Christie Golden Arthas

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  • "World of Warcraft: Arthas" von Christie Golden

    Arthas

    Jacynthe

    09. February 2016 um 09:50

    Inhalt Der junge Prinz Arthas will nur das beste für sein Volk. Doch als vergiftetes Korn die Menschen zu gefährlichen Untoten macht, schlittert Arthas auf den Abgrund des Wahnsinns zu. Ein geheimnisvolles Runenschwert scheint schließlich den letzten Funken Menschlichkeit aus ihm zu vertreiben und Arthas führt von nun an selbst eine Horde mordender Untoter über das Land... Meine Meinung Dieser Roman aus der Reihe der World of Warcraft-Bücher handelt, wie der Name schon verrät, vom jungen Prinzen Arthas. Es ist meines Wissens eines der wenigen Bücher, das sich umfassend mit nur einem Charakter beschäftigt, denn der Leser begleitet Arthas von seiner Kindheit bis zu seinem Aufstieg zum Lichkönig (und nein, das ist kein Tippfehler - es heißt tatsächlich Lich). Ich finde es schön, wie ganzheitlich man die Figur Arthas in diesem Roman kennenlernt. Seine Kindheit und Jugend sind noch unschuldig und von dem Wunsch geprägt, einst ein guter König zu werden. Er ist ehrgeizig und möchte gut ausgebildet werden, um seines Amtes würdig zu sein. Der Leser begleitet Arthas auf seinem Weg und Golden vermochte es, die Geschichte so zu erzählen, dass ich trotz seiner blutrünstigen Taten stets etwas wie Sympathie für den jungen Prinzen empfinden konnte. Ich konnte verstehen, was ihn dazu trieb, dass er anfangs immernoch das Beste für sein Volk im Sinn hatte, dann jedoch Stück für Stück Opfer seines Wahnsinns wurde. Bevor ich das Buch gelesen habe dachte ich, Arthas wird schlicht "böse", doch dieses Schwarz-Weiß-Denken genügt nicht, um Arthas' Person zu erklären. Dass die Magierin Jaina eine so wichtige Rolle in seinem Leben einnimmt hat mich überrascht, doch es hat mir auch gefallen, wie sich dadurch die Puzzle-Stücke der World of Warcraft-Welt immer weiter zusammen setzen. Auch andere Charaktere lernte ich in diesem Roman besser kennen. Uther zum Beispiel, der im letzten von mir gelesenen WoW-Buch nur kurz erwähnt wurde, nimmt hier eine entscheidende Rolle ein und man erfährt viel über den Orden der Paladine und die Macht des Lichts, die diese beherrschen. Anderes kam dafür zu kurz. Zum Beispiel weiß ich immer noch nicht, was genau denn jetzt ein Lich ist, ob es mehrere gibt oder nur einen und was die Rolle eines Lichs in der Welt von Warcraft ist. Irgendwann tauchte der Begriff auf und wurde dann weiter verwendet, ohne ihn zu erklären. Die Geschichte von Arthas ist tieftraurig und tragisch. Ich schauderte, als ich las, wie sich die Armee der Untoten immer weiter verbreitete und trauerte mit denen, die überrannt worden. Vor allem Sylvanas zog ein schweres Los, da sie auch nach ihrem Tod alles mit ansehen musste. Nachdem ich es anfangs seltsam fand, dass es in der WoW-Welt auch Zombies geben soll, finde ich jetzt, dass sie durchaus ihre Berechtigung in der Geschichte haben und diese einzigartig machen. Insgesamt ist mein Eindruck des Romans auch positiv, aber ich konnte mich dennoch nicht richtig auf die Geschichte einlassen. Sie floss in meinen Augen teilweise ein wenig zu zäh dahin - vor allem während des Kriegs mit den Untoten - und ich empfand es oft eher als eine Pflicht, weiterzulesen, als dass ich mich, wie es bei anderen Büchern häufig der Fall ist, richtig darauf freute. Ich vergebe daher 3 von 5 Wolken.

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