Eine Idee vom Glück

von Christina Geiselhart 
3,9 Sterne bei9 Bewertungen
Eine Idee vom Glück
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

wordworlds avatar

Eine vielseitige Darstellung der Französischen Revolution, die sich vor allem kontrovers mit Louis-Antoine de Saint-Just beschäftigt.

R

Interessanter historischer Roman, auf den auch die aktuelle Zeit durchaus zutrifft.

Alle 9 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Eine Idee vom Glück"

Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen. Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B074QL9W5L
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Independently published
Erscheinungsdatum:18.08.2017

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne6
  • 3 Sterne2
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Tamileins avatar
    Tamileinvor 8 Monaten
    Die Liebe und der Sturm auf die Bastille.

    Klappentext
    Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen. Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.


    Das Cover
    Das Cover passt perfekt zu dem anderen historischen Roman Die Bluthunde von Paris, was sich im Bücherregal auf jeden Fall positiv hervorhebt. Insgesamt ein sehr zurückhaltendes Cover, das einen kleinen Einblick auf den Inhalt des Romans gewährt. Auch in diesem Roman ist die Umbruchstimmung, die in Paris zu dieser Zeit herrscht, deutlich im Cover zu sehen. Auch verträumte Blicke sind zu entdecken. Man darf gespannt auf den Inhalt sein.


    Meine Meinung
    Das nenne ich mal einen dicken Schinken. So ein dickes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen und ich muss gestehen, dass ich mich zeitweise durch einige Passagen "durchquälen" musste.
    Auch in diesem Roman geht es um Protagonisten, die während der Revolution in Paris agieren. Schon im vorhergegangenen Roman Die Bluthunde von Paris beschäftigte sich die Autorin mit dieser Thematik und hat diese wirklich toll umgesetzt. Eine ausgezeichnete Recherchearbeit war mir bereits im Vorgänger-Roman aufgefallen. Diese lässt sich auch hier besonders vermerken. Auch in diesem Roman beherrscht Gewalt, Brutalität und die Revolution die Pariser und ihre Gassen und Straßen. Doch die Liebe soll auch in diesem Roman nicht zu kurz kommen. Allerdings konnte ich mich mit den Protagonisten besser anfreunden. Nicht, dass ich ihr Handeln weniger verurteilen würde. Ich konnte sie nur besser verstehen, was dem Ganzen eher zuträglich ist.
    Der Adel steht hier im Fokus des Romans. Es wird geschildert, wie dieser die Revolution wahrnahm und vor allem wie er handelte.
    Die Autorin stellt hohe Anforderungen an die Leser ihres Romans. Ein gewisses Interesse an der beschriebenen Zeit muss vorhanden sein, sonst kann man sich das Buch sparen. Das Buch ist ein richtiger Schinken, ein dickes Ding. Ich habe mich zeitweise da durch gequält, weil mir das Durchhaltevermögen fehlte. Es handelt sich hier um einen historischen Roman, der mit guter Recherche, einer brutalen Zeit und einem flüssigen Schreibstil besticht. Die Länge des Romans ist der Fülle an Informationen geschuldet. Weglassen würde ich an dieser Stelle nichts, aber ich rate dem Leser viel Zeit mitzubringen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    wordworlds avatar
    wordworldvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine vielseitige Darstellung der Französischen Revolution, die sich vor allem kontrovers mit Louis-Antoine de Saint-Just beschäftigt.
    „Das Glück ist eine neue Idee in Europa.“

    Allgemeines:

    Titel: Eine Idee vom Glück
    Autor: Christina Geiselhart
    Verlag: Independently published (24. August 2017)
    Genre: historischer Roman
    ISBN-10: 1522077057
    ISBN-13: 978-1522077053
    Preis: 29,99€ (gebundene Ausgabe)
    19,99€ (Taschenbuch)
    4,99€ (Kindle-Edtion)
    Seitenzahl: 766 Seiten
     
     

    Inhalt:

    „Das Glück ist eine neue Idee in Europa.“

    Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen.

    Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.


