Christiane V. Felscherinow , Sonja Vukovic Christiane F. - Mein zweites Leben

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Inhaltsangabe zu „Christiane F. - Mein zweites Leben“ von Christiane V. Felscherinow

Die Autobiografie von Christiane Felscherinow „Mein zweites Leben“, ist nicht nur eine Fortsetzung der Geschichte des weltberühmten Mädchens Christiane F. vom Bahnhof Zoo, sondern auch erstmalig der Versuch des Portraits einer Langzeitabhängigen. Die Co-Autorin Sonja Vukovic begleitete Christiane Felscherinow drei Jahre lang und schaffte es dabei, Wesen und Sprache der Protagonistin authentisch einzufangen. Dazu gehört auch die Sprunghaftigkeit, die sich in den Kapiteln spiegelt. Das Buch „Mein zweites Leben“ bricht bewusst mit dem Titel. Es gibt ein zweites Leben: die einzige Chance, die Christiane Felscherinow jemals genutzt hat. Aber dieses Leben ist nicht ihres, sondern das ihres Sohnes. Die Kapitel, in denen sie ihr Leben erzählt, bilden also keine chronologische Abfolge ihrer Geschichte, sondern handeln von vergebenen Chancen, zurückgewiesener Liebe, Flucht in die Abhängigkeit und neuer Hoffnung. Der Stempel „Christiane F.“ auf dem Buch ist Symbol jener Stigmatisierung, mit der Christiane Felscherinow ihr Leben lang zu kämpfen hatte. Ihre Berühmtheit aus „Wir Kinder von Bahnhof Zoo“ war in der Rückschau für sie eher Fluch als Segen. Das zweite Buch räumt mit der Illusion eines Happy Ends und der fast schon romantischen Geschichte des Mädchens auf. Es zeigt nicht zuletzt, dass Abhängigkeiten – in welcher Form auch immer – nicht einfach zu lösen sind.

Schonungslos ehrlich

— lyydja

Was nach " Wir Kinder vom Bahnhof Zoo " passierte...

— Perse

Habe das Buch nach knapp 80 Seiten abgebrochen. Es war mir zu negativ. Ich habe das erste Buch gelesen, war neugierig. Ziemlich enttäuscht.

— Henriette

Einmal Junkie ... Immer Junkie

— hymo

„Wenn das Fixen zum Muss wird, dann geht dieser geile Turn weg. Wenn du nur noch deinen Affen füttern musst, dann wird es zur Sucht."

— JanineT

Aus Christiane F. ist fuer mich Christiane Felscherinow geworden !!!!

— kriminudel

Naja, der Titel verspricht mehr als der Inhalt ...

— Lesemarle

spannend gut geschrieben

— boenaeli

Sehr spannend und authentisch.

— LimitLess

ein verkorkstes Leben.......aber jeder soll sich ein eigenes Bild machen.

— rudi_nussbaumer

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  • So ging es also weiter

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    lyydja

    15. October 2017 um 15:27

    **Ich nehme mir nicht das Recht heraus die Lebensgeschichte zu bewerten, sondern nur das Buch**35 Jahre später erfährt man nun wie es mit Christiane F. dem Kind vom Bahnhof Zoo weiter ging. Hat sie den Absprung von den Drogen geschafft? Wie erging es ihr nach dem Erfolg und wie ging ihr Leben weiter? All diese Fragen hat sie in ihrer Autobiographie, geschrieben zusammen mit Sonja Vukovic, beantwortet. Reisen in die USA, nach Grichenland und in die Schweiz. ein JVA Aufenthalt,  immer wieder Rückfälle, Abtreibungen und schließlich die Geburt ihres Sohnes - all das sind nur Episoden aus ihrem Leben nach der erst erzählten Biographie, so erzählt als würde man ihr gegenüber sitzen  und ihr zuhören, in denen man eine sehr sympathische Frau, die soviel in ihrem Leben erlebt hat kennenlerntSonja Vukovic leitet dabei durch die ganze Geschichte und hat tolle Arbeit geleistet auch mit den Recherche/Sach- Teilen, die zwischen den Kapitel immer wieder dazu kommen und aus denen man viel mitnehmen kann und durch die ich mich beim Lesen noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen konnte. Lediglich zwei Dinge haben mich gestört, einmal dieses Hin und Hergespringe (auch wenn man durch das Nachwort versteht warum), ich hätte eine Chronologie bevorzugt und dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie bei den Erzählungen von prominenten Personen die sie kannte etwas übertrieben hatte, ob das nun so war oder nicht, kann ich natürlich nicht sagen. Mein zweites Leben ist insgesamt eine sehr ehrliche Autobiographie , die schonungslos und sehr nah erzählt, wie es mit Christiane Felscherinow weiterging und bei der ich nochmal ein ganz anderes, viel sympathischeres Bild von ihr bekommen habe mit wirklich interessanten Sachtexten dazwischen.

