„Bei den Göttern, was bist du? Dein Auge … du trägst das Auroras-Mal. Du bist die einzige Überlebende. Was hast du getan, Mädchen?“ (S. 28)
Raija hat als Kind die Auslöschung ihres Siida, ihrem Stamm, nur knapp überlebt und wurde von einem anderen Siida aufgenommen. Aufgrund ihres Bernsteinauges, das Auroras-Mal, begegnen fast alle ihr mit Misstrauen. Einzig die Jaide Oaja und ihr Enkel Elejas schließen Raija sofort in ihre Herzen.
15 Jahre später befinden sich Raija und Elejas kurz vor ihren Weihen als vollwertige Jaide, oder Schamanen, als ein Boreaner ihre Siide besucht. Arik sucht Rat bei der Jaide Oaja, stattdessen wird er des Mordes beschuldigt und eingesperrt. Auf der Suche nach Antworten, überzeugt Raija ihren Liebsten Elejas gemeinsam ein Ritual durchzuführen, an dessen Ende sie sich neben dem Boreaner in Gefangenschaft wiederfindet. Um alles wieder richten zu können, reisen Arik und Raija unfreiwillig zusammen in den Norden, um die Füchsin Aurora zu finden und sich einen Wunsch erfüllen zu lassen. Doch dazu haben sie nur einen Mondzyklus Zeit.
Aurora - Gesplitterte Seele ist ein Einzelband und hat eine sehr umfassende Geschichte. Man lernt nicht nur Arik und Raija auf ihrer Reise kennen, sondern auch die Gepflogenheiten der beiden Völker: den Naturverbundenen Skani, zu denen Raija gehört; die Boreaner, die zivilisierter und damit der Natur abgewandt, leben, zu denen Arik gehört. Religion spielt eine ebenso große Rolle wie die Vorurteile beider Völker. Die Reise ist beschwerlich und voller Abenteuer und bis zum Ende konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!

















