Christiane Tramitz Himmelsspitz

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Inhaltsangabe zu „Himmelsspitz“ von Christiane Tramitz

Hamburg, Mitte der 60er. Isabel macht sich Sorgen um ihre achtjährige Tochter Lea, die schlafwandelt und von heftigen Alpträumen geplagt wird. Die Ärzte raten zu einem Urlaub in den Bergen. Zusammen mit Isabels Lebenspartner Horst machen sich Mutter und Tochter auf den Weg nach Fuchsbichl, einem kleinen Dorf in den Ötztaler Alpen, das am Himmelsspitz gelegen ist. Diesen Berg hat Lea im Fotoalbum ihrer Mutter entdeckt. Doch die Reise wird für die Familie zu einer harten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die auf mystische Weise mit dem Schicksal der Fuchsbichler Bergbauern verwoben ist. Sie stoßen auf Missgunst, dunkle Geheimnisse, zerbrochene Beziehungen - und tödliche Gewalt.

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  • Rezension zu "Himmelsspitz" von Christiane Tramitz

    Himmelsspitz
    gaby2707

    gaby2707

    29. January 2013 um 19:50

    Der Einstieg ins Buch beginnt mit einem kleinen Jungen, der in einem finsteren Loch gefangen ist... Im Handlungsstrang der 60er Jahre lebt in Hamburg die 6-jährige Lea mit ihrer Mutter Isabel und deren selbstverliebtem Lebensgefährten Horst Tietze. Lea ist etwas verhaltensauffällig und ihr Therapeut ist der Meinung, nachdem sie immer wieder einen Berg, den Himmelsspitz, malt, solle man dort einen längeren Urlaub machen. So reist die Familie in die Alpen ins Bergdorf Fuchsbichl in den Ötztaler Alpen.. In Fuchsbichl spielt auch der Handlungsstrang in den 40er Jahren. Das Leben auf den Höfen ist rau und hart und Großbauer Urban Kraxner duldet die Liebesaffäre seiner Tochter Agnes mit dem armen Tremplerhof Sohn Luis nicht. Unter Drohungen verlässt Luis sein Heimatdorf am Himmelsspitz und geht nach Deutschland, nicht ahnend, dass seine Liebesnacht mit Agnes Folgen haben wird. Die schwangere Agnes wird verheiratet und kommt aber von ihrer großen Liebe Luis nicht los. Der Urlaub der Hamburger gestaltet sich von Anfang an geheimnisvoll, da Isabel bei einem Schnitzer eine Postkarte aus der Hamburger Hafenstadt entdeckt und sofort an „Julius“ erinnert wird, mit dem sie eines Liebesnacht hier verbracht hat und der der Vater ihrer Tochter Lea ist. Und Lea scheint hier her zu gehören – selbst einige Anwohner meinen sie zu kennen bzw. sie schon einmal gesehen zu haben. Ihre Träume drehen sich weiterhin um den Berg Himmelsspitz. In immer wieder folgenden Rückblicken wird erzählt, was sich vor langer Zeit hier im damals noch sehr kleinen abgeschiedenen Ort an Dramen abgespielt hat. Und immer steht Urban Kraxner im Mittelpunkt von sehr unschönen Vorkommnissen und Begebenheiten. Ich bin ganz begeistert von diesem Buch. Ich sehe mich mit den Protagonisten im Dorf hin und her laufen und kenne mich durch die detaillierten Beschreibungen gut aus. Die Beschreibungen der Lebensgewohnheiten und der Alltagsbewälltigung durchsetzt mit dialektischen Ausdrücken der Bewohner, die aber auch für Nordlichter zu verstehen sind, machen die Geschichte so authentisch. Obwohl zwischen den Zeiten immer wieder hin und her gesprungen wird, kann man der Geschichte gut folgen. Eine Abfolge aus Neubeginn und Abschied, Liebe und Trauer und voller Wehmut. FAZIT: Kein Krimi im klassischen Sinn, aber voller Spannung und gelungener Zeitsprünge, die das Lesen zum Genuss werden lassen.