    Bewertung:
     
    "Liberté, Égalite, Fraternité" - Man lernt es in der Schule, die Grundzüge des folgenreichsten Ereignisses der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Französische Revolution war eine harte Zeit mit vielen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen, wie auch neuen, revolutionären Ideen, welche im Roman "Eine Idee vom Glück" verständlich und authentisch präsentiert werden. Ich habe schon "Die Bluthunde von Paris" derselben Autorin mit verstörter Begeisterung gelesen, welches sich mit Philippine und Maxence beschäftigt, die sich ebenfalls wie hier Louise Gellé und Louis-Antoine Saint-Just im Strudel der kochenden Revolution befinden.
    Wer sich auf eine sonnige Geschichte zu Weihnachten freut, braucht hier nicht weiterzulesen. Das Buch ist eher das Porträt der Gewalt zu dieser Zeit vielen politischen Kalküls gemischt mit einer romantischen Liebesgeschichte.


    "Es tat weh. Das Herz, die Hand, ihre Arme, ihr ganzer Köper schmerzte. Liebe ist ein Messer. Liebe ist ein Fluss, ein schrecklicher Hunger, der nie gestillt wird."


    Beginnen wir mal mit der Covergestaltung: genau wie das Cover des letzten Buches, das man übrigens zum Verständnis diesen Teils nicht gelesen haben braucht, ist das dreckige grau-rot des Hintergrunds passend zur blutig düsteren Atmosphäre der Handlung gehalten. Dazu passen auch das berühmte Bild der Hinrichtung Ludwigs XVI. durch die Guillotine, welche man wieder am unteren Bildrand erahnen kann und die Original - Zeichnungen der drei Personen in der Mitte. Die Frau links sollte wohl Louise sein, der Mann in der Mitte Saint-Just und die Frau im Eck hinter den Gittern die tragische Marie Charlotte Corday, die hier als Nebenhandlung erscheint. Die Schreibweise des Titels ist ebenso passend - geschwungene Schnörkel, die sich immer wieder im Buch wiederfinden. Ich finde den Titel wirklich passend, da die neue Idee vom Glück alle antreibt - Revolutionäre, Jakobiner, Patrioten, Bauern, Gelehrte, Adlige die blutgierigen und gewalttätigen Henker und Folterer alle sind sie - gebeutelt von dieser schwierigen Zeit und müssen für diese Idee bezahlen.


    Erster Satz: "Ich heiße Marie-Eglantine Julie Thérèse Leroux und bin in einer kalten Winternacht im Jahren 1768 geboren."

    Nach einem Prolog über die Erzählerin der Geschichte, die junge Dienerin Thérèse und ihren Geliebten Jacques, beginnt die Geschichte in den Anfängen der
    Französischen Revolution 1785 mit der Liebesgeschichte der jungen Notarstochter Louise zu dem Dichter und Denker Antoine. Anders als das vorhergegangene Buch, das Großteils heftig und derb erzählt wird und vor keiner Grausamkeit und Brutalität zurückschreckt, beginnt dieser Roman geradezu sanft und zart. Das hat mir eindeutig besser gelegen, auch wenn nun die düstere Anziehungskraft ein wenig gefehlt hat, die der andere Roman ausgestrahlt hat. Während dort der Fokus mehr auf den unteren Bevölkerungsschichten lag, ging es hier eher um die Oberschicht der Gesellschaft. Es wird geschildert, wie Halbadlige oder Angehörige des gehobenen Bürgertums die Revolution erleben und austragen, wie sie nicht selbst die Guillotine bedienen, sondern anweisen, es zu tun.
    Anfangs beschränkt sich die Handlung noch auf den kleinen Ort Blérancourt, später dann auf Paris. Was genau passiert, will ich an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: die Revolution frisst bald ihre eigenen Kinder...


    "Mein Geliebter,
    schenk mir einen Platz in deinem Herzen,
    schenk mir einen Platz in deiner Zukunft, damit ich dich beschützen kann, wenn du Angst hast, damit ich dich pflegen kann, wenn du Kummer und Schmerzen hast.
    Schenk mir deine Tränen, die ich bewahren werde wie ein Schatz.
    Schenk mir einen Platz. Jetzt sofort. Denn diese Zeit ist grausam und wird uns töten."



    Hauptfigur ist eindeutig der junge, gebildete und hübsche Rechtsstudent Louis Antoine de Saint-Just, der sich als Dichter und Schriftsteller zu Großem berufen fühlt und so bald als aufstrebender Politiker und genialer Redner einen Platz in der Revolution findet. Sein Ehrgeiz und seine Ideen führen ihn bald an die Seite von Maximilien Marie Isidore de Robespierre, dem Initiator für den als „Verteidigung der Republik“ begründeten Terreur von 1793/94. Spannend wird die Errichtung einer Republik mit radikaldemokratischen Zügen beschrieben, die mit Mitteln des Terrors und der Guillotine alle „Feinde der Revolution“ verfolgt.


