Christina Münk

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Philosofy your Life

Philosofy your Life

 (3)
Erschienen am 19.02.2014

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Rezension zu "Philosofy your Life" von Christina Münk

Wie verändernd, ja manchmal heilend philosophisches Denken ist
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

 

Dass die Philosophen aller Zeiten und Zeitalter uns heutigen Zeitgenossen mit unseren Problemen und Seelenkrankheiten immer noch etwas zu sagen haben, das weiß man zwar als gebildeter Mensch, was es aber jeweils genau sei, an das man sich halten oder das man beachten soll nach dem Rat der Weisheitslehrer, das steht einem in der Regel dann doch nicht sofort zur Verfügung. So gut kennt man sich auch nicht aus.

 

Die in Philosophie promovierte (über Sartre) Christina Münk, die dann den Weg in die psychotherapeutische Beratung mit Schwerpunkt Burnout wählte, will mit diesem Buch Abhilfe schaffen. „Besser leben mit Philosophie“ ist ihr Credo, denn sie ist von einem wesentlichen Unterschied zu medizinischen Behandlungen von pathologischen Phänomenen überzeugt. Philosophische Therapeutika seien nicht immer schmerzlindernd, beruhigend oder tröstend, ganz im Gegenteil. Außerdem verlange die Philosophie die denkende Mitarbeit des Patienten.

 

Und so nimmt sie Anleihen bei neun Philosophen und einer Philosophin, die jede in ihrer eigenen Weise und Zeit Leidenserfahrungen oder existentiellen Herausforderungen mit den Mitteln des Denkens begegnen:

„Antiphon bietet philosophische Lebensberatung bei Sorgen und Kummer. Sokrates lehrt die Kunst des philosophischen Sterbens – und  Lebens. Boethius zeigt, wie Philosophie einem dabei helfen kann, in Extremsituationen den Verstand zu behalten. Mit Hilfe von John Lockes Methode zur Korrektur des Gaumens soll man sich von schlechten Angewohnheiten und schädlichen Vorlieben verabschieden können. Immanuel Kant appelliert an die vernünftige Hoffnung darauf, dass die Welt nicht so ungerecht ist, wie sie uns zuweilen erscheint. Friedrich Nietzsche schwört auf eine philosophische Rosskur bei Sinnverlust und Orientierungslosigkeit – wenn man denn über die nötige Unerschrockenheit verfügt. Jean-Paul Sartre erklärt, wie man der Hölle entkommt, die die Anderen sind. Simone de Beauvoir weist aus den Zwängen der Geschlechterideologie. Peter Bieri lehrt das Handwerk der Freiheit und erläutert, wie man zu mehr Selbstbestimmung gelangt. Peter Sloterdijk verordnet ein philosophisches Fitness-Training für den Allkampf des (Über)Lebens.“

 

Man muss dieses Buch nicht von vorne bis hinten lesen; man kann mit Ausschnitten beginnen und wird dann bald merken, wie aktuell, wie verändernd,  ja manchmal heilend philosophisches Denken ist. Wenn man denn empfänglich ist für ihre mögliche Wirksamkeit.

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