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  • Durch viele Gedankensprünge etwas schwierig zu lesen

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Aglaya

    16. January 2017 um 19:32

    Zumindest dem Namen nach wird wohl praktisch jeder das Buch „Wie Kinder vom Bahnhof Zoo“ kennen. In „mein zweites Leben“ erzählt Christiane F. nun aus ihrem Leben nach dem Bahnhof Zoo. „Mein zweites Leben“ ist in Zusammenarbeit mit der Journalistin Sonja Vukovic entstanden und wird von Christiane in der Ich-Perspektive erzählt. Durch den gewählten, sehr umgangssprachlichen Schreibstil mit vielen Wiederholungen und die häufigen Themenwechsel entsteht der Eindruck, der Leser lasse sich direkt von Christiane alles erzählen. Die Gedankensprünge machen es allerdings teilweise schwer, der Erzählung zu folgen. Da nur bedingt chronologisch erzählt wird, wirkt alles etwas wirr. Stellenweise wird vorgegriffen auf Geschehnisse, die erst viel später passieren sollten, anderenorts wird wieder von Erlebnissen berichtet, die Jahre her sind und auch im Buch schon viele Seiten vorher abgehandelt wurden. Mal ist ihr Sohn 3, dann 9, dann noch gar nicht auf der Welt und dann schon fast erwachsen. Eine bessere chronologische Struktur hätte da weitergeholfen (oder wenigstens Jahrzahlen bei Kapitelbeginn).Zwischen den Kapiteln mit Christianes Erzählungen werden Berichte über die (damalige oder heutige) Situation in neutralem Ton eingeschoben, beispielsweise über die offene Drogenszene in Zürich in den 80ern und 90ern oder über Drogenabhängigkeit im Alter. Durch viele Zahlen und Statistiken und den trockenen Schreibstil haben mich diese Einschübe teilweise ziemlich aus dem Lesefluss gerissen. Sie sollten wohl an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnern, wo auch immer wieder Stellungnahmen anderer Beteiligter eingeschoben wurden, dort fand ich die Einschübe allerdings passender und informativer.Da ich „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ mehrmals gelesen habe, hatte ich natürlich den Eindruck, Christiane F. bereits gut zu kennen. Und auch mit diesem Buch bestätigt sie leider die Vorstellung, die ich bereits vorher von ihr hatte. Auch als Erwachsene ist sie nicht von den Drogen losgekommen, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr der Lebensmittelpunkt zu sein scheinen. Aber auch heute hatte ich nicht den Eindruck, dass Christiane wirklich Verantwortung für ihr Leben und ihre Fehler übernimmt. Sie bemerkt immer wieder „da musste ich einfach…“, „da konnte ich nicht anders…“, „wer konnte so etwas schon erwarten…“, übernimmt die Verantwortung daher auch nicht selber, sondern schiebt sie „der Gesellschaft“ oder ihrer Mutter zu. Dass sie regelmässig den halben Tag verschläft erklärt sie mit „ich bin halt ein Nachtmensch“. So erstaunt es nicht, dass es ihr schwer bis unmöglich fällt, ein geregeltes Leben mit einer Arbeitsstelle zu führen (so wie ich es dem Buch entnehmen konnte, war das auch nie wirklich ihr Ziel). Auch scheint es ihr wichtig zu sein, jeden Promi-Namen aufzuzählen, mit dem sie einmal zu tun hatte (und das waren gemäss ihrer Aufzählung viele). Nun gut, da es sich hier nicht um eine erfundene literarische Figur, sondern um einen wirklichen Menschen handelt, liegt es ja nicht an mir, ihren Charakter zu beurteilen. Wer jedoch erwartet, mit diesem Buch von einer 180°-Wendung der Christiane F. zu erfahren oder zumindest eine nennenswerte Weiterentwicklung zu sehen, wird enttäuscht. Ein zweites, neues Leben? Nein, bei Christiane F. hat sich (ausser dem Kontostand) gar nichts geändert. Mein FazitInteressante Einblicke in das Leben nach dem Bahnhof Zoo – ohne Überraschungen und durch viele Gedankensprünge etwas schwer zu lesen.

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  • Leserunde zu "Gegessen" von Sonja Vukovic

