Christina Baker Kline Der Zug der Waisen

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Inhaltsangabe zu „Der Zug der Waisen“ von Christina Baker Kline

New York 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Brand ihre Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse – nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor. Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen 91-jährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.

Habe es verschlungen. Endlich mal ein ganz neues geschichtliches Thema.

— Bramomi1982

Ein Buch, das mich mehr als beeindruckt hat!

— Bookpoint

eine Geschichte in d. Geschichte. mitreißendes Kopfkino. es hat mein Herz berührt

— CorneliaP

Eine überraschende Freundschaft und das schwere Schicksal eines jungen Mädchens - verknüpft in einer berührenden Geschichte. Top!

— ConnyKathsBooks

Wunderbares Buch. Die Geschichte hat mich sehr berührt.

— shadow_dragon81

Super Buch

— leserin

Echt Klasse, ein beeindruckendes Buch!!!

— vormi

Eine wundervolle Geschichte zweier Personen, die viel gemeinsam haben und beide eine schwere Vergangenheit hatten.

— michelle16

Die Grundlage für diesen Roman erhielt die Autorin von den „Orphan Trains“, die einen bedeutsamen Teil der Gesichte der USA ausmachen.

— Taluzi

Sehr berührend und wunderbar geschrieben! Toll!

— Isaopera

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  • Eine traurige und zugleich schöne Geschichte

    Der Zug der Waisen

    Clarissa03

    27. September 2017 um 22:01

    Verschiedene und doch sich ähnelnde Geschichten zweier einsamer Kinder.Beide kommen als Waisen zunächst in Familien, die nichts für sie übrig haben. 

  • Eine wunderbare Geschichte un zwei außergewöhnliche Frauen

    Der Zug der Waisen

    Bookpoint

    07. June 2017 um 12:47

    Ich war schon lange nicht mehr so beeindruckt und zutiefst bewegt von einem Buch! Die Geschichte um Vivian, die im Jahre 1929 nach dem Tod ihrer Eltern in ein Waisenzug verfrachtet wird und sich ihrem Schicksal fügt, hat mich zutiefst bewegt und mitgerissen. Aber auch die Geschichte um die rebellische Molly hat mich sehr angesprochen. Die Autorin schafft zwei ausdrucksstarke Protagonistinnen, die beide im Leben von nichts verschont worden sind. Die Autorin hat in diesem Roman nicht nur zwei Schicksale miteinander verbunden, sondern auch zwei Zeitstränge. Die Geschichte um Molly bildet die Rahmenhandlung und spielt im Jahre 2011 in Maine. Die Geschichte um das Schicksal von Vivian bildet die Binnenhandlung und beginnt im Jahre 1929 in New York. Molly und Vivian – Zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein können und trotzdem das gleiche Schicksal durchleben mussten.  Das Cover des Taschenbuchs ähnelt einer alten, verblassten Erinnerung und ist demnach sehr passend. Mein Fazit: Die Geschichte zieht den Leser sofort in seinen Bann. Keine Seite ist überflüssig und keine Beschreibung zu viel. Die Dialoge sind schlüssig und nachvollziehbar. Dieser Roman ist absolut empfehlenswert!

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  • Wundervolle und sehr berührende Geschichte

