Christina Klein

 3,6 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf

Christina Klein, 1992 in Sibirien geboren, kam als Kind nach Deutschland. Nach ihrem Studium beschloss sie, sich gemeinsam mit ihrem Freund Paul auf die Suche nach ihren Wurzeln im tiefsten Sibirien zu machen. Bis zu ihrem nächsten Roadtrip lebt die passionierte Köchin und Café-Betreiberin abwechselnd auf einem Bauernhof in Brandenburg und in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christina Klein

Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)

Roadtrip mit Emma

(9)
Erschienen am 01.04.2019
Cover des Buches FREI (ISBN: 9783954530663)

FREI

(0)
Erschienen am 01.11.2014

Neue Rezensionen zu Christina Klein

Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)
Mary2s avatar

Rezension zu "Roadtrip mit Emma" von Christina Klein

Mary2
Vom Reisen mit einem Oldtimer in die Länder, wo der Wodka in Strömen fließt

Christina Klein und ihr Freund Paul möchten Christinas Großmutter besuchen. Die wohnt allerdings in Sibirien und der Weg wird nicht etwa mit dem Flugzeug, sondern mit einem umgebauten Mercedes-Camper zurückgelegt. Dieser Camper wurde von seinen Besitzern Emma genannt und ist tatsächlich älter als seine Reisenden: als Oldtimer hat Emma bereits mehr als 30 Jahre auf dem Buckel…

Der Reisebericht, den Christina Klein geschrieben hat, gibt die Erfahrungen dieses abenteuerlichen Trips wieder, der zunächst durch Südosteuropa, dann über Moldawien und das Schwarze Meer nach Georgien und Kasachstan führt, bis schließlich nach ca. 10.000 km das heimatliche Dorf erreicht ist.

Zwischendurch gibt es jede Menge Erlebnisse, viele davon hängen mit der etwas zickigen Emma zusammen und den schlechten Straßen, die einem Oldtimer zu schaffen machen. Einen anderen Schwerpunkt bilden das Essen und der Alkohol-Konsum während der Reise. Über politische Systeme, kulturelle Höhepunkte oder die wirtschaftliche Situation der bereisten Länder erfährt man in diesem Buch kaum etwas, dafür mal mehr oder weniger über die Stimmung der Reisenden. Der Rückweg aus Sibirien führt schließlich über Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan zum Kaspischen Meer mit einem längeren Abstecher in den Iran. Hier endet etwas abrupt die Reiseerzählung. Der Karte in der Umschlagklappe ist zu entnehmen, dass der Trip über die Türkei und Griechenland bis nach Österreich fortgesetzt wird, zu lesen ist davon aber nichts mehr. Der Bildteil in der Mitte des Buches ergänzt den Text immerhin auf hilfreiche Weise.

Das Buch liest sich in einem flotten Tempo. Durch die doch ziemlich andere Lebenseinstellung der Autorin ist bei mir der Funke aber nicht übergesprungen. Die Ungenauigkeiten des Verlags (40.000 km waren es schlichtweg nicht bis nach Sibirien und die Karten bezeichnen die Orte mit anderen Namen als die Autorin, um nur einige ärgerliche Auffälligkeiten zu nennen), kommen hinzu.

So kann ich nur mit 3 Sternen bewerten.

Für Leser, die selbst gerne Roadtrips unternehmen, kann das Buch bei der Planung eines Sibirien-Trips hilfreich sein.

Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)
Gartenfee-Berlins avatar

Rezension zu "Roadtrip mit Emma" von Christina Klein

Gartenfee-Berlin
Von Klischees und deren Wirklichkeit

Ein netter Reisebericht, der mehr über die jeweiligen Bewohner als über die Länder/Landschaften erzählt. Aber Christina schreibt das alles sehr persönlich und glaubhaft. Auch über das Klischee, dass alle russischen Männer Wodka trinken und lieber ihre Frauen arbeiten schicken. Und über die Ängste, die unterwegs entstehen, wenn man in einem 30 Jahre alten Fahrzeug im Dunkeln über Schotterpisten und nah am Abgrund entlang fährt...

