Christina Baker Kline

 4.5 Sterne bei 210 Bewertungen
Autorin von Der Zug der Waisen, Der Zug der Waisen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christina Baker Kline (© Karin Diana, c/o William Morrow / Quelle: Random House)

Lebenslauf von Christina Baker Kline

Erschreckend schöne Literatur: Christina Baker Kline wird 1964 in Cambridge, England geboren und wächst dort und an verschiedenen Orten der USA auf. Sie studiert Englisch in Yale und schließt mit einem BA ab, anschließend macht sie ihren MA in Literaturwissenschaft in Cambridge und ihren MFA an der University of Virginia und wird dabei mit mehreren Stipendien gefördert. Nach ihrem Studium unterrichtet sie selbst Kreatives Schreiben, Lyrik, Literaturtheorie und Frauenstudien an den Universitäten, an denen sie studiert hat und der NYU. Zusätzlich veröffentlicht sie einige Romane und Essays und Artikel in verschiedenen Zeitungen wie der New York Times und dem San Francisco Chronicle. Sie beschäftigt sich darin mit Themen wie Kindererziehung und Trauerbewältigung. Gemeinsam mit ihrer Mutter veröffentlichte sie zudem ein Buch über feministische Mütter und Töchter. Besonderes Aufsehen erregte ihr Roman „Orphan Train“ von 2013, der insgesamt über zwei Jahre auf der Bestsellerliste der New York Times stand, darunter 5 Wochen auf dem ersten Platz. Er wurde in 40 Länder verkauft und erschien "2014 unter dem Titel „Der Zug der Waisen“ als erstes Buch der Autorin in Deutschland. Auch der Roman „Die Farben des Himmels“, der 2018 erschienen ist, brachte der Autorin große Aufmerksamkeit. Darin geht es um den verstorbenen Künstler Andrew Wyeth und seine Beziehung zu Christina Olson, die das Subjekt seines Gemäldes „Christinas Welt“ darstellt. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und drei Söhnen in einem alten Haus in Montclair in New Jersey, ihre freie Zeit verbringt sie jedoch in einem noch älteren Haus in Southwest Harbor in Maine.

Alle Bücher von Christina Baker Kline

Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)

Der Zug der Waisen

 (170)
Erschienen am 12.12.2016
Cover des Buches Die Farben des Himmels (ISBN: 9783442489855)

Die Farben des Himmels

 (17)
Erschienen am 18.11.2019
Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783844517484)

Der Zug der Waisen

 (22)
Erschienen am 10.11.2014
Cover des Buches Orphan Train (ISBN: 9780061950728)

Orphan Train

 (1)
Erschienen am 02.04.2013
Cover des Buches Sweet Water (ISBN: 9780062361004)

Sweet Water

 (0)
Erschienen am 01.07.2014
Cover des Buches Way Life Should Be (ISBN: 9780062363541)

Way Life Should Be

 (0)
Erschienen am 16.09.2014
Cover des Buches Desire Lines (ISBN: 9780060566944)

Desire Lines

 (0)
Erschienen am 12.08.2014
Cover des Buches Bird in Hand (ISBN: 9781491549414)

Bird in Hand

 (0)
Erschienen am 14.10.2014

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Christina Baker Kline

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Rezension zu "Orphan Train" von Christina Baker Kline

Interessantes Thema, aber auch voller Pathos
Schlehenfeevor 5 Monaten

Nach dem Brand ihrer Wohnung ist nur noch die siebenjährige Niamh am Leben. Die Tochter irischer Einwanderer wird mit vielen anderen Waisen  in sogenannten „Waisenzügen“ Ende der 1920er Jahre von New York aus in den Mittleren Westen gebracht. In Minnesota wird sie als billige Arbeitskraft an „Eltern“ vermittelt. Nach etlichen Hindernissen findet das Mädchen, das zweimal den Vornamen wechseln muss, endlich ein Zuhause.

Maine, 2011: Die siebzehnjährige Waise Molly hat ein Buch aus der Bibliothek gestohlen und muss 50 Sozialstunden ableisten. Auf dem Dachboden der über 90jährigen Dame Vivian muss sie Kisten voller Erinnerungsstücke sortieren und erfährt dabei deren Geschichte.