    "Eine neue Zeit bricht an, die Zeit des aufrechten Menschen."


    Eine dieser Feinde und berühmte Märtyrerin der "Konterrevolution" ist Marie Charlotte Corday, welche einen Nebenhandlungsstrang führt, der erst ab einem guten Drittel des Buches auftaucht, jedoch nicht weniger spannend ist. Sehr berührend begleiten wir die junge Frau auf ihrem Weg aus dem Kloster zur Guillotine - nach ihrem geschichtsträchtigen Mord an dem radikalen Journalisten und Politiker Jean Paul Marat.


    "Es war nicht nur Hass, der sie anstachelte, das Eisen ihrer Ketten zu schmelzen. Es war auch Furcht. (...) Nie zuvor und nirgends sonst auf der Welt hatte sich ein geknechtetes Volk soweit vorgewagt. Seine Schreie drangen in alle Städte und Provinzen, echoten über die Grenzen und lösten eine Epidemie der Unruhe aus, Das Fieber packte jeden und entfesselte Jahrhunderte lange niedergedrückte Wut, die sich als brandende Zornesflut übers Land ergoss."


    Wer sich ein wenig mit der Geschichte dieser Zeit auskennt, weiß natürlich um das tragische Ende aller der Hauptpersonen. Trotzdem ist es nicht minder spannend, sie bis zum Ende zu begleiten. Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig, was durch die vielen beschreibenden Faktendarstellungen und Szenensprünge ein wenig ausgehebelt wird. An einigen Stellen der 760 Seiten wurde das Buch zudem ein wenig langatmig, da scheinbar unnütze Szenen und Wiederholungen einiger Vorgänge das sonst flüssige Tempo verlangsamten. Gerade in der Mitte des Buches hatte ich wieder einen kurzen Lesedurchhänger, was auch daran liegen könnte, dass mich die ganze Flut aus Informationen und Fakten ein wenig verwirrt hat. Wieder hat mir die Darstellung der wichtige Personen und Ereignisse, die in Zusammenhang mit der Revolution immer fallen, sehr gut gefallen. Die Motive und die Stimmung des Landes ergeben für das Ganze einen authentischen Rahmen, sodass ich auch hier wieder von der Recherchearbeit, die Christina Geiselhart geleistet hat, überrascht war.


    "Und wieder nahm die Nacht kein Ende.
    Im Schein des Feuers begrub man die Toten."



    Dennoch sind historische Romane einfach nicht mein bevorzugtes Genre, da mir die Geduld und die Konzentration fehlt, die man hier für all die ausgiebigen Politik Diskussionen der Hauptcharaktere, die seltsamen Andeutungen über geheimnisvolle Untergruppen oder revolutionäre Zusammenhänge braucht und ich musste eine Menge nachrecherchieren, um nicht komplett durcheinander zu kommen. Wer waren jetzt noch mal die Sansculotten oder die Girondisten, die Jakobiner, welche der tausend Charaktere des Konvents mit den verwirrenden französisch-adeligen Namen gehörten zu welcher Gruppe und was zum Teufel wollten die eigentlich? Nun ja, Wikipedia weiß die Antwort...


    "Freundschaft ist Gold wert, Liebe höchstens Kupfer, wenn überhaupt", rief ihm Antoine traurig zu."



    Um den reinen Unterhaltungswert des Buches neben all den Fakten und Darstellungen zu beschreiben: joa. Wenn man sich nicht für die dargestellte Zeit interessiert und nicht gewillt ist, die Geschichte rein im historischen Kontext zu betrachten, der wird hier nicht besonders gut unterhalten werden. Wieder verlieren die Charaktere neben all den Informationen und Entwicklungen dieser Zeit, die an sich schon ein ganzes Buch füllen könnten, an Aufmerksamkeit. Auch aufgrund der notwendigen Distanz, mit der man das Handeln der Protagonisten betrachten muss, um sie kritisch als Figuren sehen zu können, ist es schwer, sie zu mögen. So kann man zwar die Handlungsgründe der Revolutionäre und Konterrevolutionäre nachvollziehen, ein wirkliches Verständnis wird jedoch nicht hervorgerufen. Ob man das bei dieser schwierigen Perspektive muss, ist wieder eine andere Frage.

