Christine Bauer-Jelinek

 3.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Der falsche Feind, Machtwort und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christine Bauer-Jelinek

Christine Bauer-JelinekDer falsche Feind
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Der falsche Feind
Der falsche Feind
 (4)
Erschienen am 29.09.2012
Christine Bauer-JelinekMachtwort
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Machtwort
Machtwort
 (1)
Erschienen am 01.10.2016
Christine Bauer-JelinekDie geheimen Spielregeln der Macht
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Die geheimen Spielregeln der Macht
Die geheimen Spielregeln der Macht
 (0)
Erschienen am 03.07.2017
Christine Bauer-JelinekDer falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer
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Der falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer
Christine Bauer-JelinekStrategie.Macht.Erfolg
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Strategie.Macht.Erfolg
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Erschienen am 01.09.2009
Christine Bauer-JelinekBusiness-Krieger
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Business-Krieger
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Erschienen am 06.03.2003
Christine Bauer-JelinekDie helle und die dunkle Seite der Macht
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Die helle und die dunkle Seite der Macht
Die helle und die dunkle Seite der Macht
 (0)
Erschienen am 12.06.2017

Neue Rezensionen zu Christine Bauer-Jelinek

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der falsche Feind" von Christine Bauer-Jelinek

Sind Männer die falschen Feinde? Versuch einer Antwort.
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Christine Bauer-Jelinek, in den 1970er Jahren selbst bei den Linken und  in der Frauenbewegung engagiert, übt mit ihrem 2012 erschienen Buch massive Kritik an der heute üblichen Bevorzugung der Frauen.

Sie sagt unter anderem:

„Der aktuelle Feminismus ist ein Rückschritt – er bedroht den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

„Halbe-Halbe ist gescheitert – die zwanghafte Gleichverteilung überfordert Frauen wie Männer und zwingt Kinder und Alte in die Betreuungseinrichtungen.“

„Die Unterdrückung der Frauen durch die Männer ist ein Mythos – Frauen müssen sich nicht ständig als Opfer fühlen.“

Christine Bauer-Jelinek hält den Kampf der Geschlechter für gefährlich und begründet dies auch. Ihre Vorschläge sind mutig, gefallen sicherlich nicht jeder Frau. Sie hält nichts von der feministischen Doktrin, die den Frauen von einigen ihre Geschlechtsgenossinnen einen Opferstatus aufdrückt.

In ihrem Buch spricht sie das aus, was viele Menschen (vermutlich die Mehrheit) denken, nämlich, dass diese „Frauen-sind-die-besseren-Menschen“-Hysterie vollkommen überzogen ist. Sie beschreibt drei Emanzipationsstufen:
Die erste, Anfang des 20. Jahrhunderts, in dem die Frauen das Wahlrecht einforderten, die zweite durch die 1968er Bewegung in der die Frauen als Symbol ihre BHs verbrannten. Die letzte Stufe wird in den 1990ern in denen männerfeindliche Parolen das Straßenbild prägten, um Forderungen durchzusetzen.

Das Buch beschreibt sachlich und logisch die heute herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse und Zwänge, die Männern und Frauen immer mehr abverlangt. Derzeit sieht es so aus als ob die traditionelle Familie nichtmehr en vogue, ja sogar verpönt, ist. Patchwork und Multitasking ist in, auch wenn es die Menschen darüber zerreißt.

"… wenn Frauen und Männer sich nicht wieder zusammenschließen, um gemeinsam für ihre politischen Ziele zu kämpfen, ist es fraglich, ob wir die kommenden Zerreißproben überstehen können."

Fazit:

Ein Buch, das auch fünf Jahre nach seinem Erscheinen polarisiert.

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Rezension zu "Der falsche Feind" von Christine Bauer-Jelinek

Rezension zu "Der falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer" von Christine Bauer-Jelinek
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Dieses Buch wird die Leserschaft spalten. Denn das Thema ist explosiv. Dass dies so ist, kann als eine Bestätigung der These der Autorin gesehen werden, dass der von ihr so genannte „Allmachts-Feminismus“ sich in seiner Hegemonie angegriffen fühlt.

Zu dieser Hegemonie, die sich bis in die Nischen der Gesellschaft verbreitet hat, gehört die Mär von der alleinigen Schuld der Männer an den Übeln dieser Welt und vor allen Dingen an der angeblichen Unterdrückung der Frauen.

Christine Jelinek-Bauer geht sogar soweit, dass sie behauptet, der Feminismus mit seiner Ideologie bedrohe den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, eine These, deren Signifikanz ich in der letzten Zeit mehrfach in den Frauen-Männer-Konflikten und ihren oft katastrophalen Folgen für die Familien und vor allen Dingen die Kinder bei mir bekannten Menschen beobachten konnte.

Alle Probleme und Widersprüche in der Gesellschaft auf das Geschlecht zu schieben, hält sie für ideologisch. Gesellschaftliche Probleme (etwa auch die geringere Bezahlung von Frauen) sind nicht den Männern anzulasten, sondern den Gruppen, die diese Löhne aushandeln, und da sind auch viele Frauen dabei.

Frauen und Männer müssten sich auch angesichts viel größerer Probleme wie etwa die Vereinnahmung der Frauenthemen durch einen finanzgetriebenen Neoliberalismus den wirklich drängenden Problemen annehmen: „Denn wenn Frauen und Männer sich nicht wieder zusammenschließen, um gemeinsam für ihre politischen Ziele zu kämpfen, ist es fraglich, ob wir die kommenden Zerreißproben über stehen können.“

Jelinek-Bauer polemisiert nicht gegen eine Wandlung der traditionellen Geschlechterrollen. Sie weist lediglich voller Sorge darauf hin, worauf das hinauslaufen wird, wenn keine Alternativen entwickelt werden:
„Wenn sich die traditionellen Geschlechterrollen weiter auflösen, ohne dass wir neue Formen des Zusammenlebens für beide Geschlechter und alle Generationen entwickeln, besteht die Gefahr, dass der Mensch von einer Spezies, die sich in Paaren organisiert (was bisher der Fall war), zu einer Masse mit willkürlichen (wechselnden) und fluktuierenden Beziehungen mutiert. Oder aber die Zweigeschlechtlichkeit wird von etwas abgelöst, dass man ‚Mischgeschlechtlichkeit’ nennen könnte: Jedes Individuum ist männlich und weiblich zugleich – und die Fortpflanzung wird der Technik überantwortet.“

Eine fürchterliche Vorstellung. Jedenfalls für den Rezensenten, der ganz bewusst sich für eine Lebensform entschieden hat, in der sowohl der Mann und die Frau, als auch die alten Menschen und die Kinder in der Familie ihren Platz haben, willkommen und geachtet sind und man füreinander da ist. Das kann eine ganz andere Form von Lebenssinn, Zufriedenheit und Selbstverwirklichung schenken, nicht nur wie früher für die Frauen allein, sondern auch für den Mann, der aber in allem ein Mann bleibt, gerade und vor allem seiner Frau und seinem Sohn gegenüber. Ich habe mein Menschsein und mein Mannsein selten so gespürt, wie heute, nachdem ich vor zehn Jahren begann, dieses Leben zu führen.

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