Christina McKenna Der übersehene Mann: Roman

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Inhaltsangabe zu „Der übersehene Mann: Roman“ von Christina McKenna

Bauer Jamie McCloone und Lehrerin Lydia Devine leiden beide unter dem kürzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Sie geben eine Kontaktanzeige auf, um ihrer Einsamkeit endlich zu entfliehen. Mit Hilfe von Briefen umwirbt der ungehobelte Jamie die ehrbare Lydia. Sie ist bereit, sich auf ihn einzulassen. Doch Jamies traumatische Kindheit und die daraus resultierende Tabletten- und Alkoholsucht werden zu einer nahezu unüberwindbaren Hürde in ihrer Beziehung im ländlichen Irland. (Quelle:'E-Buch Text/23.10.2012')

wow wow wow.... ich bin von dem Buch restlos begeistert

— Marion0709
Marion0709

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Eine klare Empfehlung von mir!

— mermeoth
mermeoth

Ein etwas anderer Liebesroman mit einer mahnenden Botschaft. Meine Rezension findet ihr hier: http://sunsys-blog.blogspot.de/2013/02/kurzrezi-der-ubersehene-mann-chr-mckenna.html

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Begeistert und erschüttert

    Der übersehene Mann: Roman
    Marion0709

    Marion0709

    17. August 2017 um 14:11

    Vorweg zur Info: ich habe das Buch als Hörbuch gehört   Zwei Kinder werden vor der Tür eines Waisenhauses in Zeitungspapier gehüllt abgelegt. Das Mädchen wird kurze Zeit später adoptiert, der Junge bleibt die ersten 10 Jahre seines Lebens in dem Waisenhaus. Liebe erfährt er dort keine, dafür umso mehr Schläge, Bestrafungen und Missbrauch. Sein Martyrium endet erst, als er adoptiert wird. Die Erinnerungen an damals lassen ihn jedoch nie los und er leidet selbst mit 41 Jahre noch unter Albträumen und Depressionen. Nachdem seine Adoptiveltern gestorben sind, wird die Einsamkeit noch schlimmer. Seine Freunde überreden ihn zu einer Kontaktanzeige, er soll so eine Frau kennen lernen und der Einsamkeit entgehen. Er lernt Lydia kennen, eine 40-jährige Lehrerin. Diese lebt nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter alleine und pflegt sie. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter erfährt Lydia Dinge aus ihrer Vergangenheit die sie schockieren und wütend machen. Die Geschichte von Jamie und Lydia wird sehr berührend erzählt. Es geht immer wieder in die Vergangenheit Jamies zurück, was er alles ertragen musste, wie schlimm es in dem Waisenheim war und wie kaputt seine kleine Kinderseele gemacht wurde. Der Hörer erfährt über das Leben von Lydia, ihrer Kindheit mit dem streng katholischen Vater und der fordernden Mutter. Wie es Jamie nach dem Tod seiner Adoptiveltern ergeht, wie sehr ihm seine Freunde helfen aus der Depression heraus zu kommen. Der Sprecher Gilles Karolyi liest dieses Buch und seine Stimme hat mir sehr gut gefallen. Nach dem Ende des Hörbuches wird darauf hingewiesen das die Geschichte fiktiv ist, das die geschilderten Zustände aus dem Waisenhaus auf realen Situationen basieren. Die Behandlungen der Kinder, ihre Erniedrigungen und Bestrafungen stimmen mit vielen Berichten und Erzählungen überein, die solche Institutionen überlebt haben. Solche Einrichtungen, die Industrial Schools, Waisenheime und Magdalenen Wäschereien wurden fast ein ganzes Jahrhundert lang von bestimmten Orden in Irland unterhalten. Von diesen Institutionen, die eigentlich nichts anderes als Orte der Sklavenarbeit waren, hat die römisch katholische Kirche großen Profit gezogen, auf Kosten verwaister Kinder oder von Kindern die ihren alleinlebenden Müttern gewaltsam entzogen worden waren. Die Grausamkeit und die Unmenschlichkeit dieser Zustände kam erst zu Beginn der 1990er Jahre ans Licht.  Die letzte derartige Institution wurde 1996 geschlossen.  (Zitat aus "Der übersehene Mann")      

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  • Traurige Einblicke in irische, katholische Geschichte

    Der übersehene Mann: Roman
    Christin87

    Christin87

    14. May 2014 um 17:48

    Jamie McCloone, der "übersehene Mann", ist ein einfach gestrickter Mensch. Nicht sonderlich gebildet, recht ungepflegt, mit einer schweren Kindheit. Er hat gerade seinen Onkel verloren und kämpft mit Depressionen. Aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Lydia Devine hingegen ist eine überbehütet aufgewachsene Lehrerin, die mit 40 noch bei der herrichen Mutter wohnt und diese pflegt. Jamie ist auf der Suche nach einer Partnerin fürs Leben, Lydia im Grunde nur nach einem vorzeigbaren Mann, der Sie auf die Hochzeit einer Bekannten aus Schulzeiten begleitet. Beide Figuren lernt man im Buch tiefgründig kennen und dazwischen finden sich Kapitel mit schmerzlich ungeschönten Einblicken in das Leben des kleinen Jamie in einem irischen, katholischen Waisenhaus. Er wird geschlagen, vergewaltigt, als Arbeitssklave gehalten. Die Geschichte endet auf sehr überraschende, unvorhersehbare Weise. Irgendwie war das Buch für mich nicht ganz rund. Die starken Kapitel die im Waisenhaus spielten waren den übrigen, die in den 70er Jahren spielen, für meine Begriffe weit überlegen. In letzteren ging die Intensität verloren, und sie hatten für meinen Geschmack einige Längen. Insgesamt kein schlechtes Buch, aber für mich reicht es nur für 3 von 5 Sternen.

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  • bisschen holprig, aber zu empfehlen

    Der übersehene Mann: Roman
    Alexandra-vom-April

    Alexandra-vom-April

    07. May 2014 um 11:45

    Das Buch hat mir gut gefallen. Ich kann es empfehlen. War manchmal etwas holprig und der Schluss war sehr überraschend.