Christina Meldrum Bittere Wunder

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Inhaltsangabe zu „Bittere Wunder“ von Christina Meldrum

Das Gift der Unschuld. Ein Mädchen vor Gericht. Für ein Verbrechen, das sie nie begangen hat ... Es ist ein unvorstellbares Leben, das die 17-jährige Aslaug führt: Völlig isoliert von der Welt wächst sie mit ihrer Mutter auf dem Land auf, die ihr alles beibringt über Gifte, Heilpflanzen, das alte Wissen der Menschheit – nur das Leben selbst bleibt ihr fremd. Als ihre Mutter unvermutet stirbt, ändert sich das schlagartig. Aslaug kommt bei ihrer streng religiösen Tante, deren Sohn und Tochter unter. Doch das neue Leben ist keine Befreiung. Aslaug wird von den Schatten ihrer Vergangenheit, ihrer Herkunft eingeholt und nach einem Brand steht das Mädchen vor Gericht. Die Anklage lautet: Mord …

Verwirrend aber irgendwie trotzdem toll...

— ShangriLadj
ShangriLadj

Dieses Buch ist etwas besonderes , dessen an Einfühlsamkeit und der Willkür des Lebens nicht mangelt

— Lolagiljon1
Lolagiljon1

Ich habe in dass buch reingelesen und war sofort gefesselt.Es ist keine Trivialliteratur.Das Buch ist hart aber einfühlsam und packend.Schön

— Melvadja
Melvadja

Enorm großes Potenzial, doch leider gelingt es Christina Meldrum nicht, mehr daraus zu machen...Schade!

— Ines_Mueller
Ines_Mueller

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  • Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    ACHTUNG! DIES IST EINE CHALLENGE UND KEINE VERLOSUNG ODER LESERUNDE! 
 ES GIBT KEINE BÜCHER ZU GEWINNEN!  Kunterbunte Regenbogen Challenge 2017 Ein neues Jahr bricht an und wir wollen es bunt und farbenfroh machen. Wie auch in den letzten Jahren, wird jeder Monat einer anderen Farbe gewidmet. Auch die Zusatzaufgaben kommen wieder zum Einsatz, jedoch in etwas anderer Form als bisher.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere  Farbe im Vordergrund. 
Lest dazu ein Buch, dessen Cover vorrangig in der vorgegebenen Farbe gehalten ist. Dabei gilt als Richtwert etwa 2/3 des Covers sollen in dieser Farbe sein. Die Farbbücher müssen im Monat der entsprechenden Farbe gelesen werden, sonst zählen sie nicht.    Es gibt noch  Zusatzaufgaben, die ihr in Kombination mit dem „Farbbuch“ lösen könnt. Diese Aufgaben sind (im Gegensatz zum Vorjahr) von Anfang bekannt und können beliebig mit den Farben kombiniert werden. Jede Zusatzaufgabe darf nur einmal gelöst werden!  Es gibt 13 Zusatzaufgaben, von denen ihr (logischerweise) nur maximal 12 lösen könnt (jeden Monat ein Buch). Warum ich 13 Aufgaben stelle? Weil ihr so etwas mehr Entscheidungsfreiraum habt.  Die Zusatzaufgaben MÜSSEN in Kombination mit einem Farbbuch gelesen werden - Lest ihr ein Buch, das nur die Zusatzaufgabe erfüllt, zählt dies leider nicht.  Zusatzaufgaben dürfen nachträglich nicht getauscht werden! Einmal gelöst, ist die Aufgabe aus dem Spiel.  Es gelten für diese Challenge alle Bücher, die mehr als 100 Seiten haben (es gilt immer die von euch gelesene Ausgabe).  Punkte  Für jedes  Farbbuch, das im richtigen Monat gelesen wurde gibt es  1 Punkt.  Für jede  Zusatzaufgabe, die in Kombination mit einem Farbbuch gelesen wurde gibt es noch  +1 Punkt.  Somit kann man im Monat maximal 2 Punkte bekommen.  BEISPIEL April: Grün  Ich lese „Zeitenzauber - Die goldene Brücke“ von Eva Völler.  Damit bekomme ich 1 Punkt für die Farbe.  Zusätzlich erfüllt es das Kriterium „Von einer Frau geschrieben“. Dafür erhalte ich ebenfalls 1 Punkt.  Damit habe ich im April insgesamt 2 Punkte gesammelt.  FARBEN Januar : Bunt Februar : Weiß März :  Gelb April : Grün Mai: Metallic / Glitzer Juni : Blau Juli : Lila / Violett August : Rosa / Pink September : Rot Oktober : Orange November : Braun Dezember : Schwarz ZUSATZAUFGABEN 1 ) Ein Buch, das verfilmt wurde. 2) Ein Buch, das mehr als 550g wiegt. 3) Ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover. 4) Ein Buch, das in Afrika, Asien oder Südamerika spielt. 5) Ein Buch mit Feuer oder Wasser auf dem Cover oder im Titel.  6) Ein Buch, dessen Autor mindestens 3 weitere Bücher veröffentlicht hat.  7) Ein Buch mit einer Zahl im Titel. 8) Ein Buch eines Autors, von dem du noch nichts gelesen hast. 9) Ein Buch, das vor 1950 erstmalig erschienen ist. 10) Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat (nennt den Preis). 11) Ein Buch, das von einer Frau geschrieben wurde. 12) Ein Klassiker  13) Ein Buch, das der zweite Teil einer Reihe ist WIE MACHE ICH MIT?  Erstellt einen Sammelbeitrag im Unterforum „Sammelbeitrag“ (BITTE NICHT UNTER „Bewerbung“!)  Schickt mir den Link zum Sammelbeitrag bitte in einer Nachricht!  Lest fleißig eure Bücher und sammelt Punkte! Tragt diese anschließend in euren Sammelbeitrag ein. Ihr könnt jederzeit in diese Challenge einsteigen, könnt aber nur ab dem aktuellen Monat mitmachen.  Noch Fragen?  Dann stellt diese gerne bei „Fragen & Antworten“. Antworten zu bereits gestellten Fragen werde ich dort im ersten Beitrag sammeln.  Seid ihr euch unsicher, ob euer Buch die Farbvorgabe erfüllt? Dann schaut im entsprechenden Thema nach. Dort tummeln sich viele liebe, hilfsbereite Menschen, die euch gerne weiterhelfen.  In den Monatsthemen könnt ihr euch zudem auch gerne über die Zusatzaufgaben, etc. austauschen.  Alles klar?  Dann freue ich mich, dass ihr dabei seid und wünsche euch ein farbenfrohes Jahr 2017!  Teilnehmerliste:  Aramara ban-aislingeach BeEe26 BlueSunset  booksvillavintage _Buchliebhaberin_ Car_Pe ClaraOswald Code-between-lines EnysBooks Gutti93 janaka  Johanna_Jay  Joo117 josie28 JulesWhetherther Kady katha_strophe kleinechaotin Kodabaer Kuhni77 LadySamira091062 lesebiene27 LostHope2000 louella2209 LubaBo mareike91  Mirijane MissSnorkfraeulein Mrs_Nanny_Ogg Nelebooks  papaverorosso PMelittaM Ponybuchfee QueenSize  sansol ScheckTina SomeBody StefanieFreigericht stebec sursulapitschi Talathiel Vucha zhera

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  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    01. October 2013 um 12:05