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  • Rezension zu "Himmelsspitz" von Christiane Tramitz

    Himmelsspitz
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    18. June 2012 um 16:32

    Abgestürzt Der Klappentext hatte mich gereizt: Ein schlafwandelndes Mädchen, das in den 60er-Jahren mit seiner Mutter Isabel und dem angehendenStiefvater zur Genesung in die Berge reist, nach Fuchsbichl am Fuß des Himmelsspitz, der auch auf einer alten Postkarte von Isabel zu sehen ist. Das roch stark nach einer interessanten Geschichte, mit viel Rätselei um in der Vergangenheit begrabene Geheimnisse. Außerdem kündigte das Cover einen „Alpen-Krimi“ an – na, da war das Buch praktisch schon gekauft. Aber ach, während sämtliche anderen RezensentInnen am liebsten sechs Sterne vergeben möchten, bin ich mit dem Roman gründlich abgestürzt. Mit den Figuren fing es an: Obwohl alle eine gut ausgearbeitete Story im Hintergrund haben, sind sie mir fern geblieben. Von Horst, dem besagten Stiefvater-Anwärter, der mir wie ein Abziehbild aus einem Edgar-Wallace-Film entgegenkeuchte, über Isabel, die statisch in ihrem verkorksten Leben steht, bis hin zum zahlreichen Personal von Fuchsbichl, dieser derben Bauernschar aus dem 19. Jahrhundert. Sagte ich, aus dem 19. Jahrhundert? In der Tat, genauso kommen sie einem vor, diese Gestalten, die doch von der Autorin in den 1940er-Jahren (bis in die 60er) angesiedelt sind, so reden sie und so verhalten sie sich. Extrem gottesfürchtig tuscheln sie vom Leibhaftigen, paaren sich wie die Viecher bei den Viechern im Stall und stapfen stumm oder unter saftigen Flüchen durch den Morast ihrer Sünden. Bis auf einzelne Momente des Aufbegehrens sind die Frauen natürlich Opfer und ertragen das Schicksal, das in diesem Buch allenthalben umgeht wie ein böser Geist. „Nur manchmal, während der langen Wintermonate, in denen der Frost Eissterne an die Fenster malte und die Bauern bereits beim Versinken der Sonne in ihre wärmenden Betten schickte, dann gab es doch so manche Nacht, in der Agnes schlotternd nach Wärme suchte, seine Hand gewähren ließ, wie ein braves Eheweib die Beine spreizte und den Schoß öffnete, genauso wie einst, in der Hochzeitsnacht.“ Das ist die Sprache, die dieses Buch beherrscht: altertümelnd und pathetisch, jedenfalls in meinen Ohren. Aber mei, in diesen Gebirgsdörfern bleibt halt die Zeit stehen und stockt wie saure Milch. Leider will ich für meinen Teil keinen Ganghofer lesen und keinen Luis-Trenker-Film anschauen, wenn ich zu einem heute geschriebenen Buch greife, und wenn schon Dialekt, dann bitte gscheit und nicht verstümmelt. Da soll keiner sagen: „Mir reichts, Leut, das war mein letzter Wettkampf, nochmals Schlumpenkönig werden, nein, das will ich net.“ Was hat obendrein das gewählte „nochmals“, das in gesprochener Sprache ohnehin nicht vorkommt, in so einem Satz zu suchen? Die Brechung des Dialekts kann übrigens eine Verlagsentscheidung und muss nicht zwingend von der Autorin so gewollt sein. Wenn’s nur darum ginge, würde ich auch gar nichts sagen. Aber da liegt so vieles im Argen, dass ich mir einfach nur noch die Haare gerauft habe beim Lesen. Die sich hoch auftürmende Dramatik, die Christiane Tramitz mit ihrer Sprache erzeugen will, verpufft spätestens an ungenauen Stellen wie dieser: „Doch es war nicht die Seele, sondern die Zeit, die sich über all jene senkte, die sie brauchten. Dort trat sie ihre lange, schwere Arbeit an. Sie setzte sich in die Herzen, um – ganz allmählich – Trauer, Verzweiflung, Wunden und kranke Seelen zu heilen, um böse Gedanken zu löschen, schlimme Träume in schöne zu wandeln, und um alte Wege zu sperren, damit neue begangen werden können. Ja, sie bedeutete eine wundervolle Zeit. Für alle, für Isabel, Luis und Lea, für Agnes und Fertl und für die vielen anderen, die in dieser Zeit zugegen waren.“ Während der erste Absatz – trotz des Tempus-Fehlers mit „können“ – gut verständlich ist, gerät der zweite sofort in eine gewaltige Sinnkrise! „Sie“ (die Zeit?!) „bedeutete eine wundervolle Zeit“? „Für alle (…), die in dieser Zeit zugegen waren“?? Da kann der Plot noch so interessant, können die Fäden noch so kunstvoll verwoben sein – ich will so was nicht lesen. Auch die wirklich sehr akribische Beschreibung damaliger Räumlichkeiten hilft mir nicht darüber hinweg, dass ich die Figuren mehr als Karrikaturen und Klischees denn als echte Menschen empfinde. Und die deftigen Geschlechtsszenen (Sex oder gar Erotik möchte ich das nicht nennen) zwischen voyeuristischen Rubbelorgien seitens des Bösewichts und kuhwarmer Notbefriedigung sind – ich sag’s, wie’s ist – für mich einfach nervig und ekelhaft. Wer hier ein authentisches mystisches Gebirgsdrama zu finden hofft, ist meiner Meinung nach an der falschen Adresse. Darum empfiehlt die Buchprüferin: lieber was anderes lesen.

