Erzähl ich von früher...

von Christina Herr 
4,4 Sterne bei5 Bewertungen
Erzähl ich von früher...
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Ein toller Geschenktipp für ältere Menschen, aber auch eine gute Inspirationen, um mit Senioren ins Gespräch zu kommen.

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Inhaltsangabe zu "Erzähl ich von früher..."

Das Lesebuch in gut lesbarer Schrift nimmt die Kinder der 30er-, 40er- und 50er-Generation mit auf eine Reise in vergangene Zeiten. Dafür hat Christina Herr literarische Texte gesammelt und mit Geschichten von älteren Menschen ergänzt. Hier leben Erinnerungen wieder auf: an den Volksempfänger und die Modelleisenbahn, den Widerstand und Wiederaufbau, die liebsten Spiele aus Kindertagen, die Einführung der D-Mark, das Wunder von Bern, Kaffeeersatz, und viele andere Begebenheiten.

Eine Sammlung von Geschichten, die die Vergangenheit der Senioren aufleben lässt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783761564875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:206 Seiten
Verlag:Neukirchener Verlag
Erscheinungsdatum:12.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Irvevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Geschenktipp für ältere Menschen, aber auch eine gute Inspirationen, um mit Senioren ins Gespräch zu kommen.
    *+* Christina Herr: "Erzähl ich von früher" *+*

    Nachdem mich schon „Mamaglück“ so erfreut hat, war ich sehr gespannt, was mich beim neuesten Buch von Christina Herr erwarten würde. Richtete sich das Erstlingswerk ausschließlich an die Mütter, ist „Denk ich an früher“ durchaus für beide Elternteile gut geeignet. Zeitzeugen aus dem vergangenen Jahrhundert teilen ihre Erinnerungen mit den Lesern. Diese Gedanken an die guten, manchmal auch schlechten alten Zeiten dürften bei der älteren Leserschaft als Katalysator dienen. Nicht nur zu lesen und zu erfahren, was anderen Menschen damals widerfahren ist, welche Ereignisse sie geprägt haben, sondern auch selbst die Einladung anzunehmen, die eigene Vergangenheit Revue passieren zu lassen.

    Mein Oma, die leider schon verstorben ist, hätte ihre Freude an diesem Potpourri aus Berichten und Ereignissen gehabt. Sie hat, als sie ihre Sinne noch gut beisammen hatte, selbst gerne von früher erzählt, bevorzugt von den schönen Erlebnissen und Erfahrungen. Als ich – vergleichsweise junger Mensch – durch die Texte des Buches reiste, kamen selbst mir immer wieder einige dieser Erinnerungen in den Sinn und es war mir eine Freude, durch fremderleuts Gedanken selbst in die schöne gemeinsame Zeit mit meiner Oma zurückkatapultiert zu werden.

    Dieses Buch ist eine schöne Geschenkidee für die Rentner von heute. Sie stehen einerseits noch mitten im Leben, haben andererseits aber auch einen reichen Schatz an Erinnerungen, den sie sicher gerne beim Lesen ausgraben werden. Vielleicht ist diese Sammlung an Gedanken und persönlichen Kleinoden aber auch für jüngere Leser eine schöne Sache, die interessiert an der „guten, alten Zeit“ sind, und die Lektüre als Anstoß nehmen, mit älteren Menschen in Kontakt zu kommen, was sicher lohnenswert wäre – denn die „alte Generation“ hat viel erlebt, viel zu erzählen, und freut sich ganz bestimmt über solche Zuwendung.

    Zwischen den persönlichen Erlebnisberichten und Erinnerungsschätzen finden sich literarische Texte namhafter Autoren, was das Büchlein nett abrundet.

    Wer auf der Suche nach einem kleinen Geschenk für einen älteren Menschen ist, dem möchte ich dieses Buch sehr ans Herz legen. ❤

    Inhalt
    Das Lesebuch in gut lesbarer Schrift nimmt die Kinder der 30er-, 40er- und 50er-Generation mit auf eine Reise in vergangene Zeiten. Dafür hat Christina Herr literarische Texte gesammelt und mit Geschichten von älteren Menschen ergänzt. Hier leben Erinnerungen wieder auf: an den Volksempfänger und die Modelleisenbahn, den Widerstand und Wiederaufbau, die liebsten Spiele aus Kindertagen, die Einführung der D-Mark, das Wunder von Bern, Kaffeeersatz, und viele andere Begebenheiten.
    Eine Sammlung von Geschichten, die die Vergangenheit der Senioren aufleben lässt. Quelle: Neukirchener Verlag


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    Anteks avatar
    Antekvor 6 Monaten
    Erinnerungsstücke - Wie war das bei dir?