    Gegessen

    s_vuk

    Durch die Recherchen zu und meine Arbeit rund um “Mein zweites Leben” wurde die Begegnung mit Christiane F. eine Begegnung mit mir selbst. Auch ich war süchtig. Dreizehn Jahre lang litt ich an Bulimie und Anorexie. Und die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Themen Drogen, Rausch und Sucht, sowie die Begegnung mit anderen Süchtigen und deren Angehörigen im Rahmen der “F. Foundation” war letztlich wie ein Puzzle, wie eine Vielzahl verschiedenster Teile der Wahrheit über eine Krankheit, von der viele immer noch meinen, sie sei eine Entscheidung. Nach und nach setzte ich mich zusammen zu einem stabileren, mutigeren Ich. Durch den Zuspruch anderer, ich möge auch meine eigene Suchtgeschichte möglichst oft erzählen, konnte ich mich letztlich dazu durchringen. Und nun erscheint sie, meine Autobiografie “Gegessen”. Seit dem 9. September 2016 im Handel (Bastei Lübbe, 15 Euro). Meine wichtigsten Botschaften dabei sind:  Sucht ist ein Schutzschild, eine Möglichkeit, tieferliegenden Problemen zu entkommen, die darunter verborgen sind.  Akzeptanz hilft. Und Liebe heilt. Außerdem beschreibe ich, wieso eine Essstörung eigentlich ziemlich wenig mit dem Wunsch nach Schönheit oder bloßer Nahrungsverweigerung zu tun hat. Ursachen sind meist ganz andere - und denen einer Drogensucht zum Beispiel gar nicht so unähnlich.Meine Geschichte ist eine zwischen Scheitern und Sehnen. Verzweiflung und Erwartung. Werden und Sein. Die einer Essstörung, unter der viel mehr verborgen lag. Und die nach vielen Jahren Vor- und Rückfälle, ambulanter und stationäre Therapie und immer begleitet von Menschen, die mich liebten und stützen, wenn ich es selbst nicht konnte, schließlich ein glückliches Ende fand. Mit "Gegessen" trete ich aus meinem eigenen Schatten. Denn rückblickend war das Schlimmste und Folgenschwerste, permanent so tun zu müssen, als sei all das nicht ich. Darum erzähle ich meine Kranken- und Heilungsgeschichte und hoffe, auch anderen Mut machen zu können, sich zu öffnen, sich selbst dabei näher zu kommen und so womöglich einen ersten Schritt in ein Leben zu machen, in dem man sich und andere nicht vor allem dafür liebt, wie man ist. Sondern weil man ist. *In jeder deutschen Schulklasse, sagen aktuelle Studien, sitzen sechs Jungen und Mädchen, die an einer Form der Essstörung leiden. 50 Prozent aller Zehnjährigen (!) hat schon eine Diät gemacht.   Und auch die Zahl derjenigen, die nach ewiger Jugend hungern, oder auskotzen, was das Leben ihnen zu viel mitgegeben hat, steigt. Der Trailer zum Buch unter: https://www.youtube.com/watch?v=g_m5jWO0kZg&feature=share

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    • 228
  • Einmal Junkie ... Immer Junkie

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    hymo

    12. July 2016 um 12:09

    Eigentlich hatte ich die Hoffnung, dass sie ihr Leben im Griff hat. Das war ein Trugschluss. Ich hatte sogar während des Lesens das Gefühl, dass sie Stolz auf ihre Drogen und Drogengeschichte ist.

     Sie muss aber damit leben, Leber kaputt, Leben nicht im Griff und Kind verloren durch eigene Dummheit (Flucht nach Holland  - Dümmer geht’s nimmer.

     

  • Nicht so gut wie ihr erstes Buch, aber doch sehr lesenswert!

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    JanineT

    16. January 2016 um 18:27


  • Mein zweites Leben

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Pokerface

    06. July 2015 um 15:17

    Zum Buch: Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ging um die Welt. Generationen sind mit der Geschichte und dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter? 35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle - glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen. Literatur-Stars und Drogenhändlern. Und dann ist da der Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine guter Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Story, die das Lebensgefühl von Generationen prägte - und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte. Meine Meinung: Natürlich habe ich "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" gelesen und habe damals mit Christiane gelitten und gekämpft und die eine oder andere Träne vergossen. Heute fehlt mir allerdings das Verständnis, wenn ich ehrlich sein soll. Sie tut mir leid und die Geschichte geht natürlich auch schon zu Herzen, aber irgendwie hat sie einen bitteren Beigeschmack bekommen. Natürlich kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich in diesen Schuhen niemals gelaufen bin (und auch nicht laufen möchte), auf der anderen Seite muss man natürlich auch damit rechnen, dass nicht allen die Geschichte gefällt, die man veröffentlicht. Mir gefällt sie nicht. Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt, warum Frau Felscherinow sich in den ganzen Jahren nicht wirklich in den Griff bekommen hat? Zumindest doch dann, als sie das Kind hatte. Ich verstehe es einfach nicht. Vielleicht geht das wirklich nicht, wenn man einmal Drogensüchtig war, aber ich verstehe es halt nicht. Dann beschwert sie sich ziemlich oft über die Presse und die Medien und will eigentlich nichts anderes, als von diesen Menschen in Ruhe gelassen zu werden, veröffentlich aber im Gegenzug ihr zweites Buch... Auch hier fehlt mir das Verständnis. Eigentlich habe ich mich beim Lesen nur die ganze Zeit geärgert. Sorry. Nichts für ungut, aber ich glaube, ich habe etwas anderes erwartet. Dass alles gut wird, ein Happy-End sozusagen. Vielleicht bin ich einfach nur enttäuscht.

