Christina Dalcher

 3.7 Sterne bei 263 Bewertungen
Autorin von Vox, Vox und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christina Dalcher

Ein bisschen Margaret Atwood gemischt mit Ira Levin: Christina Dalcher ist in den USA geboren und hat ihren Abschluss in Theoretischer Linguistik an der Georgetown University gemacht. Sie hat sich auf die Phonetik von Lautveränderungen in italienischen und britischen Dialekten spezialisiert. Sie ist begeistert von Flash Fiction, das sind Kurzgeschichten, die nicht länger als 2000 Wörter sind. Dalcher unterrichtet an Universitäten in den USA, in England und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie hat bereits mehrere Kurzgeschichten in Zeitungen auf der ganzen Welt veröffentlicht und wurde für diese mit diversen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise gewann sie den „Best Small Fictions“-PRes und war unter anderem nominiert für den Pushcart Prize. Im August 2018 erscheint ihr Debütroman „Vox“ sowohl in Deutschland, als auch im amerikanischen Original. Darin entwirft sie eine Welt, in der Frauen nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen. Die Protagonistin Jean McClellan ist mit diesem neuen Gesetz alles andere als einverstanden und geht gegen die Regierung an – sie kämpft für das weibliche Stimmrecht, die Bildung und für die Träume von Tausenden von Frauen. Dalcher selbst weiß nicht, in welches Genre sie ihr Debüt einordnen würde, sie beschreibt es als Mischung aus Margaret Atwoods „Report der Magd“ und Ira Levins „Frauen von Stepford“ mit einer Prise Neurolinguistik. Dalcher lebt heute mit ihrem Ehemann teils im Süden der USA und teils in Neapel, nachdem sie mehrere Jahre im Ausland verbracht hat.

Neue Bücher

Vox

Erscheint am 25.09.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Christina Dalcher

Cover des Buches Vox (ISBN:9783103974072)

Vox

 (235)
Erschienen am 15.08.2018
Cover des Buches Vox (ISBN:9783596704514)

Vox

 (0)
Erscheint am 25.09.2019
Cover des Buches Vox (ISBN:B07F8R26Z4)

Vox

 (22)
Erschienen am 15.08.2018
Cover des Buches Vox (ISBN:9780440000785)

Vox

 (5)
Erschienen am 21.08.2018
Cover des Buches Vox (English Edition) (ISBN:9780440000822)

Vox (English Edition)

 (0)
Erschienen am 21.08.2018

Neue Rezensionen zu Christina Dalcher

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Rezension zu "Vox" von Christina Dalcher

100 Worte
KleineNeNivor 16 Tagen

Der Klappentext gibt wirklich bereits viel Auskunft darüber, worum es in dieser Geschichte geht, daher komme ich direkt zum Cover. Dieses hat mich von vornherein angesprochen! Ich finde den schwarzweißen Hintergrund zu den roten Großbuchstaben unglaublich aussagekräftig.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir wirklich sehr leicht und der Schreibstil von Christina Dalcher war gut zu lesen. Wir erleben die Geschichte aus der Ich-Perspektive unserer Protagonistin Jean, die eine wirklich sehr intelliegente Frau und Mutter ist.

In dieser Geschichte geht es nicht nur darum, dass Frauen "keine Stimme" mehr haben, sondern eigentlich darum, dass der Bruder des Präsidenten (welcher an allem Schuld ist) gestürtzt ist und dann ein Forschungsteam zusammengestellt wird, um den Bruder aus dem Koma zu holen, oder so ähnlich. Ich muss gestehen, dass mich das Wissenschaftszeug nicht so interessiert hat. Haha! Naja, auf jeden Fall muss Jean wohl in das Forscherteam, weil sie einfach die beste auf ihrem Gebiet ist und dies macht sie natürlich nur unter der Bediengung, dass sie und ihre Tochter Sonia frei sprechen dürfen. Tja... hättet ihr damit gerechnet? Ich nämlich nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass Jean eher eine Kämpferin gegen das System ist und das es in diesem Buch um Rebellion geht und Demonstrationen und sonstiges. Aber nein, es ging wirklich viel um Wissenschaft, um die Vergangenheit (ihr glückliches Leben als Studentin und als alles noch "normal" war) und ihr Leben als Mutter von vier Kindern.