    "In meiner Vorstellung durchwandre ich die Welten von Yggdrasil. Ich stelle mir die Weltesche vor, deren Grün die Farbe des feuchten Klettermooses hat. Seine unzähligen Verästelungen verwandeln sich in Tausende von verwickelten Geschichten, die sich um Götter und Göttinnen, Elfen und Riesen und Zwerge ranken." Als ich "Bittere Wunder" entdeckte, war ich wahnsinnig gespannt auf dieses Buch und wollte es haben, obwohl sein Genre nicht unbedingt meinem gewohnten entspricht. Doch leider gelang es Christina Meldrum nicht, trotz des großen Potenzials, das aus diesem Buch zu machen, was es hätte sein können. Schon von der ersten Seite an war ich verwirrt und fand keinen Zugang zu diesem Buch, was mir auch zu keinem späteren Zeitpunkt gelang. Die Erzählweise, die zwischen Passagen der Gerichtsbefragungen und Aslaugs Erzählungen wechselt, erschwerte dies zusätzlich. Neben der Protagonistin Aslaug gab es noch viele weitere wichtige Personen, doch keiner von ihnen schaffte es in mein Herz. Im Gegenteil: Sie alle blieben flach, undetailliert und unglaubwürdig, was besonders im Falle Aslaugs hervortrat. Diese begeht immer wieder Handlungen die mir unglaubwürdig erschienen und wurde mir somit sogar ab einem bestimmten Zeitpunkt sehr unsympathisch. Zudem gibt es keinen roten Faden, der die Geschichte zusammenhält, sodass der Leser eher den Eindruck bekommt, die Autorin habe unterschiedliche Passagen zusammengesetzt. Die Handlung, die eigentlich so großes Potenzial hatte, plätschert vor sich hin und nach der Beendigung der Lektüre bleibt der Leser verwirrt und mit dem Gefühl zurück, dass nichts geschehen sei. Das Ende war meiner Meinung nach abrupt und schlecht gewählt. Zudem driftet "Bittere Wunder" ab einem bestimmten Zeitpunkt sehr in das religiöse ab, was ich einfach nur lächerlich fand. Teilweise waren diese Passagen sogar recht interessant, doch als es dann zum Thema Jungfrauengeburt kam und dabei blieb, konnte ich nur noch die Augen verdrehen.  Fazit: Trotz toller Grundidee gelingt es Christina Meldrum nicht, mehr aus "Bittere Wunder" zu machen als ein Buch, das seine Leser verwirrt und enttäuscht zurücklässt.

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  • Bittere Wunder - Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Zuckerwolke

    Zuckerwolke

    02. August 2013 um 01:44

    Meine persönliche Meinung: Ich habe ewig gebraucht, bis ich mal in die Geschichte hineingefunden habe. Die Charaktere fand ich ziemlich suspekt und ich konnte mich einfach mit nichts in diesem Buch identifizieren. Dennoch muss ich sagen, dass es gegen Ende hin wenigstens ein bisschen spannend wurde. Leider hatte ich mir aber aufgrund des Covers und des Klappentextes sehr viel mehr erhofft, war enttäuscht und habe wegen der Langeweile, die ich während des Lesens dieses Buches empfand, wochenlang gebraucht, um es zu beenden.  Deswegen nur 2 von 5 Sternen! Klappentext: Es ist ein unvorstellbares Leben, das die 17-jährige Aslaug führt: Völlig isoliert von der Welt wächst sie mit ihrer Mutter auf dem Land auf, die ihr alles beibringt über Gifte, Heilpflanzen, das alte Wissen der Menschheit – nur das Leben selbst bleibt ihr fremd. Als ihre Mutter unvermutet stirbt, ändert sich das schlagartig. Aslaug kommt bei ihrer streng religiösen Tante, deren Sohn und Tochter unter. Doch das neue Leben ist keine Befreiung. Aslaug wird von den Schatten ihrer Vergangenheit, ihrer Herkunft eingeholt und nach einem Brand steht das Mädchen vor Gericht. Die Anklage lautet: Mord …

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  • Wirklich keine leichte Kost.

    Bittere Wunder
    Lydia255

    Lydia255

    Meine Meinung: Das Cover ist sehr ansprechend und auffallend und ich finde es gut, dass der Verlag das englische Originalcover beibehalten hat. Die abgebildete Person soll wahrscheinlich Aslaug darstellen, obwohl ich sie mir ganz anders vorgestellt habe. Der Schmetterling kommt auch im Buch vor und ich finde es toll, dass der Hintergrund und die Landschaft dunkel, grün und bedrohlich wirkt. Ich finde zwar den englischen Titel "Madapple" besser, kann mich aber auch nicht über den deutschen Titel groß beschweren, da er zur Geschichte passt. Nachdem ich die ersten 30 Seiten gelesen hatte, habe ich ganz ernsthaft überlegt, das Buch abzubrechen. Nach langer Zeit war dies wieder das erste Buch, dass mir meine Leselust gänzlich verdorben hat. Ich habe es für ein paar Wochen weggelegt und wollte in der Zeit auch nichts anderes lesen. Genau genommen gebe ich diesem Buch die Schuld an meiner Leseflaute. Hört sich nicht gerade begeistert an, nicht wahr? Zum einen liegt es an dem wirklich sehr speziellen und seltsamen Schreibstil. Ich mag solche Schreibstile nicht und hatte es am Anfang wirklich unglaublich schwer, mich an ihn zu gewöhnen. Christina Meldrum schreibt "abgehoben", fragil, verwirrend und "neblig", wenn man das so sagen kann. Wenn man liest, fühlt es sich sogar ein bisschen wie unter Drogen an - zumindest so, wie ich mir diesen Zustand vorstelle. Alles ist so schwammig und es gibt eigentlich keinen Moment im Buch, wo etwas ganz knapp, klar und deutlich formuliert wird. Wie gesagt, bereits am Anfang wurde ich mit diesem Buch nicht warm, aber zum Glück habe ich mich dazu durchgerungen weiterzulesen, denn ich konnte mich nach etwa 100 Seiten endlich an den Schreibstil gewöhnen und die Geschichte wurde zunehmend interessanter, bzw. verwirrender. Es gibt immer abwechselnd ein Kapitel aus der Sicht von Aslaug in Ich-Form und Gegenwart und ein Kapitel aus dem Gerichtssaal bei Aslaugs Verhörung in Form von einfachen Frage-Antwort-Konstellationen. Am Anfang war das etwas seltsam, weil die Dialoge aus dem Gerichtssaal oft den Lesefluss störten, aber später verstand ich immer mehr die Zusammenhänge, denn beide Erzählweisen geben dem Leser ein Puzzleteilchen nach dem anderen. Wenn alle Charaktere in diesem Buch eines nicht sind, dann durchschnittlich und durchschaubar. Aber leider waren sie mir persönlich einfach zu seltsam, zu abgehoben. Ich habe keinen einzigen Charakter so gut verstanden oder sympathisch gefunden, dass ich ihn wirklich mochte und am wenigsten Aslaug. Nach einem Leben wie das von Aslaug, kann ich mir gut vorstellen, dass man nicht mehr klar denken kann. Nach dem Tod ihrer Mutter und der plötzlichen Unabhängigkeit, kann ich das noch besser verstehen. Aber kaum findet sie ihre Verwandten, wird sie auch schon wieder eingesperrt. Alle um sie herum verheimlichen ihr ihr ganzes Leben und sie kann Realität und Einbildung nicht mehr richtig unterscheiden. Ich mochte den Schreibstil und die Charaktere also schonmal nicht, was dem Buch bei mir sehr schlechte Karten gibt. Doch anscheinend hatte es noch ein Ass im Ärmel, denn letztendlich fand ich das Buch gar nicht mal so schlecht. Warum? Das Buch konzentriert sich übermäßig stark auf Drogenpflanzen oder generell Pflanzen mit besonderen Wirkungen und auf sehr abgehobene Religionstheorien. Beides wird ziemlich detailiert besprochen und beschrieben, sodass sich alles oft in die Länge zieht, aber ich fand beide Themen trotzdem ganz interessant und man hat das Gefühl in der Pflanzenkunde etwas dazuzulernen. Jedoch gewinnt die Story gleichzeitig durch viele überraschende Wendungen an Spannung und gegen Ende ertappte ich mich dabei, wie ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte. Es wurde von einer Sekunde auf die andere total fesselnd und man fühlt sich wie aus dem Trab in den Galopp versetzt. Auch wenn dieser Sprung erst ganz am Ende geschieht, hat mir das noch gereicht, um das Buch doch noch ganz gut zu finden. Fazit: Ganz knappe 3 von 5 Punkten! Dieses Buch ist alles andere, als leichte Kost.