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  • Rezension zu "Himmelsspitz" von Christiane Tramitz

    Himmelsspitz
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    22. September 2011 um 23:16

    Im Hamburg der 60er Jahre benimmt sich die achtjährige Lea seltsam. Sie schlafwandelt und hat heftige Albträume. Der verzweifelten Mutter Isabel empfehlen die Ärzte, mit der Tochter in die Berge zu fahren. Das passt, denn Lea hat im Fotoalbum ihrer Mutter eine Postkarte mit dem Berg Himmelsspitz in den Ötztaler Alpen entdeckt. Dorthin, genauer gesagt, in das Dorf Fuchsbichl, machen Mutter und Tochter sich jetzt mit dem finanziell gut ausgestatteten, aber ziemlich unleidlichen Lebensgefährten der Mutter auf den Weg. Fuchsbichl ist auch Schauplatz des zweiten Handlungsstrangs, der in den 40er Jahren spielt. Das Leben der dortigen Bergbauern ist von harter Arbeit und Armut geprägt; in den Familien herrschen Gewalt und Lieblosigkeit. Die Dorfbewohner sind durch dunkle Geheimnisse, Tragödien und alte Fehden miteinander verwoben und werden von einem skrupellosen und gewalttätigen Mann tyrannisiert. Eine düstere Atmosphäre macht den Dorfbewohnern das Leben schwer. Besonders die Kinder leiden, aber auch die Frauen, die sich ihren Mann nicht selbst aussuchen dürfen. Die Liebe hat es schwer in dieser Zeit und Gegend. In der Gegenwart gestaltet sich der Aufenthalt von Lea und Isabel von Anfang an ungewöhnlich. Isabel wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, als sie an einem unvermuteten Ort eine Ansichtskarte aus Hamburg entdeckt. Und Lea fügt sich sofort in die Umgebung ein, als ob sie dort hingehört; selbst einige Dorfbewohner sind der Meinung, sie schon einmal gesehen zu haben. Nach und nach schält sich heraus, was in den 40er Jahren in Fuchsbichl passiert ist, und was die damaligen Ereignisse mit Lea und Isabel zu tun haben. Unschöne Dinge kommen da zum Vorschein, und nur deshalb, weil Lea mystische Träume hat. Ich war hin und weg von diesem Buch, das einem die archaische Welt der Bergdörfer sehr nahe bringt. Das liegt zum einen an den genauen Beschreibungen der Umgebung, der Sitten und der Alltagsgegenstände und zum anderen an den immer wieder eingestreuten Dialektbegriffen, die das Buch authentisch machen, aber die Verständlichkeit für Flachländler zum Glück nicht beeinträchtigen. Besonders gut gefallen hat mir die literarische Sprache des Buches, durch die eine atmosphärische Dichte entsteht, die in Kriminalromanen selten zu finden ist. Ich würde das Buch deshalb eher als Literatur einstufen. Chapeau für einen überragenden Erstling!