    Die Autorin bietet dem Leser hier eine Sammlung von rund 70 verschiedenen Texten, die von Früher erzählen und beim Leser Erinnerungen wach werden lassen sollen. Die Beiträge sind in fünf Kapitel untergliedert, denen jeweils ein Poesiealbum Spruch, der zu dem Thema passt, vorangestellt wird. Ich hatte mir aufgrund des Titels emotionale, lebendige mit Details angereicherte Erzählungen erwartet, die Alltagsgeschichte für mich erfahrbar machen. Diese Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, man hält hier eher eine Art Erinnerungssplitter, die eigene Erfahrungen beim Leser wach werden lassen sollen.


    Die Autorin mischt in den einzelnen Abschnitten jeweils die Berichte von Privatpersonen, die sie rückblickend dazu befragt hat, mit kurzen Erzählungen von Schriftstellern aus der Zeit. Die privaten Erinnerungen sind leider oft sehr knapp und nüchtern gehalten. Die kurzen Statements sollten nicht verändert werden, der O-Ton sollte beibehalten werden, was ich ja einerseits lobenswert finde. Allerdings ist die Kehrseite davon, dass mich vieles emotional nicht gepackt hat, was ich furchtbar bedauere. Mir hat die Tiefe gefehlt, ich hätte mir da mehr so kleine interessante Details gewünscht, wie z.B. dass die Kinder beim Himbeeren sammeln Milchkannen um den Bauch geschnallt bekommen haben, Dinge, die man eben nicht aus dem Schulbuch weiß. Ich hatte gehofft, dass die Menschen hier mehr, ausführlicher aus dem Nähkästchen plaudern. Wenn mich dann eine Geschichte emotional mitgenommen, besonders amüsiert oder auch betroffen gemacht hat, musste ich oft feststellen, dass sie von Astrid Lindgren, Erich Kästner oder einem Willi Fährmann verfasst wurde.


    Nach einem Vorwort bekommt man beim umfangreichsten Abschnitt „Damals waren wir noch jung von Kindheit und Jugend“ die ersten dreiundzwanzig Texte geboten. Am Dachboden wurde die Wäsche aufgehängt, man war zufrieden mit den Spielsachen, die man hatte, hat sich noch über eine Zahnpasta als Geburtstagsgeschenk gefreut und ganz viel Zeit gemeinsam mit der Familie verbracht bei Musizieren, Ausflügen und Spielen. Das ist in diesem Abschnitt kennzeichnend, was mir gut gefallen hat. Im Kapitel „ Im Kreise unserer Lieben Das Leben in der Familie“, gibt es weitere elf kurze Beiträge, bei denen mich vor allem die schriftstellerischen gut unterhalten haben. In „Trotz allem waren wir behütet Kriegsjahre“ erzählen dreizehn Aufzeichnungen von Bombenangriffen, Verdunklungsvorhängen oder Zeiten im Bunker. Dabei ist mir vor allem ins Auge gesprungen, dass die Zeitzeugen, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges fast allesamt noch kleine Kinder, bestimmt viel Elend verdrängt haben und eher versucht haben über die nicht so schlimmen, vielleicht sogar auch schönen Dinge zu berichten, was ich gut nachvollziehen kann. Vielleicht sollten die drei dazwischen gestreuten Abschnitte aus Anne Franks Tagebuch dazu dienen, dass trotz eher positiver Erinnerungen, kein Leser vergessen kann, wie schrecklich der Krieg war. Ich persönlich hätte sie in dem Abschnitt aber eigentlich nicht gebraucht. In „Langsam ging es wieder bergauf Die Nachkriegsjahre“ folgen weitere elf Texte. Der Abschnitt hat mir mit am besten gefallen. Im letzten Kapitel „Die Fünfziger und Sechziger“ findet man neun weitere Texte zu Mode, der WM 54 oder auch zum Mauerbau. Den Abschluss in diesem Abschnitt bildet Corrie ten Boom mit Liebet eurer Feinde, was ich für eine tolle Idee halte, entlässt es den Leser doch mit einer berührenden Botschaft, die zum Nachdenken anregt.


