Christiane Tramitz Harte Tage, gute Jahre

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Inhaltsangabe zu „Harte Tage, gute Jahre“ von Christiane Tramitz

70 Jahre auf einer Alm in den bayerischen Bergen - die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau.
Christiane Tramitz erzählt das Leben der Sennerin vom Geigelstein. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben im Gleichmaß der Jahreszeiten und in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat.
Weil sie Liebeskummer hatte, packte die damals siebzehnjährige Bauerntochter Maria Wiesböck aus Samerberg 1941 ihren Rucksack, verließ den väterlichen Bauernhof und stieg auf zur Oberkaser-Alm in den Chiemgauer Alpen. Dort versorgte sie fortan als Sennerin das Vieh und kehrte seitdem nicht einmal in den harten Wintern ins Tal zurück.
Die Alm-Wirtschaft wurde ihr Lebensinhalt. Sie lebte einfach und gesund im Einklang mit der Natur. Nun, am Ende dieses langen Lebens erkennt sie, dass das Vertraute mehr und mehr verschwunden ist. Auch auf der Alm hat das moderne Leben längst Einzug gehalten, und so manches davon bedroht die Natur.
Die Biografie der Sennerin vom Geigelstein entführt die Leser auf eine anrührende Weise in die längst untergegangene Welt der traditionellen Alm-Wirtschaft inmitten einer Natur, die sich die meiste Zeit des Jahres lebensfeindlich zeigt. Dieses Leben ist alles andere als ein Idyll gewesen. Es war voller Entbehrungen und bot dennoch jene Geborgenheit, die wir heute Heimat nennen.

sehr interessante Lebensgeschichte

— Vampir989

Eine Hommage an eine Frau, die ein selbstbestimmtes und hartes Leben gewählt hat.

— Bibliomarie

Eine lesenwerte, lange Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen, starken und eigensinnigen Frau in der Bergwelt Bayerns

— Tulpe29

Bewegende Lebensgeschichte einer eigensinnigen Frau

— katikatharinenhof

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  • Sehr interessante Lebensgeschichte

    Harte Tage, gute Jahre

    Vampir989

    02. October 2017 um 21:22

    Klapptext:70 Jahre auf einer Alm in den bayerischen Bergen - die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau.Christiane Tramitz erzählt das Leben der Sennerin vom Geigelstein. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben im Gleichmaß der Jahreszeiten und in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat.Weil sie Liebeskummer hatte, packte die damals siebzehnjährige Bauerntochter Maria Wiesböck aus Samerberg 1941 ihren Rucksack, verließ den väterlichen Bauernhof und stieg auf zur Oberkaser-Alm in den Chiemgauer Alpen. Dort versorgte sie fortan als Sennerin das Vieh und kehrte seitdem nicht einmal in den harten Wintern ins Tal zurück. Die Alm-Wirtschaft wurde ihr Lebensinhalt. Sie lebte einfach und gesund im Einklang mit der Natur. Nun, am Ende dieses langen Lebens erkennt sie, dass das Vertraute mehr und mehr verschwunden ist. Auch auf der Alm hat das moderne Leben längst Einzug gehalten, und so manches davon bedroht die Natur. Die Biografie der Sennerin vom Geigelstein entführt die Leser auf eine anrührende Weise in die längst untergegangene Welt der traditionellen Alm-Wirtschaft inmitten einer Natur, die sich die meiste Zeit des Jahres lebensfeindlich zeigt. Dieses Leben ist alles andere als ein Idyll gewesen. Es war voller Entbehrungen und bot dennoch jene Geborgenheit, die wir heute Heimat nennen.Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch .Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.In diesem Buch erzählt uns die Autorin die Lebensgeschichte der Sennerin vom Geigelstein .Beginnend mit den Kindheitsjahren erleben wir mit Ihr all die vielen Jahren auf der Oberkaser-Alm.Auf zwei Zeitebenen werden wir durch die Geschichte geführt.Dabei lernen wir die junge und alte Marie kennen.Durch die sehr ansprechende und interessante Erzählweise der Autorin wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es hat mich tief bewegt und berührt zu lesen ,welch schwere und harte Zeiten die Sennerin erleben musste.Eine sehr tapfere,lebensmutige und eigensinnige Frau die sich nicht ermutigen lies.Im Einklang mit der Natur,den Tieren und Ihrer Umgebung lernte Sie aus jeder Situation das beste zu machen.Sie war manchmal etwas stur und hartnäckig und blieb ihrer Lebensweise treu bis zu Ihrem Tode.Narürlich gab es auch es glückliche und schöne Momente in ihrem Leben.Dies konnten wir selbst als Leser auch miterleben.Wunderschön fand ich auch die ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der Bergwelt und der Natur.So konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und hatte das Gefühl selbst an diesem Ort zu sein.Von Anfang bis zum Ende hat mich dieses Buch angesprochen und es kam nie Langeweile auf.Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und es lädt gleich zum Lesen ein.Es passt hervorragend zu dieser Biographie und rundet das brilliante Werk ab.Ich hatte viele wunderschöne Lesemomente mit dieser Lektüre  und kann diese nur empfehlen.

