Christine Aziz

 2.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Die Bibliothek von Olea, Die Macht des Wassers und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christine Aziz

Christine AzizDie Bibliothek von Olea
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Die Bibliothek von Olea
Die Bibliothek von Olea
 (7)
Erschienen am 21.02.2007
Christine AzizDie Macht des Wassers
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Die Macht des Wassers
Die Macht des Wassers
 (6)
Erschienen am 12.08.2009
Christine AzizTHE OLIVE READERS
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THE OLIVE READERS
THE OLIVE READERS
 (0)
Erschienen am 05.05.2006
Christine AzizThe Olive Readers. Die Bibliothek von Olea, englische Ausgabe
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The Olive Readers. Die Bibliothek von Olea, englische Ausgabe

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Jisbons avatar

Rezension zu "Die Macht des Wassers" von Christine Aziz

Interessantes Buch mit misslungenem Ende
Jisbonvor einem Jahr

! Enthält eventuell Spoiler

"Die Macht des Wassers" zeichnet das Bild einer eher düsteren Zukunft. Die Länder der Erde sind an die Gesellschaften gefallen und alle Bewohner wurden ihrer Heimat beraubt – man hat sie nicht nur alle umgesiedelt, sondern auch alle Spuren ihrer Kulturen ausgelöscht, ihre Erinnerungsstücke vernichtet, Bücher verbrannt. Nun leben sie in Gebieten, die ganz spezielle Aufgaben erledigen. Die Protagonistin Jephzat beispielsweise lebt in Olea, einem Land, das für den Anbau von Oliven zuständig ist. Die reichste und mächtigste Nation ist das Wasserland – das Land, das im Besitz der Formel ist, mit der man Wasser herstellen kann. So sind alle anderen Länder von dieser Nation abhängig und auch die Gesellschaften sind machtlos.

Die Zukunftsvision, die Aziz erschaffen hat, fand ich sehr interessant. Sie schildert, wie es so weit kommen konnte, und erklärt die Entwicklungen durchaus schlüssig anhand aktueller Probleme. Beispielsweise ist die Umweltverschmutzung ein Thema oder auch die globale Erwärmung. Die Geschichte, die sie sich ausgedacht hat, ergibt Sinn; es ist durchaus möglich, dass sich im schlimmsten Fall alles so entwickeln wird, wie sie es geschildert hat, was dem Buch einen gewissen Reiz gibt. Obwohl es in der Welt im Jahr 2295 viele technische Neuerungen, modernste Wissenschaften und allerlei Komfort gibt, ist es trotzdem keine Welt, in der ich leben wollte – und das arbeitet die Autorin sehr gut heraus. Für jeden Bücherliebhaber ist es natürlich verheerend zu lesen, dass der Besitz von Büchern mit der Todesstrafe verboten ist und dass so gut wie alle Bücher verbrannt worden sind, doch es ist nicht nur das; die strengen Regeln, die den Menschen auferlegt sind, die Überwachung und auch die Zustände der Gesellschaft sind erschreckend. Dadurch, dass Olea ein Olivenland ist, ist es sehr arm und stellenweise habe ich ganz vergessen, dass wir uns in der Zukunft befinden und dass es viel Technik gibt, weil alles so rückständig wirkte. Der Autorin gelingt es aber sehr gut, diesen Kontrast glaubhaft darzustellen.

Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme damit, der Geschichte zu folgen; dies liegt daran, dass die Protagonistin dauernd geschichtliches Wissen einstreut, das man auch benötigt, um die Situation, in der die Figuren sich befinden, verstehen zu können. Aber alles kommt nur sehr bruchstückhaft und ich musste manche Stellen auch zweimal lesen, um zu verstehen, wie genau die Föderation nun entstanden ist. Das ist für die eigentliche Handlung vielleicht nicht besonders wichtig, aber mich hat es sehr interessiert und ich fand es schade, dass die Autorin das ganze nicht klarer und eindeutiger dargestellt hat.

Die Geschichte selbst ist durchaus spannend und sehr interessant. Die Beschreibungen der geheimen Bibliothek haben mich natürlich am meisten fasziniert; die Stelle, an der Jephzat zum ersten Mal ein Buch aufschlägt, war sehr sprachgewaltig und beeindruckend. Generell fand ich die Idee, dass Lesen zur Rebellion führt, sehr interessant; es ist zwar nichts neues, dass man durch das Lesen auf neue Ideen und Ansätze kommt, aber in diesem Umfeld hat es sehr gut gepasst und es wurde meiner Meinung nach stimmig umgesetzt.Dabei ist es auch keineswegs so, dass alles glatt verläuft und Jephzat nur positives erlebt. Es werden Opfer gebracht, es gibt Leid. Das war alles realistisch und steigerte die Spannung, da man sich nicht sicher sein konnte, wie es für die einzelnen Figuren weiter gehen wird.