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    • 3
  • Sehr speziell!

    Bittere Wunder
    Jessi2011

    Jessi2011

    20. April 2013 um 11:49

    Das Buch weckte mein Interesse, da es für mich nach einer Geschichte klang, von der ich so bisher noch nicht gehört habe. In dieser Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht. Was mich aber wirklich erwartete, damit hätte ich nicht gerechnet! Es geht um die 17-jährige Aslaug, die alleine mit ihrer Mutter auf dem Land aufwächst. Sie hat keinen Kontakt zu anderen Menschen, ihre Mutter ist ihre einzige Bezugsperson. Aslaug weiß alles über Heilpflanzen und auch Gifte – das alles bringt ihr ihre Mutter bei. Als diese jedoch stirbt, ist Aslaug aufgeschmissen. Nie hat sie die „reale“ Welt kennengelernt und nun ist sie komplett auf sich alleine gestellt. Bis sie bei ihrer streng religiösen Tante unterkommt. Dort sieht alles gut aus. Doch plötzlich wird Aslaug wegen Mordes angeklagt... Wie schon geschrieben, fiel es mir leider sehr schwer, in das Buch hineinzukommen. Im ersten Kapitel erzählt Aslaug aus ihrer Vergangenheit im Jahre 1987. Dann erlebt man einen Sprung ins Jahr 2007, wo man einen Ausschnitt aus einer Gerichtsverhandlung vorfindet. Im nächsten Kapitel findet man sich im Jahre 2003 wieder, wo Aslaug erneut von ihrem Leben erzählt. Im vierten Kapitel stößt man dann erneut auf einen Ausschnitt aus einer Gerichtsverhandlung im Jahre 2007. Dieses „System“ zieht sich dann durch das komplette Buch – ein Kapitel aus Aslaugs Sicht im Jahr 2003, eins von der Gerichtsverhandlung im Jahr 2007. Das hat mich zu Beginn total verwirrt und mir wurde auch erst im Verlauf des Buches langsam klar, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Dementsprechend schwer fand ich den Anfang des Buches. Aslaug als Erzählerin fand ich eher schwierig. Da sie bisher ihr komplettes Leben abgeschieden und nur mit ihrer Mutter auf dem Land verbracht hat, hat sie keine Ahnung vom Leben außerhalb und dementsprechend schwer fand ich es manchmal, ihre Ansichten und Gedanken nachzuvollziehen. Deshalb fand ich auch den Schreibstil eher schwierig. Für dieses Buch muss man sich auf jeden Fall Zeit nehmen, sonst kommt man damit nicht wirklich gut klar. Oft erzählt Aslaug über Heilpflanzen, Gifte und ihre Wirkung. Zu Beginn fand ich das sehr interessant, doch irgendwann wurde es für mich zu viel und ich überflog diese Stellen häufig, da es mich nicht mehr so richtig interessierte. Das fand ich schade. Aber generell finde ich die Idee super, solche Informationen einzubauen. Die Idee, abwechselnd Aslaugs Sicht der Dinge und dann von der Gerichtsverhandlung zu lesen, fand ich ebenfalls interessant. Es war jedoch ein bisschen schade, dass das Ganze so verwirrend angeordnet war. Zudem ist „Bittere Wunder“ anders, als Bücher, die ich bisher gelesen habe. Das liegt an Aslaugs Sprache, sowie auch an den Situationen, bei denen ich oft gedacht habe, dass sie weit in der Vergangenheit spielen.  Was mich aber berührt hat, waren die Situationen, in die Aslaug geraten ist. Oft konnte ich kaum glauben, was ich dort gelesen habe, so unfair fand ich es! Vor jedem Kapitel, in dem Aslaug erzählt, findet man die Zeichnung einer immer wieder auftauchenden Pflanze. Auf dieser Zeichnung findet man wiederum den Namen einer bestimmten Pflanze, die in diesem Kapitel auch eine Rolle spielt. Vor den Kapiteln der Gerichtsverhandlung findet man jeweils immer die gleiche Pflanze. Das ganze Buch wirkt auf mich immer noch recht seltsam. Bis zum Schluss wusste ich nicht, worauf das Ganze hinausläuft und genau das kannte ich bisher von so gut wie keiner anderen Geschichte, was mich dem Buch auch immer noch skeptisch gegenüber stehen lässt. Es wirkt alles sehr geheimnisvoll und oft habe ich mich gefragt, was wohl zum Schluss des Buches herauskommen wird. Dementsprechend war das Buch für mich komplett unvorhersehbar und ich wurde mit vielen Ereignissen überrascht. So verwirrt ich von dem Buch auch war, zum Schluss hat es mir richtig gut gefallen und wurde so spannend, dass ich kaum mit dem Lesen aufhören konnte. Nichtsdestotrotz hat mir „Bittere Wunder“ gab es aber leider doch zu viele negative Punkte. Und deshalb bekommt das Buch drei von fünf Punkten!

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  • Ein Buch, dass die Geister scheiden wird

    Bittere Wunder
    Heffa89

    Heffa89

    03. April 2013 um 15:19

    Zusammenfassung: Eine wirklich herausragend und komplexe Geschichte, die vermutlich nicht für Jedermann geeignet ist. Doch, wenn das Buch einen fesselt, dann lässt es einen nicht mehr los. Theologie, Mythologie, Botanik und die Mischung allem in einer autarken Welt, aus der man am Ende herauskommt und nicht mehr weiß: Was in dieser Welt ist wirklich real oder nicht? Ein wirklich sehr, sehr gelungenes Debüt. Die Autorin weiß es zu nutzen, einen auf bestimmte Fährten zu locken, um am Ende in Zweifeln zu verharren. Absolutes Must-read! Gesamte Rezension: http://wp.me/p3k7UP-Uj

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  • Überraschend anders!