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  • Die Sennerin vom Geigelstein

    Harte Tage, gute Jahre

    bettinahertz

    28. September 2017 um 22:05

    Harte Tage, gute Jahre Die Sennerin vom Geigelstein Autor: Christiane Tramitz Aus Liebeskummer und vom Leben bitter enttäuscht verlässt im Jahre 1941 die siebzehnjährige Marie Wiesbeck, genannt Mare, den Heimathof und steigt zur familieneigenen Oberkaseralm in den Chiemgauer Alpen. Dort beginnt sie ein Leben als Sennerin und wird nie mehr zurückkehren. So abwechslungsreich und arbeitsam die Sommer sind, so entbehrungsreich und einsam sind die langen Wintermonate. Mare lässt sich nicht unterkriegen und schon garnicht von ihren Berg vertreiben. Sie sieht viele kommen und gehen, erlebt den Wandel der Zeit bis in die heutige Gegenwart. Und die Leute kommen zu ihr, zur Oberkasermare, sie wird bekannt weit über die Grenzen hinaus. Diese einzigartige Biographie der Sennerin vom Geigelstein hat mich richtig tief beeindruckt. Der Autorin Christiane Tramitz ist es mit diesem Roman wunderbar gelungen, Mares Leben einzufangen. Wir begleiten Mare in verschiedenen Zeitebenen und sind stiller Zuschauer ihres einfachen Leben im Einklang mit der Natur und ihren geliebten Tieren bis ins hohe Alter. Viele Erlebnisse in ihrem Leben sind sehr authentisch dargestellt und man muss lachen, weinen oder ist mit Mare glücklich oder auch wütend. Sie musste viele Rückschläge einstecken, doch es gab für sie niemals ein Aufgeben. Mit ihrer natürlichen, frechen und humorvollen Art kämpft sie um ihren Berg, um ihre Hütte und dass sie dort bleiben kann, bis zum letzten Atemzug. Dies Buch kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen und ich beneide Christiane Tramitz, dass sie Mare persönlich kennenlernen durfte. Von mir gibt es für dieses gelungene Buch volle fünf Sterne.

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  • Leserunde zu "Harte Tage, gute Jahre" von Christiane Tramitz

    Harte Tage, gute Jahre

    ChristianeTramitz

    Die spannende und einzigartige Geschichte der Oberkasermare entführt in die schöne, bisweilen harte und entbehrungsreiche Bergwelt. Mare verließ mit 17 Jahren den elterlichen Bauerhof. aus Liebeskummer und weil es dort keine Arbeit mehr für sie gab. Bis zu ihrem 93. Lebensjahr blieb sie auf der Alm, 1600 Meter hoch gelegen, unter dem Gipfel des Geigelsteins. Dort lebte sie Sommer wie Winter. In den über 70 Jahren, in denen sie auf der Alm war, erlebte sie den Krieg, die schweren Nachkriegsjahre, die Schmuggler, die Wilderer, den Wandel auf dem Berg von Einsamkeit zur touristischen Erschließung. Vor zwei Monaten starb die Sennerin friedlich in den Armen eines Freundes, während auf der Hütte nebenan eine Bergmesse abgehalten wurde.