    Der Zug der Waisen

    ConnyKathsBooks

    12. May 2017 um 13:11

    "Wir fahren in die Ungewissheit, und uns bleibt nichts anderes übrig, als ruhig auf unseren harten Bänken zu sitzen, bis wir dort ankommen." (S. 66)New York, 1929: Die irische Einwandererfamilie der 9jährigen Niamh Power erhofft sich einen Neuanfang in Amerika, doch dann zerstört ein Brand alle Träume und das Mädchen bleibt allein zurück. Mit dem sogenannten Zug der Waisen gelangt Niamh nach Minnesota, um dort ein liebevolles Heim zu finden, doch die Realität sieht ganz anders aus. Denn auf die Waisen warten zumeist entbehrungsreiche Jahre, in denen sie als kostenlose Arbeitskraft ausgenutzt werden. Auch Niamh, die später Dorothy und schließlich Vivian genannt wird, muss teils unmenschliche Bedingungen ertragen, bis sie endlich einen Ort der Geborgenheit findet. Doch erst Jahrzehnte danach bringt die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen Mädchen namens Molly ihr wahren Frieden. "Der Zug der Waisen" ist ein mitreißender Roman aus der Feder von Christina Baker Kline, in dem die Autorin anhand von fiktiven Schicksalen ein bedeutsames Kapitel amerikanischer Geschichte aufschlägt: den Zug der Waisen, der zwischen 1854 und 1929 mehr als 200.000 verwaiste, verlassene und heimatlose Kinder von der Ostküste bis in den Mittleren Westen beförderte, wo sie dann zur Adoption freigegeben wurden.Mit Vivian Daly und Molly Ayers stehen hier zwei sympathische Protagonisten im Mittelpunkt, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, doch eine glückliche Fügung führt sie im Jahr 2011 in Maine zusammen, als die 17jährige Molly nach einem Diebstahl Sozialstunden ableisten muss und die 91jährige Vivian jemanden zum Entrümpeln ihre Speichers sucht. Zunächst ist der Teenie im Gothik-Look nicht wirklich davon begeistert, doch mit jeder verstaubten Kiste, die sie gemeinsam mit der betagten Dame öffnet, werden alte Erinnerungen wach, die langsam auch Mollys Interesse wecken. Denn in Vivians schicksalhafter Reise von Irland nach New York und per Waisenzug bis Minnesota findet das Mädchen viele Anklänge an ihr eigenes problematisches Leben in diversen Pflegefamilien. Und so entwickelt sich bald eine enge und ungewöhnliche Freundschaft, von der beide profitieren.Der Roman ist im Präsens geschrieben, liest sich wunderbar flüssig und spielt auf zwei Zeitebenen. Gerade die Ereignisse in der Vergangenheit von 1929 bis 1943 haben mich zum Teil richtig erschüttert und zu Tränen gerührt. Immer wieder wird Vivians Hoffnung auf einen sicheren und warmen Ort zunichtegemacht, immer wieder muss sie unter entsetzlichen Zuständen bei ihren Gasteltern leiden, zu neuen Orten aufbrechen oder Verluste ertragen, bis sie endlich auch etwas Liebe, Glück und Zuneigung erfährt. Bewegende Momente, welche die Autorin sehr einfühlsam beschreibt und mit der sogenannten "Portage" verknüpft. Ein indianisches Konzept, das hier wie ein roter Faden das Buch durchzieht und dafür steht, was man auf eine Reise mitnimmt, was man zurücklässt und welche wichtigen Erkenntnisse man dabei gewinnt. Auch das Ende hat mir richtig gut gefallen, denn Vivian erlebt noch einen unverhofft schönen Moment, der mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte und mich sehr berührte. Eine kurze Geschichte der "Orphan Trains" mit vielen echten Bildern rundet das Ganze dann gelungen ab.Insgesamt kann ich daher "Der Zug der Waisen" uneingeschränkt empfehlen. Ein sehr ergreifender Roman, der von mir klare 5 Sterne erhält.

