Christinane Dieckerhoff

 4.8 Sterne bei 10 Bewertungen

Alle Bücher von Christinane Dieckerhoff

Blütenträume

Blütenträume

 (6)
Erschienen am 01.10.2010
Schillers Schatten

Schillers Schatten

 (4)
Erschienen am 05.03.2008

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Rezension zu "Blütenträume" von Christinane Dieckerhoff

Rezension zu "Blütenträume" von Christinane Dieckerhoff
Kiplingvor 8 Jahren

Ein Krimi aus´m Pott, aus einer Zeit, die ich schon miterleben durfte, amüsant, spannend, witzig, tolle Dialoge. Bin richtig abgetaucht in die einzelnen Szenen. Super

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Rezension zu "Schillers Schatten" von Christinane Dieckerhoff

Rezension zu "Schillers Schatten" von Christinane Dieckerhoff
GloriaFrostvor 8 Jahren

Hochexplosiv

Schiller ist ein Macher. Was er anfasst, gelingt. Schöne Frau, Doktortitel, klug und blendend aussehend, selbstbewusst. Und auf den Mund gefallen ist er auch nicht. Wenn er etwas aufbaut, hat das Hand und Fuß. Mit halben Sachen gibt ein Typ wie er sich nicht zufrieden, Und da er einer der besten Literaturagenten des Landes ist, kann sich jedes noch so talentlose Schreiberlein glücklich schätzen, wenn es, wie auch immer, die Aufmerksamkeit des Meisters auf sich lenkt. Bedeutet ein Vertrag mit ihm doch die Fahrkarte in den Bestsellerhimmel , zumal Schillers Frau als Lektorin in einem großen Verlag fungiert. Eine solche Troika kann nichts aus der Bahn werfen, oder?

Nun ja … Der Mensch versuche die Götter nicht! Ausgerechnet auf der Leipziger Buchmesse kommt es zum Eklat. Schillers mittlerweile preisgekrönter Schützling Jakobs kann den Hals nicht voll kriegen, greift nach den Sternen. In diesem Fall nach dem Stern Ruth, Schillers angetrauter Ehefrau.

Und plötzlich bricht Schillers mühsam errichtetes Kartenhaus in sich zusammen. Er sieht sich als das, was er ist. Ein Schwarzer, der einen Teil seiner Kindheit im Heim verbracht hat, allein mit einer afrikanischen Mutter, die beide mehr schlecht als recht durchs Leben manövrierte, nachdem ihr Mann, der sie in die damalige Bundesrepublik geholt hatte, als Spion der DDR enttarnt wurde, Hals über Kopf über die Grenze floh, Frau und Sohn ihrem Schicksal überließ. Schillers längst vernarbt geglaubter Schmerz bricht wieder auf. Sein Hass auf den gewissenlosen Vater steigert sich ins Unermessliche, zumal er ihm auch den frühen Tod seiner geliebten Mutter ankreidet. In Magdeburg soll der Schuft untergetaucht sein. Und Magdeburg ist nicht weit …

Da kommt es Schiller gerade recht, dass sich Mona, eine bildhübsche und dazu begnadete junge Schriftstellerin, mit einem brisanten Manuskript über Korruption beim Bau des Magdeburger Sportstadions im Gepäck, unverhohlen an ihn ranschmeißt und eine heiße Liebesnacht mit ihm im Hotel verbringt.

Unheil, nimm deinen Lauf. Denn nun geht es Schlag auf Schlag. Rassismus der übelsten Art, Monas Verschwinden, das Auftauchen alter Seilschaften, der Tod eines blonden Mädchens, das ihn mit ihrer Bande von Glatzköpfen verfolgte und ihn mit dem Lied: „Neger, Neger, Schornsteinfeger“, immer wieder verhöhnt und verletzt hatte, treiben Schiller fast in den Wahnsinn.

Und welche Rolle spielt sein unvermittelt auf der Bildfläche erscheinender Vater in dem düsteren Spiel? Ist der Taxifahrer Pogwisch, der ihm das Leben rettet, wirklich so harmlos, wie er sich gibt? Was haben Mager und die Kommissarin zu verbergen?

Rätsel über Rätsel in diesem mit flotter Feder geschriebenen Krimi. Das rasante Tempo, die wendungsreiche Story und die mitreißende Erzählkunst der Autorin machen diesen Roman zu einem Highlight der Literaturlandschaft.

Dieses Buch muss man gelesen haben. Ich kann es in höchstem Maße empfehlen!

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Anne-Kuhlmeyers avatar

Rezension zu "Blütenträume" von Christinane Dieckerhoff

Rezension zu "Blütenträume" von Christinane Dieckerhoff
Anne-Kuhlmeyervor 8 Jahren

Das ist doch mal ein handfester, flotter Krimi!
Plastisch zeigt sich die Kulisse des Ruhrgebiets der Sechsziger Jahre. Davor Menschen, denen der Krieg noch in den Knochen bzw. in der Sprache steckt. Man vermutet ihre Verletzungen mehr, als das sie benannt würden. Sie liegen unter der Oberfläche ihrer Träume vom besseren Leben, für das sie einiges an Risiken eingehen. Was für den Einen Capri, ist für den Anderen der neue, funktionierende Ofen für den Winter. In allen steckt die Sehnsucht zu entkommen - den grauen Zechensiedlungen, der Maloche unter Tage und hoffentlich der Staublunge, die die Männer vorzeitig ins Grab bringt. Dabei behalten sie ihren eigenen Humor, die Freuden des Alltäglichen, das Pinnchen Korn, das auch seine Opfer fordert.

Besonders mochte ich die knappen Dialoge im typischen Dialekt.
Aber selbst wenn man kein Ruhrpott-Fan ist, bedient das Buch den Krimispaß, denn es fehlt nicht an Spannung und Unterhaltung.

Fazit:
Ein locker, flockig geschriebener Krimi, der durch sein Tempo und seine originellen Charaktere überzeugt, einer, den man unbedingt empfehlen muss

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