Die Geschwister Marlene, Esther, Nicole und Andreas verbrachten in ihrer Kinder- und Jugendzeit wunderschöne Sommerferien mit ihren Cousins Michael und Jochen auf der Rheininsel Hohenwerth bei ihrer Tante Klara. Bis ein Ereignis diese Verbundenheit zerbrach und die Besuche aufhörten.
Nun ist Klara tot. Zum Erstaunen der sechs Cousinen und Cousins ist neben ihnen eine weitere, ihnen völlig unbekannte Person als Erbe angegeben. Bis zur Testamentseröffnung ist es noch eine lange Zeit hin und alle Erben der Familie, die sich in den verschiedensten Lebenssituationen befinden, machen sich ihre Gedanken. Erinnerungen werden wach, Geldsorgen schürt Neid und Missgunst. Vertrauen wird in Frage gestellt. Und wer ist wohl die siebte Person, die Tante Klara als die „Liebe ihres Lebens“ bezeichnet, obwohl ihr Mann vor vielen Jahren im Rhein ertrunken ist? Was hat sie für Geheimnisse mit ins Grab genommen?
Christiane Wünsche hat sich für ihre wunderbare Geschichte ein geniales Setting ausgesucht: Die fiktive Insel Hohenwerth in der realen Umgebung von Nonnenwerth und Grafenwerth bei Bad Honnef ist fast Heimat für mich. Sie bedient sich einer einfachen Sprache ohne viel Schnörkel und erzählt immer wieder aus einer anderen Perspektive, was den Roman zu einem tollen Schmöker macht. Auch wenn die Autorin in ihren Büchern wichtige und tiefgreifende Themen behandelt, haben ihr Bücher eine gewisse Leichtigkeit und es macht wirklich Spaß sie zu lesen. Sehr gerne empfehle ich diesen Roman, wie auch die anderen von Christiane Wünsche.





















