Christiane zu Salm

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Dieser Mensch war ich

Dieser Mensch war ich

 (20)
Erschienen am 21.10.2013

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Rezension zu "Dieser Mensch war ich - -: Nachrufe auf das eigene Leben" von Christiane zu Salm

Regt zum Nachdenken über das eigene Leben an
Corsicanavor 3 Jahren

Dieses Buch lag preisreduziert auf einem Stapel in der Buchhandlung. Und obwohl ich erst skeptisch war (wer will sich schon ernsthaft mit dem Tod beschäftigen?) habe ich es gekauft. Aus einem spontanen Gefühl heraus. 


Und das Gefühl war richtig!

Ich habe die Geschichten wirklich verschlungen. Nicht weil die Geschichten "literarisch" hochwertig sind - das sind sie natürlich nicht. Denn es sind authentische Abschiedsbriefe von Sterbenden an ihre Familie und Freunde. Oder einfach Rückblicke auf ein gelebtes Leben. Es erzählen ganz normale Leute - aus allen Berufsarten, aus allen Gesellschaftsschichten - mit allen möglichen Familienkonstellationen. 
Die Autorin Christiane zu Salm (bekannt als Medienmanagerin) arbeitet ehrenamtlich als Sterbebegleiterin. Und hat Sterbende gebeten, einen Nachruf auf ihr Leben zu schreiben.

Und in diesen Nachrufen wird erzählt, wie Menschen, die bald sterben werden, auf ihr Leben zurückblicken.
Das ist schön zu lesen - auch wenn ich mir das vorher nicht vorstellen konnte. Es ist auch bei aller Melancholie oder Traurigkeit sogar tröstlich, dies zu lesen.
Und es regt an, über das eigene Leben nachzudenken und sich vorzustellen, was man selbst als Nachruf auf sein eigenes Leben schreiben würde.

Und gut gefallen hat mir die Erkenntnis aus dem Buch, dass ein Mensch im Grunde genommen ab dem Tag der Geburt ein Sterbender ist, jeden Tag, nicht nur kurz vor dem Tod. 
Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis. Hilft aber, die Angst vor dem Tod zu relativieren. 
Und gegen die Angst vor dem Tod hilft auch dieses Buch. Mir zumindest.

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Dieser Mensch war ich" von Christiane zu Salm

'[...] und dann habt Spaß. Jeden Tag, bis zum letzten.'
sabatayn76vor 5 Jahren

Christiane zu Salm ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und hat Sterbende gefragt, wie sie im Angesicht des Todes auf ihr Leben zurück blicken. Diese Nachrufe berichten von Glück und von Traurigkeit, von Liebe und von Verbitterung, von Einsamkeit und Erfüllung, von verpassten Chancen und von begangenen Fehlern.

Die 'Betrachtung des Lebens aus der Perspektive des Sterbens' macht sehr nachdenklich, was das eigene Leben angeht: Ist man zufrieden und glücklich mit dem, was man hat? Was möchte man anders machen? Was würde man selbst im Angesicht des Todes erzählen?

Viele der Geschichten haben mich traurig gemacht, vor allem, wenn der/die Erzählende das Gefühl hatte, eigentlich nichts aus seinem/ihrem Leben gemacht zu haben, kein interessantes Leben gehabt zu haben, sich zu sehr an den Bedürfnissen und Wünschen anderer orientiert zu haben, ohne das zu tun, was er/sie selbst am liebsten getan hätte, oder wenn er/sie mehrfach enttäuscht wurde, ohne das jemals anzusprechen oder aufzuklären. Aber es gab auch sehr positive Geschichten, die von einem spannenden, erfüllten Leben berichten und in denen Sterbende ohne Angst und ohne das Gefühl, noch nicht fertig zu sein mit ihrem Leben, in den Tod gehen.

Die einzelnen Nachrufe lesen sich sehr flüssig. Dennoch habe ich wochenlang an dem Buch gelesen, da ich immer nur wenige Berichte nacheinander lesen konnte.

'Dieser Mensch war ich' ist kein einfaches, aber ein sehr bewegendes, zur Selbstreflexion anregendes und Hoffnung gebendes Buch. Sehr empfehlenswert!

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hexhexs avatar

Rezension zu "Dieser Mensch war ich" von Christiane zu Salm

Interessante Rückblicke auf eigene Leben
hexhexvor 5 Jahren

Dieses Buch beinhaltet interessante Rückblicke auf das eigene Leben von älteren und sterbenden Menschen. Christiane zu Salm hat als Sterbebegleiterin viele Menschen gebeten, ihren eigenen Nachruf zu verfassen.

Ein faszinierendes Buch ist entstanden. Die Nachrufe, die meist nur zwei bis drei Seiten lang sind, haben mich sehr beeindruckt. Es ist schön zu lesen, dass die meisten zufrieden mit ihrem Leben waren. Von denen, die es nicht waren, kann man hoffentlich für sein eigenes Leben noch was lernen.

Ich habe gelesen, dass einige dieses Buch zügig durchgelesen haben. Das konnte ich nicht! Irgendwann konnte ich nur noch einzelne Rückblicke lesen um danach wieder eine Pause einzulegen. Es ist eben doch traurig, vor allem, wenn man am Ende liest, wie alt der Betroffene war und woran die Person gestorben ist.

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