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  • Emotional und ein Blick auf die Zeitgeschichte aus ganz besonderer Perspektive

    Harte Tage, gute Jahre

    michael_lehmann-pape

    22. September 2017 um 13:33

    Emotional und ein Blick auf die Zeitgeschichte aus ganz besonderer Perspektive„Was auch immer an jenem Tag geschehen sein mag, an dem Mare Xaver auf dem Steg sitzen sah, welche Empfindungen und Wallungen in den dann folgenden Wochen ihr Gemüt erhitzt haben, erfuhr keine Menschenseele….. Zumindest waren es diese Sommermonate, die Mares Zukunft lenken würden“.Aber bei Weite, nicht in jene Richtung, die der blutjungen Mare damals traumhaft in Herz und Winn waren. Ein ganz unerwarteter Weg wird folgen, durchaus aber durch das sprachliche Geschick und das Talent, tief in ihre Figuren blicken zu lassen, das Christiane Tarmitz in diesem Werk vor Augen legt, ein Weg, der durch die emotionale „Achterbahnfahrt“ und die weiteren Umstände dann wiederum in sich logisch und geschlossen wirkt.„In Mares Leben sollte es zwei dieser Tage sein, Zwei Tage, die bestimmten, wie es im Leben der jungen Wiesbeck weiterging. Zwei Tage, und auch zwei Männer: Xaver und ihr Großvater“.Ein besonderer Weg, ein Leben, dass so nicht unbedingt viele in den letzten Jahrzehnten geführt haben. Nah an der Natur und doch ein gutes Stück weg von der Welt. Beständig tätig, aber auch mit dem unverstellten Blick in den weiten Himmel am Tag und in der Nacht hinein.Sennerin, Almbäuerin, auf sich gestellt. Zu Beginn in äußerer Ruhe, teils Einsamkeit, an der vieles „da draußen in der Welt“ schlichtweg vorbeigeht, ohne Einflüsse auf das Leben am Berg zu haben. Im Lauf der Jahre dann als Zeugin der sich entfalteten Zivilisation, die mehr und mehr nicht mehr nur Naturbegeisterte einzelne, sondern im Lauf der Zeit bis in die Gegenwart hinein nicht enden wollende Ströme von Touristen, erst nur im Sommer, dann Sommers wie Winters, an der Alm vorbeifließen ließen.So ist in diesem Buch vieles herauszulesen. Die Person der Mare in all ihren Facetten. Der einfache, harte und doch auch beglückende Lebensalltag „auf dem Berg“. Der Wandel der Zeiten mit immer tieferen Einschnitten in die Natur. Vor allem natürlich, was die rigide Veränderung der Landschaft durch den boomenden Wintersport anging. Aber auch die Sommer immer belebter. Klettersteige, die gesetzt wurden, Wanderwege, die „bequem“ gestaltet wurden.Was immer auch, differenziert im Buch, Segen und Fluch zugleich ist. Das Leben einfacher, den Weg zur Alm erschlossener machte, Zubrot brachte, aber auch Bedrängung durch die schieren Massen, die breite Bautätigkeit an Liften, die weniger werdende Ruhe.Eine Entwicklung der realen Zeit, die zudem im Buch für eine sich aufbauende Spannung sorgen. Denn beileibe nicht nur äußere Bequemlichkeiten oder Freude an den Touristen oder Ärger auf die Touristen kennzeichnen die Veränderungen, sondern zum Ende hin geht es auch ans „Eingemachte“. Menschlich und sachlich. Nicht Lebensgefahr wird drohen, aber das über 70jährige Leben an diesem konkreten Ort als Sennerin gerät für Mare in immer größere Gefahr.Was Christiane Tramitz sensibel, mit innerer Spannung (die der Anspannung der Sennerin bestens korrespondiert) und umfassend detailreich romanhaft über die gesamte Lebensstrecke der Mare Wiesbeck erzählt. Im Übrigen ohne falsche „Romantik der Berge“ (die es auch gibt), sondern mit klarem Blick und ebenso klarer Darstellung der Härten dieser Form des Lebens allgemein und des Lebens der Sennerin im Konkreten.Anregend und interessant im Gesamten zu lesen, wenn auch mit einigen Längen und hier und da durch die „Zeitenwechsel“ auch im Lesefluss gestört.

