Christina Rokoss Rache der Vergangenheit

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Inhaltsangabe zu „Rache der Vergangenheit“ von Christina Rokoss

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Ich mag den Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir sehr ... könnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen ... sehr fesselnde Story

mona77

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    Rache der Vergangenheit

    parden

    29. September 2013 um 19:30

    DIE SACHE MIT DEN SELBSTVERLAGEN... Eine junge Amerikanerin wird ermordet in einem Düsseldorfer Nobelviertel aufgefunden. Die beiden ermittelnden Kommissare Natascha Kämmerling und Konstantin Jahnke glauben zunächst an einen Mord aus Eifersucht. Doch dann taucht eine weitere Leiche auf und während die beiden Ermittler versuchen herauszufinden, was es mit der mysteriösen Zahl 244 auf sich hat, geraten sie selbst ins Fadenkreuz des Mörders... Zunächst einmal das Positive: der Schreibstil ist recht flüssig, die gelegentlichen Perspektivwechsel sind interessant, da sie Einblicke in die Gedankenwelt von mehreren beteiligten Personen bieten, mancher Abschnitt endet mit einem gelungenen Cliffhanger, und die Autorin hat zu einem wesentlichen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte merklich gut recherchiert und diese Ergebnisse geschickt und unaufdringlich in die Geschichte eingebaut. Doch leider - und nun komme ich zu den negativen Seiten - konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Da ist zum einen die Geschichte selbst, die ansich flüssig zu lesen ist, wären da nicht die immerwährenden Unterbrechungen durch Gedankeneinschübe der handelnden Personen. Diese fallen dann zudem auch noch viel zu ausführlich aus, so dass man als Leser komplett aus dem Lesefluss kommt. Dann wiederholen sich die Gedankengänge auch noch ständig, drehen sich im Kreise und/oder widersprechen sich innerhalb weniger Zeilen selbst, teilweise mehrfach. Ein fortwährendes Ändern von Meinungen und Ansichten. Das fand ich recht ermüdend und langweilig - die Devise: weniger ist mehr wäre hier m.E. deutlich gelungener. Der Plot ist leider auch nicht immer ausreichend durchdacht und weist meiner Meinung nach einige logische Fehler auf - manches ist so einfach nicht wirklich vorstellbar. Insgesamt ist aber ein roter Faden zu erkennen, und die Auflösung hat immerhin überrascht - wenngleich sie mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker riss. Rechtschreibfehler, eine nicht immer gelungene Zeichensetzung, viele Wiederholungen sowie ein teilweise zu komplexer Satzbau sind vergleichsweise geringe Kritikpunkte in der Gesamtbeurteilung - dennoch empfand ich sie als störend. Der für mich größte Kritikpunkt ist jedoch die Ausarbeitung der Charaktere - allen voran Kommissarin Natascha Kämmerling. Sie wirkt fast durchgehend unsympathisch, viel zu flapsig und irgendwie unreif. Gar nicht wie jemand in einem verantwortungsvollen Beruf - eher wie eine wenig reflektierte Praktikantin. Folgende Auflistung kann vielleicht deutlich machen, was ich meine: - Natascha ist nicht nur wenig einfühlsam, sie lässt ganz bewusst Menschen "ins offene Messer" rennen. Das soll vielleicht "tough" rüberkommen, bei mir hat es jedoch eher den gegenteiligen Effekt. Besonders schlimm fand ich ihre Reaktion auf den Kontakt zu einer korpulenten Zeugin. "Dick", "fett" und nur mühsam den Ekel beherrschend taucht hier die ganze Klaviatur der Verachtung auf - und das mehrfach und wiederholt. - Die Kommissarin verfällt in zu viele Klischees. "Alle Männer sind doof" (weil sie gerade von ihrem langjährigen Freund verlassen wurde) taucht wiederholt auf, ebenso wie die "Feindschaft" zwischen Köln und Düsseldorf. "Lieber krank in Düsseldorf als gesund in Köln, so war das eben." (S. 36). Das geht so weit, dass Natascha bei der Ortseinfahrt nach Köln die Luft anhält: "Wer wusste schon, was in der Kölner Atmosphäre war." (S. 37) Meiner Meinung nach reichlich überzogen und überstrapaziert. - Die Art der Ermittlungen war in meinen Augen unglaublich. Natürlich habe ich auch in anderen Krimis oder Thrillern schon davon gelesen, wie wichtig Bauchgefühl oder Intuition im Rahmen der Verbrechensbekämpfung ist. Aber hier wird das derart einseitig als geeignet zur Lösung des Falles dargestellt, dass ich manchesmal fassungslos war. Natascha ist der gesamten Routine-Polizeiarbeit gegenüber absolut negativ eingestellt - die ganze Routine erscheint unnötig und ist eine reine Zeitverschwendung. In den Augen der Kommissarin ist sie höchstens dann sinnvoll, wenn einem nichts anderes einfällt, damit man überhaupt etwas zu tun hat... Alle paar Sätze tauchen dementsprechend Äußerungen auf wie "...jedoch keine großen Hoffnungen dort fündig zu werden", "...ohnehin denken, dass nichts bei dem Gespräch herauskommen würde" oder "Auch wenn das sicherlich wieder einmal erfolglos bleiben würde". Akten liest Natascha gar nicht erst, sondern lässt sich von ihrem Kollegen eine Zusammenfassung geben... Die Reihe der Kritikpunkte ließe sich sicher noch fortführen, doch sollte das bisher Erwähnte ausreichen um deutlich zu machen, weshalb mich der Krimi leider nicht überzeugen konnte. Erschienen im Autoren-Feder Verlag (nach meinem Verständnis ein Selbstverlag) taucht bei mir nach der Lektüre doch einmal mehr die Frage auf, ob das Lektorat etablierter Verlage nicht doch eine sinnvolle Einrichtung ist... Gerade auch zur Orientierung für den Autor z.B. hinsichtlich von Verbesserungsmöglichkeiten. © Parden

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