Christina Nichol

 3.4 Sterne bei 39 Bewertungen

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Im Himmel gibt es Coca-Cola

Im Himmel gibt es Coca-Cola

 (39)
Erschienen am 09.02.2016
Waiting for the Electricity

Waiting for the Electricity

 (0)
Erschienen am 26.03.2015

Neue Rezensionen zu Christina Nichol

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Rezension zu "Im Himmel gibt es Coca-Cola" von Christina Nichol

Amerikanische Literaturwissenschaftlerin versetzt sich in einen jungen georgischen Mann.
Heldentenorvor 3 Jahren

Eine amerikanische Literaturwissenschaftlerin versetzt sich in einen jungen georgischen Mann. Viel mehr ist leider nicht zu sagen.

Es hätte ein unterhaltsamer Schelmenroman, eine Eulenspiegelei gar werden können. Aber der Funke springt nicht über. Der Protagonist ist einen Hauch zu willenlos und die Scherze bleiben fade.

Dabei spielt die Handlung an einem der  Wendepunkte der neueren georgischen Geschichte, kurz vor der Rosenrevolution. Viele Andeutungen und Bezüge zur politischen Situation zu Beginn der 2000er Jahre erschließen sich dem Leser ohne eigene Kenntnis von der Geschichte Georgiens leider nicht oder er muss extra nachlesen. Im Buch bleibt Georgien einfach ein östliches Land unter vielen. Die Eigentümlichkeiten spielen kaum eine Rolle oder bleiben blaß. Dabei bietet das Land viel mehr.

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K

Rezension zu "Im Himmel gibt es Coca-Cola" von Christina Nichol

Dann doch lieber eine ungeliebte Coca Cola...
Kattel82vor 3 Jahren

Ja Coca Cola gehört bei mir zu den Getränken, die ich überhaupt nicht mag und die ich nur im alleräußersten Notfall trinken würde. Und bei dem Buch ging es mir ungefähr so ähnlich. Ich habe es probiert und probiert und nochmal probiert, aber sorry ich kam einfach nicht in die Geschichte hinein.
Der Erzählungen der ersten 100Seiten waren für mich langatmig und vollkommen uninteressant. Was sich auf ein paar Seiten nett liest, nervte mich ab ca. 50Seiten komplett. Nein es war nicht spannend zu erfahren wer wie mit wem wann wo was in Georgien gemacht hat.
Mir gelang es nicht eine Vision zu finden für die ich das Buch hätte lesen wollen und so konnte ich es einfach irgendwann nicht mehr lesen. Wenige Zeilen und mir ist der Appetit vergangen gewesen. Ich kam einfach nicht mehr daran. Genauso wie ich um Coca Cola einen großen Bogen mache. Daher habe ich das Buch nicht zu Ende gelesen, etwas was bei mir absoluten Seltensheitswert hat.

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Rezension zu "Im Himmel gibt es Coca-Cola" von Christina Nichol

Stillstand?
Magenavor 3 Jahren

Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, Georgien ist frei und eigentlich, ja eigentlich sollte hier freie Marktwirtschaft und die übliche Demokratie mit Gesetzen wie wir sie in Westeuropa und den Vereinigten Staaten kennen herrschen. Doch aus Slims Erzählungen wird deutlich – Gesetzte, freie Marktwirtschaf…das ist noch nicht angekommen in Georgien.

Im Himmel gibt es Cola – für die Toten. Im Himmel erwartet sie ein besseres Leben als in Georgien; das denkt sich Slims, der Hauptprotagonist und Erzähler dieses Romans. Wie der Originaltitel „Waiting for the electricity“ es schon so schön sagt fehlt es in Georgien vor allem an zuverlässigem Strom. Kein Wunder, wenn die Bürger nicht bereit sind, für ihren Strom zu zahlen. Und auch sonst scheint es nicht viel in Georgien zu geben – nur Essen, an Essen mangelt es nicht. Slim ist unzufrieden mit der Situation in seinem Land. Nicht  nur an Strom mangelt es, auch die weitverbreitete Korruption stört ihn. Ganz gelegen kommt da der Wettbewerb aus den USA, der Unternehmer und Unternehmensgründer aus ehemaligen sowjetischen Länder mit einem Crashkurs in San Francisco fördern will. Slims will unbedingt weg aus Georgien und bewirbt sich mit vielen, langen Briefen mit Erzählungen über die georgische Seele, das Land und die Bürger.