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  • Der Zug der Waisen

    Der Zug der Waisen

    BeaSwissgirl

    29. April 2017 um 16:12

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestossen und da ich noch nie etwas über die " Orphan Trains" gehört habe wurde meine Neugierde geweckt....Der Schreibstil ist sehr bildhaft, atmosphärisch, lebendig und überaus angenehm und flüssig zu lesen.Erzählt wird aus zwei verschiedenen Perspektiven, nämlich in der autodiegetischen Form aus der Sicht der zu Beginn ( 1929) neunjährigen Niahm ( später erhielt sie noch andere Namen) Im Jetzt 2011 kommt die siebzehnjährige Molly im personalen Stil zu Wort. Zu einem Durcheinander kam es nie, da alles immer ganz klar am Beginn des Kapitels deklariert wird.Niahms Charakter wurde sehr gründlich ausgearbeitet und ich habe sie auf Anhieb in meine Herz geschlossen. Sie hat eine offene, ehrliche, natürliche Art, wirkt aber nie vorwitzig und handelt häufig sehr vorbildlich besonnen und klug. Oft konnte ich nur staunen über ihre Handlungen und wie sie mit Ereignissen umgegangen ist und dennoch wirkt es nie übertrieben oder künstlich. Im Jetzt, also im Jahr 2011, wo sie immerhin das stolze Alter von 91 Jahren erreicht hatte kommt sogar noch die humorvolle Seite von ihr zum Vorschein ;)Molly hingegen wirkt auf mich recht rebellisch und irgendwie wütend, obwohl sie im tiefsten Herzen eigentlich eine sehr verletzliche, sensible Seite hat.Weitere Protagonisten, die für die Handlung wichtig sind wurden soweit gut und genügend gezeichnet.Der ganze Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen, obwohl ich sagen muss, dass mich der Plot in der Vergangenheit viel mehr gefesselt, berührt und beeindruckt hat.Mehrere Male hatte ich echt einen Kloss im Hals und war einfach nur erschüttert über die damaligen Ereignisse. Zwar handelt es sich hier um einen fiktiven Roman, dennoch basiert dieser ja auf wahren historischen Fakten, was mich zusätzlich bewegte.Erst als die alte Dame und Molly aufeinander treffen faszinierte mich die Handlung im Jahr 2011 auch mehr.Schön fand ich übrigens dass beide Protagonistinnen ein Lieblingsbuch haben, bei Molly ist es " Jane Eyre", welches ich nun unbedingt auch endlich einmal lesen will ;) und " Anne auf Green Gables" war für Vivian wichtig geworden ( dieses kenne ich noch aus meiner Jugend ;) Zwischendurch hätte ich mir noch mehr Vertiefung gewünscht vor allem als " Niahm" und " Dutchy" aufeinander treffen, da entwickelten sich viele Dinge zu rasant so dass es sich schon fast unglaubwürdig anfühlte.Auch gegen Ende des Buches ging mir alles ein bisschen zu schnell, hier hätte die Autorin ruhig länger verweilen können....Ein eindrücklicher, berührender, historischer Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte.Ich vergebe hiermit gerne 4,5 Sterne.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • Der Zug der Waisen

    Der Zug der Waisen

    vormi

    01. April 2017 um 22:07

    New York 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Brand ihre Familie.Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse – nur die wenigsten erwartet ein liebevolles Heim.Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor.Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen 91-jährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.Inhaltsangabe auf amazon.deEin tolle, berührende Geschichte, die über 2 Frauen aus völlig unterschiedlichen Generationen berichtet.Und wie zwischen den beiden etwas ganz besonderes heranwächst.Ich habe das Buch durch Zufall entdeckt.Ich war in der Buchhandlung, um mir noch was dünnes für einen Urlaub zu suchen.Und das Buch ist schön dünn, trotz der 350 Seiten.Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit in Beschlag genommen, denn durch die 2 Kinder darauf, beide nur von hinten gezeigt, lässt erahnen, das eines der beiden das andere verlässt oder verlassen muss.Auch der Klappentext hat mich sofort überzeugt, denn von den Zügen, in denen Waisenkinder einfach mal zu "neuen" Eltern verfrachtet werden hatte ich noch nie was gehört.Ein tolles Buch um darin abzutauchen. Denn "leider" sind die Figuren sehr lebensecht gelungen und man glaubt jede Situation, das diese so oder so ähnlich hundertfach vorkommen kann.Beeindruckend, aber trotzdem herzlich und es drückt nicht auf die Tränendrüse, so wie ich es erwartet hatte.Ein Buch, das ich sofort Jedem empfehlen würde.Sollte man gelesen haben👍

