Vox

von Christina Dalcher 
3,8 Sterne bei136 Bewertungen
Vox
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Positiv (86):
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"Vox" hat mich unglaublich gefesselt, gleichzeitig aber auch erschreckt und aufgebracht!

Kritisch (12):
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Angesichts des großen Potenzials und der fehlenden Aussage trotz einiger wichtiger Themen leider eine Enttäuschung.

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Inhaltsangabe zu "Vox"

In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.

''Vox' zeigt die Dringlichkeit der #metoo-Bewegung und die grundlegende Wichtigkeit von Sprache.' Vanity Fair

'Intelligent, spannend, provokativ und verstörend – genau wie ein großer Roman sein muss.' Lee Child

'Fans feministischer Dystopien werden dieses Jahr mit Neuerscheinungen überschüttet - und 'Vox' sticht daraus klar hervor.' Irish Independent

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783103974072
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:15.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.08.2018 bei Argon Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Livricieuxs avatar
    Livricieuxvor 15 Stunden
    Nich ganz zu Ende gedacht

    »Ich rede mir ein, dass es nicht meine Schuld war. Ich habe Myers nicht gewählt. Ich habe überhaupt nicht gewählt, um die Wahrheit zu sagen. Und hier höre ich wieder Jackie, die mir vorwirft, ein fügsamer Trottel zu sein.«
    – VOX, S. 107-108

    Stellt euch eine Welt vor, in der Frauen nur 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, da sie sonst mit schmerzhaften Stromschlägen bestraft werden.
    Stellt euch vor, an jeder Strassenecke, in jedem Supermarkt stehen Überwachungskameras, die jede noch so kleine Bewegung registrieren und auf ihren Anteil an Kommunikation überprüfen.
    Stellt euch vor, Jungs und Mädchen werden getrennt unterrichtet und den Mädchen wird nicht einmal mehr lesen und rechnen beigebracht.
    Das klingt gruselig, nicht? Ist aber die Realität von Jean McClellan und allen anderen Frauen und Mädchen in VOX.


    Eine absolut starke Ausgangslage…
    Was für ein Buch! Ich sitze schon seit Tagen an dieser Rezension und versuche meine Eindrücke in Worte zu fassen, aber nichts will so recht gelingen. Das Buch bewegt und erregt die Gemüter, die einen finden es unglaublich toll, andere finden es einfach nur schlecht gemacht. Auf mich wirkte es eher so, als habe Christina Dalcher ihre Geschichte nicht zu Ende gedacht. Denn die Ausgangslage ist genial, darin sind sich wohl alle einig. 

    Bereits mit dem ersten Satz stecken wir mitten in der Handlung, die neue Ordnung der Gesellschaft existiert und wird uns nach und nach erklärt. Ich-Erzählerin Jean McClellan (eine ehemalige Wissenschaftlerin) erzählt aus ihrem Alltag, dem Wortzähler, den sie um ihr Handgelenk trägt und der ihr immer die verbleibende Anzahl Wörter für diesen Tag anzeigt. Nur 100 Wörter dürfen weibliche Personen am Tag sprechen, überschreiten sie ihr Kontingent, werden sie mit schmerzhaften Stromschlägen bestraft. Auch Zeichensprache ist tabu, da an jeder Ecke Überwachungskameras installiert sind, die jegliche nonverbale Kommunikation registrieren. Zudem lernen Mädchen in der Schule weder lesen noch schreiben und auch in den eigenen vier Wänden werden alle Bücher weggeschlossen und nur die Männer im Haushalt haben Zugriff darauf.
    Erst nach und nach wird einem Bewusst, wie einschränkend diese Massnahmen sind. Kein Kaffeeklatsch mit der Nachbarin, nicht einmal für ein „Guten Morgen!“ reichen die Wörter. Keine Kochbücher mehr, um die Lieblingsrezepte zu kochen und ausführliche Gespräche mit den eigenen Kindern finden auch nicht mehr statt. Und für Jean wohl mit am schlimmsten, für Frauen besteht keine Möglichkeit mehr zu arbeiten.
    In Rückblenden erfahren wir dann, wie es überhaupt zu dieser Situation kommen konnte. Wie die radikal konservative Bewegung der Reinen die „guten alten Zeiten“ glorifizierte, die traditionellen Geschlechterrollen propagierte und die „natürliche Ordnung“ mit dem Mann als Führer wieder herstellen wollte. Und es letztlich in relativ kurzer Zeit auch schafften. Zu viele – unter ihnen auch Jean – taten diese rückständigen Ideen als lächerlich ab und nahmen die Bewegung nicht ernst, aber mehr und mehr wuchs die Zustimmung für die Reinen in der Bevölkerung und was als kleine Idee begann, wurde plötzlich Realität.