Natürlich hat es mich sehr schockiert, dass es für Sonia, Jeans Tochter, normal ist, nicht viel zu sprechen. Auch mitten in der Geschichte gab es für mich einige Schockmomente, dennoch war die Geschichte für mich eher guter Durchschnitt. Dies lag wahrscheinlich daran, dass ich mit der Protagonistin nicht warm wurde und ich mir auch generell etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt habe.

Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich habe mir eine ganze andere Handlung erhofft. Auch mit der Protagonistin wurde ich nicht wirklich warm. Trotzdem gab es einige spannende Momente die mich wirklich schockierten. :)

Vielen lieben Dank an NetGalley und S. Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar!

Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag.

Eure Neni ♥

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Rezension zu "Vox" von Christina Dalcher

Schwache Umsetzung einer packenden Idee
Walli_Gabsvor einem Monat

„Vox“ ist das Romandebüt der amerikanischen Linguistin Christina Dalcher. Doch noch mehr als von der Stimme handelt die Geschichte vom Schweigen, was das einen Frauenmund verbergende „x“ auf dem Cover perfekt illustriert. Der dystopische Roman ist in unserer Gegenwart angesiedelt: Der erste farbige Präsident der USA ist Geschichte, sein Amtsnachfolger – nicht Trump, sondern Präsident Myers – ein Vollidiot, der von der einflussreichen „Bewegung der Reinen“ wie eine Marionette gesteuert wird. Diese Bewegung propagiert, dass das moderne Leben die Wurzel allen Übels ist und Zucht und Ordnung wiederhergestellt werden müssen, indem längst überwundene Rollenbilder reaktiviert werden. Doch wie dreht man den Lauf der Welt zurück? Der Plan ist so perfide wie wirkungsvoll: Der männlichen Hälfte der Bevölkerung wird eingeredet, als Krone der Schöpfung Gott gewollte Dominanz zu besitzen. Und die weibliche Hälfte wird zum Schweigen gebracht – mittels eines Wortzählers, der sich fest um das Handgelenk jedes Mädchens und jeder Frau schließt und zählt, wie viele Wörter sie an einem Tag ausspricht. Sind es mehr als 100, gibt es Stromstöße.

Dalcher entwirft ein ziemlich verstörendes Szenario, das mehrere große Themen streift: dass der Gedanke „sowas ist doch bei uns nicht möglich“ stets fahrlässig ist, man Bürgerrechte wahrnehmen sollte und Kommunikation den Menschen ausmacht. Die Kernaussagen von „Vox“ kannte ich dann auch schon, bevor ich überhaupt zu diesem Buch griff – durch die die Veröffentlichung begleitende Werbekampagne und den Medienhype. Worauf ich allerdings nicht gefasst war: „Vox“ ist schlecht geschrieben. Die Figuren sind holzschnittartig zusammengezimmert, Dialoge oft platt und ein Klischee jagt das nächste. Zudem hat die Autorin absolut kein Händchen dafür, Spannung aufzubauen oder irgendeine Atmosphäre zu schaffen. Die Romanhandlung entwickelt sich auf eine so komplett unlogische Art und Weise, das ich spätestens während des letzten Buchdrittels nur noch hoffte, schnell fertig zu werden. Danach las ich in einigen anderen Rezensionen, dass manche Leser „Vox“ als einen Abklatsch von Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ empfunden haben. Da ich dieses Buch jedoch nicht gelesen habe, kann ich das nicht selbst beurteilen.

„Vox“ hätte ein gutes, wichtiges Buch sein können, doch die schlechte Umsetzung hat aus der eigentlich packenden dystopischen Idee komplett die Luft rausgelassen. Dass aus dem vorhandenen Potential so wenig gemacht wurde, ist in meinen Augen noch schlimmer, als wenn das Buch dieses gar nicht erst gehabt hätte.

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Rezension zu "Vox" von Christina Dalcher

Vox von Christina Dalcher
Krimifee86vor einem Monat

Zum Buch: In einer Welt in der Frauen nicht mehr als 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, ohne einen Stromschlag abzubekommen, kämpft die Wissenschaftlerin Jean um die Rechte der Frauen, gegen eine heimtückische Krankheit, für ihre Tochter und für die Liebe. Dabei bekommt sie Unterstützung von unerwarteter Seite, doch auch der Feind ist überall.

