Christine Anlauff Der Fall Garnisonkirche

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Inhaltsangabe zu „Der Fall Garnisonkirche“ von Christine Anlauff

Potsdam, im Sommer 2016. Ein Sprengstoffanschlag zerstört den bereits teilweise wieder aufgebauten Turm der Potsdamer Garnisonkirche. Dem Literaturkritiker und Blogger Justus Verloren läuft es eiskalt den Rücken hinunter: Wenige Tage zuvor ist ihm ein Manuskript zugespielt worden, das haarklein den Hergang des Anschlags schildert. Nur der Tote, den man unter den Trümmern gefunden hat, wird darin nicht erwähnt. Unterstützt von seiner attraktiven Errungenschaft Magda gehts Justus der Sache nach - und verstrickt sich in einem Geflecht von Hass, Eifersucht, Gier und Politik...

spannender Krimi mit sympathischem Ermittler, der aus der grauen Krimi-Masse hervorsticht

— SchwarzeFee

Was haben die Sprengung der Garnisonkriche, der Tote und das Manuskript gemeinsam?

— Bellis-Perennis

Spannend, kurzweillig und gute Ortsbeschreibungen.

— BennieSalazar

Ein ungewöhnlicher Ermittler, dessen Humor genau den meinen trifft, interessante Figuren und eine tolle Story drum herum - voilà!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Interessante Idee gut umgesetzt!

— mabuerele

Hier wurde Spannungskunst gepaart mit Tarnungskunst.

— Postbote

Ein sehr gut durchdachter Krimi, der mit sympathischen Charakteren, einem super Schreibstil und der gewissen Prise Humor überzeugen kann!

— angi_stumpf

Ein Buch, das von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam ist. Ein Kriminalfall, der endlich mal kein Einheitsbrei ist! LESEN!

— MissStrawberry

Der Aufbau einer zerstörten Kirche spaltet eine Stadt. Die erneute Sprengung gerät zum Kriminalfall und führt in die Milieus der Gegner.

— Ahorn

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  • Ein Blogger, ein Manuskript, eine Sprengung und ein Toter

    Der Fall Garnisonkirche

    SchwarzeFee

    15. January 2017 um 13:01

    Just Verloren, Literaturkritiker und Blogger aus Potsdam, bekommt im Sommer 2016 ein Manuskript zugespielt, in dem es um die Sprengung des Neuaufbaus der Garnisonkirche geht. Unheimlicherweise trägt sich dies genauso zu und Just sieht erkennt noch weitere Parallelen zu sich in dem Roman. Zeitgleich lernt er Magda kennen und verliebt sich und so beginnen für ihn Wochen zwischen ermitteln und Emotionen, bei denen wir Leser ihn begleiten dürfen. Vor Monaten hatte ich das Vergnügen an der Leserunde zu "Gestorben wird immer", einem weiteren Krimi um Just Verloren in Potsdam, teilnehmen zu dürfen und mir war klar, dass dies sicherlich nicht mein letzter Krimi aus Christine Anlauffs Feder sein würde. So wünschte ich mir diesen hier vorliegenden zu Weihnachten und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Just Verloren ist ein anderer Protagonist, als man ihn zuweilen aus Krimis kennt. Just verstrickt sich gern in seinen eigenen Gedanken, hat einen herrlichen sarkastischen Humor und hebt sich so aus der Masse der Ermittler, die man so kennen mag, angenehm ab. Christine Anlauffs Schreibstil ist flott, absolut sprach- und wortgewandt und lässt einen das Lesen genießen. Auch wenn ich diesmal schnell eine Ahnung hatte, wer der Täter sein könnte, hat dies meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, wie es in einem guten Krimi sein sollte, werden etliche falsche Fährten gelegt, die man gern doch begeht, auch wenn man eine Ahnung hat und es fehlt auch nicht am spannenden letzten Moment. Zudem gefielen mir auch hier wieder sehr gut die anschaulichen Ortsbeschreibungen, die auch die Stimmung in der Stadt Potsdam wiederzugeben vermögen. Auch sind die Zusammenhänge, die Puzzlestücke des Krimis, blitzsauber dargestellt und logisch nachvollziehbar. Ein weiterer Top-Krimi von Christine Anlauff!!! Für Krimifans ein absoluter Tipp.

