Christina Stein

 4,1 Sterne bei 334 Bewertungen
Autorin von Wonderland, Dreivierteltot und weiteren Büchern.
Autorenbild von Christina Stein (©privat)

Lebenslauf

Christina Stein wurde in Bonn geboren, ist also waschechte Rheinländerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Eltville am Rhein inmitten von idyllischen Weinbergen. Sie studierte Archäologie und grub in Syrien die Latrine einer spätrömischen Festungsanlage aus. Sie liebt die Natur, Wanderungen und das Schreiben von Geschichten, die spannend, aber auch ein wenig romantisch sein müssen. Für eine ihrer Kurzgeschichten erhielt sie den Mainzer Literaturförderpreis.

Alle Bücher von Christina Stein

Cover des Buches Wonderland (ISBN: 9783733502935)

Wonderland

 (137)
Erschienen am 23.04.2019
Cover des Buches Dreivierteltot (ISBN: 9783737359146)

Dreivierteltot

 (86)
Erschienen am 22.02.2022
Cover des Buches Searching Lucy (ISBN: 9783737357128)

Searching Lucy

 (78)
Erschienen am 23.03.2021
Cover des Buches Stumme Angst (ISBN: 9783570162651)

Stumme Angst

 (33)
Erschienen am 23.09.2013

Neue Rezensionen zu Christina Stein

Cover des Buches Dreivierteltot (ISBN: 9783737359146)
Clarissa03s avatar

Rezension zu "Dreivierteltot" von Christina Stein

Was ist die Wahrheit?
Clarissa03vor einem Monat

In Schottland verbringen Kim und Jon, zwei angehende Studenten, ihren Urlaub und unternehmen lange Wanderungen, die Kim ziemlich nerven, weil sie schlecht mitkommt und Jon immer verschwunden ist. Sie wartet auf Nachricht von ihrer Freundin Em, die ihnen aus ihrer Heimatstadt Mainz gefolgt ist und von der Kim keine Antwort bekommt. 

Das Buch war bis zum Ende spannend geschrieben und das Ende teilweise anders als erwartet. Dennoch einige Rechtschreibfehler und teilweise unlogisch.

Cover des Buches Wonderland (ISBN: 9783733502935)
RattusExlibricuss avatar

Rezension zu "Wonderland" von Christina Stein

Leider mit starken stilistischen Schwächen - gedacht als „Jugendthriller für Erwachsene?“
RattusExlibricusvor 3 Monaten

Kategorie: Action | Thriller | Jugend  

[Fund aus dem öffentlichen Bücherregal, 1x gelesen]

Worum dreht sich die Handlung?: Elisabeth ist mit ihren Freundinnen auf Weltreise und befindet sich momentan in Thailand. Als sie von einem Gleichaltrigen zusammen mit neu gefundenen Reisegefährten (Studenten auf Urlaub) in die großzügige Villa seines reichen Onkels eingeladen werden, scheint das zunächst nur eine aufregende Abwechslung und ein halbverbotener Luxusausflug zu sein. Doch als sie am nächsten Tag erwachen, befinden sie sich nicht mehr in der Villa, sondern mitten im Dschungel - eingesperrt in eine gefängnisartige Freiluftanlage, überwacht durch Mikrofone und Kameras und als Hauptdarsteller in einem perversen Spiel: Jeden zweiten Tag sollen sie einen aus ihren Reihen Opfern. Wenn sie sich weigern, drohen lebensgefährliche Strafen. Werden die jungen Leute es schaffen, trotz dieser Situation ihre Menschlichkeit zu bewahren und können sie ihren Entführern entkommen? Und wer steckt hinter der Aktion? Gibt es vielleicht sogar persönliche Motive?