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  • Rezension zu "Himmelsspitz" von Christiane Tramitz

    Himmelsspitz
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    27. July 2011 um 10:37

    Krimis sind immer wieder schön zu lesen. Als Fan von alten, klassischen Krimis, ist es nicht unbedingt leicht mich mit einem Kriminalroman zu überzeugen. Dieser wirkte trotz Genre-Hinweis durch seinen Klappentext individuell, was mich persönlich schon neugierig machte. Hamburg, Mitte der 60er Jahre. Die 8jährige Tochter Lea von Isabel ist momentan in einer komischen Phase. Sie plagen Alpträume, sie lebt in einer Phantasiewelt und ihre Gedanken drehen sich um einen bestimmten Berg. Als Isabel den Rat von einem Psychologen bekommt mit ihrer Tochter zum besagten Berg zu fahren, plant sie den gesamten Sommerurlaub dort ein. Für sie ist es ein Urlaub, der sie an ihre große Liebe und Leas Vater erinnert. Alpen, Mitte der 40er Jahre. Ein kleines Dorf wird von vielen Tragödien heimgesucht und von einem einzelnen Mann tyrannisiert. Dieser schreckt nicht mal davon zurück die große Liebe seiner eigenen Tochter zu verjagen, als diese von ihm ein Kind erwartet. Als einige Jahre später dieser Sohn spurlos verschwindet, ahnt jeder, dass er damit etwas zu tun hat. Das Erste, was dem Leser auf den ersten Seiten auffällt, sind die verschiedenen Sprünge von Zeit und Schauplatz. Einerseits befindet sich der Leser in den 60er Jahren und begleitet Isabel und ihre Familie auf der Reise von Hamburg in die Alpenregion. Neben dieser Situation wird der Leser immer wieder mittels Rückblenden über ihre große Liebe und die Entstehung von Lea informiert, die in den 50er Jahren stattgefunden hat. Auf der anderen Seite befindet man sich in einem kleinen Bergdorf mitten in den Alpen in den 40er Jahren. Dort erfährt man nach und nach die gesamten Hintergründe, und wie diese mit Isabel und Lea zusammenhängen. Am Anfang bekommt man den Hinweis zu den unterschiedlichen Zeiten. Im Anschluss muss der Leser jedoch selbst herausfinden, welche Zeit gerade aktuell ist und wo man sich befindet. Was anfänglich noch sehr verwirrend erscheint, einfach weil die Zusammenhänge fehlen, wird es schnell zu einem abgerundeten und logischen Bild. Der Großteil des Krimis spielt in den 40er Jahren in der Alpenregion. Typische Ausdrücke, wie „Kimm“ statt „Komm“ und typische Namen sind passend gewählt. Man versteht ohne Probleme was die Autorin sagen will und kann sich trotz der ungewöhnlichen Namen jeden Protagonisten vorstellen. Hier merkt man auch wie detailliert sich Christiane Tramitz mit den einzelnen Charakteren beschäftigt hat. Liebevoll, lebendig gibt sie jeder Figur eine eigene Note. Manche wirken total sympathisch, andere sind der Teufel persönlich. Ohne Probleme konnte ich die Gedanken und Handlungen nachvollziehen und mich in die Charaktere hineinversetzen. Was mir bei den Charakteren noch sehr gut gelang, war zu Beginn des Buches eine kleine Herausforderung. Einfach weil zu schnell, zu viele Namen eingeführt wurden. Erst nach und nach bekam ich