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  • Leserunde zu "Christiane F. - Mein zweites Leben" von Christiane V. Felscherinow

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Levante_Verlag

    Die vielleicht die letzte Chance, ein Paperback von Christiane F. Mein zweites Leben zu gewinnen! Liebe Lovelybooker, wie bei der letzten Verlosung versprochen, starten wir tatsächlich auch noch eine Leserunde zu Christiane F. Mein zweites Leben. 15 Exemplare gibt es zu gewinnen. Wir haben ja bereits die Paperback-Ausgabe und die Fan-Edition verlost. Deshalb stehen die Chancen enorm gut, eines der Bücher zu gewinnen. Und weil Ihr so gute Rätsel-Löser seid, gibt es als Voraussetzung für den Buchgewinn wieder eine Quiz-Frage: Welche Kollegin / welcher Kollege half der Journalistin Sonja Vukovic Christiane F. zu finden? a) Christiane Peitz, Ressortleitung Kultur des Tagesspiegels b) Peter Huth, Chefredakteur Berliner Zeitung c) Michael Behrendt, Chefreporter der Berliner Morgenpost und Leiter der Polizeiredaktion Wie immer lässt sich das Rätsel mit Internet-Quellen beantworten. Und wie immer ist der Rechtsweg und sind die Mitarbeiter des Deutschen Levante Verlags und verbundener Unternehmen ausgeschlossen. Die Bewerbung endet am 29. September 2014. Wenn mehr als 15 richtige Einsendungen hier (bitte an cm@levante-verlag.de) eintreffen, entscheidet das Glück und die Hand unserer Glücksfee Laura. Ich bin Christoph und werde die Leserunde verlagsseitig begleiten. Wenn Fragen auftauchen, bin ich der richtige Ansprechpartner. Die Journalistin Sonja Vukovic (Co-Autorin) wird am Ende für die Beantwortung von inhaltlichen Fragen zu Verfügung steht. Natürlich sind alle zur Leserunde eingeladen, die das Buch schon besitzen und Lust haben, sich darüber auszutauschen! Ich freue mich auf eine lebendige und vielleicht sogar kontroverse Leserunde mit Euch!

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    • 183
  • Naja, ...

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Lesemarle

    28. December 2014 um 12:07

    Wie der Name des Buches schon sagt, handelt die Biographie vom Leben der Christiane F. - bekannt von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" Persönliche Wertung In ihrem Buch erzählt Christiane F. gemeinsam mit einer Journalistin ihre Geschichte nach dem "Bahnhof Zoo". Das Ganze ist ziemlich mühsam zu lesen bzw. nachzuvollziehen, da das Buch nicht chronologisch aufgebaut ist, sondern von einem Lebensabschnitt zum anderen kreuz und quer hin und her hüpft. Zudem gibt es immer wieder Abschnitte, die allgemeine Informationen enthalten, sich aber ziemlich lange hinziehen und den Lesefluss hemmen. Ich hätte mir mehr von diesem Buch erwartet und bin ziemlich enttäuscht. Fazit Naja, der Titel verspricht mehr als der Inhalt ...

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  • Rezension: "Christiane F. - Mein zweites Leben" (C. V. Felscherinow & Sonja Vukovic)