    "Nicht das Ziel ist das Glück, sondern der Weg", murmelte Louise. Wenn aber nun mein Weg nicht der geruhsame ist, sondern der kämpferische, der von reißenden Strömen überschwemmte Pfad zu ihm, zu Antoine? Wenn ich nun alles auf mich nehmen will, Schade, Armut und Unsicherheit, nur um in seinen Armen zu liegen?"


    Louis-Antoine de Saint-Justs Charakter ist DAS Beispiel für das, was ich meine. Zwiespältiger könnte ein Charakter gar nicht gezeichnet sein. Auf der einen Seite inspirierte er die Menschenrechtserklärung, setzte sich für Gerechtigkeit und gegen die Todesstrafe ein, andererseits geht er als „Todesengel“ in die Geschichte ein, wird als herzlos und kalt beschreiben. Wer ist dieser junge Mann, der mit fünfundzwanzig Jahren durch seine ungewöhnlichen Reden, seine Begabung und seine Entschlossenheit auffiel? Er hat der Monarchie mit seinen Begründungen den entscheidenden Stoß versetzt und das Terrain für eine neue Gesellschaft geebnet, aber er und seine Regierung waren nicht fähig, auf den Trümmern der Monarchie das zu errichten, von dem er träumte: eine versöhnte Menschheit, eine Republik der Verzeihung, eine Rechtsprechung, die den Angeklagten nicht als schuldig befindet, sondern als schwach. Ist er also schuldig, ein Monster und kalter Ankläger, ein vom grausamen Geist der Revolution gezeichneter Denker, oder ein Lügner und Marktschreier? Sein Charakter ist vielfältig, wie er hier auch gezeichnet wird.


    "Sein Leben war Traum und Alptraum zugleich, deshalb gelang es ihm nicht, zu leben."



    Und so erschien auch dieser Roman auf mich. Er versucht, alle Seiten dazustellen, ohne ein Urteil zu fällen und lässt es an dem Leser, über die Charaktere zu richten.



    Fazit:

    Eine vielseitige Darstellung der Französischen Revolution, die sich vor allem kontrovers mit Louis-Antoine de Saint-Just beschäftigt. Für Fans von historischen Romanen ein Muss!

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    abetterways avatar
    abetterwayvor einem Jahr
    Eine Idee vom Glück

    Inhalt:
    "Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen. Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe. Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne. Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben"

    Meinung:
    Also ich habe in das Buch sehr gut hineingefunden. Das Buch ist sehr flüssig und leicht geschrieben sodass man keine Probleme damit hat der Geschichte zu folgen. Die Idee ist gut, man lernt  Saint-Just kennne und auch seine Entwicklung die er durchläuft.
    Ein sehr interessanter hinstorischer Roman, den man gelesen haben sollte.

    Fazit:
    Ein sehr interessanter historischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    jackdecks avatar
    jackdeckvor einem Jahr
    Eine Idee vom Glück

    In ihrem zweiten Roman bietet uns Christina Geiselhart wieder einen aufschlussreichen und fesselnden Einblick in die Abläufe der französischen Revolution. Held des historischen Romans ist diesmal der eifrige junge Dichter und aufstrebende Politiker und genialer Redner Louis Antoine de Saint Just. Ihn erweckt sie wieder zum Leben und lässt ihn Lieben und Leiden. Besonders geprägt wird die Geschichte durch seine leidenschaftliche Liebe zu der schönen Louise die sehr zu Herzen geht! Es war interessant die Entwicklung des jungen Luis Antoine Saint Just zum Freund und Kollegen Robespierres zu beobachten. Die Handlungen sind sehr gut zu verstehen und nachzuvollziehen, die Protagonisten welche historische Persönlichkeiten sind, kamen sehr authentisch an, man wird ins Frankreich während der Revolution geführt

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    R
    roxfourvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter historischer Roman, auf den auch die aktuelle Zeit durchaus zutrifft.
    Interessant

    Herzlichen Dank dafür, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte!

    Bezüglich der Story verweise ich auf den Klappentext.

    Der Schreibstil der Autorin ist wie im ersten Buch schön und flüssig. In diesem Buch kann man gut den Werdegang und die persönliche Veränderung des Protagonisten Saint-Just verfolgen, auch die ihn umgebenden Personen samt Umfeld werden schön dargestellt. Die ausführliche Darstellung des Liebeslebens empfand ich auf Dauer anstrengend - ich persönlich muss nicht immer wieder lesen, wie sich der ein oder andere sexuell verwirklicht, das hätte durchaus stellenweise deutlich kürzer sein können.