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  • Der Fall Garnisonkirche

    Der Fall Garnisonkirche

    Blaustern

    11. January 2017 um 12:06

    Der Potsdamer Justus Verloren ist Blogger und schreibt Kritiken. Auf seinem Blogg wird gerade über den Wiederaufbau der Garnisonskirche diskutiert, wo sich die Gemüter stark unterscheiden. Noch vor der Turmeinweihung erhält Justus ein Manuskript, worin dieses Thema ist und welches er unbedingt lesen soll. Als dann ein Anschlag auf die Kirche verübt wird und der Tathergang in seinem Manuskript damit übereinstimmt, geht er zusammen mit Magda, die er auf der Einweihung kennengelernt hat, auf Recherche. Ein fesselnder Krimi, der im Herzen Potsdams spielt, im Jahre 2016. Potsdam wird hier von einer sehr authentischen Seite gezeigt, sei es von den Bauwerken her oder von dem ganzen Flair der Stadt und deren Bewohner. Man spürt es, als sei man unter ihnen, und man kann es sich gut vorstellen. Zu Ostern werde ich diese Stadt besuchen und bin schon sehr gespannt. Der Krimi ist trotz seiner Erläuterungen durchweg spannend und wartet mit guten Wendungen auf. Zum Ende hin gibt es sogar auch noch eine nichtgeahnte Überraschung. Die Protagonisten nehmen einen schnell für sich ein. Besonders natürlich der gewandte Justus mit seinem Blogg. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und mit einer vergnüglichen Note versehen, der es Spaß macht, zu folgen.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    01. September 2015 um 15:54
  • "Verloren in Potsdam"

    Der Fall Garnisonkirche

    Bellis-Perennis

    30. August 2015 um 16:26

    Das vorliegende Buch ist mein erstes von Christine Anlauff. Ich gebe zu, dass ich kurz davor war, es wieder wegzulegen. Mir hat der Beginn mit dem Blog nicht so gut gefallen. Allerdings hat dann meine Neugier gesiegt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand geben. Lustig finde ich den Namen des Bloggers/Rezensenten Justus Verloren. Das Wortspiel „Verloren in Potsdam“ zeugt von feiner Satire. Justus‘ Blog ist das Medium in dem Gegner und Befürworter des Wiederaufbaus der Garnisonkirche zu Wort kommen. Aus diesem Blog entwickelt sich plötzlich ein Kriminalfall, in dem vieles nicht so ist wie es scheint.   Auch Justus ist davon betroffen: er erhält ein Manuskript, in dem viele Parallelen zu seinem eigenem Leben beschrieben sind.  Außerdem glaubt er, die große Liebe gefunden zu haben …. Wie eingangs erwähnt, bin ich nicht ganz so schnell in die Geschichte eingetaucht wie üblich. Doch mein Durchhalten ist belohnt worden.

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  • Genial verfasst

    Der Fall Garnisonkirche

    Bokmask

    26. August 2015 um 02:43

    Dieses Werk durfte ich durch eine Leserunde kennenlernen. Christine Anlauff ist für mich keine Unbekannte, durch ihre Katzenkrimis bin ich positiv auf ihre Art zu schreiben eingestimmt. So musste ich auch das neue Buch von ihr lesen. Es ist eine andere Art des Erzählens geworden, aber es hat mich gefesselt und immer mit raten lassen, wer den nun hinter dieser ganzen Sache steckt. Das Ende war dann ganz anders als ich es mir gedacht habe. Immer wieder gab es Wendungen die meinen Verdacht zunichte machten. Justus Verloren scheint mit seinem Beruf nicht ganz so zufrieden zu sein. Er rezensiert für einen Radiosender Bücher, welche er mit mehr oder weniger Begeisterung liest. Durch seinen Kollegen im Senden lernt er auch den ermittelnden Polizisten kennen, aber dieser scheint von den Ermittlungen von Justus nicht gerade begeistert zu sein. Das Manuskript welches ihm zugespielt wurde gibt ihm einige Rätsel auf. Wer hat bei diesem Anschlag die Finger mit im Spiel, und wie passt der Tote in diese Geschichte. Im Manuskript ist dieser nicht mit enthalten. Justus begibt sich auf eine nicht ganz ungefährliche Suche nach den Tätern. Christine Anlauff hat mir auch mit diesem Werk wiedereinmal gezeigt das sie gekonnt ihre Storys zusammenstellt und mich als Leser wieder fesseln konnte. Der schön flüssig zu lesende Schreibstil trug dazu bei, dass ich diese Geschichte sehr schnell gelesen habe. Ich hoffe sehr das es einen weiteren Fall geben wird, in dem Justus mit auf Täter suche geht. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.