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  • Eine außergewöhnliche Frau.

    Harte Tage, gute Jahre

    siebenundsiebzig

    18. September 2017 um 18:01

     Eine außergewöhnliche FrauNach einer schweren Enttäuschung zieht die junge Maria Wiesbeck, Bauerstochter vom Schadhubhof am Samerberg in Oberbayern, mit siebzehn Jahren als Sennerin auf die Oberkaseralm am Geigelstein im Chiemgau. Dort oben, auf einer Seehöhe von 1600 Metern verbringt sie nicht nur die Almsommer, sondern ihr ganzes Leben bis ins hohe Alter. Sommer wie Winter ist die Almhütte ihre Wohnung und Heimat. Trotz aller Entbehrungen jeglicher Zivilisation meistert die Oberkaser Mare, wie sie nur noch genannt wird, dort ihr Dasein. Grenzenloses Gottvertrauen, eine tiefempfundene Liebe zu den Tieren und zur Natur, lässt sie ein gesegnetes Alter erreichen. Frau Christiane Tramitz versteht es klar und greifbar die Oberkaser Mare zu beschreiben. Das Leben einer tapferen, manchmal auch etwas sturen Person, die unbeugsam und kämpferisch ihr Leben meisterte. Im Einklang mit der Natur, mit Bescheidenheit und einer grossen Lebenserfahrung. Dabei gelingt es der Autorin Tatsache und Fiktion behutsam und trotzdem lebendig miteinander zu verweben. Auf zwei Zeitebenen geschrieben, lässt einen dieses Buch nicht mehr los. Wenn ich jetzt den letzten Abschnitt dieses Werkes zitiere, so spüre ich deutlich das Einfühlungsvermögen der Autorin die da schreibt: „Mare, du warst eine eigenartige, bewundernswerte Frau. Es ist anders geworden ohne dich auf dem Geigelstein. Du fehlst uns.“ Mehr Worte möchte ich dazu nicht mehr schreiben. (Maria Wiesbeck verstarb am 25. Juli 2017) Ein ausgezeichnetes gut verfasstes Buch das ich nur weiterempfehlen kann. Besonders jenen Menschen, die das Leben in den Bergen, wie auch die Lebensumstände dort näher kennenlernen möchten. Von mir, auf jeden Fall fünf Sterne für dieses gelungene Werk.

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    • 2
  • Die Sennerin vom Geigelstein

    Harte Tage, gute Jahre

    Bibliomarie

    12. September 2017 um 17:19

    Eine unglückliche erste Liebe wirft Maria aus der Bahn. Ausgerechnet ihre Schwester wurde ihre Nebenbuhlerin, sie will sich zurückziehen und als der Großvater sie den Sommer über auf die Alm schickt, wird ihr der Lebensweg klar: sie geht nicht zurück ins Dorf, wenn der Almsommer vorbei ist. Eine Siebzehnjährige trifft aus enttäuschter Liebe eine Entscheidung, die ihr komplettes Leben beeinflussen wird. Mit vielen Höhen und Tiefen, aber immer selbst bestimmt und frei. Christiane Tramitz hat das Leben der Almbäuerin Maria – der „Oberkasermare“ in Worte gefasst. Sie hat die Greisin noch selbst erleben dürfen und viele Gespräche mit ihr geführt. Das macht die Biografie dieser Frau so lebendig und farbig wie ein Bergroman.Keine einfache Frau, ein unbeugsamer Charakter, der es ihrer Umwelt nicht immer leicht macht. Eine stolze Frau, die sich alles selbst erarbeitet hat und nie jemandem zur Last fallen wollte. Die nach ihren eigenen Regeln lebt und nur die Natur als Gesetz annimmt. Solche Menschen gibt es nur wenige und ich finde, die Autorin hat mit dieser Biografie der Sennerin Maria Wiesbeck ein Denkmal gesetzt. Die Beschreibung der Lebensumstände auf einer Alm in den entbehrungsreichen Zeiten der Nachkriegszeit, als noch keine Straßen, keine Elektrizität und kein fließendes Wasser das Leben leichter machten, hat mich fasziniert. Was war das für eine unberührte, aber auch harte Welt. Ich finde es überaus gelungen, wie Christiane Tramitz in ihrer Buch diese Frau und diese Zeit geschildert hat. Dabei hat mir auch besonders gefallen, dass die Autorin nicht chronologisch ein Leben nacherzählt, sondern Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander stellt.    

