Christine Brückner Nirgendwo ist Poenichen

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Inhaltsangabe zu „Nirgendwo ist Poenichen“ von Christine Brückner

'Wer kein Zuhause mehr hat, kann überallhin', erklärt Maximiliane von Quindt aus Poeninchen in Hinterpommern und macht sich mit ihren viereinhalb Kindern auf den Weg in den Westen, eine unter Millionen Vertriebenen. Aus einer Kriegswaise des Ersten Weltkriegs ist eine Kriegerwitwe des Zweiten Weltkriegs geworden. Doch im Gegensatz zu anderen Flüchtlingen wird Maximiliane nicht wieder sesshaft. Allen Prophezeiungen zum Trotz vergeht ihr das Lachen nicht und nicht das Singen. Sie sucht und findet, vorübergehend, Wärme in Männerarmen. Als ihre Kinder erwachsen sind, sagt sie: 'Lauft!' Um sie zu besuchen, muss sie den Globus zur Orientierung nehmen. Denn die Quindts, jahrhundertelang auf jenem fernen Poeninchen zu Hause, sind nun in alle Winde verstreut.

Fast sechzigjährig fährt Maximiliane ins polnische Pommern, sitzt im verwilderten Park des einstigen Herrenhauses auf einem Säulenstumpf und 'vollzieht nachträglich und ihrerseits die Unterzeichnung der Polenverträge'. Die Speisekammer Poeninchen, aus der sie sich nährte, ist leer. Wenn sie zurückkehrt, wird auch sie sesshaft werden können.

Mehr über Christine Brückner erfahren Sie über die Stiftung Brückner-Kühner unter http://www.brueckner-kuehner.de/.

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  • Rezension zu "Nirgendwo ist Poenichen" von Christine Brückner

    Nirgendwo ist Poenichen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2010 um 17:36

    Maximiliane von Quindt/Quint, die aus dem pommerschen Poenichen stammende Baronin, findet nirgendwo die Heimat aus der sie als Schwangere mit vier Kindern flüchten musste. Weder in Hermannswerder, noch in Marburg; Kassel oder Paris und schon gar nicht in Kalifornien, wo sie ihre Mutter und ihren Stiefvater besucht. Nicht einmal der Stammsitz der Quints in der Nähe von Nürnberg, die zum Burghotel umgebaute imaginäre Burg Eyckel, gibt ihr Geborgenheit. In ihrer Würde unbeschadet gelangt sie durch die Wirren der Nachkriegszeit, die in vielen Facetten wieder ins Gedächtnis gerufen werden: Bezugsscheine, Entnazifizierung, Kriegsverbrecherprozesse, Lastenausgleich, Währungsreform u.a.m. Das Schicksal ihrer Kinder ist freilich nicht dazu angetan, sie auf einen ruhigen Lebensabend einzustimmen. Ihrem Ältesten, Joachim, mangelt es von Anfang an etwas an Lebenstüchtigkeit. Der zweite Sohn, mit dem unheildrohenden Namen Golo, ein liebenswerter Bruder Leichtfuss, verunglückt. Die intellektuelle Tochter Viktoria steht auch nicht mit beiden Beinen richtig im Leben. Die wegen ihres exotischen, auf ihren kirgisischen Vater zurückzuführenden Reizes zunächst als Model gefragte Mirka schafft es nicht an die Spitze, findet aber wenigstens ihr Auskommen. Lediglich die adoptierte Edda etabliert sich im Adel, im holsteinischen Landadel - und meint gelegentlich, sich ihrer bescheidenen Stiefmutter schämen zu müssen. Allein schon die Sprüche, die Christine Brückner an den Anfang der einzelnen Kapitel ihres Romans - und der übrigen Bände ihrer Trilogie - stellt, machen das Buch lesenswert. Darüber hinaus ist es der Autorin auch im hier behandelten Band gelungen, die Gestalten ihres Romans glaubhafte Wege gehen zu lassen. Von der Wiederaufbauzeit bis zu den 68ern und zur Hippiegeneration. Dabei flicht sie en passant Bemerkungen ein, die vermutlich erst im Laufe der Zeit an Bedeutung gewinnen. So sagt die Hauptfigur ihres Romans an einer Stelle, dass sie nie an eine Kollektivschuld geglaubt habe, wohl aber an eine Kollektivscham. An anderer Stelle wagt die Autorin es sogar, als Mitursache für den Zweiten Weltkrieg den Versailler Vertrag zu erwähnen. Bei der Suche nach den historischen Anfängen die Goten als ehemalige Bewohner der „Ostgebiete“ zu bemühen, erscheint mir allerdings „weit“ hergeholt. Glücklicherweise macht der Europagedanke solche Überlegungen heute, hoffentlich, überflüssig.

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  • Rezension zu "Nirgendwo ist Poenichen" von Christine Brückner

    Nirgendwo ist Poenichen

    Jens65

    21. August 2008 um 23:52

    "Nirgendwo ist Poenichen" ist ein schöner, interessanter Roman der bekannten Schriftstellerin Christine Brückner, Jahrgang 1921. Wem "Jauche und Levkojen" nichts sagt, sollte erst dieses Buch lesen, denn es ist der erste Teil der beiden Poenichen-Romane Christine Brückners. Klar, der zweite Teil ist auch allein zu genießen, doch sei der erste hiermit angeraten. "Nirgendwo ist Poenichen" ist die Fortsetzung der Lebensgeschichte von Maximiliane von Quindt aus Poenichen, Hinterpommern. Nach dem Ersten Weltkrieg stand sie ohne Eltern da, nun, nach dem Zweiten Weltkrieg, ohne Ehemann, dafür mit einer Kinderschar. Schließlich wandert sie aus in die Neue Welt... Eines Tages kehrt sie zurück nach Poenichen.

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  • Rezension zu "Nirgendwo ist Poenichen" von Christine Brückner

    Nirgendwo ist Poenichen

    Ritja

    10. June 2008 um 15:18

    Der zweite Teil der Quindt-Triologie erzählt das Leben der Maximiliane Quindt in der Nachkriegszeit. Ihre Reise und Leben in Paris, der Aufbau einer Pastetenfabrik und ihr kompliziertes Verhältnis zu ihren Kindern.

  • Rezension zu "Nirgendwo ist Poenichen" von Christine Brückner

    Nirgendwo ist Poenichen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. December 2007 um 09:55

    Die tolle Fortsetzung von Jauche und Levkojen. Auch hier kann man eintauchen, in die Welt von Maximiliane und sich die Zeit und ihre Lebensumstände gut vorstellen.

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