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  • Leserunde zu "Der Fall Garnisonkirche" von Christine Anlauff

    Der Fall Garnisonkirche

    tini_anlauff

    Potsdam, im Sommer 2016. Ein Sprengstoffanschlag zerstört den bereits teilweise wieder aufgebauten Turm der Potsdamer Garnisonkirche. Dem Literaturkritiker und Blogger Justus Verloren läuft es eiskalt den Rücken hinunter: Wenige Tage zuvor ist ihm ein Manuskript zugespielt worden, das haarklein den Hergang des Anschlags schildert. Nur der Tote, den man unter den Trümmern gefunden hat, wird darin nicht erwähnt. Unterstützt von seiner attraktiven Errungenschaft Magda gehts Justus der Sache nach - und verstrickt sich in einem Geflecht von Hass, Eifersucht, Gier und Politik...   Liebe Freunde, fast punktgenau ein Jahr nach meinem (vorerst) letzten Fall für Kater Serrano starte ich eine LR zu meinem gerade eben erschienenen neuen Krimi „Der Fall Garnisonkirche“. Der Titel mag vielleicht etwas schlicht anmuten, umso quirliger geht es aber zwischen den Umschlagdeckeln zu!  Und, obgleich es ein Regionalkrimi ist, habe ich ihn natürlich nicht nur für Potsdamer geschrieben, sondern für Krimifans, die nebenbei etwas Lokalkolorit mögen. Für die LR stellt der be.bra Verlag freundlicherweise zehn Exemplare zur Verfügung, die ich unter allen Bewerbern verlose, die sich einer kleinen Einstiegsaufgabe stellen! Hier ist sie: Im Buch taucht ein Verein auf, der sich abgekürzt AGV nennt. Jetzt ist Phantasie gefragt. Wie könnte der Verein ausgeschrieben heißen? Allgemeiner Grauzonen - Verein? Alternativer Gurken Verein? Anti Grünspan- Verein…. Ich bin gespannt. Und freue mich schon auf die Begleitung der Runde. Christine Anlauff    

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    • 376
  • Spannend, unterhaltsam, amüsant - so muss ein guter Krimi sein

    Der Fall Garnisonkirche

    Zabou1964

    25. April 2015 um 18:29

    Christine Anlauff war mir bisher durch ihre Katzenkrimis um den Kater Serrano, die ich sehr gerne gelesen habe, bekannt. Ihr neuestes Werk kommt dagegen ohne Katzen aus, spielt aber wieder in Potsdam, der Heimat der Autorin. Da ich diese wunderschöne Stadt schon zweimal bereist habe, lese ich immer wieder gerne Bücher, die dort spielen. Ganz besonders die von Frau Anlauff, weil sie spannend, unterhaltsam und amüsant geschrieben sind. Justus Verloren lebt in Potsdam, ist Literaturkritiker und betreibt einen Blog. So recht zufrieden scheint er mit dem, was er bisher erreicht hat, nicht zu sein. Aber er genießt sein Leben. Wir schreiben das Jahr 2016. Die umstrittene Garnisonkirche soll, entgegen aller Proteste, wieder aufgebaut werden. Dies ist auch Thema auf Justs Blog. Bei der Einweihung des Turmes begegnet ihm die geheimnisvolle Magda, in die er sich prompt verliebt. Kurz zuvor erreichte ihn ein Manuskript, das er auf Anraten Magdas ausnahmsweise nicht ins Altpapier wirft, sondern liest. Schnell fallen ihm merkwürdige Parallelen zwischen dem Protagonisten und sich selbst auf. Als dann noch der Turm gesprengt wird, genau wie im Manuskript beschrieben, beginnt Just mit Nachforschungen. Christine Anlauff ist es meisterlich gelungen, mich mit diesem Kriminalroman zu unterhalten, zu amüsieren und meinen detektivischen Spürsinn anzuregen. Es ist ein Genuss, Justs sprachlichen Eskapaden im Blog zu folgen. Mit seiner ungezwungenen, aber intelligenten Art war er mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Die Stadt Potsdam ist sofort vor meinem inneren Auge sichtbar geworden, und das nicht nur, weil ich sie bereits kenne. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass der Roman durchgehend spannend ist. Am Ende erwarten den Leser ein Showdown und eine Überraschung. Ich hoffe sehr, dass es bald einen neuen Fall für Justus Verloren geben wird. Aber auch über eine Fortsetzung der Kater-Serrano-Reihe würde ich mich sehr freuen. Fazit: Spannend, unterhaltsam und amüsant – so muss ein guter Krimi sein!