    Bittere Wunder
    Cupcake_Princess

    Cupcake_Princess

    03. April 2013 um 01:10

    Das Buch „Bittere Wunder“ von Christina Meldrum fährt mit einer sehr ungewöhnlichen Mischung aus Mythologie, Religion und Pflanzenkunde auf, die ich beim Lesen des Klappentextes so detailreich nicht erwartet hätte. Vor allem das Thema Pflanzenkunde ist mir persönlich nicht sehr vertraut, dennoch waren die gelesenen Fakten während des Buches keineswegs langatmig oder nervend, sie stellten eher eine Möglichkeit dar die Geschichte fortzuführen und den Leser mit ihrer Andersartigkeit vollkommen zu überraschen. Das Cover des Buches ist wirklich gut gelungen. Es zeigt Aslaug, inmitten einer Wiese, weitab von jeglicher Zivilastion und vollkommen allein, abgesehen von einem Falter, den sie in den Händen hält. Dieses Bild ist die perfekte Beschreibung von Aslaug, wie sie sich zu Beginn und auch während der Geschichte fühlt. Abgesehen davon finde ich das Motiv an sich auch sehr schön. ;) Der Roman selbst ist aus der Sicht der 15-Jährigen Aslaug geschrieben, wird jedoch ständig von einer in Dialogform gehaltenen Gerichtsverhandlung unterbrochen. Auf den ersten Seite wurde man dadurch regelrecht aus dem Lesefluss herausgerissen, doch nach dem zweiten oder dritten Auszug aus der Verhandlung stellt es ein sehr gut gewähltes Stilmittel dar, welches dem Leser Stück für Stück mehr Informationen zur Handlung verrät. Teilweise wird während den Verhandlungen dem Inhalt der Geschichte vorgegriffen, was jedoch keineswegs störend ist, viel eher wird man dadurch nur noch neugieriger, was genau nun eigentlich geschehen ist. Das Stilmittel ergänzt sich im Laufe der Erzählung einfach perfekt zu den Kapiteln, die aus Aslaugs Sicht geschrieben wurden. Die Kapitel selbst wurden jeweils mit verschiedenen Pflanzennamen betitelt, die währenddessen eine Rolle spielen und die die Geschichte mit interessanten Hintergrund Informationen füllen. Aslaug und ihre Mutter, Maren, stehen stets im Fokus der Erzählung. Auch nach deren Tod gibt es immer wieder Rückblicke, aus Aslaugs Vergangenheit, die teilweise schockieren, teilweise aber auch ein gewisses flaues Gefühl im Magen hinterlassen. Man erfährt, dass Aslaug stets von ihrer Mutter abhängig war, und dass ihre Beziehung trotz der Lieblosigkeit dennoch von einer gewissen Art von Liebe geprägt war. Zumindest glaubt Aslaug dies, denn bisher hat sie es nicht anders kennen gelernt. Bisher gab es in ihrem Leben nur ihre Mutter, die Pflanzen und die Bücher, mit denen sie zu Hause unterrichtet wurde, und deren Passagen teilweise geschwärzt waren, damit Aslaug nicht zu viel von der wirklichen Welt erfährt. Bisher lebte sie ein völlig isoliertes Leben geben. Mit 15 beherrscht sie mehrere Fremdsprachen, und kennt sich draußen auf der Wiese um einiges besser aus, als mit dem normalen Leben, dass ein 15-jähriges Mädchen führen sollte. Man kann sich während der Geschichte eher schwer mit Aslaug identifizieren, was aber auf Grund ihrer Vergangenheit wohl nachvollziehbar ist. Allerdings lässt dies die Protagonistin keineswegs unglaubwürdig wirken, man kann stets verstehen, wieso sie so manipulierbar und manchmal sogar ein wenig verquer wirkt. Während der Geschichte wird sie mit ständig mit für sie vollkommen neuen Situationen konfrontiert. Zuerst stirbt ihre Mutter, bisher ihre einzige Bezugsperson, dann wird sie in eine neue streng religiöse Familie aufgenommen und muss nun ein vollkommen neuartiges Leben beginnen. Im Verlaufe der Geschichte treten neben Aslaug noch Sara, die Schwester Marens, Susanne und Rune in den Vordergrund, jedoch werden diese Charaktere bei weitem nicht so detailliert und ausführlich gezeichnet, wie die Protagonistin und deren Mutter. Dennoch erfährt man auch hier genau so viel über die Nebencharaktere, dass auch sie keineswegs unglaubwürdig wirken. Christina Meldrum ist es gelungen den Leser immer wieder mit kleinen Fakten zu füttern, die das Bild, das entstehen soll, nur langsam zeichnen. Dennoch ist man die ganze Zeit über gespannt, wie es nun weiter gehen wird und wie genau die Zusammenhänge nun dargestellt werden. Erst gegen Ende der Geschichte erhält man alle Informationen, damit man sich ein klares Bild machen kann und wird mit der schockierenden, teilweise grausamen Auflösung konfrontiert. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und wenn man sich nicht an der immer wiederkehrenden Religion, oder der Pflanzenwelt stört, durchaus sehr lesenswert. Die Geschichte selbst ist sehr komplex geschrieben, was mich unter der Kategorie „Jugendbuch“ doch eher überrascht hat. Die Diskussionen über Religion und die Fakten über die Pflanzenwelt sind meiner Meinung nach vielleicht etwas zu schwerwiegend für junge Leser. Auch die eigentlichen tiefen Abgründe in der Familiengeschichte, die sich während der Geschichte auftun, sind vielleicht eine eher schwierige Thematik für Jugendliche. Aslaug setzt sich vordergründig weder mit ihrer ersten Liebe, noch mit etwas fantastischem auseinander, sondern wird mit den Abgründen ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Ich persönlich würde dieses Buch eher nicht als Jugendbuch empfehlen. FAZIT Alles in allem hat mich Christina Meldrum mit dem Roman sehr überrascht. Die Verknüpfung der Themen und die Wahl der Stilmittel treiben das Lesen sehr rasch voran und machen sehr neugierig, wie es mit der Geschichte weiter geht. Nur langsam werden hier alle Informationen aufgedeckt, doch wer bis zum Schluss der Geschichte dabei bleibt, wird durchaus mit diesem Andersartigen, aber keinesfalls langweiligen, Werk belohnt!

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Wonder_

    Wonder_

    02. March 2013 um 14:34

    "Bittere Wunder" ist ein Buch, das sich nur schwer mit anderen Büchern vergleichen lässt. Sowohl Handlung als auch Schreibstil sind außergewöhnlich und markant. Die Originailtät der Story zieht den Leser in seinen Bann, die Thematik ist zugleich faszinierend und abschreckend. Zum Glück wurde das Originalcover übernommen. Es zeigt eine Schlüsselszene des Buches und vermittelt ein klares und überzeugendes Bild der Protagonistin Aslaug. Lediglich die deutsche Titelwahl finde ich etwas unglücklich. Das "Madapple" des Originals sagt mir wesentlich mehr zu. In "Bittere Wunder" findet man alles, außer normale Durchschnittsmenschen. Aslaug ist abgeschirmt von der Welt aufgewachsen, nur in Gesellschaft ihrer Mutter. Die Welt, in der sie lebt, ist ihr völlig fremd und auch über ihre Herkunft weiß sie nichts. Sie kennt weder ihren Vater, noch ihr eigenes Spiegelbild, denn ihre Mutter sorgt dafür, dass Aslaug sich selbst nie zu Gesicht bekommt. Aslaugs Mutter ist eine merkwürdige Frau, bei der man sich ständig unsicher ist, ob sie verrückt ist oder nicht. Auch bei Aslaugs Tante und deren Kindern ist es nicht anders und somit bildet eine Gruppe von merkwürdigen Figuren das Gerüst der Geschichte. Identifizieren kann man sich nur schwer mit den Charakteren, allerdings sind diese großteils sehr authentisch dargestellt, was sowohl erschreckend, als auch faszinierend ist. Aslaugs Gedanken sind Handlungen sind gut nachvollziehbar, auch wenn man Aslaug selbst oft nicht wirklich zu fassen bekommt. Aslaug lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus, weit weg von der Stadt. Völlig abgeschirmt von der Außenwelt wächst Aslaug dort auf, nur in Gesellschaft ihrer Mutter. Von ihr lernt sie alles über Pflanzen, Physik, Mythen und auch verschiedene Sprachen. Doch Aslaugs Mutter ist schwer krank und als sie plötzlich stirbt, fällt Aslaugs sichere Welt in sich zusammen. Sie kommt bei ihrer Tante und deren Kindern Susanne und Rune unter, von denen sie bisher nicht einmal wusste. Ihre Tante ist Leiterin einer Kirche und hat mit ihrer Tochter Sanne, die diesen Glauben strickt ablehnt aller Hand zu tun. Die Beziehung zu ihrer neuen Familie scheint gleich zu Anfang zu eskalieren, denn Aslaugs Tante zerstört das Bild, das das Mädchen von ihrem Vater hatte, und bringt damit ihre Welt noch mehr durcheinander. Das Ganze spitzt sich zu, als Susanne Aslaug im Glauben unterstützt, dass sie tatsächlich eine Jungfrauengeburt sein könnte, so wie Aslaugs Mutter es immer behauptet hat. Völlig surreal, wie auch Aslaug insgeheim findet, doch dann wird sie selbst plötzlich schwanger.... Und einige Jahre später steht sie vor Gericht. Angeklagt wegen Mord.... Die Geschichte vereint verschiedenen Themen, die meistens immer nur am Rande eine Rolle spielen, hier jedoch im Mittelpunkt stehen. Die Pflanzenkunde und verschiedene Religionen stehen hier im Fokus, und somit wird der Leser nicht nur unterhalten, sondern lernt auch noch etwas. Der große Vorteil dieses Buches ist, dass die Thematik noch neu und unverbraucht ist, denn ansonsten würde die Story wahrscheinlich nicht unbedingt beigeistern. So allerdings kann sie den Leser fesseln und bereitet einige spannende Lesestunden. Der Schreibstil ist sehr markant und außergewöhnlich. Die Ausdrucksweise der Autorin ist oft merkwürdig, aber dennoch so authentisch, dass man sich oft so fühlt, als würde man sich tatsächlich in Aslaugs Kopf befinden. Die Spannung wird dadurch gesteigert, dass nach jedem Kapitel ein Sprung in die Zukunft gemacht wird, direkt in Aslaugs Gerichtsverhandlung, bis die beiden Zeitstränge schließlich ineinander fließen.