Allerdings war mir das Buch irgendwie zu plötzlich vorbei, ohne dass man erfährt, wie der Heimweg war. Das hätte mich auch noch interessiert.

Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)
pardens avatar

Rezension zu "Roadtrip mit Emma" von Christina Klein

parden
Aus der Komfortzone heraus ab ins Abenteuer...

AUS DER KOMFORTZONE HERAUS AB INS ABENTEUER...

Christina Klein (Autorin), Paul (Fahrer) und Emma (knallorangener Van, Baujahr 1986) begeben sich auf eine große Reise: 40.000 Kilometer quer durch die ehemalige Sowjetunion. „Roadtrip mit Emma“ ist der Reisebericht über ein irres Abenteuer – inklusive Wodka, Pannen und jeder Menge skurriler Begegnungen.

„Sollen wir den Rest unseres Lebens jeden Tag auf Bürowände starren – die einzige Abwechslung Partys und Konsum?“ Als Christina Klein und ihr Freund Paul keine befriedigende Antwort auf diese Frage finden, beschließen sie, ihren Alltag hinter sich zu lassen. In liebevoller Kleinarbeit bauen sie einen uralten, knallorangenen Mercedes Camper – Emma genannt – aus und begeben sich auf eine große Reise. 40.000 Kilometer legen sie so zurück von Transnistrien über Tschetschenien bis zu Christinas Großmutter in Sibirien. Mit Humor und Leichtigkeit erzählt Christina Klein von skurrilen Begegnungen, von kleinen und großen Abenteuern, vom Fahrtwind, der ihre Reise- und Lebenspläne durcheinanderwirbelt und von der Freiheit, die auf der Straße liegt.

Wenn Autos einen Namen erhalten - dann versteckt sich dahinter meist eine besondere Geschichte. So auch hier. Christina Klein startet mit ihrem Freund Paul gleich nach dem Abschluss ihres Studiums in ein Abenteuer der besonderen Art. Sie machen sich auf den Weg zu Christinas Wurzeln in Sibirien, und von den Erlebnissen, Begegnungen und Eindrücken unterwegs bereichtet dieses Buch. Durchschinittsgeschwindigkeit: 60 km/h...

Dabei wird zwar chronologisch erzählt, allerdings mit durchaus großen Zeitsprüngen, was es mir anfangs etwas erschwerte, in das Abenteuer einzutauchen. Zu den einzelnen Stationen der Reise gibt es zudem oft nur recht rudimentäre Informationen, so dass die einzelnen Eindrücke wie in Schlaglicht getaucht kurz in Szene gesetzt wurden und dann gleich wieder verschwanden. Durch den lockeren Schreibstil jedoch in Verbindung mit einigen ausdrucksstarken Fotos in der Buchmitte bekam ich zunehmend doch das Gefühl, die beiden Reisenden in ihrer Emma zu begleiten.

Beeindruckend waren einzelne Landschaftsschilderungen, die kulturellen Eigenheiten der durchreisten Länder, die oft unzumutbaren Zustände der Straßen, die der alten Emma einiges abverlangten, die interessanten Begegnungen jenseits aller Klischees, ernüchternde Grenzerfahrungen und der ewige Kampf mit der Bürokratie. Gestaunt habe ich, dass es nach Sibirien nicht etwa zurück nach Deutschland ging, sondern weiter über Tadschikistan in den Iran - Stationen, die spontan hinzukamen und eben einen Roadtrip ausmachen.

Von einigen der bereisten Länder hatte ich bis dahin noch nichts oder kaum etwas gehört (beispielsweise Transnistrien, Dagestan und Kalmükkien), und so fand ich den Bericht nicht nur interessant, sondern auch lehrreich. Inklusive literweise Wodka... Eine Karte im Einband des Buches demonstriert den Verlauf der Reise, so dass der Leser sich auch geografisch ein Bild machen kann.

Alles in allem ein angenehm zu lesendes und interessantes Buch, das definitiv Lust macht, seine eigene Komfortzone ebenfalls einmal zu verlassen. Zumindest ein wenig...


© Parden

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