    »Vielleicht ist es bei den Nazis in Deutschland genau so gelaufen, bei den Serben in Bosnien, den Hutus in Ruanda. Ich habe mir oft überlegt, wie sich Kinder in Monster verwandeln, wie sie lernen können, dass Töten richtig ist und Unterdrückung gerecht, wie sich in einer einzigen Generation die Welt auf ihrer Achse drehen und in einen Ort verwandeln kann, der nicht wiederzuerkennen ist.«
    – VOX, S.114-115

    Die Ausgangslage hört sich wirklich total spannend und genial an und Christina Dalcher schafft es auch einige wichtige Punkte zu vermitteln. So zum Beispiel der Aspekt der politischen Teilhabe und wie wichtig dass es ist, sich zu informieren und für seine Rechte und Überzeugungen einzustehen. Und damit verbunden das Privileg, wählen zu können, seine eigene Stimme zu nutzen. Ja, das bedeutet Arbeit und Engagement, aber wie es im Extremfall enden kann, zeigt das Szenario in diesem Buch wirklich gut.


    Die vollständige Rezension kann auf meinem Blog read.eat.live. nachgelesen werden. 

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 2 Tagen
    100 Worte am Tag?

    Über dieses Buch:
    „  Ihr könnt uns die Worte nehmen, aber zum Schweigen bringen könnt ihr uns nicht!

    Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Worte am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben - das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
    Das ist der Anfang.“

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wollte es unbedingt lesen. Gleich beim lesen kam mir der Verdacht, dass es doch etwas von Margaret Atwoods Roman „Der Report der Magd“ gemein hat. Zumal ich das Buch erst kürzlich gelesen habe und mir noch vieles im Gedächtnis geblieben ist..
    Und trotzdem ist das Buch „VOX“ anders.

    Aber auch hier stellt sich die Frage, wie kann es soweit kommen, dass Frauen dermaßen unterdrückt und in die 50er Jahre zurück geworfen werden? Es ist ein schleichender Prozess und es gibt zu wenige, die kommen sehen, wohin es geht. Die Leute, für die klar ist, was auf sie zu kommt, protestieren dagegen. Nach und nach werden die Rechte der Frauen eingeschränkt, aber viele Frauen finden das gar nicht schlimm. Natürlich ist es besser, dass der Mann arbeiten geht und die Frau daheim bleibt, den Haushalt erledigt und die Kinder groß zieht. Wah!!!! An dieser Stelle könnte ich immer wieder schreien. Wieso haben die Frauen so lange für ihre Rechte gekämpft? Warum existiert immer wieder dieses Weltbild (auch in der realen Zeit heute existiert es bei vielen immer noch)?

    Hier wird auch aufgezeigt, was zum teil falsch lief. Die Protagonistin Jean war viel zu sehr beschäftigt, um mit ihrer Freundin dagegen zu protestieren, um ihre Freundin überhaupt ernst zu nehmen. Erst ist sie mit dem Studium, dann mit dem Beruf, danach mit Mann und Kinder beschäftigt. Jean ist politisch total unbedarft und geht noch nicht mal wählen. Ja, und dann wird natürlich der gewählt, der das ganze Drama ins rollen bringt.
    Damit zeigen sich deutliche Parallelen auch zur heutigen, realen Zeit -finde ich. Es ist schon kurz vor zwölf, um politisch ohne Meinung dazu stehen und sich dafür einzusetzen. Und es ist heute noch wichtiger denn je, wählen zu gehen! Sonst sitzen einfach die falschen Menschen an der Macht. Und Menschen mit Macht können echt schlimm sein!

    Nachdem den Frauen das Recht zu sprechen entzogen wurde, geht es natürlich in die nächste Generation. Mädchen wachsen schon damit auf, nicht zu sprechen, was ich am entsetzlichsten von allem fand. Hier werden Situationen gezeigt, die mir als Mama echt das Herz brechen – will aber nicht spoilern und zuviel verraten.