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    • 2
  • Ein Leben lang auf dem Berg

    Harte Tage, gute Jahre

    JessicaLiest

    10. September 2017 um 21:57

    Klappentext:Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat. Weil sie Liebeskummer hatte, packte die damals siebzehnjährige Bauerntochter Maria Wiesböck aus Samerberg 1941 ihren Rucksack, verließ den väterlichen Bauernhof und stieg auf zur Oberkaser-Alm in den Chiemgauer Alpen. Dort versorgte sie fortan als Sennerin das Vieh und kehrte seitdem nicht einmal in den harten Wintern ins Tal zurück. Die Alm-Wirtschaft wurde ihr Lebensinhalt. Sie lebte einfach und gesund im Einklang mit der Natur. Nun, am Ende dieses langen Lebens erkennt sie, dass das Vertraute mehr und mehr verschwunden ist. Auch auf der Alm hat das moderne Leben längst Einzug gehalten, und so manches davon bedroht die Natur. Meine Meinung:Für mich ist so eine Art Buch eine neue Erfahrung aber ich wollte dies unbedingt „ausprobieren“ und mich in diese Geschichte einlesen. Die Geschichte wurde auf zwei zeitlich verschiedenen Ebenen geschrieben, aber diese hat gut funktioniert. Man lernt einerseits Mare als jungen Mädchen und auch  als alte Damen kennen und kann sie somit auf beiden Ebenen kennen lernen. Dabei ist der Schreibstil ehrlich und redete einem nichts schön ein. Der Schreibstil hat sich dabei gut und angenehm lesen lassen. Man konnte die Geschichte sich gut vorstellen und gut nachvollziehen. Mare ist dabei an sich ein richtig interessanter Charakter, sie ist einfach so wie sie ist. Sie hat ihre harte Seite aber genauso ihre weiche Seite. Ihr Leben war einfach faszinierend beschrieben, dadurch hat auch der Schreibstil dazu beigetragen. Wer mal eine gute Abwechslung sucht, der sollte sich das Buch mal genau ansehen. Es ist ein gutes Buch für zwischendurch oder auch wenn man einfach mal was Neues lesen möchte. 

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  • Harte Tage, gute Jahre

    Harte Tage, gute Jahre

    Pixibuch

    31. August 2017 um 16:56

    Hier hat Christiane Tramitz über das Leben der Sennerin Maria Wiesbeck eine wahre Hommage geschrieben. Diesem Lebenslauf kann sich wirlich kein Leser entziehen und er ist begeistert von der Zähigkeit und Entshlußfreudigkeit dieser Frau. Mare wächst zusammen mit zwei Geschwistern, der Mutter und dem Großvater auf einem Bauernhof im Chiemgau auf. Der Vater, mit Verletzungen aus dem 1. Weltkrieg, hat sich das Leben genommen. Von den Geschwistern interessiert sich die Mare als einzige für die Landwirtschft. Als junges Mädchen verliebt sie sich unsterblich in einen Bauernsohn, doch der läßt sie schmächlich sitzen und heiratet ihre Schwester,nachdem diese von dem jungen Mann geschwängert wurde. Da die Schwester nun mit ihrem Mann auf dem Hof wohnte, ging Mare mit 17 Jahre als Sennerin auf die Kaseralm und beshloß, nie mehr ins Tal zu kommen. Sie fast 70 Jahre auf dem Berg. Sie diente dort mehreren Herren, betrieb Ausschank, sah im Krieg Grenzgänger und Flüchtlinge, erlebte den Beginn des Fremdenverkehrs und blieb sich aber stets treu. Nie verließ sie die Alm für einen Mann. Auch im Alter von über 90 Jahren bewohnte sie weiterhin die Kaseralm, ohne technischen Fortchritt unter primitivsten Bedingungen. Nachdem sie einmal von einer Lawine verschüttet wurde, wollte man sie in ein Altenheim bringen, sie weigerte sich jedoch bis zum Schluß, ihre Heimat zu verlassen, für die ihr der Großvater lebenslanges Wohnrecht zugesichert hatte. Im Alter wurde die Mare etwas sonderlich, sie sah überall Terroristen und sprach mit dem Berggeist. Die Mare war die letzte Sennerin, die noch genauso gelebt hat, wie man vor 50 Jahren auf dem Berg lebte. Mit ihr ist ein Stück Geschichte aus dem Chiemgau gesorben.