Große Themen im Hintergrund:  Moral, Menschlichkeit, Extremsituationen und seelische Abgründe

Persönliche Notiz: Ich hatte von dem Buch etwas ganz anders erwartet. Vielleicht ein „tödliches Paradies“, ein Rätseln um die Hintergründe, ein Psychodrama, bei dem es viel um Interkationen geht. Das habe ich nicht bekommen, denn im titelgebenden „Wonderland“ (die luxuriöse Villa) befanden sich die Charaktere maximal 1-2 Stunden, die Anlage danach war alles andere als wunderbar. Daher finde ich auch den Titel irreführend. Bei den Hintergründen hatte man zwar die Möglichkeit mitzurätseln, allerdings nur begrenzt und kein Puzzelteil wurde einem geliefert, bevor man es einsetzen konnte. Und die Interaktionen waren zwar passabel geschildert, aber nicht so zentral, wie ich es mir erhofft hatte. Aus dem Nachwort lässt sich entnehmen, dass die Autorin viel Herzblut investiert hat, daher glaube ich, dass mein schlechter Eindruck auch an mir liegt - definitiv falsche Zielgruppe mit falsch gewichteten Ansprüchen.

Teilbewertung (Legende *= hat mich nicht überzeugt, **= ausbaufähig, ***=solide/gut zu lesen, ****= sehr gut/klare Empfehlung, *****= exzellent/schwer zu erreichen):

  • Handlung **

Der Grundansatz der Geschichte/ der Aufhänger ist nichts Neues, wird aber im Grundprinzip in ein ungewöhnliches Setting verpflanzt: Ausnahmsweise sind die Protagonisten mal ein bisschen älter (junges bis mittleres Studentenalter) und die Veranstalter der „Spiele“ sind keine offizielle Institution (wer genau sie sind, werde ich aus Spoilergründen nicht verraten). Also erfrischenderweise keine Dystopie, sondern näher (wenn auch (hoffentlich) nicht nahe) an der Realität. Bei der Ausarbeitung der Handlung wäre aber noch Spielraum gewesen, dafür, dass alles inszeniert ist, passiert wenig.

Dafür geht es um die Interaktion der Charaktere, die zwar auch in Grundzügen gelungen ist (Akzeptanzverweigerung, variierende Opferbereitschaft, Gruppendynamik), aber dennoch geht mir hier doch alles (trotz hin und her) etwas zu glatt, bis auf ein bis zwei Krisenmomente herrscht trotz der Extremsituation immer Einigkeit, Gruppengefühl und Wir-machen-das-nicht-mit-Stimmung. Obwohl die Charaktere sich teils erst seit wenigen Tagen (!) kennen (vielleicht auf die Extremsituation zurückzuführen, aber das kann auch in die andere Richtung führen). Der einzige, der sich quer stellt, ist schnell weg vom Fenster, von außen induziert. Gutes Menschenbild, aber vielleicht nicht unbedingt realistisch. Dass die verborgenen Hintergrundgeschichten in der Situation aus den Menschen herausbrechen und wie, ist gut gemacht. Die Interaktionen unterliegen auch öfters Geschlechterklischees, die ich vielleicht hinterfragen würde.

Der „Verräterverdacht“, der gerade am Anfang immer wieder Spannung in die Geschichte bringt, wird in meinen Augen zu früh dadurch aufgelöst, dass aus der Sicht des potentiellen Verräters erzählt wird und trotzdem wird noch eine Weile weiter darauf bestanden.

Leider gibt es ab und an Logiklücken und unrealistisches Verhalten. Am Ende werden nicht aufgelöste Fragen auf die „einfache“ Art umgangen, was mich fast ein bisschen enttäuscht hat.

Fast spannender als die Haupthandlung fand ich den Umgang mit den Hintergrundgeschichten der Charaktere. Auch da ging es viel um Traumata, Verarbeitung und Lebenskrisen und diese Punkte waren schonungslos und trotzdem  mit Feingefühl und Mühe ausgearbeitet - dafür gibt es den zweiten Stern.

  • Aufbau *°

Am Anfang wurde geschickt Spannung aufgebaut. Leider konnte sie sich bei mir in der Mitte des Buches nicht mehr halten. Zum Showdown hin wurden die Kapitel wieder kürzer und das ganze nahm wieder an Fahrt auf. Sonst ist die Erzählung großteils linear und einfach zu verfolgen. Allerdings waren die Kapitel- und Erzählerübergänge gerade in der Mitte manchmal verwirrend. Neue Erzählcharaktere wurden oft unerwartet eingeführt.