    Wer sich für die französische Revolution interessiert erfährt hier einiges an Hintergrundinformationen, was stellenweise etwas zäh zu lesen war.

    Wofür es von mir einen zusätzlichen Stern Abzug gibt: Die vielen Rechtschreibfehler hätte man durch Benutzung einer Rechtschreibkorrektur, wie es beispielsweise in Officeprogrammen möglich ist, deutlich reduzieren können. Auch Formatierungsfehler, wie sie leider nicht nur in einem Kapitel vorhanden waren, sollten nicht sein. Während der Leseprobe gab es dann ein berichtigtes Exemplar, das ich dann nicht mehr angesehen habe, da ich schon ziemlich am Ende des Buches war. Ich lese gerne, aber ein Buch mit so vielen Fehlern zu lesen war sehr anstrengend (und das Ebook war meines Wissens zu diesem Zeitpunkt bereits im Handel).

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Tine13s avatar
    Tine13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Aufbereitung der französischen Revolution und ihre Protagonisten
    Liebe und Politik in gefährlichen Zeiten

    Der Rechtsstudent Antoine Saint Just fühlt sich zu Großem berufen, er träumt von seinem Ruhm und Durchbruch als Dichter und Schriftsteller. Seine große Liebe die hübsche Louise, Tochter eines erfolgreichen Anwalts bestätigt ihren Liebsten in seinem Träumen und Zielen. Doch leider sind ihre Eltern so ganz gegen die Beziehung zu dem zwar Ehrgeizigen aber mittellosen Studenten. Während Antoine in Begriff ist sein Studium zu beenden und Karriere zu machen wird Louise von ihren Eltern einfach gezwungen einen anderen Mann zu ehelichen. Als Antoine kurz darauf in seinen Heimatort zurückkehrt bricht für ihn eine Welt zusammen….

    In ihrem zweiten Roman bietet uns Christina Geiselhart wieder einen aufschlußreichen und fesselnden Einblick in die Abläufe der französischen Revolution. Held des historischen Romans ist diesmal der eifrige junge Dichter und aufstrebende Politiker und genialer Redner Louis Antoine de Saint Just. Ihn erweckt sie wieder zum Leben und lässt ihn Lieben und Leiden. Besonders geprägt wird die Geschichte durch seine leidenschaftliche Liebe zu der schönen Louise die sehr zu Herzen geht! Im Verlauf des Romans lernen wir noch die schöne Charlotte Corday kennen, die als kaltblütiger Todesengel in die Geschichte eingehen wird. Wie schon in ihrem Roman „Die Bluthunde von Paris“, ist auch dieses Buch wieder gekonnt recherchiert und bietet eine perfekte Zeitreise in die damaligen Gegebenheiten. 

    Für alle empfindsamen Leser, ist die Story diesmal etwas zahmer, viel weniger blutrünstig und grausam, dafür aber sehr gefühlvoll, romantisch, sowie tragisch. Ein wenig fehlt mir die intensive Stimmung des Vorgängerromans und seine schonungslose Beschreibung der damaligen Zustände die mich in ihren Bann gezogen haben. Doch diesmal bewegen wir uns auch in weitaus vornehmeren Kreisen, die selbst nicht Hand anlegen, sondern anweisen die Köpfe fallen zu lassen! Beträchtliches Geschichtswissen wird auf unterhaltsame Weise vermittelt und auch diesmal war ich wieder sehr angetan von der flüssigen und gekonnten Schreibstil der Autorin.

    Mein Fazit: Ein wunderbarer historischer Roman für geschichtsinteressierte Leser, der einen guten Einblick in das verwirrende Zeitgeschehen der Hochzeit der franz. Revolution liefert. Absolut lesenswert, auch um ein wenig am "Geist der Revolution" und ihren Vertretern zu schnuppern!