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  • Mare hält durch

    Harte Tage, gute Jahre

    Tulpe29

    30. August 2017 um 18:31

    Dieses Buch ist sehr unterhaltsam und authentisch geschrieben, teilweise mit bayerischem Wortlaut, was die Protagonisten noch besser beschreibt und lebendiger werden läßt, wie ich finde. Das lange Leben der Maria Wiesbeck ist hart und voller Entbehrungen, trotzdem kann sie sich bis an ihr Lebensende kein schöneres vorstellen. Wer kann das schon von sich behaupten? Mare ist mit sich und der Welt  im Reinen, größtenteils jedenfalls. Sie ruht in sich und geht unbeirrbar ihren Weg, egal was kommt. Krieg, die Errungenschaften der Neuzeit, Unwetter und Kampf mit unleidlichen Mitmenschen bringen sie bis zum Schluß nicht dazu, ihre geliebte Alm zu verlassen. Nur mit dem allgegenwärtigen  Berggeist teilt sie ihr oft karges Dasein.Eine interessante, spannende und wahre Geschichte.

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  • lesenswert!

    Harte Tage, gute Jahre

    emma_vandertheque

    30. August 2017 um 12:20

    Mare wächst als drittes Kind auf einem Bauernhof im Bayrischen auf. Als einzige der Geschwister geht sie tatsächlich in der Arbeit auf dem Hof und als Bäuerin auf, doch der Großvater entscheidet, dass die ältere Schwester und ihr frisch Angetrauter den Hof übernehmen sollen. Schnell ist dort kein Platz mehr für Mare und so wird sie als Sennerin auf die Alm der Familie geschickt. Was als Notlösung für einen Sommer gedacht war, wird zu Mares Leben – sie weigert sich schlichtweg, den Berg wieder zu verlassen. Über siebzig Jahre hinweg lebt und arbeitet sie auf dem Geigelstein, trotzt den immer wiederkehrenden einsamen Phasen, den Veränderungen am Berg, sie verschmilzt mit der Natur, den Tieren und der Umgebung und wird zum bekannten Urgestein der Region.Besonders die einfühlsame, intensive und sprachgewaltige Erzählweise von Christiane Tramitz machen diese Biographie zu einem unbedingt lesenswerten Buch über das karge, entbehrungsreiche Leben einer starken, sturen und sehr demütigen Frau, das mich sehr ergriffen und ein wenig sprachlos zurück lässt!Im Nachwort schreibt Christiane Tramitz: „Mare, du warst eine einzigartige, bewundernswerte Frau. Es ist anders geworden ohne Dich auf dem Geigelstein. Du fehlst uns.“ Genau so fühlt es sich an, wenn man das Buch beendet!

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  • Bewegende Lebensgeschichte einer eigensinnigen Frau