    Und natürlich geht es zur Schule – Jungs und Mädchen schön getrennt und auch haben sie verschiedenen Unterricht. So werden die Jungs schon mal nach der neuen Form unterrichtet und bekommen schon in der Schule eine Hirnwäsche. Ihnen wird impliziert, wie wichtig es ist, dass die Frauen dem Mann untergeordnet sind, sie nichts zu sagen haben und einfach nur funktionieren sollen.
    Der Sohn der Protagonistin fällt auf all dies herein und zeigt alsbald seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester, wo sie in der Familie stehen.
    Hier hat die Autorin auch ganz klar aufgezeigt, was solche Regeln / Gesetze / Verbote mit der Familie machen. Wie Familien darunter leiden, dass die Frauen nicht kommunizieren können.

    Das alles hat mir wahnsinnig gut gefallen.
    Auch die rolle von Jean als Wissenschaftlerin, die sie einst war. Sie betrieb Hirnforschung, um Menschen zu helfen, die ihre Sprache verloren haben, demzufolge war sie eine der ersten, die ihren Job verloren hatte.
    Aber genau dies kommt ihr zu gute, als sie nämlich dringend benötigt wird. Aber auch hier möchte ich nicht zu viel verraten.

    Aber es gibt auch ein paar Kritikpunkte meiner Meinung nach.
    So hat mir beispielsweise die Affäre von Jean mit ihrem italienischen Kollegen Lorenzo so gar nicht gefallen. Ja, es brauchte etwas in der Art, um zu dem Schluss zu kommen, der kam, aber ich finde, das hätte man auch ohne Affäre schreiben können, ich brauch solche Dreiecksgeschichten nicht.
    Immer wieder Jeans Vergleiche zwischen ihrem Mann Patrick und dem Liebhaber Lorenzo gingen mir echt auf die Nerven.

    Und dann war da noch das Ende vom Buch. Das kam so schnell, es wurde viel zu einfach abgehandelt, mir hätte da ein bisschen mehr Bäng viel besser gefallen.

    Alles in allem finde ich das Buch sehr spannend, wichtig und empfehle es auch wirklich weiter. Trotz der Kritikpunkte, die ja auch jeder anders sieht. Aber das Thema finde ich einfach gut und wichtig.
    Das im realen Leben es keine so schnelle gemeinschaftliche Gesamtlösung existieren würde sei mal dahin gestellt.
    Manchmal tun Büchern Ende ohne Happy End auch gut.

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    lisams avatar
    lisamvor 5 Tagen
    100 Wörter am Tag

    Die neue Regierung in Amerika setzt es durch, dass Frauen nur mehr hundert Wörter pro Tag sprechen dürfen. Relativ schnell kann Jean auch ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht mehr ausüben und ihre kleine Tochter Sonia wird durch die eingeschränkte Schulbildung in ihrer geistigen Entwicklung massiv eingeschränkt. Durch das Schicksal erhält Jean die Chance sich ihre Stimme zurück zu erkämpfen.  

    Ich fand es beklemmend und gut nachvollziehbar, wie sich die Änderungen im Alltag für die Frauen eingeschlichen haben. Durch die Rückblicke war es nachvollziehbar, wie sich das alles in Amerika des 21. Jahrhunderts langsam verändert konnte. Ich fand es erschreckend realistisch. Mit 100 Wörtern pro Tag kommt man nicht weit und das Familienleben wird massiv eingeschränkt. Auch, dass Jeans Tochter Sonia nur mehr mit den anderen Mädchen unterrichtet wird und das Hauptaugenmerk auf Haushaltführung gelegt wird, lässt die Konsequenzen für die Gesellschaft erahnen. Durch die beiden Söhne wird es noch deutlicher, wie unterschiedlich das Leben für Männer und Frauen verläuft. Dass man als Frau nicht mehr Lesen darf, hat mich sehr entsetzt, aber das ist natürlich die logische Konsequenz, wenn man Frauen unterdrücken will. Ich hätte mir von Jean im Lauf der Handlung manchmal ein anderes Verhalten erwartet, da sie doch in einer Position wäre in der sie besser kämpfen könnte. Da es sich um einen Debütroman handelt und mich das Buch sehr beschäftigt hat, habe ich trotz ein paar Schwächen 4 Sterne vergeben.


