Christina Haacke

 4.4 Sterne bei 9 Bewertungen

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Der Koffer meiner Mutter

Der Koffer meiner Mutter

 (9)
Erschienen am 15.08.2014

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Queenelyzas avatar

Rezension zu "Der Koffer meiner Mutter" von Christina Haacke

Anders als erwartet
Queenelyzavor 3 Jahren

Elli ist 30 und hat ein geregeltes Leben mit Freund und Kind und tollem Job. Dann findet sie auf dem Dachboden ihrer Großtante einen alten Koffer ihrer Mutter, die an Krebs gestorben ist, als Elli 17 Jahre alt war. Elli weiß, wenn sie den Koffer öffnet, kommen all die Erinnerungen zurück...

Die Stärke dieses Buches ist für mich gleichzeitig seine Schwäche. Ellis Erinnerungen an die Zeit mit ihrer Mutter wird gänzlich unsentimental erzählt und verhindert so peinliche, allzu schwülstige "Ich-werde-bald-Sterben-Momente". Allerdings wirken sowohl die Geschichte als auch die Charaktere durch diese extreme Distanz allzu oft gleichgültig und beliebig. Das macht er schwer, mitzufühlen und lässt den Leser nur allzu oft ratlos und relativ emotionslos auf der Strecke. Schade, dass dieser Spagat hier nicht wirklich gelungen ist.

Was mir trotzdem gut gefallen hat, waren die Rückblenden in Ellis Teenagerzeit. Die waren richtig gut und authentisch, und bewirkten, dass ich mich selbst ganz oft an meine eigene Jugendzeit erinnert habe. Die erste Liebe, Freundschaften und überbordene Emotionen - das kennt wohl jeder noch. Und irgendwie wirkt das Buch durch diese Rückblenden auch oft eher wie ein Coming-Of-Age-Roman als wie eine Geschichte über Krankheit und Tod. Da passen der Klappentext und das Buch in meinen Augen nicht so ganz zusammen.

Dennoch war das Buch gut zu lesen, wenngleich ich es mir ein wenig bewegender gewünscht hätte. Aber so bleibt leider nur das Gefühl, eine durchschnittliche Geschichte ohne großen Wiedererkennungswert gelesen zu haben.

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lenisveas avatar

Rezension zu "Der Koffer meiner Mutter" von Christina Haacke

Der Koffer meiner Mutter
lenisveavor 4 Jahren

Kurzbeschreibung:
Ein verstaubter Koffer auf dem Dachboden veranlasst eine junge Frau zu einer Reise, die durch die Vergangenheit direkt in ihre Zukunft führt. Krebs kann jeden treffen, unerwartet und unangekündigt. Täglich werden Kinder in Deutschland zu Halb- oder Vollwaisen. Eltern überleben ihre Kinder. Irgendjemand bleibt zurück. Schockiert, ängstlich, orientierungslos. Wie geht man damit um, wenn die Diagnose Krebs wie ein Asteroid auf den Planeten Familie einschlägt? Was ist mit dem, was war? Und wie kann man (weiter-)leben, wenn da jemand stirbt, direkt neben einem? Davon erzählt Christina Haacke in ihrem Roman DER KOFFER MEINER MUTTER. Elli ist 30 Jahre alt. Hat einen Job in einer PR-Agentur, einen Freund namens Holger, eine Tochter namens Emma, einen Kleinwagen und geht regelmäßig zum Pilates. Es ist alles irgendwie sehr nett. Und glatt. Und heil. In Ellis Leben. Doch dann findet sie einen alten Koffer auf dem Dachboden ihrer Großtante. Und Elli weiß, wenn sie diesen Koffer öffnet, wird nichts mehr so sein, wie es war. Denn die Erinnerungen kommen zurück: Elli ist 17 Jahre alt, frisch verliebt und im Dauerzoff mit ihrer Mutter Marlene, als diese an Krebs erkrankt. Einen Vater gibt es nicht wirklich, und auch keine Geschwister. Die Ärzte geben der Mutter noch ein halbes Jahr. Viel zu wenig Zeit, um ein Leben zu leben, aber noch genug, um Abschied zu nehmen. Von Elli. Für Elli. In diesen sechs Monaten lernt Elli ihre Mutter völlig neu kennen. Beide begeben sich auf eine Reise durch die Vergangenheit, überschreiten Grenzen, kämpfen mit ihren Ängsten, mit ihrer Wut, verzweifeln, weinen, schreien, lachen, reden, betrinken sich, beschimpfen sich, halten sich und am Ende fehlt doch etwas. Die Zukunft nämlich. Und ein Happy End. Aber ist das wirklich das Ende? Was ist das, was bleibt? Berührend und eindringlich erzählt Christina Haacke ihre Geschichte abwechselnd aus der Sicht der erwachsenen und der jungen Elli und gewährt uns zudem einen Blick auf Marlenes Gedanken und Gefühle. DER KOFFER MEINER MUTTER ist ein Buch über Liebe, Freundschaft und Familie, über Hilflosigkeit, Mut und Zusammenhalt sowie über die Fragilität und Stärke des Lebens. Meine Meinung: Ich habe dieses Buch beim Stöbern in einer Buchhandlung gefunden und es hatte mich gleich total angesprochen, da ich meine Mutter ja leider auch schon vor 15 Jahren an den Krebs verloren habe (meinen Vater leider zur gleichen Zeit auch). Ich hatte daher große Erwartungen in das Buch gesetzt.  Leider haben sich meine Erwartungen nicht so erfüllt. Anfangs hat mir das Buch sehr gefallen, aber je weiter ich im Buch ankam, um so mehr passte auch der Titel des Buches nicht mehr. Ich hatte aufgrund des Klappentextes gedacht, dass es um die Hinterlassenschaft der Mutter geht, dem Koffer halt. Es wurde aber eigentlich nur die Geschichte zwischen Mutter und Tochter erzählt, der Koffer hat eine ganz kleine Nebenrolle gespielt, es wurde nicht einmal gelüftet, was es mit dem Koffer auf sich hat.  Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen, die Spannung konnte aber nicht gehalten werden, ich musste mich anhalten, weiterzulesen, das ist mir schon seit langem nicht mehr passiert.  Daher kann ich dem Buch leider nur 3,5 Sterne geben.

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