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Selene87

    Selene87

    17. February 2013 um 12:57

    Vielleicht stehe ich mit meiner Meinung zu diesem Buch etwas alleine da - soweit ich sehen konnte, hat diese Geschichte den meisten bisher gut gefallen - aber ich musste mich meist zum Weiterlesen animieren. Gefallen hat mir, dass es zwischen dem Jahre 2003 bzw 2004 und dem Jahr 2007, in welchem die Gerichtsverhandlung stattfindet, wechselt. Auch gab es einige interessante mythologische, biologische, pharmakologische und religiöse Aspekte, die ich gerne gelesen und auch mit gewisser Neugier verfolgt habe. Aber schon der Anfang des Buches war für mich eher verwirrend und ich kam nie ganz in die Geschichte rein. Auch hatte ich keinen rechten Zugang zu Aslaug, der Hauptperson. Die Story ließe sich auch sehr kurz zusammenfassen, was ich an dieser Stelle aber natürlich nicht mache. Sachlich gesehen hat das Buch mir schon etwas geboten, aber von der Story hat es mich leider gar nicht weiter berührt.

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    13. February 2013 um 16:11

    ~Inhalt~ - Die siebzehnjährige Aslaug wird allein von ihrer Mutter aufgezogen. Diese sorgt dafür, dass ihre Tochter fern jeglicher Einflüsse aufwächst. Das junge Mädchen kennt nur den Umgang mit Pflanzen, besonders den mit den giftigen, mit Menschen hat sie nichts zu tun. Ihre Mutter schirmt sie völlig ab. Aslaug kennt es nicht anders, aber irgendwann beginnt sie sich zu fragen, wie es wohl sein würde, würde sie ganz normal leben. - Als ihre Mutter stirbt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Aslaug landet vor ein Gericht: Sie steht unter Verdacht, ihre Mutter getötet zu haben. Dabei stellt ein großes Geheimnis um das junge Mädchen alles in den Schatten … - ~Einschätzung~ - Mit ihrem Debütroman „Bittere Wunder“ erzählt Autorin Christina Meldrum eine unheimlich spannende Geschichte, in der es sehr vielschichtig, niemals ganz durchschaubar und vor allem überraschend zugeht. Die Geschichte kommt gleichzeitig als aufregender Jugendroman daher, sollte aber auch erwachsene Leser nicht mehr loslassen und zu begeistern wissen. - Aslaug wächst bei ihrer Mutter auf und hat sonst mit niemandem Kontakt. Ihr Leben ist nicht leicht. Sie wird von ihrer Mutter unterrichtet, lernt unzählige Sprachen und alles, was sie über die Pflanzen, die ihre Mutter so sorgsam pflegt, wissen muss. Als ihre Mutter schwächer wird und plötzlich stirbt, steht Aslaug ganz allein da und weiß nicht, was zu tun ist. Als jemand beobachtet, wie sie ihre Mutter vergräbt und steht Aslaug bald vor Gericht und muss sich verteidigen. Dabei spitzt sich die dramatische Geschichte um das besonders scheinende Mädchen immer weiter zu … - Eins muss man der Autorin lassen: wenn man die Geschichte um die sympathische, kluge Aslaug und ihre herrische Mutter zu lesen beginnt, ahnt man kein bisschen, wo das Ganze hinführen wird. Alles wirkt recht geheimnisvoll, skurril und mit dem, was weiter passiert, kann man im Vorfeld so wirklich nicht rechnen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das hat „Bittere Wunder“ zu einem besonders spannenden Leseerlebnis gemacht. - Die Geschichte wird abwechselnd aus Aslaugs Sicht und den Gesprächen im Gerichtssaal erzählt, was mir unglaublich gut gefallen hat. Besonders die Gerichtsszenen in ihrer Einfachheit – da sie nur in Stichpunkten erzählt werden und ganz ohne Beschreibungen auskommen – haben mir besonders gut gefallen. Diese Szenen haben die Geschichte mit jedem neuen Kapitel vorangetragen und das Geheimnis um Aslaug näher ergründet. - Die Autorin schreibt sehr packend, wortgewandt und beeindruckend. In ihrem Buch finden sich neben dem großen Thema Pflanzen auch viele Informationen rund um Religion wieder und nehmen eine spezielle Rolle in der Geschichte ein. Ein besonderer Roman, den ich nur empfehlen kann! - ~Fazit~ - Ein Debütroman, wie man ihn noch nicht gelesen hat. Packend, speziell, schön geschrieben. „Bittere Wunder“ enthält spannende Momente rund um einen Mordfall, findet aber auch viel Platz für Themen wie Pflanzen und Religion, die hier beeindruckend, aber niemals langweilig eingefangen wurden. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Kanya