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    MsChilivor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Gut, aber nicht alles herausgeholt. Hier wurde Potenzial verschenkt.
    Gut, aber Luft nach oben

    Zurück in alte Zeiten. Das Amerika der Zukunft ähnelt mehr dem der Vergangenheit. Denn Frauen sind ihren Rechten beraubt und sollen nur noch ihren Pflichten als Hausmütterchen nachkommen. Ihre Freiheiten und auch ihre Stimmen wurden ihnen weggenommen. Mehr als 100 Wörter am Tag sind nicht erlaubt. Dr. Jean McClellan hat vier Kinder, drei Jungs und ein Mädchen, Sonia. Und Sonia lernt in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben, sondern nur noch Hausarbeiten. Denn zu mehr ist eine Frau ja nicht zu gebrauchen.

     

    Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort fasziniert. Denn im Grunde genommen gibt es noch genug Länder, die ihre Frauen unterdrücken und wer sagt denn, dass so etwas auch in der heutigen Zeit nicht möglich ist? Die Autorin hat hier ein interessantes Szenario geschaffen, doch leider bleibt die Geschichte eher oberflächlich. Jean selbst war mir nicht immer sympathisch und das geschaffene Liebesdreieck war für mich überflüssig und eher störend. Einige Momente haben mich erwartungsvoll auf den großen Knall warten lassen. Doch dieser kam nicht und die Geschichte plätscherte eher vor sich hin. Die Reinen, die Frauen und das ganze im Hintergrund war natürlich interessant, aber meines Erachtens nicht komplett ausgereift. Vielleicht hätte doch etwas mehr Arbeit als zwei Monate in das Buch gesteckt werden müssen. Mir war unklar wie es so schnell zu einer totalen Kontrolle kam und Jackie wurde anfangs in den Raum geworfen und erst gegen Ende taucht sie wieder auf. Mir wäre ein bisschen die Vorgeschichte wichtig gewesen. Auch der Kampf an sich war etwas unglaubwürdig und das Ende war doch etwas zu vorhersehbar.

     

    Hier wurde Potenzial verschenkt. Doch die Geschichte regt definitiv zum Nachdenken an.

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    pantaubookss avatar
    pantaubooksvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: "Vox" hat mich unglaublich gefesselt, gleichzeitig aber auch erschreckt und aufgebracht!
    Ein unglaublich wichtiges Buch!

    Selten haben mich ein Klappentext und ein Cover so magisch angezogen und neugierig gemacht wie die von Vox. Hinzu kamen natürlich die vielen unterschiedlichen Meinungen von Rezensenten, die deutlich machten, dass dieses Buch klar feministisch ist und damit auch sehr bedeutend für die aktuelle Frauenbewegung. Mich hat Vox unglaublich gefesselt, gleichzeitig aber auch erschreckt und aufgebracht, sodass mich die Thematik bis jetzt immer noch nicht losgelassen hat.

    Wir lernen die Protagonistin Jean McCellan als eine Frau kennen, die jedes Wort, das sie spricht, genauestens abwägt. Ganze Sätze werden auf das wichtigste Wort heruntergebrochen, Blicke, Mimik und Kopfschütteln ersetzen Gespräche, Telefonate mit der Familie werden zu einem unmöglichen Unterfangen. Jean McCellan trägt einen Wortzähler an ihrem Arm, der sie mit Stromschlägen bestraft, sobald sie über die täglichen, von der Regierung vorgesehenen 100 Worte kommt. Doch Jean McCellan ist noch nicht gebrochen und trägt Wut in sich, Wut gegen die Regierung, gegen jeden Anhänger und jeden Mann, der der Unterdrückung der Frauen tatenlos zugesehen hat. Für mich war Jean McCellan eine wunderbare Protagonistin. Obwohl sie zu Beginn kaum redet, werden ihre Gedanken und Gefühle im Roman sehr eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht. So sehr, dass sich ihre Wut und ihre Fassungslosigkeit über die Erniedrigung der Frauen in Amerika unmittelbar auf den Leser übertragen.