  • Charakterzeichnung *°

Wie mit dem vorhandenen Material gearbeitet wurde, war durchaus solide, wenn auch manchmal in der Interaktion das Potential größer gewesen wäre. Gerade die schwierigen (wenn auch manchmal leicht stereotypen) Hintergrundgeschichten wurden - wie schon erwähnt - gut mit den Charakteren verflochten und nur Stück für Stück preisgegeben, was der Geschichte gut getan hat. Bis zuletzt konnte man noch neue Dinge erfahren. Außerdem hatte jeder Charakter ein wichtiges Hobby, das sich konsequent durchgezogen hat.

Manchmal kamen mir die Charaktere aber trotz ihrer Hintergründe fast zu oberflächlich in ihrem alltäglichen Handeln vor, das schön entwickelte Innenleben tritt dann zurück. Es wurde viel über Äußerlichkeiten geredet, die Personen viel darüber definiert. Dabei war die Darstellung nicht unbedingt realistisch. Zum Beispiel hatten die Mädchen entweder ewig lange Haare oder schicke Kurzhaarfrisuren in Gold (sic!), Rot und kräftigem Braun, hübsche Gesichter, blaue Augen, lange Beine, gute Figuren... ich könnte so weiter machen. Ähnlich bei den Männern. Die „Normale“ (sic!) im Frauenteam war die rothaarige, schlanke Meerjungfrau (sic!), die sich als Tierretterin ein Jahr durch den Dschungel geschlagen hat und nun Zoologie studiert, um Tierärztin zu werden (was btw. nicht funktioniert, wie jeder Biologe bestätigen kann). Es ist einfach nicht realistisch, dass jeder Modelmaße und extravagante Lebensläufe hat. Und trotzdem eine schwere Hintergrundgeschichte. Viele der Figuren sind noch dazu offenbar recht wohlhabend.

Außerdem springen die Figuren ständig zwischen den Extremen sehr stark und sehr schwach hin und her. Die Hauptprotagonistin mit Herzfehler lässt sich im einen Moment durch die Gegend tragen, weil sie ohne Medikamente zu schwach zum Laufen ist und schreit im nächsten Moment jemanden an. Psychisch equivalente Reaktionen auf Extremumstände.

Auch auffällig war das Muster Protagonisten = schön, Antagonisten = hässlich. Hässlich bezieht sich hier auf Makel am optischen Erscheinungsbild, unbeliebten Dialekt, unangenehmen Geruch oder krankhaften Charakterzügen. Etwas zu simpel. Trotzdem, die „Bösewichter“ waren -trotz Klischee- wirklich zum Gruseln.

  • Sprache und Stil *

Der Stil ist einfach, verständlich und an ein modern lesendes Zielpublikum angepasst (bunter Mix, in dem viele sich auch im Alltag unterhalten würden). Dabei wird durchaus auch mal originell mit Sprache gearbeitet, Wortneuschöfpungen und Metaphern gern verwendet. Manchmal ist die Sprache mit Absicht ungeschliffen, was gut den Effekt vermittelt, sich tatsächlich im Gedankenfluss der erzählenden Person zu befinden.

Gewaltbeschreibungen waren gewichtet, nicht wirklich mein Fall. Es wurde auch aktiv mit der Lesererwartung gespielt, was Erotik anging, finde ich persönlich ein bisschen plump, aber viele mögen es ja.

Teilweise lasen sich die extremen Ereignisse fast neutral, was seltsam war. Nachdem in der ersten Szene so gut Spannung und Unbehagen aufgebaut wurde, hatte ich mehr erwartet.