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  • Hat alles, was ein tolles Buch braucht

    Der Fall Garnisonkirche

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. April 2015 um 08:40

    *INHALT* Justus Verloren ist Literaturkritiker und führt seinen eigenen Blog, der sich mit einem zentralen Thema beschäftigt: Der Garnisonkirche. Als er mal wieder ein unverlangt eingesendetes Manuskript erhält, in dem der teilweise wiederaufgebaute Turm der Kirche gesprengt wird und dies promt in der nächsten Nacht zur selben Uhrzeit wie im Manuskript passiert, wird er hellhörig. Denn im Unterschied zum Manuskript liegt unter den echten Trümmern eine Leiche, und Justus beginnt, Fragen zu stellen und zu ermitteln.. *MEINE MEINUNG* Dies ist eines dieser Bücher, bei denen einfach alles stimmt. Der Protagonist ist in diesem Fall eher ungewöhnlich, zumindest wären mir bisher noch keine ermittelnden Literaturkritiker unter gekommen. Gerade das finde ich aber sehr reizvoll, und die Tatsache, dass er nicht komplett ohne die Polizei auskommt, sondern seinen Kontakt dort nutzt um an Informationen zu kommen oder seine zu teilen fand ich auch sehr realistisch und authentisch. Auch die anderen Figuren mochte ich gern, sie waren oft nicht leicht greifbar und schwer einzuschätzen, was sie allerdings interessant gemacht hat und das Mitraten, wer denn nun der Täter sein könnte, gefördert hat. Der Schreibstil ist einfach klasse. Ich liebe die sprachlichen Bilder, die die Autorin gezeichnet hat, und der Wortwitz und die Ironie haben genau meinen Humor getroffen. Außerdem lässt sich der Text so flüssig lesen, dass die Seiten wie von allein dahin fliegen.. Der Spannungsbogen ist ebenfalls gelungen, einige Wendungen kamen nicht völlig überraschend, da ich ein wenig argwöhnisch war und einige Figuren sehr kritisch beäugt habe, doch mit anderen Entwicklungen hat mich die Autorin überrumpeln und begeistern können. Dies war mein erstes Buch von Christine Anlauff, aber es wird definitiv nicht das Letzte bleiben.

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  • Manuskript 2016

    Der Fall Garnisonkirche

    Postbote

    21. April 2015 um 21:41

    Dieser Krimi spielt 2016, man darf hoffen das diese Fiktion nicht zur Realität wird. Die Garnisonkirche soll in Potsdam wieder aufgebaut werden. Es gibt ein Für und Wieder,es ist teuer und es gibt wichtigeres in Potsdam. So werden auch Demos veranstaltet. Aber einer oder einer macht sich daraus nichts, er oder sie handelt gleich. Die Garnisonkirche erliegt einem Sprengstoffanschlag und das Nachts um halb drei. Bei den aufräumarbeiten kommt ein schrecklicher Fund zu Tage. Es wird ein Toter unter den Trümern entdeckt. Tage vor der Sprengung bekommt der Literaturrezensent und Blogger, Justus Verloren ein "fast" anonymes Manuskript zugeschickt. In diesem Manuskript steht exat die Geschichte der Sprengung der Garnisonkirche. Nur kommt in dieser Geschichte kein Toter vor. Justus bekommt es mit der Angst zu tun. Wer schickte ihm diese Voraussage und warum ihm? Über seinen Blog ensteht mittlerweile rege Kommunikation, anonyme Nicknames plaudern mit ihm zum Fall. Just geht der Sache nach und dabei lernt er Magda kennen, die ihm hilft und sich heiss für ihn interessiert. Ein Krimi der mich sehr gut unterhalten hat. Die Autorin hat es geschafft, mehrere, getarnte Protagonisten zu schaffen, die ich hinterfragt habe. Ich dachte, eine Gruppe getarnte, denen ich gut folgen konnte, wollten den Kirchturm nicht? Wenn es so eine Gruppe war,  warum hat nicht einer ausgepackt? Verloren heist Just, aber so verloren ist er auch manchmal in seinen Nachforschungen. Aber er trifft auf alte, neue Freunde die ihn trotzdem gut unterstützen. Auch wo Just selbst in große Gefahr kommt..... Geht es hier um Politik, hohe Geldspenden, Anstiftung oder gar um ein Beziehungsdrama? Immer wieder neues an Handlungen, Schicksalen und Personen machen den Krimi zu einer sogreich spannenden Unterhaltung mit einem leichten Hauch an Erotik. Wer getarntes mag und miträtseln will liegt hier genau richtig. Ich kann gerne 5 Punkte vergeben und würde  wieder einen Krimi von der Autorin lesen.