    „Was glaubst du, wer momentan am wütensten ist? In unserem Land, meine ich. […] Der heterosexuelle weiße Mann. Er ist stinkwütend. Er fühlt sich entmannt. […] Wart’s nur ab. In ein paar Jahren ist es eine andere Welt, wenn wir nichts unternehmen, das zu ändern.“ (S.30-31)

    Der Einstieg in die Geschichte hat mich sofort gefesselt: Als Leser wird man unmittelbar in die prekäre Situation der Protagonistin hinein gezogen. Sofort zu Beginn der Geschichte wird deutlich, wie schwierig das Leben für die Frauen und Mädchen unter der neuen Regierung im Einzelfall wirklich ist. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass im Laufe der Geschichte noch näher darauf eingegangen wird, wie es so weit kommen konnte, dass Frauen ihrer Stellung enthoben und entmündigt werden. Viele der Frauen wie Jean McCellan haben sich ihr Leben lang wenig für Politik interessiert, haben Feministinnen, die auf die Straße gingen, um für ihre Rechte zu demonstrieren, belächelt. Wenig wird im Roman jedoch über die Umstände berichtet, mit welchen Versprechungen die Politiker die Bevölkerung für ihre neue, frauenfeindliche Regierung gewinnen konnte. Denn alle Frauen des Landes ihrer Stellung zu entheben und ihrer Stimme zu berauben, bedeutet unweigerlich für die zurückbleibenden männlichen Arbeitskräfte zusätzliche Arbeit.

    Ich hasse [meine männlichen Familienmitglieder] nicht. Ich rede mir ein, dass ich sie nicht hasse. Aber manchmal tue ich es doch. […] Mir immer wieder einzureden, dass sie nicht diejenigen sind, die mir dies angetan haben, ist eine Qual. (S. 39)

    Erschreckend und eindrucksvoll zugleich ist, dass die Kinder in den Schulen die Ideologie der Regierung eingeimpft bekommen – nicht selten wird man als Leser deswegen an den Nationalsozialismus von damals und den Rechtsextremismus von heute erinnert. Auch Jean McCellans Sohn ist nach kurzer Zeit davon überzeugt, dass seine Mutter verdient habe, so leben zu müssen und sieht mehr und mehr auf sie herab. Dass sich so wenige der Männer in diesem Roman gegen die Ungerechtigkeit, die den Frauen angetan wird, erheben, ist nur eine Metapher für die Teilnahmslosigkeit, die die meisten Männer auch heutzutage an den Tag legen, wenn es um Frauenrechte geht – niedrigere Löhne oder befristete Arbeitsverträge sind nur zwei Beispiele für die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der heutigen Zeit.

    Ja, ich würde alles tun. Ich würde töten. Die Frau, die diese Worte sagt, klingt ganz und gar nicht wie ich. Vielleicht aber doch. Jedenfalls mag ich sie irgendwie, diese neue Jean. (S.346)

    Leider hat zum Ende hin die bis dato sehr gut konzipierte Geschichte stark an Verständlichkeit eingebüßt. Man hat den Eindruck, als ob die Autorin schnell zu einem Ende kommen wollte, wodurch leider die Auflösung der Geschichte sehr gelitten hat. Viele wichtige Punkte in der Handlung wurden nur noch oberflächlich und nicht so ausführlich wie im Rest der Geschichte besprochen, sodass für mich teilweise das Ende unverständlich und viel zu abrupt war.

    Fazit & Bewertung

    Ein von der Thematik her unglaublich wichtiges Buch! Christina Dalcher hat mit ihrem Debütroman Vox den Nerv der Zeit getroffen. Obwohl der Roman eine Dystopie ist, ist die Handlung keinesfalls für die heutige Zeit undenkbar. Frauen, die ihrer Stellung beraubt, den Mund verboten bekommen und entmündigt werden gibt es leider noch viel zu viele auf diesem Planeten. Was den Leser in Vox so erschreckt ist, dass genau das auch in unserer zivilisierten und modernen westlichen Welt möglich sein könnte. Mich konnte Vox abgesehen von dem holprigen und zu knappen Ende überzeugen. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte!

    https://pantaubooks.wordpress.com/

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    lesemaedelvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Gänsehaut pur. Ohne Worte!!
    Ohne Worte