    Kommentieren0
    37
    Teilen
    Euridikes avatar
    Euridikevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Französische Revolution wieder fesselnd,verständlich und spannend erklärt.
    Schöne Mischung aus Fiktion und Realität


    Dies ist bereits das zweite Buch der Autorin über die französische Revolution. Hier schildert sie das Leben von  Luis Antoine Saint-Just, des "Todesengels" der französischen Revolution und von Marie Charlotte Corday, der Märtyrerin der "Konterrevolution".Gekonnt vermischt sie Fiktion und reale Tatsachen und erweckt so im Leser zwar kein Verständnis, so doch Verstehen für diese "Kinder ihrer Zeit".
    Es war interessant die Entwicklung des jungen Luis Antoine Saint Just zum Freund und Kollegen Robespierres zu beobachten.
    Sehr berührt hat mich die Geschichte von Marie Charlotte Corday, der berühmten Mörderin Marats, des Verlegers einer demagogischen Zeitschrift, den in ihren Augen Hauptverantwortlichen für die Schreckensherrschaft der  Jakobiner. Sehr beeindruckend und authentisch erzählt die 
    Autorin wie dieser jungen Frau der Prozess gemacht  und sie auf der Guillotine zur Märtyrerin der "Konterrevolution" wurde.
    Ein Buch über zwei berühmte Persönlichkeiten der französischen Revolution, das mich wieder für dieses Kapitel der französischen Geschichte begeistern  konnte.  Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich auch dafür interessiert.

    Kommentieren0
    55
    Teilen
    SilVia28s avatar
    SilVia28vor einem Jahr
    Französiche Revolution

    In dem Buch geht es um Louis-Antoine de Saint-Just, sein Leben bis hin zur Französischen Revolution mit allen Höhen und Tiefen die er und alle Beteiligten erlebt haben.
    Die Handlungen sind sehr gut zu verstehen und nachzuvollziehen, die Protagonisten welche historische Persönlichkeiten sind, kamen sehr autentisch an, man wird ins Frankreich wärend der Revolution geführt. Der Stil der Autorin ist flüssig und es läßt sich leicht lesen, leider fand ich es etwas zu langatmig an einigen stellen.
    Für alle die historische Romane lieben kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    natti_ Lesemauss avatar
    natti_ Lesemausvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    christinageiselharts avatar

    Hallo liebe Leser,

    Ihr seid alle herzlich zu meiner zweiten Leserunde eingeladen. Wieder geht der Ausflug hinein in die Französischen Revolution allerdings auch in die Gegenrevolution der Bretagne.  Es ist hin und wieder recht politisch - obwohl die Liebe keinesfalls zu kurz kommt.

    Die Protagonisten sind bekannte historische Persönlichkeiten. Der eine -  Louis-Antoine de Saint-Just - ging als Todesengel der Revolution in die Geschichte ein. Die andere- Charlotte Corday - als Mörderin von Jean-Paul Marat. 

    Da ich beim Kindle Storyteller Award 2017 teilnehme, wird das Buch vorerst nur auf Amazon erhältlich sein. Im Rahmen der Buchverlosung hier auf LovelyBooks sende ich euch aber wahlweise auch eine ePub Datei zu.

    Hier gehts direkt zum Buch auf Amazon: http://amzn.to/2uMI8vS

    Ich freue mich schon sehr auf eure Bewerbungen und eine spannende, aufschlussreiche Leserunde!

    Eure Christina


    ###YOUTUBE-ID=bbj9M-Yle34###

    Eine Leseprobe findet Ihr direkt auf www.christinageiselhart.de. Dort einfach auf das Cover klicken.


    Klappentext:

    Es fing so vielversprechend an, damals im Juli 1789: Camille Demoulins ruft im Park des Palais Royale zum Sturm auf die Bastille. Befreiung vom Joch des Absolutismus, Abschaffung der Todesstrafe, Pressefreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. „Das Glück ist eine neue Idee in Europa!“, ruft Saint-Just und begeistert damit Volk und Intellektuelle. Doch innerhalb von zwei Jahren versinkt die Idee in einem blutigen Sumpf aus Hass und Fanatismus. „Setzen wir den Terror auf die Tagesordnung!“, verkündet Konventionsmitglied Barère und die Köpfe rollen.
    Inmitten dieses blutigen Wahnsinns kämpfen zwei Frauen um die Rettung der Idee und der Liebe.
    Todesmutig macht sich Charlotte Corday auf einen gefährlichen Weg und ersticht den blutrünstigen Hetzer Jean-Paul Marat in seiner Badewanne.
    Getrieben von ihrer großen Liebe zu Saint-Just setzt Louise Gellé ihren Ruf, ihre gesellschaftliche Sicherheit aufs Spiel und verlässt ihren Ehemann, um dem Geliebten nach Paris zu folgen. Sie träumt von einer gemeinsamen Zukunft, doch die zeichnet sich bald als so schockierend ab, dass sie unmenschliche Kraft braucht, um zu überleben.

    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks