause ausziehen mussten, entsprach das Leben von Benjamin und Sebastian Podruch nicht gerade der klassischen Moralvorstellung der Gesellschaft. Doch während sie teilweise bis an die tiefsten Abgründe des Lebens gelangten, wuchsen sie zu beeindruckenden Persönlichkeiten mit unbezwingbarem Optimismus heran.

    Interessiert es euch, wie es für Autorin Christiane Tramitz war, gemeinsam mit Benjamin und Sebastian Podruch deren eindrucksvolle Selbstportraits zu veröffentlichen? Dann stellt der Autorin im Rahmen dieses Fragefreitags einfach eure Fragen und gewinnt eines von 5 Exemplaren von "Dieses schöne Scheißleben"!

    Mehr über das Buch:
    Basti und Benny sind Zwillinge aus Jena, die mit 14 Jahren von Zuhause auf die Straße gesetzt wurden. Heute sind sie Punks, über 30 und ziehen Bilanz. Gewalt, Drogen und Alkohol, Kälte und Hunger, Krankheit und Knast ? Sie haben kaum etwas ausgelassen. Und dennoch ist ihr Leben voller Zärtlichkeit und Wärme, getragen vom unbändigen Willen zu Freiheit und Selbstbestimmung. Dieses ungewöhnliche Selbstporträt zweier besonderer Menschen ergeht sich nicht in Schilderungen des Elends. Ganz im Gegenteil: Man ist überrascht, wie offen und bereitwillig sie sich dem Leben zuwenden. Zuversicht, Optimismus und Liebe prägen das Buch. Obwohl die Zwillinge ein Leben jenseits des bürgerlichen Mainstreams führen, so beeindruckt doch umso mehr die Intensität ihrer Hilfsbereitschaft, die Stärke ihres Zusammengehörigkeitsgefühls, die Sehnsucht nach Freiheit. Eine Geschichte mit Abgründen, aber auch voller Poesie, die einer übersatten, polarisierten Gesellschaft den Spiegel vorhält. Ein nachdenklich stimmendes Buch über unser aller Suche nach dem Lebensglück und den Preis, den wir bereit sind dafür zu zahlen.

    >> Hier geht's zur Leseprobe!


    Mehr über die Autorin:

    Christiane Tramitz wurde am 13. Februar 1959 in München geboren und studierte Psycholinguistik an der Universität München. Als Sprachtherapeutin arbeitete sie anschließend selbstständig und schrieb über ihre Erfahrungen, woraus ihr erstes Buch resultierte: "Olaf - Kind ohne Sprache". Sie promovierte am Max-Planck-Institut in Seewiesen 1989 und arbeitete fortan als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstelle für Humanethologie in Andechs. Auch die Erkenntnisse dieser Forschungsprojekte veröffentlichte sie in Büchern, die auch zu Bestsellern wurden. 2003 gründete sie die Firma HumanLink, die mithilfe der Verhaltensforschung Kultur- und Konsumentenfragen untersucht. Christiane Tramitz veröffentlichte ihren ersten Krimi "Himmelsspitz" 2011 und schlug damit eine neue Richtung ein. Sie ist Mutter von Zwillingen und lebt im Chiemgau.

    Gemeinsam mit Orell Füssli vergeben wir unter allen Fragestellern 5x "Dieses schöne Scheißleben" von Christiane Tramitz und Benjamin & Sebastian Podruch. Stellt der Autorin einfach am 14.04.2017 direkt unter diesem Beitrag eure Fragen zum Buch, der Thematik und allem, was euch sonst noch einfällt.

    Ich wünsche euch viel Spaß und Glück!
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