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  • Richtigstellung eines historischen Mythos

    Der Zug der Waisen

    loralee

    18. March 2017 um 00:41

    Ich muss sagen, dieses Buch hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen. Die Aufarbeitung des wenig bekannten Umgangs mit Waisen- und Straßenkindern in den USA des späten 18. Jahrhunderts ist aufschlussreich und auch schockierend. Der Stil und die Rahmenhandlung hat mich allerdings nicht überzeugt, leider.Der Roman räumt auf mit dem Mythos um die Barmherzigkeit einer privaten Initiative, die Straßenkinder und Waisen aus den Elendsvierteln New Yorks mit dem Zug in den Mittleren Westen zu ländlichen Familien brachte. Raus an die frische Luft, wo sie wachsen und gedeihen können und eine Chance bekommen, sich aus der Spirale der Armut zu befreien. Es bleibt unklar, ob die Initiative einfach nur naiv war und es einfach nicht besser wusste, oder ob sie bewusst so handelte: viele dieser Kinder wurden als billige Arbeitskraft wie auf dem Sklavenmarkt gehandelt und waren schutzlos der Willkür und Aggressivität der betreuenden Familien ausgesetzt. Hauptperson des Romans ist die 10jährige Niamh, die bei fast jedem Familienwechsel auch ihren Namen wechseln musste und damit nach und nach ihre wahre Identität verliert, das letzte was ihr von ihrer leiblichen Familie geblieben ist. Die Autorin beschreibt sehr eindringlich das Schicksal dieses Mädchens, das wie ein Stück Vieh von einer Familie an die nächste weitergereicht wird. Dieser Teil der Geschichte ist sehr anschaulich und spannend beschrieben, auch wenn es hier und da für meinen Geschmack an Emotionalität und Empathie fehlte. In der Rahmenhandlung erzählt dasselbe Mädchen inzwischen als 90jährige Frau in der Gegenwart ihr damaliges Schicksal einem Teenager, die bei der alten Dame Sozialstunden ableisten muss. Es entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine enge Verbindung, die erst in der zweiten Hälfte des Romans beginnt mich zu berühren. Mir fehlte an diesem Roman der zündende Funke, um ihn gänzlich spannend finden zu können. Die Autorin reißt interessante Themen rund um die sozialen Beziehungen der Figuren an, aber anstatt diese zu vertiefen, eilt sie weiter zum nächsten Thema. Der nüchtern-distanzierte Schreibstil sprach mich nicht an.Dennoch empfehle ich diese Geschichte weiter an diejenigen unter euch, die sich für die USA der Jahrhundertwende interessieren und einen guten Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen auf dem Land und in der Stadt zu der Zeit bekommen möchten.

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  • Mutter Gottes, behüte diese Kinder, leite sie und segne sie auf ihren Weg hinaus in die Welt