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Anchesenamun

    Zum Inhalt Wer kennt sie nicht, die „Kinder vom Bahnhof Zoo“, die in den 1980ern durch das gleichnamige Buch zu trauriger Berühmtheit gelangten? In vielen Schulen stand die Geschichte der jugendlichen Drogensüchtigen rund um die Berlinerin Christiane F. als Pflichtlektüre auf dem Lehrplan. Doch was ist aus dem frechen, gewieften und doch auch so kaputten Mädchen von damals geworden? In „Christiane F. - Mein zweites Leben“ erzählt Christiane Felscherinow, wie es ihr seit damals ergangen ist. Dank der Tantiemen aus dem Buch- und Filmprojekt kommt sie bis heute noch finanziell gut über die Runden, ohne arbeiten zu müssen. Ein ereignisreiches, bewegendes Leben liegt hinter ihr, ihr Körper ist gezeichnet von ihrer Sucht, ganz losgekommen ist sie davon nie. Und doch begegnen wir einer starken Frau, die sich stets ins Leben zurückgekämpft hat. Meine Meinung Zuerst einmal vorweg ein Geständnis: Natürlich ist mir die Geschichte um die drogenabhängigen Jugendlichen vage bekannt, aber ich habe „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ leider bislang weder gelesen noch den Film gesehen. Dies werde ich auf jeden Fall noch nachholen, denn die Lektüre von „Christiane F. - Mein zweites Leben“ hat mich sehr neugierig auf den Vorgänger gemacht! Wer aber so wie ich zweifelt, ob er dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, der sei beruhigt: Ja, das kann man problemlos! Zumal hier sowieso nochmal auf Christianes Jugend Bezug genommen wird und man viel über die Zeit vor, während und kurz nach der Entstehung des 1. Buches bzw. Films erfährt. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erschien 1982, und mittlerweile ist Christiane Felscherinow 52 Jahre alt. Ihr Körper ist vom ständigen Raubbau gezeichnet, sie leidet u. a. an Hepatitis C und einer damit einhergehenden Leberfibrose. Wie sie selbst schreibt, ist es eigentlich ein Wunder, dass sie noch lebt. Tatsächlich ist ihr Zustand besorgniserregend, und es ist ernüchternd zu erfahren, dass sie nie dauerhaft von den Drogen losgekommen ist. Christiane erzählt nun in diesem Buch also, wie es ihr ergangen ist, seit sie durch die Kinder vom Bahnhof Zoo berühmt wurde. Sie hatte viele Höhen und Tiefen und hat wahnsinnig viel erlebt, führte ein unstetes Leben in verschiedenen Städten und Ländern. Faszinierend, welche Persönlichkeiten sie als junge Frau zuhauf getroffen hat. Berühmte Musiker wie die Toten Hosen, David Bowie oder Iggy Pop, aber auch Literaten wie Patrick Süskind, Patricia Highsmith und gar Friedrich Dürrenmatt. Ein bisschen Angeberei ist hier schon im Spiel, auch wenn die Autorin es so erzählt, als sei es das Normalste der Welt gewesen. Christianes Felscherinows Erzählungen sind so kunterbunt, kreuz und quer wie ihre Gedankengänge. Teilweise fiel es mir schwer nachzuvollziehen, in welchem Jahr wir uns befinden, in welcher Stadt die Autorin gerade lebt, wer ihr aktueller Partner ist, ob sie gerade Drogen nimmt oder clean bzw. in einem Substitutionsprogramm ist. Stellenweise fand ich diese Sprunghaftigkeit anstrengend, aber sie spiegelt nunmal ihre echten Gedankengänge wider – wer sich nach einem langen, sehr aufregenden und ereignisreichen Leben zurückerinnert, der kommt von Pontius zu Pilatus. Und ich bin eigentlich froh, dass die Co-Autorin Sonja Vukovic Christiane F.s Erzählstil trotz dieser Mängel authentisch wirken lassen und ihn nicht merklich verändern wollte. Manchmal konnte ich die Autorin nicht verstehen. Natürlich ist das generell schwierig, da ich selbst mit Drogensucht noch nie in Berührung kam – wie soll ich also das Leben einer schwer Drogenabhängigen, die noch dazu berühmt ist, nachvollziehen können? Doch manchmal hatte ich das Gefühl, sie redete sich vieles selbst schön. Christiane Felscherinow ist zweifellos eine sehr starke Persönlichkeit! Nie versinkt sie im Selbstmitleid oder verfällt ins Jammern, ist durchaus auch selbstkritisch und erzählt eigentlich Hochemotionales eher sachlich-nüchtern. Aber dass sie z. B. ihre Zeit im Frauengefängnis trotz all der schlimmen Dinge als richtig gute Zeit betrachtet, finde ich befremdlich. Auch, dass sie aus purer Sturheit lieber 10 Monate ins Gefängnis geht, als an einem Suchtprogramm teilzunehmen. Teilweise verklärt sie ihren Drogenkonsum geradezu, schreibt z. B., dass es nichts Geileres gibt, als nach der Einnahme von Drogen über der Kloschüssel zu hängen und sich die Seele aus dem Leib zu reihern. Auch später als Mutter eines Sohnes klingt mir zu sehr die Supermutti durch. Scheinbar macht sie im Gegensatz zu anderen Müttern alles richtig in der Erziehung – und es ist schön, dass ihr Sohn so prächtig gelungen ist und sie ihn über alles liebt. Aber dann verliert sie ihn doch an das Jugendamt, u. a. weil sie mit einem zwielichtigen Drogenbaron-Sohn nach Amsterdam ziehen möchte, ihr Kind aus dem Jugendamt entführt und dann, nachdem man ihn ihr wieder weggenommen hat, sich sofort mit Drogen komplett abschießt und sofort aufgibt, anstatt zumindest zu versuchen, um das Kind, das ihr Leben erst lebenswert macht, zu kämpfen. Natürlich, es ist einfach schwierig, solch ein Verhalten nachzuvollziehen, und es liegt mir wirklich fern, sie zu kritisieren. Es ist halt nur befremdlich für mich als Leserin. Dabei gibt die Autorin ja selbst zu, dass sie es aufgrund der Tantiemen aus ihrem Buch besser hatte als andere Junkies, denn sie hatte immer genug Geld, um eigentlich ein normales Leben führen zu können. Sie nahm an mehreren Entzugs- bzw. Substitutionsprogrammen teil, und doch griff sie oft teils sehr unüberlegt sofort wieder zu Drogen, wenn sich ihr die Gelegenheit bot. Es ist einfach so schade, dass Christiane Felscherinow ihre Chancen nie richtig wahrgenommen hat. Mit diesem Buch will sie auch mit dem schlechten Image aufräumen, das ihr dank schlechter Publicity anhaftet. Sie rechnet mit den Journalisten ab, die sich an ihrem Elend laben, Geschichten erfinden und ihr überall auflauern. Dennoch denke ich, dass sie mit diesem sehr intimen Buch eher nochmal unfreiwillig(?) ins große Rampenlicht tritt und den Journalisten noch mehr Futter zuwirft. Neben den Erzählungen der Autorin finden sich zwischendurch ausführliche Kapitel über die Thematik der Drogensucht und -kriminalität. Diese Einschübe von Sonja Vukovic, der wir diese Biographie durch zahlreiche Interviews und Treffen mit Christiane Felscherinow zu verdanken haben, sind sehr aufschlussreich und informativ, wenngleich sie mir manchmal etwas lang vorkamen. Stellenweise wiederholten sich auch manche Dinge. Meine Ungeduld lag aber auch u.a. daran, dass ich unbedingt Christiane F.s Erzählungen weiterlesen wollte! Trotz meiner Kritikpunkte erhält „Christiane F. - Mein zweites Leben“ die volle Punktezahl von mir, denn ich möchte mir hier nicht anmaßen, diese Autobiographie, das Leben eines Menschen in Sternen o. Ä. bewerten zu wollen. Sowieso spreche ich für dieses faszinierende Lebensporträt eine unbedingte Leseempfehlung aus!