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  • Wer sprengte die Garnisonskirche?

    Der Fall Garnisonkirche

    mabuerele

    18. April 2015 um 20:38

    „...Das Kurzzeitgedächtnis ist tückisch wie die Zwischenablage im Computer...“ Justus Verloren hat einen Blog, in dem er sich sarkastisch mit dem geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonskirche auseinandersetzt. Alle Blogeinträge sind kursiv gesetzt. Beruflich arbeitet er als Literaturkritiker und beurteilt Manuskripte. Eines Tages bekommt er ein Buch zugeschickt, in dem von der Sprengung des im Bau befindlichen Turmes der Garnisonskirche berichtet wird. Dass diese Sprengung wenige Tage später wirklich stattfindet, ist weniger sein Problem. Der Täter des Buches aber hat auffallend viele Eigenschaften mit Justus Verloren gemeinsam. Und es gab einen Toten, der im Buch fehlt. Die Geschichte ließ sich zügig lesen. Das liegt auch an der Person des Ich-Erzählers. Außerdem trug Wechsel zwischen wahrem Leben und Blog wesentlich dazu bei. Hinzu kommt der Schriftstil, der an einer Stelle feinen Humor, an der nächsten Sarkasmus nutzt. Obiges Zitat ist ein Beispiel für gelungene Wortspiele, die sich häufig finden. Die Örtlichkeiten werden ausführlich dargestellt. Der Roman spiegelt die Gesamtheit des Lebens wider. Politische Vorgänge werden kommentiert, Rückblicke in die Vergangenheit legen mögliche Motive offen. An den Stellen allerdings blieb mir ab und an das Lachen im Hals stecken. Wenn die Lebensleistung plötzlich nichts mehr wert ist, kann ein Leben schon zerbrechen. Kann eine Frau guten Sex aus der Sicht eines Mannes beschreiben? Die Autorin beweist es! Die Geschichte ist fesselnd geschrieben. Die Nicknamen des Internets lassen keinen Schluss auf die wirklichen Personen zu und erschweren so Justus` Ermittlungen. Wer ist Freund, wer ist Feind? Die Fragen bleiben lange unbeantwortet und erhöhen so den Spannungsbogen. Der Prolog hat fast philosophische Züge und erschließt sich erst, wenn man ihn nach Abschluss des Buches nochmals liest. Das Cover mit den Blick auf dem Fenster ist ungewöhnlich. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist abwechslungsreich und vielschichtig. Die Sprache besticht in vielen Szenen durch ihre Leichtigkeit. Nicht zuletzt hat die Autorin gekonnt politische Kritik in der Geschichte versteckt.

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  • Überzeugender Potsdamkrimi

    Der Fall Garnisonkirche

    seschat

    16. April 2015 um 10:28

    InhaltIm Sommer 2016 wird auf die Potsdamer Garnisonkirche ein Sprengstoffattentat verübt. Der noch im Bau befindliche Kirchenturm stürzt in sich zusammen und begräbt einen jungen Psychotherapeuten unter sich.Wer hat diese Tat zu verantworten? Der 35-jährige Literaturkritiker und Blogger Justus, genannt Just, betreibt den sog. "Verloren in Potsdam-Blog", der sich kritisch mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche auseinandersetzt. Einen Tag vor dem Attentat bekommt er ein ominöses Manuskript zugespielt, dass sich exakt mit der Überraschungstat auseinandersetzt und in dem sich Justus als handelnde Person wiederfindet.Die Ermittlungen des Gelegenheitsradiomoderators beginnen und rufen sogar das LKA auf den Plan. MeinungDie Potsdamer Autorin Christine Anlauff hat einen sehr spannenden Lokalkrimi verfasst, dessen Handlung alles andere als vorhersehbar ist. Im Gegenteil, der Leser wird häppchenweise an die Lösung des Falls herangeführt. Kenntnisreich beschreibt sie ihre Heimatstadt, in der es an ungewöhnlichen Typen nur so wimmelt. Der Hauptcharakter Justus ist ein sympathischer, z. T. sehr chaotischer und leider auch ziemlich leichtgläubiger Mann, der sich ein ums andere Mal von Bloggern bzw. Bekanntschaften linken lässt. Trotz allem ist er ein ehrgeiziger Hobbyermittler, der sich an dem Fall festgebissen hat.Mithilfe seines Blogs, seines Radiokollegen und seiner Ex-Freundin gelingt es ihm, den Fall zu lösen, wenn auch reichlich spät. Dass gerade Justus als Ich-Erzähler ausgewählt wurde, passt perfekt. Den häufigen Wechsel des Handlungsorts - mal Justus Wohnung, mal Olga-Kneipe oder mal psychiatrische Tagesklinik - fand ich recht belebend. Zudem hat mir die Tatsache gefallen, dass Chatprotokolle des angeführten Blogs mit in den Text eingebaut wurden - sehr innovative Idee. Die Sprache verblüfft. Sie folgt keinem nüchternen Erzählton, sondern ist reich an Humor, Ironie und allerlei sprachlichen Verrücktheiten. Das macht das Lesen dieses Krimis zu einen Freudenfest. Hier eines meiner Lieblingszitate (Thema: Kinobesuch):"Meine Lust, eine halbe Stunde zwischen schwitzenden, parfümdünstenden Menschen zu kleben, nur um später mit ihnen in einem Raum ohne Fenster auf eine Leinwand zu starren, ging gegen null." (S. 37) FazitEin lesenswerter Lokalkrimi mit viel Sprachwitz. Weiter so!