„Orphan Train“ (deutscher Titel: Zug der Waisen) beschreibt auf zwei Zeitebenen eine wahre Tatsache der US-amerikanischen Geschichte, eine, die nicht vielen bekannt ist. Zwischen den 1840er und 1930er Jahren wurden Tausende Kinder aus den Städten der Ostküste in den Mittleren Westen, Prärie- und Farmland verbracht, um dort in neuen Familien aufzuwachsen. Die unbequeme Wahrheit der „Orphan Trains“ bestand aber darin, dass Farmer oder andere Familien einfach nur billige Arbeitskräfte benötigten. Die Kinder waren praktisch rechtlos, auch wenn sie von Amts wegen zur Schule gehen sollten, hielten sich nicht alle Familien daran.


Die Geschichte von Molly spricht auf andere Weise die gleichen Themen im Leben elternloser Jugendlicher an: die Suche nach einem Ort, wo man hingehört, sich verstanden fühlt. Molly kleidet sich als Goth, um zu schockieren und zu rebellieren. Innerlich ist sie jedoch ein Fan von Klassikern wie „Jane Eyre“.


Die Begegnung Begegnung miteinander hilft sowohl Molly als auch Vivian mit vielen Fragen und Erlebnissen aus ihrem Leben umzugehen. Es entwickelt sich eine Freundschaft, da beide einander verstehen und sich ein Zuhause geben. Das Ende ist voller Pathos, vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Im Vorfeld konnte ich eine wichtige Entscheidung von Vivan überhaupt nicht nachvollziehen, ohne diese wäre das Ende auch anders verlaufen.

„Orphan Train“ will berühren und unterhalten, beides gelingt. Der Schreibstil der Autorin ist leider nicht herausragend und mir fehlte auch etwas die Tiefe. Die Handlung war oft vorhersehbar. Insgesamt vergebe ich 4 Sterne.

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Rezension zu "Der Zug der Waisen" von Christina Baker Kline

Ergreifende Schicksale, die unter die Haut gehen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten

Als einzige Überlebende irischer Auswanderer wird die 9-jährige Niamh, deren Eltern und Geschwister bei einem Wohnungsbrand ums Leben kamen, mit vielen anderen elternlosen Kindern Ende der 1920-er Jahre von New York Richtung Westen verfrachtet. Hier sollen die Waisen liebevolle Aufnahme in einer neuen Familie finden, doch meist haben nur Babys so viel Glück. In den älteren Kindern werden oftmals nur billige Arbeitskräfte gesehen, und auch Niamh, die nicht einmal ihren irischen Namen behalten darf, kann erst in der dritten Pflegefamilie ein Stück ihrer verlorenen Kindheit zurückgewinnen.

Die zweite Handlungsebene spielt in Spruce Harbor, Maine, im Jahre 2011. Die 17-jährige Molly hatte ebenfalls bereits mit mehreren Pflegefamilien Bekanntschaft gemacht. Nach einem Diebstahl muss sie 50 Sozialstunden ableisten, und gelangt deshalb in das Haus der über 90 Jahre alten Vivian Daly. Hier soll sie der alten Dame beim Entrümpeln ihres Dachbodens helfen. Jedes der in Kisten verpackten Erinnerungsstücke erzählt einen Teil von Vivians Kindheit, und im Rahmen eines Unterrichtsprojektes bringt Molly deren ganze berührende Lebensgeschichte ans Tageslicht.

Vom ersten Kapitel an bin ich der Handlung, deren beide Erzählebenen sich auf sehr raffinierte Art verknüpfen, mit großem Interesse gefolgt. Nur zu gut kann man sich die Ängste der armen Kinder vorstellen, die, einem ungewissen Schicksal ausgeliefert, fast wie auf einem Sklavenmarkt begutachtet, und meist nach dem Arbeitsbedarf in der neuen Familie ausgewählt werden. Schrecklich müssen auch die Verhältnisse gewesen sein, in denen sich die weniger Glücklichen von ihnen wiederfanden. Unhygienische Lebensbedingungen, harte Arbeit, gewürzt mit harten Worten, dafür aber oft nicht genug zu essen, all das gehörte zum traurigen Alltag dieser bedauernswerten Kinder.

Gut gelungen fand ich die Darstellung der Lebensschicksale beider Frauen, die sich trotz der zeitlichen Differenz von über 70 Jahren und völlig anderen sozialen Gegebenheiten dennoch sehr ähnlich sind. Vor allem den Kapiteln aus Vivians Kindheit bin ich mit großer Anteilnahme, zeitweise sogar in atemloser Spannung gefolgt. Liebe und Geborgenheit in einer Familie sind gewiss für jedes Kind die unbedingt notwendigen Grundlagen für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung. Auch die freundliche Vivian dürfte durch ihre schwere Kindheit ein gewisses Defizit davongetragen haben, wie bei der Geburt ihrer Tochter deutlich wird.