    Harte Tage, gute Jahre

    katikatharinenhof

    29. August 2017 um 14:58

    ...gibt nix Besseres für mi auf derer Welt. So frei und dem Himmi so nah." Diese Worte von Mare prägen das ganze Buch und geben tatsächlich alles wieder, was sie geprägt und geformt hat. Mare beschließt 1941, den heimischen Hof zu verlassen, weil sie von ihrer großen Liebe gedemütigt wurde. Ihr Herz ist gebrochen, das Vertrauen in die Menschheit dahin. So beschließt sie, fortan ihr Leben auf der Oberkaseralm im den Chiemgauer Alpen zu verbringen. Mit dem harten Alltag, den Entbehrungen und den Erfahrungen der Jahre wird aus der jungen Frau eine Sennerin, wie sie die Alpen noch nicht gesehen hat. Ein wenig starrköpfig und eigensinnig ist sie schon, die Oberkasermare, aber sie ist rechtschaffen und zufrieden mit dem, was das Leben ihr auf dem Berg bietet. Mit den Jahren wandelt sich die Zeit und Mare lebt in einer Art Schneekugel - draußen tobt das Leben mit Krieg, Plünderung und Wilderei. Die Welt wandelt sich - berühmte Menschen treten in ihr Leben, aber Mare bleibt in ihrer Hütte die bescheidene und ein wenig schrullige Sennerin. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte der Oberkasemare auf zwei Zeitebenen, die schön ineinander fließen. Man lernt sowohl die junge Mare, als auch die schrullige Alte sehr gut kennen. Es wird nichts beschönigt, das Leben auf der Alm wird mit klaren Worten geschildert. Die Zeit verläuft wie in einem Film, während man das Buch liest und man taucht tief in die Hütte am Berg ein. Sehr gut hat mir außerdem gefallen, dass der Chiemgauer Dialekt im Buch lebendig wird - das macht die Geschichte echter, nachvollziehbarer und lässt Mare vorm inneren Auge erscheinen.  Mit dem Verlauf der Geschichte wächst einem die Mare richtig ans Herz, auch wenn sie manchmal hartherzig und stur sein kann. Aber so ist das Leben - und Christiane Tramitz hat mit ihren Erzählungen der Sennerin ein würdiges Andenken bereitet. Mich hat die Geschichte von Anfang an fasziniert und ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können. Dieses Buch besticht durchs eine Schlichtheit, seine Ehrlichkeit und seiner Authentizität - daher vergebe ich gerne 4 von 5 Sternchen      

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  • Leserunde zu "Acht Berge" von Paolo Cognetti

    Acht Berge

    DVA_Verlag

    Wie wollen wir leben? Stadt oder Land? Soll man gehen oder bleiben? Sich einmischen oder raushalten?  Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Männer schlagen die Freunde verschiedene Wege ein. Der eine wird sein Heimatdorf nie verlassen, der andere zieht als Dokumentarfilmer in die Welt hinaus. Doch immer wieder kehrt Pietro in die Berge zurück, zu diesem Dasein in Stille, Ausdauer und Maßhalten. Er ringt mit Bruno um die Frage, welcher Weg der richtige ist. Vor der ehrfurchtgebietenden Kulisse des Monte-Rosa-Massivs schildert Paolo Cognetti die lebenslange Suche zweier Freunde nach dem Glück. Eine eindringliche archaische Geschichte über über das Leben, die Liebe und den Tod.Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Acht Berge ist ein Bestseller in Italien; das Buch erhielt den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, und erscheint in über dreißig Ländern.Wir suchen 15 Leser, die eine Schwäche für Romane haben, in denen es um Freundschaft, Natur und die Frage nach dem Sinn des Lebens geht.  Fühlt ihr euch angesprochen? Dann freuen wir uns auf eure Bewerbung.Bewerbungsaufgabe: Gibt es einen Roman über eine (lebenslange?) Freundschaft, der euch besonders gefallen hat?

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  • Harte Tage, gute Jahre

    Harte Tage, gute Jahre

    twentytwo

    05. August 2017 um 16:33

    Man schreibt das Jahr 1941. Der Sommer neigt sich seinem Ende zu und auf der Oberkaser-Alm am Geigelstein steht der traditionelle Almabtrieb bevor. Das Vieh ist bereit und die Knechte, die den Abtrieb begleiten sollen, sind eingetroffen. Langsam setzt sich der Zug in Bewegung. Erst später realisieren die Männer dass Mare, die Sennerin, sie nicht wie gewohnt hinunter ins Tal begleiten wird. Auf der Alm will sie bleiben, Sommer wie Winter. Von vielen unverstanden und von wenigen Freunden begleitet, ziehen die Jahre dahin. Es sind keine leichten Jahre und ständig muss sie sich neuen Herausforderungen stellen. Aber sie bleibt sich selbst treu und schafft es immer wieder sich durchzusetzen und so ihren Gegnern zu beweisen dass sie durchaus in der Lage ist, sich ohne fremde Hilfe durchzubeißen.FazitEine ungewöhnliche Biografie, die sich aus kurzen, unchronologisch aneinandergereihten, Szenen und Episoden zusammensetzt, um letztendlich zu einem nicht belegbaren Gesamtbild zu verschmelzen.

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