Leider hat mir das Ende nicht wirklich gefallen. Zum einen schien alles so… einfach zu sein, was hauptsächlich daran liegt, das die Protagonistin nicht viel mitbekommt, nur wirkte es dadurch unrealistisch. Zum anderen wurden Entscheidungen getroffen, mit denen die Autorin es sich für mich viel zu leicht gemacht hat - es wirkte auf mich fast so, als hätte sie keine originelle Idee gehabt und ist deshalb den leichtesten Weg gegangen. Das hat mich enttäuscht, denn bis zum letzten Teil des Buches war die Geschichte wirklich spannend, wendungsreich und durch das unbekannte Setting auch interessant – und hinzu kam noch die Schilderung der Liebe zu Büchern, die mir sehr gefallen hat.

Trotz des für mich eher misslungenen Endes, das zu übertrieben ausgefallen ist, und den anfänglichen Problemen, was mein Verständnis des Entstehens dieser Welt betrifft, hat "Die Macht des Wassers" mir ganz gut gefallen. Wenn man gerne liest, wird man sich in der Sehnsucht nach Büchern wiedererkennen, und auch, wenn man exotisch anmutende Settings mag, kommt man voll auf seine Kosten. 3,5/5 Sternen
______________________
ursprünglich 2014 hier veröffentlicht

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zachines avatar

Rezension zu "Die Bibliothek von Olea" von Christine Aziz

Rezension zu "Die Bibliothek von Olea" von Christine Aziz
zachinevor 6 Jahren

Weil das Thema und der Plot wirklich gut sind, kriegt es trotz der schlechten Schreibe am Ende drei Sterne. Am Anfang war das Buch toll, aber das letzte Viertel ist einfach hingeklatscht.

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Solariss avatar

Rezension zu "Die Bibliothek von Olea" von Christine Aziz

Rezension zu "Die Bibliothek von Olea" von Christine Aziz
Solarisvor 8 Jahren

Was für ein Paradebeispiel für schlechte Vermarktung. Dieses Buch, das vom Verlag als antiutopischer Gegenwartsroman bezeichnet und mit einem Cover versehen wurde, das auch keinen Aufschluss über das Genre gibt, ist eigentlich recht spannende Fantasy mit tragischer Liebesgeschichte und vielen Abenteuern, die sonst bestimmt seine Fans gefunden hätte. Ich meine es. Es handelt sich wirklich eher um einen Fantasyroman als um eine ernst gemeinte Dystopie.

Wie man aus der Produktbeschreibung unschwer erkennen kann, ist das Buch maßgeblich von Fahrenheit 451 beeinflusst. Nach dem Versprechen eines anspruchsvollen Romans habe ich also erwartet, dass die Autorin Bradburys Plot hier bewusst zitiert und reflektiert hat. Das war weit gefehlt, denn sie erwies sich leider als bloß geklaut und das Ergebnis als ein zum Trivialen neigender Unterhaltungsroman, dem es gerade an Anspruch heftig mangelte. Er hat mich eigentlich unterhalten, denn die Sprache war überraschend gut, das klassische Motiv der ungleichen Schwestern zwar nicht sonderlich originell, aber schön umgesetzt, die Liebesgeschichte sehr romantisch und die Abenteuer spannend. Wer sich auf das Buch einlassen möchte, muss allerdings auch mit einer stellenweise richtig schwülstigen exotistisch-märchenhaft-pseudoarchaischen Atmosphäre, vollkommen ernst gemeinten Ausflüge in die Esoterik und ständiger Schwarzweißmalerei rechnen. Und vor allem: Romane, die als Dystopie anfangen und später in eine Utopie münden, sind selten gelungen und offenbaren in aller Regel beunruhigend totalitäre Sehnsüchte (hier: allgegenwärtiger Partiotismus, als Götter verehrte gute Politiker und jubilierende Menschenmassen, die das Bild abrunden).

Wem das nicht stört, kann zugreifen. Aber: Das hier mit "Der Report der Magd" zu vergleichen (s. wieder die Produktbeschreibung) ist nicht bloß unverdient und weit hergeholt. Es ist regelrecht absurd.

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