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    • 2

    Levante_Verlag

    27. November 2014 um 17:45
  • Der zweite Teil eines bewegten Lebens

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Vor einigen Jahren nimmt Sonja Vukovic Kontakt mit Christiane V. Felscherinow auf. Eigentlich war eine Serie von Artikeln geplant, doch daraus wurde das Buch "Christiane F. - Mein zweites Leben" Der Aufbau des Buches ist interessant. Frau Felscherinow erzählt aus ihrem Leben seit der Veröffentlichung des Buches "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". In mehr thematisch als zeitlich geordneten Kapiteln nimmt der Leser Einblick in ein Leben voller Höhen und Tiefen. Schonungslos mit sich selbst berichtet sie von den einzelnen Etappen ihres Lebens. Es ist ein sehr persönliches Buch in einem sehr eigenen Stil.  Das Fehlen von Zeitangaben oder das Springen von einer Zeitperiode in eine andere, macht das Lesen teilweise schwierig, aber das hat für mich dazu beigetragen, dass ich das Buch als authentisch und echt empfunden habe.  Der Autorin ist es gelungen den Originalton von Frau Felscherinow beizubehalten. Man hat öfters den Eindruck mit ihr am Tisch zu sitzen bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee.  An vier Stellen wird die Erzählung unterbrochen mit Sachkapiteln zum Thema Drogen oder Einzelheiten aus Frau Felscherinows Leben, die es dem Leser erlauben die Berichte von Frau Felscherinow besser zu verstehen und sich mit der Thematik der Drogenabhängigkeit zu beschäftigen.  Für mich ist das Konzept des Buches gelungen. Es ist keine "einfache" Autobiographie und kein trockenes Sachbuch, sondern eher eine kommentierte Autobiographie.  Fünf Sterne für dieses Buch, das für mich ein gelungenes Werk der Autorin ist. 

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    • 2

    Levante_Verlag

    27. November 2014 um 17:41
  • Wie es weiterging mit der Christiane F. vom Bahnhof Zoo

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Starbucks

    23. November 2014 um 18:30

    Wer „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gelesen oder gesehen hat, für den ist „Christiane F. – Mein zweites Leben“ von Christiane V. Felscherinow und Sonja Vukovic natürlich ganz besonders lesenswert – ob das Buch ein Muss ist, ist allerdings fraglich, denn an den Erfolg der Geschichte der jungen Christiane F. kann es kaum anknüpfen; es kann lediglich blass daneben stehen. Christine F. blickt nun als gestandene Frau noch einmal auf ihr Leben zurück, auf die verkorksten Beziehungen, die Rolle als Mutter, auf die Rückfälle und die gesundheitlichen Folgen der Drogensucht. Deutlich wird, dass ein Leben ganz ohne Sucht, ganz ohne Drogen welcher Art auch immer einfach schwierig ist. Aber Christiane geht weiter ihren Weg, wenn auch immer wieder mit vielen Problemen, vielen Tiefschlägen. Beim Lesen kommt ein wenig der Verdacht auf, das Buch wurde geschrieben, damit „die Kasse klingelt“, denn allein schon der Name der Autorin, der ja auch im Titel wieder vorkommt, zieht natürlich viele Leser an. Und man will ja auch wissen, wie es weitergeht. Die Sprache allerdings fand ich nicht immer angemessen, angemessen für einen „Junkie“ vielleicht, aber nicht unbedingt angemessen für den Leser. Da ist z.B. auf wenigen Seiten so oft vom „Knast“ die Rede, dass man sich fragt, ob man nicht allein zur Abwechslung mal ein anderes Wort hätte einsetzen können. In welchem Milieu ich mich befinde, wäre mir auch dann klar gewesen. Nun ist es aber doch sehr interessant, die Sichtweise der Autorin z.B. gerade über den „Knast“ zu erfahren, der für sie ja auch viel Positives beinhaltet (z.B. ehrliche Menschen). Gut gefallen hat mir auch das Hintergrundwissen, das die Co-Autorin Sonja Vukovic beigesteuert hat. So stellt sich mir hier die Frage, wieviel Sterne ich wirklich vergeben möchte, denn z.T. hat das Buch für mich Schwächen, die aber an anderer Stelle wieder gut gemacht werden. Wie gesagt, „Christiane F. – Mein zweites Leben“ ist kein Lesemuss, bekommt aber von mir 3,5 und damit noch 4 Sterne.

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  • Die Rückkehr der Christiane F.

