Christina Henry

 3,9 Sterne bei 2.495 Bewertungen

Lebenslauf

Die Amerikanerin Christina Henry ist als Fantasy-Autorin bekannt für ihre finsteren Neuerzählungen von literarischen Klassikern wie »Alice im Wunderland«, »Peter Pan« oder »Die kleine Meerjungfrau«. Im deutschsprachigen Raum wurden diese unter dem Titel »Die Dunklen Chroniken« bekannt und gehören zu den erfolgreichsten Fantasy-Büchern der vergangenen Jahre. Mit ihren Titeln wie »Das flüsternde Haus« oder »Böse Mädchen sterben nicht« hat sie sich zuletzt auf spannenden Horror konzentriert. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin liebt Langstreckenläufe, Bücher sowie Samurai- und Zombiefilme. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Chicago.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Geisterbaum (ISBN: 9783734116193)

Der Geisterbaum

(100)
Erscheint am 21.10.2026 als Taschenbuch bei Blanvalet.

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Neue Rezensionen zu Christina Henry

Cover des Buches Der Geisterbaum (ISBN: 9783734116193)
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Rezension zu "Der Geisterbaum" von Christina Henry

marie_d
Unterhaltsam für zwischendurch, aber nicht ganz mein Highlight.

„Der Geisterbaum“ ist eine Geschichte, die sich schnell und unkompliziert lesen lässt und dabei vor allem auf Spannung, Geheimnisse und eine zunehmend düstere Atmosphäre setzt. Im Mittelpunkt steht ein mysteriöses Geschehen rund um einen besonderen Geisterbaum, bei dem nach und nach immer mehr Fragen auftauchen. Die Geschichte entwickelt sich dabei in eine Richtung, die zunehmend ungewöhnlicher und dramatischer wird. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es wird definitiv nicht langweilig und es kommen einige ziemlich abgefahrene Elemente zusammen.

Beim Lesen hatte ich allerdings öfter das Gefühl, dass die Geschichte sehr klassisch und teilweise fast schon stereotypisch geschrieben ist. Manche Figuren und Entwicklungen wirkten auf mich dadurch etwas vorhersehbar und auch die Art, wie Spannung aufgebaut wird, war nicht unbedingt etwas Neues. Trotzdem hat mich das beim Lesen gar nicht so sehr gestört, weil das Buch dadurch sehr leicht zugänglich ist und man einfach weiterlesen kann, ohne sich groß anstrengen zu müssen.

Besonders gegen Ende wurde es mir dann allerdings etwas zu viel. Irgendwann hatte ich ein bisschen das Gefühl: Hauptsache, es wird noch dramatischer, schlimmer und abgefahrener. Gerade das Ende war für mich deshalb eher ein „Okay, jetzt wird es aber wirklich wild“ als ein überzeugender Abschluss. Hier hätte für mich etwas weniger vielleicht tatsächlich mehr gewesen.

Trotzdem würde ich das Buch nicht schlecht bewerten. Es war unterhaltsam, spannend genug, um dranzubleiben, und vor allem einfach zu lesen. Es war irgendwie genau das richtige Buch für den Moment, weil ich mich darauf einlassen konnte, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Es ist für mich definitiv kein Buch, das ich als großartig oder besonders herausragend bezeichnen würde, aber es hat seinen Zweck erfüllt: Es hat mich unterhalten.

Unterm Strich also ein Buch für zwischendurch, wenn man Lust auf etwas leicht Lesbares, Mysteriöses und stellenweise ziemlich Abgefahrenes hat. Besonders das Ende war mir persönlich dann doch eine Spur zu viel – aber langweilig war es definitiv nicht.