    Der Zug der Waisen

    Taluzi

    16. February 2017 um 15:06

    Vivian Daly kommt mit ihrer Familie als irische Einwanderer nach New York. Kurz dadrauf verliert die 9 jährige ihre Familie bei einem Brand. Über eine Hilfsorganisation wird sie mit anderen Waisen in einen Zug verfrachtet, die die Kinder in verschiedenen Bahnhöfen an neue Familie vermitteln soll. Es ist eine Reise ins Ungewisse. Eine schwere Zeit erwartet Vivian. Nicht jede Familie wünscht sich eine Tochter, sondern oftmals werden unbezahlte Arbeitskräfte und Haushaltshilfen gesucht. So muss Vivian einige Schicksalsschläge einstecken, bevor sie adoptiert wird. Nun ist Vivian 91 Jahre alt und die junge Molly soll ihren Dachboden entrümpeln. Auch Molly ist bei Pflegeeltern groß geworden und weiß, was es heißt zurückgestoßen zu werden. Schnell verbindet die beiden nicht nur die Arbeit auf dem Dachboden sondern ein freundschaftliches Miteinander. „Der Zug der Waisen“ ist ein großartiger Roman über das Schicksal zweier Frauen und der Suche nach Bindung. Der Roman wechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Vergangenheit ist die Geschichte von Vivian, die 1929 beginnt und chronologisch erzählt wird. In der Gegenwart geht es um Molly und ihr Zusammentreffen mit Vivian. Der Schreibstil ist lebendig, wenn auch sachlich. Beim Lesen kann man sich gut in die vergangene und gegenwärtige Zeit hineinversetzen und sich alles bildlich vorstellen. Die Autorin schildert die Geschehnisse neutral und bauscht sie nicht künstlich auf. Trotzdem ist das Schicksal der beiden Frauen spannend und berührend. Die Grundlage für diesen Roman erhielt die Autorin Christina Baker Line von den „Orphan Trains“, die einen bedeutsamen Teil der Gesichte der USA ausmachen. In diesen Zügen wurden über 2000 heimatlose Kinder von der Ostküste in den mittleren Westen gebracht, wo sie zur Adoption bereitstanden. Von mir bekommt „der Zug der Waisen“ volle Leseempfehlung.

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  • Unbedingt lesenswert, auch oder gerade für jüngere Erwachsene

    Der Zug der Waisen

    jaylinn

    13. February 2017 um 10:45

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Der Zug der Waisen erschien bereits 2014 als gebundenes Buch auf Deutsch und wurde im Januar 2017 als Taschenbuch aufgelegt. Es umfasst inklusive des Anhangs 350 Seiten und ist bei Goldmann erschienen. Inhalt: „New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor … Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Christina Baker Kline hat mit Der Zug der Waisen ein bewegendes Buch geschrieben, das oberflächlich gesehen sehr leicht zu lesen ist, geradezu ein Pageturner für einen Nachmittag auf dem Sofa. Erst nach dem Lesen merkt man, wie aufrüttelnd die Handlung ist. Dieses Buch lässt einen tief bewegt zurück, die Handlung lässt einen nicht mehr los. Das liegt unter anderem daran, dass die historischen Fakten im Nachwort erst so richtig klar machen, dass es solche Waisenzüge tatsächlich gegeben hat, dass in den Jahren 1854 bis 1929 mehr als 200.000 meist irische Kinder, Waisen der ersten Einwanderergeneration, mit diesen Zügen von Ost nach West in Amerika transportiert wurden, um adoptiert zu werden. Oft wurden sie misshandelt und lebten unter furchtbaren Bedingungen, wurden als billige Arbeitskräfte missbraucht. Nur wenigen war es vergönnt, eine echte Familie zu finden. Sie mussten ihre Namen ablegen und erhielten eine völlig neue Identität. Welche Folgen daraus für ihre Persönlichkeit entstanden, kann man sich vorstellen. Die Protagonisten Vivian (91), eigentlich Niamh, und Molly (17) teilen ein ähnliches Schicksal, beide sind nicht in ihrer eigentlichen Familie aufgewachsen und durch die Hände einiger Pflegefamilien gegangen. Im Fokus steht der Lebensweg Vivians, der in Rückblenden erzählt wird. Baker Klines Stil ist sehr nüchtern, fast sachlich und mitleidlos, dadurch geht die Geschichte unter die Haut, denn die Inhalte stehen im Widerspruch zu dieser Erzählweise. „Ja, Niamh. Ausgesprochen: ‚Neev.‘ Ein recht gebräuchlicher Name in Galway und auch nicht allzu unüblich in den irischen Wohnvierteln von New York, aber sicher dort, wo der Zug mich hinbringen wird, nicht akzeptabel. (…) Ich hoffe, du hängst nicht an diesem Namen, junges Fräulein, denn ich kann dir versichern, dass deine neuen Eltern ihn sofort ändern Werner, falls du überhaupt das Glück hast, dass dich jemand nimmt. ‚Meine Niamh‘, pflegte mein Dad immer zu mir zu sagen. Aber ich hänge nicht so sehr an dem Namen. Ich weiß, dass er schwer auszusprechen ist, fremdartig, unschön für diejenigen, die ihn nicht kennen – ein merkwürdiges Durcheinander von unterschiedlichen Konsonanten.“ (S. 43) Mein Fazit: Unbedingt lesenswert, auch oder gerade für jüngere Erwachsene.