    Kanya

    10. February 2013 um 18:54

    Die Handlung: Aslaug wächst in völliger Isolation auf. Allein ihre Mutter kümmert sich um sie und bringt ihr bei, was sie für richtig hält. Viele Passagen in Büchern schwärzt sie und sie bringt Aslaug notgedrungen Dinge bei, die die Schulbehörde für wichtig hält. Viel wichtiger findet sie, dass Aslaug sich mit Heil- und Giftpflanzen auskennt und verschiedene Sprachen, Religionen und Mythologien kennt. Über das wirkliche Leben erfährt sie gar nichts. Als dann ihre Mutter stirbt, kommt sie zu ihrer Tante, von der sie bis dahin nichts wusste. Diese ist stark religiös und Aslaug ist dort nicht glücklich. Nach einem fürchterlichen Brand steht Aslaug vor Gericht, die Anklage lautet Mord... Meine Meinung: "Bittere Wunder" hat mich sehr überrascht. Es ist ganz anders, als ich erwartet hätte. Es hebt sich durch einen ungewöhnlichen Schwerpunkt sehr von anderen Jugendbüchern ab. Es werden immer wieder in die eigentliche Handlung Informationen zu Pflanzen und Religionen eingeflochten und es geht um ein junges Mädchen, dass ganz anders ist als alle anderen, was an ihrer Isolation liegt. Allerdings ist der Einstieg nicht so ganz einfach und ich würde vielleicht die Altersempfehlung höher ansetzen, da mich das Buch mit 12 nicht interessiert hätte. Man muss sehr konzentriert dabei sein um die Zusammenhänge zu verstehen, da die Handlung sehr komplex ist und es wirklich sehr viele Pflanzenerklärungen gibt. Mich hat das Buch vor allem durch seine Originalität und Aslaugs Lebensumstände überzeugen können. Das Buch spielt vom Jahre 2003-2007 und zeigt ein Leben, wie man es sich heute gar nicht vorstellen kann. Schon allein, wie Aslaug aufgewachsen ist, wirkt total fremdartig und hat so auf mich einen besonderen Reiz ausgeübt. Dann kommt sie in die religiöse Familie ihrer Tante und auch da ist das Leben anders, als ich es kenne. Das Buch zeigt nicht viel nervenaufreibende Spannung, aber die Aufklärung des Brandes und die anspruchsvolle und gut durchdachte Handlung konnte mich fesseln. Dazu gibt es viele Stellen, die sehr schockierend und grausam sind und ich gar nicht anders konnte, als emotional betroffen darauf zu reagieren. Selten habe ich ein so ausdrucksstarkes und tiefbewegendes Jugendbuch gelesen. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wie das Buch ausgeht. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen, so dass "Bittere Wunder" alles andere als vorhersehbar ist. Das Ende ist schlüssig und rundet das Buch gut ab, auch wenn nicht alle Fragen geklärt sind. Die Protagonisten: Aslaug ist durch ihre Erziehung, wie schon erwähnt, alles andere als ein typischer Teenager. Sie hat eine sehr bildhafte Denkweise und ein ganz anderes Weltverständnis, als man es in der heutigen Zeit meinen könnte. Man merkt hier, wie sehr Isolation und die Erziehung auf Kinder Einfluss haben. Sie weiß nichts über das normale Leben, kann aber viele Fremdsprachen sprechen und versteht sogar die Runenschrift. Durch ihre ganz eigene Sichtweise der Dinge, ist es schwer ihre Handlungen nachzuvollziehen. Dennoch habe ich stets mit ihr mitgefühlt, da sie ein sehr schweres Leben hatte und nichts so läuft, wie es laufen sollte. Aslaugs Mutter Maren ist mir von grundauf unsympathisch. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sie ihre Tochter völlig isoliert hat, da ihre Beziehung auch alles andere als liebevoll war. Sie hat ihre Tochter völlig abhängig von sich gemacht und ihr so viel vorenthalten. Später lernt man dann noch Marens Schwester Sara und ihre Familie kennen, dabei sind alle Protagonisten auf ihre Art detailliert und irgendwie auch glaubhaft ausgearbeitet, wenn man sich die Hintergründe von ihnen vor Augen hält. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist ebenfalls eher anspruchsvoll und die vielen Erklärungen der Pflanzen und Religionen stören den Lesefluss etwas. Dennoch weiß der Schreibstil zu fesseln und Christina Meldrum zeigt dem Leser schockierende Einblicke in die Abgründe der menschliche Psyche und schreibt dabei sehr symbolisch. Die Handlung ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Aslaug und einem Dialogteil des Gerichtsverfahrens geschrieben. Das hat mir gut gefallen, da so nach und nach die Geheimnisse aufgedeckt wurden und ich einen etwas besseren Bezug zu Aslaug bekommen habe. Das Cover/der Buchtitel: Das Cover wurde vom Original übernommen, was ich gut finde. Es passt sehr gut zu dem Inhalt und ich mag den eher düsteren Grundton. Mir ist das Buch zuerst wegen dem Cover aufgefallen. Mir hätte hier der Originaltitel besser gefallen. Der deutsche Titel bietet aber auch einige Interpretationsmöglichkeiten, so dass er auch ganz gut passt. Fazit: "Bittere Wunder" ist ein anspruchvolles Buch, dass sich mit einer schwierigen Familiengeschichte und schlimmen Schicksalsschlägen befasst. Dabei stehen neben der Haupthandlung Pflanzen, Religion und Mythologie im Mittelpunkt, was nicht jedem gefallen dürfte. Mich hat es vor allem durch seine Originalität, Symbolhaftigkeit und Aslaugs außergewöhnliche Lebensumstände überzeugen können.

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Brina1983

    Brina1983

    07. February 2013 um 20:25

    Kurzbeschreibung lt. amazon: Das Gift der Unschuld. Ein Mädchen vor Gericht. Für ein Verbrechen, das sie nie begangen hat … * Es ist ein unvorstellbares Leben, das die 17-jährige Aslaug führt: Völlig isoliert von der Welt wächst sie mit ihrer Mutter auf dem Land auf, die ihr alles beibringt über Gifte, Heilpflanzen, das alte Wissen der Menschheit – nur das Leben selbst bleibt ihr fremd. Als ihre Mutter unvermutet stirbt, ändert sich das schlagartig. Aslaug kommt bei ihrer streng religiösen Tante, deren Sohn und Tochter unter. Doch das neue Leben ist keine Befreiung. Aslaug wird von den Schatten ihrer Vergangenheit, ihrer Herkunft eingeholt und nach einem Brand steht das Mädchen vor Gericht. Die Anklage lautet: Mord … * Erster Satz: Die Frauen, die Hand in Hand daherkommen, erinnern mit ihren schlaksigen Gliedern, geröteten Wangen und flachsblonden Zöpfen an Schulmädchen. * Meine Meinung: Mir fällt es schwer über das Buch zu schreiben, ohne etwas zu verraten. Daher ist der gespoilerte Text markiert. * Wow, was für ein Schicksal. * Aslaug hat ein wahrlich merkwürdiges Leben. Sie wächst sehr einsam und zurückgezogen mit ihrer Mutter auf. Sie lernt alles über Pflanzen und viele viele Sprachen und wird von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet. Eines Tages stirbt ihre Mutter und Aslaug wird verdächtigt sie ermordet zu haben. Das wurde dann aber widerlegt. Aslaug zieht nach Bethan zu ihrer Tante. Das ist die Predigerin Sara und ihre Kinder Sanne und Rune. Und alles wird noch viel schlimmer für Aslaug…Es gibt so viele Fragen…Aslaug kennt doch das wahre Leben nicht…Und wer ist ihr richtiger Vater? * Die Geschichte wird aus zwei Zeiten erzählt. Die Gegenwart, in der Aslaug angeklagt wird, ihre Tante und Cousine umgebracht zu haben. Und sich somit mitten im Gerichtsprozess befindet. Und die Vergangenheit, in der es um Aslaug’s Leben geht. Dort wird die ganze Wahrheit offengelegt. * Ich bin schockiert. Ich bin so schockiert, dass mir erst einmal die Worte fehlten. Ich hab getrauert und geweint. Ich habe so sehr um Aslaug’s Schicksal geweint. Ich habe drei Kinder und kann mir nicht vorstellen, was ich tun würde, wenn man mir meine Kinder wegnehmen würde. Aslaug lebt in so einer verdrehten Welt, dass ihr gar nicht wirklich bewusst ist, was ihre Tante Sara und ihre Cousine Sanne ihr antun. Sara, die Predigerin in der Kirche und ihre Tochter Sanne sind in meinen Augen psychisch instabil. Und Rune, der als „der Dumme“ galt, zeigt am Ende, dass er ein sehr großes Herz hat. * Ich habe mich nicht gewundert, dass Aslaug sich nach dem Tod ihrer Mutter so verhalten hat. Sie hat es doch einfach nicht anders gelernt. Und dafür, dass sie noch so jung war, ist sie wahnsinnig gut damit umgegangen. Den Behörden und Ämtern gegenüber ist sie sehr zurückhaltend. Sie möchte ihr Leben lieber alleine in den Griff bekommen. Aslaug fühlt sich einigermaßen sicher bei den „Lerner’s“. Leider wird sie maßlos enttäuscht. * [Spoiler! Es ist nur so furchtbar, wie sie damit umgeht bzw. zu spät merkt, was für kranke Menschen die Lerner's sind. Als sie tatsächlich schwanger wird, meinen Sanne und Sara doch, es sein ein Kind Gottes. Und damit Aslaug auch ja nicht abhaut, sperren sie sie ein. Aslaug wird über Monate „mit Gewalt“ festgehalten. Das heißt, gegen ihren Willen, aber wirklich wehren tut sie sich auch nicht. Die schlimmste Situation in der Geschichte ist, als Aslaug ihr Baby bekommt und es ihr vorenthalten wird. Durch Rune bekommt sie aber endlich Kontakt zu ihrem Kind. Er hat Aslaug damit von den Seelenqualen befreit. Und dann lebt Aslaug mit der Familie und ihrem Baby/Kind, Sofie Phalia zusammen. Obwohl sie so gequält worden ist. Das ist so unvorstellbar...Und ich dachte, wie gesagt, dass wäre das Schlimmste...nein...es kommt für Aslaug noch schlimmer. Rune und Bekka hauen mit ihrem Kind ab.Wie furchtbar ist das denn? Aber zum Glück gibt es Rune und sein Herz...Spoiler Ende] * Es ist Wahnsinn, wie mich das Buch gefesselt und gleichzeitig abgestoßen hat. Die Autorin hat eine tolle Art zu schreiben. Sie hat es geschafft, mich in die Welt rund um Aslaug zu entführen und für sie einzunehmen. Es werden viele Geheimnisse gelüftet. Was für Abgründe es doch in der menschlichen Psyche gibt…und wir gut man solche Schicksale verdrängen kann um dann mit ihnen weiterzuleben…Es ist ein unglaubliches und schockierendes Werk. Ich kann das Buch aber nicht 12-jährigen Kindern weiterempfehlen, wie es offiziell angegeben wird. Dazu ist die ganze Geschichte zu anspruchsvoll vom Thema her. Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann die Geschichte aber sicherlich genauso wie mich überzeugen. * Ich vergebe 4 Bücher.