    Ohne Worte ist dies, das Buch des Jahres. Niemand sollte an der Story vorbei kommen. Ich habe für meine Leseverhältnisse lange an dem Buch gelesen. Aber nicht, weil es so lahm oder schlecht ist.
    Nein,  im Gegenteil - ich war zu sehr in der Story drin. Die Geschichte mit ihren unglaublichen ( und doch politisch möglichen ) Ereignissen, hat mir gefühlsmäßig sehr zugesetzt. All diese rechtlich legalen und gesetzlich erlaubten ´Einschränkungen´ haben mir eine Dauer-Gänsehaut bescherrt.
    Aber warum gibt es dann keine volle Punktzahl und einen Nobelpreis? Tja, das Ende. Die Autorin hat mir, mit dem unpassenden und extrem schnellen Ende, das Buch etwas vermiest. Hundert Seiten mehr und ein unkonventionelleres Ende - dann ... wow.
    Aber davon abgesehen, sollte es dieses Jahr auf jedem SUB oder Nachttisch liegen.

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    LeinanisBookcorners avatar
    LeinanisBookcornervor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ich bin begeistert und überzeugt, dass dieses Buch Augen öffnet.
    100 Wörter am Tag

    Ich bin begeistert und überzeugt, dass dieses Buch Augen öffnet. Es mag so absurd klingen in unserer heutigen Gesellschaft, aber es werden alte feministische Forderungen angesprochen, die auffordern, dass die Stimme der Frau nicht unterdrückt werden darf. Dennoch darf man nicht vergessen, dass Gleichberechtigung in beide Richtungen gewahrt werden muss! Kein Geschlecht und keine Rasse darf bevorzugt werden, denn bei Nacht sind wir ohne hin alle gleich!
    Aber auch ohne jegliche kulturelle Hintergründe habe ich das Buch verschlungen. Spannend und packend brachte es mich dazu, empört aufzuschreien, zu weinen und kopfschüttelnd nachzudenken.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich den Schreibstil so lala finde, Stellenweise sogar echt langatmig und einige Textstellen sind unnötig. Ab und zu finde ich, dass das Geschehen etwas durcheinander geht, somit habe ich manchmal nicht mehr ganz gewusst was Sache ist und leider musste ich, manchmal ein paar Seiten überfliegen.
    ❌ Dennoch ist dieses Buch absolut empfehlenswert! ❌

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    evaczykvor 22 Tagen
    Wenn 100 Worte reichen müssen

    Vox" ist die literarische Stimme zum "Women´s March", zur #MeToo-Debatte, zu Pussy Riot und dem Unbehagen, dass längst überwunden geglaubte Geschlechterbilder und  Gender-Identifikationen plötzlich zurückführen könnten in eine Gesellschaft, wie wir sie  seit, sagen wir mal, den 50-er Jahren überwunden glaubten. In eine Gesellschaft, in der  Frauen vor allem Ehefrauen und Mütter sein sollen, eine Gesellschaft, in der Mädchen  buchstäblich mit der Gewisseheit aufwachsen, dass sie nichts zu sagen haben.Jean McClellan, die Hauptfigur dieses Romans in einer womöglich nicht zu fernen  Zukunft, war einmal Linguistin, arbeitete in einem bedeutenden wissenschaftlichen  Projekt. Doch all das zählt nicht mehr, seit die "Reinen" das Sagen in Amerika übernahmen,  gesteuert von einem fundamentalistischem Geistlichen, der einen unheilvollen Einfluss auf  den US-Präsidenten ausübt. Jetzt ist Jean nur noch die Ehefrau von Patrick, Mutter von vier  Kindern, darunter einer sechsjährigen Tochter, die zu verstummen droht. Denn Frauen und Mädchen in dieser gar nicht schönen neuen Welt dürfen nur noch bis zu 100 'Wörter täglich über die Lippen bringen. In der neuen Geschlechter-Apartheid besuchen  Jungen und Mädchen unterschiedliche Schulen - denn wozu sollen Mädchen lesen, wozu  ihren Intellekt schulen, wenn sie sowieso nur Ehefrau und Mutter sein sollen? Ein  "Wortzähler", am Handgelenk achtet darauf, dass Frauen sich nicht zu oft zu Wort melden -  wird das tägliche 100 Worte-Limit überschritten, sind schmerzhafte Stromschläge die  Konsequenz.Zugleich ist die neue Welt ein perfekter Überwachungsstaat, der alle Fluchtmöglichkeiten  wie etwa den Gebrauch von Zeichensprache ausschließt. Für vorehelichen Sex, für  Homosexualität gibt es Umerziehungs- und Zwangsarbeitslager. Jean hatte die Zeichen der Zeit verkannt, als ihre lesbische Freundin Jacko Protestmärsche organisierte. Nun muss sie  hilflos beobachten, wie die Spaltung der Gesellschaft in der eigenen Familie Einzug hält.  Doch dann tut sich plötzliche eine Chance auf, zumindest vorübergehend die Sprache  wieder zu gewinnen...Ich habe "Vox" innerhalb von 24 Stunden verschlungen - das Thema war einfach packend,  und scheint mittlerweile längst nicht mehr überzeichnet. Ein Roman, der eine Welt schlildert,  die es zum Glück noch nicht gibt. Aber nicht erst seit #MeToo, nicht erst seit den Berichten  über die Entgleisungen eines Donald Trump ("Grab them by the pussy") ist das Thema, wie  Frauen von Männern gesehen und behandelt werden, wo die "gläsernen Decken" sind und  wo trotz aller emanzipatorischer Erfolge noch immer Abgründe zwischen den Möglichkeiten  für Männer und Frauen stehen. Die Charaktere sind glaubwürdig - Jean ist beileibe keine  Kämpferin für Frauenrechte, sondern hat sich lange eingerichtet in der Haltung, dass doch  alles nicht so schlimm sei. Es ist spannend zu lesen, wie sie plötzlich ihre bisherigen  Entscheidungen überdenkt und die Möglichkeiten zum Widerstand nutzt - und lernt, sie  steht nicht allein.  Zu viel sollte hier nicht verraten werden, aber ich finde: Ein wichtiges Thema, gar nicht so  weit hergeholt mit Identifikationsfiguren, denen der Leser einen Ausweg aus dem Dilemma  wünscht - und gleichzeitig fürchtet, dass ein happy end für alle ausgeschlossen ist.  