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  • Orphan Trains - Vergessene Geschichte wird lebendig

    Der Zug der Waisen

    Gela_HK

    Ein Zug voller Waisenkinder rollt im Jahr 1929 von New York Richtung Mittlerer Westen. Auch die neunjährige irische Immigrantin Vivian hofft darauf, ein neues Zuhause zu finden. Bis es so weit ist, muss sie einen schweren Weg gehen. Erst mit 91 Jahren vertraut sie sich der jungen Halbwaisen Molly an, mit der sie sich verbunden fühlt. Christina Baker Kline hat ein trauriges und vergessenes Kapitel amerikanischer Geschichte zum Leben erweckt. Im Nachwort findet man von der Autorin zusammengestellte geschichtliche Details. Die Orphan Trains fuhren zwischen 1854 und 1929 in den Mittleren Westen, um unglaubliche 200.000 Kinder adoptionswilligen Paaren zuzuführen. Die von der „Children’s Aid Society“ vermittelten Kinder wurden allerdings häufig als billige Arbeitskräfte wie Sklaven gehalten. Hauptprotagonistin Vivian Daly ist eines dieser Kinder und steht für eine Generation ohne Liebe und Geborgenheit. Der zweite Handlungsstrang führt in die Gegenwart zu Molly, einer aufmüpfigen 17-jährigen Halbwaisen, die von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht wird. Sie steht kurz davor, wieder aus einer Familie zu fliegen. Ihre letzte Chance sind Sozialstunden, die sie bei Vivian auf dem Dachboden mit Entrümpelungsarbeiten ableisten soll. Das Schicksal einer alten Dame und die Selbstfindung eines Teenagers werden von der Autorin gekonnt miteinander verwoben. Einfühlsam, leise und gefühlvoll entwickelt sich eine Freundschaft, mit der niemand gerechnet hat. Eigentlich soll Molly nur den Dachboden für Vivian entrümpeln. Doch je länger die beiden Frauen die alten Dinge betrachten, desto näher kommen sie sich. Mit jedem Fundstück kehren mehr Erinnerungen zurück und Vivian beginnt, Molly von ihrem Leben zu erzählen. Die Handlungsstränge werden durch Kapitel und Jahreszahlen getrennt erzählt, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Besonders Vivian wirkt sehr authentisch und lebendig. Zusammen mit ihr durchlebt man all die schrecklichen Dinge, die ihr widerfahren sind.       "Keine Erwartungen zu haben macht das Ganze leichter zu ertragen.       Ich bin überzeugt, dass ich am Ende wieder im Zug landen werde,       um an der nächsten Station wieder ausgeladen, mit den anderen       verbleibenden Kindern vorgeführt und dann wieder zurück in den       Zug verfrachtet zu werden. "Tief getroffen hat mich, wie dieses kleine Mädchen sich selbst eine Gefühllosigkeit auferlegt, um überleben zu können. Als erwachsene Frau trifft sie ein weiterer Schicksalsschlag, von dem sie nicht nie ganz erholen wird und ihre Gefühle endgültig für sich behält. Mich hat dieser Roman sehr berührt. Im Anschluss habe ich noch viel über die Orphan Trains gelesen und bin froh, durch diese Geschichte mehr darüber erfahren zu haben.