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Kittyzer

    Kittyzer

    01. February 2013 um 00:20

    - Detective, nur damit das klar ist, Sie haben keinerlei Hinweise für eine Verbindung von Aslaug mit dem Tod der beiden Frauen oder dem Brand, außer dass sie sich am Tatort aufhielt, ist das richtig? - Unter den gegebenen Umständen würde ich sagen, dass das doch ausreichen sollte. - Einspruch. Antrag auf Streichung. Spekulation. - Stattgegeben. - Bitte beantworten Sie die Frage mit Ja oder Nein. - Nein. - Danke, Detective. Ich habe keine weiteren Fragen. -- INHALT: Die 15jährige Aslaug wächst in völliger Isolation auf, ihre einzigen menschlichen Kontakte sind ihre eigene Mutter; zynisch, spöttisch, grausam, aber auch ihre Beschützerin, und der Nachbar, der nur beobachtet. Aslaug weiß alles über Pflanzen und ihre Kräfte, aber das wirkliche Leben lernt sie kaum kennen. Jedenfalls nicht, bis ihre Mutter unerwartet stirbt. Sie findet Unterschlupf bei ihrer Tante Schwester und deren Kindern, doch auch dort fühlt sie sich nicht frei. Die krankhafte Religiosität ist für sie wie ein neues Gefängnis. Dann kommt es zu zwei Toten und einem Brand - und Aslaug steht vor Gericht... MEINE MEINUNG: "Bittere Wunder" von Christina Meldrum hebt sich ganz klar von anderen Jugendbüchern ab, das ist schon am Klappentext erkennbar. Denn hier geht es nicht um das Gefühlschaos eines jungen Mädchens, um die erste Liebe oder etwaige Zauberreiche - sondern stattdessen um Religion, Pflanzen, Schmerz und Gewalt. Geschrieben ist die Geschichte im Präsens aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur, wobei der Stil äußerst komplex und durchzogen von Erklärungen verschiedener Pflanzen ist. Eine gewisse Konzentration ist also erforderlich. Wer sich allerdings darauf einlässt, wird mit einem Roman ohnegleichen belohnt. Protagonistin Aslaug ist ganz sicher keine einfache Erzählerin. Abgeschieden von der Außenwelt kennt sie sich mit dem Leben eigentlich nicht aus und ist daher manipulierbar, unsicher, manchmal schwach. Eine wirkliche Sympathie kann man zu ihr nicht entwickeln - das heißt aber nicht, dass sie nicht absolut glaubwürdig ist. Sie hat einfach nie gelernt, was es heißt, eine Familie zu haben und ohne Isolation zu leben, weswegen ihre Handlungen durchaus nachvollziehbar sind. Ihre Mutter lernt man nur auf den ersten 100 kennen, aber auch später berichtet Aslaug noch in Rückblicken von ihr. Maren hat als junges Mädchen ein Kind bekommen und sich nie damit abgefunden, denn sie erwartete etwas anderes. Ihre Erziehung ist grausam und lieblos, aber dennoch gibt sie ihrer Tochter so viel auf den Weg wie möglich, was sie dem Leser nicht völlig fern werden lässt. Ansonsten gibt es nicht viele weitere Personen in diesem Roman und das ist auch genau richtig, denn auf diese Weise lernt man die übrigen alle bis ins Detail kennen. Aslaugs Tante Sara erscheint einem anfangs wie eine gütige, wenn auch religiöse Frau, doch es wird bald erkenntlich, dass die Trennung von ihrem Mann heftige Spuren bei ihr hinterlassen hat. Ihre Tochter Susanne ist eine Rebellin und versucht, sich von anderen Menschen abzuheben, gerät dabei allerdings in einen Strudel des Wahnsinns. Und Aslaugs Cousin Rune, ihre erste Liebe, wird nie ganz greifbar - er ist zwar der freundlichste, gutmütigste, aber auch der am schwersten zu durchschauende. Die Nebencharaktere hat Meldrum eindringlich und gut gezeichnet, wodurch sie alle wie real erscheinen. Jedes Kapitel ist in der Überschrift mit einer bestimmten Pflanze gekennzeichnet, die währenddessen eine größere oder kleinere Rolle spielt, auf jeden Fall jedoch immer erklärt wird. Abwechselnd damit gibt es aber auch Verhöre aus dem Gerichtsprozess, in denen entweder in der Handlung vorgegriffen oder nachträglich etwas aufgeklärt wird. Diese beiden Stilmittel ergänzen sich wunderbar und sorgen für einiges an Spannung. Die Geschichte selbst ist anders als erwartet weniger phantastisch als man vom Cover her vielleicht vermuten würde. Stattdessen ist es, wie im Klappentext beschrieben, in vielerlei Hinsicht sehr religiös. Dieser Aspekt stört aber nicht, denn er gehört sowohl zu Aslaugs Geburt und zu ihrer Erziehung als auch zu ihrem Leben bei der Schwester ihrer Mutter. Und wenn das jemand wie ich als bekennende Atheistin sagt, dann ist da wahrscheinlich auch etwas dran. Die Autorin versteht es hervorragend, den Leser die meiste Zeit über im Ungewissen zu lassen, immer wieder mit neuen Fakten zu verwirren, die sie dann zurücknimmt, und den Fortgang dennoch absolut authentisch zu gestalten. Die Story selbst ist erschreckend, manchmal grausam und auf jeden Fall nachdenklich stimmend. Ich war die gesamte Zeit über gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es nun zu dem Brand kommt und was genau Aslaug damit zu tun hat. Die Auflösung führt dann in gewisser Weise zurück an den Anfang, ist gut durchdacht, schlüssig und vermittelt vor allem Hoffnung für die Protagonistin, dass diese für sich endlich das Leben findet, das sie immer schon verdient hatte. Und der Leser weiß hinterher eines auf jeden Fall: Dass das nächste Buch dieser Frau ganz sicher gelesen werden muss! FAZIT: Christina Meldrum ist mit "Bittere Wunder" etwas völlig anderes gelungen. Ihre Geschichte ist komplex und geht in viele verschiedene Richtungen, ohne mit der Religion und Spiritualität je zu nerven. Stattdessen fesselt das Werk ungemein, weil sich nur langsam, aber durchdacht und stetig, der letztendlichen Auflösung genähert wird. Wer sich darauf einlässt, wird definitiv nicht enttäuscht werden! 5 Punkte.

