Christiane Wünsche

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Kneipengrab, Kinderleicht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christiane Wünsche

Kneipengrab

Kneipengrab

 (2)
Erschienen am 25.02.2016
Kinderleicht

Kinderleicht

 (2)
Erschienen am 02.07.2014
Bleischwer

Bleischwer

 (1)
Erschienen am 04.02.2013
Zaungast

Zaungast

 (0)
Erschienen am 17.09.2014
Mühlenschweigen

Mühlenschweigen

 (0)
Erschienen am 19.09.2013

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solveigs avatar

Rezension zu "Kneipengrab" von Christiane Wünsche

"Kein anderer sieht mit deinem Herzen..."
solveigvor einem Jahr

 

… heißt es in einem Vers, der recht gut Nina Bongartz´ großes Problem beschreibt. Sie selbst  empfindet sich als eine ganz normale Frau in den mittleren Jahren, die ihrem Beruf in der Kleinstadt Kaarst nachgeht. Doch ihre Umwelt sieht sie in einem anderen Licht; ihr Verhalten ist noch immer beeinflusst vom gewaltsamen Tod ihres Bruders. Als Andreas, der Mörder ihres Bruders, nach fünfunddreißig Jahren aus der Haft entlassen wird, scheint Nina völlig am Boden zerstört; sie kann dem ehemaligen Freund die Tat nicht verzeihen. Zeitgleich wird ein ebenso alter Fall wieder aufgerollt: Ninas beste Freundin war kurz vor dem Mord an Alex verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Während Nina versucht, ihre Erinnerungen mit neuen Erkenntnissen in Einklang zu bringen, geschieht ein neuer Mord…

Psychologisch sehr geschickt schildert die Autorin aus der Rückschau zwei schicksalsträchtige Ereignisse, die Ninas Leben beeinflussen. Stück für Stück trägt sie die Puzzleteile zusammen, die schließlich ein klares Bild des einstigen Geschehens ergeben.

Gut nachvollziehbar und „echt“ erscheinen die einzelnen Charaktere. Die lebendige Beschreibung des Handlungsortes und seiner Eigenschaften sorgt ebenfalls für Authentizität. Spannend geschrieben und mit viel Lokalkolorit  -  ein rundum gelungener Krimi!

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Bibliomaries avatar

Rezension zu "Kneipengrab" von Christiane Wünsche

Was damals wirklich geschah
Bibliomarievor 2 Jahren

Ninas ganzes Leben wird von zwei furchtbaren Ereignissen aus ihrer Jugend überschattet. Ihr geliebter älterer Bruder Alex wird ermordet und ihre beste Freundin Silvia fällt kurz danach dem „Lolitamörder“ zum Opfer. Diese Verluste haben sie geprägt, auch wenn sie nach vielen Jahren ihren Frieden damit gemacht hat.

Nun soll der Mörder des Bruders nach 35 Jahren Haft entlassen werden und die alten Verletzungen brechen wieder auf. Als die Stammkneipe der Jugendclique abgerissen wird, taucht auch Silvias Fahrrad auf und die damaligen Ermittlungen erscheinen plötzlich in einem anderen Licht.


Ich hatte mir aus der Beschreibung einen spannenden regionalen Krimi erwartet, aber der Roman nimmt eine ganz andere Wende. Es ist ein Psychogramm einer traumatisierten Frau, die sich der Wahrheit stellen muss und deren ganzes Weltbild erschüttert wird. Das wird durchaus spannend und nachvollziehbar erzählt, auch die Ausschnitte aus dem alten Tagebuch der Freundinnen Nina und Silvia tragen dazu bei.


Da mir der Plot aber zu leicht durchschaubar war, konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln. Es lag vielleicht auch am spröden Ton der Ich-Erzählerin, dass mir die Personen anfangs nicht richtig nahe kamen. Allerdings sind die grundsätzlichen Fragen nach Schuld und Sühne, Verzeihen und Neuanfang sehr menschlich und nachvollziehbar erzählt. Sicher waren meine Erwartungen an einen Regionalkrimi schuld, dass ich Zeit brauchte, mich richtig auf den Roman einzulassen.

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Ikopikos avatar

Rezension zu "Bleischwer" von Christiane Wünsche

Bleischwer
Ikopikovor 4 Jahren

Jule hat sich verkrochen. In ihrem Wohnwagen auf dem Campingplatz „Eifelwind“ schottet sie sich von ihrer Außenwelt ab. Lediglich zu den dort ebenfalls Überwinternden hat sie Kontakt. Ihr schlechtes Gewissen treibt sie in die Einsamkeit. Sie hat ihren Mann betrogen und kann dies selbst nicht begreifen.

So ganz allein begegnet sie immer wieder Michael. Er ist Hilfsarbeiter auf dem Campingplatz. Die beiden kommen sich näher.

Als ein Raubmörder aus dem Gefängnis ausbricht und in der Region sein Unwesen treibt, sind auch die Campingplatzbewohner in Sorge. Ein Wohnwagen ist leicht aufzubrechen … Als dann auch noch gemordet wird, ist es Michael, der Jule warnt und beschützt. Der Ausbrecher taucht tatsächlich auf dem Campingplatz auf und ist ein guter Bekannter von Michael. Stecken die beiden unter einer Decke?

„Bleischwer“ von Christiane Wünsche ist kein typischer Krimi, bei dem man den ermittelnden Kommissaren über die Schulter schaut. Jule ist eine zunächst Unbeteiligte, die durch ihre Bekanntschaft zu Michael mit dem Ausbrecher in Kontakt kommt. Um Michael zu helfen und zu verstehen, wird sie zwangsläufig in die Geschichte hineingezogen.

Christine Wünsche schreibt sehr lebendig. Ich spürte die Einsamkeit auf dem winterlichen Campingplatz. Die Kälte kroch auch mir „in die Knochen“; ich hatte Angst, wenn Jule, allein in ihrem Wohnwagen, unheimliche Geräusche hörte.

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