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  • Ein Verloren-In-Potsdam-Krimi

    Der Fall Garnisonkirche

    esposa1969

    12. April 2015 um 22:29

    == Buchrückentext: == Potsdam, im Sommer 2016. Ein Sprengstoffanschlag zerstört den bereits teilweise wieder aufgebauten Turm der Potsdamer Garnisonkirche. Dem Literaturkritiker und Blogger Justus Verloren läuft es eiskalt den Rücken hinunter: Wenige Tage zuvor ist ihm ein Manuskript zugespielt worden, das haarklein den Hergang des Anschlags schildert. Nur der Tote, den man unter den Trümmern gefunden hat, wird darin nicht erwähnt. Unterstützt von seiner attraktiven Errungenschaft Magda gehts Justus der Sache nach - und verstrickt sich in einem Geflecht von Hass, Eifersucht, Gier und Politik... == Leseeindrücke: == Da ich von der Autorin Christine Anlauff bereits "Katzenmond" lesen durfte, war ich auf diesen Krimi, der ausnahmsweise keinen ermittelnden Kater beinhaltet, sehr gespannt, wurde auch nicht enttäuscht. Schön, dass der Roman aus der Ego-Perspektive verfasst ist, so kann man sich immer gut in die Gefühls- und Gedankenwelt des Berichtenden hinein versetzen. Protagonist dieses Regionalkrimis ist Literaturkritiker Justus Verloren, der charakterlich detailliert und sympathisch vorgestellt wird. Auch die Schauplätze und Szenerien rund um Potsdam werden sehr real und gut vorstellbar beschrieben. Gerade die Geschehnisse rund um den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam haben mich sehr gefesselt. Ich war nicht gleich von Beginn an Inder Handlung drin, da diese gut konstruiert ist und zum Nachdenken anregt. Das Ende war für mich überraschend, aber schlüssig aufgelöst. Die 27 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilt auf 267 haben mich bestens unterhalten, nur die Schrift empfinde ich als etwas zu klein, aber gerade noch lesbar. Das Cover ist Neugierde erweckend gewählt und veranlasst sich mit diesem näher zu beschäftigen. Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen! by esposa1969

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  • Ein toller Potsdam-Krimi!