Am meisten Probleme hatte ich jedoch mit gewissen stilistischen Eigenheiten des Buches. Das geht schon am Anfang damit los, dass so manche Person zusätzlich zu ihrem Namen noch 1-2 Spitznamen hat (z.B. „Freckles“ - „Ben“- „Benjamin“). Das an sich ist kein Problem, kann sogar helfen, das Verhältnis der Figuren untereinander zu charakterisieren, ich finde es seltsam, wenn in einer Ich-Perspektive mit innerem Monolog/Gedankenfluss die Namen wechseln, teilweise von Absatz zu Absatz. Als der Name „Ben“ zum ersten Mal erwähnt wurde (in einem inneren Gedankengang, zwei Sätze nach dem Namen „Freckles“) musste ich erstmal überlegen, wer das ist. Ähnlich war es mit „der Andere“, was in Verfolgungsszenen mit zwei Personen plötzlich irgendwo nach dem Absatzwechsel auftauchte, mal groß mal klein. Ich bin darüber einfach gestolpert.

Ebenso über manche Phrasen, die keine besondere stilistische Bedeutung hatten, aber teils besonders hervorgehoben immer wieder auftauchten. Sollten wahrscheinlich personentypische Gedankenmuster sein, die auf mich aber nicht wirklich realistisch wirkten. 

Auch die Wortwahl war für mich teilweise etwas befremdlich (Frauen werden z.B. von verschiedenen Seiten immer wieder mit Puppen verglichen, teils mit negativer, Teils aber auch mit neutraler Konnotation). Befremdlich fand ich auch die Vergleiche mit historischen Gräueltaten, die sich von mir bis zum Schluss nicht logisch im Denkmuster der Antagonisten verorten ließen. Ging es hier nur um den Schockmoment? Dann finde ich es geschmacklos bis grenzwertig.

Seltsam fand ich auch den extrem hohen Anteil and Kursiv- und Majuskelschreibung (welches davon kam mir teils wahllos vor, teils auch beides in Kombination) auch in völlig normalen Sätzen, mehrfach pro Seite oder gar Absatz! Damit sollte die Aufmerksamkeit dahin gelenkt werden, auf welchem Wort des Satzes die Betonung liegt / der Knalleffekt verstärkt werden. Das kann aber auch genauso gut durch Satzbau und Kontext erzeugt werden (und wurde es auch!), für mich war es aufdringlich und hat den Lesefluss stark gestört. Ein bisschen mehr Vertrauen in den Leser hätte an dieser Stelle vorausgesetzt werden können.

 

Zielgruppe(n)

Wer dieses Buch wirklich genießen will, sollte sich von drastischen Situationen, Gewalt und angedeuteter Erotik mitreißen lassen können und am Besten trotzdem im Stande sein, den sensiblen Umgang mit schwierigen Hintergründen zu vollziehen und Freude am Kennenlernen der Charaktere haben. Ich würde schätzen, das Buch ist eher für junge Erwachsene die es in realtiv kurzer Zeit lesen wollen und auf jeden Fall sollte man Spaß an anderen Jugendthrillern gehabt haben. Wegen der älteren Figuren ist das Buch eventuell auch für ein junges Erwachsenenpublikum interessant. Ansprüche an Stil sollte man nicht haben. Wer gern Bücher liest, die geschrieben sind wie mündliche Erzählungen hat an der Nahbarkeit des Stils wahrscheinlich seine Freude. Bei diesem Buch muss man sich auf die Spannung einlassen und darf manchmal nicht viel realistisch hinterfragen und nicht zu viel nachdenken. Auch mit einem hohen Lesetempo wird man die Auflösung der Hintergründe nicht verpassen und erhält die Gegelenheit, mitzudenken. Eine gewisse Stereotypenresistenz und Immunität gegen kritische Parallelenziehung wäre auch von Vorteil. Wahrscheinlich sollte man nach heutiger Sichtweise diverse Triggerwarnungen setzen. Spricht eventuell ein gewisses Lebensgefühl an, in dem sich viele junge Menschen wiederfinden.

