Christina Förster

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Rezension zu "Die Cromwell Chroniken" von Christina Förster

Rezension zu "Die Cromwell Chroniken" von Christina Förster
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Inhalt

Während Valerian sich in Berlin mit seiner Tante und den alltäglichen Schulproblemen herumschlägt, betritt der mysteriöse Schuldirektor des Cromwell Colleges unerwartet sein Leben. Das Cromwell College befindet sich in Berlin und ist entgegen Valerians Erwartungen kein gewöhnliches College. Ein besonderes Angebot führt den Jungen in eine unbekannte Welt voller Magie und Geheimnissen. Dort lernt er sechs weitere, vollkommen verschiedene Studenten kennen, die alle auf ihre eigenen Art und Weise etwas Besonderes sind. Nur Valerian hat Schwierigkeiten und muss seinen Platz in der Welt der Magiebegabten erst finden. Doch unerwartete Ereignisse überschlagen sich und ehe die sieben Studenten sich versehen, sind sie mittendrin in einem Abenteuer voller Magie und Geheimnissen. Doch der unbekannte Feind ist näher, als sie denken…

Rezension

Die Inhaltsbeschreibung, sowie die Thematik des Buches konnte mich sofort in den Bann ziehen und ich bin mit Begeisterung an das Lesen dieses Buches heran gegangen. Wer jedoch ein magisches Abenteuer á la Harry Potter oder eine interessante Internatsgeschichte erwartet wird enttäuscht. Zumindest ist es mir so ergangen. Zu Beginn war ich etwas irritiert, warum die Handlung in Berlin spielt, da es sich um ein englisches College handelt. Valerian ist zu Beginn seines “Studiums” nicht in Besitz eines Hochschulabschlusses, welcher nach deutschem Bildungsrecht benötigt wird, um studieren zu können. Doch in Cromwell scheint alles anders und alles erlaubt zu sein. Generell erschien mir die komplette Geschichte als sehr unstrukturiert, was sich im weiteren Verlauf des Buches noch bestätigen sollte.

Der Schreibstil ist sehr jugendsprachlich, was sich besonders in dem immer wieder vorkommenden E-Mail Verkehr und den in übertriebendem Maße eingesetzten Smileys und Abkürzungen eines Wortes äußert. Ich lese sehr viele Jugendbücher, doch in keinem ist mir die Jugendsprache so negativ aufgefallen wie in diesem Buch. Selbst “House of Night” konnte meiner Ansicht nach sprachlich mehr punkten.

Leider machte es mir der Protagonist Valerian auch nicht leichter, Gefallen an der Geschichte zu finden. Selten war mir ein Protagonist durch den gesamten Verlauf der Geschichte so unsympathisch, wie es bei ihm der Fall war. Die Verbindung von Spaßvogel, Angeber und das dauernde Bedürfnis zu allem und jedem seine Meinung kundzutun und dazu noch seine dümmlich wirkenden Art haben bei mir leider sämtliche Sympatien im Keim ersticken lassen.

Dennoch muss ich sagen, dass viele der Nebencharakter mir wesentlich besser gefallen haben und deren Geschichte interessanter aufbereitet waren. Viel Handlungsinhalte bietet das Buch leider auch nicht und erst zum Ende hin nahm die Geschichte etwas an Spannung auf. Hierbei sei aber leider gesagt, dass das Ende (selbst für Fantasy) etwas unrealistisch und gehetzt wirkte.

Fazit

Ich wurde von dem Buch leider sehr enttäuscht. Meiner Meinung nach hatte es von der Geschichte her große Potenzial aber die Umsetzung konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Daher kann ich das Buch leider nicht weiter empfehlen aber wie so oft sind die Geschmäcker verschieden und vielleicht gibt es den ein oder anderen, dem dieses Buch besser gefallen wird.