Trotz der konträren Zeiten, in denen sich Vivians und Mollys Leben abspielt, kann man dem Inhalt ohne Schwierigkeiten auch beim Zuhören folgen. Dazu trägt sicher auch der flüssige und ansprechende Stil der Autorin bei, die immer so lange bei der Geschichte einer ihrer beiden Protagonistinnen verweilt, dass man den roten Faden nie verliert. Erwähnenswert ist auch die angenehme Vortragsweise der beiden Sprecherinnen Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder, deren Stimmen ganz vorzüglich zu ihren jeweiligen Rollen passen.

Für diesen großartigen Roman gebe ich sehr gerne eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich die volle Punktezahl.

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Rezension zu "Der Zug der Waisen" von Christina Baker Kline

Das Schicksal der amerikanischen Waisenkinder
Nelingvor einem Jahr

Das MP3 Hörbuch hat eine Laufzeit von über 10 Stunden. Es erzählt fesselnd von einem kleinen Waisenmädchen , welches in den späten 20er Jahren in Amerika gemeinsam mit Hunderten anderer Waisenkinder in den mittleren Westen verschickt wurde. Die meisten der Kinder erwartete ein trauriges Schicksal. Anstatt liebevolle Adoptiveltern zu finden, wurden sie als kostenlose Landarbeiter und Haushaltshilfen verheizt. 

Die amerikanische Autorin Christina Baker Kline hat mich mit ihrem Schreibstil sofort in den Bann gezogen. Zum gelungenen Hörerlebnis trugen  auch die sehr guten Sprecherinnen Beate Himmelsstoß und Susanne Schroeder bei. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen (um 1930 und Gegenwart )und hat zwei starke Protagonistinnen. Da ist zum einen das Waisenmädchen, die als hochbetagte Dame immer wieder in die Vergangenheit zurückblickt. Und da ist Molly eine rebellische Jugendliche, die auch schon mehrere Pflegefamilien durchlief.  Die Charaktere überzeugen, ebenso wie die Nebenfiguren. Die Geschichte war spannend und glaubhaft, wobei mich , wie üblich, natürlich der historische Zeitstrang am meisten interessierte.  E s war sehr interessant über dieses dunkle Kapitel in der amerikanischen Geschichte zu hören/lesen. Es ist einerseits eine traurige Geschichte. Andererseits macht aber das ende auch Mut und zeigt, wie viele doch durch ihr Schicksal auch stark wurden und ihr Leben trotz ungünstigster Startbedingungen einen positiven Verlauf nahm. Die Geschichte war total berührend und ich konnte wirklich keinen Kritikpunkt finden. So vergebe ich für diesen historischen Roman volle 5 Sterne und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen, entweder als Buch oder wahlweise wie hier als ungekürztes Hörbuch. 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Zug der Waisen
"Der Zug der Waisen" von Christina Baker Kline ist ein bewegender Roman über ein vergessenes Kapitel amerikanischer Geschichte und über eine unerwartete Freundschaft. In den USA war der Roman ein absoluter Überaschungserfolg, der sich wochenlang an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste hielt.

"Der Zug der Waisen" erscheint bei Goldmann am 10. November 2014, wir stellen für eine Leserunde 30 exklusive Vorab-Exemplare zur Verfügung. Die Gewinner der Bücher stehen fest: Leselea, BookfantasyXY, sunflower130280, Pelikanchen, mecedora, mabuerele, Rheinmaingirl, miro76, mimimaus01, Sophiiie, hermine, Robbi6, Toolkat, Irmi_Bennet, Buchswagger, britta70, Cupcakes2, Bella5, Lrvtcb, harakiri, Brilli, -Viki-, Xirxe, Mohnschnitte, SweetSmile, Gotti, tiggger, Kitai, angie126 und Arizona

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411 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Irmi_Bennetvor 6 Jahren
Meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Christina-Baker-Kline/Der-Zug-der-Waisen-1114294893-w/rezension/1129258388/ 4,5 Sterne von mir dafür. Mein Leseeindruck wird selbstverständlich noch gestreut - amazon, mayersche, bücher.de ... Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! Ein wunderbares Buch, das in meiner Familie generationsübergreifend für einigen Gesprächsstoff sorgte!

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