    Der Fall Garnisonkirche

    angi_stumpf

    12. April 2015 um 00:32

    Die Geschichte: In Potsdam soll die umstrittene Garnisonkirche wieder aufgebaut werden: der Literaturkritiker Justus Verloren hat die andauernden Diskussionen darüber zum Thema seines Blogs gemacht. Als ein Teil des Turmes bereits wieder aufgebaut wurde, zerstört ein nächtlicher Sprengstoffanschlag die gesamte Baustelle. Das Mysteriöse daran: Justus hat kurz zuvor ein Manuskript erhalten, in dem der genaue Ablauf des Verbrechens geschildert wird. Hat ihm der Täter dieses Dokument zukommen lassen? Und was ist mit dem Doktor, der bei dem Anschlag ums Leben kam? Er wurde im Manuskript nicht erwähnt … Justus will auf eigene Faust herausfinden, was hinter der Sache steckt. Doch sein Kollege Bert und auch seine neue Freundin Magda sind der Ansicht, dass er sich in etwas hineinsteigert und dass das Manuskript gar nichts mit der Tat zu tun hat. Meine Meinung: Schon die Katzenkrimis von Christine Anlauff habe ich mit großer Begeisterung gelesen und so war ich umso gespannter auf das neueste Werk aus ihrer Feder. Gleich vorweg: ich wurde nicht enttäuscht! Der Schreibstil ist einfach prima: glaubhafte Dialoge, lebendige Beschreibungen der Charaktere und Schauplätze und eine gewisse Prise Ironie und Humor – da macht das Lesen Spaß! Mit Justus Verloren, der Hauptfigur, konnte ich mich schnell anfreunden. Sehr interessant fand ich auch, dass er Blogger und Rezensent ist. Das stellt gleich so eine gewisse Nähe her, wenn man diese Hobbies teilt. Die Story ist gut durchdacht und zunächst völlig undurchschaubar. Es dauerte ziemlich lange, bis ich ahnte, wie alle Puzzleteilchen zusammenpassen würden. Dadurch hält sich die schnell aufgebaute Spannung praktisch bis zum Schluss. Das Buch habe ich an nur einem Tag gelesen, denn es hat mich wirklich gefesselt. Was auch sehr bemerkenswert ist: die Autorin benötigt keinerlei bluttriefende, effektheischende Szenen, wie man sie leider immer häufiger in Krimis oder Thrillern findet. Sie kann auch ohne Schockmomente überzeugen, so dass auch zartbesaitete Leser gerne zu diesem Buch greifen dürfen. Das Ende fand ich sehr gelungen, der Fall wurde schlüssig aufgelöst. Trotzdem möchte ich gerne wissen, wie es mit Justus und einigen anderen lieb gewonnenen Charakteren weitergeht! Bitte mehr davon! Fazit: Ein wunderschön zu lesender Regionalkrimi mit sympathischen Charakteren und einer toll durchdachten Story! Da er praktisch ohne Blutvergießen auskommt, dürfen auch zartbesaitete Leser beherzt zugreifen!

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  • Verloren in Potsdam

    Der Fall Garnisonkirche

    MissStrawberry

    08. April 2015 um 20:34

    Just Verloren ist Literaturkritiker und betreibt einen Blog, der sich mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam beschäftigt. Er beobachtet und kommentiert – die Gegner und die Befürworter lässt er alleine streiten. Eines Tages erhält er ein Manuskript von P. Faust. Da kein Absender darauf steht und er sowieso keine Lust hat, Agent zu spielen, wandert es sehr bald in Ablage P: Papierkorb. Dort fischt es seine neue Eroberung Magda wieder raus und liest darin – und ist begeistert. Also schaut auch Just genauer hin. Und staunt, als die Ereignisse sich überschlagen: wie im Manuskript beschrieben, wird tatsächlich ein Attentat auf den Turm der Garnisonkirche verübt. Mit Entsetzen stellt Just fest, dass der Hauptprotagonist des Manuskriptes sehr viele Parallelen zu ihm selbst aufweist. Just beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen und merkt – abgelenkt durch seine Gefühle für Magda - nicht, in welche Gefahr er sich begibt ... Dass mir dieses Buch gefallen würde, hatte ich ja schon geahnt. Bisher gefiel mir einfach jedes Buch von Christine Anlauff. Aber dass ich das Buch kaum weglegen konnte und in jeder freien Sekunde weiterlesen MUSSTE, das hatte ich nicht erwartet. Schon die ersten Zeilen fesselten mich ans Buch und mit jeder Seite mehr war ich mehr gefangen. Ein absoluter Pageturner! Und das mit wenig Blut und kaum wirklicher „Action“, aber jeder Menge Humor, Ironie, Sarkasmus, einer guten Prise Gefühl, unfassbarer Spannung und jeder Menge Menschlichkeit! Ein gelöstes Rätsel führt zum nächsten, ein Problem ergießt sich ins nächste und so rast man durch die Story und kann kaum glauben, wie die Zeit vergeht. Der Stil ist locker und leicht zu lesen, die Wortspiele und Gedankengänge einfach grandios und die Szenerie perfekt gezeichnet. Ohne ausschweifende Beschreibungen breitet sich dem Leser Potsdam und die Garnisonkirche aus, führen die Straßen an die Ziele und tauchen Wohnungen vor dem eigenen inneren Auge auf. Die Protagonisten sind alle herrlich aufgebaut – ob sympathisch oder nervig, nett oder abstoßend – alle haben einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Manche mag ich sogar gerade deshalb, weil sie so schräg sind. Es ist wunderbar! Die einzelnen Puzzleteilchen, die Just zusammenträgt, um den Fall zu lösen, passen herrlich leicht ineinander und trotzdem ist man immer wieder überrascht, weil nichts so ist, wie man dachte – oder sich erhoffte. Aber Christine Anlauff zerrt keineswegs überraschende Wendungen herbei – sie lässt den Leser nur einfach vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Sie streut stetig Brotkrumen zu einer Spur, die dem Leser erst auffällt, wenn es fast schon zu spät ist. Der fulminante Showdown setzt einem ohnehin schon grandiosen Lesevergnügen noch mal die Krone auf! Besonders gelungen ist ihr in meinen Augen der Dreh, die Story von Just Verloren erzählen zu lassen. Eine weibliche Autorin erzählt als männlicher Protagonist die Sache mit der Garnisonkirche – echt genial! Ich erinnere mich gerade nicht daran, diese Rollenverteilung schon mal gelesen zu haben. Sonst schreiben doch Frauen aus der Sicht von Frauen und Männer übernehmen gern den Part, sich angeblich in Frauen denken zu können. Christine Anlauff hat mit ihrem Just Verloren einen Charakter geschaffen, von dem ich sehr gerne sehr viel mehr lesen möchte. Er hat das Zeug zu einer Serie! Aber auch auf ganz andere Bücher von der Autorin freue ich mich jetzt noch mal so sehr, wie bisher ohnehin schon – ihr Potenzial scheint unerschöpflich und ihr Anspruch an sich selbst ist so hoch, dass der Leser auf alle Fälle davon profitiert. Eine Autorin, die man sich merken muss und ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte! Von mir total begeisterte fünf Sterne für mein diesjähriges Lesehighlight, das nur sehr schwer von einem anderen Buch von seinem Platz eins verdrängt werden kann!

