Christina Lohr

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Lebenslauf

Christina Lohr, Dr., Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, ist in eigener Praxis für Psychotherapie und Coaching in München tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christina Lohr

Neue Rezensionen zu Christina Lohr

Cover des Buches Ekel: Emotionsarbeit in der Psychotherapie (ISBN: 9783621288668)
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Rezension zu "Ekel: Emotionsarbeit in der Psychotherapie" von Christina Lohr

sabatayn76
'löst in Windeseile eine körperliche Reaktion aus'

‚[...] Ekel mit seiner Penetranz ist stark übertragbar, sehr protektiv und löst in Windeseile eine körperliche Reaktion aus.‘ (Seite 11)

Christina Lohr und Gernot Hauke berichten in ihrem Buch aus der Reihe ‚Emotionsarbeit in der Psychotherapie‘ von den vielen Facetten von Ekel, von seiner Funktion und seinen Einflussbereichen, bevor sie auf den Umgang mit Ekel in der psychotherapeutischen Praxis eingehen. Hierfür bieten sie hilfreiche Konzepte und geben konkrete Anleitungen für die Arbeit mit Ekel. Zum Abschluss thematisieren die beiden Autoren primären Ekel in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Ich empfinde die Reihe ‚Emotionsarbeit in der Psychotherapie‘ als echte Bereicherung meiner psychotherapeutischen Tätigkeit, und die Idee, ein ausgewähltes Gefühl in den Fokus eines Buches zu stellen, ist nicht nur spannend, sondern ist bei allen Bücher, die ich bisher aus dieser Reihe gelesen habe, auch wirklich gelungen und wurde perfekt umgesetzt. Dies ist beim Band über Ekel nicht anders.

Ekel ist eine Emotion, auf die ich in meiner psychotherapeutischen Tätigkeit im Bereich der Psychosenpsychotherapie nicht oft treffe - eigentlich so gut wie nie. Aber gerade deshalb hat mich das Thema sehr interessiert und hat dementsprechend Potenzial für eine sehr steile Lernkurve geboten.

Und tatsächlich habe ich hier sehr viel gelernt, und dabei war das Buch zudem spannend geschrieben, gut verständlich und behandelt viele Facetten von Ekel. Die ausführlichen Fallbeispiele, für die zudem Reaktionsketten und schrittweise Interventionen aufgeführt werden, sind sehr hilfreich und machen das Gelesene anschaulich und praxisnah.

Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände der Reihe. Schuld, Scham, Einsamkeit, Trauer und Verachtung würden mich diesbezüglich am meisten freuen. Ich bin gespannt, für was sich der Verlag entscheidet...

Cover des Buches Stolz: Emotionsarbeit in der Psychotherapie (ISBN: 9783621288682)
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Rezension zu "Stolz: Emotionsarbeit in der Psychotherapie" von Gernot Hauke

sabatayn76
‚Wer echten Stolz erleben will, muss Scham riskieren.‘

‚Wer echten Stolz erleben will, muss Scham riskieren.‘ (Seite 69)

Gernot Hauke und Christina Lohr berichten initial von den zwei Gesichtern von Stolz, dem authentischen Stolz und dem überheblichen Stolz. Danach beschreiben sie ein Modell zur Entstehung von Stolz, erklären die Funktion von Stolz und seine Wirkung in der Interaktion.

Im zweiten und ausführlicheren Teil des Buches gehen Hauke und Lohr genauer auf den Umgang mit Stolz in der Psychotherapie ein, erwähnen hilfreiche Konzepte im konkreten Arbeiten mit Emotionen, erklären die Arbeit mit authentischem Stolz und mit überheblichem Stolz sowie stellen Stolzerleben im Beziehungsalltag vor.

Stolz ist nicht gerade diejenige Emotion, auf die ich bei meiner psychotherapeutischen Arbeit am häufigsten stoße (eher im Gegenteil!), aber es ist eine Emotion, die ich gerne mehr fördern und aktivieren möchte, da ich gerne ressourcenorientiert arbeite. Da ich bereits zwei großartige Bücher aus der Reihe ‚Emotionsarbeit in der Psychotherapie‘ (‚Wut‘ und ‚Angst‘) kenne, war ich sehr gespannt auf diesen Band und auf mehr Input über Stolz.

Ich fand es nicht nur interessant, sondern auch sehr hilfreich und relevant für meine Arbeit, mich mit Hilfe dieses Buches mehr mit Stolz zu befassen und Interventionen zum Thema kennenzulernen. Dabei helfen vor allem die vielen Fallbeispiele sehr, die es ermöglichen, dass man einen guten Überblick über Emotionsarbeit und Interventionen bekommt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, allerdings fand ich die anderen beiden Bände, die bereits erschienen sind (‚Wut‘ und ‚Angst‘) etwas gelungener, da sie sich meiner Meinung nach ein wenig umfassender mit den jeweiligen Emotionen auseinandersetzen, sowohl mehr in die Breite als auch in die Tiefe gehen. Das könnte aber natürlich auch an den darin behandelten Emotionen an sich liegen, die möglicherweise einfach mehr Facetten aufweisen. Trotzdem ist der vorliegende Band ein sehr gelungener Band einer sehr gelungenen Reihe.

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