 

Fazit *°

Mich hat die Geschichte nicht wirklich überzeugt. Für Spannung durch Gewalt oder Erotik bin ich nicht die richtige Zielgruppe, für mich hätten die persönlichen Interaktionen mehr ausgebaut sein können. Durchdachte (wenn auch seltsam akkumulierte) und mit Feingefühl behandelte tragische Charakterhintergründe stellen einen Pluspunkt dar, aber dafür würde ich es nicht nochmal lesen. Eine gewisse Oberflächlichkeit in der Beschreibung und einige stilistische Fallstricke (Inkonsequente innere Benennung von Personen, zu viel Kursiv- und Majuskelschreibung, Wiederholung zufälliger Phrasen) haben mir das Lesen eher schwer gemacht. Das Buch ist eher was für die Action zwischendurch, nichts zum viel Nachdenken und einge der Fragen/kritischen Punkte werde nicht wirklich aufgelöst. Definitv etwas für eine andere Zielgruppe (->).

Cover des Buches Dreivierteltot (ISBN: 9783737359146)
sleepwalker1303s avatar

Rezension zu "Dreivierteltot" von Christina Stein

Psychologisch angehauchter Jugendkrimi mit Paukenschlag-Schluss
sleepwalker1303vor einem Jahr

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass mich ein Jugendthriller jemals so richtig begeistern könnte. Ich dachte auch, „Dreivierteltot“ von Christina Stein wäre eine nette Lektüre für nebenher, mehr aber auch nicht. Aber da lag ich vollkommen falsch. Das Buch hat mich nach kurzer Zeit mitgerissen und das Ende so überrascht, dass ich erst einmal nach Luft schnappen musste.

Aber von vorn.

Kim und Jon haben gerade ihr Abitur gemacht und wollen vor Beginn des Studiums noch einen gemeinsamen Urlaub machen. Kim ist eigentlich kein Wander-Typ ist, macht sie sich aber ihrem Freund zuliebe auf den 160km langen West Highland Way in Schottland. Schließlich läuft Jon Halbmarathon und liebt Sport. Schon zu Anfang ihrer Tour hängt bei den beiden aber der Himmel eher voller Wolken als voller Geigen, sprich: sie streiten sich sehr viel. Denn Jon, der Kim wegen ihrer roten Haare so gerne Lotti Karotti nennt und ihre Sommersprossen liebt, will nicht in Mainz studieren, sondern nach München ziehen. Dahin, wo auch seine ex-Freundin Anna lebt. Und er kann Kims beste Freundin Emma nicht leiden. Und dann taucht auch noch Sky, ein äußerst gutaussehender geheimnisvoller Fremder, samt Hund auf und läuft denselben Weg wie sie. Obwohl Kim und Jon unterwegs sehr vielen Menschen begegnen, treffen sie immer wieder auf Sky. Sie wandern – Sky ist ebenfalls irgendwo auf der Strecke. Sie übernachten im Hostel – Sky ist da. Und selbst als die beiden am Abend im nächsten Hostel mit anderen Wanderern etwas trinken und Kim auch mal an deren Joint zieht – Sky und sein Hund Oskar sind ebenfalls da. Aber als Kim am nächsten Morgen auf der Wanderung eine schreckliche Entdeckung macht, ist sie plötzlich allein. Und auf einmal weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann.

Das Buch ist zwar ein Jugendthriller, aber ich (als „fortgeschrittener“ Jugendlicher) fand es sehr spannend, wenn auch auf eine eher unterschwellige Art. Die Spannung ist wie ein ständiges ungutes Gefühl im Magen ständig vorhanden. Wie bei einer Wanderung habe ich mich beim Lesen immer gefragt, was mich wohl hinter der nächsten Kurve (also im nächsten Kapitel) erwarten würde. DIESEN Schluss hätte ich allerdings nie im Leben erwartet, Hut ab vor der Autorin. Da hat sie selbst mich als alten Hasen völlig überrascht.