einen guten Überblick. Dieses kleine Manko erschwerte auch den Schauplatz in den Alpen. Oft wurde von einem Hof zum anderen erklärt und mit den Wechseln der Perspektive kam kein rechtes Bild über den Aufbau der Ortschaft zu Stande. Bis zum Schluss war der Ort eher verschwommen. Nichtsdestotrotz minderte dies nicht mein Lesevergnügen. Beklemmend beschreibt die Autorin die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Protagonisten. Trotzdem fragte ich mich stets was diese Handlung mit einem Krimi zu tun hat. Für mich ist ein Krimi eben immer mit einem Mord und einem Ermittler verbunden. Beides ist hier nicht vorhanden. Zwar wird immer wieder ein Verbrechen bzw. Unglück angekündigt, aber worum es genau geht, erfährt der Leser erst auf den letzten Seiten des Buches. Auch wenn das Buch in meinen Augen mehr mit einem Drama als mit einem Krimi zu tun hat, konnte ich das angefangen Werk nicht mehr aus der Hand legen. Man möchte erfahren, welche Verbindung zwischen Isabel und dem Dorf besteht, warum Lea stets solche Träume hat und was damals genau vorgefallen ist. Mit diesen Fragen baut die Autorin gekonnt eine kontinuierliche Spannung auf und kann sie in meinen Augen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Einige Punkte bleiben zwar am Schluss offen, aber es sind keine relevanten Aspekte, sondern nur einige mysteriöse Dinge, die sich um Leas Vater drehen. Dies fällt jedoch nur auf, wenn man den Roman sacken lässt und noch einmal darüber nachdenkt. Bis auf diese kleine Manko ist die eigentliche Handlung komplett und logisch abgeschlossen. Es ist nichts, was man unbedingt wissen muss und daher hat es mich auch nicht wirklich gestört. Neben der Spannung ist für einige Leser auch ausreichend prickelnde Erotik eingebaut. In wenigen Worten wird des öfteren auf Liebesakt und die Bedürfnisse eingegangen. Es passt in die Handlung hinein und wirkt nicht vulgär. Es ist in einem angemessenen Verhältnis eingebaut. Auch der historische Aspekt in Bezug auf die 40er Jahre empfand ich als grandios umgesetzt. Man erfährt viel über das Leben in einem Bergdorf zu dieser Zeit. Die schwere Arbeit, die Menschen, die Einstellung und das allgemeine Leben. Es ist interessant, aber wird nicht bis ins kleinste Detail geschildert. Dadurch wird die Geschichte nicht trocken oder sachlich. Nachdem ich das Buch angefangen und in einem Zug durchgelesen habe, war ich hellauf begeistert. Es gibt zwar einige winzige Mankos, die dem Lesevergnügen jedoch in keinster Weise schaden. Im Gegenteil, meine anfängliche Skepsis bezüglich des Krimis wurde in absolutes Gefallen umgewandelt. Daher kann ich das Buch auch ohne Einschränkung empfehlen. ===Bewertung=== Spannend, individuell mit einem leichten historischen Hauch kommt der erste Roman von Christiane Tramitz daher. Ein fast perfekter Schluss, kontinuierliche Spannung, gelungene Perspektiv-Wechsel überzeugen den Leser, sodass kleine Mankos wie der verschwommene Ort und manches Unverständnis zu Leas Vater untergehen. Für mich fünf Sterne.

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