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  • Rezension zu "Bittere Wunder" von Christina Meldrum

    Bittere Wunder
    Sarah_O

    Sarah_O

    24. January 2013 um 13:27

    "Bittere Wunder" von Christina Meldrum ist ein Jugendroman, von dem ich eigentlich einen anderen Inhalt erwartet hatte. Dennoch hat mich die Mischung aus Religion, Pflanzenkunde, Mythologie und menschlichen Abgründen nach kurzen Startschwierigkeiten überzeugen können. Inhalt: Die 15-Jährige Aslaug lebt allein mit ihrer Mutter in einem entlegenen Haus, wo sich die beiden Frauen hauptsächlich mit dem versorgen, was sie in der Natur finden können. Als Aslaugs Mutter stirbt, muss Aslaug ihre isolierte Welt verlassen und zieht zu ihrer Tante und deren beiden Kindern, die sie bisher nicht kannte. Dort lernt Aslaug ein streng religiöses Leben kennen und muss sich mit ihrer eigenen Herkunft auseinandersetzen. Unerwartete Ereignisse machen das Leben dort jedoch schwer für Aslaug und vier Jahre später ist sie wegen Mordes angeklagt... "Bittere Wunder" ist ein Roman, der in der realen Welt, in den USA zwischen den Jahren 2003 und 2007, spielt, sich aber mit einem, eigentlich sogar mit zwei sehr extremen Lebensmodellen befasst, die auf mich so fremd wirkten, wie ein Fantasyroman, und dadurch eine große Faszination auf mich ausübten. Zum Einen ist da das Leben von Aslaug und ihrer Mutter, am Rande der modernen Zivilisation in einer fast autarken, eigenen kleinen Welt. Aslaug wird von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet, lernt alte Sprache und alles über die verschiedenen Pflanzen in ihrer Umgebung. Später wechselt sie in die zweite Fast-Parallelwelt, eine streng religiöse, beinahe fanatische Gemeinschaft, die ihre Tante als Pastorin anführt. Auf beiden Stationen in Aslaugs Leben gibt es Abgründe, die kaum vorstellbar sind und mich beim Lesen teilweise sehr mitgenommen haben. Durchsetzt ist der Roman neben den Kapiteln, in denen Aslaugs Geschichte mit ihr als Ich-Erzählerin wiedergegeben wird, von schlichten Kapiteln in reiner Dialogform von den Vernehmungen der Zeugen während Aslaugs Gerichtsverhandlung 2007. Der radikale Wechsel von Erzählstil und Perspektive ist gut gelungen, verleit der Geschichte insbesondere durch die Gerichtsverhandlung ein gewisses Tempo und erhöht die ansonsten eher weniger vorhandene Spannung, indem der Leser zunächst rätseln muss, worin Aslaugs Vergehen überhaupt besteht. Wer ist gestorben? Wen soll Aslaug ermordet haben, vier Jahre nach dem Tod ihrer Mutter? Hier überschlagen sich vor allem am Ende des Romans noch die Ereignisse, was mir dann, während ich zu Beginn doch erhebliche Startschwierigkeiten hatte, sehr gut gefallen hat, denn die Geschichte ist tiefgehender als zunächst vermutet. Meine Startschwierigkeiten mit "Bittere Wunder" lagen sicherlich zunächst an der Ich-Erzählerin Aslaug. Nach rationalen Gesichtspunkten lassen sich die Gedanken und Taten des Mädchens oft nicht erklären, was aber im Zusammenhang mit Aslaugs isoliertem Leben mit einer kranken Mutter und deren ausgeprägten Gemütsschwankungen mit der Zeit tatsächlich einen sehr stimmigen Charakter ergab. Insbesondere ihre symbolträchtige Auslegung vieler Situationen mit Verbindungen zur Natur und den Eigenschaften von Pflanzen war manchmal ein wenig trocken, gefiel mir allerdings mit der Zeit als wiederkehrendes Merkmal immer besser. Später werden diese gedanklichen Ausflüge in die Pflanzenwelt noch ergänzt durch oft sehr, manchmal zu ausladenden Diskussionen über Religion und Mythologie, die ich persönlich zwar interessant fand, aber für ein Jugendbuch doch recht langatmig. Die Altersempfehlung des Verlags, der das Buch für eine Zielgruppe ab 12 Jahren angesetzt hat, kann ich daher nur bedingt unterstützen. Weder im Schreibstil noch in der Geschichte selbst habe ich diese Altersgruppe erkennen können, denn beides ist insgesamt doch recht anspruchsvoll, zumal sich hinter der sehr symbolhaften Ausdrucksweise und der religiösen Interpretation eine sehr handfeste, dunkle Familiengeschichte verbirgt, mit einer von den Protagonisten größtenteils verdrängten Realität, die meistens nur nebenbei ans Licht kommt. Bei sehr jungen Lesern hätte ich mir hier vielleicht eine direktere Auseinandersetzung mit der Thematik gewünscht, da die Wirklichkeit, mit der Aslaug als Ich-Erzählerin ohnehin schon Probleme hat, sonst untergehen könnte. Als Erwachsene vermutet man bei Lesen natürlich schon so einiges, sodass auch aus Andeutungen heraus verstanden werden kann, was sich in dieser Familie tatsächlich ereignete. Ich weiß jedoch nicht, ob auch 12jährige schon eine solche Sensibilität für die Thematik haben und würde das Buch daher eher für über 14jährige empfehlen. Der Schreibstil ist wie gesagt ohnehin eher anspruchsvoll, ebenso wie der Inhalt insbesondere durch die Verbindung von Mythologie, Natur, Religion und Wirklichkeit mit sehr vielen bildhaften Vergleichen nicht immer leicht nachzuvollziehen ist. Oft haben diese Vergleiche und Diskussionen, die sich wohl vor allem auch aus dem persönlichen Leben der Autorin erklären lassen, ein wenig den Fokus von der sehr mitreißenden Hintergrundgeschichte genommen, was mir für die Emotionalität wiederum nicht ganz so gut gefiel. Allerdings punktet hier besonders das Ende, das sicherlich auch einige Fragen offen lässt - so etwa, ob Aslaug den Teufelskreis ihrer Familiengeschichte nun durchbrechen konnte oder doch eher fortsetzen wird? Fazit: Sehr symbolhafte Aufarbeitung einer schrecklichen Familiengeschichte mit Natur, Religion und Mythologie. Insgesamt sehr interessant, wenn ich mir auch gerade für ein Jugendbuch manchmal eine etwas direktere Auseinandersetzung gewünscht hätte. Vieles bleibt offen und der Roman noch eine ganze Weile in Erinnerung. Keine leichte, aber doch eine lesenswerte Lektüre. 4 Sterne

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