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    Kendall

    23. November 2014 um 15:27

    Wer kennt sie nicht, die Antiheldin einer ganzen Generation, Christiane F.? Mit "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" hat sie uns gleichermaßen berührt und schokiert und uns die Augen geöffnet, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Doch wie ging es mit der jungen Christiane weiter? Ist sie immernoch drogenabhängig, oder hat sie nun eine kleine, glückliche Familie? Dieses Buch verrät es. Ich habe "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" unzählige Male gelesen und es ist mein absolutes Lieblingsbuch. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis ich meine Nase auch in dieses Buch stecke. Ich wusste nicht wirklich ob, und wenn was ich von diesem Buch erwarten sollte. Ich wusste nicht, ob es einfach eine traurige Forttsetzung der Drogenkarriere von Christiane F. ist, oder ein Buch, das beschreibt, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen hat. Am Ende war es ein bisschen von beidem. Fasziniert hat mich, dass sie, im Vergleich zu ihrem ersten Buch so viel erwachsener geworden ist, aber dennoch mehr Kind, als je zuvor. Die Art, wie sie ihre Abenteuer mit ihrem Lover in Griechenland beschreibt, und wie sie durch ihn wieder begonnen hat Drogen zu nehmen fand ich berührend wie tragisch. Ich hatte auch hier und da wieder Momente, in denen ich Christiane am Liebsten geschüttelt hätte für soviel Naivität und schiere Dummheit. Doch jedes Kapitel hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mir vor Augen gehalten, wessen Biographie ich eigentlich in den Händen halte: Die der Berühmtheit, die eigentlich nie ein "Star" sein wollte und, die nur durch eine mehr als tragische Lebensgeschichte zu dieser Berühmtheit gekommen ist. Da ich zu Beginn keine Erwartungen hatte kann ich nicht sagen, ob sie erfüllt oder enttäuscht wurden, aber ich kann sagen, dass das Leben der Christiane Felscherinow mich erneut in seinen Bann gezogen hat und ich erneut einfach nur hin und weg bin. Für mich wird es zwar nie so ein tolles Buch sein, wie sein Vorgänger, aber es ist definitiv nicht weit davon entfernt.

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  • Christiane F.'s zweites Leben

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    LimitLess

    Es widerstrebt mir das Buch mit irgendetwas anderem, als mit Worten zu bewerten, handelt es sich hier doch um ein gelebtes Leben und es könnte falsch verstanden werden und die Sterne als Bewertung des Lebens der Autorin gelten, was ich vermeiden will, gerade weil ihr Leben so kontrovers diskutiert wird und weil es mir nicht zusteht darüber zu urteilen. Die Bewertung bezieht sich hier ausschließlich auf das Buch und nicht auf Christianes Leben, dazu muss sich jeder selbst ein Bild machen und wissen wie seine Meinung gegenüber gewissen Dingen ist. Natürlich hab ich vor Jahren Christiane F.'s Buch Wir Kinder vom Bahnhofzoo gelesen und deshalb war ich besonders neugierig, wie es ihr nach dem Buch ergangen ist. Wie ist sie damit umgegangen, dass sie plötzlich berühmt wurde, wie ging es weiter mit den Drogen, mit ihren Bekannten? Auf vieles gibt dieses zweite Buch eine Antwort und meine Erwartungen an das, was ich gerne lesen wollte, wurden erfüllt. Christiane kam mir durch ihre Schilderungen ihres "zweiten Lebens" viel greifbarer, viel realer vor, als ich sie nach ihrem ersten Buch in Erinnerung hatte. Sie gibt uns einen schonungslosen Einblick in ihr Leben und ich finde es sehr mutig von ihr so viel Intimes von sich preis zu geben. Man lernt Christiane dadurch sehr gut kennen und lernt auch ihr Beweggründe zu verstehen und nachzuvollziehen. Leider ist das Buch nicht chronologisch erzählt, man wird stattdessen mit vielen Zeit-, Gedanken- und Erzählsprüngen konfrontiert, die es etwas mühsam machen, der Geschichte zu folgen. In den Abschlussworten von Sonja Vukovic wird aber erklärt, dass das Christiane's Art war/ist etwas zu erzählen und das macht diese Sprünge auch wieder authentisch. In gewisser Weise kam es mir so vor, als wäre das Buch eine Entschuldigung an einige Menschen, die Christiane durch ihre Art, durch manche ihrer Entscheidungen, verletzt hat und sie das gerne wieder gut machen würde, wenn sie es könnte. Das war sehr berührend und man merkt, wie sehr sie unter Manchem leidet. Ein bisschen gestört hat mich die "Angeberei", dass sie viele bekannte Personen schon gekannt hat, als sie noch nicht berühmt waren, oder eben kennen gelernt hatte, als sie es schon waren. Sie hat es aber so klingen lassen wollen, als wäre es keine große Sache gewesen. Christiane's Geschichte wird aufgelockert durch Kapitel, die von Sonja Vukovic' Recherchen kommen und sich hauptsächlich mit dem Thema Drogen auseinandersetzten. Diese Kapitel waren wirklich sehr interessant, sie haben sich super in die Erzählungen von Christiane eingefügt und ich habe wieder einiges dazugelernt. Fazit Ein Muss für jeden, der Wir Kinder vom Bahnhofzoo gelesen hat! Jetzt als  Christiane Felscherinow erzählt sie schonungslos wie ihr weiteres Leben verlaufen ist. Sehr mutig, sehr intim, ein bisschen zu sprunghaft, aber auf jeden Fall ist sie sehr erwachsen geworden. "Wer hätte gedacht, dass sie 51 Jahre alt wird?"