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  • Der Fall DER Garnisonkirche

    Der Fall Garnisonkirche

    Ahorn

    07. March 2015 um 21:43

    Wer sich beim Lesen des Titels „Der Fall Garnisonkirche“ die Mühe macht, das kleine Wörtchen „der“ zwischen Fall und Garnisonkirche zu schieben, ist zwar der Lösung des Falls noch kein Stück näher, aber zumindest dem Rätsel um den eigenwilligen Titel. Es geht tatsächlich um den Fall der Garnisonkirche in Potsdam, genauer gesagt, um ihren zweiten Fall im Jahr 2016. Der erste geht auf das Jahr 1968 und, glaubt man Christine Anlauff, die dynami(t)schen Fähigkeiten des einstmaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht zurück. Seit dem grummelt es in der Stadt. Während die einen, die durch die Sprengung gerissene Wunde schließen wollen, tun die anderen alles, um einen Wiederaufbau zu verhindern. Folgerichtig kulminiert die Auseinandersetzung im Jahr 2016, als sich der barocke Turm Meter für Meter wieder gen Himmel streckt. Rums. Da liegt der Fall Garnisonkirche. Und da in einem guten Krimi nicht nur der Staatsschutz, sondern auch die Mordkommission ermittelt, eine Leiche unter dem Geröll der gesprengten Turmruine. Insofern erweist sich der Titel dieses spannungsgeladenen Krimis dann doch als richtig. Just am Vorabend der Nacht, in der die Garnisonkirche zum zweiten Mal fällt, stößt der Literaturkritiker Just Verloren (Beobachter in der dritten Reihe mit Tendenz zum Kirchengegner) in einem Tage zuvor anonym eingesandten Buchmanuskript auf die minutiöse Schilderung der Sprengung. Mit einem Unterschied – ohne Leiche unter dem Schutt. Christine Anlauffs liebenswürdig schrulliger Protagonist Just Verloren (Kommissar Liebermann aus ihrer ersten Krimireihe lässt grüßen) gerät in ein fein gesponnenes Netz aus heißen Spuren und falschen Fährten, die einen tiefen Einblick in die Potsdamer Milieus der Garnisonkirchengegner und -befürworter geben. Als die Polizei die Bedeutung des Manuskriptes nicht erkennt und bei ihrer routinegeprägten Arbeit auf der Stelle tritt, entschließt sich Just Verloren (nicht ganz uneigennützig) auf eigene Faust zu ermitteln. Auch er fällt, pardon verfällt und zwar Magda, einer wesentlich jüngeren aufregend temperametvollen Frau, gerät am Ende in Lebensgefahr und … da der Leser/die Leserin  den jähen, fast atemberaubenden Wendungen und dem bisweilen schwarzhumorigen Anlauffschen Stil erliegt, wird er/sie mit einem überraschenden Finale belohnt. Das Buch ist für Garnisonkirchenbefürworter, -gegner und Beobachter in der dritten Reihe mit und ohne Tendenz gleichermaßen geeignet, wie für alle anderen Krimifans auch.

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