 

Das Cover: Ich war kurz davor zu schreiben, wie langweilig ich das Cover finde, als mir aufgefallen ist, wie gut es gemacht ist. Allerdings erfordert das schon sehr genaues Hinschauen. Das „X“ aus dem Wort „Vox“ ist nämlich genau auf dem Mund der abgebildeten Frau, verbietet ihr also das Sprechen. Richtig gut, leider aber auch sehr unauffällig, - ich habe es erst nach sehr genauem Hinschauen entdeckt. 3/5 Punkte.

 

Die Story: Ich fand die Story echt gut, vor allem wirklich mal etwas anderes. Darüber hinaus vollkommen realistisch, so als könnte das, was dort geschrieben steht, in nur wenigen Jahren unser aller Realität sein. Das hat mich echt erschreckt, zu sehen, wie schnell solche Dinge gehen. Wobei dies natürlich auch schon die Vergangenheit gezeigt hat. Wie auch immer am Anfang des Buches ging mir die Geschichte ein wenig zu langsam voran und am Ende ging dann alles viel zu schnell und Hals über Kopf. Hier ist es der Autorin nicht gelungen, die richtige Balance zu finden. Ansonsten aber wirklich eine gelungene Story (die aber auch ohne den Heldentod am Ende gut (besser?) ausgekommen wäre). 4/5 Punkte.

 

Die Charaktere: Leider mochte ich Jean nicht. Warum kann ich an dieser Stelle nicht verraten ohne zu spoilern, aber es hatte was mit ihrer Tochter Sonia zu tun. Wenn man die Protagonistin nicht mag ist es natürlich immer schwierig. Tatsächlich mochte ich einige der Charaktere nicht, Patrick das Weichei, Lorenzo den harten Macker, Steven den Fatalisten. Einige der Charaktere bessern sich im Laufe der Zeit, andere bleiben durchweg unsympathisch. Zum Glück gab es aber auch Nebencharaktere, die ich mochte, allen voran Del, Sharon, Lin und den Wachtmann im Institut. Auch Poe fand ich irgendwie von Anfang an gut, im Sinne von gut gezeichnet und dargestellt. 3/5 Punkte.

 

Der Schreibstil: Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen. Etwas Abzug gibt es für diese unsägliche Ich-Form, die einfach nicht meins ist. Auch hat die Autorin es für mich am Anfang nicht geschafft, Spannung aufzubauen und am Ende hat sie ihr Pulver zu schnell verschossen. Hier wäre es schöner gewesen, wenn sich die Story langsamer und dadurch realistischer entwickelt hätte. Insgesamt ließ sich das Buch aber sehr gut lesen. 4/5 Punkte.

 

Fazit: Wahrscheinlich müsste ich vom Inhalt meiner Rezension eine mittlere Bewertung für das Buch geben. Ich habe aber beschlossen, diese leicht anzuheben, weil ich die Geschichte oder eher die Idee dahinter so genial fand. Es ist darüber hinaus wirklich mal etwas ganz anderes und deshalb auch etwas Besonderes. Von der Story her aber zum Teil zu sehr gewollt, zu schnell und mit zu unsympathischen Charakteren. Man hätte hier definitiv noch mehr rausholen können. 4/5 Punkte.

 

Kurzmeinung: Vox ist ein toller Roman, der wieder einmal zeigt, wie schnell wir in einer Welt leben können, in der wir eigentlich nie sein wollten.

 

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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Gespräche aus der Community

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Was, wenn du nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen darfst?

"Vox" von Christina Dalcher ist ein Buch, über welches man sprechen muss. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, in der Frauen pro Tag nur noch 100 Wörter sprechen dürfen? Schwer vorstellbar, dass ein solches Gesetz erlassen wird. Aber ist es das wirklich? 
Christina Dalcher entwirft mit "Vox" eine bedrohlich-realistische Zukunftsvision, weshalb wir uns ganz besonders freuen, euch diese eindringliche Lektüre in unserer Leserunde präsentieren zu dürfen!

Über das Buch
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.


>> Hier geht es direkt zur Leseprobe

Gemeinsam mit
S. FISCHER vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "Vox" .

Was ihr tun müsst, um dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich
29.07.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantworte folgende Frage:

Wann hast du das letzte Mal geschwiegen, obwohl du eigentlich etwas hättest sagen müssen? Erzähle uns von deiner Geschichte und zähle, wie viele Wörter du dafür benötigt hast!

Ich bin gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen für die Teilnahme an der Leserunde! 

Mit dem Hashtag #100Wörter könnt ihr selbst mitmachen!

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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