 Und so ist auch dieser Roman ein Bericht, eine Erzählung über Georgien. Über die georgische Seele, über Toasts, über Essen, über die Korruption und über Öl. Auch eine kleine Prise  Amerika gibt es auf den knapp 450 Seiten. Insgesamt ist der Roman sehr ruhig, langsam, aber stellenweise sehr lang. Die Erzählungen über das Land sind sehr authentisch und so kann man nach 450 langen Seiten die georgische Seele, die Perspektivlosigkeit und den Stillstand förmlich riechen und schmecken… So ruhig die Erzählung ist, so fein sind auch die Nuancen und Stimmungen. Mir hat es gefallen, ein solch ruhiges Buch zu lesen, doch man muss sich auch auf diese Art von leisem Roman einlassen. So gern ich das Buch gelesen habe, so froh war ich am Ende jedoch auch, Georgien wieder zu verlassen und mich anderen Roman zuwenden zu können. Am Ende bleibe ich etwas unschlüssig zurück, wie ich das Buch bewerten soll. Es werden vier Sterne, weil ich viel über Georgien gelernt habe, es eine Leistung ist solch ein still und feines Buch zu schreiben und den Leser auf 450 trotz fehlender aufregenden Handlung vorallem durch eine ausdrucksvollen Sprache und viel Feinfühligkeit halten zu können.

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Gespräche aus der Community

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Mare_Verlags avatar

Liebe Lovelybooks-Freunde,

neues Jahr, neue schöne Bücher bei mare

Kaum hat das neue Jahr begonnen, starten wir auch schon in die erste Vorableserunde. Am 9. Februar 2016 erscheint Christina Nichols Debütroman »Im Himmel gibt es Coca-Cola« im mareverlag. Eine außergewöhnliche, satirische Geschichte, die uns ins postkommunistische Georgien entführt – in das Land der Liebe, Korruption und Stromausfälle.

Mit etwas Glück könnt ihr schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin eines von 35 Vorableseexemplaren gewinnen und an unserer Leserunde teilnehmen! 

Zum Buch:

Georgien, 2002: Die Kommunisten sind schon lange fort, aber besser geworden ist trotzdem nichts. Es gibt kaum Arbeit, und wenn es Arbeit gibt, gibt es keinen Lohn. Und wenn es doch Lohn gibt, dann liegt das daran, dass die Arbeit . . . vielleicht nicht ganz sauber ist.

Aber einen aufrechten Mann gibt es in Georgien, einen, der die Werte hochhält und dem die Korruption nichts anhaben kann: Slims Achmed Makaschwili, seines Zeichens bescheidener kleiner Anwalt beim Seerechtsministerium. Entschlossen, seinem rückwärtsgewandten Land zu neuen Chancen, Effekti­vität, kurzum: zum amerikanischen Traum zu verhelfen, wendet er sich in langen, hingebungsvollen Briefen an Hillary Clinton und malt ihr in schillernden Farben seine Vision eines modernen Georgien aus – immerhin ist die Senatorin Schirmherrin eines Programms, das Unternehmen in ehemaligen Sowjetländern schulen soll in erfolgreicher Geschäftsführung.

Ein großartiger Schelmenroman, eine unwirkliche Satire – und ein Werk von sprühender Fabulierlust und größtem Ideenreichtum.

Hier geht’s zur Leseprobe.

Ihr möchtet zu den 35 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt euch und beantwortet uns dafür bis zum 11. Januar 2016 folgende Frage:

In Christina Nichols Roman »Im Himmel gibt es Coca-Cola« träumt der Protagonist Slims Achmed Makaschwili vom fernen Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Gibt es auch für euch ein Traumland, ein Sehnsuchtsziel, in dem es in eurer Vorstellung viel besser ist, als bei euch zu Hause? Welches Land ist das und warum sehnt ihr euch danach?

Wir sind ganz gespannt auf eure Antworten und freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!

Euer mareverlag

* Bedingung ist, dass ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

L
Letzter Beitrag von  Line88vor 3 Jahren
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