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  • Am Ende etwas viel Zuckerguss

    Der Zug der Waisen

    Koru

    17. August 2016 um 10:31

    Der Roman hat zwei Handlungsstränge und erzählt die Geschichten der beiden Waisenkinder Vivian (Kindheit in den 20er Jahren) und Molly (Gegenwart). Mehrere Handlungsstränge mag ich gerne, wenn die Verbindung gut klappt. Hier werden die Kapitel mit dem jeweiligen Jahr überschrieben, die Geschichte von Vivian wird somit für sich beschrieben. In der Gegenwart leistet die junge Molly ihre Sozialstrafstunden bei der 90jährigen Dame ab indem sie den Dachboden mit den Erinnerungskartons entrümpelt. Daneben kämpft sie in ihrer Pflegefamilie um Respekt und Anerkennung und schreibt eine besonders gute Geschichtsschularbeit deren Grundlage die Gespräche mit Vivian ist ; es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden.Der Schluss des Buches ist für meinen Geschmack etwas zu süß:Das Vertrauen der beiden wächst, Molly zieht schließlich zu Vivian und macht sie mit dem Internet vertraut. So finden die beiden die zur Adoption freigegebene Tochter Vivians. Es kommt zu einem Treffen mit der Tochter.Fazit: Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Besonders die erzählenden Kapitel von Vivians Leben (bis zum 23. Lebensjahr) haben mich in den Bann gezogen. Die Beschreibung von Molly bleibt dahinter zurück, die Freundschaft zwischen den beiden wächst für mich zu plötzlich und zu intensiv.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Zugfahrt ins Ungewisse...

    Der Zug der Waisen

    hi-speedsoul

    06. October 2015 um 20:01

    Vivian Daly (eigentlich Niamh) ist die Tochter irischer Einwanderer. Als ihr Vater und die Brüder bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommen, und die Mutter ins Krankenhaus, wird Vivian mit einem sogenannten "Orphan Train" in den mittleren Westen geschickt, um dort eine neue "Familie" zu bekommen. Doch leider klingt dies nach einer schöneren Zukunft, als es tatsächlich der fall ist. Erst 80 Jahre später kann sich Vivian öffnen, indem sie der rebellischen Molly, einem Pflegekind, welches ihr dabei hilft den Dachobden auszumisten, ihre Geschichte erzählt. Denn so verschieden die beiden scheinen, haben sie doch viele Gemeinsamkeiten. Der Roman von Christina Baker Kline is fiktiv, jedoch gab es die sogenannten "Orphan Trains" in den 30er Jahren tatsächlich. Tausende von Kindern wurden fein herausgeputzt und den Menschen im mittleren Westen vorgeführt. Die Kinder wurden als Mägde, Farmarbeiter, Näherin, etc. oftmals ausgenutzt. Vereinzelt fanden Kinder ein neues, glückliches zu Hause - doch dies glückte meistens nur Babys und Kleinkindern. Ich habe bis dato nichts von diesen Waisenzügen gewusst und fand den Roman daher sehr spannend. Ich bin geschichtlich interessiert und fand daher auch die Informationen bezüglich des Orphan Trains im Anhang des Romans toll - sie geben einen kurzen Einblick und mir die Neugierde, mich weiter zu informieren. Christina Baker Klines Roman ist sehr gut geschrieben. Die Sprache ist abwechslungsreich, die Gefühle der Personen kommen gut zur Geltung. Von Anfang an waren mir sowohl Molly, als auch Vivian sehr sympathisch. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und war begierig darauf zu wissen, wie es mit ihnen weitergeht - vor allem mit Vivian - erschütternd und traurig, was manche Kinder mitmachen müssen. Das Ende fand ich sehr schön, sowohl für Vivian als auch für Molly. Beide Charaktere sind in der Geschichte gereift, vor allem Molly hat viel für sich und ihr Selbstbewusstsein und - vertrauen gelernt. Auch nach dem Lesen wandern meine Gedanke zur fiktiven Vivian und all den Kindern, die dieses Schicksal tatsächlich durchmachten.

