*Dieses Buch dokumentiert nicht zuletzt unsere unstillbare Sehnsucht nach jener Wildheit, die die Natur einmal kennzeichnete und die sie durch ihre Zähmung verloren hat.*
In Österreich gibt es sechs Nationalparks. Wie sie entstanden sind, welche Naturschutzgedanken sich in welcher Zeit durchgesetzt haben, aber auch, was „Wildnis“ bedeutet und welchem Wandel diese zur Zeit unterliegt, wird im Buch angesprochen.
Entgegen meiner Erwartung wird hier nicht Nationalpark für Nationalpark vorgestellt. Zwar bekommt man als Leser einige Details, Statistiken und Bilder zu den einzelnen Nationalparks präsentiert, das Buch selbst will diese aber nicht einzeln behandeln, sondern sie in einen großen, gemeinsamen Kontext stellen. Dazu gehören auch einige Gedanken zum Thema Wildnis und die menschliche Schutzfunktion. Wie sehr soll und darf in einen Nationalpark eingegriffen werden? Die Frage stellt sich immer wieder.
Erst einmal werden aber die unterschiedlichen Schutzgebiete vorgestellt. Welche davon gibt es, wie unterscheiden sich die Nationalparks voneinander, wie sieht es mit ihrer Entstehungsgeschichte aus? Das zweite Kapitel widmet sich der „Wildnis“. Eingriffe werden dem der-Natur-Überlassen gegenübergestellt, Artenverluste den Wideransiedelungsprojekten mit samt ihrer Problematiken (am Beispiel der großen Raubtiere) angesprochen. Das letzte Kapitel stellt die Frage nach dem Wandel. Dieser bezieht sich zwar auch auf den Klimawandel – besonders den Auswirkungen auf die Gletscher – aber auch auf den Wandel die Arten und die Natur entsprechend und betrachtet auch dabei auch den Mensch.
Fazit: Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in die Welt der Nationalparks. Reichlich bebildert mit Fotografien, Skizzen und Zeichnungen geht es sehr genau auf den Naturschutzgedanken ein, stellt die österreichischen Nationalparks und die darin vorkommenden Tiere/Pflanzen/Natur vor.