Eine Anthologie, die mich zwiegespalten zurückgelassen hat

“Dunkelheit im Spiegelland” ist eine Sammlung von vier Kurzgeschichten von Christina Henry. Es handelt sich um den 3. Band der “Die Chroniken von Alice”-Reihe. Zeitlich setzen die Kurzgeschichten nach den Geschehnissen von “Die Schwarze Königin” ein, sodass die Reihe chronologisch gelesen werden sollte. Alle vier Kurzgeschichten bauen zudem (leicht) aufeinander auf. Die erste Geschichte ist “Ein bezauberndes Wesen”. Protagonistin ist eine Figur, die bisher nicht in der Reihe aufgetreten ist: Elisabeth, die kleine Schwester von Alice, die erst geboren worden ist, nachdem Alice bereits im Hospital war. Da ihre Eltern Elisabeth verschwiegen haben, dass sie noch eine Schwester hat, weiß Elisabeth nichts von Alices Existenz - was sich im Laufe der Kurzgeschichte ändern wird. Elisabeth hört nämlich unvermittelt eine mysteriöse Stimme, die ihr nach und nach Informationen über Alice gibt. Die Handlung dreht sich um einen Ausflug in die Neue Stadt, der (nicht ganz freiwillig) in der Alten Stadt endet. Eine schöne Ergänzung in Bezug auf die anderen Bände ist hier, dass ein paar Informationen zur Entstehung der beiden Städte gegeben werden, sodass Alte und Neue Stadt nicht mehr so sehr im luftleeren Raum schweben wie in Band 1. Darüber hinaus hat mich die Geschichte aber eher enttäuscht, da sie handlungslogisch kaum mit den anderen Bänden in Einklang zu bringen ist. Ich kann hier nicht so sehr ins Detail gehen, da es sonst zu sehr spoilern würde, und bleibe daher etwas vage: Elisabeth geht aufgrund eines Gegenstands in die Alte Stadt, der am Ende des zweiten Bandes am Grund eines tiefen, mit Schutt gefüllten Loches liegt; also - wenn überhaupt - nur mit größter Mühe wiederzuerlangen ist. In “Ein bezauberndes Wesen” ist dieser Gegenstand nun plötzlich da, was auch innerhalb der Geschichte für Verwunderung sorgt, ohne dass aber eine Erklärung erfolgt. Im Mittelpunkt der zweiten Geschichte “Mädchen in Bernstein” stehen Alice und Hatcher. Beide sind auf der Suche nach einem Winterquartier, trennen sich aber, um bessere Chancen zu haben. Alice gerät dabei in ein Haus am Wegesrand, in dem Monster hausen. Die Geschichte besitzt einzelne atmosphärische Horrorszenen, gleichzeitig aber auch einige Längen. Insgesamt kann man sie flüssig lesen, stellenweise fragt man sich aber, welchen Mehrwert sie für die “Alice”-Geschichte hat. Die dritte Geschichte “Als ich zum ersten Mal in die Stadt kam” erzählt die Vorgeschichte vom Hatcher, genauer gesagt, wie es zum Kampf mit dem Fleischwolf kam und wie dieser Kampf verlief. Die Kurzgeschichte ist daher eine stimmige, interessante Ergänzung zu den ersten beiden Bänden, in denen Hatchers Vergangenheit nur angeschnitten wurde. Schön ist auch, dass weitere bekannte Figuren (das Kaninchen, der Grinser und Hattie) auftreten. “Dunkelheit im Spiegelland” schließt mit “Der Gnadenthron”: Hatcher und Alice ziehen weiter umher, bis sie auf ein mysteriöses Dorf treffen. Dort kann Alice mit der Vergangenheit abschließen. Diese Geschichte sehe ich ähnlich wie “Mädchen in Bernstein”: Zwar ist sie stringenter erzählt, aber man fragt sich, welchen größeren Beitrag sie für die Reihe besitzt (es wird eher ein Nebenschauplatz geöffnet, der bisher kaum eine Rolle gespielt hat). Insgesamt ließ mich “Dunkelheit im Spiegelland” daher zwiegespalten zurück: Die Geschichten lassen sich flüssig lesen und bieten teilweise noch schöne Ergänzungen zu den ersten beiden Bänden, teilweise fehlte mir aber die Spannung und der Mehrwert für die Reihe.

Perfekt

Ich liebe Meerjungfrauen. 

Vor allem, wenn sie nicht typisch Disney sind. 

Dieses Buch ist perfekt. 

Es ist spannend, neu und die Beschreibung der Meerjungfrau ist richtig gut gelungen. 

Dieses Buch ist definitiv etwas, was ich immer wieder empfehlen würde. 

Chapeau!                                      

Gespräche aus der Community

J
juliakerscher

Hallo :)

mich würde mal interessieren, was ihr von einem Dark Fantasy Roman erwartet, also was verbindet ihr mit diesem Genre? Habt ihr da eine bestimmte Definition oder ist es für euch eher ein Mix aus mehreren verschiedenen Genres. Ich hab einige Definitionen gefunden und die gehen zum Teil sehr weit auseinander. 

Für mich sind folgende Aspekte Merkmale für das Genre: 

- zerbrochene Charaktere, die jetzt nicht die typischen Helden sind

- Antagonisten die eher tragische Figuren sind als das pure Böse

- Blut, Sex und Gewalt (mal mehr, mal weniger)

- tiefe Einblicke in die Charaktere

- Magie ist nichts erstrebenswertes, sondern eher etwas Unheimliches

Es gibt bestimmt noch viele mehr. Sicherlich kommen in einem Roman nicht alle Aspekte vor, das wäre auch etwas zu viel des Dunklen :D 

Ich würde auch sagen, dass es nicht wirklich die eine Antwort gibt. 

Die Chroniken von Alice ist auf jeden Fall Dark Fantasy. Doch im ersten Teil hat es - finde ich zumindest - auch einen kleinen Hauch von Urban Fantasy. Jetzt kann man natürlich darüber streiten, ob Urban Fantasy eher etwas ist, das in unserer Welt spielt, aber das ist wieder ein anderes Thema. 

Ich bin gespannt auf eure Meinungen zu Dark Fantasy. :) 


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11 Beiträge

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