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    wbetty77s avatar
    wbetty77vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Ein aufrüttelnder Roman, spannend erzählt, dessen Ende leider etwas konfus daherkommt.
    Aufrüttelnder Roman

    Seit gut einem Jahr haben in den USA christliche Fundamentalisten, mehrheitlich gewählt, die Macht übernommen. Die Regierung legt besonderen Wert auf das traditionelle Rollenverständnis von Mann und Frau. Dementsprechend müssen alle Frauen ihre Arbeitsplätze räumen, um für ihre Familie zu sorgen. Damit die Frauen ihren neuen gesellschaftlichen Platz anerkennen, dürfen sie nur noch 100 Wörter pro Tag sprechen. Jede Frau und jedes Mädchen bekommt ein Armband angelegt, welches die Wörter zählt. Jede Überschreitung wird mit Stromstößen geahndet.

    Dr. Jean McClellan, Wissenschaftlerin, lebt mit ihrem Mann und den 4 Kindern in einem Vorort von Washington. Jean leidet unter dem Regime und denkt täglich darüber nach, dass sie sich nie sonderlich für Politik begeistert hat. Zu ihrer Studentenzeit hat sie nie an Demonstrationen teilgenommen. Sie ist seit Ewigkeiten nicht mehr zur Wahl gegangen. Sie hat niemals geglaubt, sich jemals in solch einer Situation wiederzufinden. Nun ist sie wortlos gemacht. Ihr besonderes Augenmerk liegt auf ihrer sechsjährigen Tochter, die ebenfalls das Kontingent von 100 Wörtern nicht überschreiten darf.

    Als der Bruder des Präsidenten schwer verunglückt und Teile seines Gehirns in Mitleidenschaft gezogen sind, kommt die Regierung auf Jean zu. Ein Jahr zuvor gehörte Jean dem Team zur Erforschung eines Serums an, welches die Sprachfähigkeit nach schwerwiegender Gehirnschädigung wieder herstellt. Jean stimmt zu weiter zu forschen und bekommt im Gegenzug für diese Zeit ihre Stimme wieder. Doch schnell erkennt Jean, dass es der Regierung um viel mehr geht, als um ihr Serum. Auch den angeblichen Unfall zweifelt Jean an. Ihr bleibt nicht viel Zeit, um den Kampf für ihre Freiheit endlich aufzunehmen.