Die Haupt-Charaktere im Buch sind sehr detailreich ausgearbeitet, wenn auch sehr Teenager-typisch, denn Äußerlichkeiten spielen immer eine sehr große Rolle. Bei den Nebencharakteren beschränkt sich die Autorin dann doch eher auf Stereotype (der Texaner trägt einen Cowboyhut und fällt hauptsächlich durch seinen Akzent auf, die Einheimischen durch rote Haare, etc.). Auch die Landschaft kommt ein bisschen kurz, allerdings ist das für einen Thriller angemessen, es ist ja kein Reiseführer. Sprachlich ist das Buch für die Zielgruppe passend, den wenigsten werden die vermeidbaren Fehler auffallen, die ich gefunden habe.

Alles in allem lässt sich das Buch zügig lesen, die kurzen Kapitel steigern die Spannung und diese sorgt auch dafür, dass man es nicht aus der Hand legen möchte, bevor man nicht weiß, wie es ausgeht. Der Schluss war für mich ein Paukenschlag und führte dazu, dass ich es, mit dem Wissen aus dem Ende, komplett noch einmal gelesen habe – das führt zu einer völlig anderen Sichtweise auf alles. Ein gelungener Jugendthriller, der durch seine unterschiedlichen psychologischen Komponenten durchaus auch für Erwachsene geeignet ist. Von mir fünf Sterne.

 

Gespräche aus der Community

Du liebst Schottland und die Highlands, die Mystik von Bergen und Mooren im Nebel? Du bist für einen Thriller zu haben, der unter die Haut geht? 🏔️🔪

Dann begleite Kim auf ihrer Reise! Sie findet auf ihrer Wanderung nicht nur eine Leiche, sondern begegnet auch Sky, der zwar attraktiv, aber auch seltsam ist. 

Warum lässt er sie nicht in Ruhe? Und warum fühlt sie sich trotzdem von ihm angezogen?

381 BeiträgeVerlosung beendet
ChristinaSteins avatar
Letzter Beitrag von  ChristinaSteinvor 2 Jahren

Danke dir! ❤️🙌

Sie werden dich nicht finden. Niemand wird dich finden.

Hast du den Mut, dich der Angst zu stellen?

Wir suchen 15 furchtlose Testleser, die sich trauen, den intensiven und beklemmenden Thriller „Stumme Angst“ von Christina Stein zu lesen. In ihrem Debüt spielt die Autorin meisterhaft mit verschiedenen Erzählperspektiven und erschafft so eine schauerhaft dichte Atmosphäre.

Zum Inhalt:

Anna wird seit Tagen gefangen gehalten. Ihr Ex-Freund Natan hat sie jahrelang gestalkt, jetzt hat er sie in seine Gewalt gebracht. Was hat er mit ihr vor? Was ist sein dunkles Geheimnis? Liam fahndet verzweifelt nach seiner verschwundenen Freundin Anna. In ihren Unterlagen findet er acht Zeichnungen von Ex-Freunden. Liam beschließt, alle acht aufzusuchen, um jeden noch so kleinen Hinweis auf Annas Verbleib zusammenzutragen. Ein gewisser Natan steht auch auf seiner Liste ... Marie, Annas beste Freundin, hilft Liam so gut sie kann bei der Suche und kümmert sich rührend um den Verzweifelten. Aber nur sie weiß, was sonst keiner weiß: dass Natans und Annas Eltern einst bei demselben Autounfall ums Leben kamen. Warum nur behält sie dieses womöglich tödliche Wissen für sich?


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Hier geht’s zur Buchinfo.

Eine Leseprobe findet ihr hier: Link.

Wird Liam Anna jemals wiedersehen? Und welche Rolle spielt dabei Marie? Wenn ihr das herausfinden möchtet, dann sagt uns bis zum 29. September, ob ihr schon einmal eure eigene Angst überwunden habt! Wenn ja, wie habt ihr das geschafft?

Übrigens: Die Autorin Christina Stein wird gemeinsam mit euch lesen und freut sich über Fragen, Ideen und Anmerkungen!!!
260 BeiträgeVerlosung beendet
_Reni92_s avatar
Letzter Beitrag von  _Reni92_vor 10 Jahren

Zusätzliche Informationen

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