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Rezension zu "Die Cromwell Chroniken" von Christina Förster

Rezension zu "Die Cromwell Chroniken" von Christina Förster
Wolfspeakervor 7 Jahren

Das Cover des Buches ist - abgesehen von einem blauen Feuer in der Mitte - komplett in Grautönen gehalten. Das blaue Feuer schwebt über einem Heptagramm, das sich vor einer leicht verfallenden Mauer in einem Wald befindet.

Der siebzehnjährige Valerian lebt nun seit zehn Jahren bei seiner Tante in Berlin. Diese hat ihn hauptsächlich wegen des Pflegegelds, das sie für ihn erhält, aufgenommen - schließlich muss der Alkoholkonsum des Ehemanns irgendwie bezahlt werden.

Als von der Cromwell Hochschule ein großzügiges Angebot eingeht, ist sie mehr als nur angetan: Valerian kann dort kostenlos studieren, während ihr weiterhin das Pflegegeld für den nun abwesenden Valerian ausgezahlt wird. Auch wenn Valerian dem Angebot eher misstrauisch gegenübersteht nimmt er es an.

In Cromwell angekommen, stößt er erst einmal mit seiner blinden Kommilitonin Linda zusammen. Ein Zusammenstoß, aus dem sich schnell eine Freundschaft entwickelt. Aber neue Freundschaften sind nicht das einzige, was Valerian an der Cromwell erwarten. Schnell stellt er fest, wo der Schwerpunkt an der Hochschule liegt: Magische Studien. - Studien, die auch ihn weiterbringen können, denn ebenso wie seine Kommilitonen ist auch er ein magisch Begabter.

Christina Förster erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichten, unter anderem Valerian, aber auch die von Linda oder ihrem fürsorglichen Bruder Tom. Linda und Tom bleiben auch mit Beginn ihres Studiums in Kontakt. Diesen Kontakt beschreibt Christina Förster in Form eines Chats zwischen den beiden, eine Tatsache, die die ganze Geschichte etwas auflockert und deutlich moderner als andere Geschichten über in unserer Welt spielende magische Schulen wirken lässt.

Die "alltäglichen" Geschehnisse in ihrem ersten Semester an der Cromwell werden immer wieder durch die Beschreibung einer Vision unterbrochen. Eine Vision, von der man als Leser weder weiß, wovon genau sie handelt, noch wer diese Vision erlebt. - Auch wenn sich das im Verlauf des Buches natürlich noch klärt.

Die Schüler der Cromwell, ebenso wie die Lehrer, sind magisch Begabte: Jeder von ihnen hat unterschiedliche Fähigkeiten, die der Leser an Valerians Seite Stück für Stück entdeckt, sei es durch Lindas spezielle Art, die Sachen zu sehen - und das Wissen auch weiterzugeben - oder durch Valerians Erfahrungen am eigenen Leib. (Es ist eben einfach nicht klug eine Hexe zu verärgern, auch wenn sie eine gleichaltrige Kommilitonin ist).

Der Unterricht an der Cromwell vermittelt nicht nur den Studenten Wissen, auch als Leser bekommt man ganz nebenbei ein paar Fakten über die Kultur der Wicca oder Simon Magus geliefert.

Mit "Kaltes Feuer" vermittelt Christina Förster dem Leser erst einmal einen Eindruck von ihrer magischen Welt. Man lernt die Protagonisten und ihre magischen Fertigkeiten kennen und lernt etwas über die verschiedenen in Deutschland existierenden magischen Orden, die sich seit Jahren im Hintergrund halten.
Richtig spannend wird es jedoch erst gegen Ende des Buches. Die Auflösung der Geschehnisse und das Finale fallen relativ kurz aus, machen aber auch nur einen kleinen Teil des Buches aus.

Das Buch lebt von der Welt und den Protagonisten - sowie ihrer den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringenden Wortgefechte.
Nach diesem "Einführungsband" würde ich mich freuen, mehr von Cromwell zu lesen - auch wenn ich mir von den Folgebändern etwas mehr Action und Spannung erhoffen würde.

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