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  • Wahre Begebenheiten neu verpackt

    Der Zug der Waisen

    MelE

    30. August 2015 um 08:19

    "Der Zug der Waisen" habe ich als sehr wertvoll erachtet, da im Anhang des Buches das Schicksal vieler Kinder um 1929 neu geformt wurde. Als Waisen stiegen sie in einen Zug und wurden bevor sie in neue Familien kamen begutachtet und oft verworfen. Gesucht wurden oft billige Arbeitskräfte, selten bekamen die Kinder wirklich ein gutes Zuhause, wo sie Wärme und Liebe empfingen. Die Autorin nutzte dieses damalige Geschehen, um es in einer wirklich faszinierenden Story zu verarbeiten. Es geht wirklich ins Herz und bewegte mich sehr, denn die beschriebenen Emotionen sind deutlich und die Angst vor dem Ungewissen lässt mir die Haare zu Berge stehen. Ein Kind verliert seine Familie bei einem Brand und wird wie Vieh in einen Zug verfrachtet, um anderen Kinderlosen eine Tochter oder Sohn zu ersetzen oder im schlimmsten Fall eine billige Arbeitskraft zu werden, die hungert und geschlagen wird. All dies lesen wir in diesem Buch und als ich begreife, dass dieses genauso passiert sein könnte, bewegt mich das Schicksal von Vivian noch um einiges mehr. Ihre und Mollys Geschichte werden miteinander verwoben und ergeben anfänglich noch keinen Sinn, denn Molly lebt im Heute und Vivian erlebt ihre Kindheit / Jugend neu, indem sie Molly darüber berichtet. Molly muss Sozialstunden (so will ich es nennen) abarbeiten und wird damit beauftragt Vivian zu helfen, indem sie ihren Dachboden ordnet. Dort trifft sie auf ein ganzes Leben und die Gemeinsamkeiten die Vivian und Molly haben, ist die, das beide in Pflegefamilien aufgewachsen sind. Vielleicht ist dieses der Grund, warum sich Vivian öffnet und aus ihrem Leben erzählt? Ein wirklich hartes Schicksal, was auch anders hätte enden können. Vivian lässt einige andere Menschen in ihre Lebensgeschichte einfließen, die es nicht so gut getroffen haben wie sie selbst, als sie am Bahnhof regelrecht verschachtert wurden. Vivian selbst muss drei Pflegefamilen durchwandern, um endlich anzukommen. Vivian verliert sehr viel, kann aber auch einiges an Gewinn verbuchen. Es kommt darauf an, wie sehr man sich in die Story einlassen kann, für mich war es ein absolutes Leseerlebnis, denn es ist der Autorin wirklich gelungen mir den Zug der Waisen nahezulegen. Es ist auf der einen Seite sehr traurig, da es nach einer wahren Begebenheit nacherzählt wurde und auf der anderen Seite, wenn man Molly betrachtet, unheimlich wertvoll, denn Molly selbst fühlt sich hin und hergerissen, da sie von ihrer Mutter abgeschoben wurde. Molly und Vivan ergänzen sich sehr gut, obwohl der Altersunterschied sehr hoch ist. Warum sollte sich Alt und Jung nicht ergänzen und vereinen? Beide können voneinander lernen, auch wenn die Lebensumstände unterschiedlich sind. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der dadurch brilliert, dass er mich mitnahm auf eine Reise ins Ungewisse und mich zutiefst bewegen konnte. Die 352 Seiten waren voll gepackt mit wertvollen Informationen, jeder Menge Emotionen und einer Story die nachwirkt. Ein Roman mit dem Prädikat Besonders Wertvoll! Wer sich darauf einlassen kann, wird sicherlich genauso begeistert zurückblicken können wie ich. 

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