Einen Alltag ohne den Cyberspace können sich heutzutage nur wenige Menschen in den Wohlstandsgesellschaften vorstellen. Das Smartphone mit einem Zugang über unzählige Apps gehört spätestens ab der fünften Klasse zum Kinderalltag, in manchen Familien sogar schon im Grundschulalter. Bedauerlicherweise bietet das Internet nicht nur sehr viele Möglichkeiten, sondern es verbergen sich auch sehr viele Gefahren. In diesem Buch geht es nicht um die Gefahren, die besonders für Kinder problematisch werden, wie z.B. Schädigungen durch die sozialen Medien, sondern um die allgemeinen Gefahren, die sich bieten, wenn man ein Endgerät einfach nur so mit dem Internet verbindet.
Um diese Gefahren kindgerecht zu erklären, hat sich die Autorin Christina Bäck die Superheldin (in Anlehnung an den CISO (Chief Information Security Officer)) Ziso ausgedacht. Diese entdeckt Gefahren und stellt Lösungen vor, wie man diesen begegnet. Allerdings sehr vereinfach und garniert mit sehr kindgerechten Zeichnungen von Yana Kozak.
Da die Eltern bzw. Pädagogen auch nicht immer mit allen Begrifflichkeiten vertraut sind, gibt es am Ende eine Erklärung zu den Begrifflichkeiten. Vermutlich macht es bei vielen Vorlesenden Sinn, sich zuerst diese Erläuterungen anzuschauen, um diese dann in der Geschichte einbringen zu können. Denn die Gefahren sind oftmals sehr abstrahiert und sehr bildlich dargestellt.
Wer heutzutage von Gefahren für Kinder aus dem Internet spricht, denkt in erster Linie an die Gefahr ausgehend von sozialen Medien und Sicherheitslücken in den Endgeräten. Weniger auf dem Schirm sind die Gefahren, die für uns Anwender zum Alltag dazugehören, wie z.B. Phishing Mails oder Schadsoftware versteckt in vermeintlich sicheren Downloads. Was in diesem Buch fehlt sind konkrete Abwehrmaßnahmen, die Eltern ergreifen müssen, um sich vor den Gefahren zu schätzen. Dafür müssen dann andere Bücher herhalten.