    Christina Dalcher beschreibt in ihrem Roman eine rückwärtsgewandte Regierung, welche Frauen, Homosexuelle und anders Denkende mit allen Konsequenzen aussortiert. Die Schikane der Wortzähler ist nur eine von vielen. Frauen haben keinen Zugang zu Büchern, PCs, Mobiltelefonen, es gibt Arbeitslager und Kameras, auch auf Privatgrundstücken. Eindringlich schildert der Roman zu Beginn wie schleichend es zu den Veränderungen gekommen ist. Das Buch hat eine deutliche Aussage

    „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen“1

    Schon nach den ersten Seiten hat mich der Roman gefesselt. Am meisten hat mich allerdings die Tatsache erschreckt, dass mir das dort aufgezeigte Szenario überhaupt nicht absurd vorkam. Bis ungefähr zur Buchmitte ist die Geschichte schlüssig erzählt. Ab dem Zeitpunkt, als Jean beginnt im Institut zu arbeiten, wird die Handlung stellenweise konfus. Vielfach fiel es mir schwer zu folgen, da mir z.B. teils das wissenschaftliche Wissen fehlt, um alles nachvollziehen zu können. Hinzu kommt, dass im letzten Drittel viele Handlungsstränge zusammenkommen. Für mich ist das Ende ein wenig verwirrend und es kommen zu viele Figuren zusammen, dadurch wirkt es teilweise konstruiert.
    Alles in allem ist es ein lesenswerter Roman, der dem Leser vor Augen hält, was passiert, wenn man den Geschehnissen um sich herum mit Gleichgültigkeit begegnet. Was würdest du tun, um frei zu sein? Eine zentrale Frage im Buch!

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor 25 Tagen
    Nur ein Wort

    Frauen werden durch einen Wortzähler bestraft, wenn sie mehr als 100 Worte am Tag sprechen. Für die Wissenschaftlerin Jean ergibt sich die Gelegenheit, ihr Armband abzulegen und gegen das System zu kämpfen. Gerne hätte ich noch mehr darüber erfahren, wie es zu einer solchen Gesellschaft kommen konnte, in der Frauen derart geringschätzt und kleingehalten werden. Das ihnen auferlegte Glaubensbekenntnis spiegelt jedenfalls das Ergebnis wider: „Wir sind als Frauen aufgerufen, zu schweigen und Gehorsam zu leisten.“ und „es ist schändlich für eine Frau, die von Gott gegebene männliche Führung in Frage zu stellen“. „Vox“ ist verstörende Dystopie, spannender Wissenschaftsthriller und feministischer Roman in einem. Die Vorstellung von Frauen, denen der Mund verboten wird und die jegliche intelligente Beschäftigung einstellen müssen, ist so unglaublich, dass sie einen sprachlos macht. Und am Ende bringt sie doch eine wichtige Botschaft mit, die wir auch für unsere Welt anwenden können: „Das Böse triumphiert, wenn gute Menschen nichts tun.“

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

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    buecherzebravor 3 Monaten
    Ich freue mich auf das Buch, da ich die Idee hinter dem Buch sehr interessant finde.
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    MadVis avatar
    MadVivor 3 Monaten
    Diese Zukunftsvision klingt absolut beängstigend! Bin gespannt, wie die Frauen dagegen ankämpfen und was zu dieser Situation geführt hat!
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    Sandra8811s avatar
    Sandra8811vor 3 Monaten
    Freue mich eigentlich schon lange auf dieses Buch, da ist mir grad aufgefallen, dass es noch garnicht auf meiner LB-Wunschliste steht?! Nur 100 Wörter am Tag zu sprechen ist krass... Das Thema berührte mich schon bevor ich die Leseprobe gelesen habe... Ich freue mich schon sehr auf dieses Buch!!!
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    Melikaas avatar
    Melikaavor 3 Monaten
    The future is female, mehr sollte man dazu nicht sagen müssen.
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    schokokaramells avatar
    schokokaramellvor 4 Monaten
    Der Plot klingt sehr packend. Ein bisschen erinnert es mich an den Report der Magd. Tolles Cover!
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    unfabulouss avatar
    unfabulousvor 4 Monaten
    Klingt wirklich interessant! Und je mehr ich darüber erfahre, desto erschreckender finde ich es...
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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 4 Monaten
    Dieses Buch klingt einfach zu gut, als dass man sich nicht darauf freuen könnte. Ich habe das Glück es schon vorablesen zu dürfen und werde das auch ganz bald tun!
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