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    • 2

    Levante_Verlag

    18. November 2014 um 09:47
  • Christiane F. - Mein zweites Leben

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    kolokele

    16. November 2014 um 08:00

    Christiane Felscherinow hat mit Unterstützung von Sonja Vucovic ein Buch über das zweite Leben der Christiane F. geschrieben, ein Leben, das sich sicherlich vom ersten Leben unterscheidet, jedoch eins gemeinsam hat: die Sucht. Die Teilung erfolgt in dem Moment, in dem das erste Buch über Christiane F. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erschien und damit die Bekanntheit, der Erfolg ins Rollen kam. Ich selbst habe sowohl das Buch damals gelesen, wie auch den Film gesehen, man hat da schon starke Bilder im Kopf und findet sie auch erneut in diesem biographischen Buch wieder. Das Leben von Christiane war nie problemfrei, kaum drogenfrei, es gab nur kurze Phasen, in denen sie clean war. Das ist schon sehr bewegend, dass man, einmal so tief in den Brunnen gefallen, nicht mehr wirklich herauskommt. Sie schildert ihr Leben zwischen Bekanntheit und Rückzug, das Treffen vieler auch heute noch bekannter Persönlichkeiten.  Was beeindruckend ist, wie sehr die Geburt ihres Sohnes gute Seiten in ihr hervorbringt, wie sehr sie sich engagiert, wie es ihr gelingen will, eine gute Mutter zu sein. Letzten Endes gibt es da auch diverse Baustellen, aber ich denke, sie hat ihren Weg gefunden.  Mittlerweile körperlich und seelisch gebeutelt vom langen Leben mit den Drogen ist das Buch eine Rückschau, ich hoffe für Christiane Felscherinow, dass es nur eine Zwischenbilanz ist und noch einige Jahre vor ihr liegen. Ein Buch das man durchaus lesen kann, um das Bild über Christane F. abzurunden.

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  • Das zweite Leben der Christiane F.

    Christiane F. - Mein zweites Leben

    AngiF

    Ich bin der Journalistin Sonja Vukovic sehr dankbar, dass sie die Idee hatte Christiane Vera Felscherinow aufzuspüren und sie dazu gebracht hat, uns Leser noch einmal teilhaben zu lassen, an ihrem Leben. So wie wir dies bereits 35 Jahre zuvor mit dem ersten Buch und/oder Film ”Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” tun konnten. Das dies keine Friede-Freude-Eierkuchen-Story sein würde war mir von vornherein klar. Jeder, der sich mit dem Thema Heroinsucht befasst hat, weiß, dass die Chance auf Heilung eher mittelmäßig wenn nicht als mehr schlecht einzustufen ist und dies aus den verschiedensten Gründen. Trotzdem oder gerade deshalb wollte ich erfahren, wie es Christiane ergangen ist in all der Zeit. Dies sehe ich als eine Art Geschenk für uns Leser an. Kapitel für Kapitel erzählt uns Christiane Felscherinow aus ihrem Leben – dies tut sie offen und ehrlich. Zwischendurch gibt uns Sonja Vukovic reale Fakten wie u.a. Einblick in die aktuelle Drogenpolitik und Drogensituation in Deutschland sowie in der Schweiz. Deutlich wird vor allem, dass der der Mythos Christiane F. erhebliche Auswirkungen auf deren Leben hatte und noch immer hat, die nicht nur positiver Natur sind. Z.B. dass sie keine Freunde und Familie mehr hat, dass Journalisten sie immer wieder aufspüren und sie nicht weiß, wem sie trauen kann und wem nicht. Das habe ich zuvor so nicht erwartet oder vermutet. Hält man das Buch das erste Mal in den Händen fällt gleich das Umschlagfoto auf, es zeigt dass Christiane ein schönes Gesicht hat, ein sympathischen Lächeln, offene Herzlichkeit ausstrahlende Augen und Sommersprossen (um die ich sie wirklich beneide!), die jeder Frau eine Mädchenhaftigkeit verleihen. Dieses Foto öffnet einem bereits das Herz, so dass man gerne noch einmal hinein taucht in die Geschichte dieser Frau. Das Buch ist für mich gut lesbar, es ist, als ob Christiane beim Leser auf dem Sofa sitzt und uns ihre Geschichte erzählt, wie sie sich eben erinnert. Es sind gute und schöne, aufrüttelnde, ermahnende, negative Erinnerungen und Ereignisse, die Christiane Vera Felscherinow mit uns Lesern teilt. Dieses Buch empfehle von Herzen weiter, es ist mehr als lesenswert, nicht nur für Kenner des ersten Buches und/oder Films. Ich vergebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

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