    Die Geschichten sollen bei den Lesern Erinnerungen aufleben lassen. Die Autorin richtet ihr Hauptaugenmerk auf Leser der älteren Generation. Ich bin jetzt vierzig Jahre alt, auch bei mir ist beim Lesen einiges aus meiner Kindheit wieder vor dem inneren Auge aufgetaucht. Dieses in eigenen Erinnerungen schwelgen wird mit Sicherheit angeregt, bei Senioren vermutlich noch mehr, wie bei mir.


     „Eine Sammlung von Geschichten, die die Vergangenheit der Senioren aufleben lässt. Das Lesebuch in gut lesbarer Schrift nimmt die Kinder der 30er-, 40er- und 50er-Generation mit auf eine Reise in vergangene Zeiten.“. Mit diesem Satz wird für dieses Buch geworben und auch wenn mich das Buch insgesamt nicht wirklich begeistern konnte, weil ich aufgrund des Titels andere Erwartungen hatte, wird dieses Versprechen bestimmt gehalten. Senioren finden hier in großer Schrift, kurze Texte, anhand derer sie mit Sicherheit über Erinnerungen in ihre eigene Vergangenheit zurückreisen können.

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    heinokos avatar
    heinokovor 7 Monaten
    Leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben

    Leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben

    Das Anliegen der Autorin ist, wie sie selbst im Vorwort schreibt, die eigenen Erinnerungen „aufzuwecken“. Das Buch soll ermutigen, von diesen Erinnerungen zu erzählen, wem auch immer, und damit ein Stück Zeitgeschichte lebendig werden zu lassen.

    Die einzelnen Kapitel sind zeitlich und thematisch eingeteilt, wie z. B. Kindheit und Jugend, Leben in der Familie, Kriegsjahre usw. Innerhalb dieser Kapitel finden sich einige sehr schön und passend ausgewählte Geschichten, erzählt von Astrid Lindgren zum Beispiel oder Erich Kästner. Der Rest des Buches ist angefüllt mit privaten Erinnerungsfetzen und persönlichen kurzen Geschichtchen.

    Was gut ist an diesem Buch und was ganz im Sinne der Autorin funktioniert: Es werden beim Lesen eigene Erinnerungen wach, einzelne Bilder tauchen auf und man beginnt tatsächlich davon zu erzählen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit diesem Buch überall dort, wo ältere Menschen zusammenkommen, interessante und lebendige Gesprächsrunden anstoßen kann, das Buch also quasi einzusetzen als Arbeitsmaterial für Menschen, die sich mit Senioren beschäftigen.

    Lesend hat mich das Buch allerdings sehr enttäuscht. Es kommen nur wenige Erinnernde zu Wort, die Beiträge sind sprachlich dürftig, wirken meist farblos nüchtern bis hölzern. Die Geschichten bleiben aufgrund der knappen und trockenen Schilderungen für den Leser nicht wirklich greifbar. Man atmet geradezu auf, wenn man auf einen Beitrag stößt, der gekonnt geschrieben ist – um dann festzustellen, dass hier Astrid Lindgren erzählt… Es hätte dem Buch gut getan, wenn die Autorin mehr Mühe darauf verwendet hätte, zum einen viel mehr und unterschiedliche Menschen zu befragen, mehr Erinnerungen zu sammeln, denn erst die Vielfalt bringt das Leben in seiner gesamten Bandbreite näher, und diese Erinnerungen dann vor allem sprachlich so zu überarbeiten, dass sie den Leser emotional erreichen.

     

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    NeukirchenerVerlagsgesellschafts avatar
    NeukirchenerVerlagsgesellschaftvor 6 Monaten
    TinaHerrs avatar
    TinaHerrvor 7 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NeukirchenerVerlagsgesellschafts avatar
    Das neue Buch von Christina Herr enthält eine bunte Mischung aus Erinnerungen von Zeitzeugen und ausgewählten Geschichten bekannter Autoren, wie z. B. Erich Kästner, Astrid Lindgren, Anne Frank und Corrie ten Boom. Diese nehmen die Kinder der 30er-, 40er- und 50er-Jahre mit auf eine literarische Zeitreise, die die Vergangenheit wieder aufleben lässt. Auch zum Vorlesen in Gruppen geeignet.

    Wir verlosen 5 Exemplare des Buches "Erzähl ich von früher ..." von Christina Herr. Um an der Verlosung teilzunehmen, sagt uns einfach, warum Euch das Buch interessiert und Ihr gerne mitlesen würdet.
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